„I won`t run,
when Bullets chase me
I won`t rest.
Where arms embrace me,
I will love.
When people hat me,
I won`t hush.
No you can`t make me.
Send the dark,
but it won`t break me."
So, da bin ich wieder. Ich hoffe ich habe diesemal weniger Rechtschreibfehler reingehauen:D
Es waren nur noch vier Tage bis nach Sunnydale und mit jeder Meile die sie näherkamen, wurde Kasumi unruhiger.
Was auch der Grund war warum Kasumi grade in der Takelage hing um eine ausrangierte Pfanne am Mast anzubringen. Kaum das sie sich sicher war, dass ihre umfunktionierte Zielschiebe sicher hang, sprang sie zurück auf die Planken. Zufrieden betrachtete sie ihr Werk. Wer hätte gedacht, dass Pfannen so viele Funktionen haben könnten. Marco beobachtete ihr Treiben währenddessen nur stumm vom Steuerrad aus.
Seitdem Vorfall mit dem Marine Schiff hatten die beiden kaum ein Wort miteinander geredet. Kasumi wusste auch nicht wie.
Immer wenn sie grade etwas sagen wollte biss, sie sich auf Zunge und schluckte die Worte wieder runter. Dabei gab es so viel über das sie reden müssten, trotzdem taten sie es nicht. War es angst, vor dem Unbekannten? Oder wussten nicht eigentlich beide, dass da etwas war, ein Gefühl, eine Verbindung die so viel mehr sein könnte, wenn sie nur bereit dafür wären.
Also lag sie mit ihrem Gewehr an Deck und machte ihre Schussübungen, während Marco sie auf Kurs hielt. Schweigen, wurde ihr Freund und größter Feind. Es gab da so ein Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Was ist, wenn man das Gold nicht haben wollte?
Letzten Endes fielen ihr also zwei Pfannen und drei Tassen zum Opfer. Zerlöchert von ihren Kugeln, unwiderruflich zerstört, vielleicht war sie das ja auch… und war sich dessen nur nie bewusst gewesen.
„Kasumi", überrascht schaute sie von ihrem Gewehr auf.
„Marco, was ist?"
„Denkst du nicht, dass wir das wie Erwachsene klären sollten", wie Erwachsene? fragte sie sich nur bevor sie sich wieder ihrer Aufgabe zu wand, bevor sie ihn noch anschrie.
„Ich wüsste nicht was du meinen könntest", Desinteresse war wohl die falsche Wahl gewesen.
„Wir reden kein Wort miteinander! Normalerweise habe ich ja kein Problem damit, aber das hier ist doch nicht mehr…"
„Nicht mehr, WAS? Bitte erklär es mir", wütend warf sie ihr Gewehr auf die Planken und in ihren Augen blitzte es: „Erklär mir doch bitte was, DAS ist!?"
„Woher soll ich, denn das wissen?! Du hast immerhin…"
„Oh, nein. Schieb das jetzt nicht schon wieder auf mich. Ich habe mich nicht entscheiden dir die Insignie zu verpassen! Und ich denke ich habe mich mehr als genügend entschuldigt! Ich kann doch nicht immer schuld sein!"
„Beruhig dich, doch mal", inzwischen zuckte auch über sein Gesicht die ein oder andere Zornesfalte.
„Lass mich doch einmal zu Ende reden. Immer das gleiche mit euch Frauen", inzwischen mehr genervt als sauer stützte er sich auf das Steuerrad: „Ich wollte sagen, dass wir beide gestern in Betracht gezogen, einen Vorteil aus unserer Lage ziehen können."
„Oh", Blut stieg ihr in den Kopf. Die Wut die eben noch in ihr gebrodelt hatte verflog auf einmal und machte einem gehörigen Batzen Scham Platz.
„Kann ich also weiterreden ohne, dass du mich unterbrichst?", ihr Schweigen quittierte er als ein „Ja", also fuhr er fort: „Wir passen nicht zu einander. Wir streiten uns, andauernd und dich zu hassen. Kostet mich einfach zu viel Kraft. Ich will es eigentlich auch gar nicht. Deshalb habe ich einen Vorschlag."
