Vorbemerkung der Autorin:
Sorry, dass es so lange gedauert hat, das für euch zu veröffentlichen, aber es ist ein wenig lang geworden und ich wollte es einkürzen. Oh, und was den Zeitrahmen hierfür angeht - es ist ungefähr ein Jahr nachdem die Ereignisse in Buch drei voraussichtlich zu Ende sind. [...]
Vorbemerkung der Übersetzerin:
Ich leeebe... Sorry für die lange Wartezeit. Irgendwie konnte ich mich nicht dazu aufraffen, mich an den Rechner zu setzen.
Ich hoffe, dass ihr alle gesund seid und bleibt. Corona wird uns offensichtlich noch etwas länger begleiten, wenn ich mir so die Ereignisse zu Pfingsten und in Göttingen ansehe...
Hier kommt also die Fortsetzung von Kapitel 4.
In den eckigen Klammern [...] stand etwas, das nicht mehr relevant ist.
Das Original findet ihr unter "www(x)fanfiction(x)net / s /9304595 /1 /Tales-of-Bleachy-the-Bard". Ersetzt einfach (X) durch einen Punkt und lasst die Leerzeichen weg...
Kapitel 5
Ichigo schrie beinahe vor Langeweile. Er fühlte sich, als wäre es produktiver gewesen, hätten sie ihn einfach nur von Gin führen und ihm alles zeigen lassen, was er wissen musste, statt zuzulassen, dass die alte Hexe versuchte, ihn zu verwirren. Mehr als einmal wies Gin auf etwas hin, das sie ausgelassen hatte, von dem sie gehofft hatte, dass sie sie dazu bringen könnte, es zu übersehen. Wann immer das passierte, murmelte Yubaba überhaupt nicht erfreut vor sich hin.
Es bestand keine Hoffnung; Gin war viel zu gründlich, um sie mit irgend etwas durchkommen zu lassen. Es gab nur eine Handvoll Kommandanten, die genauso gewissenhaft wären: Soifon, aber die war analfixiert; Unohana, der nie etwas entging, aber Ichigos Verhältnis zu ihr stand gegenwärtig auf wackligen Füßen und sie ließ ihn sich ihr nähern, wenn er soweit war; und Byakuya, weil es Teil der Aufgabe war. Und er war analfixiert. Zur Hölle, wahrscheinlich ging er hier mit einem weißen Handschuh durch. Bei dem Gedanken daran fing er an, sich vor dem Besuch nächsten Monat bei seinem Schwager zu grauen.
Ichigo seufzte beinahe vor Erleichterung, als sie die beiden an einen ihrer 'Gehilfen' weitergab - ein Wesen - Ichigo sah davon ab, ihn einen Jungen zu nennen, obwohl er altersmäßig jünger zu sein schien als Toshiro - namens Haku.
Etwas an Hakus Reiatsu wirkte sehr - vertraut, obwohl sich Ichigo sicher war, dass er den Jungen noch nie zuvor gesehen hatte. Es war - Ichigos bestmögliche Beschreibung war, dass es wässrig war. In gewisser Weise erinnerte es ihn an Toshiros, nur nicht so kalt.
Während sie hinter ihm her gingen, studierte Ichigo den dunkelhaarigen - irgendetwas, der sie zum Boilerraum hinunter führte und gleichzeitig geschickt Gins Bemerkungen abwehrte, der ihn sehr offensichtlich kannte.
"Noch keine Erinnerungen?" fragte Gin plötzlich während sie eine lange dunkle Treppenflucht hinunter gingen.
Haku warf einen Blick zum Kommandanten der Dritten Kompanie zurück. "Nein."
"Was?" Ichigo sah von einem zum anderen, da er nicht begriff, worauf sie sich bezogen.
"Haku kann sich nicht daran erinnern, wer er ist - oder wo er her kommt." Gin runzelte die Stirn. "Obwohl ich hier ein neues 'aber' fühle, das ich vorher noch nicht gehört habe."
"Amnesie?" fragte Ichigo neugierig.
"Nicht - ganz", sagte Haku langsam.
Ichigo runzelte die Stirn. Genau wie Gin hörte er viel mehr in dieser Aussage als das, was Haku sagte. "Nun, dein Reiatsu fühlt sich irgendwie vertraut an, obwohl ich mir sicher bin, dass wir uns nie begegnet sind." Ichigo sah Gin an. "Kannst du es fühlen? Wie ähnlich es dem von Toshiro ist?"
Gin runzelte die Stirn. "Jetzt wo du es sagst, ja - ich sehe, was du meinst. Es ist, als hätte es dieselbe Basis..."
"Wasser, aber nicht Eis oder Schnee. Und sein Name - er ist nur - irgendwie einfach nicht richtig."
Haku blieb abrupt stehen und starrte Ichigo an. "Was?" fragte er verblüfft. Nicht richtig? Was sagte er da?
Ichigo seufzte. "Dein Name - er stimmt, aber - nicht ganz. Als ob ein Teil davon fehlt."
"Fehlt... oder gestohlen wurde..." murmelte Haku stirnrunzelnd bei sich. Beide Shinigami starrten ihn neugierig an und Haku erklärte, wie Yubabas Verträge funktionierten.
