Die wahre Geschichte, wie Malfoy und ich es taten
Eine Woche war die Auseinandersetzung mit Pansy bereits her und je mehr Tage vergingen, desto mehr Angst bekam ich davor, was die Kröte im Schilde führen könnte. Sie hätte bereits sieben Tage Zeit gehabt, Rache zu nehmen. Sieben Tage! Sie hätte uns Warzen hexen, unser Shampoo mit Froschleich tauschen oder alle unsere Umhänge zerschneiden können. Aber nichts. Und das beunruhigte mich so sehr, dass ich bereits seit zwei Tagen nicht mehr vernünftig schlafen konnte. Denn wenn Pansy sich für ihre Gemeinheiten so viel Zeit ließ, konnte man davon ausgehen, das etwas sehr, sehr, sehr Schlimmes auf Malfoy und mich zukommt, soviel stand fest!
Während ich so gedankenversunken durch die Flure streifte, merkte ich zunächst gar nicht, wie jemand die Hand nach mir ausstreckte. Als dieser jemand mich plötzlich an der Schulter packte und mit einem Ruck in den nächstbesten Raum zog, konnte ich einen kleinen Aufschrei nicht unterdrücken. Eine Hand wurde mir auf den Mund gepresst und eine Tür fiel ins Schloss. Meine Augen hielt ich geschlossen und ich wagte es auch nicht, nachzugucken, wer mich so grob in den Raum befördert hatte.
Ein Kichern war zu hören. „Alles in Ordnung. Ich bin es nur!", sagte eine mir herrlich vertraute Stimme. Malfoy! Er nahm seine Hand von meinem Mund und streichelte mir stattdessen beruhigend über die Arme. Ich entspannte mich ein wenig.
„Du hast mir einen Riesenschreck eingejagt", sagte ich und öffnete allmählich die Augen. Wir waren im Badezimmer der Vertrauensschüler gelandet und standen dicht gegen die Tür gepresst. Malfoy grinste mich an.
„Tut mir Leid, war nicht meine Absicht", versicherte er mir.
„Und warum hast du mir zu allem Überfluss noch die Hand vor den Mund gehalten? Ich habe wirklich Panik bekommen", maulte ich ein wenig rum, woraufhin der Blondschopf mir einen Kuss auf die Stirn gab. Sofort musste ich lächeln.
„Du hast plötzlich angefangen zu kreischen und ich wollte nicht, das uns jemand bemerkt!"
„Warum sind wir überhaupt hier?"
Malfoy trat in einer paar eleganten Schritten auf das große Becken zu und drehte alle Wasserhähne auf. Sofort sprudelte es warmes Wasser und Schaumbad. Dampf stieg auf und tauchte den ganzen Raum in einen schummerigen Nebel.
Malfoy zwinkerte mir über seine Schulter hinweg zu.
„Ich wollte mit dir alleine sein und ich dachte, hier ist der ideale Ort", erklärte er und begann, sich seinen Umhang abzustreifen.
Doch ich schüttelte den Kopf.
„Bist du verrückt? Wir haben gleich Unterricht", ermahnte ich ihn. Doch Malfoy schien meinen Einwand nicht zu interessieren. Ungerührt machte er sich daran, auch seinen Pullover und sein Hemd auszuziehen.
„Draco, ich meine es ernst. Lass uns gehen", sagte ich ein weiteres Mal, jetzt ein bisschen lauter, sodass er mir einfach zuhören musste.
„Wir haben gleich den Kurs in Alte Runen. Da es dein bestes Fach ist und ich sowieso überall sehr gut bin", er grinste mich schelmisch an, „ist es nicht schlimm, wenn wir uns einmal nicht blicken lassen", beendete er seinen Satz.
Innerlich seufzte ich schwer. Ich konnte und wollte es mir eigentlich nicht erlauben, den Unterricht zu schwänzen. Alte Runen war mein Lieblingsfach und außerdem würde mein Vater mir den Kopf abreißen, sollte er Wind davon bekommen, dass ich lieber etwas anderes tat, als fleißig zu lernen. Aber was sollte ich tun? So wie Draco vor mir stand, mit seinem jetzt nackten Oberkörper, das sexy Grinsen auf den Lippen, den schönen Augen … da lief mir das Wasser im Mund zusammen.
Ich stellt meine Tasche ab und machte ein paar Schritte auf den Blondschopf zu. Er lachte leise, griff nach meinem Handgelenk und zog mich zu sich, sodass wir fast Brust an Brust gepresst voreinander standen.
„Scheint so, als hättest du es dir anders überlegt?", flüsterte er mir ins Ohr und ließ eine meiner Haarsträhnen durch seine Finger gleiten.
