So, leider hat es etwas gedauert... aber hier ist nun das neue Kapitel :) Und ich sehe, es sind zwei neue Reviews gekommen.

Miss Barh: Danke, freut mich sehr, dass dir mein Schreibstil gefällt :) Ich hab als Kind selber sehr viel gelesen, ich glaube, das hat geholfen.
Viel Spaß beim Lesen :)

Nina R. Burghard: *rotwerd* Danke! Ich hatte mir das sogar schonmal überlegt, aber mir fehlte es immer an Ideen für eigene Charaktere und Orte. Daran scheiterts dann mit dem professionellen Schreiben. Mit Fanfictions ist das einfacher, man kann einfach bereits existierende Charaktere, die man mag, ausleihen ^^

Auch dir dann viel Freude beim weiterlesen :)

Geburtstag

Nachdem Harry sein Totem gefunden hatte, übte er, mit Phönix auch im Wachzustand Kontakt aufzunehmen. Dennoch ging er noch oft in die andere Dimension, um ihn zu sehen. Mit der Zeit funktionierte es immer besser und er brauchte die Kräuter nicht mehr.

Auch in Runen machte er Fortschritte, obwohl es sich in erster Linie um ein theoretisches Fach handelte und er sich etwas reinhängen musste. Magizoologie lernte er selber anhand der Schulbücher, aber es war nur theoretisch, und das störte ihn. Zudem hatte er sich auch die Lehrbücher von der ersten bis zur 4. Klasse in Zaubertränke, Zauberkunst, Verwandlung und Duellieren besorgt und ging alle Zauber und Zaubertränke, die seine Klassenkameraden in Ilvermorny gelernt hatten, durch. Die, die er in Hogwarts gelernt hatte, waren fast alle dabei, aber dafür gab es noch andere, die in Hogwarts erst für spätere Jahrgänge auf dem Lehrplan standen, wie Remus erstaunt feststellte, als er einen Blick in die Bücher warf. Er half Harry zusammen mit Sirius, sich alles, was er noch nicht konnte, anzueignen.

In diese Zeit fiel auch Harrys fünfzehnter Geburtstag. Harry überlegte, dass er sich eigentlich komisch fühlen müsste, mit 15 noch in die vierte Klasse zu gehen, aber er dachte bei sich, dass Hermine ja auch fast ein Jahr älter als er war und wenn sie drei Wochen eher geboren wäre, wäre sie ein Jahr früher nach Hogwarts gekommen. Er fand es nicht weiter schlimm, weil er so mehr Zeit hatte, alles zu lernen. In Ilvermorny gab es so viele Wahlangebote, und er hatte vor, neben dem Animaguskurs mindestens auch den Okklumentikkurs zu belegen.

Remus und Sirius hatten einen großen Kuchen gebacken und ihn am Morgen an sein Bett gebracht. Zwei große Geschenke lagen daneben. Die beiden Rumtreiber sahen sich an.

„Auf drei", sagte Sirius. „Alles Gute zum Geburtstag!"

Harry schreckte hoch. „Oh. Guten Morgen. Ach ja, stimmt..."

Die anderen beiden lachten und überreichten ihm seine Geschenke. Harry wunderte sich, wie schwer eines der Päckchen war. Er packte es aus und hielt eine flache Schale aus Obsidian in der Hand, in deren Ränder Runen eingraviert waren. Ein Denkarium. Es war etwas kleiner als das Denkarium in Hogwarts, aber es erfüllte den gleichen Zweck.

„Wow. Vielen Dank, Sirius", sagte er ehrfürchtig.

„Wir dachten, wir können dir so Erinnerungen an deine Eltern zeigen", erklärte sein neuer Vater. Und du kannst Erinnerungen noch einmal ansehen, wenn du Erlebtes erneut erleben möchtest. Das Denkarium ist so verzaubert, dass die Erinnerungen darin nicht ohne deinen Willen angesehen werden können."