"Wenn dich nicht jemand an deinen Namen erinnert, oder du etwas hast, das dich an ihn erinnert, vergisst du ihn sehr schnell."
Gin und Ichigo wechselten einen schnellen Blick, Ichigo zeigte einen fragenden Gesichtsausdruck. Gin schüttelte knapp den Kopf und zuckte die Achseln: Nein, das war ihm nicht bewusst gewesen. Das war das erste Mal, dass er davon hörte. Wenn es ihm nicht bekannt war - dann hatte Yamamoto auch keine Kenntnis davon. Gin wusste, dass Ichigo auch Informationen erhielt, die der Rest von ihnen nicht bekam, als Teil seiner Ausbildung beim Generalkommandanten als Vorbereitung dafür, sein Nachfolger zu werden. Eine solche Information wäre in dem Paket gewesen, dass Yamamoto ihm über das Badehaus zum Durchsehen gegeben hatte, oder es wäre ihm unter vier Augen gesagt worden. Allerdings - sein Gesichtsausdruck sagte etwas anderes.
Inzwischen hatte Haku seinen Weg fortgesetzt und eine Tür erreicht.
"Der Boilerraum", sagte er zu Ichigo. "Hier wird das ganze Badewasser erhitzt." Er erklärte dann wie das System funktionierte, wie die speziellen Wasser für die Kunden bestellt und nach oben in die Bäder geschickt wurden.
Der Boiler war aus, da er nicht gebraucht wurde, aber er wurde warm gehalten, damit er ohne viel Aufwand wieder in Gang gebracht werden konnte. Der Boilermann - Kamaji - war sicher nicht der seltsamste Geist, den Ichigo jemals gesehen hatte, obwohl er ihn an eine Spinne erinnerte. Kamaji würde mit Sicherheit Ron Weasley dazu bringen, sich irgendwo unter einem Bett zu verstecken, dachte er. Im Raum war ebenfalls ein Mädchen anwesend, das in einer Ecke stand und sie aus großen Augen beobachtete.
Sie kam ihm auch flüchtig bekannt vor.
Gins normales Lächeln - das im Allgemeinen den Leuten Angst machte - verschwand plötzlich als er die Hand ausstreckte und Hakus Hemd ergriff.
"Okay - was zur Hölle geht hier vor?" verlangte er zu wissen und Ichigo schnappte eine Spur von Zorn in seiner Stimme auf. "Das Mädchen ist ein Mensch - ein lebendiger!"
Haku rutschte aus Gins Griff. "Ich weiß - darum ist sie hier unten - es war der einzige sichere Ort für sie, wo sie mit euch reden kann, ohne dass Yubaba sie dabei erwischt."
Gin und Ichigo zogen beide dabei ein finsteres Gesicht. Die Situation wurde plötzlich äußerst kompliziert. Vielleicht war es gut, dass Byakuya diesen Monat nicht mitgekommen war - inzwischen hätte er wahrscheinlich Senbonzakura gezogen und alle würde vor Blütenblättern fliehen.
"Was geht hier vor, das so viel Geheimhaltung erfordert?" fragte Ichigo mit einem finsteren Blick.
Das Mädchen bewegte sich zentimeterweise vorwärts, die Augen auf Ichigo gerichtet. "Meine Eltern..." wisperte sie und atmete dann tief ein. "Yubaba hat sie in Schweine verwandelt."
"Schweine?" Ichigos Augenbrauen hoben sich. Er sah zu Gin herüber, der die Stirn runzelte.
"Vielleicht fängst du am besten am Anfang an", riet Gin.
Gemeinsam erzählten Haku, Sen - deren Name tatsächlich Chihiro war - Kamaji und die Frau Lin, die besorgt um die Ecke gespäht hatte, bis Gin sie aus ihrem Versteck gezogen hatte, die ganze Geschichte. Wie Chihiro und ihre Eltern (nun ja, ihr idiotischer Vater - etwas, das Ichigo ganz sicher nachfühlen konnte) sich beim Umzug verirrt hatten und über einen leeren Markt gestolpert waren, wo ihre Eltern im Anschluss in Schweine verwandelt worden waren.
"Verstehe..." sagte Ichigo grimmig, nachdem er die ganze Geschichte gehört hatte. Er war von Anfang an nicht von Yubaba begeistert gewesen - jetzt mochte er sie noch weniger.
"Es ist schlimmer als das", sagte Kamaji.
"Schlimmer?" Gin drehte sich zu dem Boilermann um und warf ihm einen Blick zu, der fragte, wie es überhaupt noch schlimmer werden konnte.
"Sie sind nicht die ersten - und wahrscheinlich nicht die letzten."
Die beiden Shinigami starrten ihn an. Ichigo bekam langsam das Gefühl, dass er den ganzen Ort einfach niederreißen und allen den Ärger ersparen sollte.
"Und was - macht sie - mit diesen Schweinen?" fragte Gin, der die Augen geöffnet hatte.
"Nun ja..." druckste unsicher herum. "Einige werden - zur Zucht benutzt."
