Kapitel 11 – Ende eines Tyrannen, Blue Mermaids?

Disclaimer: Mir gehört weder Pokémon noch Stargate oder Harry Potter oder Highschool DxD oder jede sonstige Copyrightgeschützten Werke, die hier verwendet werden. Diese Geschichte hier schreibe ich nur zu meinen persönlichen vergnügen, ohne jeden Profit geschrieben.

"Bla" Reden

Bla Denken

#"Bla"# Seraphim Sprache

'Bla' Telepathie

$"Bla"$ Diskussionen mit der Schattenebene

/Bla/ Altes Drakonisch

Ϩ Bla Ϩ Parselzunge

Bla₱ Übersetzte Pokémonsprache

[Bla] Pokédex Einträge

"Bla" Bijuu und andere Wesen

Bla Bijuu reden mit ihren Wirt

"[Bla]" Zoids

"b̶̧̺̲̟̞̭̲̘́̒̎̃̈̂̊̐l̡̙͕̱͚̭̠͙̼͌̐̽̽͘͜͝a̘͙͓̩͉͚̰̭̔͊͛̎̇͛̋̌͘" verzerrte Stimme

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Anoth fand sich im neuen HQ von Night Raid wieder. Nachdem er Esdeath und Tatsumi runtergeholt hatte von ihren unfreiwilligen Aufenthalt auf der einsamen Insel mitten im Nirgendwo.

Es hatte eine ganze Zeit gedauert ehe ihn die anderen auf den laufenden gebracht hatten.

"Tja…" Seufzte Anoth und begutachtete dabei die Karte der Imperialen Hauptstadt. "Wann ist die Revolutionsarmee frühestens marschbereit?"

"Zwei Monate." Kam die Antwort von Najenda.

"Dann machen wir weiter wie zuvor." Sagte Anoth. "Allerdings beginnen wir nun auch Militärische Ziele auszuschalten. Waffenlager, Kasernen usw."

"Warum schlägst du nicht sofort zu?" fragte Tatsumi. "Du könntest die Regierung doch im Alleingang stürzen."

"Ja, das kann ich." Bestätigte Anoth. "Aber dein Blick landet zu kurz. Die Regierung zu vernichten ist nur der eine Punkt. Das geht ganz einfach. Das ist in Fakt sogar der leichte Teil. Aber wenn die Regierung gefallen ist muss eine andere Regierung das Zepter übernehmen denn ansonsten hast du am Ende mehr Probleme als vorher. Die Regierung im Moment ist keine gute Regierung aber immer noch eine Regierung die die Öffentliche Ordnung aufrecht erhält. Besser eine schlechte Regierung, als gar keine Regierung. Denn wenn es keine Macht mehr gibt welche die Regeln aufrecht erhält endet das in komplette Anarchie. Und das braucht hier niemand.

"Das heißt sobald diese Regierung hier fällt wird die Revolutions Armee für eine ganze Zeit die Ordnungshüter spielen müssen. Und das wird erst funktionieren wenn die auch dafür bereit sind."

"Ich verstehe." Sagte Tatsumi.

"Wie kann ich helfen?" fragte Esdeath.

"Wir werden in der nächsten Zeit diverse Stützpunkte außerhalb der Stadt angreifen. Esdeath wird dann dafür sorgen, dass die besten Befehlshaber des Militärs dort hin versetzt werden um sie zu stärken. Wir werden genau diese dann Ausschalten."

"Mit der Eliminierung der besten Befehlshaber wird der Kaiser gezwungen sein diejenigen einzusetzen die wegen Verbindungen, Verwandtschaft oder was auch immer ihre Posten bekommen haben." Fuhr Esdeath fort. "Die meisten von ihnen sind hochgradig inkompetent. Das wird uns nur in die Karten spielen."

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Einige Tage später.

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Anoth war zusammen mit einer der neuen von Night Raid unterwegs um einen Minister von Honests Regierung zu erledigen.

Sein Name war Gebaze.

Minister für Öffentliche Finanzen.

Fett und Korrupt.

Er in Fakt sah das Volk als Vieh an.

Anoth war eins geworden mit den Schatten in den Raum und wanderte mit ihnen durch die Zimmer. So beobachtete er Chelsea, die sich als eines der Hausmädchen verkleidet hatte, in den Raum kam um Gebaze anscheinend ein Getränk zu servieren. Nur um ihn dann mit einer mit Gift getränkte Nadel in den Hals zu stechen.

Nur Sekunden später kamen die hinein auf die Anoth gewartet hatte.

Akames Schwester Kurome sowie ihre Begleitung Wave.

Chelsea indessen war verschwunden. Es sei denn man wusste dass es nun eine Katze mehr gab im Raum.

"Kurome. Wave. Ich habe mich schon gefragt ob ihr auch kommt." Ertönte es aus den Schatten heraus als Anoth aus eben diesen heraus schritt und somit sichtbar wurde.

"Du musst Anoth sein." Meinte Kurome.

"Richtig." War Anoths Antwort.

Was folgte war eine halbe Stunde an diversen Enthüllungen. Vor allen für Kurome. Auch hatte Anoth eine Lösung für ihre Abhängigkeit und eine Lösung für ein Problem mit ihren Teigu welches ihr schon seit dem sie es hatte verfolgte.

March of the Dead: Yatsufusa.

Das war ihr Teigu.

Es war allerdings ein unvollständiges und unfertiges Teigu.

Es war der unvollkommene und unfertige Versuch die Mächte der Black Sun in eine Waffe zu packen. Allerdings sorgte es auch, wegen einen Fehler innerhalb der Runenmatrix, dafür das es merkwürdige Psychische Reaktionen bei dessen Benutzer verursachte die es eigentlich nicht tun sollte.

"Woher weiß du das überhaupt?" Kurome war in diesen Fall genuin Neugierig.

Anoth griff auf seinen Rücken wo sich ein Schwert materialisiert hatte. Der Moment wo er es aus dessen Scheide zog war derselbe wo Kurome und auch Wave mehrere Schritte zurück machten. Auch Chelsea und die anderen Katzen hatten sich entschieden, dass der Ort am anderen Ende des Raumes und möglichst weit weg von Anoth der bessere Ort war.

Das Schwert hatte eine Aura des Todes um sich herum die man kaum beschreiben konnte.

"Das ist das Schwert der Unterwelt. Das Schwert der Toten. So'unga. Nach diesem Schwert als Vorbild wurde Yatsufusa gefertigt." Erklärte Anoth als er das Schwert vor sich hielt. "Es ist ein Schwert mit einen eigenen willen welches den Träger überwältigen kann wenn dieser nicht stark genug ist. Es ist ein sehr gefährliches Schwert. Sollte es je ein Mensch in die Hände fallen, wird dieser in einen nicht enden wollenden Blutrausch verfallen und erst aufhören wenn alles restlos tot ist." Damit steckte er sein Schwert wieder in dessen Scheide zurück, woraufhin auch diese Aura der Falschheit und des Todes verschwand.

"Dein Schwert wurde als eine abgeschwächte Form von diesen hier erschaffen. Wohlgemerkt ein unvollständiges Werk." Erklärte Anoth. "Einst hatte ich So'unga ausgeliehen an einem mächtigen Dämonen Lord. Nachdem dieser unvorhergesehener weise starb hatte das Schwert in deren Welt für einiges an Chaos gesorgt, milde gesagt, bevor es schließlich besiegt und von mir zurückgefordert wurde."

"Also ich bleibe bei meinen Schwert, danke." Meinte Kurome daraufhin nur. So'unga war ihr schlichtweck nicht geheuer und sie war sehr froh das das Schwert wieder in dessen Scheide saß.

Es war nun gesichert das sich Kurome und Wave gegen das Kaiserreich und damit gegen Honest wenden werden.

Auch konnten sie ihm anderweitig nützliche Informationen zukommen lassen.

Nämlich das Versteck desjenigen der Dr. Stylishs Kreationen nun kontrollierte.

Sein Name war Syura und er war der Sohn von Honest.

Anoths grinsen war gleichzusetzen mit dem eines Raubtieres kurz bevor dieses sein Ziel eliminierte.

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Drei Stunden später

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Es war für Anoth ein leichtes in das Gebäude einzudringen das Syura als Unterkunft gewählt hatte.

Syura war im Haus.

Soviel wusste er bereits.

Er musste ihn nur noch finden.

Das stellte sich als einfacher heraus als erwartet.

Einige der Wachen waren etwas zu redselig.

Vielleicht lag es auch an den Fakt das diese besagten Wachen besoffen waren. Und zwar so besoffen das sie kaum noch stehen konnten.

Wie auch immer er wusste nun wo sich sein Ziel befand.

Schattenreisen zu benutzen war in solchen Fällen äußerst nützlich und so kam er komplett ungesehen in Syuras Zimmer hinein.

Er hatte sich anscheinend gerade mit einer Frau vergnügt und stand am Fenster. Anoth hatte nicht vor Syura irgendeine Chance auf Gegenwehr zu geben und holte sein Blasrohr heraus. Er füllte eines der Geschosse mit seinem eigenen Blut.

Seraphim Blut ist extrem toxisch.

Lud dieses ins Blasrohr und jagte ihm dann den Pfeil direkt in Syuras Rücken und entfernte die Spritze telekinetisch wieder.

Sekunden nach den Treffer fing Syura an zu taumeln direkt darauf brach er zusammen. Nur Sekunden drauf war er tot. Er hatte nie erfahren was ihn getroffen hatte. Die Frau fing kurz darauf an zu schreien. Anoth packte sie telekinetisch und brach ihr das Genick.

Anoth hatte lange Zeit selbst als Assassine gearbeitet. Er kannte noch immer alle Tricks und diese Reaktion stammte effektiv aus dieser Zeit. Hinzu kam das die Frau das anscheinend aus freien Stücken tat. Sie war nicht gefesselt oder ähnliches. Tja in dem Fall war es leicht sie auch als Feind einzustufen und dann eben zusammen mit den eigentlichen Ziel zu eliminieren.

Anoth ging neben Syuras Leiche in die Knie und nahm ihm sein Teigu ab.

Dimensional Formation: Shambhala.

Anoth schnaubte amüsiert. Shambhala war eigentlich ein Spielzeug mit dem junge Seraphim die Dimensionsreise Fähigkeiten lernten. Und das hier war Lisinas.

Er hörte Schreie vom Treppenhaus und Flur.

Zweifelsohne Wachen.

Anoth sprang raus aus dem offenen Fenster und verschwand in die Abenddämmerung wie ein Geist lang bevor die Wachen die Tür eintraten.

Als die Wachen letztlich es schafften die Tür zu zerstören und den Raum zu betreten war Anoth lange verschwunden. Sie fanden nur zwei Leichen in den Raum.

Nichts weiter.

Die Aufgabe eines Assassinen war selten sauber und Kollateralschäden ließen sich nicht immer vermeiden.

Das war eben halt so.

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Zwei Tage später

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Ab nun ging es Schlag auf Schlag.

Anoth drehte das Tempo der Revolution nun richtig auf.

Es gab bereits multiple Angriffe auf außen liegende Stützpunkte des Militärs bei dem die loyalen Anhänger von Honest gnadenlos ausgelöscht worden waren. Parallel arbeiteten die Jaeger und Night Raid Einheiten Hand in Hand um Stylishs letzten Kreaturen unschädlich zu machen.

Esdeath war auch nicht untätig. Es gab etliches an Truppenbewegungen innerhalb des Empire. Mehr und mehr dem Empire Kritisch gegenüber stehende Soldaten wurden an Posten geschickt in denen sie sich im Geheimen bereitmachten gegen die Loyalisten loszuschlagen.

Anderen nahmen Schlüsselpositionen ein, wie zum Beispiel den Stadttoren und warteten nur auf das Signal um der Revolutionsarmee wortwörtlich die Tore zu öffnen.

All das geschah ohne das Honest oder seine Anhänger etwas davon mitbekamen.

In anderen Fällen wurden Loyalisten dorthin versetzt wo nur kurz darauf ein Angriff erfolgte um diese auszuschalten.

Genau an so einen Ort war Anoth nun gerade.

Esdeath hatte ihn noch zukommen lassen das innerhalb der Festung ein Geschenk auf ihn warten würde?

Was für ein Geschenk?

Er war dabei genau das herauszufinden.

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Mitternacht

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Es war mehr als einfach sich unbemerkt der Festung zu nähern.

Die Nacht war Mondlos und so war Anoth ohnehin nur sehr schwer zu sehen.

Kurze Zeit später war er am Wassergraben.

Ohne irgendein Geräusch zu machen tauchte Anoth ins Wasser und schwamm herüber zur Mauer.

Die Mauer war lange nicht mehr gewartet worden und Teile des Mörtels waren aus den Fugen gebröckelt. Das war für Anoth mehr als genug um Halt zu finden und die fast 25 Meter hohe Mauer hochzuklettern.

Oben lief eine Wache Patrouille. Anoth hing nun genau unter den oberen Wachgang und wartete. Die Wache kam Sekunden später wieder zurück und das war genau der Zeitpunkt wo Anoth hervor preschte, die Wache packte und sie herunterzog von den Mauern. Dabei wickelte er ein Seil um den Hals der Wache und ließ diese nach unten Fallen. Als das Seil straffzog brach dieses der Wache das Genick.

Anoth ließ die Wache einfach dort Baumeln. In der Dunkelheit war die Leiche nämlich kaum zu sehen.

Anoth schlich entlang der oberen Mauer und gerade als er sich einen Turm näherte hörte er Stimmen die sich ihm näherten.

Momente später war Anoth auf einer der oberen Balken gesprungen die aus dem Turm ragten und nur Sekunden später liefen zwei Wachen unter ihm entlang.

Die beiden Wachen gingen unter ihm hinweg ohne ihn zu bemerken. Anoth ließ sie unbehelligt ziehen. Sie jetzt auszuschalten würde die ihnen folgende andere Patrouille alarmieren. Das musste nicht sein.

Kaum waren sie weit genug weg sprang Anoth herunter vom Balken und lugte hinein in den Turm.

Niemand da.

Er schaute sich kurz um dann huschte er auch schon wieder hinaus und sprang die Mauer hinab direkt in ein Gestrüpp. Wäre er nur Sekunden länger geblieben hätte die große Truppe die gerade die Stufen hochkam gesehen.

Er hatte aber einen kurzen Blick in den Hof werfen können der hinter den Turm lag und mit einer Mauer von dem Rest getrennt war.

Es waren die Schlafräume für die Soldaten der Burg.

Auf die hatte es Anoth allerdings überhaupt nicht abgesehen.

Sein Ziel waren die Räume des Befehlshabenden Offiziers dieser Anlage.

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Zur Selben Zeit

Auf einen Hügel in der Nähe

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"Glaubst du wirklich, dass das eine so gute Idee war?" fragte Tatsumi Najenda die genau neben ihn stand und wie er die Festung mit einem Spezial Fernglas beobachtete.

Aus irgendeinen Grund viel Najendas Gedanke zurück auf eine Frage die ihr Anoth gestellt hatte.

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Rückblende

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"Wer denkst du ist schlimmer? Ein Licht Lord oder ein Dunkler Lord?" wurde sie von Anoth gefragt. Najenda hatte nicht wirklich eine Antwort darauf.

"Ein Dunkler Lord will nur alle Unterwerfen. Er ist ein Tyrann der von Macht träumt. Das typische Gebären eines Dunklen Lords. Weltherrschafft usw.

