Hätte man Hermine gefragt, hätte sie nicht ganz beschreiben können, was in den folgenden Wochen nach dem Vorfall mit Pansy in der großen Halle geschehen war.
Aufgrund dessen, dass das ganze Theater vor den Schülern und dem Lehrpersonal stattgefunden hat, wurde Pansy noch desselben Tages aus Hogwarts verwiesen. Zusätzlich wurden sie und Draco verstärkt zum Gesprächsthema aller. Zu ihrem noch größeren Leidwesen blieben auch Rose und Scorpius nicht davon verschont.
Als die Wochen vergingen und Hermine immer mehr zur Ruhe kam und mit Hilfe von Draco und ihren Freunden begann zu ihrem damaligen Selbst zurückzukehren, wurde ihr schamvoll bewusst, wie unprofessionell sie sich in den letzten Monaten vor den Schülern und Minerva verhalten hatte. Ihr gelang es nur mit größter Mühe, sich erneut in den Klassenraum zu stellen, die Schüler zu unterrichten und sich vor dem Lehrpersonal zu zeigen. Am liebsten wäre sie im Erdboden versunken. Die letzten Monate hatte sie immerhin fleißig ein Loch gegraben.
Auch wenn sie durch die ganzen Vorkommnisse einen Freund – und sie meinte damit tatsächlich Ron – verloren hatte, hatte sie zu ihrer großen Überraschung einen neuen gefunden. Blaise Zabini zeigte sich als unerwartete Unterstützung und Hermine erkannte ziemlich schnell das Gute in ihm. Er war Draco ein wahrer Freund und stärkte ihm den Rücken egal in welcher Situation. Trotz seiner weiterhin distanzierten und furchteinflößenden Art, schloss Hermine ihn ebenfalls ziemlich schnell ins Herz.
Draco und Scorpius erklärten Hermine und Rose, dass Blaise Scorpius Taufpate sei. Daher rührte schließlich auch die enge Verbindung zwischen ihm und dem jungen Malfoy. Rose hatte sich bei dieser Information an die Stirn gefasst mit der rhetorischen Frage, wie dumm sie denn hätte sein können, dies nicht zu erkennen. Scorpius hatte dann liebevoll nach ihrer Hand gegriffen und ihr erklärt, dass sie niemals dumm sein könne. Für ihn sei sie die klügste Schülerin der Schule. Allerdings müsse die Beziehung zwischen ihm und Blaise ein Geheimnis bleiben. Er wolle nicht, dass andere Schüler denken würden, er würde bevorzugt.
Scorpius und Rose schienen sich ebenfalls täglich mehr zu entspannen und blühten auf. Sie alberten mehr herum und die Angst war aus ihren Augen gewichen. Keiner der beiden zeigte bisher das Bedürfnis über Pansy oder Ron reden zu wollen.
„Unglaublich, oder?", hörte sie Ginny auf einmal neben sich sagen. Hermine schaute verwirrt zu ihrer Rechten und blickte in die strahlenden Augen ihrer besten Freundin. Diese sollte jedoch gar nicht hier, sondern an de Tisch hinter Hermine sein. An Gryffindore-Tisch.
„Ginny, was machst du hier?", fragte Hermine empört.
Ginny hingegen verdrehte nur die Augen und hob die Hände. „Entspann dich. Ist alles abgeklärt und mein gnädiger Sohn hat ebenfalls zugestimmt."
„Und was wäre so unglaublich?", wollte Hermine weiterwissen.
„Das ein ganzes Schuljahr schon wieder vorbei ist.", seufzte die Rothaarige und legte schmollend ihr Kinn in ihre Hand. Sie beobachtete Scorpius und Rose, wie sie sich mit strahlenden Augen über das Festessen hermachten. Das hier war der letzte Abend bevor morgen wieder alle abreisten und die großen Ferien starteten. „Und weißt du, was richtig doof ist?!", wollte die Rothaarige wissen, ließ Hermine aber keine Chance eine Antwort zu geben. „Das wir wieder einmal kein ruhiges Jahr in Hogwarts verbringen konnten!", rief sie laut aus und riss ihre Arme theatralisch in die Luft. Dann hielt sie kurz inne, senkte ihre Arme wieder und ihr Blick richtete sich wieder auf Hermine. „Aus irgendeinem Grund, schafft ihr es immer wieder jedes Schuljahr irgendwelchen Chaos zu veranstalten." Sie stach mit ihrem Finger auf Hermine ein.