"Igitt! Du meinst, ich könnte Halbgeschwister haben, die SCHWEINE sind?!" kreischte Chihiro beinahe. Haku legte ihr eine Hand auf die Schulter in dem Versuch, sie zu trösten und zu beruhigen.
"Aber - na ja - es gibt einen Grund, warum einige von uns kein Schweinefleisch essen."
Chihiro und beide Shinigami starrten Lin an; Gin runzelte wieder die Stirn, Ichigo zog ein wild-finsteres Gesicht und Chihiro drehte jetzt wirklich durch.
"SIE WERDEN MEINE ELTERN ESSEN?" ihre Stimme wurde lauter. "Was ist, wenn sie das schon getan haben? Was ist -"
Haku drehte sie um, legte ihr die Hände auf die Schultern und starrte ihr in die Augen, was sie beruhigte. "Chihiro - beruhige dich", sagte er zu ihr. "Es geht ihnen gut. Sie haben letzte Nacht keine Schweine getötet."
"Bist du sicher?"
"Absolut, ich habe sie im Auge behalten", versicherte er ihr.
Ichigo beobachtete die beiden genau. Es gab dort ein Band, eins das tiefer ging als die Tatsache, dass Haku der erste gewesen war, der das Mädchen gefunden und ihr geholfen hatte. Und trotz der Vertrautheit des Reiatsus war da noch etwas darunter, als ob...
"Du bist ein Gestaltwandler", sagte Ichigo plötzlich, dessen Augen sich misstrauisch verengten, als er begriff, was das Fundament des Reiatsus war - eine teilweise Ähnlichkeit mit sowohl Yoruichi als auch Professor McGonagall.
Haku warf ihm einen Blick zu. "Nicht wirklich."
"Zeig's ihm, Haku", drängte Chihiro.
Haku seufzte und ehe Ichigo blinzeln konnte, war die Gestalt des Jungen verschwunden und durch einen Drachen ersetzt worden. Kein Gestaltwandler, huh? Genau...
"Hm", Gin legte den Kopf schief. "Das ist also dein Geheimnis."
Der Drachenkopf neigte sich einmal. In dieser Gestalt war das Reiatsu des Drachen sogar noch vertrauter und dem von Toshiro ähnlicher. Ichigo wusste, dass er ihm schon einmal begegnet war, konnte aber nicht genau sagen warum...
"Ichigo", fragte Gin plötzlich. "Denkst du, dass du den Zauber auf den Schweinen aufheben könntest?"
"Eh?" Ichigo sah Gin an, aus seinen Gedanken aufgeschreckt. "Na ja, es kommt darauf an, was für ein Zauber verwendet wurde, aber ich kann's mal probieren. Wenn es nicht funktioniert, kann ich Yubaba immer noch in ein Kaninchen verwandeln - oder in einen Nacktmull."
Gin schnaubte vor Lachen; er hatte von dem Nacktmull-Vorfall gehört, Toshiro hatte es Matsumoto erzählt, die es ihm berichtet hatte. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal so heftig gelacht hatte.
"Ich bin mir sicher, dass es eine heilsame Lektion sein wird, dem Alten Mann in so einem - verwundbaren Zustand - entgegenzutreten", erwiderte er endlich. Gin warf Chihiro einen Seitenblick zu, die Ichigo mit beinahe ehrfurchtsvollen Blicken ansah, die seinen jungen Freund offensichtlich verwirrten, da er immer wieder zu ihr hinüber sah... bis Ichigo endlich mit den Fingern schnippte.
"Hello Kitty."
"Was?" klang ein Chor verblüffter Stimmen, außer der von Chihiro, die glücklich genickt hatte.
"Sie hatte ein rosa Hello Kitty-Fahrrad - hat in Karakura gegenüber von uns gewohnt. Yuzu hat auf sie aufgepasst."
"Ja! Und du und Tatsuki-san -"
"Ja, ich erinnere mich. Wir haben diese Jungs verjagt, die versucht haben, dein Fahrrad zu stehlen. Sie haben es aus reiner Bosheit beschädigt", nickte er.
"Aber ihr habt es repariert."
"Ah... na ja, bis dahin hatten wir ein bisschen Erfahrung damit, Fahrräder zusammenzubauen und zu reparieren. Meine beiden Schwestern, ihr Cousin, und wir haben auch eins für Orihime zusammengebaut", er zuckte die Achseln. "Deines zu reparieren war keine große Sache." Seine Augen verengten sich leicht, da Haku sich inzwischen wieder in seine menschliche Gestalt zurückverwandelt hatte. "Also, woher kennt ihr zwei euch?"
"Ich weiß nicht -"
"Wir haben uns gerade kennengelernt -"
Die beiden sprachen gleichzeitig, was Ichigo seufzen ließ. "Es besteht bereits eine Verbindung Chihiro, die sich nicht innerhalb eines Tages bildet..."
"Wirklich?" sagte Gin im Flüsterton und sprach dabei eindeutig über Ichigo und Rukia. Ichigo beschloss, ihn für den Augenblick zu ignorieren.
"Selbst ich kann es spüren", fuhr er fort, als ob sein Freund nichts gesagt hätte.
