Epilog
„Ihr Leben auf der Erde ist zu Ende gegangen, und Sie befinden Sich nun in der nächsten Phase Ihre Existenz im Universum."
„Cool." – The Good Place Episode 1.1 „Everything is fine"
Sirius konnte sich noch lebhaft daran erinnern, als ihm zum ersten Mal dieser Gedanke gekommen war. Damals, als der Sprechende Hut ihn nach Gryffindor geschickt hatte, und er in der erste Sekunde der Panik diesen einen klaren Gedanken verspürt hatte, diesen Gedanken, der sagte: Das hier hätte nicht mein Leben sein sollen. Die Panik war verflogen, vielleicht hatte er sie auch nur ignoriert, und er hatte weitergemacht. Hatte Jahr lang weitergemacht. Bis er in Askaban angekommen war, den direkt vor ihm stehenden Dementor ungläubig angestarrt hatte, und sich wieder gedacht hatte: Das hier hätte nicht mein Leben sein sollen. Dieser Gedanke war in Askban wiedergekehrt, wieder und immer wieder, an manchen Tagen hatte er ihn gar nicht erst abschütteln können, bis er eines Tages auf ihn vergessen hatte, einfach so, ihn losgelassen hatte, und ihm keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt hatte. Bis zu den Zeitpunkt, als er zum ersten Mal vor Damien Abrams gesessen hatte, und erfahren hatte, dass er der Schutzengel von Severus Snape sein sollte. Da war es ihm wieder eingefallen, dass das hier nicht sein Leben hätte sein sollen, bis ihm eingefallen war, dass es genau genommen auch nicht sein Leben war, da er ja eigentlich tot war.
Genau genommen war er immer noch tot. Trotzdem. Das hier hätte nicht mein Leben sein sollen.
Doch wie hätte sein Leben stattdessen aussehen sollen? Hätte er eine seiner Cousinen aus einer anderen Reinblutfamilie heiraten sollen, sich Lord Voldemort anschließen sollen, und heute noch am Leben sein und der der Vorstand des alten und ehrwürdigen Hauses der Blacks sein sollen, mit Kreacher als treuem Hauself an seiner Seite und einem strengen Auge auf Regulus' Reinblutkinder, die endlich auf Hogwarts wären, jetzt in der neuen Weltordnung, in der Weltordnung nach dem Krieg? Was wäre das für ein Leben gewesen? Eine einzige Lüge, die er lebte, um den Schein zu wahren, niemals glücklich, immer damit beschäftigt sein wahres Ich zu verstecken. Sein Leben mochte kurz gewesen sein, und er hatte einen Großteil davon in Gefangenschaft verbracht, ja, und sein Leben nach dem Tod war … auf jeden Fall anders gewesen als er es sich erwartet hätte, aber immerhin war er glücklich gewesen, zumindest eine Zeit lang. Er hatte er selbst sein können, und das beinahe immer. Er hatte Glück erfahren, war echte Bindungen eingegangen, und hatte sich gegen Unrecht gestellt, wann immer er dazu in der Lage gewesen war anstatt es zu dulden. Ja, vielleicht mochte das hier nicht das Leben sein, das ihm vorherbestimmt gewesen war, doch er hatte sich dafür entschieden und das - das wusste er - war einiges wert.
Dann ist es eben nicht so gelaufen wie es hätte laufen sollen, das bedeutet nicht, dass es deswegen falsch gelaufen ist. Schutzengel gehörten nicht mehr zum Leben der Sterblichen, das war die eine Lektion, die er nie wirklich hatte lernen wollen. Und nun spürte er den betäubenden Verlust. Jack und die anderen hatten das auch erlebt und empfunden, wieder und wieder und wieder. Vielleicht waren sie deswegen so geworden.
Aber ich will nicht so werden. Er hatte immer noch seinen Bruder, und seine Freunde hier, Mindy, Nora, Trevor, Damien Abrams und Morgan Star, eine gemeinsame Revolution verband. Es war nicht wie all die anderen Male, ja, es würde sich wieder alles ändern, aber dieses Mal wäre es nicht auf sich alleine gestellt. Dieses Mal hätte er Unterstützung.
„Siri … Es tut mir so leid." Regulus hatte neben ihm Platz genommen. Sie saßen auf einer Bank im Jenseitigen Garten, und Sirius starrte auf die Natur, die sich vor ihm aufgetan hatte. „Ich nehme an, dass ich darauf hätte vorbereitet sein müssen", meinte Sirius, „Immerhin war es ein Krieg. Ich hätte davon ausgehen müssen, dass es nicht alle schaffen werden. War beim letzten Mal ja auch nicht so. Ich hätte nur nicht erwartet, dass es ausgerechnet …" Er spürte einen Kloß in seinen Hals.
