Und da bin ich wieder XD Ihr wollt wissen wie es weitergeht, dann lest mal los. Und lasst es mich wissen, falls ihr Fehler entdeckt. Dankeschön und viel Spaß beim Lesen ;D
An diesem Punkt stoppte Kasumi und guckte auf.
„Ich denke das reicht für heute, wir haben ja bald schon den nächsten Morgen", da keiner der beiden Männer ihr wiedersprach stand sie auf und streckte inzwischen tauben Beine aus.
„Bevor du gehst, mein Kind. Könnte ich diese Zeichen wohl sehen?", zögernd schon sie den Ärmel ihrer Jacke hoch und löste das Bandana welches um ihren Arm gewickelt war.
In der Dämmerung leuchteten die Zeichen auf ihrem Arm in all ihrer Pracht. WB musterte diese fasziniert.
„Falls du die Zeichen in einem Buch suchen willst Pops, du wirst sie nicht finden. Ich habe es versucht", nachdenklich neigte er den Kopf, sagte aber nichts.
„Die Übersetzung ist leider nur den Trägern möglich", merkte Kasumi an: „Nicht das Fabio es nicht versucht hat."
„Ich würde es schätzen, wenn du deine Geschichte morgen fortsetzen würdest, mein Kind", für einen Moment hielt Kasumi inne bevor sie sagte: „Nur wenn das folgende unter uns bleiben wird!"
„Das versteht sich doch von selber", zustimmend nickte sie daraufhin nur und schob den Ärmel ihrer Jacke wieder über ihren Arm. Nachdem sie kurz durchgeatmet hatte drehte sie sich wieder um.
„Dann lassen sie uns eben den Check-Up machen, dann haben wir auch das für heute hinter uns", dem Vorschlag wiedersprach der Riese nicht. So kam es das Fabio die Kajüte verließ, während Kasumi dem Riesen zum gefühlt fünften Mal erzählen musste, dass seine Zeit langsam knapp wurde.
Müde strich sie sich die Haare aus der Stirn, während ihr Weg sie zu der Krankenstation führte. Zum Glück hatten grade einigermaßen kompetente Schwestern Dienst. Sie schien auch recht schlecht auszusehen, was wohl auch die Krankenschwestern dazu veranlasste zu fragen, ob mit ihr alles in Ordnung war.
„Nichts was man nicht mit Schlaf auskurieren könnte", war ihre Antwort zwischen Tür und Angel. Den skeptischen Blick der beiden diensthabenden Frauen ignorierte sie gekonnt. Obwohl ihr das keiner abkaufte wechselte eine der beiden das Thema, bevor sie ganz aus dem Flügel verschwinden konnte.
„Der junge Mann von heute Morgen. Ist er ihr Freund?", neugierig beugte sich auch die zweite Schwester vor. Einen Moment sah Kasumi die beiden Frauen ungläubig an, bevor sie begann herzhaft zu lachen.
Verwirrt guckten die Frauen sie an und es dauerte auch ein bisschen bevor sie sich gefangen hatte.
„Nein, bloß nicht. Bloß nicht! Er ist mein kleiner Bruder in allem außer Blut", im Gehen wischte sie sich noch eine Lachträne aus den Augenwinkeln.
Auf dem Korridor bemerkte sie erst wie schwer ihre Augenlieder geworden waren, wo hatte sie nur ihre ganze Energie gelassen. Wie sie am Ende in ihre Kajüte zurückgefunden hatte, war ihr selbst unbekannt, sie war nur froh das es auch wirklich ihre Kajüte gewesen war.
Am Morgen wachte sie auf, weil ein verblödeter, verfressener und schwarzhaariger Kommandant ihre Zimmertür aufstieß. Innerlich hoffte sie, nein sie betete förmlich das er die falsche Tür erwischt hatte. Doch selbst ihr bester Todesblick verscheuchte ihn nicht, weshalb sie wenig Hoffnung hatte, dass er jetzt noch verschwinden würde.
