Halo meine Lieben, viel Spaß beim Lesen :D
Inzwischen waren zwei Tage vergangen und die Behandlung von WB neigte sich dem Ende von Kasumis Fähigkeiten zu. Außerdem musste sie noch den Vize über die bevorstehende Zusammenkunft informieren. Letztere Angelegenheit hatte sich wohl zur Hälfte selbst erledigt. Denn bei dem Frühstück landete wie aus dem nichts ein Brief neben ihrem Kaffee.
„Was ist das?", der Vize hatte sich vorgebeugt und die Worte leise in ihr Ohr geflüstert. Sie musste sich zwingen den Schauer der sie überlief zu unterdrücken, weshalb sie sich zwingen musste nicht zu zittern.
„Das ist kein Thema für jetzt. Können wir das bitte woanders besprechen", sie neigte ihren Kopf leicht nach oben, beobachtete aber immer noch aus den Augenwinkeln den Umschlag. Auf diesem stand in Druckschrift und dazu noch fettgedruckt „SGO".
Kaum merklich nickte der Blondschopf und trat einen Schritt zur Seite, damit Kasumi aufstehen konnte. Im Aufstehen schnappte sie sich noch den auf dem Tisch liegenden Brief.
Haruta welche ihr gegenüber saß, guckte sie nur fragend an. „Es ist nichts, wir sehen uns später", Haruta nickte nur skeptisch.
Kaum das sie stand trieb der Vize sie beinah aus dem Raum. Sie verstand zwar das er sauer war, aber musste man gleich so übertreiben. Er führte sie in Richtung der Kommandanten Kajüten. Ihr Ziel war wohl die Kajüte von dem Phönix, denn auf dem Bett lag noch ein für diesen charakteristisches Hemd. Nachdem er die Tür hinter sich zugeschmissen hatte drehte er sich um: „Und jetzt erklär mir diese Einladung!"
„Es sind fast fünf Jahre um. Also ist das nächste treffen angesetzt worden. Eigentlich war es ja geplant das Fabio… nun ja das geht ja jetzt nicht mehr", den Umschlag in den Händen drehend lehnte sie an der Wand der Kajüte.
„Und du hast nicht mal daran gedacht mich darüber zu informieren, mindestens als du mir diese Insignie verpasst hast", mit jedem Wort war er ihr einen Schritt nähergekommen, bis er nur noch etwa vier Schritte von ihr entfernt war.
„Okay das reicht mir jetzt langsam. Du kannst mich nicht für etwas verantwortlich machen, wofür ich keine Schuld habe", sie nahm die letzten Schritte zwischen ihnen und bohrte ihm den Finger in die nackte Brust.
„Es ist sehr wohl deine Schuld, denn wärst du nicht, dann hätte ich dieses leuchtende Ding am Arm nämlich nicht", demonstrativ hob er seinen leuchtenden Arm. Moment leuchtend, ein Blick auf ihren Arm zeigte ihr das auch durch ihren Verband ein leichtes leuchten drang.
„Das ist nicht normal", murmelte sie und packte Marcos Arm, sie musterte seine Insignie eingehend.
„Was ist denn jetzt passiert?!", Besorgnis schwang unterschwellig in seiner Stimme mit.
„Es ist nur so, dass sich das noch nie erlebt habe, außer es waren alle Träger an einem Ort. Das ist echt seltsam", nachdenklich ließ sie Marcos Arm los und löste den Verband welcher ihre Insignie versteckte. Je näher sie ihren Arm an Marcos hielt, desto mehr leuchteten die Insignien auf.
„Ich werde mal Fabio fragen, der hat damals alles über diese verdammten Zeichen beinah studiert", murmelte sie gedankenverloren.
„Und was ist jetzt mit meiner Erklärung?"
„Ach ja. Die Einladung wird automatisch an alle Insignien- Träger verschickt, ohne sie kommt man gewöhnlich auch nicht auf die Insel", im Gehen schnappte sie sich eines der Tücher welche Marco immer am Gürtel trug.
„Ich nehme das mit ne", sie wedelte mit dem Tuch in der Luft. Selbst wenn der Vize protestierte, Kasumi würde es nicht hören, denn sie war schon längst aus der Tür.
Das Tuch um ihren Arm festziehend, lief sie ohne Umwege zu Fabios Kajüte. Denn wie sie Marco gesagt hatte. Fabio hatte das Thema Insignien praktisch studiert.