„Zumindest geht es Harry gut", fuhr er dann fort, „Es hat seine Vorteile Freunde in hohen Positionen zu haben, dadurch weiß ich zumindest das."
„Es tut mir leid", wiederholte Regulus, „Ich habe versagt. Schon wieder."
„Nein, das hast du nicht", widersprach Sirius, „Du hättest nichts tun können. Das war das Leben, für das er sich entschieden hatte. Das Risiko, das er in Kauf nehmen wollte, und …"
Er verstummte und starrte die Person an, die etwas verwirrt wirkend auf sie zu stolperte. Können Schutzengel verrückt werden? „Siehst du das auch?", wollte er dann von seinem Bruder wissen.
Regulus blinzelte. „Ja, ja, ich sehe ihn auch. …", erwiderte er.
Mehr musste Sirius nicht hören. Schon war er aufgesprungen und stürmte auf die sich ihnen näherende Gestalt zu. „Remus! Remus, was machst du hier?!"
Remus Lupin blickte etwas unsicher zu ihm auf. Er war ein wenig grauer als Sirius ihn zuletzt gesehen hatte, aber ansonsten wirkte er heil. Er wirkte ganz. Nicht wirklich lebendig, natürlich, aber er war hier.
„Sirius…" Remus starrte ihn sprachlos an. „Bist das wirklich du? … Mir wurde gesagt … Mir wurde gesagt, dass ich gestorben bin, und man sich nicht entscheiden konnte, und ich deswegen den Jenseitigen Diensten zugeteilt werde. Ich bin … ein Schutzengel, kann das stimmen?"
„Bei Merlin, ja! Du bist hier, also stimmt es!", rief Sirius aus und streckte langsam seine Hand nach Remus aus, „Ich hatte schon befürchtet, dass ich dich nie wiedersehen würde…."
Er erwartete beinahe, dass seine Hand durch Remus hindurchgehen würde, doch er traf auf Stoff und Fleisch. Remus war wirklich hier.
„Moony!" Sirius umarmte den anderen Mann fest. „Ich hab dich so vermisst!"
„Ich hab dich auch vermisst, Pfote", erwiderte Remus leise. Und dann beginn er zu weinen. Sirius presste ihn fester an sich. „Hey, hey, nichts davon. Ist schon gut. Ich bin hier, du bist hier. Alles wird gut, das verspreche ich dir", erklärte er, und dann löste er sich von dem anderen Mann und musterte ihn. Und wischte Remus dann seine Tränen aus dem Gesicht. „Du wirst sie alle wiedersehen. Die, die überlebt haben. Wenn du deine Arbeit auf der Erde beginnst, dann wirst du sie wiedersehen. Ja, du bist tot, aber du kannst über sie wachen", versprach Sirius dem toten Werwolf.
„Das weiß ich. Ich bin wohl Teddys Schutzengel. Ich werde ihn aufwachsen sehen, ich werde trotz allem bei ihm sein", erklärte Remus, „Ich … es tut mir so leid, Sirius. Ich habe nie aufgehört dich zu lieben, aber…."
„Aber du hast weitergelebt. Das ist schon okay, es ist sogar gut so. Ich meine, ich wollte immer, dass du glücklich bist, ob mit mir oder ohne mich", erwiderte Sirius.
„Aber ich war nicht glücklich. Ich war so verletzt und so voller Zorn. Ich war ein furchtbarer Ehemann, habe all meine Probleme an Nymphadora ausgelassen. Dabei war es nicht ihre Schuld, zumindest zu fünfzig Prozent war es meine alleine, und der Rest …." Remus schüttelte den Kopf. „Der Gedanke daran ein Kind in die Welt zu setzen hat mir Angst gemacht. Ich bin weggelaufen, habe Spion gespielt, wollte mich Harry anschließen um Voldemort zu bekämpfen, alles, nur damit ich mich nicht meiner Verantwortung stellen muss, meiner Schuld. Aber Teddy wurde gesund geboren, hat meinen Fluch nicht geerbt, das habe ich sofort gespürt, und ich habe ihn geliebt, vom ersten Moment an, als ich ihn gesehen habe. Mir war nicht klar, dass so etwas Perfektes von mir abstammen kann."
„Und jetzt wurdest du ihm entrissen", stellte Sirius betrübt fest, „Das tut mir so leid, Moony."