Nachdem Ace etwa fünf Minuten im Türrahmen gestanden hatte, drehte er sich abrupt um und ließ die Tür hinter sich zu fallen. Was auch immer das gewesen war, jetzt konnte sie auch nicht mehr einschlafen.
Mit einem Murren sank sie zurück in ihre Kissen, an Schlaf war jetzt eh nicht mehr zu denken, also quälte sie sich aus ihrem Deckenkokon. Erst nachdem sie sich unter einer kalten Dusche war sie einigermaßen wach. Trotzdem waren ihre Augenringe nun umso präsenter.
Auf dem Weg zum Speisesaal begegnete sie Haruta, welche sie enthusiastisch grüßte. Aus Reflex hob sie zum Gruß die Hand, wobei der Ärmel ihrer Jacke beinah runtergerutscht wäre, hätte sie nicht abrupt ihren Arm gesenkt. Das erntete ihr selbstverständlich einen misstrauischen Blick von Haruta.
„Alles in Ordnung bei dir?", sie nickte nur und zwang sich einmal zur Show zu gähnen.
„Ich bin nur müde", zu ihrem Glück kaufte Haruta ihr das ab, jemand anders kaufte ihr den ganzen Akt jedoch nicht ab. Zu ihrem Pech hatte der Vize nämlich im perfekten Blickwinkel gestanden um einen schnellen Blick auf ihren Arm zu werfen.
Dieser räusperte sich kurz, was Kasumi herumfahren ließ.
„Marco, was für eine Freude dich zu sehen. Kann ich irgendwas für dich tun?"
„Das könntest du tatsächlich. Dein Arm ist alles in Ordnung mit, denn normalerweise leuchten Arme nicht!", Kasumi bemühte sich eine erstaunte Miene aufzusetzen.
„Ach ja, dann, macht es dir ja nichts aus, wenn ich mal einen Blick auf deinen Arm werfe", bevor sie ihren Arm wegziehen konnte hatte der Vize bereits ihr Handgelenk gepackt und ihre Jacke hochgeschoben.
Fasziniert guckte er auf ihren Arm und auf die abwechselnd leuchtenden Symbole, bis sie ihren Arm mit einem Ruck aus seinem Griff befreite.
„Das hat nichts mit dir zu tun und geht dich nebenbei bemerkt, auch gar nichts an", zischte sie kaum, dass sie ihre Fassung wiedererlangt hatte.
Grade als sie eiligen Schrittes gehen wollte. Packte der Blondschopf sie erneut am Handgelenk und zog sie in einen der angrenzenden Räume. Nur um sie misstrauisch zu beäugen, ihren Arm genau zu betrachten und klarzustellen, dass er ihr nicht traute. Was sie nur bestätigen konnte und aus dem Raum stürzen konnte. Bemüht nicht allzu aufgewühlt zu wirken, da sie sich der Augen die sich in ihren Rücken bohrte wohl bewusst war.
„Kann man den Raum noch ohne Handschuhe betreten?", amüsiert hob Thatch eine Augenbraue und schaute anzüglich von Marco zu Kasumi und zurück.
Der noch im Türrahmen stehende Marco guckte ebenso entsetzt zu Thatch wie Kasumi.
„In deinem Kopf möchte ich nicht sein", murmelte sie und ein unangenehmer Schauder lief über ihre Schultern.
„Ganz bestimmt nicht", knurrte nun auch der Vize bevor er beinah fluchtartig den Korridor verließ. Kasumi warf Thatch noch einen letzten Blick zu bevor sie ebenfalls, fluchtartig den Korridor verließ. Nachdem sie eine Weile ziellos in den Korridoren rumgelaufen war, kam sie am Aufgang zum Deck heraus. Erleichtert nahm sie einen tiefen Atemzughielt kurz inne und trat dann an die frische Luft. Grade noch rechtzeitig bevor ihre Beine unter ihr nachgeben. An den Hauptmast gelehnt legte sie den Kopf in den Nacken. So fand sie auch der Vize, nur das als dieser sie eine halbe Stunde später halb bei Bewusstsein fand.
