Lange Vorbemerkung der Autorin:
Hallo zusammen, Eradona hier! Ich wollte nur ein paar Worte loswerden, ehe wir uns ins neuste Chappie stürzen (nein, nicht Chappy, Rukia! Kein Grund zur Aufregung!) Falls ihr nicht aufgepasst habt - die letzten paar Kapitel wurden von Arei-the Peridot Dragon geschrieben, und sie war lieb genug, viele kleine Löcher zu füllen und eure Anfragen zu übernehmen. Also habe ich mir gedacht, ich lasse sie hier ein paar Worte an euch loswerden... (Schweißtropfen) Ehm, Arei, warum ist Gin da drüben gefesselt und geknebelt in der Ecke? Er ist einer von den Guten, erinnerst du dich?
(Arei zeigt mit ihrem Zauberstab auf Gin und murmelt einen Zauberspruch. Als das fehlschlägt, flucht sie und schlägt ihn gegen ihre Hand. Kopf zuckt hoch als ihr klar wird, dass ihr Name genannt wurde und springt dann vor den gefesselten Gin und versucht, ihn zu verbergen)
Weiß nicht, wovon du sprichst! Gin? Hab' den liebenswerten Traumtypen nicht gesehen! Du etwa? Ahem! (Hustet in die Hand und winkt dann allen zu) Hi zusammen! Lasst mich nur sagen, dass es eine Ehre war, an diesen Nebengeschichten zu arbeiten! Ich hoffe, dass alle sie bisher genossen haben! (Gin versucht, hinter mir hervor zu linsen, ich geb' ihm einen schnellen Tritt und verstecke ihn im Metal Gear Solid-Stil unter einer großen Kiste) Ihr habt nichts gesehen!
O-okay... (Eradona sieht sich nervös um) Wie auch immer, wir haben ein paar großartige Geschichten für euch auf Lager, also bedankt euch schön bei Arei, dass sie sie schreibt! Vor allem, da sie meine kreativen Säfte wieder zum Fließen gebracht hat! Und natürlich, wenn ihr loslegen und selber etwas schreiben wollt, tut das bitte! (blickt hinter die Kulissen) Ehm, ist das Matsumoto?
Rangiku?! (schaut sich ängstlich um) Kuso! Kuso! Kuso! (schnippt den Zauberstab und die Kiste wird umgestoßen, Gin fällt heraus und blinzelt das Publikum einen Augenblick lang komisch an, ehe die Kiste mit Isolierband versiegelt wird. Unterdrückte Rufe sind zu hören 'Ran-Chan! Rette mich!' während die Kiste schweben gelassen wird und Arei damit in die Kulissen läuft. Kopf schaut kurz wieder hervor)
Wenn ihr Leute die Kurzgeschichten mögt, schaut auf un-ack!
(Arei weicht einem Schlag einer knurrenden Rangiku aus und duckt sich weg, so dass sie nicht mehr zu sehen ist. Ein Lichtblitz später und die vollbusige Frau wird wieder raus geschickt, verwandelt in einen Blaufußtölpel (das ist ein Seevogel, Leute!). Irgendwie schafft sie es, Haineko mit ihren Flügeln aufzunehmen und rennt mit einem lauten Schrei in die Kulissen)
Wie zur Hölle hast du!? Hör auf! Ack!
(Einige lange Augenblicke herrscht Totenstille, ehe Gin herauskommt, Haineko in der Hand und Tölpel-Rangiku auf der Schulter, die das Haar über seinem Ohr mit dem Schnabel bearbeitet. Er schickt einen böse-listigen Blick ins Publikum, ehe die zutiefst erschütterte Eradona ansieht)
Du kannst sie wieder zurückverwandeln. Richtig~? Er~a~chan? (Das letzte wird in einem tödlichen Singsang gesagt)
(Starrt Gin einen Moment mit offenem Mund an, verschwindet dann in den Kulissen; kommt zurück, Ichigo vor sich her schiebend)
Warte, sie hat was getan? (Ichigo starrt Gin und die vogelgestaltige Rangiku an) Oh. Warum verwandelst du sie nicht einfach zurück?
(Gemurmel von da, wo sie sich hinter Ichigo verkrochen hat, der seufzt und die Augen verdreht)
Vergiss nächstes Mal nicht deinen Zauberstab, okay? (Er zieht seinen Zauberstab hervor, verwandelt Rangiku wieder in sich selbst und geht dann)
Ari~ga~tou, Er~a~chan! (Gin und Rangiku (die wieder normal ist) gehen Arm in Arm von der Bühne ab)
(Eradona winkt ihnen zitternd nach) Allen viel Spaß bei der Story.