„Nein, nein, ich wurde ihm nicht entrissen. Ich bin immer noch bei ihm. Und lass uns ehrlich sein, ich war nie ein besonders guter Vater. Ich habe Harry im Stich gelassen, fast sein ganzes Leben lang, und meine Ehe mit Nymphadora, sie wäre unweigerlich gescheitert, und bei wem hätte Teddy dann leben sollen? Nein, so ist es besser. Jetzt hat er eine Chance auf eine richtige Familie. Darauf, dass ihn jemand großzieht, der mehr mit ihm als mit sich selbst beschäftigt ist. Greyback und sein Rudel hätten mich niemals in Ruhe gelassen. Und ihn damit auch nicht. Doch jetzt hat er eine Chance ohne all diese Altlasten aufzuwachsen. Ich wünschte nur, dass Nymphadora es geschafft hätte. Aber ich bin sicher, Andromeda wird sich gut um ihren Enkel kümmern", erwiderte Remus, „Ich wünschte mir, dass es anders hätte kommen können, aber von dem Moment an, als du gestorben bist, da wusste ich, dass ich am Ende ebenfalls sterben würde. Ich habe für die anderen weitergemacht, für Harry, und später für Teddy, aber man sollte nicht nur für andere leben wollen, man sollte für sich selbst leben wollen."
Sirius schniefte zustimmend und drückte Remus an sich. „Ich liebe dich so sehr, Remus", murmelte er, „Ich wünschte, du hättest weiterleben dürfen, aber ich bin so froh darüber, dass du jetzt hier bei mir bist … Obwohl das egoistisch ist."
„Ist schon okay", erwiderte Remus, „Ich bin auch froh, dass ich hier bei dir bin."
Sie lösten sich wieder voneinander, und blickten sich tief in die Augen. Und dann lehnten sie sich gleichzeitig vor, ihre Lippen trafen sich, und Sirius hatte zum ersten Mal seit sehr langer Zeit endlich wieder das Gefühl, dass sein Leben vielleicht doch genauso abgelaufen war wie es hätte ablaufen sollen.
Jenseitiger Sex war erstaunlich, was erklärte warum Sirius hier Oben immer wieder über Schutzengel, die damit beschäftigt gewesen waren, gestolpert war. Wer einmal damit begann, hatte nicht vor damit so schnell wieder aufzuhören. Offensichtlich erwarteten die anderen von ihm, dass er Remus' Coach war, was für ihn kein Problem darstellte. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen konnten, desto besser. Nur leider konnte er Remus nicht zur Erde begleiteten, wenn dieser losging um Teddy zu besuchen. Aber auch dann war er meistens nicht alleine. Regulus hatte sich nach einer langen Entschuldigung bei Remus, die dieser natürlich als nicht notwendig abtat, vorsichtig mit seinem ehemaligen Schützling angefreundet und hütete immer wenn dieser zur Erde ging seinen Bruder. Zumindest solange bis er einen neuen Schützling zugeteilt bekam.
„Hermine Granger", erklärte ihm Regulus, „Ein schlaues Mädchen, ich hab das Gefühl ihr stehen große Dinge bevor. Zaubereiministerin vielleicht sogar. Mal sehen. Allerdings ist sie jetzt mit diesen Ron Weasley-Jungen zusammen, und die beiden knutschen die ganze Zeit über nur rum, die sind beinahe so schlimm wie du und Remus. Da sie und die anderen aber ihren verpassten Schulabschluss nachholen wollen, kann ich so wenigstens ein Auge für Harry Potter auf dich haben, Siri."
„Das weiß ich zu schätzen", versicherte Sirius seinem Bruder, „Wie geht es Harry?"
Regulus nahm sich einen Moment um darüber nachzudenken. „Das ist schwer zu sagen", gab er dann zu, „Aber er lebt, niemand will ihn mehr töten, und er kann endlich nach vorne blicken. Ich nehme an, es wird seine Zeit brauchen, aber es wird besser werden." Ähnliches hatte Remus auch gesagt, aber Sirius wusste nicht, was er von dieser Aussage halten sollte.
Es wird Zeit brauchen, aber es wird besser werden. Er fragte sich, ob das auch für ihn galt. Ja, er war endlich mit Remus wiedervereint und musste sich keine akuten Sorgen mehr um Harry machen, aber … trotzdem war da ein klaffendes Loch in seinem Herzen.
Haben sie mir deswegen noch keinen neuen Schützling zugeteilt? Er nahm nicht an, dass sie ihn ernsthaft zum Schutzengel-Coach für Neulinge machen wollten. Dafür musste es einfach bessere Kandidaten geben. Aber die Zeit verging, und sie teilten ihm keinen neuen Schützling zu. Vielleicht wollten sie ihn so von der Erde fernhalten. Und vielleicht war das auch ganz gut so. Vielleicht.
