Wie versprochen, ist hier das neue Kapitel. Ich wünsche euch viel Spa0ß beim Lesen XD
Die Krankenstation war bis auf drei Personen menschenleer. Ob es daran lag, dass die Sonne grade erst begann aufzugehen oder an anderweitigen Gründen. Das war dem Kapitän der WB- Bande, dessen Vize und der braunhaarigen Frau recht egal.
„Nun denn mein Kind", ertönte die Stimme des Kapitäns: „Dann fangen wir mal an!"
„Würde wohl jemand die Güte besitzen und mir erklären von was hier die Rede ist?!", fragte der Vize sichtlich verwirrt.
„Die Geschichte wie ich zu diesen Symbolen kam und was sie bedeuten. Du musst wissen, dass es genau zwei Situationen gibt in welchen jemand diese Symbole bekommen kann. In diesem Fall ist es alles ein bisschen komplizierter", aufmerksam richteten die beiden Männer nun ihre ungeteilte Aufmerksamkeit auf Kasumi.
„In diesem Fall ist es so, dass ich vor fünf Jahren, zwei Sets von den Symbolen übertragen bekommen habe. Das passiert immer, wenn ein Träger stirbt, aber keinen Nachfolger findet. In meinem Fall hatte meine Vorgängerin bereits zwei Insignien, als sie starb und übertrug mir auch diese. Eigentlich war es von den Ältesten geplant, dass Fabio dieses zweite Set bekommt. Aber da mein Körper den Insignien vermittelt hat das ich sterbe, wurde mit der Übertragung begonnen. Du hast aber nur ein Set abbekommen", hier stockte sie kurz.
Diese Gelegenheit nutze WB um die Braunhaarige kurz zu unterbrechen: „Ein Set, also war das zweite Set von Anfang an für Fabio gedacht."
„Eigentlich ja, damals. Also vor fünf Jahren haben die Ältesten das so beschlossen. Ihr müsst wissen, dass die Insignien nur unter bestimmten Umständen übertragen werden, aber dazu kann ich ja einfach meine Geschichte von gestern fortsetzen", zustimmend nickte WB. Nachdem sie dem Vize, dann auch die Kurzfassung erzählt hatte nickte dieser ebenfalls zustimmend.
Vor ungefähr fünf Jahren…:
Als sie zwischen die Bäume trat und die „Espina" langsam hinter den Baumkronen verschwand wuchs Kasumis Unbehagen mit jedem Schritt. Die beiden Männer welche zu ihrer rechten und linken Seite liefen, schwiegen. Ebenso die Frau welche voran lief. Hinter der Gruppe folgte ein weiterer Mann mit Agatha in seinen Armen.
Auf einer kleinen Lichtung stoppte die Truppe, einer der Männer von ihrer Seite trat vor und öffnete eine im Waldboden eingelassene Falltür.
Warum sie ihnen einfach folgte, dass wusste sie selbst nicht, außerdem fragte sie sich das ebenfalls auf dem ganzen Weg die Leiter hinab. Zehn Augenpaare richteten sich beinah umgehend auf Kasumi, als sie den Fuß von der letzten Sprosse nahm.
Aus der Gruppe trat schließlich ein alter Mann hervor und sagte: „Nun denn dann bist du wohl unser neuestes Mitglied."
An die Frau, welche sie hergeführt hatte gewandt fragte er: „Ist sie denn auch würdig?!"
„Sie, ja. Aber Agatha hat ihr beide Insignien übertragen und der Junge ist noch nicht würdig", den Kopf gesenkt, als ob sie sich schämen würde antwortete sie.
„Das ist schlecht", nach einer kurzen Pause fuhr er fort: „Aber nun ja, das wird schon werden."
„Das muss es", murmelte einer aus der Gruppe hinter ihm und zustimmendes Gemurmel ertönte hinter ihm.
„Nun denn junge Frau, willkommen in der „Sadow Gear Organisation", kurz SGO", freundlich lächelnd streckte er ihr seine Hand entgegen. Zögernd nahm sie diese an und erwiderte den Händedruck.
„Jetzt komm schon quäl sie doch nicht so. Meine Liebe, willkommen, in unserer bescheidenen Gemeinschaft. Mein Name ist Birgit White", eine Frau aus der Gruppe trat nun ebenfalls vor und zog den Mann leicht, aber bestimmt zurück.
„Was soll ich sagen? Es freut mich nicht wirklich hier zu sein, aber trotzdem. Nett sie kennenzulernen. Ich bin Kasumi", möglichst unauffällig rieb sie sich die schmerzende Hand.
Die Frau wirkt auf den ersten Blick nett. Kasumi schätze sie auf Ende 30, ihr Lächeln erreichte ihre Augen, was sie Kasumi gleich sympathisch machte.
„Du trägst jetzt viel Verantwortung auf deinen jungen Schultern, junge Dame", der alte Mann trat neben Birgit und musterte sie. Die braunhaarige schluckte schwer.
„Habe ich da überhaupt ein Mitspracherecht, fragt überhaupt irgendjemand ob ich das hier möchte?!", man hörte wohl ihre Verzweiflung, denn Birgit guckte sie mitleidig an.
„Weil man nicht Nein sagen kann", flüsterte Birgit, auch ihr entschuldigendes Lächeln half da nicht weiter. Die nächsten Stunden vergingen wie im Rausch, wer sie wann, wohin schob. Kasumi hatte keine Ahnung mehr.
Dennoch behielt sie ein paar wichtige Dinge: jede Insignie verstärkt eine bestimmte Fähigkeit ihres Trägers, bei ihr war es wohl ihre Teufelsfrucht, welche verstärkt wurde. Denn wen sie ihre Augen auf eine Person richtete, sah sie sofort dessen Vitalwerte. Außerdem bekam man angeblich die Erfahrung der vorherigen Träger.