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Vorbemerkung der Übersetzerin:
Die "UEFA EURO 2020" ist in vollem Gange und ich schaue gerade das Achtelfinale zwischen Belgien und Portugal. Mal sehen, wie sich die deutsche Mannschaft am Dienstag schlägt.
Heute veröffentliche ich wieder ein weiteres Kapitel von "Harry Potter and the Bleached Hallows". Wen es interessiert, findet die Geschichte in meinem Profil.
Das Original findet ihr wie immer unter "www(x)fanfiction(x)net / s /9304595 /1 /Tales-of-Bleachy-the-Bard". Ersetzt einfach (X) durch einen Punkt und lasst die Leerzeichen weg...
Möchte jemand sich an dieser Kurzgeschichtensammlung beteiligen? Wenn ihr es euch zutraut, eine Geschichte auf Englisch zu schreiben, wendet euch bitte direkt an Eradona. Sie ist eine von meinen Lieblingsautoren. Wenn ihr lieber auf Deutsch schreibt, schickt mir eine PM, dann tauschen wir E-Mail Adressen aus. Fertige Geschichten kann ich sie auch gern ins Englische übersetzen und Eradona zuschicken. Eine Garantie, dass das Kapitel auch veröffentlicht wird, kann ich aber nicht geben...
Ich war immer der Meinung, dass Yamamoto sich etwas antiquiert ausdrücken würde. Deswegen redet er seine Untergebenen in meiner Übersetzung mit "Ihr" und "Euch" an. Nur bei extrem vertrauten Personen verwendet er unter vier Augen "Sie/du". Dass er trotzdem einige Personen mit Vornamen anredet, liegt am Original, das ich nicht weiter verändern möchte.
Kapitel 13
Käpt'n, mein Käpt'n!
Ichigo hatte immer noch Schmerzen. Orihime hatte ihre 'normale' Magie gewirkt und ihn zurück auf die Beine gebracht, nachdem die mehrfachen Zauber ihn völlig umgehauen hatten. Sein Körper schmerzte allerdings immer noch, und natürlich war Hichigo nicht wirklich hilfreich... kein bisschen.
:Ernsthaft König, das nächste Mal, wenn wir diese durchgedrehte Schlampe sehen, musst du mich rauslassen. Ich reiße ihr dieses Grinsen aus dem Gesicht! Ich-:
Ein Krachen erklang in Ichigos Geist und er hob eine Augenbraue.
:Es reicht! Wie oft musst du dasselbe wiederholen? Du verursachst MIR Migräne und ich habe noch nicht einmal einen richtigen Körper!: brüllte Zangetsu den inneren Hollow an.
Ichigo musste darüber trocken kichern, während er wieder aus dem Fenster auf die geschäftigen Straßen der Seireitei schaute.
Ein Teil von ihm befand sich immer noch im Schockzustand. Seine Mutter, sie hatten seine Mutter gefunden! Ein Teil von ihm war darüber sehr erleichtert. Nachdem er gegen Grand Fisher gekämpft hatte, und dieser im Anschluss geflohen war, hatte er ehrlich gedacht, dass die Möglichkeit, seine Mutter von dem Hollow zu befreien, verloren war. Er hatte erst SPÄTER herausgefunden, dass sein Vater gegen Grand Fisher (der von Aizen in einen Arrancar verwandelt worden war) gekämpft und ihn besiegt hatte, während Ichigo beschäftigt gewesen war. Isshin war das gar nicht klar gewesen, bis Ichigo verletzt wurde und er gekommen war, um nach seinem Sohn zu sehen.
Das Wiedersehen war in einem Sinn freudig, in einem anderen nervig gewesen. Mom war STOCKSAUER. Und das war noch vorsichtig ausgedrückt. Sie war nicht froh darüber gewesen, dass ihr 'Baby' nicht nur in einen, sondern in zwei Kriege verwickelt worden war! Sie hatte Orihime ihn vollständig heilen lassen, was bedeutete, dass all seine Narben weg waren.
Als sie sich endlich beruhigt hatte, war Isshin wie eine Mumie eingewickelt gewesen, Orihime und Chad waren gegangen um nach den anderen zu sehen, Renji hatte etwas über ein Treffen mit dem Alten Mann gesagt, sobald er sich dem gewachsen fühlte und Ichigo waren die Potters, Lily und James, vorgestellt worden. Oh, und Sirius war gefunden worden, weil man buchstäblich über ihn gestolpert war.
