Vorbemerkung der Autorin:
Okay - bitte denkt daran, dass dies NACH den Ereignissen in Teil 3 meiner Serie stattfinden wird, sobald ich dazu komme, also versuche ich wirklich sehr, nichts zu verraten. Wenn ihr wirklich scharfe Augen habt, werdet ihr ein paar Hinweise darauf entdecken, was ich geplant habe... Ich habe dies außerdem in zwei Teile aufgeteilt und ich schreibe das Ende etwas um, aber ich wollte euch nicht weiter darauf warten lassen.

Sorry, dass es so lange gedauert hat [...]. Andererseits habe ich genau - 1 Seite der Bleached Hallows geschrieben. Yea, ich weiß (schlägt sich auf die Hand). Böses ich.

Wie immer gehören mir weder Bleach, noch HP oder in diesem Fall Chihiros Reise.

Vorbemerkung der Übersetzerin:
Hier kommt das Kapitel für März 2020. Ich hoffe, dass es euch allen in diesen verrückten Zeiten gut geht...
In den eckigen Klammern [...] stand etwas, das nicht mehr relevant ist.
Das Original findet ihr unter "www(x)fanfiction(x)net / s /9304595 /1 /Tales-of-Bleachy-the-Bard". Ersetzt einfach (X) durch einen Punkt und lasst die Leerzeichen weg...


Kapitel 4

Generalkommandant Yamamoto starrte auf den Kalender und strich sich nachdenklich über den Bart. "Wer hat letzten Monat die Inspektion durchgeführt?" fragte er endlich seinen Leutnant, der geduldig wartend in der Nähe stand.

"Kommandantin Unohana."

"Ahh. Damit wäre diesen Monat die Fünfte Division an der Reihe."

"Es wäre Kommandant Kurosakis erste Inspektion. Möglicherweise ist ihm noch nicht einmal bewusst, dass das Badehaus überhaupt existiert."

"Es ist Brauch, dass ein erfahrener Kommandant einen neuen Kommandanten beim ersten Mal begleitet, um ihm den Ablauf zu erklären", sagte Yamamoto zur Erklärung. "Denkst du, dass Kommandantin Unohana zustimmen würde, diesen Monat noch einmal zu gehen?"

"Ahem, na ja - die Vierte ist im Moment ziemlich beschäftigt", erwiderte Sasakibe. "Offenbar hatte die Elfte Kompanie eine ihrer berüchtigten Trainingseinheiten..."

Yamamoto zuckte bei dem Gedanken zusammen, wie beschäftigt die Vierte dadurch sein würde und wie Unohanas Reaktion ausfiele, wenn er sie bat in der jetzigen Situation zu gehen. "Sag nichts weiter", seufzte er. Nein, Retsu würde es nicht mögen wenn er sie fragte, ob sie seinen Enkelsohn zum Badehaus begleiten würde. Ebenso wenig Byakuya Kuchiki, der im nächsten Monat gehen würde und Ichigo würde ihn dann auch begleiten müssen. Während Kommandant Kuchiki gehen würde, da er es als seine Pflicht betrachten würde den jüngeren Kommandanten zu unterrichten - der auch sein Schwager war, wäre er nicht froh darüber, zwei Monate hintereinander gehen zu müssen und würde möglicherweise Fehler sehen, wo keine waren. Das Problem war, dass Ichigo mindestens drei Mal mit einem anderen Kommandanten gemeinsam gehen sollte, ehe er wusste was von ihm erwartet wurde und allein gehen konnte. Der Generalkommandant überdachte das Problem und welcher der Kommandanten ihm für diese Inspektion zur Verfügung standen. Yamamoto dachte auch über die Beziehungen seines Enkelsohns mit denselben Kommandanten nach. Eine weitere Möglichkeit: In der Welt der Lebenden um Hilfe bitten. Alle der Vizards hatten dies in ihrer Zeit als Kommandanten getan, genau wie Yoruichi, also sollten sie alle mit dem Ablauf vertraut sein...

