Kapitel 3
Sobald Harry die Lichtung erreicht hatte, es war einfach seinem eigenem Geruch zu folgen, ließ er sich in einem großem Sonnenfleck nieder und badete in der Wärme der strahlen. Unterwegs hatte er noch einen kleinen Bach gefunden, an dem er seinen Durst gelöscht hatte. Es war seltsam mit seiner Zunge zu trinken oder eher zu schlappen, denn er hatte ein paar Versuche gebraucht, bis es funktioniert hatte, ohne das er mit der Nase im Wasser landete. Noch etwas was er herausgefunden hatte war, dass ein Pelz und Wasser sich ganz und gar nicht vertragen. Es war ein äußerst unangenehm.
Jetzt wo er entspannt auf der Lichtung lag, fing er wieder an sich zu putzen, es half vorallem die Gedanken zu sammeln und dachte darüber nach warum er jetzt in dieser Gestalt war. Er hatte nichts dagegen, okay an das Essen wurde er sich gewöhnen müssen, aber der Rest war doch ganz akzeptabel. Aber warum er? Warum hatte gerade er es wieder geschafft in solch eine Situation zu kommen?
Während er über diese Fragen nachdachte, döste er schließlich müde von der Jagd und dem Denken ein.
Als er wieder aufwachte war er wieder voller Energie und er beschloss sich etwas sein neues Zuhause anzuschauen.
Gemütlich machte er sich auf den Weg. Er striff durch das Unterholz und verschmolz je dunkler es wurde immer mehr mit den Schatten, sodass man schon bald nur noch seine grünen Augen erkenne konnte, die im dunklen leicht leuchteten. Nach während er so umherlief analysierte er die Gerüche in der Luft und versuchte sie mit Dingen die er kannte in Verbindung zu bringen, es war weitaus schwerer als er gedacht hatte. Vorher auf der Jagd hatte er instinktiv den Geruch von Nahrung ererkannt, doch jetzt war es mühsam die Gerüche zu filtern. Nur ein Geruch stach heraus, der Geruch von etwas klarem und frischem, das nach kalten Gestein roch. Ihm folgend kam er an einen kleinen Teich, dersen Quelle direkt aus einem großen Stein sprudelt und in den Teich floss. Er trat an den Teich heran und trotz des Schwächen Lichtes des Mondes konnte er das erste Mal sein Spiegelbild erkennen. Er war nicht wie er gedacht hatte eine große Katze oder zumindest Hauskatze, sondern ein Panther. Ein schwarzer Panther, dessen grüne Augen unheimlich schimmerten. Er betrachtete sich noch einen Augenblick, ehe er seinen Blick wieder abwandte und sich langsam auf den Rückweg machte.
Zurück auf der Lichtung stach ihm ein Geruch scharf in die Nase. Er wusste nicht was es war, nur das es wie ein anderer Fleischfresser roch und etwas sagte ihm den anderen zu vertreiben. Dies war jetzt sein Territorium und er würde es verteidigen. Wieder angestachelt von seine Instinkte folgte er der Fährt, die noch nicht sehr alt war.
Es dauerte nicht lange, dann fand er den Eindringling. Es war ein großer roter Fuchs. Wieder übernahmen seine Instinkte ihn Komplett und er stürzte sich mit einem drohendem Knurren auf den anderen. Der bellte überrascht, ehe er sich seiner Verteidigung widmete und einem zweiten Schlag auswich, den ersten hatte er einstecken müssen, da er für einen Moment zu überrascht war. Doch jetzt hatte der Fuchs sich wieder gesammelt, ignorierte den Schmerz der Kratzer und ging ebenfalls zum Angriff über. Es war jedoch nur ein kurzer Kampf, denn als der Panther den Fuchs mit einem gezieltem Schlag umwarf, akzeptiert dieser seine Niederlage und floh blitzschnell ins Unterholz.
Zufrieden und stolz ging er striff er noch etwas durch den Wald. So langsam lernte er auch die Gerüche zu trennen und schaffe es allerdings erst beim zweiten Mal einen Hasen zu jagen, der erste war zu schnell gewesen. Den Hasen nahm er auf und ging zu der Lichtung zurück. Es war bereits Mitternacht als er wieder dort ankam und wie in der Nacht zuvor glitzerten die Tautropfen im Mondlicht.
Er genoss kurz den Anblick, dann sprang er mit einem mächtigen Satz den Stamm einer alte Eich empor, zog sich auf einen breiten Ast, machte es sich bequem und verschlagen den Hasen. Nach seinem Nachtmahl putzte er sich erneut und als es langsam heller wurde, legte er sich schlief er schließlich ein. Doch seine Träume in dieser Nacht waren alles andere als normal.