Zu sagen, dass er gerade an Informationsüberflutung litt, wäre im Moment ein sehr zutreffender Ausdruck.
Und da er wieder auf den Beinen war, war es an der Zeit, sich zur Ersten Division aufzumachen... man ließ den Alten Mann nicht warten, wenn man gehen konnte.
Er hoffte wirklich, dass es etwas Einfaches sein würde... aber als er Renji, Ikkaku, Matsumoto, Kisuke, Orihime, Isshin, seine Mutter und alle Kommandanten und alle verfügbaren Vizekommandanten sah (abgesehen von denen, die sich gerade in Hogwarts befanden)... und einen gefesselten Gin... spürte er, wie sich ein wachsendes Gefühl von Schrecken in ihm breit machte.
In seinem Leben war nichts einfach. Das sollte er inzwischen eigentlich gelernt haben.
Yamamoto rief die Sitzung zur Ordnung und sah sich im Raum um.
"Uns fehlen drei Kommandanten. Die Dritte, Fünfte und Neunte Division sind aktuell ohne Anführer. Das werden wir ändern... HEUTE", er knallte seinen Gehstock auf den Boden. "Renji, Ikkaku, tretet vor."
Beide Männer traten vor. Renji sah nervös aus, während Ikkaku wirkte, als würde er schmollen.
"Renji Abarai, Ihr habt kürzlich das Bankai gemeistert. Ikkaku Madarame, Ihr habt es schon lange gemeistert und", Yamamotos Augen öffneten sich und verbreiteten seine Missbilligung über Ikkakus Verhalten, "die Fähigkeiten Eures eigenen Bankai verborgen gehalten. Diese Errungenschaft gestattet Euch die Qualifikation für den Rang des Kommandanten."
"Mit allem nötigen Respekt, Chef", sagte Ikkaku in einem Tonfall, der die Worte 'verpiss dich' ziemlich deutlich durchblicken ließ. "Ich werde NIEMALS ein Kommandant werden, kapiert?"
Yamamotos Augenbrauen hoben sich dabei ein wenig vor Überraschung. Er nickte ein paar angespannte Augenblicke später und bedeutete ihm, sich neben Kenpachi und Yumi zu stellen.
"Renji, Eure eigenen Gedanken?"
"Ich... nun ja... das ist... Ich meine..." Renji verbeugte sich plötzlich tief aus der Hüfte. "Es wäre eine Ehre, Sir!"
Dazu lachten die meisten, oder lächelten zumindest. Yamamoto nickte mit dem Kopf und schlug wieder seinen Stab auf den Boden.
"Renji Abarai, ich setze Euch hiermit als Kommandanten der Neunten Kompanie ein. Mögt Ihr sie mit Ehre anführen."
Hisagi trat mit einem schwachen Lächeln auf den Lippen vor und half Renji dabei, den weißen Haori mit dem Symbol für 'Neun' auf dem Rücken überzustreifen. Er führte seinen immer noch fassungslosen (und grinsenden) Kommandanten an seinen Platz in der Reihe der anderen.
"Ichigo Kurosaki, tretet vor!"
"Moment, was?" schrie Ichigo auf, ehe er einen Schritt vorwärts machte. "Das ist nicht Ihr Ernst, richtig? Ich gehe noch zur Schule! Und was ist mit meiner Familie?!"
Ichigo fing an, nervös zu werden. Er wusste, dass er bereits im eigentlichen Sinn schon lange 'tot' war, aber er hatte gehofft, dass mit allem was vor sich ging, er in der Lage sein würde, oder wenigstens in der Lage wäre einfach zwischen den beiden Welten zu wechseln wie bisher. Kommandant zu werden wäre eine Vollzeit-Karriere bei der er in der Kaserne bei den Soldaten LEBEN musste. Was bedeuten würde, dass er in der Seireitei leben müsste. Was bedeutete, dass er nicht in der Lage wäre, seine Freunde und Familie zu besuchen. Er wurde blass bei dem Gedanken daran, seine Schwestern nicht mehr zu sehen.
