So, neues Kapitel. Danke an alle, die reviewt haben :)

Miss Barh: Da wird man ja ganz rot bei so einem Lob :)

Ina Bauer: Jetzt :) Ich geb mir Mühe, so viel wie möglich draus zu machen :) Bleib du auch gesund! Ich hab zumindest bisher kein Corona gehabt ^^

Nymphi: Vielen Dank für das Lob! Ich schreib ja schon weiter xD

Schulbeginn

Am nächsten Morgen wachte Harry schlagartig auf. Er wusste nicht, was er heute alles erleben würde, aber er freute sich unglaublich darauf. Er sprang aus dem Bett, unter die Dusche und zog sich eine rote Ilvermorny-Robe an. Dann legte er den blauen Umhang um die Schultern und verschloss ihn mit der Fibel, die die Form eines gordischen Knotens besaß. Er band seine schulterlangen Locken versuchsweise in einem Pferdeschwanz zusammen, das stand ihm auch ganz gut, wie er fand.

Als er ins Wohnzimmer kam, sah er, dass Sirius bei dem Versuch, Rührei zu braten, wohl vergessen hatte, es vom Herd zu nehmen, als er nach draußen gegangen war, um Seidenschnabel zu füttern. Jetzt war es schwarz und roch auch dementsprechend. Harry rümpfte die Nase und machte neues. Dann holte er seinen Koffer samt Besen, schrumpfte ihn und steckte ihn in die Tasche. Simba würde er so mitnehmen, Hedwig ließ er fliegen.

Nach dem Mittagessen verabschiedete Sirius ihn und Remus. Er würde morgen seinen ersten Arbeitstag im MACUSA haben. Sie nahmen den Portschlüssel und tauchten in der Eingangshalle auf. Die Schüler reisten zu Beginn des neuen Schuljahres immer im Laufe des Nachmittags des 1. September an, am Abend gab es dann ein Willkommensbankett. Es waren schon viele Schüler da, sie beachteten Harry gar nicht, weil Ilvermorny so groß war und es normal war, dass man nicht jeden Mitschüler kannte.

Harry war froh, dass Professor Gaho ihm den Schlafsaal der Viertklässler bereits gezeigt hatte, so musste er niemanden fragen und sich direkt als Neuling outen. Er kannte sich inzwischen etwas in dem riesigen Schloss aus, weil er durch den Nachholunterricht so oft hier gewesen war. Also stieg er die Treppen hinauf in den höchsten Turm, wo sich der Gemeinschaftsraum und die Schlafsäle vom Haus Donnervogel befanden. Da das Schloss neun Stockwerke besaß, war er eine Weile unterwegs. Er hoffte, dass seine Klassenkameraden ihm eine Abkürzung zum Speisesaal und den Klassenzimmern zeigen konnten, wie es sie auch in Hogwarts gegeben hatte.

Als er vor dem großen Wandteppich stand, der den Eingang zum Gemeinschaftsraum der Donnervögel markierte, musterte ihn der große Donnervogel, der darauf gestickt war, kritisch. „Du bist der Neue, richtig?"

Harry nickte. „Ja, ich heiße Harry, wir haben uns schon einmal im Juli gesehen."

Der Donnervogel krächzte freundlich und der Wandteppich klappte nach oben. Harry betrat mit Simba auf den Fersen zögernd den Gemeinschaftsraum und sah sich um. Die meisten Schüler saßen in Gruppen zusammen und unterhielten sich angeregt über die Ferien, einer saß allein vor dem Kamin und las ein Buch. Nur eine Vierergruppe, drei Jungs und ein Mädchen, die in der Nähe des Eingangs auf zwei Sofas saßen, nahmen von ihm Notiz. Alle vier hatten lange schwarze Haare und indianische Gesichtszüge. Das Mädchen sah wunderschön aus, Harry musste sich zusammenreißen, um sie nicht anzustarren. Sie musterten ihn forschend, aber nicht unfreundlich. Er nickte den vier Schülern freundlich zu und sie winkten ihn zu sich. Simba schnurrte, was ihn gleich entspannte, er konnte ihnen also trauen. Zögernd setzte er sich zu ihnen.