Die Zeichen auf ihrem Arm leuchteten inzwischen schon fast durch den Stoff ihrer Jacke durch. Der erste Kommandant mochte sie zwar nicht aber er war auch kein Unmensch. Was auch der Grund war warum Kasumi jetzt auf einem der Betten in der Krankenstation lag. Inzwischen war ihre Temperatur ebenfalls in nicht gesunde Höhen gestiegen.
Grade als der Vize gehen wollte griff Kasmui schwach nach seinem Arm. Mit fiebrigen Augen guckte sie den Mann an.
„Es tut mir leid", hauchte sie mit einer so brüchigen und schwachen Stimme das er sich herunter beugen musste um zu verstehen was sie sagte. Noch während er sie verständnislos ansah durchzuckte ihn ein stechender Schmerz.
Das letzte was Marco sah bevor er das Bewusstsein verlor war ein auf seinen Arm überspringendes leuchten.
Kasumi schreckte Tage später in ihrem Bett hoch und sank sofort wieder in ihre Kissen zurück. Ihr Kopf fiel zur rechten Seite. Ihr Blick fiel auf den Vize der in dem Bett neben ihr lag, bewusstlos und mit einem Verband an seinem linken Arm.
„Scheiße", murmelte sie, sich die Hände über das Gesicht legend.
Erst als sie die Hände von ihrem Gesicht nahm fiel ihr auf, dass um Marco und sie gähnende Leere herrschte. Oder vielmehr spiegelte sie sich in einer Seite eines Quarantänezelts. Ihre Aufmerksamkeit wurde von einem Geräusch von ihrer rechten Seite abgelenkt.
Der Blondschopf begann sich nun auch zu regen. Sie brauchte gar nicht den Kopf zu drehen um zu wissen das er die Augen vor Schmerzen zusammengekniffen hatte.
Mühsam richtete Kasumi sich auf und schleppte sich zu seinem Bett. Kaum das er sie sah versuchte er sich aufzurichten, wurde jedoch schnell wieder von Kasumi in die Kissen gedrückt.
„Was hast du mit mir gemacht?!", brachte er mit brüchiger Stimme hervor.
„Etwas was ich nie jemandem wünschen würde. Du musst wissen das dieses Mal was jetzt auf deinem Arm ist… nun ja es ist da jetzt für immer", betreten guckte sie auf den Boden.
„Was ist das auf meinem Arm?!", knurrte der Vize nun mehr als aufgebracht und versuchte erneut aufzustehen. Nur um erneut in die Kissen zurück gedrückt zu werden. Resigniert seufzte sie auf und vergrub ihren Kopf in ihren Händen.
„Es ist eine Insignie. Die Ältesten behaupten immer, das es eine Ehre ist sie zu erhalten. Meiner Meinung nach gibt es da aber sehr geteilte Meinungen", eine Weile schwiegen sie sich an, bis der Blonde fragte: „Und was genau bedeutet sie?"
„Das ist schwierig zu erklären, weil…"
„Es ist mir egal wie schwierig es ist, du hast mir das angetan, also wirst du es mir auch…", mit einem schmerzhaften Zischen sank der Vize erneut zurück in seine Kissen.
„Ich…", setzte sie grade an, als jemand an die Scheibe des Quarantänezeltes trat.
„Diese Erklärung würde ich aber auch gerne hören", WB Schatten reduzierte das einfallende Licht rapide. Nervös schluckte Kasumi und nickte.
„Ich mache einfach da weiter wo ich das letzte Mal aufgehört habe", sagte sie schlussendlich und setzte sich auf die Kante ihres Bettes.
Damit wären wir auch schon wieder am Ende dieses Kapitels angekommen. Na, gespannt auf nächste Woche? XD
