Pairing: Naruto x Harem (Hiruzen, Minato, Hashirama, Tobirama, Shino, Iruka, Itachi)


Itachi sah den fieberhaften jungen Mann an, der im Bett lag und versuchte zu atmen. Es war sein jüngerer Bruder Sasuke Uchiha. Sasuke litt seit ungefähr zwei Jahren an einer unerklärlichen Krankheit, die den jungen Wolf schwächte und ihn somit an das Bett fesselte. Keiner konnte verstehen, was mit dem Dämon passierte.
„Bruder", flüsterte Sasuke mit heißerer Stimme. Er öffnete seine trüben Augen.
„Ich bin hier Sasuke", antwortete Itachi sanft und näherte sich seinem Bruder. „Willst du etwas Wasser?", fragte er, als er die Kanne mit Eiswasser und ein Glas sah, die wahrscheinlich ihre Mutter dort hingestellt hatte.
„Ja." Itachi füllte das Glas mit Wasser… Mit ein wenig Hilfe schaffte es der jüngere Uchiha sich aufzusetzen und die kühle Flüssigkeit zu trinken. „Es tut weh", keuchte Sasuke voller Schmerz, während er sich die Brust hielt.
„Ich weiß." Itachi biss sich auf die Lippe, um sich selbst vom Weinen abzuhalten. Sasuke brauchte jetzt seine Unterstützung und das Vergießen von Tränen würde nicht helfen. Er setzte das Glas wieder ab und half seinem Bruder sich wieder hinzulegen. Er schaltete das Licht aus und schloss leise die Tür hinter sich. Als Itachi die Treppe hinunterging, sah er seine Eltern am Esstisch sitzen.
Mikoto sah auf und lächelte traurig. „Wie geht es ihm?"
„Es sieht sogar noch schlimmer als letztes Mal aus", gestand Itachi trübsinnig.
Fugaku seufzte. „Wenn es ihm morgen nicht besser geht, ruft ich die Harunos an… wir müssen uns überlegen, wie wir für diese Heilmittel zahlen sollen."
„Sie sind zwar sehr teuer, aber wir werden einen Weg finden", versicherte Mikoto. Es war schwer zu sagen, ob sie das sagte, um die anderen oder sich selbst zu beruhigen.
Wenn Vampire speziellen Schutz vor der Sonne brauchten oder ihr wahres Alter verbergen wollten, dann gingen sie zur Haruno-Familie. Alle Kreaturen misstrauten Heilern, aber in extremen Fällen versuchten sie Hilfe zu anderen Konditionen zu bekommen. Natürlich könnten oder würden viele wegen des Misstrauens die Frage nach Hilfe nicht einmal in Erwägung ziehen. Dieses Misstrauen wurde von den exorbitanten Preisen und die schreckliche Umgehensweise der Harunos nur noch verstärkt.
Keiner der Harunos behauptete ein Heiler zu sein, dennoch wurden sie von Akatsuki überprüft. Es wurde ihnen erlaubt, die Ringe für Vampire herzustellen, wie sie es taten. Aber ihr Wissen über andere Dinge wurde nicht begutachtet. Also konnten sie ihr gewohntes Geschäft aufrecht zu erhalten, da Akatsuki ihnen eine Lizenz gegeben hatte… Sie vergaßen nur passender Weise, dass ihnen die Lizenz nur für die Ringe und nicht für medizinische Versorgung gegeben wurde.
„Ich treffe dich auf dem Revier Dad. Ich muss mich mit jemandem treffen", sagte Itachi, als er seinen Mantel holte und anzog.
„Okay… aber sei vorsichtig." Fugaku stand auf und zog Itachi in eine Umarmung. Eigentlich war er nicht der liebevollste Mensch, aber dies hatte sich geändert, als Sasuke krank geworden war. Fugaku hatte sich sogar mehrere Tage freigenommen, um zu helfen, was bis dahin noch nie vorkam…
„Werde ich Dad, aber du bitte auch." Itachi mochte die Veränderungen seines Vaters, dennoch waren sie ein wenig bitter-süß. Er ließ seinen Vater los und umarmte seine Mutter. „Auf Wiedersehen." Für eine Sekunde hatte er gedacht, seine Mutter würde ihn nicht loslassen. Nach einem Augenblick tat sie es dann doch und Itachi verließ das Haus. Als er die Straße zum Uzumaki-Anwesen entlangfuhr, bemerkte er wie die vier Dämonen-Jäger ihre Sachen zusammenpackten. „Sie fahren schon? Ich hatte gedacht sie würden mehr Probleme bereiten… Naja, ist ja gut." Itachi hielt am Straßenrand an und beobachtete sie von seinem Auto aus. Vorsichtig folgte er ihnen, da sie eh die Straße in Richtung des Anwesens nahmen. Freudig sah er, wie die Jäger aus dem Dorf hinausfuhren.