"Kurosaki!" Yamamotos Ruf riss Ichigo aus seiner Panik, als er reflexartig in Hab-Acht-Stellung ging. "Beruhigt Euch. Ihr befindet Euch in einer einzigartigen Situation und ich habe das in Betracht gezogen. Ihr werdet die Fünfte Kompanie zu diesem Zeitpunkt auf provisorischer Basis übernehmen, um Eure Ausbildung und die aktuelle Mission abzuschließen. Die anderen Vizekommandanten werden das Tagesgeschäft beaufsichtigen. Sobald Eure Ausbildung beendet ist, werdet Ihr vollständig übernehmen, aber während der normalen Ferien und freien Wochenenden, die einem Kommandanten zustehen, wird es Euch gestattet sein, die Welt der Lebenden zu besuchen, um Eure lebenden Freunde und Familienmitglieder zu besuchen."
Ichigos Schultern fielen bei diesem letzten Teil vor Erleichterung herab. Damit konnte er arbeiten. Solange er nicht gezwungen war, die Verbindung zu seinen Angehörigen abzubrechen wäre es nicht allzu schlimm, zum Kommandanten ernannt zu werden. Er legte den Kopf schräg und runzelte die Stirn, während er die Arme verschränkte.
"Würde ich aber nicht als ein bisschen zu jung für den Posten gelten? Ich meine ich weiß, dass eine der Qualifikationen ist, ein Bankai zu haben, aber ich wäre der jüngste Kommandant hier, selbst wenn ich nicht so aussehe", sagte Ichigo fragend.
"Teil Ihrer einzigartigen Situation ist, wie viel Sie bereits durchgemacht haben", sagte Yamamotos Leutnant, Chojiro Sasakibe, während er vortrat. "Sie haben im Dienst der Seireitei viel getan", er hielt eine Hand hoch um Ichigo vom Sprechen abzuhalten. "Selbst Ihre Taten bei der Rettung von Rukia halfen, ein lang geplantes Komplott zum Schaden der Seireitei als Ganzes aufzudecken. Obwohl einige von uns diese Schuld nicht anerkennen wollen", Byakuya regte sich unbehaglich unter dem plötzlichen Blick, der ihm vom Leutnant der Ersten Division zugeworfen wurde, "schulden wir alle Ihnen etwas für Ihre Dienste und Ihre Beharrlichkeit."
"Sie meinen starrköpfige Sturheit", sagte Ichigo trocken, der wusste, wie stur er sein konnte. Alle kicherten oder zeigten eine Art Lächeln (außer Kurotsuchi, der einfach gelangweilt aussah).
"Aber sei es wie es will, Ihr habt Kommandanten-Niveau und verdient für Eure Handlungen die Position eines Kommandanten. Werdet Ihr annehmen?" fragte Yamamoto.
Ichigo sah wieder zu Boden. Es war eine ernsthafte Anfrage und obwohl er deswegen nervös war, wollte er weiterhin alle beschützen, vor Hollows, vor Dunklen Zauberern. Das hier... das hier konnte er tun. Er konnte, und würde, weiter seine Kräfte benutzen um zu beschützen. Ichigo verbeugte sich langsam aus der Hüfte.
"Es wäre mir eine Ehre", sagte er.
"Sehr gut, ich setze Euch hiermit als Kommandant der Fünften Kompanie ein. Mögt Ihr sie mit Ehre anführen."
Yamamoto ließ ein seltenes Lächeln aufblitzen und nahm den Haori der Fünften Kompanie und stand von seinem Sitz auf, um Ichigo den Haori persönlich anzulegen. Ichigos Augen weiteten sich bei der durch die einfache Geste angedeutete Ehre und Respekt und er vollführte eine weitere tiefe Verbeugung als der ältliche Generalkommandant zurück trat. Dann nahm er seinen Platz im Kreis der Kommandanten ein.
"Bringt den Gefangenen herein", rief Yamamoto plötzlich, was Ichigo vor Überraschung zusammenzucken ließ. Gab es nicht noch eine weitere Kommandantenstelle?
Zu diesem Zeitpunkt wurde Gin hereingebracht und dazu gebracht sich in den Kreis der Leute im Raum zu setzen. Yamamotos Gesichtsausdruck wurde grimmig.
"Gin Ichimaru, ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Eure Handlungen nachdem Ihr Euch Aizen angeschlossen habt, nicht so einfach zu erklären sind. Ihr werdet uns sagen, WARUM Ihr Euch ihm angeschlossen habt."
"Wirklich? Ich darf es erklären? Ah... yare yare*", Gin zuckte die Achseln. "Es ist keine schöne Geschichte."