"Ein Licht Lord löscht alles aus was er/sie als unrein einstuft ohne jede Reue und ohne jedes Mitleid. Was ein Dunkler Lord nur unterworfen hätte löscht ein Licht Lord einfach aus.

"Wer ist also schlimmer?"

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Rückblende Ende

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"Wir sind weder Licht noch Dunkel. Wir sind die Agenten der Grauen Fraktion. Wir kämpfen für Gerechtigkeit und Balance. Wir kämpfen nicht für uns sondern für die, die es nicht können. Er wird das schaffen." Najenda war sich dessen sicher.

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Zurück zu Anoth

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Es stellte sich als recht einfach heraus zu den Quartieren zu kommen. Der Dank dazu galt einigen Kletterpflanzen die die Mauer hochgewachsen waren.

Um dorthin zu kommen war Anoth unter den Barracken her gekrochen und hatte dabei, rein zufällig natürlich, einige Kilogramm Sprengstoff dort liegen lassen.

Oben angekommen lugte Anoth durch ein offenes Fenster.

Keiner war in den Raum und so kletterte Anoth hinein.

Er hörte Stimmen die aus den nächsten Raum zu kommen schienen und so entschied er zu lauschen.

Die meisten Personen in den Raum waren von geringer Bedeutung. Mit Ausnahme von einer.

Großgeneral Budo.

"Großgeneral Budo. Hallo du Arschloch." Murmelte Anoth. "Das hat sie also mit Geschenk gemeint. Sie hat mir Budo auf den Silbertablett serviert. Wie freundlich von ihr." Anoth konnte sein grinsen gar nicht mehr unterdrücken.

Anoth machte einige Schritte von der Tür weg.

"Klopf Klopf ihr Mistkerle." Knurrte Anoth und trat die Tür ein und ging direkt in den Angriff über.

Der einzige der es schaffte diesen Angriff zu entkommen war Budo. Der schaffte es nämlich gerade so Anoths Angriff zu blocken wurde aber durch die gewaltige Wucht hinter den Angriff aus dem Gebäude katapultiert. Die anderen hatten weit weniger Glück. Die waren tot bevor sie wussten was überhaupt gerade passiert war.

Anoth sprang ihn hinterher und landete auf den Haupt Hof der Festung.

"Wie kannst du es wagen hier anzugreifen, Night Raid!?" brüllte Budo. "Ergib dich Eindringling! Du kommst hier nicht mehr lebend heraus!"

Anoth hob eine Augenbraue. "Und wie willst du das hinbekommen?"

"Ich werde dich zermalmen!" brüllte Budo und aktivierte dabei seinen Teigu der dafür sorgte, dass um ihn herum eine Aura aus Blitzen entstand.

"Ist das Adramelech?" fragte Anoth.

"Wut des Donnergottes, Adramelech!" korrigierte Budo. "Und damit werde ich dich töten!"

"Mit einer Trainingshilfe?" fragte Anoth. "Wohl kaum."

Adramelech war nämlich eigentlich eine Trainingshilfe zum trainieren des Blitz Elementes. Natürlich nutzten sie es hier als Waffe. War ja klar.

Budo feuerte als Antwort einen Blitz auf Anoth ab. Anoth machte nicht einmal Anstalten aus dem Weg zu gehen und fing den Strahl mit der Hand auf und feuerte diesen dann auf die heranstürmenden Soldaten ab und tötete sie so auf der Stelle.

Dabei blickte er die ganze Zeit unbeeindruckt auf Budo.

"War das schon alles?"

Als Antwort aktivierte Budo direkt seine Trumpf Karte und feuerte einen gewaltigen Strahl aus Blitzen auf Anoth ab.

"Er war wohl doch nur schwach." Meinte Budo als der Staub sich legte und Anoth nirgendswo mehr zu sehen war. Das war bis er eine Stimme hinter sich hörte.

"Kleiner Tipp." Sagte Anoth mit einer Stimmer als ob er über das Wetter redete während er Budo das Schwert von einen der getöteten Soldaten durchs Herz rammte. "Der Beste Angriff bringt dir gar nichts wenn du das Ziel nicht treffen kannst." Budo sackte hinunter auf die Knie. "Die nehme ich." Damit nahm ihn Anoth die Panzerhandschuhe ab und damit auch seinen Teigu.

Als Anoth danach aus der Festung schlenderte zündete er dabei auch die versteckten Sprengladungen die er gelegt hatte. "Das war enttäuschend."

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Zwei Tage später

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Anscheinend war General Budo eines der letzten Hindernisse das aus den Weg geräumt werden musste den nun kam endlich die Meldung herein auf die sie gewartet hatten.

Die Revolutionsarmee war bereit.

Und so fanden sie sich nur wenige Tage später auf den Feldern vor der Hauptstadt wieder.

"Beenden wir es." Sagte Anoth.

"Ja. Dies wird die letzte große Schlacht hier." Stimmte Konoko zu.

"Setzen wird er Sache hier ein Ende." Sagte Mitara.

Najenda, Harry und alle anderen nickten nur.

"Gut. Dann wollen wir mal." Sagte Anoth. Damit verwandelte er sich in seine Biest Form und hob ab. Konoko und Mitara machten es ihm gleich.

Sie nahmen direkten Kurs auf die Mauern der Stadt. Kaum in Reichweite feuerten alle drei eine massive Energiekugel auf die jeweiligen Tore die sie anvisierten ab. Die darauffolgende Explosion machte diese den Erdboden gleich. Parallel dazu hatte Harry die Mitglieder von Night Raid auf den Rücken genommen und flog genau in Richtung des Zentrums.

Zum Palast des Imperators.

Ihr Ziel:

Die Eliminierung von Honest.

Der allerdings war indessen damit beschäftigt den Kind Kaiser davon zu überzeugen den größten der Teigu zu aktivieren.

Nation-Verteidigender Maschinen Gott: Shikoutazer.

Oder auch Imperialer Wächter: Shikoutazer.

Der Teigu in dem Anoths Tochter Lisina drin Versiegelt worden war.

Genau in dem Moment brach Harry als erster durch das Dach des Palastes. Durch das so entstandene Loch ließ er dann den Rest von Night Raid hinein schweben welche er kurz davor in einen telekinetischen Griff genommen hatte. So blieb ihnen die Wucht des Einschlages erspart.

Wenig später landeten Tatsumi, Bulat, Leone, Mine und Akame hinter ihm. Der Rest von Night Raid war in Kämpfen in der Stadt selbst gebunden.

Darunter auch Esdeath und Mez die die anderen Mitglieder der vier Rakshasa Dämonen getötet hatten kurz bevor der Angriff begann.

Kurz nach Harry landete auch Anoth in den Palast und gemeinsam kämpften sie sich einen Weg zum Thronsaal frei.

Auf den Weg dorthin liefen sie einen gewissen Run über den Weg. Anoth tackerte diesen kurzerhand an die Decke als er sich ihnen versuchte in den Weg zu stellen mit seinen Teigu. Tausend Meilen Flug: Mastema. Einen Teigu der einen zwei große weiße gefiederte Flügel gab die Energiestöße abfeuern konnten.

Wenig später hatten sie den Thronsaal erreicht. Und Anoth konnte sich ein verächtliches Schnauben kaum unterdrücken.

Der Kindskaiser saß auf einen geradezu bescheuert erhöht stehenden Thron.

Und davor stand Minister Honest und faselte irgendwas daher was Anoth komplett ignorierte.

Akame versuchte Honest anzugreifen. Die Elite Wachen waren kein Problem. Anoth hatte sie einfach mit seiner Telekinese zermalmt. Allerdings wurde Akames Angriff durch ein Kraftfeld gestoppt.

Das konnte nur eines heißen.

"Was ist das?" fragte Tatsumi.

"Shikoutazer." Sagte Anoth. "Raus hier. Das Ding wird den ganzen Palast zerlegen."

Damit flohen sie aus dem Palast aber nicht bevor sich Anoth Minister Honest, der ebenfalls versuchte zu fliehen, gepackt hatte.

Anoth landete in einiger Entfernung zum Palast, wo sich der größte der Teigu, Shikoutazer, sich gerade aus dem Gebäude grub, auf einen Hausdach. Honest war noch immer zappelnd in seinen Telekinetischen Griff.

"Ich wollte dich einfach töten. Aber weißt du…" sagte Anoth als ob er über das Wetter redete, "Mir ist gerade eine sehr viel bessere Idee gekommen." Anoths Blick wurde geradezu bösartig. "Dich einfach zu töten wäre eine viel zu leichte Strafe für das was du dem Volk hier angetan hast." Anoths Augen fingen an Blutrot aufzuleuchten als er auf Honests starrte und ihm die Kleider vom Körper riss. Direkt danach kamen aus seinen Rücken sechs Tentakel hervor deren spitzen sich öffneten und jeweils ein anderes glühendes magisches Runengitter offenbarten ehe er sie auf die Brust von Honest rammte während er ihn telekinetisch mit der rechten Hand festhielt. Honest brüllte vor Schmerz.

"Du wolltest doch Unsterblichkeit, oder? Tja, Glückwunsch. Die hast du nun. Allerdings wirst du jedes Leid das du verursacht hast 10 Mal durchleben. Du wirst nicht sterben und du wirst dich auch nicht selbst töten können. Auch wird niemand anders in der Lage sein dich zu töten." Sagte Anoth mit einer sehr dunklen und bedrohlichen Stimme. "Du hast den Volk so viel Leid und Tod beschert, dass es Zeit wird, dass das Volk sich bei dir dafür "bedankt". Ach und noch etwas… Dein Name ist Honest, richtig? Wie wäre es denn mal damit, dass du deinen Namen mal alle Ehre machst. Von nun ab an kannst du nicht mehr lügen. Solltest du es auch nur versuchen wirst du dich wünschen, das du tot wärest. Ich wünsche dir noch viel Vergnügen in deinen neuen Leben." Damit warf er ihn vom Dach.

Nur um ihn vier Meter über dem Boden noch einmal aufzufangen. "Ach und bevor ich das vergesse zu erwähnen.. Du wirst nie mehr besitzen als das was du im Augenblick am Leib trägst und das Essen in Zukunft… Nun ich hoffe es schmeckt dir." Damit ließ er ihn nun endgültig in die bereits unten freudig wartende Meute warten. Mistgabeln und Nudelteighölzer warteten schon auf deren Einsatz.

Dann fiel sein Blick zurück auf Shikoutazer der gerade dabei war die Hauptstadt zu zerlegen.

"Zeit diese Rotzgöre in die Schranken zu weisen."

Anoth nahm wieder seine Biestform an und hob ab. Wenig später beschleunigte er stark und rammte den Teigu voll in dessen Bauch. Wenig später hatte er sich einen Weg durch die dünne Panzerung dort gegraben und bahnte sich nun einen Weg zum Kopf des Teigu.

Nur Sekunden später flog der komplette Kopf des Teigu davon und Anoth erschien dort wieder wo der Kopf gewesen war.

"Was für ein Witz." Knurrte Anoth. "Das war nicht gerade beeindruckend." Kurz darauf begann der Teigu der nun nicht mehr gesteuert wurde zu kippen. Anoth schlug einfach mit seinen Flügeln und schwebte in der Luft während der Teigu in einer beeindruckenden Staubwolke zu liegen kam. Wenig später landete Anoth auf das was vom Teigu noch übrig war.

Es war nicht schwer das Siegel zu finden das er suchte. Es befand sich auf der Brust des Teigu. Verborgen unter einigen Panzerplatten die Anoths Krallen mit einigen Mühen schließlich hinunterrissen.

Kaum waren die runter schaute er sich das Siegel genauer an.

"Ach so hat er das gemacht." Murmelte Anoth als er verstand wie das Siegel arbeitete. "Dann müsste, wenn ich das hier mache…" Einige kleinere Veränderungen am Siegel später und es fing an zu glühen. Wenig später erschien aus dem Siegel eine eindeutig feminine Gestalt. Anoth hatte längst schon wieder seine Menschliche Form angenommen um die Gestalt aufzufangen.

Es war seine Tochter Lisina.

Auch Esdeath und Mez waren inzwischen zu ihm geeilt.

"Unsere Herrin." Rief Mez erfreut. Wenig später wurde die langsam wieder zu sich kommende Lisina von zwei sehr fröhlichen Mädchen umarmt die sie sofort als ihre eignen Schatten erkannte. Mit der Berührung von Lisinas Körper endete Parallel auch ihre Temporäre Mitgliedschaft als Konokos Schatten. Nun waren sie wieder Lisinas.

Dann geschah etwas mit denen sie nicht gerechnet hatten.

Das Siegel aktivierte sich erneut.

Anscheinend hatte Anoth ungewollt ein Failsafe innerhalb des Siegels aktiviert.

Kurz darauf umfing ihn die Dunkelheit.

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Unbekannte Dimension

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Anoth fühlte Sand unter sich.

Soviel war klar.

Auch war klar das es Salzwasser war was er da roch.

"Was ist passiert?" fragte sich Anoth als er hoch zu den Wolken über sich blickte.

Er hatte sich endlich wieder zusammengeschlossen mit dem Rest seiner Leute. Dann hatten sie den Angriff auf die Hauptstadt des Empire angeführt. Er hatte es geschafft seine Tochter zu befreien und dann hat der Teigu irgendeine Sonderwaffe oder Failsafe aktiviert die einen instabilen Dimensionsriss öffnete durch den Anoth und seine Tochter hindurch gesaugt wurden.

"Wo bin ich? Und wo ist Lisina?"

Die Frage nach seiner Tochter war die, die er als erstes löste als er wieder auf seine Füße fand.

Sie lag wenige Meter entfernt auf den Strand.

Sie war bei Bewusstsein und grinste Anoth an als er zu ihr kam.

"Vater." Hauchte sie erleichtert.

"Lisina." Anoth war sehr erleichtert als er neben ihr auf die Knie ging. "Wie geht es dir?"

"Müde und schwach aber ich bin endlich frei."

"Esdeath und Mez?"

"Schlafen in meiner Schattenwelt."

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Zwei Tage später

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Wie es sich herausstellte waren nicht nur Anoth und Lisina auf der Insel gelandet. Sondern auch Harry und Leone. Sie waren wohl ganz in der Nähe gewesen als sich das Siegel aktivierte.

Sie waren ebenfalls hindurch gezogen worden durchs Portal. Allerdings trafen sie erst einen Tag später auf Anoth und Lisina die es sich in einer Höhle in einer nahegelegenen Kalkstein Steilwand eingenistet hatten.

"Weiß irgendjemand wo wir hier sind?" fragte Harry nachdem er Leone auf ein von ihm beschworenes Bett gelegt hatte. Er hatte ihre Verwundungen zwar versorgt aber sie war noch sehr schwach. Nach Anoths eigener Untersuchung hatte Leone riesen Glück das keine der Kugeln die sie im Bauch getroffen hatten die Schlagadern dort erwischt hatte. Oder sie währe innerhalb von kürzester Zeit verblutet.

Der Grund waren einige Elitewachen die sie komplett überrascht hatten. Nur dank Harry kam sie aus dem Hinterhalt heraus. Die hatten nämlich Spezialmunition verwendet die dafür sorgte, dass die Regenerationsfähigkeiten ihres Teigu blockiert wurden.

"Im Moment in einer Kalksteinhöhle irgendwo an der Meeresküste." War Anoths Antwort.

"Mit anderen Worten du weißt es nicht." Seufzte Harry.