Unruhig kaute sie auf ihrer Unterlippe, nickte aber. Sie würde zuhören, bis er fertig war.
„Ich will nicht auf diese Insel gehen ohne mir wenigstens sicher sein zu können, dass eine Person meinen Rücken deckt. Du hast mich gefragt ob ich dir vertraue. Das tue ich. Ich sehe dich als Freundin an, aber nicht so. Wenn du verstehst."
Sie musste ein Kichern unterdrücken und Marco fühlte sich sichtlich unwohl. Dachte er ernsthaft, er müsste mit ihr so ein Gespräch führen?! Dachte er ernsthaft sie hätte sich in ihn verliebt?!
„Sorry, dass ich dich unterbreche, aber Marco. Das ist echt nicht nötig, ich bin nicht in dich verliebt!", der Vize schaute erst verdutzt, dann atmete er erleichtert aus.
„Oh, gut. Ich dachte nur, wegen dem Ganzen mit der Schlafsituation und so…"
„Du bist zwar ein Schönling, aber auch nicht so einer. Hätte ich eine Wahl, dann sähe das alles auch ziemlich anders aus", die Spannung wich aus seinen Schultern.
„Ach wirklich, hat sich nicht so angefühlt", entspannt auf das Steuerrad gelehnt zog er die Augenbrauen skeptisch hoch.
„Bitte, wer hat den immer angefangen. Außerdem kann man doch wohl einen durchtrainierten Körper bewundern. Ist ja nicht so, als ob du das nicht machen würdest", sie konnte ein leicht spöttisches Lachen nicht verhindern, in welches der Vize doch tatsächlich mit einstimmte.
„Touché, alles rein platonisch, nicht wahr?"
„Alles rein platonisch", bestätigte sie. Und wand sich wieder ihrer Arbeit zu. Die Spannung die eben noch in der Luft gewesen war schien verflogen. Dennoch war da etwas was ihr immer noch Sorgen bereitete. Bennen konnte sie es leider nicht, so sehr sie es auch versuchte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sie gedacht, dass sie nichts mehr aus der Ruhe bringen konnte. Mit dieser Einstellung hing sie auch an der Reling. Bis sie in südlicher Richtung die Segel eines Schiffes erspähte.
In der Dunkelheit der Nacht konnte sie nicht erkennen, ob es eine Flagge hatte.
Grade, als sie den Vize wachmachen wollte, man wusste ja nie was da auf einen zukam, trieb eine Melodie über die Wellen. Eine ihr wohl bekannte, wunderschön vertraute Melodie.
Noch während, die ersten Töne verklangen begann sie leise mit zu singen.
World- losers and World- foresakers
Yes we are the movers and the shakers
Holding onto the love,
for a different land.
Es gab nur wenige Personen auf dieser Welt die dieses Lied, geschweige denn diese Melodie kannten und sie alle genossen ihr volles Vertrauen.
Kaum, dass das andere Schiff auch in eine bessere Sicht kam erkannte sie auch einen blonden Haarschopf an der Reling des anderen Schiffes stehen. Wild fuchtelten zwei Hände in der Luft und der Wind trug bereits jetzt einzelne Worte zu ihr.
„Kasi… kann es gar… endlich… wieder…", mehr verstand sie auch nicht mehr bevor ihr blonde Haarsträhnen im Gesicht hingen und Midori ihr fast die Luft abdrückte.
„Midori… ich muss… atmen", entschuldigend lächelnd löste sich Midori von ihr und Kasumi nahm nutzte die Gelegenheit um tief Luft zu holen. Zwischen den ganzen Fragen die Midori ihr in dem folgenden Redefluss entgegen schleuderte, kam auch Marco an Deck.
„Ist das Fabio? Ich dachte er ist jünger. Na ja egal ich ...", schnell packte Kasumi die blonde am Arm.