"Warum bringste's nicht einfach hinter dich?" schnappte Kenpachi, der unruhig war und einen Kampf brauchte.
"Eeto*..." Gin rutschte ein bisschen herum, machte es sich bequemer. "Eigentlich hat alles angefangen, als Ran-chan und ich Kinder waren..."
Gin erklärte wie er und Rangiku sich kennengelernt hatten, als sie vor Hunger ohnmächtig am Boden gelegen hatte und er mit ihr seine getrockneten Khaki geteilt hatte. Wie sie beschlossen hatten, Freunde zu werden und immer miteinander abgehangen hatten (verflixt, ihr 'Geburtstag' wurde auf den Tag gelegt, an dem sie sich getroffen hatte, da sie sich nicht wirklich daran erinnern konnte, wann sie in der Seireitei aufgetaucht war). Wie er eines Tages, Jahre später, Feuerholz für ihr kleines Lager gesammelt hatte und Rangiku bewusstlos auf dem Boden liegend und von drei Shinigami umgeben vorgefunden hatte, die eine Kugel rosafarbener Energie gehalten hatten, die seiner Ran-chan mit Gewalt entrissen worden war.
Er war der Gruppe gefolgt und hatte zugesehen, wie sie sich mit Aizen getroffen hatten, der den drei Shinigami befohlen hatte, Energie von 'Schwächlingen' zu nehmen, um den Hogyoku anzutreiben, den er herstellte. Gin erklärte seinen Schwur nicht nur Aizen zu töten, sondern auch dessen Gefolgsmänner, ehe er zu Rangiku zurückkehrte und sich um sie kümmerte, bis sie wieder auf den Beinen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sein Training begonnen, um selber ein Shinigami zu werden.
Später, während er in den Rängen aufstieg und Ran-chan besuchte, die ihr eigenes Training begonnen hatte, war er über seine Ran-chan gestolpert, die über dem regungslosen Körper eines Kindes geweint hatte, dem sie geholfen hatte. Ein Kind mit ausreichend hohem Reiatsu um Hunger zu bekommen. Die Energie des Kindes war genommen worden und es war gestorben, ehe Rangiku oder irgendjemand sonst kommen und helfen konnte und Gin war klar geworden, dass Aizen und die anderen immer noch Energie von den 'Schwachen' stahlen.
Er war dem damaligen Kommandanten der Dritten Division gefolgt und hatte den Mann getötet (später hatte Aizen ihn selbst für die Übernahme dieser Division empfohlen). Ran-chan war ihm allerdings gefolgt und hatte den Mord gesehen. Gin hatte ihr gesagt, dass er eine 'Welt gestalten wollte, in der sie nicht mehr weinen musste'. Dann hatte er sie ohnmächtig geschlagen und eine SEHR lange Unterhaltung mit ihrem - damals neuen - Zanpakuto geführt und Haineko darum gebeten, die Erinnerung an den Mord zu begraben, um seine Ran-chan zu beschützen, da er wusste, dass sie ihm auf seiner Quest würde helfen wollen.
Ichigo war... schockiert. Er hatte nicht gewusst, dass Gins Geschichte so finster gewesen war. Er wusste, dass Gin tatsächlich auf ihrer Seite war, Gin hatte nicht mit voller Kraft gegen ihn gekämpft, als sie aufeinander gestoßen waren und später, nach Ichigos Training im Dangai, als er Gins Blick aufgefangen hatte, WUSSTE er einfach, dass der ältere ehemalige Kommandant auf den richtigen Moment wartete, um Aizen in den Rücken zu fallen. Aber indem er zugab, dass er es geschafft hatte, sorgfältig den Tod der Shinigami zu arrangieren, die für Aizen Energie stahlen, gab er ebenfalls zu, dass er im Lauf der Jahre für den Tod mehrerer hochrangiger Individuen verantwortlich gewesen war. Ichigo befürchtete, dass er sich eine tiefere Grube grub. Yamamoto konnte möglicherweise sogar Uryu bitten, ihn mit einem Quincy-Pfeil zu treffen, wenn er noch weitere Morde gestand! Aber der alte Mann überraschte ihn.