„Hi, ich bin Harry Black", sagte er etwas verlegen. „Ich war bis jetzt in Hogwarts und bin dieses Schuljahr erst neu in Ilvermorny."

„Black? Wie Sirius Black? Jetzt sag nicht, er ist dein Vater", sagte der größte der vier. Harry nickte nur.

„Verstehe, dann hat er dich mitgenommen, als er hier um politisches Asyl gebeten hat", schloss einer der anderen beiden Jungs.

„So ist es. Und wer seid ihr?"

„Ich bin Yuma Osceola", stellte sich der Junge vor, der die Verbindung zu Sirius gezogen hatte. Der zweite stellte sich als Seth Blackwell vor. Die anderen beiden hießen Noah und Leah Yahola. Sie waren Geschwister, aber keine Zwillinge. Leah war am 2. September geboten worden und Noah am 1. September des nächsten Jahres. So waren sie im gleichen Jahrgang.

„Und ich hab mich meine ganze Kindheit hindurch geärgert, dass ich einen Tag zu spät geboren wurde", sagte sie entrüstet und warf ihr langes Haar zurück. Harry lächelte ihr zu.

„Wenn es dich tröstet: Ich wäre eigentlich schon in der 5. Klasse, aber wiederhole hier die Vierte auf Anraten von Professor Gaho. Und als ich die Schulbücher der vierten Klasse durchgelesen habe, habe ich erkannt, dass die Entscheidung richtig war – vieles, was da drin stand, haben wir in Hogwarts noch gar nicht gelernt."

Nun musterten sie ihn wieder neugierig. „Dann musst du auch Wakanda nachlernen. Wie machst du das in der kurzen Zeit?"

„Darüber brauchen wir uns nicht zu sorgen", sagte Seth, der Harry erstaunt ansah. „Harry hat sein Totem bereits gefunden, nicht wahr, Harry?"

Harry nickte, überrascht, woher Seth das wusste, doch der grinste nur.

„Wie ist Hogwarts eigentlich so?", fragte Noah, der anscheinend eher still war, jedenfalls hatte er bis auf seinen Namen noch nichts gesagt.

„Es ist eigentlich ganz schön dort. Am Anfang war ich von allem total beeindruckt, weil ich davor nicht wusste, dass ich ein Zauberer bin, aber irgendwann hat sich das normalisiert."

„Du bist doch gar nicht muggelstämmig", stellte Yuma verwundert fest.

„Nein, aber meine Mutter war muggelstämmig. Sie wurde ermordet, als ich noch sehr klein war. Zu der Zeit trieb ja Voldemort sein Unwesen in England und er und seine Todesser brachten viele muggelgeborene Zauberer um. Und als mein Vater dann nach Askaban kam, nachdem Voldemort auch die Potters tötete, weil alle dachten, er sei ein Todesser, wuchs ich bei den Muggelverwandten meiner Mutter auf."

Betretenes Schweigen. „Das mit deiner Mutter tut mir leid.", sagte Leah sanft.

Harry winkte ab. „Ich kann mich kaum an sie erinnern." 'Außer, wenn Dementoren in der Nähe sind', fügte er in Gedanken hinzu.

Sie unterhielten sich den ganzen Nachmittag. Harry erfuhr, dass Seth aus dem Stamm der Kiowa-Apachen stammte und Leah und Noah Cherokee waren und in North Carolina in deren altem Stammesgebiet lebten. Yuma war ein Navaho und im Diné-Reservat in Arizona aufgewachsen. Er besaß einen gescheckten Pegasus, den er auch mit in die Schule genommen hatte und der Herbstblatt hieß.

Seth spielte gerne Streiche. Harry musste grinsen. Seth erinnerte ihn so sehr an die Weasley-Zwillinge, er würde sie gerne mal einander vorstellen. Er selber war mit ihm vollkommen auf einer Wellenlänge.

Irgendwann wurde es Abend und Harry sprang erschrocken auf.

„Ich muss meinen Koffer noch raufbringen!"

„Nicht, dass ich an deinen Worten zweifle", sagte Seth amüsiert, „aber bist du sicher, dass du ihn nicht zu Hause vergessen hast?"