„Mmh vielleicht", seufzte ich. Dracos Augen leuchteten und er ließ seine Hände zu meinen Hüften wandern, um mich noch ein bisschen näher zu sich heran zu ziehen.
„Warum nur vielleicht? Sag doch einfach ja."
Ich lachte. „Verrate du mir erstmal, was wir im Bad der Vertrauensschüler machen."
„Du bist seit ein paar Tagen so verspannt, da dachte ich, ein warmes Sprudelbad würde dir ganz gut tun", erklärte Draco. Er drehte mich um und begann, meinen Nacken zu massieren. Wohlige Schauer liefen mir den Rücken herunter. „Das tut gut", seufzte ich.
„Komm mit ins Wasser. Danach geht es dir noch besser!"
Malfoy gab sich keine Mühe, den süffisanten Unterton in seiner Stimme zu verbergen. Er beugte sich zu mir runter und drückte einen federleichten Kuss in meine Halsbeuge. Ehe ich mich versah, streifte auch ich mir den Umhang ab und lockerte meine Krawatte.
„Da hat es aber jemand eilig", lachte der Blondschopf. Meine Wangen glühten und schnell senkte ich den Kopf, damit er dies nicht sah. Was ihn natürlich noch lauter lachen ließ.
„Kein Grund schüchtern zu sein, Livingsten. Ist schließlich nicht das erste Mal, dass wir zusammen hier sind!"
Das Rot auf meinen Wangen wurde noch eine Nuance dunkler. Schnell drehte ich ihm den Rücken zu, während ich auch den Rest meiner Kleidung ablegte. Hinter mir konnte ich das Rascheln von Stoff hören und wie ein Kleidungsstück nach dem anderen auf dem Boden landete. Ich wurde nervös und kurz ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass es noch nicht zu spät sei, zum Unterricht zu gehen. meinen Rock und meinen Umhang wieder anzuziehen und einfach zu verschwinden.
Das Geplätscher von Wasser unterbrach diesen Gedankengang allerdings, bevor ich ihn noch weiter verfolgen konnte. Vorsichtig drehte ich meinen Kopf zur Seite. Draco saß im Wasser und schaute mich mit leicht zur Seite geneigtem Kopf an. Er lächelte und wartete darauf, dass ich weiter machte. Wieder wurde ich nervös.
„Kannst du bitte wegschauen?", fragte ich ihn.
„Warum? Mir gefällt der Anblick."
Ich warf ihm einen bösen Blick zu, woraufhin er die Augen verdrehte, diese aber schließlich zumachte. Geduldig, und ohne einen weiteren Blick zu riskieren, wartete er schließlich darauf, dass ich auch den Rest meiner Kleidung ablegte. Etwas unbeholfen kletterte ich schließlich in das viel zu heiße Wasser.
„Okay, du darfst die Augen wieder öffnen", sagte ich.
Er tat wie ihm geheißen und musterte mich erstmal von oben bis unten. Und das, obwohl es eigentlich nicht viel zu gucken gab: Bis zu meinen Schultern stand ich im Schaumbad, um mich nicht vor ihm entblößen zu müssen. Ich fühlte mich klein und schwach ihm gegenüber und vor meinem inneren Auge tauchte jeder meiner Makel auf, die ich ihm lieber nicht preisgeben würde. Jedes hässliche Muttermal und jedes Gramm Fett, das ich zu viel auf den Rippen hatte, kam mir in den Sinn.
Draco schien meine Anspannung zu spüren und streckte eine Hand nach mir aus. „Komm her … bitte", sagte er und seine Stimme klang dabei so sanft und überhaupt nicht mehr arrogant, dass ich am liebsten nachgegeben hätte.
Aber mein letzter Funke Selbstkontrolle hielt mich davon ab. Anstatt zu ihm zu gehen, wich ich ein paar Schritte zurück und setzte mich ihm gegenüber auf die Marmorstufen, die in das große Becken führten. Draco sah enttäuscht aus.
„Warum?", wollte er wissen.
„Ich bin niemand, den man auf diese Art und Weise sehen wollen würde", entgegnete ich.
„Das glaube ich nicht!"
„Ich bin alles andere als perfekt", sagte ich und ließ wieder beschämt den Kopf hängen.
Draco schnalzte einmal missbilligend mit der Zunge. „Ich habe auch meine Fehler, Livingsten. Aber ich liebe dich stark genug und habe genug Vertrauen in unsere Beziehung, dass ich bereit bin, mich dir hier so wie ich bin zu präsentieren."
Ich schluckte schwer und brauchte einen kurzen Moment um zu verarbeiten, was ich vor zwei Sekunden gehört hatte. Draco Malfoy? Unperfekt? Niemals!