Eine große Last fiel von den Schultern des Polizisten. Es tat gut, zu wissen dass es vorbei war. Plötzlich sah Itachi etwas Seltsames und er trat in die Bremse… zwischen den schneebedeckten Bäumen war ein Paar feuriger rot-goldener Augen, die ihn ansahen. Obwohl es fast am Ende des Winters war und die Bäume auch keine Blätter oder viel Schnee trugen, konnte er die Kreatur nicht genau erkennen. Was er sagen konnte, dass die roten Augen zu einem großen Hund gehörten…
Ein Hund, der auf das Uzumaki-Anwesen zuhielt.
Itachi fuhr nun viel schneller auf das Anwesen zu, als vorher. Aber die Kreatur schien mithalten zu können. Unglücklicherweise verlor er die unbekannte Kreatur aus den Augen, als er langsam die gewundene Auffahrt hinauffuhr. Sobald er den Wagen angehalten hatte, sprang er raus und sah sich um. Was es auch immer war, war nicht mehr hier. Zumindest konnte er nichts riechen, das darauf hinwies, dass es noch in der Nähe war.
„Itachi! Was stehst du hier nur so rum? Komm rein!", rief Minato von der offenen Tür aus.
Itachi zog eine Augenbraue nach oben. „Minato, was machst du hier?"
Minato grinste, als der Polizist das Haus betrat. „Ich bin zu Besuch hier", antwortete der blonde Professor, als er die Tür schloss.
„Verstehe… Also wo ist Naruto?", fragte Itachi, während er seinen Mantel aufhing. Dieses Gebäude war einfach überwältigend. Die hohen Wände waren mit aufwendigen Verzierungen versehen, die hervorragend zu dem dunklen Holz der Decke passten. Wenn man das erste Mal das Haus betrat, konnte man ein großes Esszimmer mit einem Kronleuchter sehen. Auf der rechten Seite befand sich die Küche. Links befand sich ein gigantisches Wohnzimmer, in dem ein Flügel stand. Außerdem befanden sich noch ein Arbeitszimmer, eine Bibliothek und ein Wintergarten im Erdgeschoss. Der Polizist war ein einziges Mal als Kind hier gewesen, aber das war schon viele Jahre her, als die Uzumakis noch lebten… Es gab Gerüchte über mehrere geheime Gänge und einen Ballsaal im ersten Stock…
„Oh, der war nicht da, als wir reinkamen." Itachi sah sich im Wohnzimmer um und sah Hiruzen, Tobirama, Hashirama, Iruka und Shino auf der Couch und auf den Sesseln sitzen. „Wir haben uns selbst reingelassen", sagte Hashirama, als sich Minato neben ihn setzte.
Itachi schüttelte den Kopf. „Ihr solltet nicht so einfach ohne Erlaubnis das Haus einer anderen Person betreten-" Itachis Mund blieb offen stehen, als er sich an etwas erinnerte. Vier der anwesenden Personen waren Vampire! Vampire konnten nicht einfach das Haus eines Menschen betreten! Was hieß das also? Dass Naruto kein Mensch ist? Wenn dies der Fall sein sollte, warum hatte er es nicht einfach gesagt? Gerade hier gab es keinen Grund für Geheimnisse.
Dann sah Itachi etwas, das in überraschte. Die Ringe, die gemacht wurden, um die Vampire vor der Sonne zu schützen und um ihr wahres Alter zu verbergen, lagen alle auf dem, mit Knabbereien bedeckten Tisch… Die Vampire saßen hier ungeschützt in einem lichtdurchfluteten Raum und aßen, als würden sie den Geschmack des Essens wirklich mögen!