Nun reichte Remus ihm das zweite Geschenk. Es war ein Buch über Okklumentik. „Ich selber habe das Buch zum Lernen benutzt, und Sirius ebenfalls. Als ich es in New Ashford gefunden habe, dachte ich, dass es dir sicher auch nützlich sein wird. Ich weiß, dass du Okklumentik in Ilvermorny als Wahlfach nehmen willst, aber wenn die Slytherins herkommen, kommt sicher Snape mit, da ist es vielleicht besser, wenn du schon die ersten Grundzüge beherrschst."

Harry nickte leicht. „Danke, Remus", sagte er und seine Stimme klang etwas belegt, als er an Dumbledore dachte.

Remus lächelte und deutete auf einige Briefe, die auf dem Frühstückstablett lagen. „Da ist noch was aus England gekommen."

Harry nahm die Briefe in die Hand und schluckte. Er war in den letzten Wochen so mit Lernen und der Totemsuche beschäftigt gewesen, dass er kaum an seine Freunde gedacht und deshalb nun ein ziemlich schlechtes Gewissen hatte. Er öffnete den ersten Brief. Er war von Ron.

Hallo Harry,

herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Ich muss sagen, wir wussten nicht, dass du so weit weg gehst, wenn du etwas Auszeit brauchst. Ich hoffe, es geht dir gut? Mum und Dad sagen, dass du wohl nach Ilvermorny gehen wirst. Alle hier denken, dass du entführt wurdest, aber da Sirius in Amerika ist, haben wir uns schon gedacht, dass du mitgekommen bist. Stell dir vor, es wird einen Schüleraustausch geben! Wir werden uns also hoffentlich im November wieder sehen. Voldemort ist bisher sehr ruhig, niemand im Ministerium möchte glauben, dass er wieder zurück ist. Dumbledore hat den Orden des Merlin aberkannt bekommen, weil Fudge die Gefahr nicht sehen will. Er sagt aber, dass er, solange er nicht von den Schokofroschkarten entfernt wird, damit leben kann.

Viele Grüße von Mum, Dad, den Zwillingen und Ginny,

Ron

Harry legte den Brief nachdenklich zur Seite. Vermutlich hatten sie in den Ordenssitzungen darüber geredet, dass Sirius Asyl in Amerika bekommen hatte. Natürlich wusste die Öffentlichkeit nichts von dessen Beziehung zu Harry, aber im Orden war es bekannt, dass Sirius damals zu seinem Paten ernannt worden war, und jeder, der halbwegs logisch denken konnte, konnte sich natürlich zusammenreimen, dass auch Harry in Amerika sein musste. So war es gar kein richtiges Geheimnis mehr. Zum Glück stand wenigstens das Geheimnis darum, wer er nun war, unter dem Fidelius!

Der zweite Brief war von Hermine.

Lieber Harry,

alles Gute zum Geburtstag! Ich habe im Tagespropheten gelesen, dass Sirius in Amerika für unschuldig befunden und politisches Asyl gewährt bekommen hat. Das lässt natürlich den Rückschluss nahe, dass du auch dort bist. Ich vermisse dich, kann dich aber gut verstehen. Nach den letzten vier Jahren und insbesondere dem Trimagischen Turnier und seinen Folgen hätte ich auch die Nase voll von England. Hoffentlich kannst du in Amerika ein normaleres Leben führen. Ich bin richtig neidisch, dass du nach Ilvermorny gehst! Hast du da andere Fächer? Welche Wahlfächer gibt es da? Du musst mir unbedingt alles erzählen! Ron hat über seine Eltern erfahren, dass Dumbledore einen Schüleraustausch der 5. Klassen mit Ilvermorny plant. Bestimmt will er dich so überreden, doch wieder nach England zurückzukehren. Ich freu mich auf jeden Fall sehr darauf, dich wiederzusehen! Für die Zwischenzeit hoffe ich, dass du mit dem Buch etwas anfangen kannst.

