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Kapitel 5
Seit Monatsbeginn verstrichen die letzten Tage, mit den letzten Vorbereitungen für die offizielle Staatsgründung des Mond Königreichs am 9. Dezember sowie die Krönungszeremonie der Kronprinzessin am 12. Dezember. Besonders stark beanspruchten die letzten Vorbereitungstage die Planerin/Organisatorin des ganzen. Die letzten Wochen verbrachte sie sehr häufig bis spät in die Nacht hinein um den letzten feinschliff für diese zwei Tage zu erreichen. Nie endende Stunden von Stellung diverser Anträge über ewig andauernde Telefon Gespräche fühlten den Inhalt ganzer Tage für sie.
Momentan ärgerte sich Kurai mit der neu Organisation der Fahrzeuge zur Krönungszeremonie. Denn die zukünftige Kronprinzessin Usagi hat darauf bestanden, dass sie und die anderen zukünftigen Ratsmitglieder des Regentschaftsrates in Cabriolimousinen zur Inthronisierungszeremonie gefahren werden sollen. Aber auch während der darauffolgenden Parade sollten die Cabriolimousinen zum Einsatz kommen. Usagis Argumentation für diese Entscheidung war, das sie so den Menschen während der Parade näher sei. Kurai gefiel diese Idee aus offensichtlichen Gründen nicht. Sei es nun Sarajevo 1914, Marseille 1934 oder Dallas 1963. Alle drei Fälle beinhalten jeweils ein Cabrio oder ein Fahrzeug mit heruntergelassenem Verdeck und die Ermordung einer, beziehungsweise zwei der Insassen im ersten Fall durch einen Attentäter. Diese drei Fälle würden Kurai für eine Absage an Usagi reichen aber trotz allem gibt sie Usagis Wunsch nach und Organisiert für diesen Tag die gewünschten Fahrzeuge. Sollte also während der Parade einem der Insassen etwas zustoße, trägt allein Usagi die Verantwortung dafür.
Der 9. Dezember näherte sich rasant kaum versah sich Kurai und der Tag der den endgültigen Grundstein für die Geburt einer neue Nation darstellen sollte war an gebrochen. Sie war durch und durch nervös. Wie sollte sie es auch nicht? Durch gehend zerbricht sie sich den Kopf und macht sie sich Sorgen darüber von der Internationalen Vertretern als eine Art Verrückte, eine „Norton I" angesehen zu werden. Auf keinen Fall wollte sie, dass man sie als eine Verrückte ansieht. Aber auch hoffte sie, das es zumindest ein paar Vertreter zur Zeremonie schaffen, denn sie wollte ebenso keine Blaumache erleben wie es sich bei der Krönung von Bokassa I zu getragen hatte. Zumindest konnte sie sich der Anwesenheit des Japanischen Vertreters sicher sein.
Kurai atmete noch einmal ein und wagte es dann über einen für die Darsteller gedachte Tür auf die Bühne. Die Mitte der Bühne Rückwand zierte ein Großes Wappen. Das Große Wappen bestand aus einem weißen Schild mit goldener Umrandung und einem goldenen Halbmond in dessen Mitte. Das Schild wurde von zwei Katzen mit jeweils den Farben schwarz und weiß gehalten. Über dem Schild war ein goldenes Diadem erkennbar und unter dem Schild befand sich ein Spruchband in mehrere Lorbeerzweigen verwoben, auf dem stand geschrieben: „Regina, Pax, Patriam". An den jeweiligen enden der Wand hingen ein großes weißes Banner mit einem goldenen Halbmond in der Mitte. Direkt im Zentrum der Bühne befand sich ein der runder Tisch nach dem Design des Tisches des UN Sicherheitsrates. Neun Stühle standen am den Tisch mit Schicht zu dem Gästen. Am Bühnenanfang, weit vor dem Tisch stand ein hölzernes Rednerpult das ein identisches Wappen, wie das an der Wand trägt. In dem für Theaterbesucher konzipierten Zuschauerbereich, waren die in höheren Stockwerken gelegenen Sitzbereiche nicht zugänglich. Einzig allein der etwas unterhalb der Bühnen höhe gelegene Sitzbereich war für diese Veranstaltung zur Nutzung frei gegeben. Hochgerechnet, befanden sich dort knapp über hundertachtzig bis hundertneunzig Geladene Gäste, wie auch Reporter von verschiedensten Fernsehsendern.