"Wir werden uns Morgen genauer umsehen. Bis dahin sollten wir schlafen. Die Höhle wird gut durch Buschwerk verborgen daher ist die Chance das wir hier gefunden werden sehr niedrig. Ruhe dich aus. Morgen sehen wir weiter."

Gesagt getan.

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Am nächsten Morgen

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Anoth war schon früh am nächsten Morgen losgeflogen und hatte sich umgesehen.

Sie waren auf einer Insel gelandet.

Einer verlassenen Insel.

Und diese wurde nicht freiwillig verlassen.

Die ganze Insel wies Spuren von schweren Kämpfen auf.

Krater und zerschossene Gebäude und Fahrzeuge waren überall zu finden. Sowie die Skelette von gefallenen Soldaten.

Das sagte Anoth auch das diese Kämpfe schon eine ganze Weile her sein mussten.

Dann fand er raus wo er war.

Es war ein halb zu einen Sieb zerschossenes Schild das ihm die Antwort gab die er suchte.

Willkommen auf Guam!

Das war der Name der Insel.

Die Aktuellste Zeitung die er fand schrieb das Jahr 1938.

Bei weiterer Erkundung der Insel fand Anoth etwas Interessantes an einen der Strände in der Nähe der verlassenen und ausgebombten Andersen Air Force Base. Hier wurde die anscheinend wohl schon deutlich früher gegründet.

Zu Anfang hielt er es nur für etwas gewöhnliches Treibgut aber als er sich den Haufen näherte wurde ihm schnell klar, das da irgendetwas in den Haufen drinstecken musste welches eine doch recht interessante Energiesignatur aufwies.

Als er beim Treibgut war und begann dieses zu durchwühlen fielen ihm drei Würfel in die Hände. Er identifizierte sie sehr leicht als Wisdom Cubes dank der Zeitung in der von diesen die Rede war.

Sie waren den Union Cores der Nebelflotte sehr ähnlich. Nur das die der Nebelflotte auf Quantencomputertechnologie basierten und diese hier eine Magische Komponente besaßen.

Es waren aber nicht irgendwelche Wisdom Cubes.

Das waren Cubes die bereits zu Schiffen gehört haben.

Anoth konnte sie nach kurzer Zeit bereits Namen zuordnen.

Kii.

Amagi.

Tosa.

Aber da war noch ein viertes Signal.

Es musste ganz in der Nähe sein.

Vor seinem geistigen Auge zog sich das Meer zurück und der Meeresboden wurde sichtbar während Anoth auf der Meeresoberfläche lief. In der Ferne konnte er einige Wracks ausfindig machen. Eines war ein Schlachtschiff. Das musste Kii sein. Schon aus dieser Entfernung konnte er sehen, dass das Schiff halb geschmolzen war. Als wenn sie mitten durch einen Hitzestrahl hindurch gefahren war. Die Kii Klasse hatte insgesamt fünf Haupttürme.

Zwei vorne.

Drei hinten.

Die beiden vorderen waren komplett geschmolzen und bildeten einen unförmigen Metallenen Klumpen auf dem Deck.

Auch konnte er multiple Löcher im Rumpf sehen, die mussten das Schiff schließlich auf den Meeresboden geschickt haben.

Etwas weiter entfernt konnte er Amagis Schiff sehen.

Oder besser eine Hälfte vom Schlachtkreuzer.

Die andere Hälfte lag mehrere Hundert Meter vom vorderen Teil entfernt.

Amagi war einfach in zwei Teile geschnitten worden.

Tosa lag nicht weit vom zweiten Teil entfernt. Bei ihr brauchte Anoth garnicht zu suchen warum sie untergegangen war. Die komplette Backbordseite des Schiffes war weg. Das Schlachtschiff war gekentert und dabei waren dann auch alle Türme aus ihren Barbetten gefallen. Sie muss sehr schnell gesunken sein.

Alle fünf Türme lagen nicht weit vom Wrack entfernt.

Wo war Nummer vier?

Er fand sie nur wenige Kilometer weiter.

Ein Flugzeugträger.

Wenig später wusste er um welchen es sich handelte.

Shinano.

Die Rumpfform und auch die Form des Flugdecks waren eindeutig.

Es sah so aus als ob Torpedos ihr Verhängnis geworden waren. Anoth sah multiple Einschläge auf beiden Seiten des Wracks. Es mussten mindestens an die 16 Treffer gewesen sein bevor sie sank.

Aber das Signal von ihrem Wisdom Cube kam nicht aus dem Wrack.

Es musste aber ganz aus der Nähe kommen.

Anoth brauchte einige Minuten um die Quelle schließlich zu finden.

Das Wrack einer abgeschossenen Mitsubishi Zero.

"Da bist du ja." Anoth tauchte sofort hinunter zum Wrack und riss, kaum dort angekommen, das noch intakte Cockpitfenster vom Flugzeug. Der Würfel den er suchte lag auf den Pilotensitz. Kaum hatte Anoth diesen in der Hand tauchte er auch schon wieder auf.

"Keine sorge Shinano. Du befindest dich in guten Händen junge Füchsin." Sagte Anoth zum Kubus der daraufhin anfing ein wenig zu pulsieren.

"Also was haben wir jetzt hier? Zwei Schlachtschiffe (Kii und Tosa), einen Schlachtkreuzer (Amagi) und einen Flugzeugträger (Shinano)." Fasste Anoth kurz darauf zusammen. "Und alle vier sind Kitsunen." Anoth kratzte sich am Kopf. "Was mache ich jetzt mit euch vier?" fragte er sich. "Wenn ihr wieder eine Körperliche Form haben wollt braucht ihr ein Schiff. So viel ist mal klar. Es ist allerdings auch klar, das eure derzeitigen Schiffe kaum mehr wert haben als Altmetall."

Er starrte auf die vier Würfel in seiner Hand und dann auf die Wracks unter ihm während er auf der Wasseroberfläche stand.

"Und doch…. Ich kann noch immer eine gewisse Verbindung zwischen euren Kuben und den Wracks spüren…." Sagte Anoth mehr zu sich selbst als zu jemand anderen. "Ich glaube ich weiß wie ich weiter mit euch verfahren werde. Und dazu gehört auch, das sich die Wracks bergen muss."

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Zu Harry

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Harry schaute sich auf der verlassenen Airforce Basis um.

Hier stand gar nichts mehr. Viele der Flugzeuge waren nur noch ausgebrannte Wracks. Einige scheinen sogar beim Versuch zu starten zerstört worden zu sein. Ein Helikopter, ein noch sehr frühes Modell, eine Bell 54 wenn er sich nicht täuschte, war in eines der Bürogebäude abgestürzt und hatte dieses in Brand gesetzt. Es waren nur noch Asche und verbrannte Überreste übrig im inneren.

"Was auch immer hier geschah es muss verdammt schnell passiert sein." Murmelte Harry.

Entsprechende hastig gemachte Notizen die diese Vermutung bestätigten fand er in einem der Verwaltungsgebäude der alten zerstörten Air Base.

In der Ruine selbst waren auch einige Leichen zu finden. Oder besser gesagt deren Skelette. Alles Fleisch war lange verwest.

Was auch immer diese Basis vernichtet hatte musste sie gewaltig überrascht haben.

Ein Flugzeug stand noch immer auf dessen Parkposition. Was auch immer das Flugzeug getroffen hatte, hatte es komplett in zwei Hälften gespalten.

Er fand auch ein anderes Flugzeug das vom eingestürzten Hangar begraben worden war.

Von wieder anderen blieb kaum mehr übrig als ein halb geschmolzener unförmiger Haufen an Metall.

Andere waren nun kaum mehr als ein 100.000 Teile Puzzle.

Darüber hinaus fand Harry überall auf der Insel Wracks von abgeschossenen Flugzeugen. Die meisten stammten von denen die hier stationiert waren oder von diversen Trägern aber einige waren unbekannten Ursprungs.

Diese waren technisch den anderen überlegen und verfügten über Strahltriebwerke. Die anderen Flugzeuge hier hatten nur Propeller Motoren. Außerdem schien es sich bei denen um Drohnen zu handeln.

Ihr Design war aber dennoch brauchbar und so entschloss sich Harry die Drohnen zu scannen und dann eigene Versionen davon zu entwickeln.

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Zu Leone

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Was auch immer Ahri ihr gegeben hatte es hatte sehr geholfen. Sie konnte zwar noch immer nicht aufstehen aber sie konnte fühlen wie ihre Kraft langsam zurück kam. Außerdem waren Ahris Schwänze sehr weich und warm, Schnurr~.

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Zu Lisina

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Lisinas Kräfte kehrten sehr schnell wieder zurück, nun da sie endlich frei war.

Im Augenblick allerdings kletterte sie auf einer Palme herum, sehr zu Ahris Missfallen die aber dank Leone, die sie nicht wecken wollte, ihr nicht folgen konnte, um an die dort hängenden Kokosnüsse heranzukommen. Das erwies sich als schwerer als gedacht und so landete sie auf ihren Hinterteil während eine der Kokosnüsse ihr dabei auch noch auf den Kopf fiel.

"Autsch." Beklagte sie sich und rieb sich dabei die Beule auf ihren Kopf wobei ihr Blick auf den Strand fiel und was sie dort sah ließ sie die Kokosnüsse und auch ihre Beule vergessen.

'Vater! Harry!' Rief sie telepathisch. 'Kommt sofort zum Strand!'

Damit rannte sie los und auf die deutlich verwundeten Figuren zu die am Strand lagen.

Harry war der erste der zu ihr stieß. Was schlichtweck daran lag, das er am nächsten dran war.

Anoth folgte nur eine knappe Minute später und rannte sofort hinüber zu Lisina die gerade dabei war eine der Kitsunen die da lagen zu verbinden.

Lisina deutete ihm direkt an zu einer der anderen zu gehen. Was Anoth auch tat.

Anoth stellte fest, dass es sich bei allen die da lagen um Kitsunen handelte.

Kitsunen mit weißen Haaren und gelben Augen.

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Mehrere Tage später

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Es waren insgesamt zehn Kitsunen die sie da fanden. Für zwei von ihnen kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Die anderen acht überlebenden waren zwar noch immer bewusstlos aber nun außer Lebensgefahr.

Erst drei Tage später wachte die erste von ihnen auf und so konnten sie einige Fragen stellen.

Es waren Sirenen.

Sirenen die sich gegen ihre eigenen Leute gestellt hatten und dafür verbannt worden und gejagt worden sind.

Beim letzten Gefecht, bei dem sie auch so zugerichtet worden waren, waren sie in eine Falle der Azur Lane hineingeraten aus der sie geradeso haben fliehen können.

Danach haben sie es dann irgendwie an den Strand der Insel geschafft nachdem ihr eigener Instinkt ihnen gesagt hatte, dass sie dort Hilfe bekommen würden.

Anoth entdeckte keine Lüge in ihren Worten. Auch ihre Erinnerungen, die sie ihm freiwillig sehen ließ, bestätigten was sie ihm gesagt hatte.

Am Ende entschieden sich alle acht überlebenden Sirenen sich Anoth als Schatten anzuschließen.

So erfuhr er auch ihre Namen.

Kendra war die Anführerin der kleinen Gruppe außerdem trug sie eine Augenklappe.

Dann waren da noch Lisa, Linda, Lucinda, Kathrin, Felicia, Manuela und Petra.

Das sie Menschen Namen trugen war ganz bewusst so gewählt weil sie damit zeigen wollten das sie nicht mehr zu den Sirenen gehörten und die Autorität der Arbiter nicht mehr anerkannten.

Kendra war leicht von den anderen zu unterscheiden denn sie trug als einzige wie gesagt eine Augenklappe. Ihr linkes Auge wurde bei einem Treffer in ihrem Gesicht irreparabel zerstört worden.

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Fast zwei Monate später

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Es war um einiges schwerer als er erwartet hatte die Wracks der Schiffe zu heben. Vor allen weil die Wracks von Shinano und Tosa bei dem ersten Versuch begannen auseinanderzubrechen und er so gezwungen war die beiden in Stücken zu heben. Das bedeutete, dass er sie Unterwasser auseinanderschneiden musste.

Und das dauerte insgesamt fast eineinhalb Monate.

Nun lagen die Wracks säuberlich voneinander getrennt in zwei Trockendocks verteilt.

Diese Trockendocks waren alles andere als klein.

Anoth hatte sie nach Seraphimianischen Standard errichtet. Jedes dieser Docks war gute acht Kilometer lang und mehrere hundert Meter breit. Auch hatten sie ein paar Besonderheiten.

Sie konnten in verschiedene Bereiche unterteilt werden, so das auch kleinere Schiffe in den Docks gebaut werden konnten ohne das man gezwungen war am Ende das vollständige Dock zu Fluten sondern das auf einen kleinen Teilbereich reduzieren konnte.

Er hatte vor für alle vier einen Neubau durchzuführen. Es war nur noch nicht ganz klar in was genau. Klar war nur das er das Material aus ihren Wracks in den Neubau mit einbauen werden wird.

Anoth saß nun auf einen doppel Poller. Auf einen der Poller saß er und auf den Poller ihm gegenüber lagen die vier Wisdom Cubes.

"So in was verwandele ich euch? Wie wäre es mit einem Seraphimianischen Zerstörer?"

Ein Seraphimianischer Zerstörer war keineswegs ein kleines Schiff. Es war gute 1.000 Meter lang und war durchaus ein ernstzunehmender Gegner.

Die vier Kitsunen sahen das allerdings offensichtlich etwas anders. Ihre Würfel verfärbten sich in wütendes rot.

"Okay keine Zerstörer." Sagte Anoth hastig. Die rote Farbe zog sich wieder zurück.

Es ging eine ganze Weile so weiter. Am Ende hingen sie zwischen vier Typen.

Flugzeugträger.

Schlachtschiff.

Schlachtträger.

Träger Schlachtschiff.

Die Aufteilung der jeweiligen Schiffstypen für den Einsatz zu Wasser und ihre Größen sahen bei den Seraphim so aus:

Korvette

Länge: 250 Meter

Verdrängung: bis zu 500.000 Tonnen

Fregatte

Länge: 450 Meter

Verdrängung: bis zu 1.200.000 Tonnen

Zerstörer

Länge: 1.000 Meter

Verdrängung: bis zu 2.500.000 Tonnen

Leichter Kreuzer

Länge: 1.500 Meter

Verdrängung: bis zu 5.500.000 Tonnen

Kreuzer

Länge: 2.250 Meter

Verdrängung: bis zu 54.500.000 Tonnen

Schwerer Kreuzer

Länge: 3.000 Meter

Verdrängung: bis zu 230.000.000 Tonnen

Leichtes Schlachtschiff

Länge: 4.000 Meter

Verdrängung: bis zu 800.000.000 Tonnen

Schlachtschiff

Länge: 6.000 Meter

Verdrängung: bis zu Tonnen

Schweres Schlachtschiff

Länge: 10.000 Meter

Verdrängung: Tonnen

Leichter Flugzeugträger.

Länge: 7.000 Meter

Verdrängung: bis zu Tonnen

Flugzeuganzahl: Max. 5.000 Stück

Flugzeugträger.

Länge: 10.000 Meter

Verdrängung: bis zu Tonnen

Flugzeuganzahl: Max. 12.000 Stück

Schwerer Flugzeugträger

Länge: 15.000 Meter

Verdrängung: bis zu Tonnen

Flugzeuganzahl: Max. 20.000 Stück

Schlachtträger.

Länge: 7.500 Meter

Verdrängung: bis zu Tonnen

Flugzeuganzahl: Max. 1.000 Stück

Träger Schlachtschiff.