"Es ist da", stimmte Gin ihm zu.
"Ich weiß, dass ich sie bereits seit langer Zeit kenne, aber - ich weiß nicht woher", erwiderte Haku, dem man ein wenig Frust anhören konnte.
"Ich - kann ein paar dieser Erinnerungen herausziehen, wenn du willst", sagte Ichigo langsam. "Aber - es wäre besser, wenn ich das bei Chihiro mache. Ich kenne sie bereits und ihre Erinnerungen sind nicht so durcheinander wie deine."
"Warte eine Minute..." fing Lin an zu protestieren, aber der Blick, den Gin ihr zuwarf, brachte sie zum Schweigen. Haku schien auch nicht besonders glücklich zu sein. Ichigo kniete sich vor Chihiro hin.
"Du musst das nicht tun", sagte er sanft. "Und es tut überhaupt nicht weh. Mein Lehrer hat das ganz oft bei mir gemacht, als er es mir beigebracht hat."
"Es tut wirklich nicht weh?" fragte Chihiro nervös.
Ichigo lächelte beruhigend. "Kein bisschen."
"Und es wird Haku helfen?"
"Ich werde nur nach Erinnerungen suchen, die mit ihm zusammenhängen", erwiderte Ichigo.
Chihiro nickte. "Okay."
Sie sah zu, wie er einen langen Holzstab aus dem Ärmel zog. Er stand auf, neigte dabei ihr Kinn nach oben, damit er ihr in die Augen sehen konnte und mit dem Stock auf sie deutend - ein Zauberstab, dachte sie neugierig - murmelte er: "Legilimens."
Ein Strom von Bildern blitzte in schneller Folge auf, so schnell, dass sie sie beinahe nicht erfassen konnte, ehe das nächste auf sie einstürmte. Ichigo hörte endlich mit dem auf, was er tat und gab ihr die Möglichkeit, zu Atem zu kommen.
"Hast du das alles mitgekriegt?" fragte er sanft.
"Ich - ich denke schon..." wisperte Chihiro. Ein rosa Schuh... ein Fluss... "Ich glaube - meine Mama hat mir davon erzählt - wir haben einmal Verwandte in Naruki City besucht. Ich war richtig klein... mein Schuh ist in den Fluss gefallen, und als ich versucht habe ihn zu holen, bin ich auch hinein gefallen."
"Naruki City", murmelte Ichigo verstehend. "Natürlich!"
"Etwas - eine Welle oder so - hat mich zurück ans Ufer geschoben..."
Haku starrte sie an und Chihiros Augen weiteten sich plötzlich. "Haku - Kohaku! Der Fluss hieß Kohaku! Das warst du! Du warst der Geist des Flusses Kohaku!"
"Sieh an, sieh an", schmunzelte Gin.
"Der Fluss wurde zugeschüttet, um Platz für Wohnungen zu schaffen", sagte Ichigo mit Abscheu. "Darum kannst du dein Zuhause nicht finden. Es ist nicht mehr da."
"Warum bist du hierher gekommen?" fragte Gin Haku. "Wenn ein Fluss, Strom oder anderes Gewässer verschwindet oder auf eine Art stirbt, sollte der Geist in die Soul Society kommen. Auf diese Weise bekommen wir unser eigenes Wasser, das wir zum Abdecken des Bedarfs in der Soul Society brauchen. Was in der Welt der Lebenden verschwindet, sollte im Rukongai auftauchen."
Haku runzelte die Stirn. "Ich weiß es wirklich nicht", gab er zu. "Im Nachhinein gesehen schätze ich, dass ich das hätte tun sollen, aber - ich wollte es wirklich nicht."
Er bekam mehrere wissende Blicke ab, die er aber ignorierte.
"Was wirst du jetzt tun?" fragte ihn Chihiro.
"Oh, ich werde eine sehr lange Unterhaltung mit Yubaba führen", sagte er mit einem schwachen Lächeln.
"Da wirst du warten müssen", sagte ihm Ichigo.
"Oh ja - der Generalkommandant wird zuerst ein wenig auf ihr herumkauen wollen", Gins Lächeln war düster geworden. "Na dann - wollen wir uns diese Schweine ansehen und ausprobieren, ob mein Freund hier den Zauber brechen kann?"
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Die kleine Gruppe starrte auf die in den Gehegen zusammengepferchten Schweine und Ichigo machte ein finsteres Gesicht als er sah, wie viele es tatsächlich waren.
"Wie viele von ihnen waren Menschen?" fragte er und sah Haku misstrauisch an.
"Ehm - tatsächlich bin ich mir da nicht völlig sicher", erwiderte er ein wenig verlegen. "Ein paar davon sind Arbeiter, die Yubaba aufgeregt oder verärgert haben. Andere, nun ja, sie sind, ehm -"
Gin hob eine Hand. "Stopp, es reicht. Wir haben's kapiert." Er sah Ichigo an. "Nun?"
Ichigo nickte und streckte seinen Zauberstab aus. Bei der Anzahl an Schweinen würde er eine Menge seines Reiatsus in den Gegenzauber fließen lassen müssen, wenn er nur den Hauch einer Chance haben wollte, den ursprünglichen Verwandlungsfluch zu überwinden.