Kurai beendete ihren Weg zum Rednerpult und sah in Richtung der Gäste. Sie nahm die skeptischen und zweifelnden Blicke der Vertreter, die ihr entgegen gebracht wurden auf. Wer würde nicht solch eine Reaktion hervorbringen, wenn dieser zu einer Staatsgründung am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts geladen wurde und eine Person in Feldgrauer Militäruniform im Design der deutschen Reichswehr Uniformen nachempfunden, das erste Wort halten würde. So etwas würden die meisten nur mit einer Zeremonie im neunzehnten Jahrhundert oder der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts assoziieren. Ob wohl sie solche Gedanken hegte und annahm dass die Geladenen dies auch taten, schenkte sie den ihnen ein kleines Lächeln. „Den Willen der zukünftigen Generationen vorwegnehmend, erkläre ich durch den von den Vereinten Nationen angepassten ‚Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper' vor dem Angesicht der Internationalen Weltgemeinschaft und der Geschichte der Menschheit, die Geburt der ersten extraterrestrischen Nation. Meine erste Amtshandlung als durch die Resolution der Vereinten Nationen vom 15. November vorübergehend eingesetzter Regierungschef des Mond Königreichs, berufe ich die erste Sitzung des Regentschaftsrates ein."
Der Saal blieb still, während Kurai sich vom Rednerpult zu dem Tisch im Zentrum der Bühne bewegte. Zur selben Zeit, erhellten Scheinwerfer den Tisch und brachten die Sailor Kriegerinnen zum Vorschein, die alle an dem Tisch saßen. Jeweils vier hatten ihren Sitzplatz links wie auch rechts von Kurai, wobei sie als einzige ein direktes Blickfeld zu den Gästen hatte. Sobald sie der Meinung war, das genug Zeit verstrichen war, ergriff sie in ihrer stehenden Position erneut das Wort. „Hiermit eröffne ich offiziell die Sitzung. Als ersten Tagespunkt der heutigen Sitzung, gilt es zu entscheiden: Ob der bereits eingereichte Verfassungsvorschlag von diesem Rat angenommen wird oder ein neuer ausgearbeitet werden muss." Ohne Vorahnung wandte sich Kurai an ihren Rat. „Hat noch jemand ein Wort hinzuzufügen?", schaute sie jedes Ratsmietglied an. „Wenn dem nicht so ist können wir mit der Abstimmung für Annahme des Verfassungsvorschlags beginnen? Jeder der für die Annahme des Verfassungsvorschlags Stimmt, möge die Hand heben." Es Stimmten alle Sailor Kriegerinnen mit Ausnahme von Pluto für die Annahme des Verfassungsvorschlags. Dies lag nicht daran, dass die meisten mit dem Verfassungsvorschlag einverstanden sind, sondern im Fall von Venus, Jupiter und Saturn das ganze rechtliche Geschwafel hinter sich zu bringen. „Erfreut kann ich verkünden, dass der Regentschaftsrat mit einer Mehrheit den Verfassungsvorschlag annahm. – Nun lasst uns zum Letzte Tagespunkt dieser Sitzung gelange. Da meine Aufgabe im Namen der Vereinten Nationen beendet ist, trete ich offiziell von meinem Amt als vorübergehender Regierungschef zurück! – Von jetzt an liegt die Entscheidung über meine Nachfolge bei diesem Rat." Anstatt eines Vorschlags wer ihr als Regierungschef nachfolgen würde, stieß sie auf schweigen. Keiner der Sailor Kriegerinnen schien einen Vorschlag machen zu wollen.
Zur Überraschung aller, erhob sich Merkur und äußerte ihre Meinung zur Nachfolgefrage. „Ich finde, dass Ihr weiterhin das Amt des Regierungschefs bekleiden solltet! Durch Euer Engagement ist es erst möglich geworden das wir hier und heute an diesem Punkt stehen. Deshalb schlage ich vor: Das Sie von nun an als Präsident des Regentschaftsrates weiterhin im Amt als Regierungschef fungiert." Kurai schüttelte schnell ihre Überraschung ab und übernahm die Kontrolle über die Situation. „Ich akzeptiere Ihre Nomination, Sailor Merkur. Sollte jemand Einwände gegen mein weiteres fungieren haben, so soll die Person ihre Einwende jetzt erheben." Wie auch bei der Nachfolgefrage, erwägt es keiner der Ratsmietglieder einen Einwand zu erheben. „Da es keine Einwände gibt, erkläre ich: Das ich von nun an als Präsident des Regentschaftsrates alles in meiner Macht stehende tun werde um diese junge Nation zu erhalten. Ich werde nicht ruhen bis diese Nation sicher auf den Pfad der Freiheit und der Demokratie ruht."
