So da sin wa wida (So da sind wir wieder)
Willkommen zum 2. Kapitel meiner Fanfiction dieses mal widme ich das Kapitel meiner lieben Freundin Jana, die mir in guten wie in schlechten Zeiten der letzten Monate zur Seite stand und mich immer wieder auf den Pfad des Lichts brachte, da sie wusste, wo der Lichtschalter war (auch wenn sie im Ostereiersuchen eine komplette Niete ist #OhEineNuss)
Letztlich zum Kommentar:
bluegirl1750: Freut mich sehr, dass Dir das erste Kapitel gefallen hat. Ich hoffe, dass auch dieses Kapitel Deinen Dienstag ein wenig genießbarer macht ^^. Und ja, es gibt weitere Kapitel...hoffentlich...sollte mich meine Kreativität und mein Verstand nicht im Stich lassen.
Viel Spaß bei diesem Kapitel ^^
Das Klirren einer Kette und das leise Wimmern eines Jungen ließ ihn aufhorchen. Mr. Grey trat mit einem mehr als nur abgemagerten Jungen durch die Tür. Kein Bad, kein Essen, was sollte als nächstes kommen? Dass der Junge etwa Harry Potter, Held der Zauberwelt und Überlebender des Avada, war?
„Darf ich vorstellen: Das ist Harold James Potter, geboren 31.07.1980, Eigentum von Mr. Severus Snape."
Harold Potter? Harry Potter? Er hatte es heraufbeschworen, soviel gab er zu. Oh bitte nicht. Wie konnte er vergessen haben sich das Gesicht des Jungen zeigen zu lassen? Er würde sich in diesem Moment am liebsten selbst Hauspunkte abziehen. Wie hätte er auch nur im Ansatz ahnen können, dass sich unter dem Gestrüpp von Haar und Dreck das Gesicht eines Potters verbarg?
„Mr. Snape, geht es ihnen gut?"
„Ja, es ist nur… Ach nichts. Geben Sie mir den Jungen. Ich habe, wie gesagt, noch einen Termin, welchen es zu erledigen gilt."
„Äh, natürlich…", Mr. Grey drehte sich zu dem Jungen. „Beweg dich gefälligst!"
Nicht ein Ton war vom Jungen zu hören, nicht einmal als Mr. Grey ihn an den Haaren packte, um den Prozess des Gehens (wohl eher Humpelns, wenn man Potters Verletzungen betrachtet) zu beschleunigen. Zu seiner eigenen Überraschung hatte Snape doch einiges dagegen, dass dieser Mann mit seinem Eigentum so sprach und ihm auch noch Schmerzen zufügte. Wofür hielt er sich? Oh nein, wollte er jetzt Potter auch noch in Schutz nehmen? Früher hätte er so einiges gegeben, um James Potter in Schmerzen zu sehen, aber der Junge hatte Lilys Augen. Diese wunderschönen grünen Augen, die voll und ganz den Schmerz widerspiegelten…
„Mr. Grey, ich sage es ein letztes Mal: Beherrschen Sie sich!"
Doch statt Mr. Grey zuckte der Junge zusammen, einerseits von den laut gebrüllten Worten erschreckt andererseits weil Mr. Grey ihn noch fester an den Haaren packte, nur um ihn dann mit all seiner Kraft auf den Boden zu Snapes Füßen zu werfen.
„Hat nichts anderes verdient, die Schlampe.", murmelte Mr. Grey noch, bevor er sich an Snape vorbeidrängelte und zur Tür marschierte.
„Diese Muggel. Respekt verlangen, aber kein Benehmen haben.", grummelte Snape und zog den ängstlichen, zitternden Jungen in eine aufrechte Position.
Kurz blickte er in die grünen Augen bevor Potter seinen Blick zu Boden wendete. Nicht weiter darüber nachdenkend lief Snape voran gefolgt von Potter, der ihm langsam nachhumpelte. Er schien darauf zu achten zu Snape einen gewissen 2-Schritte Abstand zu halten. Roch er etwa streng oder warum ging der Junge so weit hinter ihm?
„Würden Sie bitte ins Wohnzimmer kommen? Wir machen dort die Abrechnung, ja?", brüllte Mr. Grey von unten.
Konnte der Mann nicht einmal ruhig an die Sache herangehen? Er war wie ein Hauself auf Ecstasy (eine miese Idee, wie es sich bei einem seiner zahlreichen misslungenen Experimente in Hogwarts herausstellte und die Ausrede „Ich war jung, ich wusste es nicht besser!" zog bei Dumbledore danach auch nicht mehr)
Wieder kam er auf dem Weg zur Treppe an den Familienfotos vorbei. Wieder fragte er sich wie ein Kind nur so fett sein kann. Leise wie eine Katze fühlte er Potter hinter sich her schreiten, wobei jener manchmal sein Schritttempo an das Seine anpasste. Snape ging wieder etwas schneller, wollte er doch so schnell wie möglich aus diesem widerwärtigen Haus raus. Wo war nochmal das Wohnzimmer? Treppe runter und dann rechts? Ja, das musste es sein. Warum waren Muggel-Häuser nur so eng gebaut? Er war mitten im Beschimpfen der Muggel-Architektur als er hinter sich etwas zerbrechen hörte. Was ist denn jetzt? Hatte der Junge eines der Bilder umgestoßen? Eigentlich wäre es ja kein großer Verlust, da das Kind wirklich abartig fett war, jedoch musste der Rahmen einiges gekostet haben, denn bevor Snape sich umdrehen konnte, sah er schon Mr. Grey die Treppe heraufspringen und mit der flachen Hand ausholen. Mit einer Hand griff er das Handgelenk des Mannes und drehte sich gleichzeitig um. Da saß sein Eigentum, Potter, in den Scherben des Bildes und hatte damit begonnen die Scherben aufzusammeln. Hoffnungslos, Potter.