Bis dahin alles Gute,

Hermine

Harry musste schmunzeln. Natürlich hatte Hermine nur die Schule im Kopf, wie immer. Sie wäre sicher im Haus Gehörnte Schlange gelandet. Er packte ihr Geschenk aus und hielt ein Buch über alternative Duelltaktiken in der Hand. Als er es aufschlug, sah er, dass es im Wesentlichen gar nicht um Angriffs- und Verteidigungszauber im klassischen Sinn ging, sondern darum, wie man andere Zauber und Gegenstände taktisch klug im Duell einsetzen konnte. Es waren Dinge, auf die Harry im Leben nicht gekommen wäre, die aber sehr nützlich waren, wenn der Gegner beispielsweise zu mächtig war und sein Schild so stark, dass keine Angriffszauber möglich waren. Harry grinste, als er den Vorschlag las, in so einem Fall einfach einen Schwarm Vögel auf ihn loszulassen, die ihn so ablenken würden, dass er keine Chance hatte, sich weiter auf den Schild zu konzentrieren. Er würde zusammenbrechen und der Gegner wäre leichte Beute. Die Zauber, die man für den jeweiligen Stunt benötigte, wurden natürlich ebenfalls beschrieben. Harry nickte anerkennend und beschloss, es so schnell wie möglich durchzulesen. Verteidigung war sein Lieblingsfach, aber echte Duelle gegen Voldemort oder die Wesen im Irrgarten hatten ihm keine Freude bereitet. Dennoch machten ihm Duelle per se Spaß, und mit diesen Tipps würde er sich sicher verbessern. Er beschloss, in Ilvermorny auch dem Duellierklub beizutreten, wenn es denn einen gab. Aber daran zweifelte er nicht.

Nach dem Frühstück hatten die beiden Rumtreiber eine Überraschung für ihn. Sie sagten ihm nicht, wo es hinging, sondern holten einen Portschlüssel hervor. Als sie ihn alle berührten und Harry das bekannte Ziehen hinter dem Bauchnabel verspürte, erinnerte er sich an seine letzte Portschlüsselreise und bekam plötzlich Panik. Als sie landeten, merkten die beiden Rumtreiber sofort, dass etwas nicht stimmte.

„Harry?" Sirius setzte sich zu ihm auf den Boden. Harry hatte das Gesicht in den Händen vergraben und zitterte. Sein Adoptivvater legte einen Arm um ihn und Remus setzte sich an seine andere Seite und strich beruhigend über seinen Rücken. Allmählich beruhigte Harry sich wieder.

„Alles gut", brachte er schließlich hervor und sah Sirius entschuldigend an. „Ich hab nur unwillkürlich einen Flashback gehabt zu dem Tag, wo ich zuletzt einen Portschlüssel benutzt habe. Da wusste ich auch nicht, wo es hingeht."

Sirius riss die Augen auf und seine Lippen verformten sich zu einem Fluch. „Tut mir echt Leid, Harry. Das habe ich komplett vergessen. Zum Fliegen wäre es zu weit gewesen."

Harry stand auf. „Wo sind wir überhaupt?" Er stellte fest, dass sie auf in einer Wüste waren. Direkt neben ihnen befand sich ein riesiges Stadion.

„Wir dachten, wir besuchen mal ein Quidditchspiel zusammen", erklärte Remus ihm, während auch er aufstand. „Die texanischen Sweetwater All-Stars spielen gegen die Fitsburg Finches aus Massachusetts."

Harry fing an zu grinsen. Er dachte an das Spiel vor einem Jahr und wie er es genossen hatte. Das, was danach passiert war, schob er konsequent von sich weg.

Sie hatten beste Logenplätze und Harry überlegte, für welches Team er eigentlich sein sollte. Da sie in Massachusetts lebten, war es für sie naheliegend, Fan der Fitsburg Finches zu sein. Als die Spieler der texanischen Sweetwater All-Stars auf das Feld geflogen kamen und ihre Namen angesagt wurden, wünschte Harry sich am liebsten, mitspielen zu können. Er hatte schon über ein Jahr kein Quidditch mehr gespielt. Zum Glück gab es in Ilvermorny auch einen Quidditch-Cup.

„Und hier kommen die Fitsburg Finches", unterbrach der Ansager seine Gedanken. „Als Sucherin Maggie Smith, dann Anthony Fletcher und Mary Cohen als Treiber, George Baxter als Hüter und die Jäger Nina Higgs, Patrick Boots und der großartige Maximus Brankovitch III, nebenbei seit sechs Jahren auch noch Quidditchkapitän des US-amerikanischen Nationalteams!"

