Vorbemerkung der Autorin:
Hier ist noch ein Kapitelchen von Arei-The Peridot Dragon. Natürlich gehört keiner von uns Bleach oder HP... schluchz. Viel Spaß!

Vorbemerkung der Übersetzerin:
Heute veröffentliche ich außerdem ein weiteres Kapitel von "Harry Potter and the Bleached Hallows". Wen es interessiert, findet die Geschichte in meinem Profil.
Das Original findet ihr wie immer unter "www(x)fanfiction(x)net / s /9304595 /1 /Tales-of-Bleachy-the-Bard". Ersetzt einfach (X) durch einen Punkt und lasst die Leerzeichen weg...


Kapitel 9

Flitterwochen

Bis jetzt war es ein großartiger Tag gewesen.

Man hatte in Vorbereitung auf die große formelle Hochzeit in der Seireitei die Dinge früh angefangen. Gäste aus jeder Division und Adelsfamilie waren anwesend gewesen. In gegenseitigem Einverständnis hatten Ichigo und Rukia beide beschlossen, während des Hauptteils der Zeremonie ein Nickerchen zu machen und Generalkommandant Yamamoto war freundlich genug, seine Energie nur so weit aufflammen zu lassen, dass sie ein Signal bekamen damit sie beide vollständig wach wären wenn es zu dem Ritual kam, den Sake zu teilen.

Am Ende hatten sie zwei Überraschungen erhalten.

Die erste waren die Überraschungsgäste bei der Hochzeit: Drei Individuen, die sich selber eingeladen hatten. Mitglieder der Königlichen Garde, oder Nullten Kompanie. Als er später darüber nachdachte, überlegte Ichigo, dass es Sinn ergab, da sie alle vermutet hatten, dass sein Vater Mitglied der Königlichen Garde gewesen war. Sie hatten ihn mit Sicherheit begrüßt als ob sie ihn gekannt hätten. Und zwar gut.

Die erste war Kirio Hikifune. Eine einmalige, dralle Frau mit purpurfarbenem Haar, die es absolut liebte zu kochen, großen Respekt für harte Arbeit und loyale Individuen hatte... und die, nachdem sie ein mächtiges Festmahl für alle Gäste gekocht hatte, schlank und vollbusig mit einem magischen Tuch als Hochzeitsgeschenk wieder aufgetaucht war, das, wenn man es ausbreitete, ein Mahl hervorbringen würde, das eines Königs würdig war.

Der nächste war Oetsu Nimaiya. Er hatte Ichigo Zangetsu nach einer bombastischen Begrüßung entwendet und war nur Minuten später, nachdem er in ein Hinterzimmer verschwunden war, wieder aufgetaucht und hatte Ichigo das Schwert mit einer strengen Warnung, besser auf 'beide von ihnen' zu achten und seinen Mut zusammenzuhalten, zurückgegeben. Als er sein Zanpakuto dazu befragte was passiert war, hatte es Ichigo überrascht, sowohl die Stimme von Zangetsu als auch Tensa Zangetsu zu hören, was nur einmal passiert war, als er den Sprechenden Hut vor Jahren aufgesetzt hatte. Selbst ein kurzer Besuch in seiner inneren Welt zeigte einen 'älteren' Zangetsu und einen 'jüngeren' Tensa Zangetsu die Ichigo gegenüber nur die Schultern zuckten, da sie genauso verwirrt darüber waren, was das Mitglied der Nullten Kompanie mit 'ihnen' angestellt hatte. Hichigo sah über das Arrangement nicht glücklich aus... Ichigo sollte sie noch nicht einmal sehen, nicht seit er wieder hochgelevelt war und sie verschmolzen waren... es war zu verwirrend für ihn, darüber nachzudenken, also tat er es nicht.

