Hallo, da bin ich wieder :-) Und wieder bedanke ich mich bei all den lieben Worten, die ich erhalten habe. Es freut mich wirklich, dass ihr gefallen an dieser Story gefunden habt und hoffe das ich euren Erwartungen weiterhin gerecht werden kann.
Viel Spaß beim neuen Kapitel
Kapitel 10
Als sie an dem verhängnisvollen Abend in die Wohnung von Fred und George zurückgekehrt war, hatte sie George mit seinem Kopf in seinen Händen vergraben auf der Couch sitzend vorgefunden. Von Fred war bereits nichts mehr zu sehen gewesen.
Als sie George leise fragte wo seine bessere Hälfte sei und sich neben ihn gesetzt hatte, hatte George mit traurigen Augen zu ihr aufgesehen. Die Traurigkeit hatte sie fast bis aufs Mark erzittern lassen. Es war als hätten sie fast keinen Fortschritt gemacht, als wäre alles bisherige umsonst gewesen.
Auf ihre nächste Frage hin, ob sie Fred sehen könne, hatte er nur mit einem zucken seiner Schultern geantwortet. Sie hatte dies als ein Ja verstanden und hatte sich zu Freds Zimmer begeben. Dort angekommen hatte sie an seine Türe geklopft aber keine Antwort erhalten. So leise – als hätte sie Angst, ein scheues Tier zu erschrecken – hatte sie seinen Namen gerufen. Doch auch da hatte sie nichts von der anderen Seite der Türe gehört.
Leise hatte sie ergeben geseufzt und war dann selbst zu Bett gegangen. Es hatte sich angefühlt wie ein unendlicher langer Tag, der einfach nicht hatte zu Ende gehen wollen. Mit traurigen Gedanken und einem schweren Herzen war sie schließlich eingeschlafen.
In dieser Nacht hatte sie von traurigen, blauen Augen geträumt und einem Gesicht, das einfach nicht mehr lachen wollte.
Der nächste Tag war nicht wirklich viel besser geworden. Die meiste Zeit hatte Fred sich erneut in seinem Zimmer eingeschlossen und hatte es nur aus der Suche nach dem Bad oder etwas zu Essen verlassen.
Hermine half ihm natürlich wie eh und je wie und wo sie nur konnte, doch lastete seine Stille stark auf ihr. Immer wieder hatte sie versucht auch nur einen Ton aus ihm rauszubekommen, doch er war stumm geblieben. Nicht einmal George hatte es mehr geschafft, zu seinem Zwilling durchzudringen.
Am dritten Tag war Hermine selbst kaum noch zu erkennen gewesen. Ihre Haare waren noch struppiger – Draco Malfoy würde es mit einem Vogelnest verhöhnen - als sonst und dunkle Ringe wurden unter ihren müden Augen immer prominenter.
Am vierten Tag platzte Ron. „Ich kann nicht verstehen, dass du das mit dir machen lässt!", sagte er wütend und knallte seinen Löffel so laut auf den Teller, dass Hermine erschrocken zusammen zuckte.
„Ron.", zischte sie aber dennoch warnend und sah sich daraufhin im Raum um. Der tropfende Kessel war zu dieser Mittagszeit immer voll besucht und auch heute fand sich keine Ausnahme. Zufrieden, dass die anderen Gäste anscheinend nichts von seine Ausbruch mit angehört hatten, wandte sie sich wieder ihrem Freund zu.
„Wehe", begann er und fuchtelte wild mit seinem Zeigefinger vor ihrem Gesicht, „du kommst mir jetzt wieder mit einer Ausrede, Herm. Mir ist egal, was Fred sagt oder nicht sagt."
„Empfindest du darüber überhaupt nichts?", wollte sie leise wissen und senkte den Blick. „Ist dir völlig egal, wie es deinem Bruder geht?"
Ron schüttelte so heftig den Kopf, als wolle er alle Sommersprossen aus seinem Gesicht einfach abschütteln. „Darum geht es hier nicht. Natürlich ist es mir nicht egal, wie es Fred geht.", versuchte er ihr zu erklären und griff nach ihrer Hand, die vor ihr auf dem Tisch lag. „Aber du bist mir auch wichtig. Ich möchte nicht mit ansehen, wie du wegen ihm dahin vegetierst." Er bereute die Worte in dem Moment, in dem er sie ausgesprochen hatte.
