Vorbemerkung der Autorin:
OK, um näher darauf einzugehen, was ich über diese Serie von One-Shots geschrieben habe: DIES IST HAUPTSÄCHLICH EURE SEITE, nicht meine. Ich halte sie für euch offen und ich möchte hier vorwiegend die HERAUSGEBERIN sein, nicht die hauptsächliche Autorin. Ich will dort eure Geschichten sehen, eure Arbeit: Mehr oder weniger wie diese Sammelwerke... Andre Norton, Mercedes Lackey, Marion Zimmer Bradley - sie alle haben etwas ähnliches getan (na ja, jedenfalls herausgegeben, LOL). Alles, was ich wirklich tun möchte, ist sie ein kleines bisschen daran zu feilen, um sie veröffentlichungsreif zu machen und den Autoren den Ruhm zu überlassen. Also - seid nicht schüchtern Leute - wenn ihr immer schon etwas schreiben wolltet, es aber nicht getan habt, weil ihr Angst hattet oder niemanden, der es ins Reine bringt, ist dies eure Chance. Die einzige Voraussetzung ist, dass ihr der Handlung folgt, die schon gezeigt wurde / geplant ist.

Und wie immer: Bleach und HP gehören dem jeweiligen Eigentümer, wir borgen sie uns nur für eine kleine Weile aus.

Und jetzt, wegen der großen Nachfrage... machen wir uns nach Griechenland auf.

Vorbemerkung der Übersetzerin:
Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Hier kommt wie versprochen das neue Kapitel. Ein herzliches Hallo an LukeElda, der dieser Geschichte folgt - ich hoffe, es macht dir weiterhin Spaß, das hier zu lesen :-)

Das Original findet ihr auf dieser Seite unter "www(x)fanfiction(x)net / s /9304595 /1 /Tales-of-Bleachy-the-Bard". Ersetzt einfach (X) durch einen Punkt und lasst die Leerzeichen weg...

Anmerkungen zum Textformat in Gesprächen:
:der Zanpakuto-Geist redet:
:der innere Hollow redet:
Ichigo redet mit Zangetsu / Hichigo


Kapitel 2

Sie hatten das ganze Wochenende über Apparieren geübt, indem sie zwischen dem Büro des Schulleiters, dem Astronomieturm und dem Raum der Wünsche hin und her appariert waren. Hogwarts gestattete dem Schulleiter viele Dinge, die es anderen vorenthielt und das schloss das vorübergehende Aufheben der Einschränkungen für das Apparieren mit ein - aber nur für die ausgewählten Personen und ausgewählte Orte.

Ein Professor wartete an jedem Ort: Snape im Raum der Wünsche, McGonagall im Astronomieturm und Dumbledore in seinem Büro, während sie übten, von einem Ort zum nächsten zu wechseln.

Die Dinge waren ziemlich routiniert verlaufen. Sie hatten Toshiro beigebracht wie man apparierte, und da er ein Genie war, hatte er den Dreh schnell heraus gehabt. Die anderen drei Shinigami mussten ihre Technik verbessern und der Rest lernen, denn trotz all ihrer Übungen war Uryu als Einziger nahe daran zu apparieren.

Sie bewegten sich einer nach dem anderen im Kreis und Ichigo war an der Reihe, das Büro des Schulleiters zu verlassen und zum Astronomieturm zu apparieren. Er fing an, sich auf die Instrumente, die Teleskope und die Bilder der griechischen Astronomen zu konzentrieren, die immer ihren Unterricht unterbrachen... Einer war besonders nervig, der dauernd davon erzählte, wie er einst selber seinen Unterricht auf der Akropolis in Griechenland abgehalten hatte...

Und Ichigo stellte fest, dass er anfing in Panik zu geraten, als er nicht augenblicklich im Turm ankam. Er hätte eigentlich nur so lange brauchen sollen wie es dauerte, ein paar Schritte in Shunpo zu machen (in Anbetracht der Etagen und Ecken), aber die Reise dauerte viel, viel zu lange.

Und dann war da endlich Tageslicht - aber er war draußen - und aus dem Gleichgewicht. Ichigo erhaschte einen kurzen Blick auf weiße Säulen, ehe er Hals über Kopf rückwärts stürzte. Während er fiel, nahm er vage Schreie wahr - sowohl in seiner inneren Welt als auch in der äußeren Welt. Er wusste nicht, wie viele Stufen er hinunter gepurzelt war, aber er landete in einer seiner spektakulären bizarren Positionen. Dieselben Stimmen plapperten in einer Vielzahl von Sprachen um ihn herum: zu viele, dass er sie auseinander halten konnte, so desorientiert wie er war.

"Autsch", sagte er endlich und versuchte sich zu sortieren und seine Gliedmaßen zu entwirren.

"Nein nein nein! Nicht bewegen!" Jemand drückte ihn wieder nach unten, als er sich bemühte aufzustehen. "Du hast einen ziemlichen Sturz hingelegt."