"Sende alle Akten, die ich markiert habe, zum Durchsehen an Ichigo", wies Yamamoto seinen Stellvertreter an. "Und lass dann Kommandant Ichimaru umgehend zu mir kommen."

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Ichigo seufzte und legte seinen Stift beiseite als er die letzten Schreibarbeiten erledigt hatte. Nachdem er drei Jahre lang in Hogwarts gezwungen gewesen war, einen Federkiel zu benutzen, hatte er ein Machtwort gesprochen und einen großen Vorrat Stifte gekauft, als er das letzte Mal in Karakura gewesen war, um seine Freunde und Karin zu besuchen. Momo und Cedric hatten beide mehrere Schachteln geklaut als sie sahen, wie schnell er damit seine Arbeit erledigen konnte. Zwei weitere Schachteln standen der Allgemeinheit in der Fünften Kompanie zur Verfügung, aber er war sich sicher, dass mehrere Beine bekommen hatten und davon gewandert und nie zurückgekommen waren (und er meinte das im übertragenen und nicht im wörtlichen Sinn - obwohl auch das im Bereich des Möglichen war). Momo hatte sich beschwert, dass Nemu ihren beim letzten Treffen der SWA gestohlen hätte, wobei sie Matsumoto zuvor gekommen war. Er wusste, dass Rukia sie auch immer mitgehen ließ. Natürlich würde die Hölle los sein, wenn ihrer Beine bekam: Alle ihre Stifte hatten Chappy-Motive, also würde jeder, der mit einem Chappy-Stift gesehen wurde der Vierten Division wegen schwerer Erfrierungen einen Besuch abstatten müssen.

Er sah auf, als Momo das Büro mit mehreren Akten in der Hand betrat.

"Mehr Schreibkram?" ächzte Ichigo, als er das sah.

"Ja und nein", erwiderte sie und legte die Akten auf seinen Schreibtisch. "Der Generalkommandant hat dir diese zum Durchsehen geschickt. Er will, dich sehen, sobald du damit durch bist."

Neugierig geworden sah sich Ichigo den Namen auf der Akte an. "Yubabas Badehaus? Was ist das?"

"Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich weiß, dass Aizen einmal im Jahr dorthin gegangen ist, solange er Kommandant war", erwiderte sie. "Also habe ich die Akten geprüft und herausgeholt, was vorhanden war. Es scheinen - Inspektionsberichte zu sein. Ich bin auch das Archiv durchgegangen und es gibt schon Inspektionsberichte aus der Zeit, als Shinji noch Kommandant war."

"Inspektionen?" Ichigo blinzelte sie an. Warum zur Hölle sollten sie ein Badehaus inspizieren? Da seine Neugierde geweckt war, öffnete er die erste Akte und fing an zu lesen.

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Yubaba hatte schlechte Laune. Sie konnte nicht glauben, dass sie nachgegeben und diesem Kind Arbeit gegeben hatte! Was in aller Welt hatte sie sich gedacht? Sie musste den Verstand verloren haben! Alles was sie jetzt tun konnte war zu hoffen, dass das Balg kläglich versagte und Yubaba sie in ein Ferkel verwandeln konnte und das war's dann.

Sie klopfte erregt mit den Fingern auf ihren Schreibtisch, da sie das Gefühl hatte, dass sie etwas wichtiges vergessen hatte; etwas sehr, sehr wichtiges. Ihr Blick schweifte zu dem Kalender und sie starrte ihn aufgeregt an während sie versuchte sich daran zu erinnern, was sie vergessen hatte... morgen war eingekreist. Tatsächlich war der Tag nicht eingekreist - um ihn war ein schwarzes Dreieck gezeichnet. Ein schwarzes Dreieck.