Während die anderen über die Situation redeten (seine Mom schlug seinen Vater KO weil er wie ein Baby weinte, nachdem er die Story gehört hatte und tröstete danach Orihime, die ebenfalls in Tränen ausgebrochen war), befahl Yamamoto Rangiku, ihm Haineko zu übergeben. Er zog dann sein eigenes Schwert und legte die beiden Klingen aneinander, ehe er seinen Kopf gegen die Griffe der Schwerter legte. Er verfiel zu diesem Zeitpunkt in Schweigen, als würde er meditierte, aber alle wussten, dass er mit den beiden Schwertern redete.
Soifon bebte zu diesem Zeitpunkt beinahe vor Zorn. "Was gibt es da zu überlegen? Ichimaru hat Verrat und vorsätzlichen Mord gestanden! Er sollte hingerichtet werden!"
"Was zur Hölle sagst du da?" sagte Ichigo mit tödlicher Ruhe und füllte damit die plötzliche Stille, die nach den Worten der Kommandantin des Bestrafungskorps entstanden war. "Du HAST aufgepasst, richtig? Du hast dieselbe Geschichte gehört wie wir? Gin hat Leben GERETTET, indem er Leute aufgehalten hat, die ihre Posten MISSBRAUCHT haben!"
"Er hätte die Zentralkammer der 46 informieren sollen!" fuhr sie ihn an.
"Jaah, richtig!" sagte Ichigo, während er die Augen verdrehte. Er war ein bisschen überrascht, dass alle anderen den beiden zusahen, ohne irgendetwas zu sagen... genau genommen, hatte seine Mutter ERNSTHAFT gerade etwas Popcorn für die Leute in ihrer Nähe herbeigezaubert? Er wendete sich von dem Anblick ab und konzentrierte sich darauf, Soifon wütend anzustarren, die das Ereignis ebenfalls bemerkt zu haben schien und ihr bestes tat, um es ebenfalls zu ignorieren. "Du weißt genauso gut wie ich, dass die Zentralkammer der 46 nutzlos war! Aizen hat sie schon damals manipuliert! Er hätte ihnen irgendein Ammenmärchen erzählt und seine Agenten vom Haken geholt! Gin hat getan was RICHTIG war, er hat Leute beschützt."
"'Richtig'?! 'BESCHÜTZT'?! Regeln gibt es aus gutem Grund, Kurosaki!" sagte Soifon während sie steifbeinig einen Schritt auf den neuen Kommandanten zu machte. "Ohne Regeln bricht die Gesellschaft zusammen! Er hat das Gesetz auf höchster Ebene missachtet und MORD begangen!"
"Scheiß auf deine Regeln", zischte Ichigo, der einen Schritt auf die kleinere Frau zu machte, was die anderen aufkeuchen ließ. Selbst Kurotsuchi und seine 'Tochter' sahen zu diesem Zeitpunkt interessiert aus. "Eure verdammten Regeln hätten Rukia fast umgebracht. Eure verdammten Regeln hätten Aizen beinahe die Seireitei VON INNEN HERAUS übernehmen lassen. Eure verdammten REGELN müssen wegen Scheiß wie diesem neu bewertet und überarbeitet werden!"
Ichigo gestikulierte wild in Richtung Gin, der Ichigo überrascht ansah. "Wenn ihr IDIOTEN vom Bestrafungskorps TATSÄCHLICH die Todesfälle von unschuldigen Leuten BEACHTET hättet, hätte Gin das Gesetz nicht in die eigenen Hände nehmen müssen! Wo waren eure Untersuchungen zu den Todesfällen bei KINDERN?!"
"Wie kannst du es WAGEN die Methoden meiner Kompanie in Frage zu stellen!" Ein weiterer Schritt und ein mit tödlicher Klaue bewehrte Finger wurde erhoben. "NATÜRLLICH haben wir die Todesfälle untersucht, als wir davon wussten! Alle Anzeichen deuteten auf Verhungern wegen Nahrungsmangel hin, da die meisten Leute in der Seireitei nicht essen müssen! Es gab nie Hinweise darauf, dass eine große Zahl von Individuen zur selben Zeit betroffen war, die auf ein falsches Spiel gedeutet hätten! Wir haben unsere PFLICHT getan!"
Ichigo machte einen weiteren Schritt vor und ging jetzt in direkte Konfrontation mit Soifon. Er beugte sich vor, Nase an Nase mit der Frau und zischte sie leise an während seine Augen vor unterdrücktem Zorn blitzten. "Es ist ziemlich VERDAMMT offensichtlich, dass ihr in eurer 'PFLICHT' total 'VERSAGT' habt, nicht WAHR?"
