Was in Severus vorging, ließ sich von ihm selbst nicht gänzlich erfassen. Es war diese Mischung aus Ekel und absoluter Anziehung, die ihn äußerst ambivalent zurückließen. Er wusste, was es zu tun galt, was richtig wäre, aber er konnte sich nicht wirklich dazu entschließen.
Granger war nicht zum Anwesen der Malfoys zurückgekehrt, stattdessen hatte sie sich kurzfristig krankgemeldet. Für Severus stand damit fest, dass die Hexe sehr genau wusste, dass es im Erinnerungsarchiv etwas mit pikantem Inhalt und ihr in der Hauptrolle zu finden gegeben hatte. Sie drückte sich vor der Peinlichkeit. Die spannende Frage war allerdings, woher sie das wusste.
Potter schien an eine gänzlich andere Erklärung zu glauben, die er auch kurz anriss. Granger war hier gefoltert worden. Das wäre nachvollziehbar und Snape hätte es wohl auch geglaubt, wenn er die Hexe zuvor nicht hier erlebt hätte.
Die Erinnerungen waren gesichert und die Malfoys, Lucius wie Narzissa waren verhaftet worden. Zurecht traf es sie beide, wie der weitere Tag sehr deutlich zeigte. Die Erinnerungen, die von einigen wenigen Mitarbeitern gesichtet wurden - zu denen Severus erfreulicherweise nicht gehörte - waren an Perversion nicht zu überbieten. Neben einer Sammlung von den Todessern bezeugten Vergewaltigungen, fanden sich Erinnerungen an allerlei Sexszenen von Lucius und Narzissa, von Orgien im Anwesen und - definitiv am schwersten zu ertragen - von Nötigungen von Todesseropfern, die Lucius hatte beseitigen lassen sollen. Er forderte sie zum Sex auf, häufig auch mit seiner Frau, mit dem Versprechen, sie könnten so ihr Überleben sichern. Die meisten dieser Opfer waren tot aufgefunden worden, andere galten als vermisst. Nachweislich überlebt hatte keiner.
Darüber hinaus gab es dann noch Erinnerungen, die gar nichts mit den Malfoys zu tun hatten und die wohl in die gleiche Kategorie fielen, wie die mit Granger. Sie waren dem Widerling offensichtlich von Dritten zur Verfügung gestellt worden.
Alles in allem fanden sich genug Belege gegen Lucius und seine Frau, die dazu führen dürften, dass sie das Wort Unschuld nie wieder in den Mund nehmen würden. Und dann, am Abend kam es zur nächsten Verhaftung. Eine der Vergewaltigungen war von einer Frau bezeugt worden, die eigentlich behauptete, sich nie wirklich mit den Todessern gemein gemacht zu haben. In der besagten Szene stand sie aber direkt neben Voldemort. Dolores Umbridge. Ja, dieses Archiv war eine wahre Goldgrube an Beweisen.
Irgendwann war Severus in die vom Ministerium angemietete Wohnung gegangen, angewidert und seltsam erleichtert, dass er Granger davor bewahrt hatte, nicht in dem Beweismaterial aufzutauchen. Das Material, das sich noch immer in der Tasche seines Umhangs befand.
Er legte die Phiolen nun mit einigem Abstand vor sich auf den Tisch und betrachtete sie und die feine Handschrift, mit der Lucius sie beschriftet hatte.
"Granger und McLaggan, April 1997"
Gemessen an dem, was er in der gefälschten Erinnerung gesehen hatte, die dem Ministerium zugestellt worden war, dürfte es sich um ein Zusammentreffen der beiden Schüler unter der Peitschenden Weide handeln.
Severus zögerte, er zögerte lange. Er wusste, dass es falsch war und doch holte er irgendwann sein Denkarium aus seiner Truhe. Zu leugnen, dass ihn die reine Neugier trieb, wäre sehr offensichtlich gelogen.
Ein Blick genügte, um sich zu versichern, dass er mit seiner Vermutung richtig gelegen hatte. Granger lag unter dem Jungen, der rittlinks im Vierfüßler über ihr kniete. Beide waren sie nackt und ihre Gesichter vergruben sich gegenseitig im Schritt des anderen. Und ja, sie wirkten beide sehr zufrieden mit ihrem Tun.
Das genügte.