Yubaba blinzelte mit wachsender Furcht darauf, während sie darauf starrte und die Erkenntnis in ihr wuchs. Ihre Augen wurden groß und sie tastete mit zitternder Hand nach einem Klingelzug und als sie ihn ergriffen hatte, zog sie heftig daran. Ein lautes Hupen erklang, was alle Angestellten des Badehauses dazu brachte, mit Schreck und einiger Sorge herbei zu huschen. Sie versammelten sich alle unter einem Laufgang und warteten nervös darauf, dass die Chefin kam und ihnen sagte, was der Notfall war.

Yubaba eilte hinunter und kam zum Stillstand, wo sie auf alle hinunter starrte.

"Heute Abend wird das Badehaus seine Tore nicht fürs Geschäft öffnen", kündigte sie leicht außer Atem an. "Der Zug und die Fähre haben bereits Nachricht erhalten. Am heutigen Tag und Abend müssen wir diesen Ort von oben bis unten schrubben! Er muss glänzen! Funkeln! Ich will nirgendwo ein Stäubchen Dreck sehen!
Morgen ist Inspektionstag!"

Das Badehaus verwandelte sich plötzlich in einen Bienenstock aufgeregter, nervöser Aktivität, als alle Bediensteten zu den ihnen zugewiesenen Aufgaben hetzten von denen einige erst im Kreis herumliefen, weil sie beim Wort 'Inspektion' in Panik gerieten.

"Sen, komm mit mir!"

Ein zehn Jahre altes Mädchen hatte Mühe, mit der Frau Schritt zu halten, die sie gerade gerufen hatte, während sie sich durch den Mob aufgeregter, schwatzender Arbeiter schlängelte, die sie umgestoßen hätten, wäre sie ihnen nicht ausgewichen.

"Komm schon, halt Schritt!"

"Lin, was ist eine Inspektion?" Sie keuchte, als sie anhielt.

"Einmal im Monat kommt ein Kommandant aus der Soul Society her um sicherzustellen, dass wir die Regeln einhalten", erklärte Lin, während sie zwei Eimer mit Seifenwasser füllte. "Hier - du machst die Geländer, ich mache die Treppen."

"Was ist die 'Soul Society'?" fragte sie, während sie sich an die Arbeit machte.

"Das Leben nach dem Tod, ist schätze ich die beste Beschreibung", erwiderte Lin stirnrunzelnd, während sie auf die Treppe herunter sah, die sie schrubbte. "Shinigami sind das Militär, Friedenswächter, Hüter der Seelen die hinüber wechseln und sie beschützen die Lebenden und die Toten vor Hollows."

"Hollows?"

"Seelen, die nicht innerhalb einer bestimmten Zeit hinüber wechseln, werden zu Hollows - mörderische, geistlose Wesen, die sich von den Seelen anderer ernähren. Shinigami läutern sie und senden sie auf ihren Weg. Die mächtigsten Shinigami werden Kommandanten - und jeden Monat kommt ein anderer Kommandant her, um das Badehaus zu inspizieren und sicherzustellen, dass die Siegel und Schutzzauber richtig platziert sind, die wir brauchen damit wir keine Hollows anziehen."

"Sind Hollows wirklich so gefährlich?" fragte Sen, die eine Pause beim Saubermachen einlegte.

"Na ja, sie verschlingen Seelen, um stärker zu werden. Je stärker die Seele, desto schmackhafter ist sie für einen Hollow. Und alle Geister, die hierher kommen, sind normalerweise stark", erwiderte Lin grimmig. "Das wird Yubaba den ganzen Tag machen - alle Siegel und Schutzzauber prüfen um sicherzustellen, dass sie stark genug sind."

"Und wenn sie nicht mit dem zufrieden sind, was sie finden?"

"Ein Bußgeld in Höhe einer Monatseinnahme und sie wird vor den Generalkommandanten selbst gezerrt - wie ich gehört habe, ist er ein grimmiger alter Drache. Der Mann am Boiler hat mir erzählt, dass sie ihm schon einmal gegenübertreten musste und sie kam zurück, plappernd wie eine Idiotin. Das will sie nicht noch einmal tun."