Die Leute jubelten, besonders als Maximus Brankovitch genannt wurde. Das Spiel ging los und die Fitsburg Finches gingen schnell in Führung, obwohl Texas den Heimvorteil hatte. Harry bedauerte, letztes Jahr bei der Weltmeisterschaft kein Spiel des US-amerikanischen Quidditchteams gesehen zu haben, denn was Brankovitch da an fliegerischen Künsten abzog, war der Wahnsinn. Man konnte sich gar nicht sattsehen.

Auch Sirius und Remus sahen ihm mit offenen Mündern zu. „Der fliegt fast so gut wie Harry", sagte Sirius zu Remus, welcher nur nickte. Harry musste lachen, er wusste, dass er auf dem Quidditchfeld keine schlechte Figur machte, aber das kam ihm nun doch übertrieben vor.

Am Ende waren die Fitsburg Finches so weit in Führung, dass die Sweetwater All-Stars keine Chance mehr hatten, sie einzuholen. Allerdings schien der Sucher der Finches nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Harry hatte den Schnatz schon mehrmals gesehen, aber der Sucher sah immer in die falsche Richtung. Der Sucher der All-Stars hingegen hatte ihn bemerkt, jedoch nichts unternommen, damit sein Team die Chance hatte, aufzuholen. Es war jedoch zwecklos, die Finches lagen inzwischen mit 300 Punkten in Führung und schließlich entdeckte ihr Sucher doch noch den Schnatz. Doch da machte der Sucher der All-Stars ihm einen Strich durch die Rechnung. Er schnappte seinem Kontrahenten die goldene Kugel vor der Nase weg, sodass die Finches mit einem Vorsprung von „nur" 150 Punkten das Spiel gewannen.

Die Menge tobte und feierte und Harry, Sirius und Remus feierten mit. Sie genossen es sehr, mal inmitten einer Menschenmenge zu stehen, ohne begafft, verhaftet oder angefeindet zu werden. Erst spät am Abend kamen sie wieder nach Hause und fielen glücklich ins Bett.

Den Rest der Ferien verbrachte Harry vor allem mit Lernen. Ein paar Mal gingen sie in den magizoologischen Garten in den Rocky Mountains, damit Harry die Tierwesen nicht nur in den Büchern kennenlernte. In Runen kam er auch voran, doch vor allem übte er Wakanda. Er wollte unbedingt Fawkes befreien, bevor das neue Schuljahr in Ilvermorny losging. Phönix sagte ihm zwar, dass seine Fortschritte schon beachtlich seien, aber Harry war es nicht genug. Er wusste, dass er Fawkes nur in Phönixgestalt befreien konnte. Und er schaffte es zu seiner großen Überraschung tatsächlich, am allerletzten Ferientag, Phönix' Gestalt anzunehmen. Im ersten Moment fühlte er sich schwindlig, und dann kippte er um. Es musste sehr komisch aussehen, ein Phönix, der sich nicht auf den Beinen halten konnte. Mühsam kämpfte er sich mithilfe seiner Flügel wieder auf die Füße, während sich Phönix in seinem Kopf schlapp lachte.

Harry begann zu singen. Es klang so schön, dass er selber davon Tränen in den Augen bekam. Sirius und Remus, die unten im Wohnzimmer Schach gespielt hatten, kamen rauf und öffneten vorsichtig die Zimmertür. Als sie den scharlachroten Phönix sahen, der vor dem Spiegel am Kleiderschrank saß und sang, trauten sie ihren Augen nicht.

„Harry?", fragte Remus ungläubig, während Sirius sich die Augen rieb.

Harry sang wieder und die beiden Rumtreiber spürten die Kraft des Liedes, das allen redlichen Menschen Mut und Trost bringt.

„Jetzt musst du nur noch Fawkes finden", überlegte Remus. Harry zwitscherte nochmal und verschwand dann in einer rot-goldenen Stichflamme.

„Hat er gerade..." fragte Sirius verblüfft. Remus nickte nur überrascht. „Ja, er hat die Phönix-Teleportation geschafft. Ich denke, dass das als Phönix nicht so schwer ist, eher wie ein Instinkt. Als Mensch wird er sicher länger brauchen, das zu lernen."