Kurai stand auf der Bühne, auf der sie gemeinsam mit den Sailor Kriegerinnen das Mondkönigreich gegründet hatte. Doch dieses Mal war der gesamte Saal leer. Beschäftigt schritt sie von einer Seite der Bühne zur anderen, während sie ihr Mobiltelefon hielt. „Herr Isard, es freut mich zu hören, dass alles vorbereitet ist. Wie sie wissen, lege ich das Leben unserer Feinde als auch das meine in Ihre Hände, wie auch der Ihrer Sicherheitskräfte. Und bevor ich es noch vergesse, stellen Sie bitte sicher, dass für mich eine Mitfahrgelegenheit am Hinterausgang des Theaters bereitsteht. Ich bedanke mich. – Auf Wiederhören." Sie klappte ihr Mobiltelefon zusammen und steckte es in ihre Uniformtasche. Ein paar Minuten hatte sie noch bis die anderen Akteure der Heutigen Zeremonie gemeinsam eintreffen sollten. Etwas war seltsam an Ami. Sie benahm sich seit dem Vorfall mit dem Gassenabschaum seltsam. Ihr war dieses Verhalten erst vor kurzem aufgefallen und richtig bemerkte sie es erst als sie darauf zu achten schien. Ami war, nach Kurais eigener Erkenntnis wärmer geworden. Damit gemeint ist, das Ami ihr mehr vertraut und viel mehr Zeit mit Kurai verbringt, soweit das auch durch ihre Vorbereitungsarbeit eingeschränkt worden war. Kurai weiß nicht was es mit Ami auf sich hat aber sie hat sich Vorgenohmen, dass sie sobald ihr mehr Zeit zur Verfügung steht dieses Rätsel lösen wird.
Noch ein letztes Mal sah sie zur Bühne auf. Es hatte sich abgesehen von dem Thorn, der die Position des Tisches auf der Bühne einnahm und dem Fehlen des Rednerpultes nichts verändert. Alles stand so wie es sein sollte, alles war bereit für die Farce einer Inthronisierung. Eigentlich könnte Kurai diese Schauspielerei in den Sand setzen. Ihr wär es sogar möglich die noch nicht Gekrönte Prinzessin abzusetzen und den „Zahnlosen Tiger" namens Regentschaftsrat auflösen. Es gäbe niemanden der sie aufhalten könnte. Die von dem Regentschaftsrat akzeptierte Verfassung gewährt ihr die Möglichkeit dies ohne weitere Konsequenzen zu tun. Keiner könnte sie ohne das Eingreifen anderen Nationen oder einen Putsch durch die Garde, die momentan die einzige militärische Einheit des Königreichs ist, Absetzen. Die Möglichkeit bestand, es Horthy gleich zu tun. Kurai die autoritär regierende Reichsverweserin eines Königreichs ohne König. Sie mochte diesen Gedanken aber dies stände mit ihrem Bekenntnis zur Demokratie vor drei Tagen im Konflikt. Die Weltöffentlichkeit und die Meinung der verschiedensten Nationen spielten in diesem Stadium der Pläne eine wichtige Rolle. Dem nach konnte sie sich ein radikalen Kurswechsel nicht leisten.
Kurai hörte Schritte, die vom Klang bestätigten dass eine Personengruppe in Richtung dieses Saal in Bewegung war. Es konnten einzig allein die zukünftige Kronprinzessin und die Sailors sein. Angeführt von Usagi in ihrem weißen Serenity‑Kleid und Mamoru in seiner Endymion‑Rüstung, betrat die Gruppe der magischen Heldinnen den Theatersaal. Auf halbem Weg zur Bühne trafen sie auf Kurai, die auf sie zugelaufen war. Usagi umarmte Kurai zur Begrüßung. „Dein Kleid sieht hervorragend aus! Ich hoffe du bist bereit, Usagi?" „Ich werde mein bestes geben", antwortete Usagi leicht nervös. Beide trennten sich und Kurai warf einen schnellen Blick über Mamoru. Ein fast unmerkliches Stirnrunzeln bildete sich bei ihr, das wortlos aussagte: „Was wilder hier in solch einer geschmacklosen und stereotypen Rüstung?" Ohne weitere Aufmerksamkeit Usagis Verlobtem zu schenken, wandte sie sich wieder an Usagi. „Ihr solltet euch nun vorbereiten, die Gäste werden bald eintreffen."