Sen schluckte und fing an, fester zu schrubben. Hollows klangen fürchterlich und schrecklich und sie wollte nie einen sehen, vor allem bei den Beschreibungen, die Lin ihr von ihnen gab.

Der Generalkommandant jedoch, klang viel, viel schlimmer.

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Ichigo stand mit einem finsteren Blick vor Yamamoto. Er hatte alles in den Akten gelesen, die Momo herausgesucht hatte - die sogar bis in die Zeit zurück gingen, als Shinji noch die Fünfte Kompanie geführt hatte. Der Gedanke, dass er ein verdammtes Badehaus für spirituelle Außenseiter inspizieren musste, ärgerte ihn höllisch und er konnte ebenfalls ein wenig Gereiztheit von Gin spüren. Aber der Kommandant der Dritten Kompanie schaffte es, dies unter seinem üblichen Grinsen zu verbergen.

"Ihr werdet bei Tagesanbruch aufbrechen; Kommandant Ichimaru kennt den Weg", befahl Yamamoto. "Du wirst außerdem die nächsten drei Kommandanten im Turnus begleiten: das wären Kommandant Kuchiki, Kommandant Komamura und Kommandant Kyoraku - um sicherzustellen, dass du mit dem Verfahren vertraut bist. Nächstes Jahr wirst du allein gehen."

"Morgen?" fragte Ichigo überrascht. "So bald?"

"Gibt es mit morgen ein Problem, Kommandant?" fragte der Generalkommandant, der die Augen leicht öffnete, um ihn anzusehen.

Ichigo seufzte innerlich. Er dachte nicht, dass sein Großvater seine Antwort akzeptieren würde. "Ah - nein, Sir."

"Nun denn, ihr bereitet euch besser vor", befahl Yamamoto und ließ sie wegtreten.

Ichigo zog eine Grimasse. "Wenigstens ist es nur einmal im Jahr", raunte er Gin zu, als sie gingen.

"Es sei denn, du bildest jemanden aus, dann hast du Glück und darfst mehr als einmal gehen."

"Sorry", Ichigo warf seinem Freund einen entschuldigenden Blick zu.

Gin zuckte die Schultern. "Mach dir deswegen keine Sorgen. Ernsthaft, die Einzigen, mit denen ich dich lieber das erste Mal gehen sehen würde, sind der Vizekommandant der Ersten und Kommandant Ukitake."

Ichigo zog leicht die Stirn kraus. "Was sind die Voraussetzungen dafür, zu gehen? Der Kommandanten-Rang?"

"Bankai. Renji ist ein paar Mal eingesprungen, aber da er der einzige Vizekommandant mit Bankai war, von dem wir wussten -"

"Ikkaku und seine Geheimnisse", murmelte Ichigo. Nun, dieses Geheimnis war aus dem Sack - Kenpachi hatte es ausgeplaudert, nachdem er seinem Dritten Rangoffizier befohlen hatte, "verdammt nochmal seine ganze Kraft zu benutzen und aufzuhören so ein Weichei zu sein."

"Genau. Er und der der Ersten sind die Einzigen. Und der der Ersten übernimmt immer die Inspektionen der Ersten Kompanie für Yamamoto."

"Ich frage mich..." sinnierte Ichigo, "ob Magie ein ausreichender Ersatz für ein Bankai wäre."

Gin warf ihm einen langen, abschätzenden Blick zu.

"Das ist ein Gedanke. Es würde uns zwei zusätzliche Inspektoren bescheren, vor allem da Kommandant Ukitake es nicht immer schafft. Und der Generalkommandant möchte nicht, dass die Zehnte schon Inspektionen durchführt."

Ichigo hustete, um sein Lachen zu verbergen. "Ich bin mir sicher, dass Toshiro das gefällt."

Gin feixte. "Natürlich nicht. Hoffentlich schaffe ich es bald, dass Ran-chan ihres erreicht, dann haben wir noch jemanden mehr."