„Ziemlich sicher", sagte Harry grinsend, zog seinen Koffer aus der Tasche und vergrößerte ihn wieder mit einem Engorgio. „Ich vermute mal, ihr habt jedes Jahr das gleiche Bett gehabt. Könnt ihr mir zeigen, welches in dem Schlafsaal noch frei ist?"

Yuma schüttelte den Kopf. „Wir haben jedes Jahr einen anderen Schlafsaal, darum gibt es immer andere Betten. Der Viertklässler-Turm ist dort", er zeigte auf eine Tür mit einer großen Vier darauf. Sie gingen alle zusammen durch die Tür und betraten einen kreisrunden Raum, in dessen Mitte sich eine Wendeltreppe nach oben wand. Ein Stockwerk darüber ging eine Tür in den kreisrunden Schlafsaal. Die fünfzehn Betten standen im Kreis, in der Mitte des Raums war die dicke Säule, in deren Inneren sich die Wendeltreppe runter zum Gemeinschaftsraum und rauf zum Mädchenschlafsaal befand. Yuma, Noah und Seth hatten ihre Betten bereits gewählt, sie waren alle nebeneinander, Yumas in der Mitte. Auf dem Bett neben Noah lag ein anderer Junge und las. Als er Harry sah, richtete er sich erstaunt auf.

„Hallo! Du musst neu sein. Ich bin Liam Rhivell. Das sind Ari Balan und Tariq el-Kharim ibn Suleyman al Bustani, und frag mich nicht, wie lange ich gebraucht hab, um mir diesen Namen zu merken."

Ari lachte und Tariq machte ein gespielt finsteres Gesicht. Sie hatten auf Aris Bett gesessen und Karten gespielt. Beide sahen sich recht ähnlich, sie hatten getönte Haut und schwarze Locken. Liam hatte braune Haare und eine sehr ruhige Ausstrahlung. Er erinnerte Harry ein bisschen an Remus.

Simba maunzte und ließ sich von Ari streicheln, während Harry sich vorstellte. Er wählte das andere Bett neben Seth. Es war wie alle Betten riesig, mindestens zwei mal drei Meter. Das auf Harrys anderen Seite schien auch belegt zu sein, die Vorhänge waren zugezogen. Zu jedem Bett gehörte auch eine große Kommode, wo man seine Sachen verstauen konnte. Das sah er als Luxus an. In Hogwarts hatte er nie eine Kommode oder ähnliches gehabt. Dort hatte er immer alles in seinem Koffer aufbewahren müssen, was ihm auf Dauer doch sehr auf die Nerven gegangen war. Hier hatte er außerdem ein Bücherregal, das zu seinem Bedauern leer war. Aber dieses Problem, dachte er sich grinsend, würde er schon zu lösen wissen. Er stellte alle Bücher, die er besaß, hinein. Simba sprang auf das Bett und miaute auffordernd.

Harry grinste. Simba war neben Hedwig seine ständige Begleitung geworden. Er setzte sich neben ihn auf das Bett, hob ihn auf den Schoß und kraulte ihn, während er aus dem großen Fenster sah. Es schenkte ihm eine wundervolle Aussicht auf die umliegenden Berge, die rot glühten, weil die Sonne gerade unterging. Einige hundert Meter entfernt konnte er mehrere Pegasi sehen, die zwischen den Bäumen grasten. Während er noch Simba streichelte, sich im Schlafsaal umschaute und sich fragte, wo eigentlich das Bad war, kamen zwei Jungs rein. Sie gingen schnurstracks auf das Bett neben Harry zu, dann sahen sie ihn und blieben erstaunt stehen. Simba fauchte, und Harry beschloss sofort, den beiden nicht zu trauen.

„Wer bist du denn?"

„Ich heiße Harry und bin neu dieses Jahr", sagte Harry knapp. Er spürte, dass die beiden nichts Gutes im Schilde führten.

„Ich bin Jackson, und dass ist Mike", sagte der Blonde. „Und das", er riss den Vorhang des Bettes neben Harry auf, „ist der kleine Hamster."

Ein kleiner dünner Junge hatte hinter dem Vorhang auf dem Bett gelegen, den sie nun herauszerrten.