„Das ist der Wahnsinn", seufzte Sirius neidisch. „Ich werde auch Wakanda versuchen zu lernen, auch wenn bei mir sicher kein so mächtiges Tier rauskommt wie bei Harry. Aber die Vorteile sind enorm. Machst du mit?"

Remus errötete. „Um ehrlich zu sein, hab ich schon probiert, in die Höhere Ebene zu kommen. Beziehungsweise ich habs geschafft, aber mein Totem noch nicht gefunden. Und ja, ich habe Wolf als erstes gefragt", ergänzte er hastig, als Sirius schon den Mund aufmachte. „Er war es nicht."

„Dann muss ich mich ja beeilen, wenn ich dich einholen will", sagte Sirius grinsend. „Ich mach mich gleich an die Arbeit. Etwas Ablenkung, während Harry weg ist. Ich mache mir ein bisschen Sorgen. Was, wenn Dumbledore ihn einfängt?"

Dumbledore jedoch tat nichts dergleichen. Harry war nach Hogwarts in den Schrank teleportiert, in dem das Denkarium aufbewahrt wurde. So konnte er ungesehen die Lage sondieren. Fawkes saß auf seiner Stange und ließ den Kopf hängen, während Dumbledore und Snape am Schreibtisch saßen und redeten. Harry spitzte die Ohren. Sie redeten über ihn!

„Aber wie willst du Potter überreden, nach Hogwarts zurückzukehren, selbst wenn er in Ilvermorny sein sollte?", fragte Snape gerade. „Ich kann ihn nicht ausfindig machen, weil du dir ja so sicher bist, dass er im Haus Wampus landet, und die sind genau dann hier, wenn ich mit meinen Slytherins drüben bin. Ich kann ihn nicht für dich entführen." Der letzte Satz klang ziemlich sarkastisch.

„Es geht nicht darum, ihn zu entführen", antwortete Dumbledore. „Er wird von ganz allein wiederkommen wollen. Seine Freunde werden ihn dazu bringen. Wenn wir ihn entführen, wird er Wege finden, wieder zu verschwinden."

Snape nickte und Harry grinste – oder hätte gegrinst, wenn sein Phönixschnabel nicht steif gewesen wäre. Die beiden verließen das Büro, denn es war Zeit zum Abendessen. Harry wartete noch fünf Minuten, dann teleportierte er aus dem Schrank heraus auf Dumbledores Schreibtisch. Fawkes sah auf und Harry sah förmlich, wie in seine Augen Hoffnung trat, als er den anderen Phönix erblickte.

Wer bist du?", ertönte in Harrys Kopf seine Stimme.

Ich heiße Harry Black. Früher war ich Harry Potter, aber ich bin mir nicht sicher, ob dir das weiterhilft, das Geheimnis ist durch den Fideliuszauber geschützt."

Fawkes sah ihn erstaunt an. „Der Fideliuszauber wirkt nur bei Menschen. Wie konntest du ein Phönix werden?"

Phönix ist mein Totem. Er hat mir deine missliche Lage mitgeteilt und nun wirst du frei sein."

Damit begann Harry zu singen. Wieder trieb die Schönheit des Gesangs ihm Tränen in die Augen. Das Lied handelte von nichts bestimmtem, aber er spürte die Wirkung des Gesangs auf Fawkes. Der andere Phönix richtete sich auf, Harry sah sofort, dass Dumbledores Einfluss auf den Phönix nun Geschichte war. Er und Fawkes sahen sich in die Augen und gingen gleichzeitig in einer Stichflamme auf. Sie erschienen in Harrys Zimmer wieder.

Danke, Harry. Ich stehe tief in deiner Schuld. Egal, wofür du meine Hilfe jemals brauchst, du wirst sie bekommen", ertönte Fawkes' Stimme in Harrys Kopf. „Dein Zauberstab enthält meine Feder. Wenn du ihn in der Hand hältst und meinen Namen sagst, werde ich dich hören. Oder du rufst in Phönixgestalt."

Damit verschwand er wieder in einer Stichflamme. Harry verwandelte sich zurück und frohlockte grinsend. Nicht nur hatte er es geschafft, Fawkes zu befreien, er hatte auch einen sehr wertvollen Verbündeten gewonnen.