Und dann eines Tages…. änderte sich wieder alles.
Sirius war sich wieder einmal nicht sicher, ob er nicht in Wahrheit nur am Verrücktwerden war. „Was soll das?!", entfuhr es ihm dann, „Ich dachte du bist … weg! Du verdammter Pisser, willst du etwa sagen, dass du schon die ganze Zeit über hier warst? Ich hab um dich getrauert, verdammt!"
Severus Snape stand vor ihm, sein Gesichtsausdruck spiegelte nicht das geringste Schuldbewusstsein wieder. „Ich war nicht die ganze Zeit über hier. Ich war in einer Wartehalle, glaube ich, recht lange, und dann in einer Art Büro, und dann …", begann Severus, doch Sirius unterbrach ihn.
„Ach so. Du warst ein ISD-Fall", erkannte Sirius.
„Bitte?"
„Ich meine, was erwarten die auch?! Die könnten wenigstens ein grünes Schild aufstellen, auf dem Willkommen! Alles ist gut steht oder so was ähnliches", fuhr Sirius fort, „Ich werde meine Freunde im Vorstand so lange nerven, bis sie das in Betracht ziehen. Wie auch immer. Du bist hier! Das ist gut! Weil es bedeutet, dass ich meinen Job nicht ganz fürchterlich gemacht habe! Du hast die Dinge zumindest zur Hälfte richtig gemacht! Wer ist dein Schützling?"
Severus Miene wurde leicht leidend. „Harry Potter", erklärte er.
„Wirklich? Wieso kriegst du gerade ihn? Ich durfte das nicht", beschwerte sich Sirius.
„Offenbar ist er das, was ich gerade brauche", erwiderte Severus, „Ich bin anderer Meinung."
„Na viel Glück damit", spottete Sirius. Dann wurde er wieder ernst. „Es tut mir leid. Dass du gestorben bist, meine ich. Ich weiß, du hattest Pläne. Wir beide hatten die. Und das alles auch nur deshalb, weil Dumbledore dich dazu gezwungen hast ihn umzubringen, weswegen Voldemort gedacht hast, dass du der Meister seines Zauberstabs bist … Albus hat dich wie ein Schwein zur Schlachtbank geführt. Ich hoffe er schmorrt dafür am Anderen Ort, zusammen mit Voldemort. Sie gehören dort beide hin!"
„Ich glaube nicht, dass er wollte, dass ich sterbe", wandte Severus ein.
„Nun, wenn er das nicht vorhergesehen hat, dann war er doch schon senil!", meinte Sirius wütend, „Das war nicht fair! So hätte deine Geschichte nicht enden sollen!"
„Sie ist aber nicht geendet, oder?", gab Severus zurück, „Ich bin jetzt hier. Bin jetzt … ein Schutzengel. Was für ein seltsamer Gedanke."
„Man gewöhnt sich daran." Sirius seufzte tief und beäugte Severus.
Sein Gesicht schien ihn zu verraten, denn dieser meinte: „Du wirst ich wieder umarmen, nicht wahr?"
Sirius nickte nur und ließ ihm dann keine Chance zu entkommen.
„Ich wünschte, du hättest das nicht getan", beschwerte sich Severus.
„Du wirst dich daran gewöhnen", prophezeite ihm Sirius, „Also, Remus ist inzwischen auch hier und ist der Schutzengel seines Sohnes, und Regie wurde Hermine Granger zugeteilt, also wirst du in nächster Zeit wohl mehr von meinem Bruder sehen. Also sind wir damit zu viert. Wie die Rumtreiber 2.0 sozusagen. Das wird sicher cool, wir alle zusammen als Schutzengel."
Severus wirkte nicht begeistert, doch Sirius durchschaute ihn. „Es ist okay", meinte er dann sanft, „Ich weiß, dass es eine Menge ist, aber du musst da nicht alleine durch. Du bist vielleicht nicht mehr mein Schützling, aber du bist immer noch mein Freund. Ich zeig dir, was du zu tun hast. Ich bin ein toller Mentor, du wirst schon sehen… Immerhin bin ich jetzt offiziell zum Coach ernannt worden, wie es scheint…"
„Nur in deinen Träumen, so verrückt sind wir nicht", meinte Nora, die wie aus dem Nichts auftauchte, „Komm mit, Sirius, wir haben Neuigkeiten für dich." Sie nickte Severus zu. „Er wird gleich wiederkommen. Und sich dann bei Ihnen beschweren, also keine Sorge."