Länge: 7.500 Meter

Verdrängung: bis zu Tonnen

Flugzeuganzahl: Max. 2.000 Stück

(Anmerkung: Die Flugzeuganzahl die getragen wird weicht meist erheblich ab, weil die Zahl der Maximal tragbaren Flugzeuge berechnet wird am kleinsten Abfangjäger der Seraphimianischen Allianz.)

Im Grunde genommen waren die Schlachtträger Klassen und die Träger Schlachtschiff Klassen beinahe identisch. Die Seraphim unterschieden die beiden dennoch. Bei einen Schlachtträger handelte es nach den Seraphimianischen Standard um ein Schiff dessen vorderen Teil den eines Schlachtschiff gleicht während der Achter teil ein Flugdeck ist.

Bei einem Träger Schlachtschiff handelte es sich um den Grundaufbau eines Schlachtschiffes an dessen beiden Seiten Landebahnen Montiert worden waren die im Achter teil des Schiffes schließlich zusammenliefen.

Am Ende entschieden sich alle vier nach längeren hin und her für die Träger Schlachtschiff Variante.

Der Fakt das Anoth ihre alten Schiffe in die neuen mit einarbeitete hatte noch einen netten Vorteil. Es sollte ihnen nämlich erlauben auch ihre alte Rigging zu benutzen was bedeutete das sie geheim halten konnten das sie in Wirklichkeit um einiges mehr austeilen konnten als zuvor.

Ihre neuen Schiffe waren beachtlich.

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Name: Seraphimianisches Träger Schlachtschiff

Typ: Träger Schlachtschiff

Abmessungen:

7.500m lang;

1.750m breit;

248m hoch (Superstruktur);

Crew: 1.000.000; Rumpfbesatzung: 1/+5

Passagiere: 250.000

Fracht Kapazität: 2.000.000 metrische Tonnen

Versorgungsgüter: 24 Monate

Gewicht: metrische Tonnen (Durch Molekularverdichtete Panzerung)

Höchstgeschwindigkeit:

130 Knoten (im Schiffsmodus) (240,76 km/h)

200 Knoten (im Tragflügel Modus) (370,4 km/h)

20 Lichtjahre die Sekunde im Weltraumbetrieb.

Maschinenleistung:

N/A in Seebetrieb

N/A in Weltraumbetrieb. (Der Weltraumantrieb ist bei diesen Schiffen nur gedacht als Transitform um das Schiff auf einen anderen Planeten zu bringen. Primär ist es ein Wasserfahrzeug und nicht für den Dauerbetrieb im All geeignet.)

Antriebstyp:

Unterwasserimpuls (ähnlich wie bei den Raumschiffen nur ausgelegt aufs Wasser. Außerdem ermöglicht dieser Antriebstyp extreme Manöver, die mit einen Schiff dieser Größe sonst nicht möglich währen.) Es ist damit auch für den Weltraumflug geeignet.

Hyperraumantrieb für den Flug im Weltraum.

Energieversorgung:

Fusionsgeneratoren 8 Stück und sechs ZPM Energiekristalle

Tiefgang: zwischen 2 und 6 m (durch Tiefgangreduzierer und Stabilisatoren)

Schilde: Hartlichtschilde

Tarnvorrichtung: Vorhanden

Ablativgeneratorpanzerung: Vorhanden

Sensor Systeme:

Oberflächenradar

Radar

Infrarot

Ultraviolett

Raumschiffklasse Sensoren (Nachrüstung)

Sonstige Systeme:

Massenträgheitsdämpfer

Tiefgangreduzierer

Stabilisatoren

Sattelitenstartsystem

Simulator-System (Erzeugt mit Hilfe von Hartlichtprojektionen Trainings Szenarien. Kann auch benutzt werden um den Gegner abzulenken.)

Vollwertiges Krankenhaus mit bis zu 5.000 Betten. Im Katastropheneinsatz kann diese Zahl verzehnfacht werden indem Teile der Hangardecks mitbenutzt werden.

Waffen:

Primär:

10x Vierfachtürme (5 vorne 5 hinten) 80cm Kaliber (40 Läufe) Reichweite: 125 km

+6x Doppel Hitzestrahler (Krieg der Welten Tripod Waffe) /drei vorne und drei hinten)auf den Haupttürmen montiert. Reichweite 5km.

Die Türme können auch diverse Energiewaffen abfeuern. Reichweite von 150.000 km bis hin zu drei Lichtsekunden (etwa 900.000 km)

Sekundär:

18x Dreifachtürme (jeweils sechs rechts und links neben den Haupttürmen) 65cm Kaliber (54 Läufe) Reichweite: 110 km

12x Magnetohydrodynamische Kanonen (Thanix) Reichweite bis zu 50.000 km

Tertiär:

32x Dreifachtürme 46cm Kaliber (16 pro Seite der Superstruktur) (96 Läufe) Reichweite: 100 km

Quartär:

24x Doppeltürme 38cm Kaliber (12 pro Seite der Superstruktur) (48 Läufe) Reichweite: 80km

28 Türme mit jeweils 42 Explosivpflockwerfern (1.176 Werfer)

Quintär:

24x Eingebaut in den Quartären Türmen; 20cm Kaliber; Reichweite: 65km

Sextär:

36x Leichtgewichtgeschütz in 18 Doppeltürmen 120mm (Ähnlich zum Mark 45 nur das es nicht ein sondern zwei Läufe sind pro Turm) Reichweite: 70km (Kadenz: 60 Schuss die Minute)

Septimär:

48x Leichtgeschütz in 512 Doppeltürmen/ Kaliber 55mm / Reichweite 25km / Kadenz 250 Schuss die Minute

Nahverteidigung

18x 25mm Schnellfeuergeschütz (Luftabwehr und Nahbereich) Kadenz: 2.500 Schuss/min.

26x 20mm Gattling-Geschütz (Luftabwehr und Nahbereich) Kadenz: 12.000 Schuss/min.

16x Pulsphaser – Mikroquantentorpedo Kombigeschütz (Luftabwehr und Nahbereich)

Flugabwehr

6x Drohnen-Werfer

Phaserstreifen (4 Stück verteilt auf dem kompletten Schiff)einen vorne; einen hinten: sechs auf der Superstruktur)

Plasmapulswerfer (8 Stück.) zum größten Teil verteilt auf der Superstruktur.

High-Speed-Gattling-Waffen. (24 Stück) alle auf der Superstruktur. (Kadens 60.000 Schuss die Minute)

Railgun-Gattling-Geschütze (12 Stück) 125mm Kaliber (Kadenz 6.000 Schuss die Minute)

18x 25mm Schnellfeuergeschütz (Luftabwehr und Nahbereich) Kadenz: 2.500 Schuss/min.

26x 20mm Gattling-Geschütz (Luftabwehr und Nahbereich) Kadenz: 12.000 Schuss/min.

16x Pulsphaser – Mikroquantentorpedo Kombigeschütz (Luftabwehr und Nahbereich)

Raketen

Anti-Schiff Raketen (Verteilt auf 50 Pods zu jeweils 10 Stück) 500 Stück

Anti-Luft Raketen (Verteilt auf 20 Pods zu jeweils 10 Stück) 200 Stück

Langstrecken Raketen (Reichweite bis zu 12.000 km) (Verteilt auf 10 Pods zu jeweils 4 Stück) 40 Stück

Anti U-Boot

6x Torpedo-Werfer (gegen Schiff und U-Boot)

4x Hellgiver (Hedgehog ähnliches System) (Ausgestattet mit Antimaterie Sprengköpfen)

20x Unterwasser Plasma-Puls-Waffen (Verteilt entlang des Rumpfs in Doppeltürmen(40 Geschütze insgesamt))

Sonstiges

4x Shredder-Werfer (Battleship Film)

2x Minenleger

10x Smart-Charge Torpedo Abwehr (Verteilt entlang des Rumpfes)

2x Sonic Blast Generator (Kann ziele kurzzeitig betäuben durch eine sehr starke Schallwelle)

20x Flugkörperabwehrsystem vom Typ ? (Ein Hartlicht Gattling Geschütz)

10x Flugkörperabwehrsystem vom Typ ? (Punktverteidigungsphaser)

10x Mikrotorpedowerfer für Photonen- und Quantentorpedos

1x Schallkanone (Reichweite 500m)

1x U-Boot Hangar im Hauptrumpf mit Platz für 6 U-Boote.

Platz für die Mitnahme von 4 Fregatten oder zwei Zerstörern.

Flugzeuge:

Bislang Keine

Mögliche Kapazität: 2.000 Stück

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Anoth gab ihnen keine Flugzeuge mit. Die vier sollen ihre Staffeln selbst aufstellen.

Die vier hatten kein Problem damit ihre Luftstreitmacht individuell zusammenzustellen. Außerdem erlaubte es ihr Schiff die Komposition der Einheiten jederzeit umzustellen.

Anoth konnte die Schiffe im Dock mit einer Geschwindigkeit von um die 5.000 Tonnen pro Stunde konstruieren. Das hieß pro Dock Segment. Jedes Dock bestand aus bis zu 40 solchen Segmenten. Das bedeute das die Produktion Problemlos auf 200.000 Tonnen pro Stunde hochgefahren werden konnte.

Das Bedeutete eine Bauzeit von um die 521 Tage.

(Um das mal etwas anschaulicher zu machen: Eine Arleigh Burke Klasse mit einen Gewicht von um die 7.000 Tonnen würde in unter eineinhalb Stunden vom Band laufen. Und das pro Dock Segment. Diese Werft hat 4 Docks zu je 40 Segmenten das bedeutet sie kann also in eineinhalb Stunden 160 Arleigh Burke Klassen bauen. 2.560 Schiffe pro Tag.)

Inzwischen wusste Anoth auch wieso die Wracks der vier dort lagen wo er sie fand.

Sie hatten bei der Evakuierung der Insel geholfen und waren dabei versenkt worden. Das war allerdings Mittlerweile schon fast 10 Jahre her.

Entsprechende hastig gemachte Notizen wurden von Harry und einigen der Sirenen in einem der Verwaltungsgebäude der alten zerstörten Air Base gefunden.

In der Ruine selbst wurden auch weitere Skelette gefunden.

Während die Insel mehr und mehr zu einer Festung ausgebaut wurde hatte Anoth Ahri auf den Weg geschickt um Informationen zu sammeln.

Auch bereitete er den Start multipler Satteliten vor um ein genaueres Bild zu bekommen über das was hier vor sich ging.

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Zu Ahri

Auf den Weg nach Manila (Hauptstadt der Philippinen)

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Zu Ahri

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Ahri hatte die Form eines Schlachtschiffes der Marketcrash Klasse angenommen.

Mit sechs Kilometern Länge war auch sie ein nicht gerade kleines Schiff.

Sie brauchte mehrere Tage um unentdeckt nach Manila zu gelangen.

Es war überraschend einfach in den Hafen zu kommen, obwohl einige wenige Zerstörer Patrouille fuhren. Ihr eindringen wurde noch mehr vereinfacht mit den Fakt das Ahri ihre Menschliche Form angenommen hatte und es fast dunkel geworden war.

Kaum an Land angekommen machte sie sich auf die Suche nach Informationen.

Lange brauchte sie nicht suchen.

Schon die dritte Mülltonne in der sie hineinblickte enthielt eine alte Zeitung die sie umgehend einsteckte. Sie warf nur einen kurzen Blick auf das Datum. Es war der 17. März 1954.

Interessant.

War aber ansonsten nicht sehr nützlich.

Was interessant war, war das die ganze Stadt unter Ausgangssperre stand ab 21:00 Uhr bis 7:00 Uhr morgens.

Und wenn sie die Zeit richtig kalkulierte war es so um die 22:20 Uhr herum. Plus minus 10 Minuten.

Es war wohl besser wenn sie sich nicht sehen ließ denn das Militär Patroulierte die Straßen.

Auch erklärte dies warum die Straßen wie lehrgefegt waren.

Ahri unterdessen hatte endlich einen Kiosk gefunden nach dem sie etwa 30 Minuten lang gesucht hatte. Natürlich war dieser um diese Uhrzeit herum bereits geschlossen.

Das Türschloss war ein Elektronisches Zahlenschloss. Ein Zahlenschloss welches schon nach kurzem Scan eine sehr eindeutige Schwachstelle besaß.

Ahri magnetisierte einfach eine der Klingen die sie wenige Zentimeter aus ihrer Hand ausfuhr und hielt diese neben der Codetafel.

*Klick*

Und die Tür war offen.

Wie war das möglich?

Ganz einfach. Das Magnetfeld von Ahris Klaue aktivierte ein Arbeitsrelais innerhalb der Codetafel. Dasselbe Relais welches auch aktiviert wurde um die Tür zu öffnen wenn man den richtigen Code eingab. Ein mehr als dämlicher Fehler im Aufbau der Codetafel. Es wäre besser wenn die Elektronik die die Tür am Ende öffnet sich innerhalb des Gebäudes befindet und nicht außerhalb.

(A/N: Nein, das ist nicht erfunden. Lockpickinglawyer auf Youtube und dort einfach nach Magnet suchen. Solche Codeschlösser gibt es tatsächlich mit genau dieser Schwachstelle.)

Ahri konnte sich ein verächtliches Schnauben nicht verkneifen. Solch ein Fehler ist unverzeihlich. Das ganze Türschloss war schlichtweg Schrott.

Es machte ihre Arbeit aber um einiges einfacher.

Im inneren war noch eine Alarmanlage. Ahri wollte sie schon hacken, als sie den Notizzettel direkt neben der Eingabetafel mit dem Code darauf fand. Sekunden später war die Anlage deaktiviert. Die Aufzeichnungen der Überwachungskamera waren überhaupt kein Problem, denn die Kameras vor Ort waren alle nur Attrappen.

Damit begann sie die alten Zeitungen des Vortages zu untersuchen. Licht musste sie dafür keines an machen, Nachtsicht sei Dank.

Nach kurzer Durchsicht entschied sie sich die Zeitungen einzuscannen und später auszuwerten. Auch entdeckte sie im hinteren Teil des Kiosks einen Stapel alter Zeitungen. Kurzerhand scannte sie auch diese ein.

Eine halbe Stunde später stand sie wieder draußen. Die Alarmanlage hatte sie beim Verlassen wieder aktiviert und die Eingangstür war wieder zu. Es sah alles so aus, als ob sie nie dort gewesen war.

Direkt darauf machte sie sich auf den Weg zurück zum Hafen und war kurz darauf wieder auf den Weg zurück zu Anoth. Die Patrouillen waren eine Leichtigkeit zu umgehen und waren weder beim ankommen noch beim Rückzug in irgendeiner Form ein Hindernis.

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Fast eineinhalb Jahre vergehen

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Harry hatte als Antwort durch die Bedrohung von den Sirenen die ganze Insel unter den Fidelius gelegt mit Anoth als Geheimnisträger.

Außerdem gab es hier Technologie die besser nicht in die falschen Hände fallen sollte.

Das sorgte dafür das alles was hier geschah von allen unbemerkt blieb.

Indessen hatten sie den Umbau zur Festung fertiggestellt. Keine Flotte würde irgendwie auch nur in die Nähe der Insel kommen bevor sie nicht vom schweren abwehrfeuer der Verteidigungsanlagen auf der Insel in Empfang genommen werden würden.

Anoth lag im Moment am Strand und las ein Buch. Dabei lag eine seiner Sirenen, Kendra, so dass sie Anoths Bauch als ihr Kopfkissen benutzen konnte. Eine Hand von Anoth hielt das Buch während die andere mit Kendras Fuchsohren spielte. Was dafür sorgte das sie manchmal zuckten während Kendra döste.