"Eh?" Ichigo blinzelte ihn an, ein wenig überrascht, amerikanisches Englisch zu hören. Der Mann, der sich über ihn gebeugt hatte, sah auf.

"Spricht hier jemand -"

"Ich spreche Englisch", unterbrach ihn Ichigo, wodurch er seine Aufmerksamkeit wieder auf sich zog. Wo zur Hölle war er überhaupt? Er würde es sicher nicht herausfinden, während er auf dem Bauch lag - auf - Stufen. Zerbrochenen, alten, steinalten - Stufen. Oh, Scheiße - was zur Hölle hatte er jetzt schon wieder angestellt?

"Gehirnerschütterung", sagte der Amerikaner bestimmt.

Ichigo versuchte, sich zu ihm zu drehen und ihn anzusehen, was ihm Schmerzen wie Pfeile durch den Kopf schießen ließ - und den augenblicklichen Effekt hatte, dass sein Magen wütend rebellierte.

"Oh, Scheiße", murmelte er und schaffte es gerade noch, sich zu einem kleinen Grasflecken neben einem rissigen Pfad zu schleifen, ehe er anfing zu würgen.

:Bitte tu das nicht, Ichigo.:

:Ja, bitte. Sogar der Alte Mann hier ist bei dieser kleinen Reise dahin, wo auch immer zur Hölle du beschlossen hast hinzugehen, von seiner Stange gefallen.:

:Wenigstens ist mir nicht übel geworden, im Gegensatz zu dir.:

Bitte streitet nicht, mein Kopf hält das nicht aus. Und ich werde nicht für dich aufräumen!

:Och, König...:

Halt die Klappe! Ich habe verdammte Kopfschmerzen! Und ich habe keine Ahnung, wo zur Hölle wir sind!

:Ich denke, dass sollte dann unser erster Tagesordnungspunkt sein...:

"Ganz bestimmt eine Gehirnerschütterung", diagnostizierte der Amerikaner streng, "wenn du dich nicht daran erinnern kannst, wo du bist, wie du hergekommen bist und das passiert, wenn du den Kopf nur ein bisschen bewegst."

Vorsichtig und sich dafür verfluchend, dass er laut gesprochen hatte, richtete Ichigo seinen Blick sehr, sehr langsam auf den Amerikaner.

"Was sind Sie, ein Arzt?"

"Nun, tatsächlich -"

Großartig. Ichigo war direkt einem Arzt vor die Füße gefallen. Genau das, was er brauchte.

"Liebling", eine Frau zupfte an seinem Ärmel. "Ehm, du bist Frauenarzt und Geburtshelfer..."

Ichigo ächzte und verbarg das Gesicht in den Händen, als er Hichigo kichern hörte. Bei all seinem verkorksten Glück... war der Arzt ein - er - Ichigo stellte fest, dass er nur bei dem Gedanken rot wurde. Okay, halte einfach durch - Professor Dumbledore wird bald hier sein. Er wird herauskriegen, wo du bist -

"Hier ist etwas Eiswasser", jemand reichte ihm eine Flasche und ein schneller Blick darauf zeigte Ichigo, dass sie nicht geöffnet worden war. Nicht nur das - er konnte die Sprache auf der Flasche nicht lesen. Allerdings war es genau das was er brauchte, um sich den Mund auszuspülen, dachte er, während er nicht darüber nachdenken wollte, was die fremden Symbole auf der Flasche zu bedeuten hatten. Zusätzlich hatte der Akzent der Person, die ihm die Flasche gereicht hatte - nach Russisch geklungen.

:Ich bin nicht sicher,: sagte Zangetsu zögernd, :aber ich glaube, dass hier könnte eine Art Reisegruppe sein.:

Eine Reisegruppe?

"Ich habe ein paar Pflaster für seinen Kopf", sagte eine andere Stimme mit Akzent zu dem Arzt, der eine klaffende Wunde auf Ichigos Kopf mit etwas Wasser aus der Flasche gesäubert hatte, ehe er sie abdeckte.

Ichigo konnte das Murmeln hören - wer war er? Gehörte er zu ihrer Gruppe? Niemand erinnerte sich an ihn, ehe er so spektakulär die Stufen heruntergestürzt war. Tatsächlich war er einfach aus dem Nichts aufgetaucht. Sollten sie ärztliche Hilfe holen? Zugegeben, der Amerikaner schien zu wissen, was er tat, aber vielleicht sollte der Junge in ein Krankenhaus oder in eine Ambulanz?

Großartig, dachte er, während die Frau des amerikanischen Arztes mit etwas zurückkam, dass wie eine winzige Nachbildung der Göttin Athene aussah. Athene? Athene? Oh... oh verdammt...

:Ichigo... deine Gedanken direkt bevor du appariert bist... drehten sich um die Akropolis...:

Ich bin verflucht appariert bis ins verfluchte Griechenland?! Seine geistige Stimme hob sich beinahe bis zu einem Kreischen.