"Rangiku? Wirklich?" Ichigo war überrascht, da er wusste, dass ihr Zanpakuto eher faul war. Er würde mit seinem Großvater darüber sprechen müssen, Magie als Ersatz zuzulassen, da es nicht so schien, als würde Momo ihres in nächster Zeit erreichen. Sie hatte einfach nicht das Reiatsu dafür. Cedric hingegen...

"Dir ist nicht klar was passiert ist - als du den Hogyoku auf diese Art zerstört hast, kehrte all das gestohlene Reiatsu zu seinen ursprünglichen Besitzern zurück, falls sie noch gelebt haben, also hat Rangiku ihres zurück erhalten. Sie ist jetzt stark genug, um es zu erreichen."

"Da bin ich froh", sagte Ichigo leise. Gin hatte ihm und dem Generalkommandanten erzählt, warum er sich Aizen angeschlossen hatte. Deswegen fühlten die beiden eine derart starke Verbindung miteinander - es war etwas, das Ichigo ohne zu zögern getan hätte, wäre es Rukia gewesen, die auf dieselbe Art angegriffen worden wäre wie Rangiku.

Und er hatte auch nicht gezögert das zu sagen, als Yamamoto das Thema zur Sprache gebracht hatte, Gin seinen Titel zurückzugeben. Tatsächlich hatte er deswegen mit Soifon zur allgemeinen Belustigung Nase an Nase eine Auseinandersetzung gehabt, während Matsumoto ihn vollgeheult und patschnass gemacht hatte.

"Er ist ein Verräter und sollte hingerichtet werden!" hatte Soifon geschrien.

"Warum? Weil er sich nicht an die Regeln gehalten hat?" hatte Ichigo zurückgeschossen.

"Ja!" sie war beinahe auf ihn losgegangen und nur wenige Zentimeter vor ihm stehengeblieben.

"Na, zu verdammt schade!" er hatte wütend auf sie herunter gestarrt. "Ich hätte dasselbe getan - zur Hölle, sogar noch mehr - wenn es Rukia gewesen wäre."

"Wir alle wissen, was du für das Kuchiki-Mädchen zu tun bereit bist, Kurosaki. Du bist nichts weiter, als ein Liebeskranker -"

"Achten Sie auf Ihre Worte, Kommandantin Soifon", war Byakuya ihr in kühlem Ton ins Wort gefallen, "und denken Sie darüber nach, was Sie getan hätten, wenn das Opfer Yoruichi Shihoin gewesen wäre." Seine Worte hatten das eine oder andere Kichern hervorgerufen - da alle das Ausmaß der Heldenverehrung kannten, die Soifon ihrer Vorgängerin entgegen brachte.

"Genug", Yamamoto hatte seinen Stock auf den Boden gestoßen und den Streit beendet, obwohl er nach seinem Gesichtsausdruck zu schließen, die Szene sehr genossen hatte. "Sollen wir darüber abstimmen?"

Von diesem Zeitpunkt an war Gin sehr herzlich zu Ichigo gewesen und die beiden waren mit der Zeit Freunde geworden.

"Ruh dich etwas aus - ich treffe dich bei Tagesanbruch am Tor." Er hielt inne, als er im Gehen begriffen war. "Wenn wir das schnell genug hinter uns bringen, bist du hoffentlich rechtzeitig zurück, um Rukia-chan zu eurem Jahrestag auszuführen. Ich bin überrascht, dass der Generalkommandant vergessen hat, dass das morgen ist."

Ichigo bekam einen kränklichen Gesichtsausdruck und ging zu seiner Division zurück um Momo und Cedric darüber zu informieren, dass er den größten Teil, wenn nicht sogar den ganzen nächsten Tag weg sein würde.

Und danach musste er es immer noch seiner Frau sagen...

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"Sen, wach auf. Wach auf, Sen", Lin schüttelte ihre junge Freundin am nächsten Morgen, bis sie wach war.