Wie ich recht früh herausfand, fand so ein Treffen alle fünf Jahre statt, sie tauschten Erfahrungen aus (was so ziemlich jeder tat, aber egal). ES gab theoretisch 12 Träger der Insignien, derzeit also nur elf. Die Insignien verbanden ihre Träger, wenn sie alle an einem Ort waren, sie formten einen „Schlüssel" zu einer uralten Waffe.
Heutige Zeit Moby Dick:
Erschöpft legte sie ihren Kopf auf ihr Kissen. Beide Männer sahen sie an, einer guckte k und einer besorgt.
„Ich kann mir denken warum es so eine Bürde ist so ein Zeichen zu tragen", murmelte Marco. WB nickte nur. Schlussendlich sagte er: „Diese Waffe, sie muss wohl ziemlich gefährlich sein."
„Das weiß keiner so wirklich, niemand hat sie in 100 Jahren aktiviert und ich glaube das ist auch gut so", das Geräusch der sich öffnenden Tür ließ sie alle zusammenschrecken.
„Was ist passiert?", besorgt trat der junge Mann neben seinen Kapitän.
„Sie hat mir eine Insignie übertragen", merkte Marco trocken an, während er Fabio musterte.
„Sie hat… WAS?!", erschrocken wich Fabio einen Schritt zurück. Das war das letzte was Kasumi noch hörte bevor sie einschlief. Noch während Fabio einfach nur geschockt da stand, mühte sich Marco aus seinem Bett und zog Kasumis Decke über sie.
Wie lange sie nun geschlafen hatte, konnte sie nicht wirklich sagen. Das Bett neben ihr war jedoch leer, also war der Vize wohl wieder auf den Beinen. Das Quarantänezelt war auch verschwunden.
Möglichst leise stand sie auf, da die Quarantäne zu 99,9 % aufgehoben war und sie wusste das sie keineswegs ansteckend war ging sie davon aus, draußen frei herumlaufen zu können.
In der Krankenstation war noch nicht viel los, immerhin war es ja noch morgen. Schnell griff sie nach einer Packung Mullbinden, wickelte diese um ihre Insignie und verließ die Station.
Auf den Gängen des Schiffes war noch kaum Betrieb, was erwartete man auch von vier Uhr morgens. Vereinzelt sah sie zwar Personen auf den Gängen, bei der Größe der Moby aber wohl kaum vermeidbar.
Der Speisessaal war bereits offen und aus der hinter den Schwingtüren der Küche war schon Geklapper zu hören. Ein leises grummeln durchbrach das Geklapper, was schließlich Kasumi den Anstoß gab die Schwingtüren zur Küche aufzustoßen.
Die Geräuschkulisse kam wieder erwarten von Ace, welcher in einem Netz zappelnd neben den Töpfen hing. Sein angesäuertes Gemurmel ließ sie schmunzeln. Hinter ihr betraten die Köche die Küche, worauf Ace sofort anfing eine Schimpftirade, gemischt mit einer Entschuldigung ließs sie nur schmunzeln.
Amüsiert schnappte sie sich einfach einen Apfel und verließ anschließend die Küche. Der Speisesaal war noch immer menschenleer, weshalb sie sich kurzerhand an den nächstbesten Tisch setzte. Grade als sie in ihren Apfel beißen wollte, erschütterte ein rütteln das Schiff, als wäre eine Kanonenkugel in das Bug eingeschlagen. Fast umgehend kam leben in das Schiff, eilige Schritte ertönten auf den Fluren. Grade als sie entspannt den zweiten Bissen von ihrem Apfel nehmen wollte, schlug eine zweite Kanone in das Schiff ein. Aufgeregte Stimmen wurden nun auch auf den Fluren laut.
Grummelnd und alles andere als zufrieden machte sie sich mitsamt, des halbgegessenen Apfels auf den Weg an Deck. Der Trubel hatte sich bereits gelegt. Die Schäden am Schiff waren wohl auch nicht so gravierend, denn keiner schien in Eile zu sein. Eine kleine Menge hatte sich um den Vize versammelt. Nach einem kurzen Check ob niemand verletzt war, machte sie eine Kehrtwende, denn sie hatte wirklich keine Lust noch offene Fragen von diesem zu beantworten. Nicht jetzt. Nicht wo sie noch im Halbschlaf war.
Auf dem Weg zu ihrem Zimmer aß sie den Rest ihres Frühstücks auf, in dem Gedanken gleich einmal richtig ausschlafen zu können. Es blieb jedoch bei dem Wunschgedanken, denn Haruta stand vor ihrer Kajüte. Die Hand noch zum Klopfen gehoben.
„Haruta, was führt dich denn hier her?", die klein gewachsene Kommandantin schreckte sichtlich zusammen.
„Ach du bist das", erleichtert legte Haruta sich die Hand aufs Herz: „Ich wollte dich nur fragen ob du Lust auf eine Trainingseinheit hättest?"
Ein gähnen unterdrückend neigte sie nachdenklich den Kopf und antwortete: „Ich guck nur zu, bin zu müde für den Rest."
Den restlichen Tag verbrachte sie also an die Wand des Trainingsraums gelehnt. Gelegentlich schlief sie sogar ein, nur um von Haruta wieder wach geschrien zu werden.
Was am Ende des Tages zu einer sehr müden und sehr schlecht gelaunten Kasumi führte, welche nur froh war, dass sie dem Phönix heute aus dem Weg gegangen war.
Nun, denn. Da sind wir wieder. Am Ende für diese Woche. Da bleibt mir nur noch zu sagen, bis nächste Woche ;D