Sie entriss ihm fast brutal ihre Hand und verschränkte die Arme vor ihrer Brust als sie sich im Stuhl zurücklegte. „Dahin vegetieren?", flüsterte sie fast bedrohlich und verengte ihre Augen. Rons Adamsapfel hüpfte einmal heftig.
„Hermine, ich bin nicht blind.", versuchte er es noch einmal in einem sanfteren Ton.
„Was soll das heißen, Ron?", schnappte sie jetzt und stand auf. Sie hatte sich so sehr auf dieses Essen gefreut, darauf Ron seit Tagen endlich wieder zu sehen. Sie hatte gedacht – gehofft –, Ron könne sie ein wenig aufmuntern, ein wenig von ihrer Sorge über Fred ablenken. Doch genau das Gegenteil war eingetreten. Sie hätte sich am liebsten selbst mit der flachen Hand gegen die Stirn geschlagen als ihr bewusst wurde, wie dumm die Idee wirklich gewesen war. Immerhin war der Mann vor ihr Ron und sie hatte schon früh gelernt, dass sein Gefühlsreichtum eindeutig auf einen Teelöffel passte. Mit dieser Erkenntnis wappnete sie sich gegen seine nächsten Worte und bereute es nicht.
„Ich meine damit", begann er und sah sie von unten herauf an, „dass du schlecht aussiehst. Richtig schlecht." Dann nahm er einen großen Schluck Butterbier.
Hermine hingegen schluckte einmal hart. Gut, sie hatte sich nicht wirklich die Mühe gegeben, sich für dieses Essen besonders schick zu machen. Sie trug eine normale Jeans mit Turnschuhen, einem etwas zu weiten Pulli und ihre Haare hatte sie in einem wilden, unordentlichen Knoten zusammengebunden. Ihr Gesicht war ebenfalls frei von jeglichem Make-Up.
Sie hatte nicht damit gerechnet, dass es ihm etwas ausmachen würde. Es war immerhin noch Ron, der kleine, rothaarige Junge, der vor sieben Jahren mit ihr zum ersten Mal nach Hogwarts gefahren war und versucht hatte, seine Ratte gelb zu zaubern. Ihr bester Freund. Er war bei allem dabei gewesen. Er hatte sie in ihren guten sowie in ihren allerschlechtesten Zeiten gesehen.
Deswegen hatte sie gedacht, er würde verstehen. Sie hatte es sich so sehr gewünscht. Und schon wieder hatte sie falsch gelegen, ihre Hoffnungen in den falschen Stern gesetzt. Genauso wie damals…
„Ich denke, ich sollte gehen.", hauchte sie und griff nach ihrer Tasche, nicht in der Lage ihm weiter in die Augen zu sehen.
Als er Anstalten machte sie aufzuhalten, hob sie eine Hand, um ihn zu stoppen. „Nicht jetzt, Ron. Lass mich gehen, bevor irgendjemand von uns etwas macht oder sagt, was er sonst bereut." Sie war von ihrer festen Stimme selbst überrascht und schlug sich einmal mental auf ihre Schulter.
Daraufhin blieb er stumm und sie verschwand – ohne einen Blick zurück – aus dem Pub. Erst als sie hörte, wie die Türe hinter ihr ins Schloss fiel und die Stimmen dahinter verbarg, atmete sie auf.
Der vertraute Geruch, der ihr augenblicklich in die Nase stieß, ließ sie lächeln. Auch wenn sie nun eine Hexe war, die Dinge sah, wie sie wirklich waren, war sie doch innerlich noch ein Teil dieser Welt.
„Hey! Achtung!", rief jemand an ihrer Linken und ihr Blick schnellte in seine Richtung, bevor er auch schon auf zwei Rädern an ihr vorbei schoss.
Sie schüttelte nur den Kopf und fragte sich, in welcher Welt es wohl gefährlicher war. Zeitgleich stieg ihr ein hässlicher Geruch von Autoabgasen – an die ihre Nase kaum noch gewöhnt war – in die Nase, die sie zugleich rümpfte. Aber unter diesem hässlichen, ungesunden Geruch lag ein weiterer. Einer, der ihr nur zu vertraut war und den sie niemals missen wollte.
