So und da ist ein neues Kapitel aus meiner Feder. Ich hoffe das euch meine Geschichte weiterhin gut gefällt und wie immer sind Verbesserungsvorschläge aller Art gerne gesehen!

Somit bleibt nichts anderes übrig, als euch viel Spaß beim Lesen zu wünschen, sowie ein fröhliches Händewaschen.


So verging eine Woche in welcher die junge Ärztin sich mehr und mehr an den Alltag auf dem Schiff gewöhnte und langsam aber sicher begann sie ihn zu mögen. Ebenso fiel ihr auf das sich die Vitalwerte des Captains langsam stabilisierten. Sie waren noch lange nicht da wo sie sie sehen wollte. Dennoch blickte sie an dem neunten Tag an Bord der Moby Dick zufrieden auf die durch ihre Teufelskraft produzierte Tafeln.

„Nun es ist noch lange nicht gut, aber ihre Werte halten sich in einen für sie guten Rahmen. Es wird nicht mehr lange dauern bis wir den Krebs in ihrer Leber so weit haben das eine Operation möglich ist", der Blick des Riesen fixierte die junge Frau argwöhnisch.

„Ist es denn nicht mit deiner Teufelskraft möglich dieses „Problem" zu beheben", sie schüttelte nur den Kopf und sagte: „Ihr Krebs ist bereits zu weit fortgeschritten für so etwas. Ich werde den Krebs erst entfernen müssen und dann die Leber mit meiner Teufelskraft nachwachsen lassen."

Immer noch skeptisch musterte der Riese sie: „Und warum kannst du dann ein ganzes Organ neu wachsen lassen, mein Kind?"

„Ich lasse die Proteine für die Neubildung von Zellen schneller von den zuständigen Ribosomen produzieren. Das Material ist schon da. Ich beschleunige den Prozess nur. Trotzdem werde ich einen alten Kollegen miteinbeziehen müssen", die Stille die daraufhin die Kabine des Captains erfüllte ließ Kasumi unruhig auf ihrem Stuhl hin und her rutschen.

„Hm, und wer ist dieser Kollege", sich der vollen Konzentration des Piraten bewusst antwortete sie mit ruhiger und bestimmter Stimme: „Trafalger Law."

Bei dem Rest der Untersuchung erwähnte sie die anstehenden Maßnahmen nicht noch einmal und Whithebeard sprach sie auch nicht noch einmal darauf an.

Als sie die Kabine verließ und sich auf den Rückweg zur Krankenstation machte, wurde ihr bewusst das dieser Moment wohl der ruhigste war den sie in den letzten sieben Tagen gehabt hatte. Denn es schien als ob die ganze Crew von ihrer Anwesenheit Wind bekommen hatte. Das hatte wiederrum zur Folge das sie in den letzten Tagen kaum die Krankenstation verlassen hatte.

Viele kamen wegen Trainings-, Küchen- oder alten Kampfverletzungen. Letztere waren am schlimmsten, denn diese wollten absolut nicht von den Krankenschwestern behandelt werden. Kurz vor der letzten rechst Kurve zu dem Korridor wo sich die Krankenstation befand, blieb sie stehen und lauschte. Keine Stimmen zu hören. Erleichtert atmete sie auf, vielleicht hatte sie ja jetzt endlich mal ihre Ruhe.

Tatsächlich war die Station leer. Nun gut zwei Krankenschwestern welche gelangweilt ihren Dienst abwarteten. Die vorherigen Tage waren gefüllt von Akten, Untersuchungen und neuen Patienten gewesen. Dazwischen hatte sie ab und zu noch die Krankenschwestern in ein paar Seminare geben müssen. Zwar waren unter den Verletzten keine gravierenden Wunden gewesen, dennoch hatte sie addiert mit ihren restlichen Aufgaben absolut keine Freizeit gehabt.

Was unter anderem der Grund war, weshalb sie einfach die Akte des Captains wegpackte und sich auf den Weg zum Speisesaal machte um endlich mal in Ruhe eine warme Mahlzeit zu genießen. Erst jetzt, auf dem Weg zum Speisesaal, kam sie zur Ruhe.

Im Speisesaal musste sie sich praktisch zur Essensausgabe durchquetschen. Kaum das sie ihren Teller hatte schaffte sie es irgendwie sich selbst und den Teller samt Inhalt aus dem Saal zu bugsieren. Zufrieden machte sie sich auf die Suche nach einem ruhigen Platz an Deck, am Bug der Moby Dick lehnte sie an einem der Masten des riesigen Schiffes.