Er schlief in einer Kajüte mit mehreren anderen seiner Divisionsmitglieder. Zu ihrem Pech war die gesamte Kajüte voll besetzt, als sie die Tür aufriss.
„Hallo zusammen, ich müsste wohl mal mit Fabio reden", die versammelte Truppe aus fünf jungen Männern deutete simultan auf eine besetzte Koje. Verstehend nickte sie und ging in die ihr gezeigte Richtung.
„Aufstehen Sonnenschein", übertrieben fröhlich zog sie Fabio die Decke weg. Dieser grummelte unzufrieden und drehte sich von seinem Gast weg. Aber sie hatte nicht umsonst ein Jahr mit ihm auf See verbracht. Natürlich hatte sie auf der Reise ein paar Tipps gesammelt, diese Schlaftablette aufzuwecken.
Leise ging sie in die Hocke und begann ein Lied zu summen während sie den Ärmel von Fabios T- Shirt hochschob. Auf Fabios Schulter war nämlich ein kleines Muttermal an dem ihr alter Freund seltsamerweise ziemlich sensibel war. Man musste ihn da nur einmal piksen und er war hellwach.
Und in der Tat schreckte Fabio sofort hoch. Kaum das er sie sah stöhnte er genervt auf.
„Was soll der Mist", sein Geschimpfe ging noch eine ganze Weile weiter bis sie schlussendlich rief: „Ist in Ordnung Fabio ich habe es verstanden. Ich brauch aber mal kurz deine Hilfe. Dringend!"
„Ist ja gut, ist ja gut. Gib mir zehn Minuten."
„Ich warte draußen", mit diesen Worten machte sie eine Kehrtwende und trat vor die Tür.
Angesäuert kam er schlussendlich aus der Kajüte und fragte sofort: „Wofür hast du mich aus dem besten Schlaf seit Tagen geholt?"
„Das besprechen wir am besten nicht auf dem Flur. Komm mit wir gehen in meine Kajüte", noch immer grummelnd folgte er ihr. Kaum das die Tür von ihrer Kajüte zufiel, löste sie das Tuch von ihrem Arm und zeigte ihm die noch immer leuchtende Insignie.
„Sie leuchtet seitdem ich bei Marco war. Und wenn ich in seiner Nähe bin, dann leuchtet sie noch intensiver. So als wären alle Träger an einem Ort mäßig", nachdenklich musterte Fabio ihren Arm.
„Interessant, vielleicht weil die beiden Insignien so lange in einem Träger vereint waren oder…"
„Fabio könntest du mir bitte nicht nur Vermutungen um die Ohren werfen. Bitte, sag mir das du weißt warum sie leuchtet", ihren Arm wieder mit dem Tuch abdeckend, guckte sie ihn hoffnungsvoll an.
„Ich müsste mal ein paar Bücher wälzen, aber Kasumi. Ich glaube die Ältesten wissen da mehr. Du musst dich doch eh in ein paar Wochen auf den Weg machen, aber für dich gucke ich mal. Du müsstest mir aber wohl oder übel deine Kajüte leihen", zustimmend nickte die braunhaarige.
„Wenn du was brauchst…", sie schaffte es gar nicht zu Ende zu sprechen, weil er sie schon längst aus dem Zimmer schob.
„Jaja, dann melde ich mich", sie zuckte regelrecht zusammen, als die Tür hinter ihr ins Schloss fiel. Da sie jetzt eh nichts zu tun hatte konnte sie ebenso gut ihr unterbrochenes Frühstück beenden.
Im Speisesaal saßen nun kaum noch Leute, darunter auch WB.
„Mr. Newgate, sie noch hier?", der Riese reagierte im ersten Augenblick nicht. Und so saßen die beiden eine ganze Weile schweigend nebeneinander.
„Ich habe gehört das du uns in ein paar Wochen verlässt. Mein Vize wohl auch", mit einem undeutbaren Gesichtsausdruck musterte der Kapitän die junge Frau.
„Ja das ist wohl richtig. Ihr körperliches Problem, ist bis dahin aber auch unaufhaltsam! Das wissen sie aber selber."