"Eh?" Sen blinzelte aus trüben Augen zu ihr hoch. "Ist es schon Morgen?"

"Ja, wir müssen uns fertig machen, frühstücken und dafür vorbereitet sein, wenn sie eintreffen."

Sen gähnte. "Oh, richtig."

Alle waren angespannt und es brauchte nicht viel, um einen Streit auszulösen. Nerven lagen blank und die Arbeiter in Yubabas Badehaus zappelten herum und beobachteten dauernd das Gebiet, in dem sich die Tore öffnen sollten.

Endlich war es ein Froschgeist, der Alarm schlug. Er war aus dem einfachen Grund als Wache aufgestellt worden, dass er in der Lage war, ihre Ankunft ein paar Minuten im Voraus zu entdecken.

Während Sen zusah, erschien eine Garnitur leuchtender Türen und zwei schwarze Schmetterlinge flatterten heraus, die von zwei Männern gefolgt wurden, von denen einer silbernes und der andere leuchtend orangefarbenes Haar hatte.

Lin keuchte und ein Raunen ging durch die Menge, während Sen den jüngeren Mann, den mit den orangefarbenen Haaren, mit großen Augen anstarrte.

Nein, dachte sie. Das konnte nicht sein -

"Ichigo?" hauchte sie.

"Was murmelst du?"

"Der mit den orangefarbenen Haaren - ich kenne ihn -"

Lin machte sich darüber lustig. "Woher kannst du einen Kommandanten kennen?"

"Ich sage dir: Ich habe in der selben Straße ihm gegenüber gewohnt. Seine Schwester Yuzu war mein Babysitter - sein Name ist Ichigo. Ichigo Kurosaki."

Lin warf ihr einen zweifelnden Blick zu, drehte sich aber um, um zu hören was gesagt wurde, sobald die beiden Kommandanten Yubaba erreicht hatten, die sich tief vor den beiden Kommandanten verbeugte.

"Kommandant Ichimaru, ich hatte nicht erwartet, Sie so bald wieder zu sehen", sagte sie. Bei dem Tonfall, den sie verwendete, wurden Augen verdreht, und nach dem flüchtigen Gesichtsausdruck des Kommandanten mit den orangefarbenen Haaren zu urteilen, wurde er davon nicht getäuscht.

Kommandant Ichimaru wedelte nachlässig mit einer Hand. "Ah, wir haben einen neuen Kommandanten in der Fünften Kompanie und natürlich bedeutet das, dass einer von uns das Verfahren Schritt für Schritt mit ihm durchgehen muss."

"Oh, natürlich!" Yubaba wandte sich dem finster drein schauenden jungen Mann zu. "Ich bin Yubaba, die Inhaberin und Eigentümerin dieses Etablissements."

"Ichigo Kurosaki", war die brüske Antwort.

Lin und mehrere andere um Sen herum, die gehört hatten, was sie über den Bruder ihrer Babysitterin gesagt hatten, keuchten, während Yubaba sich noch tiefer verbeugte.

"Es ist eine Ehre, den Helden des Winterkrieges und den Retter der Geisterwelt zu treffen!"

Einen Moment lang sah Kurosaki aus, als hätte er etwas besonders Widerwärtiges gegessen, als er einen Blick mit seinem Begleiter wechselte, ehe die beiden Yubaba ins Badehaus folgten.

Sen sah ihnen nach, von einem plötzlichen Gefühl der Traurigkeit überwältigt. "Das bedeutet, dass er tot ist, nicht wahr?" sagte sie und spürte, wie ihr eine Träne über das Gesicht lief, während sie sich wieder Lin zuwandte. Einige der Arbeiter, die davon begeistert gewesen waren, einen Helden in ihrer Mitte zu haben, wurden still, als sie hörten, was sie sagte.