Ein leises 'oooOOOhhh!' hallte dazu durch den Raum, die Gruppe hatte Ehrfurcht davor, dass Ichigo sich 'das' tatsächlich traute. Soifon kochte einen langen Moment, ehe sie einen Wutschrei ausstieß und versuchte, auf den größeren Mann loszugehen. Yoruichi war plötzlich neben ihnen, die Soifons Handgelenk mit der Hand gefangen hielt und einen tödlichen Gesichtsausdruck zur Schau stellte.
"LASS MICH LOS! ICH BRINGE IHN UM! WIE KANNST DU ES WAGEN!?" brüllte Soifon.
Das Geräusch eines Schlages klang durch die Luft und alles wurde wieder ruhig.
Soifon, die sich nicht länger wehrte, hielt eine Hand an die Wange und starrte ihre geliebte Mentorin aus großen Augen an. Yoruichis Gesichtsausdruck blieb streng.
"Hier liegst du falsch, Soifon. Wenn das System oder die Regierung korrupt ist, tut man was richtig und nicht was einfach ist, wenn es darum geht, Gerechtigkeit zu finden. Hierbei stimme ich mit Ichigo überein", sagte die Blitzgöttin leise.
Soifon traten tatsächlich kurz Tränen in die Augen. "Aber... aber das Gesetz."
"War korrumpiert, das WEISST du. Komm wieder her, okay?" Yoruichi lächelte sanft um die Spitze ihres vorherigen Schlages abzumildern und führte die kleinlaute Kommandantin zurück an ihren Platz.
(Ichigo war sich ziemlich sicher, dass er aus dem Augenwinkel das Aufblitzen von Wertungskarten in der Nähe seiner Mutter und der dort sitzenden Gruppe gesehen hätte, aber als er sich dorthin umdrehte, hielten sie nur ihr Popcorn.)
Danach dauerte es beinahe eine halbe Stunde (während derer die Leute unruhig hin und her rutschten und leise miteinander über die Situation sprachen) ehe Yamamoto seinen Kopf hob und Haineko an Rangiku zurück gab. Zu diesem Zeitpunkt war sie besorgt gewesen, aber sobald ihr Zanpakuto wieder in ihren Händen lag, wurde sie leichenblass und musste zur Seite geführt werden, damit sie sich setzen konnte. Ichigo wurde klar, dass Haineko die Blockade der unterdrückten Erinnerungen aufgehoben haben musste und sie versuchte, diese zu verarbeiten. Als sie anfing, feuchte Augen zu bekommen, hatte sich Gin in eine kniende Position begeben, um sich in ihre Richtung zu lehnen.
"Nein, nein, Ran-chan! Nicht weinen!" sagte er in einem sanften Tonfall, der alle durch seine Zärtlichkeit überraschte. "Schau mal, ich habe sie aufgehalten, richtig? Es sind keine weiteren Kinder gestorben, richtig? Ich habe sie für dich beschützt, das ist also was gutes, richtig?" seine Stimme traf beim letzten 'richtig' einen panisch klingenden hohen Ton. "Bitte hör auf zu weinen, Ran-chan! Ich hasse es, wenn du weinst!"
"D-du..." Rangiku zog ein paar Mal die Nase hoch in dem Versuch, ihre Tränen zurückzuhalten. Plötzlich stand sie auf und löste Haineko und dessen Scheide von ihrem Gürtel und zog Gin mehrmals die hölzerne Scheide über den Schädel. "DU BAKA! BAKAYARO*! BAKABAKABAKA! Warum hast du mich nicht helfen lassen?! Er hätte dich töten können, wenn ihm klar geworden wäre, was du gemacht hast! Was hätte ich getan, wenn du TOT gewesen wärst?! BAKA! Baka!"
Beim letzten 'baka' fiel sie auf die Knie und zog Gin in eine enge Umarmung, während sie in die Schulter seines Haori weinte. Er bewegte sich, versuchte sie so gut wie möglich mit hinter dem Rücken zusammengebundenen Armen festzuhalten und flüsterte ihr leise etwas zu um sie zu beruhigen, rieb seine Wange an ihrer ehe er sanft mit seiner Nase an ihre stupste. Sie stieß ein tränenersticktes Lachen aus und schmiegte sich, eine Antwort flüsternd, an ihn. Yamamoto räusperte sich und Rangiku, die immer noch auf Gins Schoß saß, drehte sich um, um dem älteren Mann einen wütenden Blick zuzuwerfen.