Dann gab es eine Erinnerung, die den Namen "Sokolowski und Granger, 12. Dezember 1998" trug und damit ein halbes Jahr alt war. Sokolowsi, ein Name der recht häufig bei den vom Ministerium im Malfoyanwesen gesicherten Erinnerungen aufgetaucht war. Offensichtlich hatte er regen Handel mit Malfoy betrieben und ihm diverse Erinnerungen überlassen.
Wenige Blicke genügten, um eine Bettszene vorzufinden, ein hektisches Entkleiden von zwei Menschen, die sich dann einem intensiven Vorspiel widmeten. Dazu passend und nur einen Tag später datiert hatte Malfoy eine "Version" dieser Szene kreiert, mit sich selbst in der Hauptrolle. Auf Malfoy, der an Grangers Brüsten saugte, hatte Severus dankend verzichtet.
Nicht aber auf die Erinnerungen, die kaum sechs Wochen alt war.
"Schlammblut Granger und Marcus Flint, 15. Mai 1999" und "Version Versautes Schlammblut und Marcus Flint" zwei Tage später.
Er entkorkte die Version und war binnen Sekunden absolut gebannt. Diese Szene war anders. Und Malfoy damit definitiv ein Meister der Erinnerungsmanipulation. Er war nicht als unbeteiligter Zeuge in dieser Szene eingetaucht. Es dauerte einige Sekunden, bis er begriff, dass er die Stelle von Marcus Flint eingenommen hatte.
Er sitzt quer zum Schreibtisch der Hexe auf dem Besucherstuhl, in offen zur Schau getragener Langeweile spricht er die Worte: "Du kannst mir gar nichts, Granger. Das weißt Du genau."
Es ist die Stimme von Severus, die die Worte sprechen, aber auf ihren Inhalt hat er keinen Einfluss. Sein Blick gleitet zur Hexe, die hinter dem Tisch sitzt, die Arme auf die Platte gestützt, neigt sie sich ihm entgegen. Die weiße Bluse, die sie trägt, sitzt auffallend eng, die Knopfleiste steht weit genug offen, um einen Blick auf den Brustansatz zu erhaschen. Sie seufzt und stößt aus: "Bis ich dir glaube?"
Mit diesen Worten steht die Hexe auf. Mehr Details ihrer Kleidung werden damit deutlich. Sie trägt einen hellgrauen Bleistiftrock, der deutlich kürzer ist, als es für einen Auror angemessen wäre. Und der weiße Stoff der Bluse ist nicht absolut Blickdicht. Obwohl Severus sich sicher ist, einen BH unter dem Stoff zu erkennen, glaubt er gleichzeitig ihre Brustwarzen durchschimmern zu sehen. Schlimmer noch, ihre Nippel zeichnen sich deutlich ab. Offensichtlich sind sie aufgerichtet und drücken sich durch den Stoff.
Während sie um den Tisch herum geht, schnippt sie in Richtung ihrer Bürotür. Darauf ertönt das typische Geräusch einer Versiegelung. Direkt vor Severus bleibt sie stehen. Er schaut zu ihr auf.
"Du wirst etwas erzählen, da bin ich mir absolut sicher. Ich kann nämlich sehr überzeugend sein."
Ihre Hand steckt sich in seine Richtung, gegen seinen Willen fängt er sie ein. Die Erinnerung lässt ihn sagen: "Als ob ich daran ein Interesse hätte, Schlammblut." Für seinen Geschmack hätte sie ihn durchaus berühren können. Mehr als das.
Ungerührt davon, die Hand noch immer von ihm umklammert, geht sie neben ihm in die Hocke.
"Sicher?", fragt sie und ihre freie linke Hand legt sich auf seinen Oberschenkel. In unverschämter Direktheit lässt sie sie hinaufwandern, bis in seinen Schritt. Der reale Severus zuckt zusammen, als er die Berührung tatsächlich spürt. Sein Glied schwillt an und er will unbedingt, dass sich der Druck ihrer Hand erhöht.
Die Erinnerung weicht davon ab. Schnaubend stößt er der Vorgabe folgend aus: "Ganz sicher!" Sein Blick richtet sich auf die eigene Mitte und tatsächlich, sein Schritt wirkt nicht auffallend angeschwollen. Die Hexe greift etwas fester zu. Aufstöhnen will Severus, stattdessen faucht er: "Nichts passiert, du dreckige Hexe!"