„Liebst du mich, Lina?", fragte Draco mich dann.
Ich nickte und wagte es, ihm nach einer Weile das erste Mal wieder in die Augen zu schauen.
„Vertraust du mir?"
Wieder nickte ich, woraufhin er mir ein weiteres Mal die Hand entgegen streckte.
„Dann komm zu mir … bitte", sagte Draco und sah mich dabei eindringlich an.
Noch immer ein wenig beschämt stand ich auf. Mein Schlüsselbein, meine Brüste, mein Bauch, alles war für ihn ersichtlich, als ich die paar Schritte in seine Richtung machte. Draco blinzelte nicht einmal, so konzentriert schaute er auf meinen Körper, der sich Schritt für Schritt auf ihn zubewegte. Als wir uns endlich so nahe waren, dass ich seine Hand greifen konnte, lächelte er zufrieden und drückte einen Kuss auf meine Fingerknöchel.
„Wunderschön, einfach perfekt", murmelte er und griff daraufhin nach meiner anderen Hand.
Für einen kurzen Moment verharrten wir absolut regungslos in dieser Position. Die Finger ineinander verschlungen, schauten wir uns gegenseitig in die Augen.
„Komm, setzt dich", sagte er dann, „ich möchte dich massieren."
Dracos Finger wirkten wahre Wunder und bald entspannte ich mich.
Ich saß seitlich, sodass ich mich mit meiner linken Schulter am Beckenrand anlehnen konnte, während der Blondschopf hinter mir kniete. Keiner von uns beiden sagte etwas. Nur hin und wieder entfuhr mir ein wohliger Seufzer.
„Gut so?", fragte Draco mich, nachdem ich bereits zum vierten Mal mein Wohlergehen zum Ausdruck gebracht hatte.
„Ja, sehr gut", bestätigte ich ihm, woraufhin wieder eine Weile des Schweigens begann.
„Ich schlafe seit zwei Tagen kaum noch", rutschte es mir dann plötzlich raus. Erschrocken von mir selbst, biss ich mir auf die Zunge.
„Warum?", fragte Malfoy, ohne mit der Massage aufzuhören.
„Weil ich Angst habe", antwortete ich wahrheitsgemäß.
„Wovor?"
„Pansy und davor, was sie mit uns beiden anstellen wird!"
Draco löste seinen Griff von meinen Schultern und schlang stattdessen seine Arme um meinen Bauch. „Du brauchst keine Angst zu haben, weil ich nicht zulassen werde, dass sie dir etwas antut", flüsterte er in meine Haare und gab mir einen langen Kuss auf den Scheitel. Als er seinen Mund von mir lösen wollte, um sich zu meinem Hals runter zu beugen, drehte ich mich schnell zu ihm um. Etwas verdutzt sah er mich an.
„Bitte versprich mir das, ja?"
Er lächelte wieder, fasste mich an den Hüften und hob mich auf seinen Schoß, woraufhin ich ein entsetztes Quicken hören ließ. Er kicherte.
„Natürlich verspreche ich dir das, bei Merlins Bart", versicherte Draco mir. Jetzt war ich es, die ihm einen langen Kuss auf die Lippen gab.
Doch plötzlich verdunkelten sich seine Augen. Ernst sah er mich an und ich konnte die Lust spüren, die von ihm ausging.
„Lina?"
„J-ja?", stammelte ich. Ein wenig eingeschüchtert von seinen plötzlichen Stimmungsschwankungen.
„Darf ich dich berühren?", fragte Draco.
Ich blinzelte ein paar Mal irritiert. „Aber tust du das nicht schon die ganze Zeit?"
Er lachte in sich hinein. „Ich meine an anderen Stellen … so wie diese", entgegnete er und legte eine Hand auf die Innenseite meines Oberschenkels. „J-ja, das darfst du", stammelte ich. Er lächelte.
„Auch hier?", fragte er dann und ließ seinen Finger zu meinem Bauchnabel wandern, den er ein paar Mal umkreiste. Meine Wangen glühten.
Noch immer lächelnd beugte Draco sich vor und ließ seine Lippen über mein Schlüsselbein, Hals und hinauf zu meinem Ohr wandern, wo er lustvoll zu knabbern anfing. Ich keuchte und griff haltsuchend nach seinem Arm, weil ich das Gefühl hatte, gleich zusammensacken zu müssen.
„Aber vielleicht gefällt es dir ja auch, wenn ich dich hier berühre", flüsterte er mir ins Ohr und ließ besagten Finger zu meinen Schamlippen gleiten. Ein Stöhnen entfuhr mir und Draco presste sogleich seine Lippen auf meinen Mund.
„Shhh, sonst hört uns noch jemand", raunte er mir zu.