„Weasley!", knurrte Draco warnend links von Hermine und schaute über den Kopf seiner Freundin und die Augen der Rothaarigen.
„Jetzt sag mir nicht, dass du nicht dasselbe denkst, Malfoy!", gab Ginny zu verstehen, winkte dann jedoch ab und seufzte wieder theatralisch. „Wem sag ich das hier eigentlich alles!? Du hast ja irgendwie auch jedes Jahr Unruhe gestiftet!"
Dracos Augen verformten sich zu Schlitzen und er schüttelte nur den Kopf. Sich bewusst, dass das hier seine Aufregung einfach nicht wert war.
„Aber wisst ihr noch was?", wollte Ginny erneut wissen. Wartete aber auch dieses Mal auf keine Antwort und legte Hermine einen Arm um die Schulter. „Ich würde es nicht anders haben wollen." Sie schaute Rose und Scorpius wieder an und seufzte theatralisch traurig. „Stellt euch nur mal vor, was die beiden für langweilige Schuljahre vor sich haben werden!"
Die Köpfe der beiden Kinder ruckten hoch und sahen fragend in die Gesichter der Erwachsenen.
„Keine Hausstreitigkeiten mehr, kein Slytherinprinz, der verdächtigt wird, die Kammer des Schrecksens geöffnet zu haben, keine Lehrer in Verteidigung der Dunklen Künste, die als Spione arbeiten, kein verrückter Killer, der es auf das Leben eines Schüler abgesehen hat, keine-"
„Okay, Ginny!", rief Hermine aus und stoppte ihre Freundin damit gekonnt. „Wir haben es verstanden."
„Ich zu meinem Teil, Weasley, bin heilfroh, dass mein Sohn nicht in einer solchen Zeit aufwächst.", schnarrte Draco neben Hermine. Er war immer noch im Begriff, sich an den Gedanken von Ginny und Harry Potter in seinem Leben zu gewöhnen. Er mochte es auch nicht zugeben, aber Hermine wusste, dass er tief in ihm drin, die beiden mochte.
„Mama? Was ist die Kammer des Schreckens?", ertönte plötzlich Roses Stimme über den Tisch.
„Und warum soll Dad die geöffnet haben?", setzte Scorpius hintendran.
Synchron blickten sowohl Hermine als auch Draco mit zusammengepressten Augen Ginny an, die leicht errötete, als sie ihre Fehler bemerkte. Hermine und Draco blieben ihren Kindern jedoch eine Antwort schuldig, da sich just in diesem Moment McGonagall am Podium zu Wort meldete.
„Guten Abend liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, es freut mich, dass nun ein weiteres Jahr in Hogwarts zu Ende geht. Hogwarts hat in den letzten Jahrhunderten viele Hexen und Zauberer kommen sehen. Viele von Ihnen waren großartige Meister in ihren Künsten und viele haben großes vollbracht." Sie verstummte für einen Moment, drehte sich zu ihren Kollegen um und suchte dann wieder den Blick der Anwesenden in der Halle. „Ich bin mir sicher, dass vor allem die Erwachsenen unter euch zustimmen werden, wenn ich sage, dass es nicht nur großartiges sondern auch grausames war." Die Halle verstummte. Die Anspielung von McGonagall war allen bewusst. Draco spannte sich neben Hermine an, sein Unterkiefer verkrampfte sich. „Vor allen in den letzten zwanzig Jahren hat die Schule sehr tapfere und heldenhafte Schülerinnen und Schüler erleben dürfen. Aber auch solche, die schlechte und schwerwiegende Entscheidungen trafen."
„Echt jetzt?!", flüsterte Hermine wütend und stierte McGonagall so wütend an, dass sie hätte tot umfallen können. Rose schickte ein kurzes Dankeschön an welch übernatürliches Kreatur es auch immer geben mochte, dass Blicke nicht töten konnten.