"Finite incantatem", flüsterte er. Er machte ein finsteres Gesicht als er den Gegendruck spürte und ließ sein Reiatsu nochmals ansteigen.
"Finite incantatem", dieses Mal leuchteten die Körper der Schweine und ihre Gestalten fingen an, sich leicht zu verzerren, wie in vom Asphalt aufsteigender Hitze.
"Verdammt", murmelte er und sein Blick wurde noch finsterer. Er sah zurück zu Gin, der ihm zunickte und Chihiro und die anderen mit einem Kido-Schild umhüllte. Ichigo steigerte seine Kraft noch einmal. Er musste extrem vorsichtig sein, oder er könnte sie umbringen, wenn er die Kontrolle verlor. Normalerweise konnte niemand ihn spüren: noch nicht einmal sein Großvater. Gin hatte ihm erzählt, wie Seelen einfach in Aizens Gegenwart - verdampft - waren, als die beiden während des Winterkrieges nach Karakura Town gegangen waren; falls Ichigo nicht vorsichtig war, könnte er dasselbe verursachen.
"Finite incantatem!" Dieses Mal duldete die Kraft hinter dem Zauber keinen Widerstand und der Verwandlungszauber auf den Schweinen brach, was die meisten von ihnen wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurück versetzte. Einige blieben allerdings Schweine. Er weigerte sich darüber nachzudenken, was das bedeutete.
Die gerade wiederhergestellten Leute sanken schlafend zu Boden.
"Hakufuku", sagte Gin, der sein Telefon hervor zog. "Ist besser so. Keine Fragen." Er entließ die winzige Gruppe aus dem Kido und trat nach draußen, während Chihiro nach vorne eilte, um nach ihren Eltern zu sehen.
"Sie sind in Ordnung?" sie drehte den Kopf, um ihn anzusehen.
Ichigo lächelte zu ihr hinunter. "Sie schlafen nur für den Augenblick." Er sah nach hinten als Gin zurück kam - mit Soifon - und ächzte innerlich. Die Kommandeurin der Mobilen Geheimtruppe war die Kommandantin, die er am wenigsten mochte... und er war sich ziemlich sicher, dass das Gefühl erwidert wurde. Sie musste sich bereit gehalten und gewartet haben, um so schnell vor Ort sein zu können.
Soifon runzelte die Stirn beim Anblick der vielen schlummernden Menschen. "Sind das alle?"
"Wir haben keine Möglichkeit, dass wirklich festzustellen", sagte Ichigo, während Gin ihr von den Schweinen und wie sie dazu geworden waren erzählte. Ein angeekelter Ausdruck huschte über ihr Gesicht. Sie drehte sich um.
"Verteilt euch und findet sie!" befahl sie. Das Mitglied der Mobilen Geheimtruppe, das in der Tür gestanden hatte, nickte und verschwand. Soifon schritt dann aus dem Gebäude, das die verwandelten Leute beherbergt hatte, Gin und Ichigo direkt hinter sich. Sobald sie draußen waren, sahen sie, dass Soifon nicht allein gekommen war. Sie hatte einen großen Teil ihrer Kompanie dabei.
"Wir kümmern uns darum, sie weit vom Badehaus weg zu bekommen, ehe wir sie aufwecken und ihre Erinnerungen verändern", sagte sie. "Ihr müsst die Hexe zum Generalkommandanten bringen."
"Das wird mir Spaß machen", sagte Gin grinsend.
"Aber - unser Auto steht nicht weit von hier -" fing Chihiro an zu protestieren, was ihr einen zornigen Blick von Soifon einbrachte. Chihiro duckte sich hinter Haku.
"Es wäre wahrscheinlich das beste, ihre Eltern einfach zurück in ihr Auto zu setzen und Chihiro dann von allein nachkommen zu lassen", sagte Haku. "Es ist nicht allzu viel Zeit vergangen, also sollte es für sie nicht allzu seltsam sein." Soifon schloss ihn in ihren wütenden Blick ein.
"Weißte", sagte Ichigo aus heiterem Himmel und starrte seinen Zauberstab an. "Ich hab' plötzlich Riesenappetit auf - Karotten", er wandte sich mit schelmischem Blick einer verwirrten Lin zu. "Habt ihr welche?"
"Ich bin sicher, ich kann welche auftreiben", erwiderte sie, verblüfft von seiner plötzlichen Aussage und Gins Belustigung.
Soifon erstarrte als sie seinen Kommentar hörte und warf ihm einen überraschten, unsicheren Blick zu, während Gin kicherte. "Na gut", murmelte sie. "Aber ich schreibe es in den Bericht."
"Ich habe nichts weniger erwartet", sagte Gin unschuldig.
Sie beschlossen, dass Haku Chihiro zu ihrem Auto bringen würde, während Gin und Ichigo bei der Suche nach Yubaba halfen, bei der sie Lin und Kamaji unterstützten. Es war Lin, die bemerkte, dass sie versuchte wegzufliegen.