"Oh Sen", flüsterte Lin und nahm das Mädchen in die Arme, um sie zu trösten. Ein paar der anderen flüsterten dem Mädchen tröstende Worte zu, das schnell ihre Zuneigung gewonnen hatte, obwohl sie ein Mensch war.

"Sein Vater war ein Shinigami, seine Mutter eine Hexe", unterbrach sie eine neue Stimme.

Sen blickte hinter sich. "Haku!" Einige der anderen sahen ihn nachtragend an und gingen. Haku war bei den Arbeitern des Badehauses nicht gerade beliebt und trotz Lins Warnungen, sich von ihm fern zu halten, suchte Sen ihn ständig auf, da er der erste gewesen war, der ihr geholfen hatte.

"Er wurde als ein Geisterwesen geboren und einer ihre Wissenschaftler hat ihn in einen speziellen Körper gesteckt, der ihn vollständig in einen Menschen verwandelt hat", fuhr Haku fort, der die Reaktion der anderen Arbeiter ignorierte. "Als er fünfzehn Jahre alt war, erlangte er die Fähigkeit, seine Shinigami-Kräfte einzusetzen und als er siebzehn war, fing er an eine Schule für Hexerei und Zauberei in England zu besuchen - das Erbe seiner Mutter. Während er dort lernte, wurde ihm angeboten, Kommandant der Fünften Kompanie zu werden - was er beschloss anzunehmen."

"Woher weißt du das alles?" verlangte Lin argwöhnisch zu wissen.

"Mir wurde befohlen, Nachforschungen über den Krieg anzustellen, und ich fand ihn - interessant", erwiderte Haku, der den Blick abwendete.

"Was ist dieser - Krieg - von dem ihr dauernd redet?" Sen schaute zwischen den beiden hin und her.

Haku runzelte die Stirn. "Drei Kommandanten der Soul Society haben die anderen verraten, allerdings war einer von ihnen ein Doppelagent - Kommandant Ichimaru. Ihr Anführer, Sosuke Aizen, der ehemalige Anführer der Fünften Kompanie, wollte den Seelenkönig stürzen. Ichigo Kurosaki war der einzige, der mächtig genug war, um ihn aufzuhalten."

Sen hatte Schwierigkeiten damit, ihren alten Nachbarn als eine Art unschlagbares Kraftpaket zu sehen. Zugegeben, er war seit sie ihn kannte in Kämpfe verwickelt worden, aber dennoch - er war nur was, zwanzig Jahre alt oder so?

"Sen, denkst du, dass er sich an dich erinnern würde?" fragte Lin sie.

"Ich weiß nicht; seine Schwestern haben sich immer darüber beschwert, dass er fürchterlich mit Gesichtern und Namen wäre."

"Es spielt keine Rolle; sie ist ein Mensch. Und das ist gegen die Regeln", sagte Haku im Flüsterton. "Sobald sie sie sehen, wird Yubaba eine Menge Ärger haben. Die Wahrheit wird herauskommen."

"Sie werden Sen nichts tun?" fragte Lin, die Hakus Absichten immer noch nicht traute.

Haku schüttelte den Kopf. "Kurosaki? Wenn auch nur ein Bruchteil dessen, was ich über ihn gehört habe, der Wahrheit entspricht, würde er diesen Ort dem Erdboden gleich machen, ehe er zulässt, dass jemand ihr weh tut, egal ob er sich an sie erinnert oder nicht."

Sie beschlossen dann, dass Lin Sen hinunter zu Kamaji in den Boilerraum bringen sollte, wo sie warten sollte, da Yubaba die Kommandanten niemals dorthin begleitete und dies immer Haku überließ. Sie hasste es, zu den Boilern hinunter zu gehen und übergab sie zu diesem Zeitpunkt immer jemand anderem. Kamaji hatte genickt als Lin ihn gefragt hatte, ob das stimmte. Den Tag, an dem Yubaba in seinem Boilerraum auftauchte, musste man sich im Kalender anstreichen. Also musste Sen jetzt nur warten...