Eine halbestunde später trafen die Staatsgäste ein und saßen erneut auf den Plätzen die sie das letzte Mal einnahmen. Das Licht auf der Bühne erleuchtete und ermöglichte einen Blick auf den Thron. Aus der Finsternis im Saal ertönten ohne Vorahnung die letzten zwei Zeilen des Refrains der „Internationale". Darauffolgte sofort die königliche Hymne „Die Stadt auf dem Mond" die, die gleiche Melodie des nationalistischen Liedes „Die Wacht am Rhein" hatte. Mit dem letzten abklingenden Ton der Hymne, betrat die Prinzessin in ihrem weißen Kleid die Bühne. Erst vor dem Thron hielt sie inne und stand ungefähr eine Armeslänge von diesem entfernt. Ihr Blick huschten vom einen Bühnen ende zum anderen. An jedem Ende stand ein in weißer Uniform gekleideter Gardist. Schließlich konzentrierte sie sich auf die anwesenden im Saal. Hinter ihr erschienen Kurai in ihrer Feldgrauen Uniform und Sailor Pluto mit einem Purpurnen Kissen in den Händen. Hinter ihnen folgten die restlichen Sailors. Beide stellten sich jeweils rechts und links hinter der Prinzessin auf. „Wir haben uns heute, zu diesem gedenkwürdigen Tag versammelt, um der Inthronisierung Ihrer königlichen Hoheit Prinzessin Serenity beizuwohnen. – Schwören Sie Prinzessin Serenity, vor dem Angesicht des zukünftigen Volkes des Mondes, vor dem Angesicht der Völker, dem gesamten Menschengeschlecht, der Welt das Sie als Souverän dieser Nation alle Rechte und Pflichten achten werdet und diese nie zum eigenen Vorteil oder dem eines anderen verletzen werden? Schwören Sie Prinzessin Serenity, das Sie die von dem Regentschaftsrat angenommene Verfassung achten werden? Schwören Sie Prinzessin Serenity, das Sie immer zum Wohle des Volkes Regieren werden?" „Ich Schwöre", antwortete Usagi auf die Formel formulierten Fragen von Kurai. „Demnach ernenne ich Sie, im Namen des zukünftigen Volkes des Mond Königreichs zur Kronprinzessin." Kurai nahm das Diadem von dem Purpurnen Kissen in Plutos Händen und setzte es auf das Haupt der Kronprinzessin. Sowohl Pluto als auch die anderen Sailors knieten vor ihrer Kronprinzessin Serenity nieder. Zusammen sprachen sie einen Treueschwur auf sie aus.
Niemand bemerkte ansatzweise, das Kurai während des Treueschwurs auf die frisch gekrönte Kronprinzessin verschwand. Somit hatte sie Ihrer Hoheit gegenüber in keinster Weise eine Verpflichtung. Das sollte ihrer Meinung nach auch so bleiben. Auf ihrem weg von der Bühne, erreichte sie den Hinterausgang des Theaters. Dort wartete neben dem Gehweg ihre Mitfahrgelegenheit.
Einer von Isards Sicherheitspersonal stand vor seinem Motorrad und rauchte eine Zigarette während er auf die „Chefin" wartete. Er zog den abgebrannten Zigarettenstummel aus seinem Mund und warf ihn zu Boden. Endlich öffnete sich die Tür vor der erwartete und ein Teenager Mädchen in der Uniform seiner Chefin kam heraus. Ist dieses Mädchen etwa seine Chefin? Vielleicht ist sie ja nur ein Double, wenn die Chefin wichtigere Angelegenheiten zu tun hat? Schlussendlich, kam er zum Entschluss die Tatsache nach der Identität der Chefin nicht zu hinterfragen und nur die Befehle auszuführen.