Bücher.
Die Charring Cross Road war bekannt für ihre einzigartigen Buchläden und sie ließ es sich nicht nehmen diese Läden zu erkunden. Und mit einem weiteren, geschulten Blick, wusste sie auch ganz genau, wo sie anfangen würde.
Sie ließ einen großen, roten Doppeldeckerbus vorbeifahren, bevor sie fast kindlich die Straße überquerte und mit einem breiten Lächeln einen Buchladen betrat, auf dessen Schild der Name Foyles stand. Augenblicklich wurde der vertraute Geruch von Büchern stärker und sie vergaß auch ihre letzten Sorgen mit Ron. Hier war sie in ihrem Element, ihrem Zufluchtsort.
Sie durchstöberte alle Gänge und Regale, die über und über voll waren mit Büchern. Ihre Finger strichen liebevoll über jeden Buchrücken als sie leise die vor ihr liegenden Buchtitel las.
Schließlich hellte sich ihr Gesicht auf und sie griff zielstrebig nach einem Buch, das in braunem Leder gebunden war. Fast zärtlich streichelte sie über sein Cover bevor sie sich umsah und mit leuchtenden Augen eine kleine, ruhige Ecke an einem großen Fenster erblickte. Mit schnellen Schritten ging sie auf einen der Sessel die dort standen zu und setzte sich. Mit einem letzten Blick aus dem Fenster und auf die Charring Cross Road widmete sie sich endlich ihrem Buch. Noch einmal strich sie vorsichtig über das Leder auf dem in goldenen Buchstaben Mary Poppins geschrieben war. Schließlich öffnete sie es und begann zu lesen.
Es musste eine ganze Zeit vergangen sein als sie schließlich vom Buch aufsah und flüchtig einen Blick auf ihre Armbanduhr warf. Erschrocken schnappte sie nach Luft und sprang auf. Sie war viel zu lange hier gewesen. Mit einem Mal tauchten die Gedanken über Fred und Ron wieder auf und sie fühlte sich als hätte sie jemand brutal wieder auf den Boden der Tatsachen und in die Realität zurück gerissen. Sofort griff sie nach ihrer Tasche und sprintete zur Anmeldung. Dort lieh sie ihr Buch aus und verließ den Laden mit langen, schnellen Schritten.
„Fred?!", rief sie als sie die Wohnung der Zwillinge betrat und ihr Buch auf dem Wohnzimmertisch ablegte.
„Hermine!", rief er und rollte – aus dem Flur kommend – auf sie zu als sie im Begriff war ihre Jacke auszuziehen. „Bei Merlin, Hermine, wo hast du gesteckt?", fragte er und griff nach ihrem Arm.
Sprachlos sah sie ihn an, der Kommentar, dass sie immer noch eine eigenständige Frau sei und machen konnte, was sie wollte, lag ihr bereits auf der Zunge, doch dann erkannte sie die Sorge in den blauen Tiefen, die Freds Augen waren.
„Ron war hier und hat nach dir gesucht.", erklärte er, bevor sie nur die Möglichkeit hatte ihn zu beruhigen. Leicht irritiert über das gerade gesagte zog sie die Augenbrauen zusammen, ließ ihn aber weiter reden. „Er sagte, du wärst einfach aufgestanden und verschwunden."
„Fred…", begann sie, wurde aber jäh von ihm unterbrochen.
„Das war vor Stunden, Hermine!", sagte er schließlich fast panisch, der Griff um ihren Arm wurde stärker. „Vor Stunden. Wo warst du?"
Statt ihrer Wut über Ron, die plötzlich erneut in ihr aufbrodelte, Luft zu machen, genoss sie, dass Fred endlich aus seinem Zimmer gekommen war und mit ihr sprach. Also unterdrückte sie die Welle des Zorns und senkte verlegen und leicht lächelnd den Blick. „Ich war in einer Bücherei", gestand sie leise und hob die Schultern, „und habe die Zeit vergessen."
Sie erkannte sofort, wie Freds ganzer Körper sich entspannte und er endlich einmal tief ein – und ausatmete. „Merlin sei Dank.", hauchte er und legte seinen Kopf in seine Hände. „Ich habe gedacht, dir sei etwas passiert.", murmelte er in seine Hände.