Als letztes kam Senjumaru Shutara. Ichigo und Rukia konnten sich nicht entscheiden, ob Senjumaru ein Mann oder eine Frau war, aber sie beschlossen später, sich nicht darum zu kümmern oder nur darüber nachzudenken. Die vielen Gliedmaße ließen sie beide durchdrehen, aber anscheinend war dieses besondere Mitglied der Nullten Kompanie in der Welt der Lebenden ein meisterhafter Zaubertrankbrauer gewesen (die zusätzlichen Arme halfen dabei, an mehreren Zaubertränken gleichzeitig zu arbeiten). Eine einzelne Gliedmaße hielt dem frisch verheirateten Paar eine kleine Phiole hin. Rukia nahm sie zögernd entgegen. Dieses Geschenk war für jedes lebende Wesen Gift, ein Zaubertrank, dessen Haupzutat Basiliskengift war. Aber für Shinigami, die selten Kinder bekamen und bereits 'tot' waren, wirkte es als ultimative Fruchtbarkeitsbehandlung für jene, die die Seireitei ihr Zuhause nannten.

Dann gesellte sich Unohana zu der Gruppe und begrüßte die anderen drei wie man alte Freunde begrüßt, ehe sie Rukia ihr eigenes Hochzeitsgeschenk gab, eine dünne, silberne Tiara mit einem blauen Saphir, ehe sie sich zu Kirio begab, damit sie dabei zusehen konnten, wie Oetsu und Senjumaru in einen lauten Streit ausbrachen, obwohl man dem Grinsen auf beiden Gesichtern entnehmen konnten, dass sie sich eher aus Spaß als aus Bosheit stritten.

Ichigo konnte Rukia nie dazu überreden ihm zu sagen, was die ältere Frau ihr zugeflüstert hatte, ehe sie sich zu Kirio gesellt hatte...

Das letzte und, nach Rukias Meinung, großartigste Geschenk kam, als sie auf das Tor zur Welt der Lebenden zuschritten, um die zweite, eher entspannte, Hochzeit abzuhalten. Byakuya hatte sein Zanpakuto gezogen und ruhig (er schrie niemals) 'Bankai. Senbozakura Kageyoshi' gesagt. Zuerst war Ichigo besorgt gewesen, dass er gleich angegriffen würde, aber die Schwerter von Senbonzakura Kageyoshi erhoben sich auf einem Pfad, der auf das Tor zu führte, ehe sie sich in eine Million Scherben zerstreuten. Sie bildeten einen perfekten Bogen, der auf das Senkai-Tor zu führte. Kein einziges 'Blütenblatt' verletzte jemanden in der Versammlung und Ichigo musste Rukia, die vor Freude über die Zustimmung/Billigung ihres Bruders zur Hochzeit weinte, durch das Tor in die Welt der Lebenden helfen.

An der zweiten Hochzeit nahmen größtenteils nur ihre Freunde und Familie teil, und das schloss alle von Hogwarts ein. Als dezente Mischung aus östlich und westlich hielten sie die Hochzeit in dem kleinen, aber sehr unkonventionellen Hikawa-Schrein ab. Die shintoistische Schreinjungfer, eine ältere schwarzhaarige Frau, beaufsichtigte ihre Hochzeit mit zwei Krähen auf ihren Schultern, während sie die Gebete um Segen für die Ehe den Flammen des Schreins übergab. Die beiden Krähen stiegen am Ende in die Lüfte, ihr Krähengesang nicht das übliche harte Krächzen das man normalerweise hört, sondern ein beinahe harmonisches Lied das die Stimmung aller hob. Am ende stiegen silberne Schmetterlinge auf, die wie hunderte glitzernde kleine Sterne aussahen.

Da alle Sorgen um Aizen und Voldemort aus den Gedanken aller verschwunden waren, liefen beide Hochzeiten glatt und ohne besondere Vorkommnisse ab.

Ichigo und Rukia verabschiedeten sich kurz von den anderen, ehe Ichigo Rukia anhielt und ihr sanft die Augen verband. Er nahm sie dann auf die Arme und apparierte zu dem Bestimmungsort vor dem es ihm gegraut hatte, vor dem er aber wusste, dass sie ihn lieben würde.

Der Ort an den er sie brachte war eine kleine Insel in der Stadt Takehara, eine Insel, die für ihre Flitterwochen perfekt war. Er hatte ein Hotelzimmer in kurzer Entfernung gebucht, von dem aus sie diese kleine, nagerverseuchte Insel jeden Tag besuchen konnte, wenn Rukia das wünschte, und wenn er seinen reizenden Winzling kannte, würde sie ihn jeder Stunde jeden Tages besuchen wollen.