„In Hinblick auf die vergangenen Monate und das letzte Schuljahr, würde ich gerne heute Abend die Chance ergreifen und darüber sprechen, dass wir auch von Fehlern, die wir begehen, profitieren können. Es wird einige von euch geben, die Dinge getan oder tun werden, die ihr bereut oder bereuen werdet. Jeder von uns macht Fehler. Große sowie kleine. Unsere Fehler definieren jedoch nicht unseren Charakter und machen uns auch nicht zu dem, wer wir sind. Es sind schlussendlich unsere Entscheidungen darüber, wie wir mit der Erkenntnis umgehen, einen Fehler gemacht zu haben und unsere Entscheidungen darüber, wie wir weiterhin mit dieser Situation umgehen wollen. Es wird Schülerinnen und Schüler geben, die aus Höhenflügen abstürzen werden und es wird diejenigen geben, die wie ein Phönix aus der Asche auferstehen. Es wird starke Schüler geben, die hinfallen und Hilfe benötigen werden. Es wird schwache Schüler geben, die zu Großes heranwachsen können. Und wir alle, egal zu welcher Kategorie wir gehören, benötigen einander. Nur gemeinsam können wir stark sein. Nur gemeinsam können wir uns gegenseitig aufhelfen. Nur gemeinsam können wir uns zu den Menschen machen, die wir gerne wären."
„Oh bei Merlin.", flüsterte Ginny hinter Hermine und legte der Brünetten eine Hand auf die Schulter. „Sie spricht von euch."
„Nein, Ginny.", flüsterte Hermine ehrfürchtig. Ihre anfängliche Wut auf McGonagall war vergessen. „Sie spricht von uns allen. Von uns und den Kindern. Von uns und unserer Zukunft."
„Und jetzt!", bebte McGonagalls stimmte. „Lasst uns feiern!"
Die Halle brach in tobenden Applaus aus. Draco jedoch stand auf und applaudierte im Stehen. McGonagall fand seinen Blick und senkte leicht ihren Kopf. Draco tat es ihr gleich. Er konnte nicht beschreiben, welche Dankbarkeit er McGonagall in diesem Moment zukommen ließ.
„Heißt das, Dad ist ein Phönix?", wollte Scorpius wissen und Rose brach in lautes Gelächter aus.
„So etwas in der Art, Scorpius.", sagte Hermine lächelnd. „Du kannst auf jeden Fall unheimlich stolz auf ihn sein." Sie griff nach Dracos Hand, der lächelnd ihre drückte.
„Keine Sorge. Das bin ich doch schon längst." Scorpius Augen strahlten Draco so warm an, dass Hermines Herz aufging.
„Was ist mit den Hauspunkten?", wollte Ginny wissen.
„Es wird keine Hauspunkte mehr geben.", erklärte Hermine. „Die Hauspunkte waren ein Grund für die starke Rivalität zwischen den Häusern. Um diese Rivalität zu umgehen, hat McGonagall entschieden, die Hauspunkte abzuschaffen."
Ginny nickte verstehend.
XxX
Der Zug pfiff in dem Moment als Hermine ihren Fuß auf die erste Trittstufe stellte. Sie hielt kurz inne und drehte sich noch einmal zu dem imposanten Schloss um. Der Wind fuhr durch ihr Haar und ihr Herz wurde schwer. Sie hatte dieses Schloss immer geliebt. Ab dem ersten Moment, als sie als Erstklässlerin im Boot über den See gefahren war und Hogwarts in seiner ganzen Pracht über ihr emporgeragt hatte. Nach dem sie ihr siebtes Schuljahr hatte nachholen können, hatte sie gedacht, nie wieder so frei durch die Gänge Hogwarts streifen zu können. Und doch war es ihr niemals so schwergefallen, dass Schloss endgültig zu verlassen. Das vergangene letzte Jahr war ein Geschenk gewesen. In so vieler Hinsicht. Hogwarts hatte ihr ihr altes Selbst zurückgegeben. Hogwarts hatte ihr geholfen, sich von ihrem bisherigen Leben zu trennen. Und das vielleicht wichtigste… Sie hatte Draco in diesem Schloss wiedergefunden.
Sie griff sich an die Brust und nahm noch einen letzten Atemzug, bevor sie sich wieder der Türe vor ihr zuwandte. Eine Hand tauchte vor ihrem Blickfeld auf. Groß, elegant und bleich. Aber auch stark. Hermine lächelte und ergriff, ließ sich von Draco in den Waggon ziehen.