Als sie ihre Gedanken wandern ließ, fiel ihr eine Sache erneut ein. Die Wette welche sie mit ihrem Patienten angeschlossen hatte. Ob der Riese sie wohl vergessen hätte, eine Chance diese zu gewinnen hatte er ja. Sie würde das Schiff nicht so bald verlassen.

Das krächzen eines Vogels riss sie aus ihren Gedanken und ihr Blick glitt hinauf in den wolkenverhangenen Himmel, wo ein Schwarm Möwen um die Moby Dick kreiste. Sie folgte dem Flugweg der Tiere bis diese abdrehten und höchstwahrscheinlich in Richtung der bereits am Horizont zu, erahnende Insel abdrehten. Die näherkommende Insel nahm langsam an Gestalt an und nun erkannte sie die Docks von Water 7. In der nächsten halben Stunde konnte sie immer mehr Details, der berühmten Wasserstadt erkennen.

Als Crewmitglieder begannen das Andockmanöver vorzubereiten, schnappte Kasumi sich ihre Sachen und begab sich zurück unter Deck. Im Speisesaal stellte sie sie grade ihr benutztes Geschirr weg. Eine Melodie summend wollte sie grade den Raum verlassen, als Thatch nach ihr rief.

„Du lebst ja noch", sie drehte sich zu dem Kommandanten um und erwiderte trocken: „Wenn du deinen Küchenhilfen endlich mal beibringen könntest mit den Messern umzugehen, dann wäre ich dir sehr dankbar!"

„Es ist ja nicht so als ob ich ihnen es nicht vorher erklären würde", Kasumi guckte ihn mit von tiefen Augenringen umrandeten Augen an.

„Dann zeig es ihnen doch bitte noch einmal", mit diesen Worten verließ sie schlussendlich den Raum um sich endlich mal schlafen zu legen. Morgen würde sie definitiv nicht Crew Arzt spielen, das war schon mal sicher.

In Harutas Zimmer wo sie noch immer die Couch belegte. Man müsste meinen das auf dem Schiff noch eine Kajüte frei wäre, bei der Größe der Moby. Eine weitere Sache auf ihrer To-Do-Liste. Kaum das ihr Kopf das Kissen auf dem Sofa berührte verfiel sie in einen tiefen Schlaf. Frei von Gedanken an unkooperative Patienten, inkompetenten Krankenschwestern und einem Haufen Akten.

Am nächsten Morgen weckte sie der Klang von Schiffsarbeitern. Ihrer morgendlichen Routine folgend holte sie sich erst einen Kaffee und begann, dann den Check-Up an ihrem Patienten. Die Werte eben dieses waren nicht besser, aber auch nicht schlechter geworden. Kasumi war skeptisch ob der alte Mann ohne die Operation noch lange leben würde. Dennoch wollte er noch immer nichts über diese Option wissen. Was mit unter, der Grund war warum sie zustimmte mit Thatch und dem Vize am späten Nachmittag an Land zu gehen.

Die drei trafen sich an Deck, wobei der Vize nicht grade gut gelaunt wirkte. Thatch versuchte zwar die Atmosphäre zu lockern, indem er Geschichten über die Crew erzählte welche er als lustig empfand. Er entlockte Kasumi zwar ein paar Lacher diese waren aber eher darauf zurück zu führen, dass ihre gesamte Woche nur von Patienten, deren Wunden und Akten gefüllt gewesen waren.

Die Gruppe zog eine Menge Aufmerksamkeit auf sich, immerhin waren zwei der Kommandanten der berühmten Whitebeard Crew unterwegs, mit einer Frau, was die Gerüchteküche nicht grade beruhigte.

Nachdem sie die paar Besorgungen erledigt hatten die die beiden Männer hatten, entscheiden sie sich in einem kleinen Restaurant- vielleichte eher eine Bar- in der Nähe der Schiffswarft zu stoppen.

Während Thatch noch fröhlich, beinah enthusiastisch Geschichten erzählte, bemerkte der Blondschopf, dass diese gar nicht zu zuhören schien. Vielmehr starrte sie auf das Meer hinaus und schein ihn ihrer eignen kleinen Welt verloren zu sein- was wohl auch zutreffend war.

„Sagt mal, würde es euch etwas, ausmachen wenn ich ein bisschen alleine rumlaufe. Ihr wollt doch sicher auch noch andere Dienste hier in Anspruch nehmen", die beiden Männer guckten sie verwundert an. Dennoch protestierten sie nicht, als die junge Ärztin sie in alleine ließ. Trotzdem musterte der Vize sich noch einmal bevor sie die beiden schlussendlich alleine ließ.