„Beruhigen Sie sich Mr. Grey-", fing Snape zu sprechen an, wurde jedoch unhöflich von Mr. Grey unterbrochen: „Beruhigen?! Ich soll mich beruhigen?! ICH BIN RUHIG!"
Muggel.
„Das sehe ich. Wahrscheinlich hatten sie auch nicht vor mein Eigentum zu schlagen, sondern ihm aufzuhelfen und die Scherben dann nach unserem Verschwinden selbst zu beseitigen, richtig? Denn das ist doch das, was eine ruhige Person in Gegenwart eines Kunden tun würde."
„…"
Das hatte diesem Muggel wohl vollends die Sprache verschlagen, denn er starrte ihn einfach nur vollkommen verdattert an. Und wieder wurde Snape daran erinnert was es benötigte Magie vor Muggeln geheim zu halten: Menschliche Dummheit. Bei diesem Zeitgenossen würde noch nicht einmal Legilimentik helfen, denn: Wo nichts ist, kann man nichts finden.
„Wissen Sie was? Ich erstatte Ihnen den Preis für den Rahmen, wenn Sie mich und mein Eigentum für ein paar Minuten alleine lassen."
Grey zuckte zusammen, nickte und entfernte sich in Richtung des Wohnzimmers.
Mit seinem Markenzeichen-Augenbrauen-Move drehte er sich ruckartig um und sah noch Potters heftiges Zusammenzucken, bevor dieser, weiterhin zitternd, seinen Kopf zu Boden neigte.
„Reißen Sie sich zusammen, Potter.", zischte er ihm zu. „Ich bin hergekommen und mir einen Sklaven zu kaufen und nicht, das kann ich Ihnen garantieren, um Sie arroganten Bengel hier rauszuholen. Und jetzt verdammt noch mal" Snape zitterte geradezu vor zurückgehaltener Wut. „Stehen Sie auf und benehmen Sie sich!"
Potter versuchte es, doch konnte man seinen wackeligen Beinen ansehen, dass er sie lange nicht mehr bewegt hatte. Seine viel zu dünnen Beine schienen unter dem Gewicht seines Oberkörpers zusammenzubrechen, doch Potter hielt sich tapfer immer noch zitternd vor Angst vor der Wut seines neuen Herrn. Er begann sich langsam fortzubewegen, obwohl sein Wimmern und das ständige einknicken signalisierten dass er kurz davor war hinzufallen… Und das tat er auch. Kaum drei kurze wankende Schritte getan schon knickten seine Beine ein und er landete mit einem lauten Wimmern Oberkörper voran in den Scherben.
„E-Es tut m-mir leid, Herr! Es tut mir leid, Herr!" murmelte Potter immer wieder und machte Snape damit nur wütender: „Hatte ich nicht gesagt, dass Sie sich zusammenreißen sollen, Potter?! Spielen Sie nicht den sterbenden Schwan!"
Immer noch schäumend packte Snape den Jungen an den Haaren und zog ihn hinter sich her den Gang entlang. Ihm war völlig entgangen das Potter angefangen hatte zu weinen und versucht hatte sich in den Scherben zusammenzurollen, um seine wichtigen Organe zu beschützen, obwohl das wenig genützt hatte, denn jetzt bohrten sich kleine und große Scherben in seine Haut.
Potter versuchte mit seinem neuen Herrn mitzuhalten, doch stolperte immer wieder und merkte dabei, wie sich der Griff des ihm noch fremd erscheinenden dunkelhaarigen Mannes verfestigte und ihm damit einige Haare ausriss. Er musste der Versuchung mehrmals wiederstehen, sich an dem langen schwarzen Mantel seines neuen Herrn festzuhalten, da seine Beine sein Gewicht nicht länger würden halten können.
Auf der Treppe passierte es dann. Kaum hatte er unter Schmerzen die erste Stufe geschafft, gaben seine Beine endgültig nach und er fiel…
Es schienen Minuten zu vergehen bis sein schmächtiger Körper mit den harten Treppenabsatzätzen kollidierte und er den Rest der Treppe hinunter fiel. Er spürte diesen unverwechselbaren dumpfen Schmerz in seinen Knochen, der sich erst am Ende seiner „Rutschpartie" vollends zu einem unbändigen Schmerz ausbreitete. Der Schmerz war zu viel für seine sowieso schon erschöpfte Seele und so beschloss sein Bewusst sein zu schwinden und ihm die Gnade eines wenig erholsamen Schlafes zu gewähren. So wurde es dunkler um ihn und er sah noch die schwarze Gestalt seines neuen Herrn die Treppe hinunter auf seinen bewegungsunfähigen Körper zu laufen, bevor er sich vollends der Dunkelheit hingab. Was würde er vorfinden sollte er wieder erwachen?