"Egal was ihr mit ihm macht, das macht ihr auch mit mir, verstanden?" stieß sie knurrend hervor, was alle schockierte. Yamamotos Augen öffneten sich vor Erschütterung über ihren plötzlich respektlosen, direkt feindseligen Tonfall weit. "Ich lebe nicht ohne meinen Gin."
Die Augen des alten Mannes verengten sich gegenüber dem Paar und für mehrere lange Augenblicke befürchtete Ichigo tatsächlich, dass die beiden als Brandopfer enden würden. Endlich lächelte der alte Mann sanft.
"Gin Ichimaru, für Eure Handlungen um eine Verschwörung gegen die Seireitei aufzuhalten, nicht nur in Eurer Zeit als Shinigami, sondern bereits seit Eurer Kindheit, spreche ich hiermit eine vollständige Begnadigung aus und setze Euch wieder als Kommandant ein. Mögt Ihr weiterhin der Dritten Division mit Ehre dienen."
"WAS?!" erschallten Rufe von allen im Raum (außer von Yamamoto und Chojiro).
"Ich... Ich darf ihn losbinden?" fragte Rangiku langsam. "S-Sie werden ihm nicht wehtun?"
"Nein meine Liebe, das werde ich nicht. Bindt ihn los und gebt ihm jetzt seinen Kommandanten-Haori zurück, hmm?" sagte Yamamoto freundlich.
Die total verstörte Rangiku band Gin los und nahm den Kommandanten-Haori der Dritten Division von Chojiro entgegen und legte ihn Gin wieder über. Nach mehreren langen Augenblicken umarmten sich die beiden und die meisten Frauen (und ein paar der Männer) im Raum jubelten entweder oder flüsterten bei dem Anblick miteinander.
Ichigo war von dem Ergebnis schockiert... aber er musste zugeben, dass er sich für das Paar sehr freute.
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Momo war... begeistert, verblüfft. Extrem glücklich! Sie hatten wieder einen Kommandanten! Nicht nur irgendeinen Kommandanten, sie hatten ICHIGO bekommen! KREISCH!
Sie hielt inne und wurde rot, als ihr bewusst wurde, dass sie alle verwirrt anstarrten. Das 'Kreisch' war nicht nur innerlich gewesen, wie sie gedacht hatte. Sie rannte los und flitzte zur Fünften Division um allen Bescheid zu sagen. Man hatte entschieden, sie zurück kommen zu lassen um es ihrer Kompanie zu sagen, aber sie musst direkt zurück in die Welt der Lebenden laufen. Sie hatte seit einiger Zeit vermutet, dass dies die Richtung war, in die Yamamoto sich orientierte, aber das es tatsächlich passierte... JA!
Es brauchte einige Zeit, um alle im Haupthof zu versammeln und sogar noch länger, alle zu beruhigen.
"Ihr Alle! Ich habe eine Mitteilung zu machen! Sie kommt von Generalkommandant Yamamoto!" Das brachte alle prompt zum Schweigen. Momo wippte breit grinsend auf den Zehenspitzen. "Wir haben wieder einen Kommandanten!"
Ein ehrfürchtiges Murmeln brach ein paar Momente lang aus, ehe jemand rief:
"Wer ist es?"
Momo wippte auf den Zehenspitzen und klatschte glücklich in die Hände. "Ichigo!"
"WIRKLICH?"
"Kurosaki-kun?!"
"YAY!"
"WIR HABEN ICHIGO! WIR HABEN ICHIGO!" erklang ein Paar Stimmen von Zwillingen aus dem Hintergrund.
Momo wurde ein paar Augenblicke später hochgehoben als die gesamte Division die guten Neuigkeiten zu feiern begann. Sie lachte glücklich mit allen zusammen, erzählte ihnen eifrig was sie wusste und genoss die sich daraus ergebende durch die Nacht, bis zum nächsten Tag, dauernde Party und vergaß, dass sie zurückeilen und einen Test schreiben musste.
Alle waren einfach zu glücklich, dass sie sie schon verlassen konnte.
Anmerkungen der Autorin:
Zur Info: Die Stimmen der Zwillinge? Das sind Mollys tote Brüder Fabian und Gideon ^.^ ihre Namensvettern sind ihnen so sehr ähnlich, eh?
*yare (na ja...)
*eeto (wie in 'na ja, mal sehen')
*baka (Idiot/ Trottel)...
*bakayaro (entspricht ungefähr 'Arschloch').