Sie verfolgte kein bestimmtes Ziel, als sie durch die Straßen von Water 7 wanderte, doch schien sie der Schiffsfriedhof der Insel anzuziehen. Was wohl auch der Grund war warum sie sich etwa eine halbe Stunde später dort wiederfand.

Langsam bahnte sie sich einen Weg durch Wracks von unzähligen Schiffen. Schlussendlich endete ihre Wanderung vor einem bestimmten Wrack. Der fast verfallene Zweimaster barg bestimmt unzählige Erinnerungen. Verblasst und kaum leserlich entzifferte sie am Bug noch den Namen des Schiffes. Die „Espina" war sicher mal ein wunderschönes Schiff. Traurig strich sie über die verblassten Schriftzüge. Und überaschenderweise stiegen in ihr alte, längst vergrabene Erinnerungen hoch.

Rückblick:

„Es passiert mir schon nichts", rief Jake über das Tosen der Wellen als die „Espina" den Hafen verließ. Kasumis noch zum Abschied gehobene Hand senkte sich mit jedem Meter den das Schiff ihres kleinen Bruders entfernte.

„Pass bloß auf dich auf, Jake", murmelte sie als dieser nur noch eine Silhouette am Horizont war.

Rückblick Ende-

Ein Knacken hinter ihr ließ Kasumi aus ihren Gedanken und Erinnerungen hochschrecken, als hinter ihr dann doch niemand zu entdecken war, drehte sie sich wieder um. Vorsichtig umschritt sie das Wrack bis sie an einer noch einigermaßen gut erhaltenen Ecke des Hecks ankam.

Anstatt in das Wrack hinein zu klettern wand sie sich von dem Wrack ab und verließ den Schiffsfriedhof.

Die Stadt war nicht weit entfernt und die Läden in der Einkaufsmeile lenkten sie schnell von den ungewollten Erinnerungen ab. Besonders zog sie aber ein kleiner Laden am Rande der Straße an. „Wunderkiste", ein recht normaler Ladenname, oder? Ohne weiter nachzudenken betrat sie den Laden.

„Kasumi es ist lange her das du hier warst", diese Begrüßung hatte sie jetzt weniger erwartet.

„Das stimmt", bestätigte diese misstrauisch: „Ich wusste gar nicht, dass ihr auch einen Laden hier habt!"

„Meine Liebe, wir sind überall, das müsstest du doch wissen! Immerhin bist du doch ein Mitglied im Rat", die alte Dame hinter dem Tresen trat nun aus dem Schatten.

„Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst. Gibt es demnächst denn einen besonderen Anlass, oder warum werde ich hier so überfallen?!", fragte Kasumi und musterte die Frau durchdringend.

„Ja, den gibt es tatsächlich", antwortete diese und reichte ihr einen Zettel: „Man hört das du von einem Langzeitpatienten zum nächste gewechselt hast."

„Ja, das habe ich in der Tat. Ich würde es aber bevorzugen, wenn ihr aufhören würdet mir hinterher zu spionieren!", den Zettel im Gehen verstauend verließ sie eilig den Laden. Die alte Frau am Tresen grinste daraufhin, was eher dem Grinsen eines Rauntieres ähnelte.

Tief durchatmend betrat Kasumi die Straße, den Zettel fest umklammert. In Großbuchstaben stand dort: Nächste Versammlung am dritten Sommermonat der Insel Sunnydale dieses Jahres. Wir bitten um ihre Anwesenheit Miss Kasumi. Mit herzlichen Grüßen, ihre SGO.

„Na toll", murmelte Kasumi und faltete den Zettel wieder zusammen, dann drängelte sie sich durch die inzwischen fast überfüllten Straßen der Wasserstadt. So kam es auch das die braunhaarige erst eine Stunde später die imposante Form der Moby Dich erreichte. Erleichtert endlich das Schiff erreicht zu haben atmete sie auf, dennoch die Nachricht noch schwer auf ihrer Seele.

„Sind alle beim Abendessen?", fragte sie die überaus gelangweilte Wache, welche an der Reling lehnte.

„So ist es", kam die überaus gelangweilte Antwort eben dieser. Mit einem letzten Blick in Richtung der Wache ging sie Unterdeck um eventuell auch noch etwas zu essen zu bekommen. Denn so wie diese Crew essen konnte, konnte sie nur hoffen, dass noch etwas da war.


Damit sind wir schon wieder am Ende angekommen. Bis zum nächsten Mal.

Und vergesst nicht die konstruktive Kritik XD