Sirius warf ihr einen misstrauischen Blick zu. Worüber sollte er sich beschweren, was hatte das schon wieder zu bedeuten? Nora führte ihn in die Jenseitige Schutzabteilung, zu Damien Abrams Schreibtisch.
„Ich dachte, du machst das hier nicht mehr", meinte er zu Damien Abrams, „Hat der Vorstand nichts Besseres zu tun?"
„Eigentlich schon, aber ich wollte es dir persönlich sagen, und ich habe meinen alten Schreibtisch vermisst…" Damien streichelte seinen Schreibtisch gedankenverloren. Sirius versuchte das zu ignorieren. „Wir haben einen neuen Schützling für dich. Wir sagen dir das erst jetzt, wo du wieder ruhig genug bist, weil du weißt, dass du Snape nicht verloren hast, und Zeit mit deinen Liebhaber verbringen konntest."
Sirius kniff misstrauisch die Augen zusammen. Voldemort war tot, der konnte es nicht sein. Über welchen Schützling würde er sich also der Meinung seiner Freunde nach so aufregen, dass sie ihn das alles schonend beibringen wollten?
Wenige Momente später wusste er es.
„Draco Malfoy?! Lucius' und Narcissas Sohn?! Soll das ein Witz sein?!"
„Es ist das, was du im Moment brauchst, Sirius. Und er braucht es auch", behauptete Damien.
„Was ich brauche ist eine Neuwahl! Was denkt ihr euch nur dabei?!"
Das hier hätte vielleicht nicht sein Leben sein sollen, aber es war eindeutig das Leben nach dem Tod, das von der ersten Sekunde an darauf zugeschnitten worden war ihn in den Wahnsinn zu treiben, so viel war sicher!
Fin.
A/N: Das war es also. Das war das Ende dieser Fic und dieser Reihe.
Ich habe „Schutzengel" lange vor der „The Good Place" zu schreiben begonnen, aber da ich erst jetzt fertig wurde, habe ich im allerletzten Kapitel jetzt doch noch eine Referenz zu dieser Serie eingebaut.
Okay, also das Problem was ich so ziemlich von Anfang an hatte war, dass Severus im letzten Band stirbt. Jetzt hätte ich das natürlich einfach ignorieren können und diese Fic zu einem AU machen können, doch das wollte ich nicht, weil ich diese Fic immer soszuagen im Canon spielen lassen wollte (denn ansonsten hätte ich Tonks und Remus als Paar ja auch einfach weglassen können), also musste ich dieses Ende beibehalten. Was also tun?
Je näher ich dem Ende kam, desto deutlicher wurde, dass Severus' Tod einfach nicht zum prinzipiellen Stil dieser Fic passen würde. Ich habe überlegt ihn zu schreiben und Sirius bei ihm sein zu lassen, wenn das passiert etc., aber letztlich wollte ich das auch einfach nicht tun. Dann habe ich überlegt die Fic einfach davor zu beenden, also nach dem letzten Kapitel. Aber dann hätte es zwar ein Ende gegeben, aber kein Happy End für Wolfstar. Das wollte ich auch wieder nicht. Also hab ich seinen Tod einfach übersprungen und den Epilog danach angesetzt und so konnte ich das Ende schreiben, was ich schon lange geplant hatte, nur dass eben sein Tod und alles drum herum fehlt, aber im Grunde war der ja auch nicht wichtig, wichtig ist, was davor und danach passiert ist und das ist alles hier.
Ich hoffe ihr hattet Spaß mit dieser Reihe.
Jedes Mal, wenn ich nicht hieran geschrieben habe, wurde ich mit „Wann geht es weiter"-Forderungen überschwemmt, und jedes Mal, wenn ich daran geschrieben habe, habe ich dann fast immer nur Reviews von Neulesern bekommen. Zu diesem Teil etwa habe ich nur ein einziges Review von jemanden bekommen, der Teil 1 und 2 kannte, bevor ich begonnen habe Teil 3 zu veröffentlichen. Und wie ich schon am Ende von Teil 2 geschrieben habe, ist das dann schon irgendwie befremdlich für einen Autor. Aber ich bin dankbar für all die Neuleser, die bei diesem Teil mit eingestiegen sind und hoffentlich ihre Freude an der Reihe hatten.
Eine Fortsetzung wird es wohl nicht geben, denke ich. Aber ihr seid natürlich trotzdem gerne eingeladen mir abschließende Reviews zu hinterlassen.