„Nein.", sagte sie leise und griff nach ihrem Buch. „Hier" – sie hielt ihm das Buch entgegen – „ich habe das hier per Zufall gefunden und konnte nicht widerstehen."
„Mary Poppins?", sagte er und nahm das Buch entgegen, sein Mund in Erstaunen leicht geöffnet. „Das habe ich nicht mehr gesehen seit dem Ginny klein war."
„Du kennst es?", fragte Hermine erstaunt und ließ sich auf den Sessel nieder. Überrascht davon, dass er ein so offensichtliches Interesse für das Buch zeigte und gleichzeitig gefesselt davon, Neues über ihn zu erfahren.
Fred nickte und sah dann mit leuchtenden Augen zu ihr auf. „Mum hat es uns damals vorgelesen.", erklärte er und öffnete es. „Es ist über zehn Jahre her aber ich erinnere mich an jedes Wort als wäre es gestern gewesen."
„Erzähl mir mehr davon.", flüsterte sie wie in Trance und bemerkte dies erst als Fred erschrocken aufsah. Sofort liefen ihre Wangen leicht rosa an und beschämt senkte sie ihren Blick. „Tut mir leid."
Fred schüttelte schnell den Kopf und schloss das Buch wieder. „Nein, das muss es nicht.", sagte er ernst und wartete bis Hermine endlich wieder zu ihm aufsah. Ihre weiten, braunen Augen trafen auf seine tiefen blauen. Für einen weiteren Moment blieb es still, dann lächelte er und wandte den Blick zum Fenster.
„Mum las uns dieses Buch immer als Gute-Nacht-Geschichte vor.", begann er schließlich. „Jeden Abend haben wir uns in einem Zimmer versammelt und ihrer Stimme gelauscht. Ginny war noch ganz klein und lag die meisten Abende bei mir im Arm. Die Geschichte hat es immer geschafft uns alle zu fesseln, egal wie oft wir sie schon gehört hatten. Irgendwann kam die Zeit, da teilten wir die Rollen unter uns auf – so auswendig konnten wir die Zeilen." Er schaute sie mit einem solchen Leuchten in den Augen an, dass man nur haben konnte, wenn man sich an besonders schöne Momente seiner Kindheit zurückerinnerte.
„Ich hatte keine Ahnung, dass Zauberer dieses Buch kennen.", sagte sie und nahm es von Fred, der in schallendes Gelächter ausbrach, wieder entgegen.
„Sag mir nicht, du hast gedacht, dass das ein Muggelbuch ist.", fragte er schließlich nach Luft schnappend.
Hermine wurde rot und strich sich eine Strähne ihres Haares hinter das rechte Ohr.
„P. L. Travers", begann er und rollte auf sie zu, ohne den Blickkontakt zu brechen, „war eine Hexe."
Wenn es anatomisch möglich gewesen wäre, hätten Hermines Augen womöglich die Größe und Form von Suppentellern angenommen. Mehrfach öffnete sie den Mund, schloss ihn aber dann wieder. Zum ersten Mal in ihrem Leben ließen die Worte sie im Stich. Das Buch, dessen Film sich in der Welt der Muggel so großer Beliebtheit erfreute und den sie selbst seit ihren ganz jungen Jahren – bevor sie wusste, dass es Magie überhaupt gab – verehrte, war von einer Hexe.
Sie schürzte ihre Lippen und legte ihren Kopf in Gedanken leicht schief, während Fred sie weiterhin eindringlich musterte. Sie ging jede Szene in dem Film durch in der Mary Poppins zauberte. Das Fliegen, das Aufräumen mit einem Schnippen der Finger – sehr schwere Zauber - , das Hüpfen durch Bilder, die Tasche… Und dann viel es ihr wie Schuppen von den Augen. Natürlich! Die Tasche! Es musste, konnte nur derselbe Zauber sein, den sie selbst auf ihre Tasche anwandte. Dieses Mal schlug sie sich wirklich mit der flachen Hand gegen die Stirn und schimpfte innerlich mit sich selbst. Wie hatte sie nur so dumm sein können? Und man nannte sie die klügste Hexe ihrer Zeit! Sie schnaubte und ihr Blick viel erneut auf das Buch.