„Hallo Young, na, schöne Ferien gehabt?", fragte Jackson höhnisch. Harry fiel auf, dass der kleine Junge überall am Körper blaue Flecken hatte, und ihm gefror das Blut in den Adern, als er unwillkürlich an seine Grundschulzeit erinnert wurde, wo ihn Onkel Vernon zu Hause und Dudley und seine Gang in der Schule verprügelt hatten. Niemand hatte ihm geholfen, und wenn es jemand versucht hätte, hätte sich Harry wahrscheinlich zu sehr geschämt, es zuzulassen. Er sprang aus dem Bett auf.

„Hey! Spinnt ihr, lasst ihn in Ruhe!"

Die anderen drehten sich zu ihm, aber griffen nicht ein. „Harry, lass sie", sagte Yuma mit fester Stimme.

„Was? Aber sie wollen..." er sah wieder zu Mike und Jackson, die den kleinen Jungen an den Armen gepackt hatten. „Was macht ihr da mit ihm?"

„Misch dich nicht in unsere Angelegenheiten ein", fauchte Jackson und sie wollten den Jungen hinaus- und die Treppe hochschleifen. Harry wunderte sich, was sie im Mädchenschlafsaal wollten, der ein Stockwerk über dem Jungenschlafsaal war. Er lief ihnen nach und benutzte Impedimenta, um die beiden Angreifer zu lähmen. Der kleine Junge sackte auf die unterste Treppenstufe und sah Harry böse an.

„Ich brauche deine Hilfe nicht. Lass mich in Ruhe!"

Damit lief er die Treppe runter in den Gemeinschaftsraum.

Harry sah ihm verwundert hinterher und drehte sich zu den anderen um. „Was war das denn?"

„Das war Elijah Young", antwortete Tariq. „Und ja, wir haben auch alle schon versucht, ihm zu helfen, aber… er will es nicht. Er faucht nur immer jeden an, der es versucht, und dann ist es seine Schuld, wenn er sich Probleme mit anderen einhandelt. Ich hab aufgegeben, ihm helfen zu wollen."

„Er hat überall blaue Flecken."

Liam nickte. „Er kommt aus einer No-Maj-Familie. Er ist zwar nicht der Einzige hier, aber seine Familie mag wohl keine Magie."

Harry war entsetzt. „Aber warum kann da keiner was machen? Warum kann Gaho nicht..."

„Sie hat es doch auch versucht", sagte Yuma. „Sie wollte ihn von seiner Familie wegholen, aber er hat sich mit Zähnen und Klauen dagegen gewehrt. Wie gesagt – er will sich nicht helfen lassen. Keiner weiß, warum er so ist, er hat keine menschlichen Freunde und lebt nur in der Welt der Tierwesen."

Harry nickte verstehend, beschloss aber insgeheim, Elijah igendwie zu helfen. In diesen Moment fiel sein Blick auf eine Tür neben dem Ausgang. Als er sie öffnete, löste sich für ihn das Badrätsel. Mit offenen Mund blieb er stehen. Die anderen lachten bei seinem Gesichtsausdruck.

Das Bad war riesig. Es musste magisch sein, denn eigentlich war dort kein Platz für ein Bad. Im Boden war ein großer Whirlpool, der dem Becken im Vertrauensschülerbad in Hogwarts ähnlich war – auch hier gab es sehr viele Wasserhähne außenrum, die offenbar die verschiedensten Badezusätze enthielten.

Daneben gab es auch zwei Duschen und mehrere Waschbecken. Die Toiletten befanden sich in einem abgetrennten Bereich daneben.

„Wow", entfuhr es Harry. Die anderen mussten grinsen. Harry nahm sich vor, jeden Abend vor dem Schlafengehen ein Bad zu nehmen.

Irgendwann gingen sie nach unten, Jackson und Mike waren bereits verschwunden. Nun würde bald die Einteilung der Erstklässler beginnen. Sie begaben sich alle auf die rundherum führende Galerie in der Eingangshalle und sahen hinunter auf den gordischen Knoten und die vier geschnitzten Holzfiguren. Harry dachte an seine Einteilung zurück. Zwei Häuser hätten ihn haben wollen, aber er hatte sich gegen Wampus entschieden. Diese Entscheidung bereute er nicht, es gefiel ihm sehr gut bei den Donnervögeln.

Schließlich kamen die Erstklässler herein, angeführt von einer jungen Lehrerin.