Währenddessen ruhte Anoths Kopf auf den Schoß eines Tester Beta Klons. Anoth hatte sie auf einer seiner Missionen gefangen genommen. Das war nun schon über ein Jahr her.

Eine andere Sirene, diese ein Purifier Klon, fand er schwer verletzt am Strand liegend. Nur eine vor Ort durchgeführte Not OP rettete ihr das Leben. Nun lag sie neben ihn und war dabei einen ganzen Wald zu fällen wenn man dem Geräusch ihres Schnarchens glauben sollte. Das einzige was auf ihre Verletzung hinwies war eine große Narbe auf ihrer linken Brust.

Anoth erinnerte sich noch gut an den Tag an dem er sie fand.

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Flashback.

Irgendeine Insel von Französisch Polynesien

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Die Insel war verlassen. Wie so viele Inseln im Pazifik.

Eigentlich wie fast alle Inseln die im Pazifik waren und nicht zufällig die Heimat einer Flotte war.

Die Sirenen hatten hier wie die Wilden gewütet. Jeder der fliehen konnte war geflohen. Die verschiedenen Skelette die auf den Boden des verlassenen Dorfes lagen sagten Anoth das es längst nicht alle geschafft hatten.

Anoth ging vorsichtig durch die ausgebrannten Ruinen bis er Stimmen hörte.

Sirenen Stimmen.

Er war etwas zu weit weg um alles verstehen zu können aber er konnte sich so einiges zusammen Reimen.

Sie wollten einen besseren Schutz gegen Anti-Sirenen Munition für Handfeuerwaffen testen.

Anoth beobachtete das geschehen vom zerstörten Fenster eines der ausgebrannten Gebäude. Dieses hier musste wohl mal ein Hotel gewesen sein.

Allerdings ein recht schäbiges.

Sie schleiften einen Klon von Purifier heran. Einen definitiv nicht freiwillig an diesen Test teilnehmenden Klon. Das ganze wurde von einer Sirene die er als Tester Alpha identifizierte überwacht.

Sie nahm die Waffe in die Hand und hielt sie etwa 50cm von der sich wehrenden Purifier entfernt und betätigte den Abzug.

Sofort wusste Anoth das der Test ein Fehlschlag war und auch die Sirenen sahen dies. Sie rissen Purifier die Testweste herunter und ließen die nun langsam zusammenbrechende Sirene einfach auf den Strand zurück während die anderen Portale öffneten und verschwanden.

Kaum waren die anderen Sirenen verschwunden rannte Anoth herunter zum Strand und fand dort Purifier oben ohne und mit einer Schusswunde in der Brust im Sand liegend vor.

"Bist… du hier….um es… zu beenden?" fragte Purifier während ihr gelbes Sirenen Blut aus den Mund kam.

"Nein." War Anoths kurze Antwort als er begann ihre Wunde zu untersuchen. Das Geschoss hatte ihre linke Lunge beschädigt und auch ein Teil von ihren Herzen war in Mitleidenschaft gezogen worden. Er hatte keine Wahl er musste sie sofort versorgen und das erste was er machte war die Sirene unter Stase zu setzen.

Vorsichtig hob er sie an und brachte sie zu den Überresten eines alten Strand Cafés. Dort suchte er sich einen Tisch aus der noch halbwegs stabil aussah und räumte diesen mit seiner Telekinese frei. Danach legte er die verletzte Sirene sanft auf den Tisch und begann mit der Versorgung ihrer Verletzung.

Er brauchte fast vier Stunden ehe er sie endlich stabilisieren konnte.

Und weitere drei um sie endgültig außer Lebensgefahr zu holen.

Nachdem er dann endlich ihre Wunde geschlossen und verbunden hatte hob er sie vorsichtig an und trug sie mit in ein anderes noch halbwegs intaktes Gebäude. Ein ehemaliges Wohnhaus bei dem ein Teil des Daches weggeschossen worden war.

Dort fand er ein noch intaktes Bett und legte die nun schlafende Sirene dort hinein. Es werden wohl einige Stunden vergehen ehe sie aufwachen wird.

Sirenen, wie er durch seine eigenen wusste, heilten schnell. Aber die Verletzung die sie hatte würde mindestens eine Woche dauern bevor sie verheilt war.

Erst dann kontaktierte er Kendra.

Nur Sekunden später trat diese aus ihren Portal heraus.

"Wo ist sie?!" rief sie mehr als besorgt.

"Beruhige dich, Kendra. Puri ist nicht mehr länger in Lebensgefahr und schläft nun." Versuchte Anoth sie zu beruhigen. Damit führte er sie in das Zimmer wo sie im Bett lag.

"Puri!" rief Kendra erleichtert als sie die verwundete Sirene sah.

"Du kennst sie?" fragte Anoth.

"Ich habe sie großgezogen." War Kendras Antwort. "Sie ist meine Adoptivtochter."

"Das habe ich jetzt nicht gewusst."

"Du hast auch nie gefragt. Und um fair zu sein: Ich habe sie für tot gehalten."

"Was ist passiert?"

"Mir wurde gesagt, dass die Azur Lane sie in einen Hinterhalt gelockt hätte und dabei getötet worden wäre."

"Das war wohl ganz Offensichtlich gelogen."

"Was haben die mit ihr gemacht?"

"Die haben sie als Testziel verwendet." Antwortete Anoth, während er sich zu Puri auf das Bett setzte. "Sie haben ihr eine Weste übergestreift und dann aus nächster Nähe auf sie geschossen."

"Wer war das."

"Wenn ich mich nicht irre, war das Tester Alpha."

"Natürlich war die es, diese blöde Schlampe."

"Ihr versteht euch wohl nicht sonderlich."

"Das ist noch untertrieben."

"Ds gibt es doch eine Geschichte."

"Oh die gibt es. Aber jetzt nicht."

"Deine Entscheidung."

Anoth und auch Kendra entschlossen sich am Ende Puri für mindestens eine Woche im Koma zu halten damit sie heilen konnte. Danach würden sie eines der Portale nehmen zurück nach Guam.

Portaltransport war zwar schnell verursachte aber dennoch ein wenig Stress für den Körper. Stress den beide sicher gehen wollten das Puri den auch überlebt denn im Augenblick war sie sehr schwach.

Die Woche verging ohne Vorkommnisse und so verschwanden sie m achten Tag via Portal von der Insel und brachten Puri dort ins Hospital welches Anoth errichtet hatte. Dort konnte sie sich vollständig erholen.

Was auch immer das für eine Waffe war Puri brauchte mehrere Monate um sich vollständig von der Wunde zu erholen.

Die Narbe allerdings wird sie wohl noch sehr lange begleiten.

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Ende Flashback

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Was die andere Sirene anging.

Den Tester Klon.

Tester Beta. Nun besser bekannt als Tamara.

Die Begegnung mit ihr fand einige Wochen nach Puri statt.

Sie war allerdings nicht die einzige dort.

Und das ganze verlief auch nicht so wie Anoth es geplant hatte denn es mündete in einen Ausflug in eine andere Dimension. Eine Dimension wo Schulmädchen Kriegsschiffe kommandieren.

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Und ein weiterer Flashback

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Anoth war im Mittelmeer unterwegs.

Er befand sich in der Nähe einer alten Bohrinsel. Das Feld auf dem sie stand war schon seit über einen Jahrzehnt stillgelegt. Dennoch gab es hier merkwürdige Aktivitäten.

Die Anlage selbst befand sich vor der Küste von Medici. Ein unbedeutender, geradezu winziger ehemaliger Inselstaat in der Nähe der Insel Menorca.

Heute waren die Inseln unbewohnt und eine Mondlandschaft. Die Sirenen hatten hier ganze Arbeit geleistet.

Es gab aber auf der Insel ein Interessantes Mineral das Anoths Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte.

Bavarium.

Deshalb befand sich hier auch eine kleine geheime Bergbauoperation die Anoth hier Wochen zuvor eingerichtet hatte.

Und genau diese war es auch die diese Signale empfangen hatte.

Einige Signale die er von dort empfing hatten eine Sangvis Ferri Kodierung.

Was wollte Sangvis Ferri mit einer schrottreifen und stillgelegten Förderplattform?

Er war dort um genau das herauszufinden.

Als aller erstes landete er auf der Insel. Dort fand er eine alte Reklametafel mit der Aufschrift: "KERNKRAFT DIE UMWELTFREUNDLICHE TECHNOLOGIE DER ZUKUNFT!". Diese Reklametafel verfügte über eine Leiter die er Hochklettern konnte.

Anoth studierte für einige Sekunden die alte verblichene Werbetafel die hinter der Schrift ein stilisiertes Abbild eines AKWs zeigte sowie eine lächelnde Familie.

Kernkraft IST Umweltfreundlich. Keine Frage. Allerdings gab es da dann noch zwei Probleme.

1. Der Abfall. So etwas wie einen Molekularen Rekonstruktor wie ihn die Seraphim benutzten gab es hier nicht. Also musste der Strahlende Müll irgendwo hin und dort auch dann sicher gelagert werden. Und zwar für tausende von Jahren.

2. Wenn es zum Unfall kommt. Sowas wie Kontaminierungseindämmungsschiffe die riesige Schutzschilde über den Havarierten Reaktor errichten konnten und so den Verstrahlten und Kontaminierten Bereich stark eindämmen konnten sowie Spezialschiffe die dann den Kontaminierten Bereich reinigten gab es auch nicht. Das hieß Evakuierung. Und das die Bewohner womöglich nie wieder zurück kehren können.

Aber so lange alles nach Plan lief waren diese Anlagen zweifellos Umweltfreundlich.

Aber auch nur dann.

Anoth kletterte auf das Werbeschild und schaute sich die Bohrinseln von dort aus an.

Es waren Ruinen.

So viel konnte er von dort aus bereits sagen.

Allerdings waren das Ruinen mit ziemlich viel Aktivität.

Er musste sich die Anlagen direkt ansehen.

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20 Minuten später

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Als er sich der Anlage in einem seiner Speedboote näherte war klar, dass das was dort stand wohl keine Ölbohrplattform oder Förderplattform war. Sie war nur als solche in den Karten verzeichnet. Aber hier standen multiple Plattformen überraschend eng zusammen. Die meisten von denen standen in einen Kreis um eine weitere deutlich größere Plattform herum. Außerdem waren diese garnicht auf der Karte verzeichnet.

Seine Schiffsform hatte er außer Sichtweite geparkt. Radarsignale gab es von hier keine, wahrscheinlich um keine Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken.

Anoth aktivierte seine Tarnung und näherte sich der nächstgelegensten Plattform und begann damit diese zu scannen.

Er hatte das Gefühl das sie alle zusammenhingen.

Es waren insgesamt sechs Plattformen.

Fünf angeordnet in einen Ring außen herum mit der sechsten und größten in der Mitte. Die allerdings hatte etwas Besonderes. Sie war von einem Ring aus Blitzen umgeben der sich nicht weiter als eineinhalb bis zwei Kilometer von der Plattform befand.

Wettermanipulation?

Waffenforschung?

Anoth war hier um das herauszufinden.

Mit Hilfe eines Greifharkens war er Sekunden später oben auf der Plattform oder besser hing direkt unter einer der Plattformen. Über ihm standen ein paar Sangvis T-Dolls die anscheinend eine Pause machten oder….

Ja… die waren definitiv mit was anderem beschäftigt als Wache zu schieben von dem was er von hier aus hören konnte.

Anoth hangelte sich mit Hilfe der Greifharken an seinen beiden Armen von ihnen weg. Sein Ziel war es im Augenblick Informationen zu sammeln und dabei möglichst unentdeckt zu bleiben.

Minuten später hatte er den Verwaltungs- und Bürobereich erreicht und hatte sich hineingeschlichen.

Die Wachen an Bord machten es ihm ziemlich einfach. Sie waren alles andere als Aufmerksam. Sie meinten wohl, dass sie hier weder entdeckt noch angegriffen werden würden.

Was Anoth nur recht war.

Denn das machte es umso leichter Infos zu bekommen.

Er bog gerade um eine Ecke herum als er zwei der Ringführer von Sangvis Ferri über den Weg lief.

Architekt und Hunter.

Beide holten sofort ihre Waffen hervor und zielten auf Anoth zusammen mit zwei Ripper und zwei Vespid Modellen die sie begleiteten.

Als Antwort aktivierte Anoth seine Rigging in Schlachtschiff Konfiguration.

Sekunden später lagen die Waffen der Sangvis Ferri T-Dolls am Boden als sie sich ergaben. Gegen andere T-Dolls konnten sie Problemlos antreten aber gegen ein Humanisiertes Schiff, einen sogenannten Kansen, und dann auch noch ein Schlachtschiff, hatten sie nicht den Hauch einer Chance und das wussten sie auch.

"Wir ergeben uns." Kam es kleinlaut von Architekt und mit einem deutlich verängstigten Tonfall.

"Bitte töte uns nicht." Fügte Hunter hinzu die mit zittrigen Beinen da stand.

Eine der Ripper machte einen unbewussten Schritt zurück als Anoth auf sie zuging, stolperte, fiel hin und nahm die Fötus Position ein. Sie zitterte und weinte und war einfach komplett verängstigt.

Gegen einen Gegner zu kämpfen bei dem du zumindest eine Chance auf Sieg hattest war das eine. Gegen einen zu kämpfen gegen den du effektiv wehrlos gegen warst war was völlig anderes.

Ein leises winseln entfuhr Archtiekts Lippen als sie ihren eigenen Tot auf sie zukommen sah.

Einige Momente später bewegte Anoth seine Hand vor ihnen her und sprach einen einfachen Schlafzauber. Sekunden später waren alle sechs am Boden und am schlafen.

Anoth hockte vor Architekt und blickte in ihr Gesicht.

Sie war eine T-Doll. Genau wie die anderen fünf. Allerdings hatte Anoth schnell herausgefunden das die Bezeichnung "Android" bei ihnen nicht wirklich passte.

Die T-Dolls waren Biomechanisch. Sie hatten Biologische wie Mechanische Komponenten. Wobei die Mechanischen sich hauptsächlich in ihren Armen und Beinen wiederfanden sowie deren Becken, Wirbelsäule und Brustkorb.

Viele ihrer inneren Organe waren ebenfalls mechanisch allerdings gab es auch organische Ausnahmen davon. Ihr Kopf allerdings war rein mechanisch.

Und nach den Daten die er von diversen Hackingangriffen auf diversen Anlagen bekommen hatte galt dies für Sangvis genauso wie für Griffin.

T-Dolls, egal ob sie von Sangvis oder von Griffin stammten, konnten, wenn sie wollten, in Fakt schwanger werden und waren auch in der Lage einen Säugling mit Muttermilch zu versorgen.

Anoth hockte neben der schlafenden T-Doll namens Architekt und strich ihr über ihre Wangen. Sie schien das ziemlich zu mögen als sich ihr Gesicht weiter entspannte.

Anoth sah keinen Grund sie zu töten und so teleportierte er die sechs zu Gefängniszellen an Bord seines Schiffes welches sich hinter dem Horizont befand.

Als Anoth die nächste Tür öffnete stieß er auf die Rufe einer weiteren Ringführerin.

"Architekt!" rief sie. "Architekt wo bist du?"

Eine T-Doll kam hinein in den Raum. Sie war kleiner als die Ringführerin von vorher. Anoth identifizierte sie als Destroyer.