Eine Lüge, wie nicht nur die nun etwas kratzende Stimme verrät. Severus fragt sich, wie viel mehr Blut sein Schwanz noch aufnehmen kann.
Die Hexe reißt ihre Hand aus seiner Umklammerung los.
"Ich wette mit dir, dass 'nichts' eine glatte Lüge ist", sagt sie und öffnet langsam den Gürtel, ohne das der Protagonist der Erinnerung sie daran hindern würde. Ein recht plötzlicher Sinneswandel. Es folgen Knopf und schließlich quälend langsam der Reißverschluss. Schlaff ist sein Glied nun auch optisch in der Erinnerung nicht mehr, eine Beule zeichnet sich durch die engen Boxershorts ab.
"Lass mich etwas genauer nachsehen, ja? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass dich das absolut kalt lässt", haucht sie, um sogleich an den Bund seiner Hose zu greifen.
Severus will diesem unsinnigen Szenario zum Trotz aufstöhnen, denn Logik ist irrelevant. Die vor ihm hockende Granger ist dafür viel zu heiß. Stattdessen ist er gezwungen zu lachen, aber zumindest verlagert er der Vorgabe folgend sein Gewicht etwas und zieht sich die Hose selbst samt Boxershorts hinab. Ja, es gibt eine Reaktion, aber sein Glied bildet nur einen schwachen Bogen. Die Erinnerung will ihn etwas sagen lassen, doch die Worte ersterben in seiner Kehle, als die Hexe ohne Vorwarnung in einem langen Zug über seinen Schaft leckt. Sie bringt sich kniend zwischen seine Beine, die er bereitwillig öffnet.
"Weißt du", spricht sie in seinen Schoß und er ist sich sicher, ihren Atem auf seiner von ihrem Speichel feuchten Haut spüren zu können, "Reinblüter machen mich total scharf. Lass dich darauf ein und ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen."
Als er keinen Widerspruch erhebt, umfasst sie sein optisch noch immer eher schlaffes Glied mit der rechten Hand beginnt es sanft zu reiben. Schnell gewinnt es dadurch an Festigkeit und die Hexe führt es sich lasziv langsam in ihren Mund. Dabei blickt sie zu ihm auf. Nachdem sie es komplett in sich aufgenommen hat, gibt sie es wieder ein Stück frei, um ihre Zunge mehrfach seine Eichel umkreisen zu lassen und schließlich auf der Spitze zu tanzen.
Severus rutscht deutlich auf dem Stuhl nach vorn. Die linke Hand der Hexe legt sich auf seinen Oberschenkel und fordert ihn stumm auf, die Beine weiter zu spreitzen. Er ist dankbar, dass er und die Figur der Handlung sich darin einig sind, der Forderung nachzukommen. Sie steigert das Tempo und beginnt gleichzeitig damit seine Hoden zu massieren. Severus ist sich sicher, dass er schon längst hätte kommen müssen, doch die Erinnerung scheint auch seinem Körper den Ablauf vorzugeben. Die aufgezwungene Verzögerung ist quälend und lustvoll zugleich. Auch ist er gezwungen, die Hexe bei ihrem Tun zu beobachten. Er will, dass es endet, unbedingt will er den Druck loswerden und abspritzen. In den Mund von Granger.
Ein Gedanke, der seine Nerven etwas beruhigt. Am Rande ist er sogar zur Reue fähig. Was er hier tut, ist falsch und doch erscheint es ihm unmöglich, die Szene zu verlassen.
Die Erinnerung lässt seinen Atem immer schneller werden. Die Reaktion der Hexe darauf ist, ihr Tun zu verlangsamen. Auch lässt sie von seinem Hoden ab. Stattdessen wandert ihre Hand nun an ihre Bluse und zerrt an den Knöpfen. Hektisch öffnet sie den Stoff. Sein Blick fällt auf zwei runde Brüste, die nicht wirklich von Stoff bedeckt sind, sondern nur von Büstenheben gehalten werden. Das Mysterium der sichtbaren Nippel ist damit geklärt.