„Nein, das ist nicht Fabio. Das ist Marco und ja er trägt die Insignie. Und nein das war nicht so vorgesehen. Und bevor du fragts, zwischen uns läuft nichts", sie hoffte nur sie hatte alle Fragend die Midori stellen konnte bedacht. Und dem schien auch so zunächst, bis Marco sich räusperte. Richtig da war ja noch was.
„Und mit wem habe ich das Vergnügen?", Marcos Blick wanderte von Kasumi zu Midori und schließlich auf Haru, welcher grade auf ihr Schiff kam.
„Das sind Haru Aed Rued und Midori Aed Ruad. Die beiden haben das gleiche Reiseziel wie wir beiden. Und sind wie du dir sicher schon dachtest, ebenfalls mit diesen wunderschönen Insignien gesegnet", die letzten Worte triften nur so von Sarkasmus, was den Zwillingen nur ein grinsen auf die Gesichter zauberte.
„Immer noch diese Einstellung. Das wird langsam alt Kasumi", ihre genervten Gesichtszüge ignorierend trat Haru vor und umarmte sie lachend.
„Was bleibt mir denn, dann noch?", ihre gespielte Verzweiflung ließ Midori kurz auflachen, bis ihr Blick an dem Vize hängenblieb. Dieser stand bisher nur mit über der Brust verschränkten Armen an der Treppe die unter Deck führte.
„Es macht euch doch nichts aus, wenn wir uns an euch anketten, oder?", Kasumi warf einen fragenden Blick zu dem Blondschopf hinter sich und als dieser nur mit den Achseln zuckte erwiderte sie: „Wenn ihr die Wache für diese Nacht übernehmt."
Damit war die Sache für Kasumi eigentlich geklärt, aber anscheinend brannte Haru noch etwas auf dem Herzen. Denn er rief noch nach ihr bevor sie unter Deck verschwinden konnte.
An der Reling von seinem und Midoris Schiff lehnend musterte er sie erstmal eingehend, bevor er fragte: „Ist bei dir auch alles gut ich meine das Ganze… du weißt schon."
„Ich weiß nicht so ganz auf was du hinauswillst, aber ja es geht mir gut. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Auf jeden Fall nicht um mich, dafür hast du schon mit deiner Schwester genug zu tun", Ein abfälliges Schnauben war aus ihrer Richtung zu hören und Haru grinste kurz, bevor seine Miene wieder ernst wurde.
„Ich weiß, aber…", Kasumi schüttelte nur den Kopf: „Haru, ich komme zurecht. Immerhin habe ich fünf Jahre mehr Lebenserfahrung!"
„Ja, und ich habe 19 Jahre Midori Erfahrung", dass- musste sie zugeben- war ein Argument. Trotzdem schüttelte sie nur den Kopf. Die Antworten, die sie brauchte, konnte Haru ihr leider nicht beantworten.
Unter Deck wartete Marco bereits auf sie. Keiner von ihnen sprach ein Wort. Nicht während sie sich umzogen, nicht als sie unter die Decke schlüpften, nicht als sie sich an seine Brust ziehen ließ und auch nicht, als sich ihre Hände auf ihrem Bauch ineinander verschränkten.
Die nächsten beiden Tage verbrachte sie die meiste Zeit mit den Zwillingen. Ließ sich ausfragen, hörte geduldig zu, wenn Midori von dem eigentlichen Thema abschweifte und lachte über die Witze der beiden. Auch wenn Midoris dazu tendierten geschmacklos zu sein und irgendeine Personengruppe in ihrem Verlauf zu beleidigen.
Marco begnügte sich damit jeden Morgen ein knappes „Morgen" zu murmeln und sich den endlosen Musterungen der Zwillinge zu ergeben.
Am Ende des zweiten Tages ihrer gemeinsamen Reise, erwischte sie ihn jedoch, wie er mit Haru über Seekarten gebeugt ein Gespräch führte, was schlussendlich in einer stummen Schachpartie der beiden endete.