"Oh, sie wird den Teufel tun und entkommen", murmelte Ichigo, während er seinen Zauberstab wieder hervor zog. Gin, der immer noch lächelte, wirkte erst Sai und dann Hainawa, wodurch Yubabas Flügel an ihrem Körper festgebunden wurden. Sie quakte als sie zu fallen begann, bis Ichigo mit einem Schulterzucken seinen Zauberstab einsetzte.
"Wingardium leviosa!"
Ihr Fall stoppte und sie fing an, sich viel langsamer wieder nach oben zu bewegen. Ichigo grinste. "Hey, es hat funktioniert!"
"Was meinst du mit: 'Es hat funktioniert'?" fragte Soifon, die mit Haku zusammen ankam. Sie starrte ihn wütend an.
Ichigo kratzte sich am Hinterkopf. "Ah, nun ja, es ist ein Spruch aus Zauberkunst - und damit habe ich immer noch ein bisschen Probleme." Er warf ihnen einen irgendwie belämmerten Blick zu. "Stattdessen hätte ich sie in die Luft jagen können."
Soifon verdrehte die Augen während Gin kicherte und die drei Kommandanten gingen um ihre Gefangene abzuholen, die sie wütend anstarrte.
"Wirst du sie einfacher transportabel machen, um sie in die Soul Society zu bringen?" fragte Soifon, die direkt wütend zurück starrte.
"Ich denke das solltest du, sie wird ansonsten nur versuchen zu flüchten", riet Gin. Ichigo zuckte die Achseln. Er musste zugeben, dass es eine gute Idee war.
"Vorschläge?"
"Kaninchen sind deine Spezialität - und sie wäre so leicht zu transportieren."
"Und sehr schnell und wendig", erinnerte er Gin.
"Verwandele sie in ein Schwein und lass uns sehen, wie sie es mag", schlug Haku vor. Ichigo grinste.
"Dann also ein Schwein. Und wenn Yamamoto richtig sauer auf sie ist - können wir sie so lassen und sie einfach an den Shiba-Clan übergeben. Die wissen, wie man mit widerspenstigen Schweinen umgeht."
Selbst Soifon schnaubte vor Belustigung bei der Vorstellung des Schicksals, das Yubaba erwarten könnte, sollte der Generalkommandant dies entscheiden.
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Yamamoto starrte auf die Gruppe vor sich und fühlte, wie eine Migräne anfing. Nachdem Gin und Ichigo an diesem Morgen losgegangen waren, hatte er ein schlechtes Gefühl dabei gehabt, die beiden zusammen loszuschicken (in Ichigos Nähe passierten gewöhnlich Dinge...), also hatte er Soifon als Verstärkung in Bereitschaft stehen lassen. Sie hatte deswegen schlechte Laune gehabt - bis Gins Ruf nach der Geheimtruppe durchgekommen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie angefangen zu fluchen und war ins Tor gesprungen, ihre Kompanie direkt hinterher.
Während er ihrer Geschichte lauschte - vor allem der von Haku - fühlte Yamamoto seine Migräne mit seinem Zorn stärker werden.
"Ich verstehe", grollte er unheilverheißend, während er auf die Hexe herunter starrte - die immer noch ein Schwein war. Die alte Frau starrte zitternd zu ihm hoch. Ichigo hatte ihr Haar so gelassen wie es war, also sah sie aus wie ein Schwein mit Perücke.
"Hattet Ihr wirklich gedacht, dass ich dies nie erfahren würde?" fragte er, sein Zorn ließ kleine Flammen entlang seines Stocks ausbrechen. Der Einzige, der nicht vor ihm zurückschreckte, war Ichigo - er war derjenige, der ihre Leine hielt. Er hatte keine Angst vor Ryujin Jakka. Er wusste, dass sein Großvater ihn nicht verletzen würde. "Die einzige Frage, die sich stellt ist - welche Strafe solltet Ihr erhalten?"
"Tatsächlich - hatten wir eine Art Idee..." hob Gin an, was Yamamoto zu ihm blicken ließ. Yamamoto hob eine Augenbraue, während Gin erklärte, worüber sie zuvor geredet hatten. Dann nickte er.
"In der Tat; Ich denke, dass es angemessen wäre, wenn die Shibas sie disziplinieren würden. Sorgt dafür. Ihr könnt wegtreten."
"Ich bringe sie hin", sagte Gin und griff nach der Leine, als die kleine Gruppe die Kaserne der Ersten Division verließ. "Du musst einen Jahrestag feiern."
Ichigo nickte und sah zu Haku hinüber. "Wirst du hier bleiben?"
Haku nickte, nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte. "Ja, ich glaube, das werde ich."
Ichigo nickte wieder. "Dann kannst du in der Kaserne der Fünften Kompanie bleiben. Morgen bringe ich dich ins Rukongai. Komm mit, ich stelle dich Momo und Cedric vor."
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Am nächsten Morgen, trotz der Tatsache dass er mit Rukia bis spät in die Nacht aus gewesen und deswegen müde war, schaffte er es trotzdem noch rechtzeitig zu seiner Kompanie, um in die weit entfernten Bereiche des 80. Distrikts - Zaraki - zu gehen, einem Sektor, der ständig unter Dürre litt. Die schwere Dürre und der Wassermangel war Grund für die vielen Gewaltausbrüche in der Gegend.