:Jesses, König, dreh' die Lautstärke runter! Du bist nicht der einzige mit verflixten Kopfschmerzen!:

"Das ist eine Taschenlampe", sagte die Frau des Arztes, während sie ihrem Mann die winzige Athene reichte. "Es war alles, was ich finden konnte."

"Das reicht", sagte er zu ihr, während er Ichigos Kopf nach hinten neigte und ihm in die Augen leuchtete.

"Nun, wenn es eine Gehirnerschütterung ist, dann eine leichte", sagte er verwirrt. "Ich suche nach -"

"Erweiterten Pupillen, ich weiß. Mein Vater betreibt eine Klinik", erwiderte Ichigo. Er wusste auch, dass seine Magenprobleme von der extralangen Reise kam, die er gerade hinter sich hatte.

"Ah..." Der Arzt nickte und Ichigo ließ das sanfte Tasten des Arztes über sich ergehen, als dieser nach Kopfverletzungen suchte. Er fragte Ichigo auch nach den anderen Symptomen - und selbst der Shinigami fing an sich zu fragen, ob er eine leichte Gehirnerschütterung hatte, da er mehrere der Symptome hatte.

Ichigo hörte ein verwirrtes Murmeln und sah vorsichtig auf. Er weinte beinahe vor Erleichterung, als er die vertrauten Roben und den Bart von Professor Dumbledore schnell auf sich zukommen sah. Ein schnelles Schwenken seines Zauberstabs und die beiden waren die einzigen, die sich noch bewegten.

"Nun", sagte der Professor, dessen blaue Augen vor einiger Belustigung funkelten, als er den erschütterten Shinigami erreichte. "Das ist etwas für die Geschichtsbücher. Wie sind Sie hierher gekommen?"

"Ehm... ich weiß es wirklich nicht..." sagte Ichigo einigermaßen verlegen. "Ich hab' angefangen mich zu fragen, wie ich wieder zurückkomme."

"Nun, Miss Kuchiki und Miss Hinamori waren recht erschüttert, als Ihr Reiatsu verschwand. Mr. Hitsugaya hat sich gefragt, ob Aizen es irgendwie geschafft sie gefangenzunehmen. Also musste ich, da wir keine Ahnung hatten, wohin sie appariert sein könnten, einen Thestral benutzen, um Sie aufzuspüren", der Professor deutete auf das Wesen, das offenbar gerade bemerkt hatte, dass Ichigo da war und angefangen hatte, ihn zu untersuchen. Er warf dem Thestral einen gereizten Blick zu.

"Was sind sie, Bluthunde?" murmelte er leise.

"Was Shinigami angeht, anscheinend schon", der Professor fand das, genau wie Ichigos Reaktion auf das Wesen, amüsant.

Wundervoll.

"Also - ich habe bereits die Erinnerungen von allen verändert. Wir sollten so schnell wie möglich gehen."

"Sie meinen - tatsächlich aufsteigen und auf einem Thestral reiten?" Ichigo machte einen Schritt rückwärts als ihm klar wurde, wie genau der Professor nach Hogwarts zurückkehren wollte. Oh nein. Nein, nein nein... Hichigo fing an, gackernd zu lachen, während Zangetsu seufzte.

"Nun, ich werde nicht apparieren. Ich habe nicht ganz Ihre Reichweite, mein Junge, nicht mehr."

Ichigo starrte den Thestral an und blickte dann langsam über die Schulter zu den Ruinen des Parthenon. Er sah zum Thestral zurück, der angefangen hatte, an seinem Hemd zu knabbern und schluckte schwer. Auf etwas reiten, das ihm üble Träume bereitete? Er warf dem Professor ein schwaches Lächeln zu und hielt ihm seine jetzt leere Wasserflasche hin.

"Portschlüssel?"


Anmerkung der Autorin:
Okay, ich weiß es ist nur ein Schnipsel - aber es war von vorne herein keine große Szene. Allerdings arbeite ich gerade an einer kurzen Geschichte, die nach dem dritten Buch spielt (es wird nichts preisgeben, was den Plot angeht), aber ich musste es schreiben, nachdem ich "Spirited Away (Chihiros Reise)" zum x-ten Mal angesehen habe... [...] Es wird also eine Art 3-fach Crossover.

Anmerkung der Übersetzerin:
Bei [...] stand etwas, das mit der Originalveröffentlichung zu tun hatte und jetzt keine Rolle mehr spielt.
Noch ein Angebot von mir: Wer Lust dazu hat und eine Idee, der kann gern einen eigenen One-Shot schreiben, der zu diesem Universum passt. Ich übernehme gern die Übersetzung ins Englische und schicke das Ganze an Eradona. Ob die Kurzgeschichte allerdings auch veröffentlicht wird, kann ich nicht garantieren...