An diesem Abend wurde ihr erst richtig bewusst, dass sie nur noch einen Rag von Sunydale entfernt waren und eventuell schon morgen an einem Lagerfeuer mit den anderen sitzen würden. Vorfreude bereitete sich in ihr aus, verschwand aber beinah vollkommen, als ihr wieder bewusst wurde was sie hier alle versammelte.
Midori schien ihre Melancholie bemerkt zu haben. „Versuch doch einmal zu lächeln. Du weißt schon. Die Mundwinkel nach oben ziehen und vielleicht schaffst du es ja sogar zu lachen."
Ihr Lächeln glich eher einer Grimasse und das Lachen war, nun ja es war ein Versuch.
„Du machst jedem Dämon alle Ehre, aber das war noch nichts", und da Midori immer schon eher für handeln anstatt reden gewesen war, bewegten sich ihre Finger kurzerhand an ihre Schläfen und entfernten sich erst von diesen, als Kasumi vor Lachen nur noch nach Luft schnappte.
„Das war schon besser, daran arbeiten wir später weiter", zufrieden pustete sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und löste sich aus dem Knäul von Gliedmaßen, in welchem die beiden geendet waren.
Die beiden Männer hatten sie während des ganzen Spektakels nicht aus den Augen gelassen. Noch immer spürte sie Marcos Augen in ihrem Rücken. Sei brannten ja förmlich Löcher in ihre Schulterblätter. Die restlichen Stunden bis sich Midori und Haru in ihre Kajüten zurückzogen hatte sie konstant das Gefühl, als ob seine Blicke jeder ihrer Bewegungen folgen würden. Und auch wenn sie beide gesagt hatten, dass sie Freunde waren, meinte sie doch einen Funken in seinen Augen zu sehen, der nicht ganz zu dieser Aussage passen wollte. Dieser Funke, welcher seine Augen kurz dunkler erscheinen ließ, ihre Gedanken in eine gefährliche Richtung wandern ließ, ihr Blut in das Gesicht trieb und Hitze an Stellen verursachte, wo sie sie grade echt nicht gebrauchen konnte. Nicht wenn sie Freunde bleiben wollten!
Falls Midori etwas davon mitbekam, dann sagte sie dies zumindest nicht. Und dafür war sie ihr dankbar, denn sie wusste doch selber nicht einmal was das war. Oder ob es überhaupt etwas war.
So saß sie einfach neben Marco auf der Reling und beobachtete die Sterne die sich in dem stillen Wasser spiegelten. Die ganze Nacht über schwiegen sie. Es war kein unangenehmes Schweigen, sondern ein beruhigendes, einvernehmliches Schweigen, wenn das Sinn machte? Sie wusste nicht wie sie es anders hätte beschreiben sollen.
Und auch wenn sie Angst hatte, Angst das ihre Ängste sie wie sonst auch immer überwältigen würden, so wusste sie doch in dem Moment, als sie die Umrisse von Sunydale im Licht der aufgehenden Sonne sah, dass sie das Richtige tat, auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlte. Also schloss sie einfach die Augen und atmete tief durch, denn sie war es leid Angst zu haben.
Nun fragt man sich sicher vor was ich so viel Angst haben könnte. Ich weiß es selber nicht so ganz. Es ist eine Mischung aus dem Ungewissen, dem Schmerz ihrer Wunden. Alt und neu, ungesehen und sichtbar für die ganze Welt und dem Wissen, dass jeder Schritt, jeder Atemzug ihr letzter sein könnte.
„Das ist sie?"
„Ja, das ist sie. Das ist Sunydale."
„Sieht ganz normal aus", da musste sie ihm recht geben. Die Insel hatte auf den ersten Blick nichts besonders an sich. Eine normale Sommerinsel, mit nichts, besonderem an sich. Aber wie sagt man so schön, der Schein kann einen trügen. Es ist immerhin nicht alles Gold, das glänzt.
Und dann sind wir wieder am Ende des Kapitels. Ich hoffe es waren heute mal nicht allzu viele Rechtschreibfehler drin.