"Hier ist es sehr trocken", sagte Haku, während er sich umsah.
"Ja, das ist es", nickte Ichigo. "Es regnet in den Bergen dort", er deutete in die Richtung, "aber es gibt keinen Abfluss."
"Du meinst, es braucht einen Fluss, um hineinzufließen", sagte Haku langsam. Ichigo nickte.
"Also werden wir einen Fluss erzeugen - deinen Fluss", erwiderte er.
"Wie?" Haku hatte Zweifel, trotz allem was er inzwischen über den jungen Kommandanten vor ihm erfahren hatte.
"Die Gruppe bei uns - habe ich für diese kleine Aufgabe selber ausgesucht", Ichigo grinste. "Sie haben alle ziemlich spezialisierte Fähigkeiten. Akon ist der Dritte Rangoffizier der Zwölften Kompanie - Forschung und Entwicklung - er wird den Punkt festlegen, von dem wir am besten anfangen. Sowohl Rukia als auch Toshiro -"
"Kommandant Hitsugaya."
"Vizekommandantin Kurosaki."
Ichigo seufzte und verdrehte die Augen himmelwärts. "Sie haben beide Zanpakuto vom Eis-Schnee Typ. Wenn es nötig wird, können sie den Graben auffüllen und wir können dann das Eis schmelzen. Momos Zanpakuto ist vom Feuertyp und Cedrics Zanpakuto ist erdbasiert. Noch wichtiger, alle außer Akon sind Hexen oder Zauberer. Was wir also nicht mit unseren Zanpakuto tun können, können wir mit Magie erledigen."
Haku starrte ihn an. Ichigo hatte viel über dieses Projekt nachgedacht, und er hatte von seinem Großvater die Erlaubnis erhalten, jeden den er brauchte mitzunehmen. Er war außerdem an Kenpachi herangetreten und ein paar Infanteristen von der Elften unter der Leitung von Ikkaku und Yumichika ausgeborgt. Sobald Kenpachi, der aus dieser Gegend stammte, gehört hatte, was er vorhatte, hatte er seine Kompanie Ichigo zur Verfügung gestellt.
Ichigo hatte darüber nachgedacht, Professor Dumbledore oder seine Mutter zu bitten mitzukommen, aber das neue Schuljahr an der Shinigami-Akademie fing gerade an und die Dinge waren ziemlich hektisch. Also würden sie mit der kleinen Gruppe zurechtkommen müssen, die er ausgesucht hatte. Wenigstens Rukia hatte verstanden, wie wichtig die Anwesenheit von Wasser war, da sie in nur um eins niedrigeren Distrikt als diesem aufgewachsen war, in Inuzuri.
Akon übernahm die Führung, er starrte auf einen Notizblock, den er dabei hatte. Er hatte bestimmt, dass es am besten wäre, wenn Ichigo einen bestehenden Strom vertiefen und verlängern würde. "Dieser hier", sagte er schließlich gestikulierend. "Er endet auf halbem Weg den Berg hinunter. Erweitere ihn, bis er den nächsten Fluss erreicht. Außerdem gibt es einen unterirdischen See, den wir anzapfen können, der den größten Teil des neuen Flussbetts für uns füllen wird."
"Werden keine Leute im Weg sein?" fragte Haku besorgt. Es hatte ein paar marode Gebäude auf ihrem Weg zur Baustelle gegeben.
"Ich habe die Elfte und den größten Teil meiner Kompanie vorhin ausgeschickt; sie werden die Leute zurück und aus dem Weg halten. Ich kann vorhandene Städte vermeiden, wenn es sein muss", erwiderte Ichigo und zog Zangetsu. Die Klinge verwandelte sich in sein gewaltiges, tödliches Shikai, was Haku einen Schritt zurück machen ließ.
Ichigo trieb Zangetsu in den Boden und bündelte eine wortlose Getsuga Tensho durch die Klinge. Das Ergebnis ließ Haku vor Schreck zusammenzucken, als ein tiefer Riss, mindestens eine Meile lang und sich weitend, während er sich vom Schwert entfernte, durch die Druckwelle geschaffen wurde.
"Heilige -"
"Beeindruckend, nicht wahr?" fragte ihn Toshiro leise, während Ichigo einen Blitzschritt machte, um das Flussbett weiter voranzutreiben. "Und das ist nur sein Shikai."
Cedric kicherte kurz bei Hakus Gesichtsausdruck, während er sein eigenes Zanpakuto zog und seinem Kommandanten folgte, das Flussbett glättete und Untiefen sowie tiefe Stellen mit seiner eigenen erdbasierten Kraft schuf.
Haku stand einfach da und sah zu. Das war alles was er tun konnte, während sich die Gruppe an die Arbeit machte. Rukia - Ichigos Ehefrau - und Kommandant Hitsugaya verließen sie ebenfalls, aber sie gingen den Berg hinauf. Momo erzählte ihm, dass sie am Gipfel eine tiefere Schnee- und Eisdecke schaffen wollten, damit sie, wenn sie auf natürliche Weise schmolz, den Fluss weiter speisen würde. Und die ganze Zeit über dirigierte Akon die Gruppe wie ein General.