Als sie den Raum betrat konnte er sehen, dass sie am ganzen Körper zitterte. Das letzte was sie nämlich von Architekt empfangen hatte war nackte Angst.

Anoth entschied sich ins Licht zu treten.

Destroyer schwang zu ihm herum und fror ein.

Vor ihr stand ein Kansen mit aktivierter Rigging. Egal wie stark ihre Waffe auch war sie konnte es nicht mit einen Kansen aufnehmen. Nicht einmal gegen einen Zerstörer und das hier war ein Schlachtschiff.

Momente später fiel Destroyer vor schierer Angst in Ohnmacht. Das letzte was sie spürte war wie zwei kräftige Arme sie auffingen dann umfing sie Dunkelheit.

Eine T-Doll gegen ein Kansen. Kein faires Match egal wie man es betrachtete.

Auch sie wurde von Anoth an Bord seines Schiffes teleportiert.

Am Ende bekam Anoth noch eine ganze weitere Reihe an anderen T-Dolls hinzu.

14 Ripper, 21 Vespids, sechs Jäger, vier Guards, sechs Brutes sowie zwei Striker.

Alle ergaben sich den Moment wie sie ihn sahen.

Und alle waren nun in Gefängniszellen an Bord der Anoth.

Die Plattform war lehr allerdings fand er hier nur wenig Informationen. Es schien als wenn diese Station hier nur ein kleiner Ausleger war der Station in der Mitte. Er fand aber einige wenige Tonbandaufnahmen. Schon Jahre alt und von schlechter Qualität. Aber anscheinend waren diese Inseln einst Teil eines größeren Forschungsprojektes.

Hier fand er sonst nichts weiter.

Anoth sprang mit Hilfe seines Greifharkens hinunter von der Bohrinsel und nahm Kurs auf einer der anderen Inseln.

Dort erwartete ihn bereits eine Überraschung.

Ein Feuergefecht war dort in vollem Gange welches kurz nach seiner Ankunft unter der Plattform anscheinend endete. Anoth nutzte auch hier seinen Greifharken und kam so an Bord der Plattform.

Er hing nun unter der Decke. Genau unter ihm sah er mehrere Personen in einer Uniform die er sofort erkannte.

Das waren Soldaten der Schwarzen Hand. Einer Special Forces Einheit der KCCO.

Anoth Materialisierte in seiner Hand zwei Plasmapistolen und löste dann den Greifharken von der Decke. Während er hinunterfiel auf das Deck, gute 10 Meter unter ihm, eröffnete er das Feuer auf die Soldaten die nur Sekunden später tot am Boden lagen. Kaum war Anoth nahezu lautlos gelandet näherte er sich den beiden auf den Boden liegenden T-Dolls. Zwei Ripper.

Beide waren tot.

Allerdings empfing er noch Signale von anderen T-Dolls an Bord der Plattform.

Anoth bewegte sich nahezu lautlos über die Plattform. Er hörte einen weiteren Soldaten kommen und versteckte sich hinter einem nahen Container der auf den Deck stand. Sekunden später kam der Soldat um die Ecke. Anoth sprang hervor, griff den einen Soldaten und nutzte ihn als menschlichen Schild während er mit der anderen Hand, die eine Plasmapistole hielt, nutzte um die anderen fünf Soldaten zu töten. Als der letzte der Soldaten fiel war auch der Soldat den er festgehalten hatte tot. Er ließ ihn einfach wie ein Sack Kartoffeln auf den Boden fallen.

Es waren nicht viele Soldaten noch am Leben. Die Sangvis Dolls hatten guten Wiederstand geleistet.

Dann sah er von wo das Signal herkam.

Es war Alchemist die von einer schwer verletzten Jäger-Type T-Doll gehalten wurde. Zwei Brutes waren ebenfalls dort aber Anoth ignorierte sie. Sie waren eh kaum mehr Kampffähig. Es war verwunderlich das die beiden überhaupt noch stehen konnten.

"Bist du... hier… um uns… zu töten?" fragte Alchemist die kaum mehr bei Bewusstsein war.

"Nein." Sagte Anoth der die Präsenz der anderen T-Doll ignorierte und nun vor Alchemist in die Hocke ging. "Ich bin hier um herauszufinden was das für eine Anlage ist."

"Ich glaube…. Das kann ich dir sagen." Brachte es Alchemist hervor während sie Blut hustete. Anoth legte daraufhin seine Hand auf ihrer Brust und benutzte einen leichten Heil-Zauber der auch bei T-Dolls funktionierte, was ihr ein wenig Erleichterung gab. Die Jäger-Type T-Doll war inzwischen neben Alchemist zu Boden gesackt. Sie hatte nicht mehr die Kraft um zu stehen. "Danke." Sagte Alchemist erleichtert. Dann legte Anoth auch bei der Jäger Typ T-Doll seine Hand auf ihre Brust und wiederholte das gleiche bei ihr woraufhin die T-Doll nur dankbar nickte.

"Diese Anlage war Teil eines alten Projektes welches von der Insel hier in der Nähe gestartet worden war. Projekt Stingray. Geleitet wurde das Project von der eDEN Corporation. Witziger weise wurde das ganze gesteuert von einer A.I. Namens Eden. Ja, sie waren wirklich sehr kreativ in ihrer Namensgebung."

Alchemist wurde durch einen schweren Hustenanfall unterbrochen. Anoths Heilkräfte schienen bei ihr nicht wirklich zu greifen. Auch wenn er einen Kombinationszauber nutzte der eigentlich auch mit Biomechanischen Lebewesen funktionierte. Nur Momente später wusste Anoth warum. Die Soldaten der Schwarzen Hand hatten Spezialwaffen verwendet. Diese Störten den Zauber und hatten begonnen sie von innen heraus zu zerfressen. Er konnte sie auch nicht Teleportieren da das Material der Munition den Transporter störte und sie deshalb nicht richtig erfassen konnte.

Nicht gut. Wenn ich sie nicht behandeln kann hat sie höchstens noch ein paar Minuten. Wenn überhaupt. Dachte Anoth.

"Vor einiger Zeit ist dann die A.I. durchgedreht und diese hat dann jeden in den Anlagen getötet." Sie fing erneut an Blut zu husten.

Die Jäger-Type T-Doll neben ihr erging es kaum besser. Nur sie hatte Glück das sie von der Spezial Munition nicht so hart getroffen worden war und so konnten Anoths Heilkräfte ihr helfen. Sie hatte längst ihren Visor abgelegt und blickte besorgt auf Alchemist und dann auf Anoth der ihre stumme Frage sehr wohl verstand und als Antwort seinen Kopf schüttelte. Die Jäger-Type verstand was das bedeutete und nahm Alchemists Hand in die ihre.

"Warum seid ihr hier?" fragte Anoth.

"Um den Konflikt zwischen Sangvis und Griffin zu beenden." War Alchemists Antwort. "Ich glaube … Carolina hier … kann dir das… besser … erklären." Sie deutete mit ihren schwindenden Kräften auf die andere T-Doll neben ihr.

"Der Konflikt zwischen Sangvis Ferri und Griffin & Kryuger kann man bis auf die Gründung der beiden Unternehmen zurückverfolgen. Wir beiden waren schon immer Konkurrenten. Allerdings lief das Ganze dann vor einigen Jahren komplett außer Kontrolle. Eine Gruppe von KCCO Spionen Infiltrierte die Hauptbasis und sie schleusten irgendwas in die Haupt AI "Elisa" der Basis ein. Direkt darauf begannen wir Sangvis T-Dolls die Menschen anzugreifen. Das war bis unsere Gruppe von einer EMP Schockwelle getroffen wurde die uns so von der Kontrolle von Elisa befreite. Seit dem suchen wir nach einer Option Elisa abzuschalten oder umzuprogrammieren und damit den Konflikt zu beenden.

"Hier wurde eine Blitzwaffe erforscht. Die wollten wir nutzen um die Schaltungen von Elisa zu überlasten und sie so abzuschalten. Wir kamen aber nicht an die Hauptinsel heran. Dann wurden wir von den Soldaten der Schwarzen Hand angegriffen." Sie blickte herüber zu Alchemist. "Ich denke das ist alles Wichtige." Alchemist gab keine Reaktion von sich. "Alchemist?" Erst nun merkte sie das die Hand die sie hielt erschlafft war.

Als Antwort auf ihre ungestellte Frage schloss Anoth Alchemists Augen mit seiner Hand.

"Ist sie…"

"Ihr Körper, ja. Ich konnte aber ihre Programme retten." War Anoths Antwort als direkt neben ihn Alchemist erschien. Dieses Mal als Hologramm.

"Danke Anoth." Sagte Alchemist. "Das fühlt sich merkwürdig an mich selbst dort liegen zu sehen."

"ALCHEMIST!" rief Carolina und fiel Alchemist um den Hals. Die war in diesen Moment froh ein Hartlichthologramm zu sein denn das erlaubte ihr die andere T-Doll zu umarmen. Auch die beiden Brutes umarmten sie nur Momente später.

"Was ist mit den anderen T-Dolls?" fragte Carolina schließlich.

"Ich konnte die Daten von drei der gefallenen Ripper und von zwei Vespids noch bergen. Für den Rest kam leider jede Hilfe zu spät." Antwortete Anoth. "Die T-Dolls von der Plattform da drüben." Er deute auf die besagte Plattform in der Ferne. "Haben sich mir kampflos ergeben und befinden sich nun an Bord meiner Schiffsform."

"Das heißt Destroyer und Architekt…"

"Sowie Hunter sind unverletzt an Bord meines Schiffes." Bestätigte Anoth.

"Kannst du Carolina, Lisa und Tina zu ihnen schicken?" fragte Alchemist.

"Aber ich kann noch kämpfen." protestierte Carolina. Die beiden Brutes sahen einfach nur erschöpft aus.

"Du kannst kaum mehr stehen." Stellte Alchemist klar. Und richtig genug Carolinas Beine zitterten erheblich. "Keine Wiederrede." Carolina gab auf und Alchemist nickte zu Anoth. Momente später waren Carolina und die beiden Brutes in einen Lichtblitz verschwunden.

"Wir haben noch drei weitere Inseln abzusichern." Stellte Anoth fest und Alchemist nickte entschlossen.

Die nächsten drei Stunden folgten ein und denselben Muster.

Plattform entern, Schwarze Hand Soldaten eliminieren, nach Überlebenden suchen und weiter zur nächsten.

Die Schwarze Hand war gründlich. Auf keinen der drei anderen Plattformen fanden sie irgendwelche Überlebenden.

Jetzt hatten sie ein anderes Problem. Wie kamen sie auf die Hauptinsel. Die umliegenden Plattformen hatten keinen Hinweis enthalten wie man da herüber kommen sollte. Der Sturm der dauerhaft um die Plattform tobte machte es fast unmöglich näher zu kommen.

Währen das normale Blitze würde Anoth einfach seine Schilde benutzen. Aber irgendwas an diesen Blitzen war… anders.

"Kannst du nicht einfach deine Schutzschilde nutzen um dadurch zu kommen?" fragte Alchemist.

"Währen das normale Gewitterblitze, ja. Das sind aber Blitze wie sie sonst nur in der leere zwischen den Dimensionen und bestimmten Nebeln vorkommen." Erklärte Anoth.

"Was unterscheidet die von denen im Gewitter?" fragte Alchemist neugierig.

"Das sind Hochenergieblitze die mit unvorhersehbaren exotischen Partikeln versetzt sind und mit einer unvorhersehbaren dimensionalen Frequenz zuschlagen. Das bedeutet, dass selbst die Besten Schilde innerhalb dieses Sturms nicht funktionieren weil das Schildgitter sich nicht aufbauen lässt. Dieser Sturm ist effektiv ein Mutara Nebel in Miniaturformat."

"Wie kommen wir daran vorbei? Unterwasser?"

"Nein. Das Wasser bietet gegen diesen Nebel keinen Schutz." Anoth schaute sich den Nebel von seinen Satteliten genauer an. "Ich habe eine Idee."

"Hmm?" fragte Alchemist neugierig.

"Wir können weder drunter her noch mitten hindurch. Aber wir kommen drüber her." Erklärte Anoth. "Der Sturm geht hoch bis zur Mesosphäre und er hat ein Auge." Anoths Blick fiel auf Alchemists Hologramm. "Schon mal im All gewesen?"

"Hmm?" war alles zu dem Alchemist noch Zeit hatte bevor Anoth sie unter die Arme packte und mit Hilfe seiner Rigging nach oben schoss in die Wolken. Nur wenig später hatten sie schon eine Höhe von über 120 Kilometern erreicht und Alchemist blickte ungläubig auf das was sie da sah tief unter ihr. Dann ging es auch schon wieder nach unten. Anoths Schilde schützten sie von den hohen Temperaturen als sie mit sehr hoher Geschwindigkeit durch die Atmosphäre schossen. Wenig später landeten sie sanft auf der mittleren Plattform.

"Das war mal eine Aussicht." Hauchte Alchemist als sie etwas benommen ihr Gleichgewicht wiederfand. "Aber das nächste Mal warn mich bitte vor." Damit deaktivierte Alchemist ihr Hologramm.

"Das werde ich machen." Sagte Anoth mehr zu sich selbst als jemand anderes. Dann begann Anoth die Plattform zu scannen.

Anoths Scans zeigten keine Lebenszeichen an Bord der Plattform.

"Es ist niemand hier." Stellte Anoth fest. "Wie… Ah.. eine der Unterwasser Schleusentore ist offen."

Einen kurzen Tauchgang später und Anoth war innerhalb der Basis. Sie war ganz offensichtlich verlassen und zwar schon seit einiger Zeit. Alchemist hatte sich indessen entschieden in Anoth zu bleiben und nicht als Hologramm zu erscheinen und hatte bereits angefangen sich in die noch funktionierenden Systeme der Anlage zu Hacken.

Sie hatte auch bereits Erfolg mit einen der Systeme.

Dem Zentralen Abwasserverarbeitungssystem.

Irgendwie bezweifelte Alchemist das dieses System hilfreich sein wird.

Also suchte sie weiter.

Anoth bewegte sich vorsichtig mit gezogener Waffe durch die Anlage. Zwar war nichts lebendes mehr auf dieser Plattform was allerdings nicht hieß das es keine automatisierten Verteidigungssysteme im inneren gab.

Im Schleusenraum waren keine Geschütze das konnte sich später noch deutlich ändern. Die unteren Tore waren alle defekt. Nur eine Tür war intakt. Anoth bewegte sich über die Treppe nach oben und aktivierte das Panel.

Die Tür blieb zu. Sie wurde von einem Code gesperrt.

"Das haben wir gleich." Meinte Alchemist. Sie fing an ihre neue Existenz als reine AI zu genießen. Wenige Momente später war die Tür offen.

"Du fängst wohl an deine neue Form der Existenz zu mögen?" fragte Anoth.

"Ja. Ich fange an sie zu genießen. Ich habe hier so viele Optionen~." Summte Alchemist.

Anoth schmunzelte nur.

"Schon Sephina kennen gelernt?" fragte Anoth. Sephina war Anoths persönliche AI.

"Sie hilft mir gerade dabei diese Anlage zu entriegeln und die Systeme hier zu verstehen. Eden ist anscheinend immer noch im System."

"Last euch nur Zeit." Summte Anoth und schaute sich um ob er irgendetwas Interessantes finden konnte im Nachbarraum, dessen Türen alle verriegelt waren.

Nicht wirklich.

Schutt.

Noch mehr Schutt.