"Granger, wenn du willst, dass das hier ein Erfolg für dich wird und ich abspritze, dann zieh die Bluse aus. Ich will mehr von deinen Tritten sehen", stößt er aus und das so wenig beherrscht, dass seine Worte ad absurdum geführt werden. Atemlos ist die Stimme mit der er spricht. Ihre Brüste sind ein zweifellos hübsches Beiwerk, aber definitiv wäre der Anblick nicht unbedingt nötig.
Granger lässt kurz von ihm ab, richtet sich auf und zieht die Arme aus dem Stoff. Ihre Hände umfassen darauf die Brüste, sie massiert sie und scheint die eigenen Berührungen sichtlich zu genießen. Als Severus einen knurrenden Laut von sich gibt, lehnt sie sich allerdings wieder bereitwillig seinem Schritt entgegen. Ihre Lippen schließen sich erneut um sein Glied und nun saugt sie daran. Zeitgleich wandert ihre Hand an ich selbst hinab, bis zum Saum ihres Rocks, den sie hektisch hinaufzieht. Sobald das Verschwinden des engen Stoffes es zulässt, greift sie sich selbst zwischen die Beine und beginnt sich hektisch zu reiben.
Severus' Atem beschleunigt sich erneut, immer wieder wandert ihr Mund an ihm hinauf und hinab. Auch dehnt sie ihre Reise aus, so dass ihre Zunge hin und wieder über seinen Damm leckt, was ihn veranlasst, ihr noch weiter entgegen zu kommen. Dennoch ist ihm ein Orgasmus nicht vergönnt. Er will ihn unbedingt und denkt ernsthaft darüber nach, die Erinnerung zu verlassen, nicht weil er erkennt wie falsch all das ist, wie verwerflich, nein, er würde es einfach selbst beenden. Ein fester Griff in den Schritt sollte genügen. Aber er tut es nicht. In diesem Fall könnte er Granger nicht mehr sehen. Nicht verfolgen, wie sie nun selbst extatisch zuckend vor ihm kniet, sich mit seinem Gemächt im Mund selbst befriedigend. Sie ist ist schneller als er. Als er sich sicher ist, zu explodieren, lässt sie von ihm ab und stöhnt auf. Atemlos keuchend lässt sie sich vor ihm auf den Boden sinken, mit weit geöffneten Beinen, liegt sie auf dem Rücken. Während die linke Hand weiter über ihre geschwollenen Lippen und den Kitzler streicht, wandert die rechte erneut erneut zu den Brüsten, hektisch reiben ihre Finger über die spitzen Warzen.
"Ich bin so bereit und geil. Alles was ich jetzt will, ist gefickt werden."
Severus rutscht vom Stuhl und kniet sich vor sie.
"Willst du das? Ich dachte du willst Antworten?"
Sie schüttelt den Kopf. Immer schneller streicht sie über ihren Schritt.
"Ich wollte nur dich. Ein Reinblut in diesem Büro."
Er nimmt einen tiefen Atemzug.
"Dreh dich um Schlammblut, auf die Knie mit dir!", fordert er grollend.
Nein, dass will er eigentlich nicht. Viel lieber will er ihr über den Körper lecken, sie kosten und stöhnen lassen.
Granger tut es. Sie dreht sich auf den Bauch, geht auf die Knie, im Vierfüßler kniet sie auf dem Boden ihres Büros. Erwartungsvoll reckt sie ihm die Hüfte entgegen. Severus rückt näher an sie heran und taucht mit drei Fingern in ihre Vulva ein. Heiß und nass fühlt sie sich an. Die Hexe stöhnt auf und lehnt sich seiner Berührung entgegen.
"Mehr als diese Finger wirst du nicht kriegen. Ich ficke kein dreckiges Blut."
Sie jammert auf und lässt sich dennoch weiter befingern. Ihre Laute werden kläglicher, sie windet sich unter seinen wenig sinnlichen Berührungen Und das ist endlich ein zuviel des Guten. Es stößt ihn ab und er zieht sich aus der Erinnerung zurück.
Allerdings war es nicht genug der Abscheu, um seine Erregung vergessen zu lassen. Gequält stöhnend ergoss er sich von der Fremdbestimmung befreit in seine Hose. Scham erfüllte ihn, denn er hatte sich an dem aufgegeilt, was aus dem Geist eines widerlichen Menschen entsprang, etwas, was mit der echten Granger mit Sicherheit nichts zu tun hatte. Und gleichzeitig war er sich sicher, noch nie derart erregt gewesen zu sein.