„Ich bin so dumm.", äußerte sie leise ihren Gedanken und schüttelte wütend über sich selbst den Kopf.
„Hermine", sprach Fred, der den Moment sah als bei ihr endlich der Groschen fiel, und legte seine Hand auf ihr Knie als er ihre Augen suchte, „du bist vieles aber definitiv nicht dumm."
„Was habe ich gerade gehört?", ertönte eine weitere Stimme von der Haustüre. „Hermine Granger und dumm in einem Satz? Ich glaube in der Hölle findet gerade eine Schneeballschlacht statt."
Hermine lachte und stand auf, um George zu begrüßen; ihre Wangen immer noch leicht rot. „Hallo, George.", sagte sie und ihr Lachen verwandelte sich in Schock. „Oh mein Gott, ist es schon so spät?" Sie sah auf ihre Armbanduhr und eilte in die Küche. „Ich habe noch kein Abendessen fertig und-"
„Hermine.", unterbrach George sie lachend, nahm sie bei der Hand und führte sie zurück ins Wohnzimmer, wo er eine Papiertüte, die sie vorher nicht bemerkt hatte, auf den Tisch stellte. „Was meinst du, wie Fred und ich überlebt haben, bevor du jeden Tag gekocht hast?"
„Take-Out!", rief Fred begeistert und rieb sich die Hände, bevor er ohne einen wie
teren Blick zu seinem Bruder in die Tüte griff und sich eine der drei Schachteln chinesischer Nudeln nahm. „Ich habe das Gefühl, dass es Jahre her ist."
Hermine lachte und setzte sich wieder in den Sessel, in dem sie bis zu Georges Ankunft gesessen hatte. George nahm auf dem Sessel gegenüber Platz.
„Ron hat mir erzählt, dass du einfach verschwunden wärst.", begann George, nach dem alle fast zur Hälfte mit dem Essen fertig waren und Hermine schluckte, bevor sie schnaubte und einen Schluck Limo nahm. Natürlich würde Ron so etwas erzählen, aber das wichtigste auslassen.
„Hat er dir auch erzählt, dass wir gestritten haben?", fragte sie also schließlich und zog eine Augenbraue abwartend mit in die Höhe. An die Blicke der beiden Zwillinge erkannte sie schon die Antwort, bevor George sie ihr überhaupt sagte.
„Nein.", erklärte er und legte seine Gabel ab. „Er sagte nur, du wärst mitten im Essen gegangen."
Hermine seufzte auf und sie erkannte, dass sie dieses Mal nicht so einfach davon kam, wie beim letzten Mal. Also ergab sie sich ihrem Schicksal und erzählte den beiden, was heute zwischen ihr und Ron vorgefallen war. Dieses Mal ließ sie nichts aus.
„Jetzt mal ehrlich", begann George als Hermine geendet hatte und sah in die Runde, „Ron ist bei weitem noch dümmer als ich es je für möglich gehalten habe."
Doch Fred blieb stumm und sah sie unter seinen Wimpern hervor eindringlich an. Sie konnte nicht ganz genau erkennen, was dieser Blick bedeutete und dennoch empfand sie den Drang nicht länger still sitzen zu können. Es war als würde er versuchen, durch ihre Augen hindurch in ihre Seele zuschauen und das war nicht nur ein wenig beängstigend sondern – auch wenn sie es nicht gerne zu gab – machte es sie wahnsinnig. Also sprang sie auf, nahm die leeren Pappkartons und Gabeln und brachte sie in die Küche zum Müll.
Sie war zu müde, um sich nun auch noch über Freds merkwürdigen Blick Gedanken zu machen.
So... Das war es dann erst mal wieder. Für dieses Kapitel habe ich ein klein wenig London und das Harry Potter Universum recherchiert. Für diejenigen, die es bis jetzt vielleicht nicht wussten: Der Tropfende Kessel führt laut J. wohl auf die Charring Cross Road. Und um London gerecht zu werden, habe ich mich auch über die Charring Cross Road informiert. Die ist bekannt für ihre Buchhandlungen (natürlich genau das richtige für unsere Hermine) und die Buchhandlung Foyles gibt es ebenfalls dort.
Ich hoffe es hat euch gefallen :-) Bis zum nächsten Kapitel
Eure Nessi