Denn dies war Bunny Island...

Der Ort war das perfekte Habitat für wilde Hasen und Kaninchen. Hunderte der kleinen Viecher versteckten sich in jedem möglichen Winkel und Eckchen des Ortes. Er hielt Rukias Hand weiter fest und bezahlte sorgfältig ihren Eintritt auf die Insel, wobei er mit einem Finger vor den Lippen allen anderen beteutete, leise zu sein. Einer der Angestellten war freundlich genug einen Eimer voller Leckerchen zu überreichen, den er vorsichtig Rukia zum Festhalten gab.

"Ein Eimer? Warum gibst du mir einen Eimer?" fragte Rukia verwirrt.

"Halt ihn einfach nur ganz fest, okay? Egal was passiert, lass ihn nicht fallen", antwortete Ichigo, dessen Tonfall eine Prise Humor enthielt.

Ichigo musste tatsächlich sein Lachen unterdrücken, während er seine Ehefrau (EHEFRAU! Der Gedanke erfüllte ihn tatsächlich mit Wärme) mit verbundenen Augen den Pfad entlang führte. Kleine Futterstückchen fielen aus dem Eimer und gelegentlich würde plötzlich ein pelziger Fleck vorhuschen um sich den Leckerbissen zu schnappen ehe er davon huschte. Mehrmals huschten die kleinen Gestalten über Rukias Füße, was diese zusammenzucken und bei jeder Berührung mit Fell niedlich quietschen ließ.

"Ichigo! Was geht hier vor?! Was streicht da gegen meine Beine?!"

Er lachte, nahm sie hoch und setzte sie auf einen der Felsen. Er blickte sich um und nickte dann bei sich, ehe er die Augenbinde abnahm. Rukia blinzelte in der plötzlichen Helligkeit. Langsam fing alles an in ihr Blickfeld zu rücken und Ichigo fühlte wie sein Grinsen breiter wurde, als ihre Augen den plötzlichen Anblick aufsaugten.

Rukia saß auf einem Felsen in der Mitte eines Meeres aus Kaninchen verschiedenster Größe und Farbe, die alle eifrig jede ihrer Bewegungen verfolgten. Der Eimer fing an, ihren gefühllosen Fingern zu entgleiten und ein Häufchen Futter fiel aus dem Behälter. Die Kaninchen brandeten wie eine an Land schlagende Welle heran und schwärmten übereinander, um an das Futter zu kommen. Rukia kreischte und stand auf, wobei sie den Eimer hoch hielt und die kleinen Viecher beobachtete, wärend diese sich langsam beruhigten und inne hielten, jeder beobachtete sie sorgfältig, oder um genauer zu sein, beobachtete den Eimer, den sie festhielt.

"Willkommen am Ort unserer Flitterwochen, Bunny Island", sagte Ichigo mit einem Grinsen.

Rukia traten Tränen in die Augen. Als nächstes stellte er fest, dass sein Lieblingswinzling ihn fest umklammerte und Futter aus dem in die Luft geworfenen Eimer um sie herum verschüttet wurde, während sie auf dem Boden landeten. Ehe sich die zwei Jungvermählten versahen, wurden sie von den Kaninchen umdrängt, die dem Futter nachjagten, das verschüttet worden war. Lachend versuchten die beiden, die Kaninchen sanft von sich herunter zu schieben, ohne sie zu verletzen.

Als nächstes fühlten sie, wie ein mächtiges und verzerrtes Reiatsu sich über sie schob und sie beide schrien auf, als die kleinen Kaninchen sie in ihrer Eile, ihre Verstecke zu erreichen, zerkratzten. Ichigo und Rukia sahen auf, während ein Riss am Himmel erschien und ein Menos Grande sich hindurch in die wirkliche Welt schob.

Ichigo zuckte zusammen als er feststellte, dass Rukia... knurrte, während sie aufstand.