Alles lief wie es Kurai geplant hatte! Nach einem Sektempfang für die Gäste, brachen Usagi und ihre Freunde auf. Vor dem Haupteingang des Theaters warteten zwei Cabriolimousinen die sie bestiegen. Im vorderen Fahrzeug saßen Usagi als Prinzessin und an ihrer Seite befand sich ihr Verlobter Mamoru. Im hinteren Fahrzeug saßen Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Neptun, Uranus und Pluto zusammen. Vor dem ersten Fahrzeugen und auch hinter dem zweiten Fahrzeugen ritten jeweils drei Gardisten in ihrer strahlend weißen Paradeuniformen. Als einzige Sicherheitsvorkehrung dienten Absperrungen, die verhindern sollten das Zuschauer der Parade die Straße betraten und somit den Parade Konvoi aufhielten.
Usagi winkte den fröhlich jubelnden Menschen halb aus dem Wagen gelehnt zu. Ihr Verlobter winkte ebenfalls den Menschen auf seiner Seite zu. Konfetti flog durch die Straße und so mancher Zuschauer rief den Namen der Prinzessin.
Kurai erreichte den Treffpunkt und wurde direkt von Zugführer Maki, dem Leiter von ihrer persönlichen „Garde Einheit" begrüßt. „Chefin, meine zwei Gruppen sowie der Zug von Zugführer Hiroto sind abmarschberiet. Alle Vorbereitungen sind bereits abgeschlossen. Die Legionäre, die Frontmitglieder und die Zivilisten warten auf Euren Befehl." „Verstanden! Setzten Sie alle in Bewegung. Wir brechen auf", befahl Kurai. Die Teilnehmer lösten sich aus ihren Gesprächen und stellten sich hinter der Tochter von Persephone auf. Zwischen den freiwilligen Teilnehmern, standen meistens nah dem Rand oder mittig Legionäre der Antisailor Legion als Sicherheitspersonal. Aber auch Mitglieder der Antisailor Front befanden sich unter der Menge. Einige freiwillige hoben Transparente mit bekannten Antisailor Parolen hoch. Auf Kommando setzte sich der gesamte Tross in Bewegung.
Die beiden Cabriolimousinen erreichten eine Kreuzung, an der sie wenden mussten. Aufgrund der hohen Zuschauer Anzahl an diesem Wegabschnitt und der daraus resultierenden Engstelle, war es notwendig das die Fahrer die Fahrzeuge auf Schrittgeschwindigkeit drosselt wurden. Langsam fuhren beide Cabriolimousinen an den Jubelnden Menschen vorbei. Sollte die Engstelle überwunden worden sein, würde der Paradekonvoy von dort aus die letzte Hälfte der vorgesehenen Fahrtstrecke beginnen.
Der Protestmarsch näherte sich dem Zielort, ein etwas Größerer Platz, an dem die Front die Erlaubnis erhielt ein hölzernes Bühnen Konstrukt aufzubauen. Um den an sich schon große Aufbau noch beeindruckender zu gestalten, verlief hinter der Bühne ein hölzerner Halbkreis mit zwölf Fahnenmästen, an den die Antisailor Front Fahnen wehten. Die Fahne selbst, bestand aus einem Roten Hintergrund in dessen Mitte sich ein schwarzer Kreis mit einem Rand in dem Farben Gelb‑Blau‑Gelb befand. Im Kreis waren zwei gelbe Hände nach sozialistischem Design, die einen Handschlag ausführten und vom Rand des Kreises, gingen acht gelbe Strahlen, die bis zum Rand der Fahne reichten.