„Was dauert das so lange?", hörte sie Ginny von irgendwo in den Tiefen des Waggons rufen.
Hermine blickte zu Draco auf, dessen Augen nun auch auf Hogwarts gerichtet waren. Der Wind fuhr auch ihm durch das Haar und sein Umhang hinter ihm ballte sich auf. Er holte einmal tief Luft und nahm sie von hinten in den Arm. „Ich hätte niemals gedacht, dass es mir einmal so schwerfallen würde, Hogwarts zu verlassen.", flüsterte er.
„Mir geht es jedes Mal so.", flüsterte sie zurück und bettete ihren Kopf an seine Brust. „Es ist jedes Mal so, als würde ich einen Teil von mir zurücklassen."
Dracos vergrub sein Gesicht in ihren Haaren und nahm einen tiefen Atemzug, um ihren Geruch in sich aufzunehmen. „Komm mit mir mit?", flüsterte er.
Hermine erstarrte und drehte sich einen Moment später in seinen Armen zu ihm um. Die Zugtüre schloss sich. „Wie bitte?"
Draco sah sie aus ernsten Augen an. Diese sturmgrauen Augen, die sie so sehr zu liebe gelernt hatte. Die sturmgrauen Augen, die sie schon ihr ganzes Leben lang fasziniert hatten. „Ich möchte, dass du und Rose bei mir und Scorpius lebt."
Hermines Augenbrauen zogen sich zusammen und sie öffnete den Mund, ohne, dass ihr ein Ton entkam.
„Bitte, Mama.", ertönte eine Stimme neben ihnen und Hermine erschrak. Sie sah in das flehende Gesicht ihrer Mutter. An ihrer Seite wie immer Scorpius. Der Junge war ab dem ersten Tag in Hogwarts immer an Roses Seite gewesen und an seinem Gesichtsausdruck konnte Hermine erkennen, dass er wohl immer an der Seite von Rose stehen werden würde. Ganz egal, wie sich die Beziehung der beiden entwickeln würde.
„Rose…", sagte Hermine und begann leicht den Kopf zu schütteln. „Rose, das… das geht nicht.", sagte sie dann und sah wieder Draco an, der tief Luft holte. „Draco, das kannst du nicht ernst meinen. Du weißt, dass das nicht geht."
„Warum geht das nicht?", fragte er leise und ernst. Er senkte seinen Kopf etwas, um noch etwas tiefer in ihre Augen sehen zu können. „Nenn mir einen Grund, Granger, weshalb das nicht geht."
Sie schluckte. Versuchte, sich nicht von seinem plötzlichen Nähen verwirren zu lassen und einen kühlen Kopf zu bewahren. Dies hier, musste rational betrachtet werden. Ihre Augenbrauen verengten sich wieder, als sie zu sprechen begann. „Ich kann dir einige Gründe nennen.", sagte sie fest und schob dann ihr Kinn vor.
Dracos Gesicht wich zurück, seine Hände verließen ihre Hüften und er trat einen Schritt zurück.
„Dann sag sie uns.", sagte Rose und trat einen Schritt vor. „Sag Draco, weshalb es nicht geht. Sag es uns."
„Rose", begann Hermine, „du bist zu jung, um das zu verstehen."
„So ein Bullshit!", donnerte Scorpius los und erntete sich einen warnenden Blick von Draco. „Was Rose ihr Leben lang oder ich oder wir beide gemeinsam oder wir alle im letzten Jahr erlebt haben… dafür waren Rose und ich auch nicht zu jung. Alles davon, haben wir verstanden."
„Hört zu", begann Hermine, „so etwas in eine schwierige Entscheidung. Ich habe mich grade erst von Ron getrennt. Rose und ich haben ein Haus, in das wir zurückkehren sollten. Draco", ihre Augen wandten sich zu ihm, „wir sind doch noch gar nicht so lange zusammen als das man jetzt schon darüber nachdenken könnte." Bevor Draco jedoch etwas sagen konnte, fuhr Hermine weiter fort. „Und was sollen überhaupt die Leute denken!" Sie schmiss ihre Arme empor und begann auf und ab zu laufen.