"Wie kannst du es wagen?" erklang ihre Stimme in einem kalten Flüstern, während sie Sode no Shirayuki zog.

Ichigo schluckte schwer, als er ihren Tonfall hörte.

"WIE KANNST DU ES WAGEN?" schrie Rukia, während ihr Reiatsu aufflammte. "DU WIRST MIR NICHT MEINE FLITTERWOCHEN VERSAUEN, DU BAKA! SAN NO MAI, SHIRAFUNE!"

Feuchtigkeit sammelte sich an der Spitze ihrer Schwertklinge und sie machte plötzlich einen Satz vorwärts. Das Zanpakuto durchbohrte in gerader Linie die Maske des Menos Grande und der Hollow war blitzschnell steifgefroren. Ein Kreistritt später fielen Stückchen des Hollows auf den Boden, ehe sie in Rauchwölkchen verschwanden.

Ichigo starrte seine Frau aus großen Augen an.

-Heilige Scheiße König... das war HEISS!-

~Du hälst die Klappe!~ schoss Ichigo zurück... obwohl er Hichigos Aussage nicht widersprach.

Er stand langsam auf und trat an Rukias Seite. Sie keuchte leise während sie versuchte, ihr beeindruckendes Temperament unter Kontrolle zu bekommen und er schloss sie behutsam in die Arme. Sie klammerte sich an sein Hemd und fing leise an zu weinen.

"Es... lief... so... perfekt!" sagte sie unter Tränen.

"Tut es immer noch", sagte Ichigo leise. "Du warst gerade wunderschön, meine leidenschaftliche Ehefrau."

-Lass mich raus! Lass mich mit der Königin 'reden'!- rief Hichigo mit lüsterner Stimme.

Keine Sekunde später erklang das Geräusch mehrerer Schläge und ein Blick in seine Innere Welt zeigte, dass beide Versionen von Zangetsu seinen inneren Hollow KO geschlagen hatten und wütend auf ihn herunter blickten. Nicht nötig, ihn zu Kaninchenfizieren - noch nicht.

"W-wirklich?" fragte Rukia, die damit seine Aufmerksamkeit wieder auf sich zog.

"Natürlich, und schau", Ichigo blickte nach unten als er fühlte, wie sich eine pelzige Gestalt gegen seine Beine drückte. "Du hast sie gerettet. Siehst du, wie glücklich sie sind?"

Tatsächlich waren sie von hunderten Kaninchen umringt, alle mit großen Augen und zuckenden Nasen, die zu den beiden Shinigami hoch schauten. Rukia lachte darüber und kuschelte sich an Ichigo, ehe sie den Kopf drehte und zu ihm hoch sah.

"Du hasst es hier, nicht wahr?"

"Yup", kein Zweck es zu leugnen, sie würde wissen, dass er log.

"Aber du hast mich trotzdem hierher gebracht."

"Yup", lächelte er.

"Ich liebe dich, koibito", flüsterte Rukia, während sie sich auf die Zehenspitzen stellte.

"Ich dich auch, Winzling", sagte Ichigo, während er sich hinunter beugte und sie sanft küsste.


Anmerkung von Eradona:
Und so hat sich die Szene entwickelt... wir waren uns beide einig, dass dies der perfekte Ort für die Flitterwochen wäre: www(x)onegreenplanet(x)org/news/man-feeds-bunnies-on-bunny-island-in-japan (Seite auf Englisch, ersetzt (x) durch einen Punkt, damit ihr die Webpage aufrufen könnt).

Anmerkung der Übersetzerin:
Bei Bunny Island handelt es sich um ein ehemaliges Militärgelände in der Präfektur Hiroshima, auf dem in den späten 1920er Jahren im Geheimen Giftgas hergestellt und gelagert wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Einrichtung aufgelöst und seit 1988 gibt es dort ein Museum zum Thema. Auf der Insel gibt es tausende wilder Kaninchen und Hasen, die nicht gejagt werden dürfen. Es ist ebenfalls verboten, Katzen oder Hunde auf die Insel zu bringen.
Ich habe auch eine deutschsprachige Seite mit Informationen gefunden: urlaubstracker(x)de/ okunoshima-tipps/
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