„Das ist Professor Animalis. Sie gibt Verwandlung und macht auch den Animaguskurs", erklärte Yuma Harry. „Ich wollte den dieses Jahr unbedingt besuchen", fügte er zufrieden hinzu. Harry sah ihn erfreut an. „Ich auch, ich hab gehört es soll sehr schwer sein, ein Animagus zu werden." Sirius hatte ihm nicht viel darüber erzählt, er meinte, Harry würde es schon früh genug rausfinden.

Die Erstklässler stellten sich auf und Professor Animalis rief einen nach dem anderen auf. Wie Harry vor ein paar Wochen stellten sie sich einzeln auf den gordischen Knoten und jedes mal reagierte eine der Holzfiguren, hin und wieder auch zwei. Das Highlight war bei einem Mädchen, das offenbar indische Wurzeln hatte, Aria Punjabi. Ganze drei Häuser wollten sie haben, nur der Wampus reagierte nicht. Sie entschied sich für Donnervogel.

Als alle eingeteilt waren, wurden die Erstklässler in eine große Halle neben der Eingangshalle gebracht. „Sie werden dort ihre Zauberstäbe erhalten", erklärte Seth Harry. Währenddessen ging der Rest der Schule in den Speisesaal. Auch dieser war riesig, bestimmt doppelt so groß wie die Große Halle in Hogwarts. Es gab keine Haustische wie in Hogwarts, sondern lauter kleine Tische, wo je sechs Schüler Platz hatten. Harry saß an einem Tisch mit Seth, Yuma, Noah, Leah und Hayley, einer Freundin von ihr. Sie hatte so grüne Augen wie Harry, braune gelockte Haare und war Treiberin im Donnervogel-Quidditch-Team. Sie unterhielten sich lebhaft, und Harry erwähnte, dass er sich gerne als Sucher im Team bewerben wollte. Hayley freute sich und informierte ihn, dass die Testspiele für das Haus Donnervogel immer am ersten Wochenende des Schuljahres am Samstagmorgen um 10 Uhr waren.

Schließlich kamen alle Erstklässler und setzten sich nach Häusern sortiert an die übriggebliebenen Tische. Professor Gaho stand auf und begrüßte alle zum neuen Schuljahr.

„Willkommen", sagte sie warm, „an alle alten und neuen Schüler. Vor allem die Erstklässler möchte ich herzlich willkommen heißen. Bitte einen Applaus..."

Die ca. 120 Erstklässler standen stolz auf und alle applaudierten.

„Außerdem haben wir noch zwei weitere neue Schüler: Im Haus Gehörnte Schlange José Hernandez Ramirez aus Spanien im zweiten Jahrgang und im Haus Donnervogel Harry Black aus England im vierten Jahrgang."

Auch hier ertönte ein gewaltiger Applaus.

„Dazu haben wir auch einen neuen Lehrer für Duellieren: Professor Lupin aus England."

Riesiger Applaus kam auf, als Remus lächelnd aufstand.

Gaho wartete, bis sich der Applaus gelegt hatte und fuhr fort. „Die Quidditch-Auswahlspiele der jeweiligen Hausmannschaften finden morgen im Stadion statt, die für Quodpot übermorgen. Nähere Informationen dazu gibt es am Schwarzen Brett, ebenso zu den anderen Clubs. Auch sie treffen sich alle morgen und übermorgen im Laufe des Tages zum ersten Mal, so dass sich nichts überschneidet. So habt ihr die Möglichkeit, euch alles anzusehen. Da heute Freitag ist, geht der Unterricht natürlich erst am Montag los. Ansonsten herzlich willkommen zu einem neuen Schuljahr in Ilvermorny, und guten Appetit wünsche ich euch allen!"

In diesem Moment bogen sich die Tische unter den Speisen, die plötzlich darauf erschienen. Harry hatte bisher nur während der Hogwartsbankette so viel Essen auf einmal gesehen.

Am Ende waren sie so vollgefressen, dass sie es alle nur noch mühsam in den Donnervogelturm schafften und ins Bett fielen. Harry schaffte es gerade noch, Sirius über den Zweiwegespiegel anzurufen und ihm viel Glück für seinen ersten Arbeitstag zu wünschen, bevor ihm die Augen zufielen.