Die Menschen sammelten sich vor der Bühne. Auf der Bühne stellten sich nach und nach immer mehr Mitglieder der Front auf. Es herrschte eine ausgewogene Mischung aus schwarzen Uniformen und schwarz, blauen Anzügen. An der Spitze der Vertreter der Antisailor Front stand die Chefin. Aus den Lautsprechern erklang ein kurzer Test Ton gefolgt von der Melodie des Liedes „Do you hear the people sing?", das als Hymne der Bewegung fungierte. „ Do you hear the people sing? Singing the song of angry men? It is the music of the people … ", sangen sie gemeinsam. „ … Who will not be slaves again! When the beating of your heart Echoes the beating of the drums there is a life about to start when tomorrow comes! … "
In der begeisterten Menge der Parade Zuschauer, wartete ein Mann. Ein Mann der entschlossen war für das einzustehen an das er glaubte. Er war bereit seinen Teil des Plans zu erfüllen. Der heutige Tag wird entscheiden ob er zum Held oder Märtyrer seiner Gruppe wird. Welches von beiden Szenarien auch zutrifft war ihm ehrlich egal, solange der Weg zum Aufstieg seiner Gruppe gewährleistet ist. Dies brachte ihn an diesen Ort. Heute würde er den Kopf der Schlange abtrennen und den restlichen Körper durch die bereits bestehenden internen Konflikte in sich zusammen stürzen lassen. Gekleidet in einen grauen Wintermantel, stach er kein Stück aus der Menschen Menge heraus. Seine Position war sehr nah an den Absperrungen zur Straße. Nur eine Armes Länge stand er von diesen entfernt. Der Klang von Huf Geklapper, dicht gefolgt vom brummen Automotoren war in der Ferne zu hören. Schnell wurde der Klang deutlicher. Innerhalb kürzester Zeit, konnte man bereits die drei Gardisten hoch zu Ross und die Front der ersten Cabriolimousine erblicken. Rasch überwand ritten die Reiter an der Menge vorbei. Die zwei Fahrzeuge näherten sich in einem Tempo das einzig allein etwas schneller als Schrittgeschwindigkeit beschrieben werden kann dem Mann in der Menge.
Seine Zeit des Wartens war nun zu ende. Das Fahrzeug in dem die Kronprinzessin saß, fuhr gerade an ihm vorbei. Auf seiner Seite konnte der Mann den Verlobten der Kronprinzessin sehen. Er nutzte die einzige Chance die ihm zustand. Grob drängte er sich zu der Absperrung vor und zog schnell eine Pistole aus seiner Manteltasche heraus. Die Leute schienen erst verärgert zu sein als er sie grob wegschob. Einige gerieten bei dem Anblick seiner Pistole in Panik und drängte sich von ihm weg. Ein lauter Knall ertönte. Dann ein weiterer. Ein Aufschrei der Panik erklang gefolgt von weiteren Knall Geräuschen und Schreien. Der Mann hatte alle acht Patronen auf die zwei Insassen der Cabriolimousine vor ihm abgefeuert. Ohne zu zögern warf er die Pistole mit leerem Magazin über die Absperrung auf die Straße und drängte sich gewaltsam in die von verwirrte, panische und entsetze Menschen Masse.
Berauscht durch die Kampfhymne, jubelten die Menschen unterhalb der Bühne. Die Bhüne wurde leer nur die Tochter von Persephone und zwei Männer vom Sicherheitsdienst verweilten dort. Vorne beim Rednerpult, stand sie und wartete bis sich die Leute beruhigt hatten. „Heute stehen wir hier vereint gegen diese Farce einer Staatsgründung. Wir wollen keinen Sailorstaat! Der Mond soll niemandes Besitz sein! Schon gar nicht der Besitz einer von ihres Gleiche ernannte Prinzessin. Ich werde niemals diesen illegitimen Staat anerkennen", schlug sie auf das Rednerpult. Die Zusachauer waren begeistert und jubelten wieder auf. In einem gmacälicheren Ton, fuhr die Tochter von Persephone fort. „So mancher würde ab jetzt augmentieren, dass unser Kampf Sinnlos sei! Was will schon eine alleinstehende radikale Bewegung ausrichten? Doch ich sage euch: Wir stehen heute nicht alleine! Welt weit haben sich Kameraden und Kameradinnen in Bruder und Schwester Bewegungen organisiert. Und an diesem Tag versammeln sie sich rund um den Globus und verkünden unsere Botschaft, sie prangern die Tyrannei der falschen Heldinnen und ihrer fanatischen Anhänger an. Heute stehen wir nicht mehr allein! Heute stehen wir zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern gemeinsam in einer Einheitsfront!" Den angestachelten Applaus Über sich hinweg rollend, erhob sie ihre geballte Fast gegen Himmel und rief: „Tot den Sailoristen! Es lebe die Menschheit! Es lebe der Anti...", geriet sie ins Wanken als ein explosives Schmerzgefühl in ihrem Oberkörperausbrach, die mit einer Wucht gepaart war die sie nach hinter warf. Ihre Augenschlossen sich reflexartig bei dem Aufprall ihres Kopfes mit dem Holzboden.