„Schön euch alle hier zu sehen." Jeder, selbst der fassungslose Uchiha, drehte sich um und deren Gedanken kamen zu einem abrupten Halt… Vom anderen Ende des Hauses kam ein splitter-faser nackter blonder Brite in den Raum. „Wie sie sehen können Herr Polizist, bin ich unbewaffnet. Gebt mir nur einen Moment, um mich anzuziehen." Naruto ignorierte die Augen, die ihn verfolgten, während er die Treppe hochging. Sie waren auf die gut definierten Muskeln, die gebräunte Haut und auf die… sehr große und dicke Männlichkeit, die frei durch die Luft schwang, fixiert. Nicht eine Person konnte wegsehen…
Bevor sich Itachi stoppen konnte, sagte er „Für mich siehst gut bewaffnet aus." Der Wolfsdämon wurde rot als Naruto grinste, wobei jeder in Zustimmung nickte. Ein paar Momente später kam Naruto in einer schwarzen Hose und einem roten Shirt gekleidet wieder.
„Naruto… wo warst du gerade?", fragte Tobirama, sobald sein Gehirn wieder richtig arbeitete.
Der Brite zuckte mit den Schultern. „Ich bin spazieren gegangen."
„Du läufst bei diesem Wetter so herum?" Itachi starrte ihn mit offenen Mund an, konnte aber nicht anders, als das plötzliche Bedürfnis zu haben, sich die Klamotten von Leib zu reißen und seine Beine zu spreizen- … Woah! Wann zum Teufel ist er so bedürftig und unterwürfig geworden?!
„In dieser Kleidung mache ich viele Dinge. Natürlich kannst du immer gerne mitmachen", schnurrte Naruto. Diese Einladung richtete er an alle Anwesenden und bekam mehrere gerötete Gesichter als Antwort.
Itachi musste schlucken. „G-gut zu wissen." Er schüttelte seinen Kopf und versuchte seine Gedanken wieder unter Kontrolle zu bringen. „Ähmm… Ja richtig, also warum sind wir hier, statt auf dem Revier, um den Einbruch zu besprechen?", fragte Itachi, als er stoisch versuchte seinen Blick nicht auf Narutos Schritt zu werfen. Außerdem wurde ihm langsam klar, dass dieser junge Mann nicht menschlich war, aber das würde er später fragen.
„Ah ja." Hiruzen stellte seine Teetasse auf den Tisch. „Nun, wir wollten dir den Grund nennen, warum Naruto in dieses Dorf gekommen ist. Er will sein Talent als Heiler anbieten."
„Verstehe." Itachi warf einen Blick auf Naruto. „Das ist also der Grund, warum du mit mir alleine reden wolltest." Einen einzelnen Wolf ohne sein Rudel konnte man leichter überzeugen, aber wenn man das gesamte Rudel konfrontierte, kam man wegen der gefährlichen Rudel-Mentalität, mit logischen Argumenten nicht weit.
Hashirama nickte. „Stimmt. Während dein Rudel und das ganze Dorf jeden Grund zur Paranoia haben, hat Naruto uns allen hier bewiesen, dass er sehr talentiert und vertrauenswürdig ist."
„Ihr meint die Tatsache, dass ihr alle nicht im Sonnenlicht verbrennt und euch von echtem Essen nicht schlecht wird?", stellte der erstaunte Uchiha fest.
Shino grinste. „Das ist erst der Anfang… Mein Vater und ich sind ebenfalls Kreaturen." Ein Schwarm Insekten kam aus dem Nebenzimmer und schrieb den Begriff "Insekten-Beschwörer" perfekt in die Luft.
„Ich dachte die wären ein Mythos." Itachi betrachtete staunend, als die in Insekten ein großen 'X' in der Luft bildeten, um ihm zu sagen, dass er falschlag, bevor Shino sie mit einer Handbewegung wieder aus dem Raum schickte und sie mit einem Brummen verschwanden.
„Nein sind wir nicht. Beinahe jeder nimmt an wir wären ein Mythos. Naruto hatte gedacht, dass wir ausgestorben wären, trotzdem hatte er zur Sicherheit nachgeforscht. Nur deswegen ist mein Vater nicht an einer Lungeninfektion gestorben", erklärte Shino, mit einer großen Portion Dankbarkeit in der Stimme. Shibi hatte eigentlich auch kommen wollen, hatte aber ein Meeting, bei dem er anwesend sein musste.
Hiruzen lächelte. „Naruto hat sowohl mich, als auch Hashirama vor dem Tod gerettet, der Verletzungen durch Silber oder Blauen Eisenhut beinhaltete. Er hat sogar Iruka gerettet."
Iruka schmollte. „Und er war derjenige, der diese idiotischen Goblins zusammengeschlagen hat."