Entsetzt sah ich ihn an. „Glaubst du wirklich, jemand könnte vorbei kommen und nachsehen, ob hier jemand ist?", flüsterte ich zurück.
Ohne Vorwarnung presste Draco seinen Finger tief in mich hinein. Schnell küsste er mich wieder, bevor ich laut seufzen konnte. Und während er mich küsste, folgte Finger Nummer zwei.
„Wenn du lieb und schön leise bist, dann nicht", beantwortete er meine Frage. Dabei schien es ihm egal zu sein, dass ich mittlerweile Sterne sehen konnte, denn in einer lässigen Bewegung ließ er seine Finger in mir kreisen. Es fühlte sich wahnsinnig gut an und kurz darauf war ich ein schwitzendes, keuchendes Wrack. Völlig zu Dracos Begeisterung. Denn jeden Laut, den ich von mir gab, und jedes Zucken meines Körpers, quittierte er mit einer hochgezogenen Augenbraue und einem schiefen Grinsen.
Bis er auf einmal aufhörte.
„Hey, was soll das?", maulte ich.
„Wenn ich jetzt weitermache, habe ich doch gar nichts mehr von dem ganzen Spaß", erklärte er und dem Ton seiner Stimme nach zu urteilen, wusste er genau, dass ich kurz vorm Höhepunkt stand. Mir wurde ganz heiß und verlegen schaute ich ihn an.
„Okay und was hast du jetzt vor?"
„Setzt dich auf den Beckenrand", kommandierte er.
„Und dann?", fragte ich, als ich Platz genommen hatte. Das Wasser war zwar angenehm warm, aber die Luft in dem großen Raum war bitterkalt. Ich fröstelte und sah erwartungsvoll zu dem Blondschopf.
„Sieht sehr gut aus", kommentierte er, beugte sich vor und nahm meine harte Brustwarze zwischen seine Zähne. Ich keuchte. Vor Schmerz und auch vor Lust. Ich hatte eine dunkle Ahnung, wo dies hinführen würde, und wünschte mir genau das und zwar mit jeder Zelle meines Körpers. Die Meerjungfrau im Fensterglas hielt sich verlegen die Hände vors Gesicht. Entschuldigend schaute ich sie an.
„Mach die Beine breit", flüsterte Draco mir zu. Aber ehe ich selber dazu kam, drückte er mit leichter Kraft meine Schenkel auseinander.
„Wunderschön", murmelte er und kniete sich zwischen meine Beine.
„Du musst wissen … das ist mein erstes Mal", sagte ich und fast war es mir peinlich, das Thema angesprochen zu haben.
„Ich wäre auch enttäuscht gewesen, wärst du keine Jungfrau mehr!"
„Warum?"
Er lächelte. „Weil ich sehr eifersüchtig bin und nicht gerne teile", sagte Draco, woraufhin ich lachen musste. Dann massierte er ein weiteres Mal meine Schamlippen.
„Darf ich?", wollte er wissen.
Ich nickte. Dann ging alles ganz schnell: Mit einem kräftigen Stoß seiner Hüfte war Draco in mir. Es war sehr schmerzhaft und ich musste in seine Schulter beißen, um nicht aufzuheulen. Der Blondschopf hielt still, bis ich mich beruhigt hatte. Dann strich er ein paar Haarsträhnen aus meinem Gesicht.
„Okay?", fragte er mich.
„Ja!"
Er begann sich in mir zu bewegen. Erst langsam und zärtlich, dann immer schneller und stärker. Dabei keuchte und stöhnte er und zwischendurch bekam er meine Lippen zu fassen und küsste mich leidenschaftlich.
Es dauerte nicht lange, da spürte ich einen dicken Knoten, der sich in meinem Unterleib formte. Draco schien etwas Ähnliches zu spüren, denn sein Gesichtsausdruck änderte sich von angespannt hin zu ekstatisch.
„Ich bin gleich soweit", japste er.
„ich glaube, ich auch", antwortete ich.
Da platzte der Knoten in meiner Magengruppe und ein Gefühl von Tausenden Schmetterlingen machte sich in mir breit. Ich keuchte, stöhnte und schrie, bis ich völlig außer Atem zusammensackte. Kurz darauf ließ auch Draco einen gedehnten Seufzer hören und rollte sich dann zur Seite. Müde blieben wir nebeneinander liegen.
„Das war unglaublich", sagte ich in die Stille hinein.
„Es war schön", bestätigte Draco. Er schlang einen Arm um mich und zog mich zu sich heran. Nasenspitze an Nasenspitze lagen wir da. Die Meerjungfrau hatte längst das Weite gesucht.
„Ich liebe dich", flüsterte der Blondschopf.
„Und ich dich erst!"