"Wir wollen es so natürlich wie möglich tun und zuerst die Landschaftslinien und dann die Natur den Rest übernehmen lassen", erklärte Akon es Haku einmal. "Wenn du anfängst, dich in die Natur einzumischen, kann es übel ausgehen."
"Das stimmt schon", stimmte der Flussgeist zu.
Als die kleine Gruppe endlich hinunter ging um ihr Werk zu betrachten, stellten sie fest, dass Ikkaku und die anderen Shinigami Schwierigkeiten damit hatten, die Einwohner davon abzuhalten, zur neu angelegten Wasserversorgung zu eilen.
"Habt ihr hier Schwierigkeiten, Ikkaku, Yumichika?" grinste Ichigo die beiden an, die beide die Hände voll hatten, einer von ihnen mit einem Paar Kinder.
"Ha ha, Ichigo!" fuhr Ikkaku ihn an, während er mit einem Fuß hinlangte und ein sich windendes Balg an seiner Tunika schnappte. "Sie fingen an so unruhig zu werden, als sie gesehen haben, wie das Wasser anfing vorbeizuströmen!"
"So eine unattraktive Art, sich zu benehmen", fügte Yumichika mit einem Seufzen hinzu, während ein weiteres Kind versuchte, über seinen Kopf zu klettern. Er pflückte die Übeltäterin ab und warf sie Cedric zu, der sie mit seinen Armen und einem überraschten "Uff" auffing.
"Nun, wir sollten in Kürze fertig sein", sagte Momo zu ihnen. "Wir müssen nur die trennende Wand zwischen den beiden Flüssen einreißen und sehen, auf welchem Niveau sich der Wasserstand einpegelt."
"Na, dann beeilt euch mal, ja?"
"Schon gut, schon gut", lachte Ichigo und eilte mit Haku im Schlepptau mit Shunpo fort. Haku hatte sich gedacht, dass er besser mitkam, um seinen neuen Nachbarn zu treffen. Der andere Flussgeist war noch da, beobachtete sie neugierig und half Ichigo sogar, die Wand niederzureißen. Die drei sahen zu, wie sich die Wasser vermischten. Zu seiner befriedigten Überraschung reichte das unterirdische Wasser, das Ichigo angezapft hatte, aus, um den neuen Fluss vollkommen zu füllen. Wenn sich Schlick und Dreck erst einmal gesetzt hatten, würde er eine gute Frischwasserquelle für die Gegend abgeben.
"Na dann, bitteschön, Haku", sagte Ichigo. "Dein neues Zuhause. Wenn du etwas brauchst, weißt du, wo du mich finden kannst."
"Ja, danke Kommandant", Haku drehte sich um und verbeugte sich dankbar vor Ichigo.
Ichigo schnaubte. "Einfach nur Ichigo. Ich bestehe nicht so auf Förmlichkeiten." Er wandte sich dem anderen Geist zu, der ebenfalls ein Drache war. "Und danke, dass Sie so verständnisvoll sind, Fluss-san", sagte er und verbeugte sich kurz. Der andere Drache beugte einmal den Kopf und die beiden Flussgeister fingen an, sich miteinander bekannt zu machen.
Ichigo ging auf die anderen zu und winkte sie zu sich. "Na gut, lasst uns gehen. Der Fluss gehört jetzt ihnen." Er sah die durstigen Leute an, die den Fluss ungeduldig beäugten. "Obwohl sie vielleicht zunächst etwas warten sollten, bis sich der Dreck gesetzt hat."
"Sag ihnen das, aber ich glaube nicht, dass sie zuhören werden", murmelte Ikkaku, der die Arme senkte und die Leute an sich vorbei eilen ließ.
Ichigo fühlte ein Zupfen an seinem Haori. Er drehte sich um und sah, dass ein winziges Mädchen zu ihm aufstarrte, also kniete er sich hin, um auf eine Höhe mit ihr zu kommen. "Was gibt es?" fragte er sie sanft.
Sie beugte sich vor um ihm scheu ins Ohr zu flüstern, was seine Lippen zucken ließ und er legte ihr eine Hand auf den Kopf. "Gern geschehen."
Momo kicherte. "Du kannst gut mit Kindern umgehen, Kommandant."
Ichigo wurde rot als er Rukia glucksen hörte und sie ihn unterhakte. Und natürlich hatten sowohl Ikkaku und Yumi das gesehen... das würde er niemals wieder los werden.
Er blickte einmal zurück und sah, dass sich die Leute um den Fluss zusammen scharten. Andererseits... erledigte er gern solche Aufgaben. Aufgaben, die etwas für die Leute taten. Sie befriedigten ein Bedürfnis, machten das Leben für sie vielleicht etwas besser, etwas friedlicher.
Rukia ließ ihre Hand hinunter in seine gleiten und drückte sie sanft.
"Komm, lass uns nach Hause gehen."