Minato steckte sich einen weiteren Keks in den Mund und lächelte. „Er hat sogar Vampirismus geheilt. Die ganzen Probleme, die wir mit Sonnenlicht, Silber, Blauem Eisenhut, dem unsättlichen Verlangen nach menschlichem Blut und so weiter hatten, kamen von so einer Art Virus, welchen er aus unseren Körpern entfernt hat. Wir brauchen noch immer Blut, aber selbst ein wenig Tierblut genügt uns so, wie es es noch nie getan hat. Jetzt können wir normal essen und schlafen. Außerdem hat er bei uns Talismane aufgetragen, die deutlich effizienter sind als diese auffälligen Ringe." Um die Aussagen des blonden Professors zu beweisen, drückte Hiruzen auf sein Handgelenk und verwandelte sich in das Aussehen des älteren Schulleiters. Mit einem erneuten Drücken, war er wieder sein junges Selbst.
Zu sagen, Itachi wäre fassungslos das alles zu hören, wäre eine Untertreibung. Seine Instinkte schrien, dass dies alles wahr war. Ein Teil von ihm war sich nicht sicher, aber das Bedürfnis diese Chance zu ergreifen war stark. Sasuke… er würde nicht länger durchhalten. Die Behandlung der Harunos zeigte keine Wirkung mehr. Sie brauchten dringend Hilfe.
„Ich bezweifele, dass meine Familie zu irgendjemandem freundlich sein wird, der behauptet ein Heiler zu sein und keine Akatsuki-Lizenz hat." Itachi seufzte und sah Naruto an. „Aber mein kleiner Bruder Sasuke… er wird nicht mehr lange durchhalten."
Naruto lehnte sich gegen die Couchlehne. „Was sind seine Symptome?"
„Hohes Fieber, extreme Schwäche, er ist sehr müde und kann kaum etwas trinken, ohne Schmerzen zu verspüren", erklärte Itachi. Er war der vernünftigste Wolfdämon und war bereit, dem Fremden eine Chance zu geben, da sich so viele für ihn aussprachen.
„Wie lang geht das schon so? Schwitzt er? Halsschmerzen? Kommen sie in Wellen? Was trinkt er, wenn er den Schmerz verspürt?", fragte Naruto ernsthaft.
Itachi blinzelte. „Ähmm… Es hat vor zwei Jahren angefangen. Nein, schwitzen tut er nicht wirklich und sein Hals ist immer trocken und schmerzt. Zuerst kamen und gingen die Symptome alle paar Wochen, aber dann dauerte er immer länger. Nach einer Behandlung geht es ihm immer ein wenig besser, er fühlt sich dann aber immer noch schwach. Was das Trinken angeht, ist es immer kaltes Wasser."
„Wo habt ihr diese Behandlung her?", fragte Naruto. Aus irgendeinem Grund schien er echt besorgt.
„Von den Harunos." Itachi hob eine Augenbraue, als Naruto seine Augen schloss… es war, als versuchte er sich zu beruhigen. Sie konnten beinahe hören, wie er bis zehn zählte. Aber warum war er so wütend?
Endlich öffnete der Brite seine Augen und ging mit schnellen Schritten in die Küche. „Wenn dein Bruder das hat, was ich denke, dann brüh die hier auf, gib eine wenig Milch hinzu und sorg dafür, dass er es trinkt", erklärte Naruto, als er einen sauber eingeordneten Beutel mit Samenkörnern aus dem Regal holte. „Es schmeckt wie Schokolade und wird ihm keine Schmerzen bereiten. Im Gegenteil sogar, schau." Naruto nahm fünf Körner, tat sie in eine Tasse und übergoss sie mit heißem Wasser. Der Polizist und nun auch jeder andere in der Küche beobachtete, wie sich die Samenkörner zu einem schokoladigen Getränk auflösten. Naruto nahm einen Schluck, um zu beweisen, dass es harmlos war und reichte dann die Tasse an Itachi weiter, der ebenfalls einen Schluck nahm.
Itachi lächelte, da es gut schmeckte und da sich Naruto die Zeit nahm, seine Ängste zu beruhigen. „Das ist gut."
„Meine Urururgroßmutter hat geglaubt, dass Leute viel kooperativer sind, wenn es um Medizin geht, wenn sie gut schmeckt. Also hat sie das auch ihrer Familie beigebracht. Wenn Sasuke das nimmt, wird er gleich danach kränker werden, wenn ich Recht habe. Wenn nicht, handelt es sich um etwas anderes, but in beiden Fällen entsteht kein Schaden", sagte Naruto mit einem Lächeln, als er den Beutel an Itachi reichte.