„Was sollen die Leute denken?", wiederholte Draco fassungslos.
„Ich kann nicht in dieses pompöse Haus ziehen. Ich kann nicht zu dir ziehen.", schnappte Hermine, ihr Atem ging schnell. Verstand er denn nicht?
Draco ruckte so hart zurück, als hätte sie ihn geschlagen. Schmerz breitete sich in seinen Augen aus. Er zog die Augenbrauen zusammen, suchte mit seinem Blick ihr Gesicht ab. Er schien sie wirklich nicht zu verstehen.
„Draco", flüsterte Hermine und ergriff seine Hände, „ich gehöre da nicht hin."
„Warum nicht?", wollte Scorpius wissen. Draco hatte anscheinend seine Stimme verloren. Was Hermine nicht wusste war, dass er gegen einen Kloß in seinem Hals ankämpfte.
Hermine biss sich auf die Lippe und senkte ihren Blick. „Weil…" Sie holte einmal tief Luft und sah mit Tränen in den Augen zu Draco auf. „Weil… Was würden die Leute denken, Draco, wenn jemand wie ich in ein solches Haus einzieht. Ich… bin eine Muggelgeborene. Was will ich im Haus der Malfoys." Da, bitte, jetzt war es raus.
„Was?", entkam es Draco schlagartig und ergriff Hermines Kinn. „Seit wann bist du deines Blutes wegen so unsicher? Oder liegt es an Malfoy Manor." Er sah hinab auf ihren Arm und strich mit seinem Daumen über die Narbe, die von ihrem Umhang überdeckt wurde. „Hermine, wir leben nicht im Malfoy Manor."
„Das weiß ich doch!" Sie riss erneut ihre Arme empor und begann erneut auf und ab zu laufen.
„Sieh es doch mal so, wie es ist.", mischte sich eine erneute Stimme ein.
Hermine ließ ihren Kopf in den Nacken fallen und stöhnte laut auf. „Nicht jetzt, Harry."
„Ich denke, dass ich zu einem ganz guten Zeitpunkt gekommen bin." Er kam die Schritte näher und schlug Draco auf die Schulter. „Was Hermine eigentlich sagen will ist, dass sie super gerne mit dir zusammenwohnen möchte." Harry Augen funkelten sie belustigt an und suchten dann Roses Blick. „Was aber kaum einer hier weiß ist, dass Hermine ein verdammter Hasenfuß ist."
„Harry Potter, wie kannst du es wagen!", donnerte Hermine und stampfte mit einem erhobenen Zeigefinger auf ihn zu.
„Wie meinst du das, Onkel Harry?", wollte Rose wissen
Harry lachte. „Hermine kann sich ohne mit einer Wimper zu zucken einem Todesser in den Weg stellen und auch Voldemort persönlich. Was sie aber nicht kann, ist ohne mit der Wimper zu zucken ihren Gefühlen zu stellen."
„Harry!", knurrte Hermine gefährlich und die Augen ihres besten Freundes fanden ihre.
„Es ist doch so!", gab er zurück. „Du hast Angst, wieder verlassen zu werden. Du hast Angst davor, dass man dir wieder das Herz bricht, dass dein Herz wieder eine falsche Entscheidung trifft." Er ging auf Hermine zu und legte ihr beide Hände auf die Schulter. „Lass es dir jetzt von mir sagen. Derjenige von uns beiden, der so gut wie nie rational gedacht und immer seinem Gefühl gefolgt ist. Hör. Auf. Dein. Herz!" Dann gab er Hermine noch einen Kuss auf die Stirn und verschwand wieder.
Hermine seufzte. Sie würde ihn so gerne sagen, dass er falsch lag. Aber niemand auf der Welt kannte sie besser als Harry Potter.
Sie lächelte dann Draco an und hob ergeben ihre Schultern. „Ich denke, dann ziehen wir bei dir ein."
Die Kinder schrien auf und Draco riss sie an sich, um sie leidenschaftlich zu Küssen. Tief in ihr drin wusste sie, dass sie dieses Mal die richtige Entscheidung traf.
„Ich liebe dich, Granger.", flüsterte er und Hermine erwiderte mit einem Lächeln: „Ich dich doch auch."