Einen heruntergestürzten Laufsteg.

Immer noch mehr Schutt.

Oh, noch mehr Schutt.

Und wer hätte es erwartet… da in der Ecke lag noch mehr Schutt.

Was auch immer hier genau vorgefallen war hatte die Anlage ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. So viel war klar.

Dann endlich kam eine Antwort.

"Diese Anlage ist kompletter Schrott." Das war dieses Mal Sephina. Und sie klang genervt. Anoth meinte Alchemist im Hintergrund frustriert knurren zu hören. Die beiden waren definitiv nicht gut gelaunt. "Endlich eine Tür hier die auch funktioniert. Die meiste Elektronik hier ist Toast. Ich fürchte du wirst viele der Türen manuell öffnen müssen weil die keine Energieversorgung mehr haben oder die Steuerung davon nur noch Schrott ist."

"Na klasse."

Dann meldete sich Alchemist.

"Ich habe mal aus Neugierde den Schadensbericht heruntergeladen."

"Und?"

"Ich Scherze nicht. Die Liste hat 169.578 Punkte. Teile der Anlage fehlen Komplett. Andere sind Eingestürzt. Dass das Ding überhaupt noch steht ist ein halbes Wunder."

"Heilige Scheiße." Meinte Anoth. "Die ganze Anlage ist damit kaum mehr als eine Ruine. Wahrscheinlich dürfte auch die Liste der Intakten Teile kürzer sein, oder?"

"Ist sie auch." Bestätigte Alchemist.

"Yikes."

Die nun offene Tür führte in einen kurzen Korridor der an einer geschlossenen Tür endete. Anoth ließ seine Hände zu Krallen werden und rammte diese in den Stahl der Tür und mit ein wenig Kraftanstrengung zwang er die beiden Türhälften auseinander. Kaum waren sie weit genug offen schritt Anoth hindurch.

Es war ein zweites Dock. Die Tür zum nächsten Bereich war bereits offen und so schritt er einfach hindurch.

Dieses führte ihn in einen Bereich mit diversen Büros. Es sah aus als wäre ein Sturm durch die Büros gefegt. Alles war umgeworfen und durcheinander.

Die nächste Tür konnte er nicht einfach aufstemmen. Diese war durch eine Magnetische Abrieglung abgesichert. Entweder musste er sich durch die Tür schneiden, oder….

Er sah ein kleines Sicherheitsbüro.

Die Tür aus dünnem Metall zu diesem Büro gab nach kurzer Überzeugungsarbeit durch einen herzhaften Tritt nach.

Innen drin brauchte er nur ein paar Kabel aus der Wand reißen und die Tür verlor jede Energie. Nun war es ein leichtes diese aufzustemmen. Danach folgte er den Korridor zu einen Treppenhaus und dann durch einen weiteren Korridor ehe er sich in der Hauptkuppel der Anlage wiederfand.

Hier wurden die Hauptexperimente durchgeführt. Auf den Weg dorthin musste er mehrere Türen entweder aufstemmen und eine sogar aufschneiden um weiterzukommen.

Es gab keine internen Verteidigungsanlagen. Wahrscheinlich hatte niemand erwartet, dass jemand durch den künstlichen Sturm kommen würde.

Egal wo er hinblickte, die ganze Anlage war ein einziges Trümmerfeld bis hierhin gewesen, Und auch dieser Raum schaute kaum besser aus. Anscheinend war ein Teil des Daches eingestürzt.

Auch hatte er mehrere doch überraschend gut erhaltene Leichen gefunden. Das hatte wohl an den Temperaturen vom Großteil der Anlage zu tun die deutlich im Minus Bereich lagen.

Im Zentrum des Hauptraumes stand ein von elektrischen Entladungen umspieltes Gerät. Es war zweifelsohne auch das Gerät was für den Sturmring verantwortlich war. Als Anoth das Gerät scannte war schnell klar das dieses Gerät in Kombination mit einen Geostationären Sattleiten Arbeitete und als Abschusspunkt für einen Energiestrahl diente. An eine der Konsolen fand Anoth auch die "Waffe" die mit dem Gerät verbunden war. Eigentlich war diese Waffe eher ein Zielmarkierer als wirklich eine Waffe.

Anoth führte einen weiteren Scan durch. Dieses Mal allerdings um etwas festzustellen.

Das Ergebnis war positiv und so demontierte Anoth das komplette Gerät via Nanoschmiede. Nur um direkt darauf seine Rigging zu aktivieren wo nun das Gerät erneut errichtet wurde. Wenn auch im Miniaturformat. Das Ding könnte noch nützlich werden.

Die Waffe die den Zielpunkt festlegte wurde von Anoth praktisch augenblicklich umgebaut und von der Größe eines Gewehres auf die Größe einer Pistole reduziert.

Auch designte er einen Geschützturm welches ihm Erlaubte den energiestrahl wie eine Kanone abzufeuern.

Um den zu bauen musste er aber zurück nach Guam denn das bedurfte einige umbaumaßnahmen um das so zu bauen das es auch funktionierte.

Damit brach er auf. Die Tür nach draußen war ganz in der Nähe. Nach einigen leeren und zerstörten Fluren fand er sich außen auf der Plattform wieder. Der Sturmring hatte sich aufgelöst nun da das Gerät welches diesen aktiv hielt demontiert worden war. Stattdessen war nun was anderes in der Luft.

KCCO Angriffsflugzeuge und Helikopter.

Anoth wollte gerade das Feuer auf die Angreifenden Flieger eröffnen als ihm andere zuvorkamen. Er brauchte nicht zu fragen von wem die Kampfflugzeuge kamen die gerade kurzen Prozess mit diesen Idioten gemacht hatten.

Sirenen.

Und keine freundlichen.

Hunderte von Massenproduktionsmodellen angeführt von einen Tester Beta Klon.

Anoth seufzte und rieb sich die Stirn mit der rechten Hand.

"Ich hätte es ahnen sollen, dass das Verschwinden des künstlichen Sturms auffallen würde."

Sekunden später eröffneten die Sirenenschiffe das Feuer was dazu führte das der Arm der Station auf dem er gerade Stand einstürzte. Anoth störte das wenig denn obwohl der Boden unter ihm verschwand blieb er einfach mitten in der Luft schweben.

"Eine wirklich bodenlose Frechheit." Meinte er nur bevor er selbst in den Angriff überging.

Was Anoth nicht wusste war das die Aktion von einer der anderen Inseln die Anoth vorher eingenommen hatte beobachtet wurde.

Und noch jemand beobachtete es. Eine gewisse grünhaarige Schlachtschiffdame. Die allerdings hielt gebührenden Abstand. Das waren viel zu viele Sirenen. Auch für sie.

.

Eine der eingenommenen "Bohr- Förderinseln"

.

M4A1 blickte durch ein Fernglas auf das was da gerade geschah.

Dann fiel ihr Mund offen.

M4 SOPMOD II die direkt neben ihr stand sah das, riss ihr das Fernglas aus der Hand und starrte in die gleiche Richtung.

Auch ihr Mund fiel offen.

Danach wanderte das Fernglas weiter an M16A1 und dann nach ST AR-15 und schließlich an RO635.

Sie alle hatten kurze Zeit später den gleichen Gesichtsausdruck.

Dann aber kam die Realität krachend auf sie herab.

Da stand eine gewaltige Schlacht kurz bevor.

Und sie waren genau zwischen den beiden Fronten gefangen.

Dabei waren sie nur hierhergekommen um die Verdächtigen Aktivitäten der KCCO zu untersuchen und falls nötig zu unterbinden.

Ihr Helikopter musste dabei eine etwas andere Route fliegen um dem wohl größten Träger-Schlachtschiff auszuweichen das sie je gesehen hatten.

Und nun saßen sie hier fest.

Scheiße.

.

Zurück zu Anoth

.

Irgendetwas stimmte nicht.

Anoth spürte eine Verbindung mit den Sirenen.

Er hatte schon so was Ähnliches mit seinen anderen Sirenen gespürt aber er hatte diese darauf zurückgeführt das er ihnen das Leben gerettet und sie sich ihm angeschlossen hatten.

Das traf auf diese aber definitiv nicht zu.

Es fühlte sich an als ob…

Wie war das möglich?

Sie fühlten sich an als wären sie Wesen die er selbst erschaffen hatte.

Wie?

Wann?

Er hatte keine Ahnung.

Und da war noch etwas.

Die Art und Weise wie sie sich umschauten, wie ihre Augen sich bewegten ihre ganze Mimik.

Sie war irgendwie…

Falsch.

Es sah mehr so aus als ob sie…

Ferngesteuert wurden.

Was auch immer es war, es veränderte wie er das hier anging.

Nun wollte er alle Sirenen mit Menschlicher Form festnehmen. Die Massenproduzierten Schiffe waren egal. Das war nur Metall das von einer rudimentären A.I. gesteuert wurde. Bei denen brauchte er sich nicht zurückhalten.

Am Ende konnte sich Anoth kaum mehr an den Verlauf der Schlacht erinnern. Der Kampf begann gegen 15:43 Uhr Ortszeit und endete erst gegen 3:28 Uhr am nächsten Morgen.

Mehrfach hatten die Sirenen Verstärkung geholt. Am Ende zählte Anoth fast 300 gefangen genommene Sirenen und über 16.000 Versenkte Massenproduktionsschiffe nach einer fast 17 Stunden andauernden Schlacht.

Nun war Tester die einzige die noch übrig war und witziger weise befanden sich beide auf derselben, nun deutlich verkleinerten, Plattform wo auch die T-Dolls waren und sich versteckten. Nicht das einer von den beiden das wusste.

Es war deutlich zu sehen das Anoth auch nicht unbeschadet aus den Kampf kam. Die Sirenen waren klug genug um mit Konzentrierten Feuer Teile seines Schildgitters zusammenbrechen zu lassen. Danach konnten sie einigen Oberflächlichen Schaden anrichten. Der meiste Schaden entfiel dabei auf die Zerstörung von etwa zwei Dutzend seiner schwereren Geschütze und einigen teilweise schweren Schäden an der Superstruktur die allerdings bereits von seinen Autoreparatursystemen repariert wurden. Am Rumpf selbst hatten sie keinerlei Schaden anrichten können, wenn man von ein wenig Lackschaden absieht. Die Panzerung war dort viel zu stark.

Die Laser Waffen der Sirenen waren gegenüber den Photonen Kanonen der Nebel-Flotte ziemlich schwach. Aber die Sirenen waren, im Gegensatz zur Nebelflotte, schlau genug gewesen ihr Feuer auf einen bestimmten Teil seiner Schilde zu konzentrieren. Nur so schafften sie es durch Anoths Schilde zu brechen.

Ein Schuss war schwach.

Wenn aber 1.800 Schüsse eintreffen und das pro Minute…

Quantität hat eine Qualität in sich selbst.

Das haben schon viele erlebt.

Nun lag Tester ziemlich übel zugerichtet und kaum mehr bei Bewusstsein auf den Deck einer dieser Pseudo Bohrinseln oder Förderinseln Wracks oder was auch immer die hier sein sollten.

Anoth ging neben ihr in die Hocke und betrachtete die schwerverletzte Sirene. Irgendetwas an ihr kam ihn merkwürdig vor.

Vorsichtig drehte Anoth Testers Gesicht zu ihm und öffnete ihr dann mit einer Hand eines ihrer Augen. Da war etwas in deren Auge… Er musste das mit den anderen Sirenen von ihm überprüfen aber es sah so aus al ob Anoth mit seiner Vermutung richtig lag.

Damit teleportierte Anoth Tester zu den anderen gefangen genommenen Sirenen.

Das war auch der Zeitpunkt wie er ein metallisches Geräusch vernahm. Irgendetwas war gerade ganz in der Nähe auf den Boden gefallen.

Anoth fand die Geräuschquelle praktisch Augenblicklich und blickte auf einen Stapel von diversen Kisten und Boxen und auf die leere halbzerdrückte Getränkedose die nun über den Boden rollte.

Langsam stand er wieder auf und begann zu den Kisten herüber zu gehen.

Dort angekommen sah er dann schließlich was oder vielmehr wer sich dort versuchte zu verstecken.

Es war eine T-Doll.

Dieses Mal allerdings nicht von Sangvis Ferri sondern von G&K.

Nach einen kurzen hack in die Datenbanken von G&K und 16Labs wusste er mit wem er es hier zu tun hatte.

M4 Sopmod II

Das AR-Team.

Anoth hockte sich vor ihr hin.

Sie hatte Angst so viel konnte er so schon von ihr sehen. Außerdem…

Anoths Hand ging herunter zu ihrer eigenen die eine Stelle an ihren Bauch hielt. Als er die Hand von ihr dort langsam hochhob konnte er sehen, dass sie verwundet war.

Ein kurzer Scan sagte ihm das es Schrappnelle gewesen waren als eine der Granaten auf der Plattform explodierte.

"Cleveres Mädchen." Sagte Anoth schließlich. "Du hast den Splitter drin gelassen. Das ist wohl der einzige Grund warum du noch lebst."

Er öffnete vorsichtig ihre Kleidung um sich die Wunde genauer anzusehen da wurde er gestört.

"Hände hoch!" rief eine weibliche Stimme.

Anoth brauchte nicht einmal in deren Richtung zu blicken um zu wissen wer das war.

Der Rest des AR-Teams.

Außerdem schien das AR-Team Verstärkung bekommen zu haben.

Team DEFY war auch anwesend.

Anoth hatte während der Kämpfe ein U-Boot geortet welches sich der Plattform genähert hatte bevor es hastig wieder verschwand. Anoth war ziemlich sicher das die Maschinen des U-Bootes dabei nicht unbeschädigt geblieben waren denn sie hatten es verdammt eilig sich aus der Lauge zu machen.

Da waren M4A1, M16A1, ST AR-15 und RO635 vom AR-Team sowie AK-15, AK-12, AN-94 und RPK-16 vom Team DEFY.

Anoths einzige Reaktion auf deren Anwesenheit war eine erhobene Augenbraue.

Keine von ihnen konnte ihm gefährlich werden und das wussten die anscheinend auch wenn er sich das ansah wie sie da standen. Einige von ihnen sahen aus als wären sie bereit zu fliehen sollte er sich als feindlich erweisen.

Ihnen war anscheinend sehr klar, dass sie es nicht mit einer T-Doll zu tun hatten sondern mit einem humanisierten Kriegsschiff was auch wiederum bedeutete, dass ihre Waffen so gut wie nutzlos waren.

Das war auch der Moment als ein Teil der Decke des Flures in dem sie waren einbrach und dabei etwas offenbarte was Anoth gar nicht gefiel.

Da war ein nicht detonierter Sprengkopf einer Sirenen Rakete hinuntergefallen. Einer Rakete die sich, nachdem sie von Anoths Punktverteidigung vom Himmel geholt worden war, sich hier ins Dach gebohrt haben musste.

Aber das war garnicht mal das eigentliche Problem.

Der Sprengkopf war das Problem.

Das war ein Experimenteller Dimensionssprengkopf der Tester auf ihn abgefeuert hatte.

Hier ist das Ding also gelandet. Dachte Anoth noch so als er ein piepen vom Sprengkopf hörte. "Oh Scheiße." Murmelte er als ihm klar wurde, dass der Sprengkopf kurz vor der Detonation stand.

Im Normalfall hätte Anoth den Sprengkopf einfach weg teleportiert. Das war bei Dimensionssprengköpfen aufgrund der Natur des Sprengkopfes selbst allerdings unmöglich. Denn kein Teleporter konnte den Typ von Sprengkopf erfassen.