„Dann ist es ja gut das ich ihrem Vorschlag zustimme", schmunzelnd beobachtete WB wie Kasumi sich fast vor Überraschung an ihrem Getränk verschluckte. Mühsam schluckte sie den Kaffee herunter und guckte hoch: „Ehrlich?!" Ein erleichtertes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
„Das freut mich, wirklich. Es macht ihnen also nichts aus, wenn ich versuche es noch für diese Woche zu arrangieren", in Gedanken war sie schon längst am planen, als WB noch anmerkte.
„Wir machen die OP an einem von mir ausgewählten Ort, niemand außer den involvierten erfährt von dem Ganzen und du mein Kind erzählst mir genau wohin du mit meinem Vize möchtest", zustimmend nickte Kasumi, die Konditionen waren logisch.
„Bezüglich des Ortes, da müsste ich mich mal mit Law besprechen. Ich lege ihnen dann eine Liste mit möglichen Punkten vor. Wegen der Reise, das machen wir am besten, wenn ich die Liste habe. Ich nehme nämlich stark an das Marco auch dabei sein wird, wenn wir das ganze besprechen", anerkennend nickte WB.
„Dann lege mal los, mein Kind. Kriegst du die Liste bis morgen?", sie neigte den Kopf leicht und überlegte kurz bevor sie schlussendlich nickte.
„Es ist machbar, Law schuldet mir eh noch einen Gefallen", WB schmunzelte nur, während Kasumi schon auf dem Weg aus dem Speisesaal war. An der Tür drehte sie sich noch einmal um. Was sie sah? Eine komische, wundervolle Familie, mit einem Zentrum. Whithebeard.
In ihrer Kajüte fand sie zu ihrer Überraschung nicht nur Fabio vor, sondern auch Marco. Verwirrt blieb sie erstmal im Türrahmen stehen.
„Ähm, nicht das ich was gegen dich habe Marco. Aber was machst du hier?", die beiden Männer schauten sie ebenfalls überrascht an.
„Also deine Frage von eben. Die hat ja eh was mit ihm zu tun", mit dem Daumen zeigte Fabio auf dem hinter ihm stehenden Marco: „Und da ich kurz mal einen Blick auf seine Insignie werfen… warte, wenn ich jetzt mal die Chance habe. Legt mal eure Arme nebeneinander."
Achselzuckend ließ Kasumi die Tür hinter sich ins Schloss fallen und löste das um ihren Arm gewickelte Tuch. Marco tat es ihr gleich und kaum das die beiden ihre Arme nebeneinander hielten begannen die Insignien zu leuchten. Erst schwach, dann immer heller, bis sie alle die Augen schließen mussten um nicht geblendet zu werden.
Nach einer Weile wagte Kasumi es ihre Augen wieder zu öffnen. Ihre Hand hatte sich in Marcos Hand geklammert.
„Es hat sich nichts verändert", murmelte Fabio der bereits die beiden Insignien inspizierte. Das Leuchten ließ immer weiter nach bis die Zeichen wieder aussahen wie normale Tattoos.
„Was war das?", der Blondschopf zog abrupt seine Hand aus der Umklammerung und wich einen Schritt zurück. Kopfschüttelnd wich nun auch Kasumi einen Schritt zurück.
„Fabio, bitte sag mir das du etwas gefunden hast!", entschuldigend schüttelte dieser den Kopf und erwiderte: „Heute wird das auch nichts mehr. Ich versuche es morgen weiter."
„Nein, Fabio war…", aber da war er schon aus der Tür raus. Sie guckte fragend in die Richtung des Vizes, doch dieser hob nur die Hände hoch und sagte: „Wie wäre es, wenn wir Körperkontakt erstmal vermeiden."
Im ersten Moment schaute sie ihn verständnislos an. Nis sie dann zustimmend nickte.
„Das ist wohl die beste Idee", eine peinliche Stille breitete sich in der Kajüte aus.
„Ich gehe dann mal besser", kaum dass er zu ende gesprochen hatte, war der Vize schon aus der Tür.
Kopfschüttelnd schloss Kasumi die Tür und griff nach der auf dem kleinen Tisch stehenden Teleschnecke. Ohne noch groß über das eben geschehende nachzudenken begann sie die Nummer von Trafalgar Law anzuwählen.
Somit sind wir schon wieder am Ende für diese Woche angekommen. Wie immer würde ich mich über Rückmeldungen freuen. So und damit bleibt mir nur noch euch eine schöne Woche zu wünschen. Und bis nächste Woche XD