So blieb nur eines übrig.

Den T-Dolls musste das auch klar geworden sein denn die hatten auch angefangen zu rennen.

Weit kamen sie allerdings nicht.

Keiner von ihnen.

Um genau zu sein sie kamen vielleicht vier Schritte weit bevor der Sprengkopf Explodierte und ein instabiles Dimensionsportal sich auftat und begann alles in seiner Umgebung anzusaugen.

Anoth schlug sofort seine klauen ins Metall das ihn umgab dabei hielt er parallel dazu die schwerverletzte Sop II an sich gepresst.

Dann sah er wie M4A1 stolperte. Nur der Einsatz einer seiner Tentakel die aus seinen Rücken geschossen kamen und sich um ihren Bauch wickelte verhinderte, dass sie einfach ins Portal hinein gesaugt wurde. Dasselbe konnte er über ihre Waffe allerdings nicht sagen. Der Tragegurt der die Waffe an sie hielt war gerissen und die Waffe wurde ins Portal gesaugt.

Nach und nach geschah das selbige mit den anderen T-Dolls, die sich nun verzweifelt versuchten sich irgendwo festzuhalten.

Die nächste die den Halt verlor war Ak-12 als das Geländer an dem sie sich festhielt brach. AK-15 schaffte es gerade noch sie zu fassen zu kriegen aber dann brach auch ihr Haltepunkt, ein an der Wand angeschweißter Griff weg.

Anoth schaffte es beide zu fassen zu kriegen bevor sie ins Portal gesaugt werden konnten.

Dann verlor ST AR-15 den Halt als die Gravitationskräfte des Portals immer stärker wurden.

Dieses Mal war es M4A1 die sie zu packen bekam wenn auch gerade lang genug das sich Anoths Tentakel um sie wickeln konnten.

Anoth kämpfte unterdessen gegen das Portal an und auch gegen den Boden der nun begann auseinandergerissen zu werden.

Die nächsten die er auffing waren AN-94 und RPK-16 die sich aneinander festgehalten hatten dicht gefolgt von M16A1. RO635 folgte nur Sekunden später.

Dann spürte Anoth etwas was ihm gar nicht gefiel.

Die Ganze Bodenplatte an die er versuchte sich festzuhalten brach los. Die Nieten und Schrauben die sie an Ort und Stelle halten sollten begannen zu versagen.

Nicht schon wieder. Dachte er noch so bei sich.

Dann, nur einen Moment später brach die ganze Platte los und Anoth zusammen mit den T-Dolls landeten im Portal.

.

Unbekannte Dimension

.

Als Anoth wieder sehen konnte befand er sich im freien Fall mit den T-Dolls immer noch in seinen Tentakeln und er konnte spüren wie Sop II versuchte sich an ihn festzuklammern auch wenn ihr ganz eindeutig die Kraft fehlte.

Ich hasse diese Instabilen scheiß Portale. Dachte Anoth als er mit ein paar kleinen Tricks ihren Fall stabilisierte.

Sie waren noch immer viel zu hoch.

Er würde den Fall erst abbremsen können wenn sie die tieferen Luftschichten erreichten.

Anoth ließ weitere Tentakel erschienen dieses Mal aber waren an deren Enden Sauerstoffmasken welche er den T-Dolls zwangsweise ins Gesicht schob. Das sorgte dafür, dass sie alle zumindest wieder atmen konnten aber die Temperaturen hier waren immer noch viel zu niedrig.

Das Portal hatte sie in einer Höhe von über 35 Kilometern über dem Meer hinausgeworfen.

Praktisch an der Grenze zum All.

Erst als sie eine Höhe von etwa 2.500 Metern erreichten begann er ernsthaft mit Bremsmanövern. Die Triebwerke seiner Rigging arbeiteten nun mit demselben Modus als wenn er als Schiff auf einen neuen Planeten landen würde. Nur mit den Unterschied das er, bevor er mit den Manöver überhaupt begann, die T-Dolls alle auf seine Rigging verteilt hatte so, dass sie besseren Halt hatten als zuvor.

M4A1 zum Beispiel fand sich nun zusammen mit AN-94 liegend auf einen der großen Hauptgeschütze wieder wo sie es irgendwie schaffte Halt zu finden während AN-94 eine der gewaltigen Kanonen umklammerte wie ein Äffchen.

Dann merkten sie deutlich wie sie begannen abzubremsen.

Sie fühlten nämlich wie das Gewicht das auf sie lastete zunahm.

Es dauerte noch einige Zeit dann aber spürten sie wie sie endlich zum Stillstand kamen.

Wenig später gab es einen massiven Lichtblitz und M4A1 fand sich auf der Rollbahn eines gigantischen Schiffes liegend wieder. Auch die Sauerstoffmasken waren verschwunden.

M4A1 war noch nie glücklicher wieder festen Boden unter sich zu haben.

Auch wenn es sich in diesen Fall nur um das Deck eines Schiffes handelte.

"Wo sind wir?" fragte schließlich AK-12 die leicht zitternd auf ihren Hintern saß und sich umschaute.

"An Bord meines Schiffes." Kam die Antwort von hinter ihr. Als sich Ak-12 zu ihm umdrehte sah sie denjenigen den sie vorher gesehen hatten wie er neben der auf den Boden liegenden schwer verletzten Sop II beugte und sie versorgte. Außerdem stellte sie fest, dass sie ihre Waffe verloren hatte. Genau wie die anderen auch feststellen mussten.

Ohne Zweifel lagen die fehlenden Ausrüstungsgegenstände nun auf den Grund des Meeres.

Ak-12s Blick wanderte herüber zu ihrer Schwester Ak-15. Die lag auf ihren Bauch, Beine und Arme weit von sich gestreckt und murmelte irgendwas von festem Boden wie sehr sie diesen liebte und nie wieder verlassen würde.

*Sweatdrop*

Ak-15 war eigentlich eine knallharte Kämpferin aber sie hatte auch eine andere Seite die sie ausschließlich zeigte wenn sie alleine oder mit einigen wenigen ausgewählten war. Im Moment war ihr das aber wohl anscheinend egal. Sie war einfach nur froh noch am Leben zu sein.

AK-12 konnte es ihr nicht wirklich übel nehmen. Auch sie war froh wieder relativ festen Boden unter den Füssen zu haben.

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Eine Stunde später

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Anoth befand sich in der Krankenstation Nummer drei. Das war die nächst gelegenste. Neben dem Krankenhaus mit 20.000 Betten an Bord gab es verteilt auf dem ganzen Schiff 40 kleinere Krankenstationen mit jeweils nur knapp 50 Betten.

Die Operation hatte Sop II gut überstanden und er war dabei sie zu verbinden. Ihre eigene Selbstreparatur und Regeneration übernahm nun den Rest.

SOP II war währenddessen bei Bewusstsein und hatte ihre Hand in die seine gelegt. Sie war noch zu schwach um zu reden aber für das "Danke" was sie sagen wollte reichte die Geste mehr als aus.

Als Antwort drückte Anoth ihre Hand. "Ruhe dich aus und schon bald bist du wieder auf deinen Beinen."

Kurze Zeit später war Sop II eingeschlafen.

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Zu den T-Dolls

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AK-15 saß auf den Boden im Schneidersitz. Der Grund warum sie dort saß während die andern auf den Stühlen saßen war ihre eigene Schuld.

AN-94 nutzte nämlich nun ihren frei gewordenen Stuhl um ihre Beine hoch zu legen. Dafür fing sie sich einen ziemlich bösen Blick von AK-15 ein welchen AN-94 ignorierte.

Der Grund warum sie auf den Boden saß?

Alchemist.

Vielleicht hätte Anoth sie vorwarnen sollen?

Denn in dem Moment als Alchemist sich vor ihnen als Hologramm zeigte, wenn auch in einen völlig anderen Outfit als das was sie sonst trug, nämlich einen Business Anzug, stürzte sich AK-15 direkt auf die drauf.

Nur um festzustellen das ihre Faust mitten durch das Hologramm hindurchging. Dem nicht erwartend fing sie an zu stolpern und landete mit dem Gesicht voran auf den Boden.

Kurze Zeit später stand fest, dass die T-Dolls Alchemist nichts antun konnten und umgekehrt Alchemist ihnen auch nicht.

Damit waren sie bereit ihr zuzuhören.

Daran war wohl Anoths Behandlung der Verletzungen von Sop II wohl auch nicht ganz unschuldig dran. Und wohl auch ihre eigenen Erfahrungen mit ihren eigenen "Commandern". Wenn man sie denn als solche bezeichnen konnte.

Diese "Commander" hatten ihren Rang nicht verdient gehabt. Und alle neun trugen noch immer Spuren von deren "Unzufriedenheit". Vor allen dann wenn eine Mission nicht ganz so ablief wie sie hätte ablaufen sollen.

Anoth war da anders. Das konnten sie so schon sagen.

Vor allen hatten sie bei ihm das Gefühl das wenn jemand es noch einmal versuchen sollte sie zu vergewaltigen, weiter als es zu versuchen waren sie zum Glück nie gekommen (Auch dank einer kleinen Lüge von Persicaria), würde dieser sich wünschen das er nie geboren worden wäre. Sie hatten dabei auch das Gefühl das es Anoth komplett gleichgültig war welchen Rang dieser besagte Idiot bekleidete.

Währe einer der anderen Commander noch im Dienst gewesen und sie währen mit jemanden zurückgekehrt der diese schweren Verletzungen hatte wie Sop II wäre diese T-Doll ohne zu zögern von diesen Commandern verschrottet worden mit der Begründung das es besser ist die Ressourcen für was anderes einzusetzen als für teure Reparaturen.

Das Alchemist das dann auch noch mit ihrer eignen Geschichte bestätigte das Anoth dies komplett anderes handhabte zementierte es nur noch mehr.

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Fast zwei Monate später

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Die Monate jagten vorbei. Für die T-Dolls war es zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig freundliche Sangvis Ferri Einheiten hier zu haben aber das war noch gar nichts.

Ihre Überraschung war noch größer als sie Sirenen an Bord entdeckten.

Sirenen deren Loyalität nun Anoth galt und niemanden sonst.

Vor allen die acht Kitsunen Sirenen die an Bord waren machten ihnen ein wenig Angst.

Jede einzelne von ihnen war vom Powerlevel her auf mindestens Arbiter Level. Wenn nicht sogar deutlich drüber.

Sie lernten allerdings auch schnell, dass sie außerhalb des Schlachtfeldes eher sanfte Seelen waren. In Fakt hatte es Sop II mehrfach geschafft in den Buschigen Schwänzen von einer von ihnen zu schlafen.

Nämlich Kendra. Der Anführerin der Gruppe.

Wie es sich herausstellte waren diese nur An Bord gekommen weil sie Anoth heimlich gefolgt waren.

Dann waren da noch die anderen Sirenen.

Tester nun bekannt als Tamara hielt sich fast ausschließlich in der Nähe von Anoth auf und hatte sich selbst zu seiner Sekretärin ernannt. Die anderen Sirenen hatten sich ihn ebenfalls angeschlossen und ärgerten sich in Anoths Simulationen herum die wie sie feststellen mussten alles andere als einfach zu schaffen waren.

Diese Simulationen nutzten auch die T-Dolls. Sie hatten Anoth explizit gesagt das sie Elite T-Dolls waren und eine Herausforderung wollten.

Das bereuten sie gesagt zu haben schon nach der ersten fehlgeschlagenen Simulation.

Sie wollten eine Herausforderung haben.

Anoth war nur zu fröhlich ihnen diese auch zu geben.

"Ich glaube es nicht das sich durch eine Glasmine draufgegangen bin." Murmelte M4A1 immer noch ungläubig.

"Ich wurde von einer herunterkommenden Decke zerquetscht." Stellte Ak-12 klar. "Was meinst du wie ich mich fühle?"

"Jetzt weiß ich wie es sich anfühlt gepfählt zu werden." Murmelte AN-94 die durch aus den Boden schießenden über zwei Meter langen Stacheln ihr Simuliertes Ende gefunden hatte.

"Das ist zumindest noch legitim. Ich starb durch einen Ziegelstein der mit nahezu Schallgeschwindigkeit mir gegen den Kopf geflogen ist." Gab M16A1 zu.

"Das war eine Scotch Flasche." Korrigierte AK-15.

"Bist du dir da sicher?"

"Ja. Denn ich bekam den Alkohol ab und wurde direkt darauf in Brand gesteckt und bin dann brennend in den Aufzugschacht hinter mir gefallen."

"Oh…"

"Aber, das ist es überhaupt nicht was mich so frustriert im Moment."

"Was is es denn?" fragte M4A1.

"Jede der Fallen die wir ausgelöst haben hätten wir vorhersehen können. Das ist es was mich frustriert im Moment. Nur Anstatt sie zu sehen sind wir wie blinde Hühner mitten in sie hineingetappt. Wir sind Elite T-Dolls! Das sollte uns eigentlich überhaupt nicht passieren!"

Ergebnis erster Versuch:

M4A1 = Tot durch Glasmine

M16A1 = Tot durch Alkoholflasche gegen Kopf

SOP II = Durch den Boden gebrochen und von Dino Skelett aufgespießt

ST AR-15 = Von Harpune an die Wand genagelt

RO635 = Von herunterstürzenden Kronleuchter erschlagen

AK-12 = Von Decke zerquetscht

AK-15 = In Brand gesteckt und in Aufzugschacht gefallen

AN-94 = Von Stacheln aufgespießt worden.

RPK-16 = Durch Gasexplosion in eine alte Badewanne katapultiert worden dann mit samt Badewanne aus den Haus geflogen den Hügel hinunter gerutscht und schließlich im vereisten See des Anwesens versunken.

Unnötig zu sagen das keine von ihnen Stolz war auf dieses Ergebnis.

Der zweite Versuch endete allerdings kaum besser.

M4A1 = Fand den einzigen unzureichend abgedeckten Schacht auf den Gelände

M16A1 = Lief durch eine unter Strom stehende Pfütze

SOP II = Fand heraus das das Haus automatisierte Verteidigungssysteme besitzt. Genauso wie AK-12 und AK-15.

AK-12 = Fand heraus das das Haus automatisierte Verteidigungssysteme besitzt. Genauso wie AK-15 und SOP II.

AK-15 = Fand heraus das das Haus automatisierte Verteidigungssysteme besitzt. Genauso wie AK-12 und SOP II.

St AR-15 = Nahm ein unfreiwilliges Bad in einen Säuretank

RO635 = Fand eine Tür die ins Nichts führt. (Aufzugschacht)

AN-94 = Fand einen defekten Lichtschalter.

RPK-16 = Fand heraus das man nicht unter schwebenden Lasten hindurchgehen sollte.

"Das ist einfach nur noch peinlich." Meinte RPK-16.

"Irgendwas machen wir falsch." Stellte M16A1 fest.

"Die Umgebung kann manchmal noch gefährlicher sein als der eigentliche Feind." Murmelte AK-15.

"Hmm?" fragte M4A1.

"Anoth hatte das gesagt bevor wir die Simulation zum ersten Mal betraten." Erläuterte AK-15. "Ihr habt das gar nicht mitbekommen, oder?" Keine der anderen T-Dolls konnte nun auf AK-15 blicken. Sie fanden nun plötzlich ganz andere Dinge im Raum sehr viel interessanter.

"Um Fair zu sein. Keiner von uns war je in einen Einsatz mit so vielen gut durchdachten Fallen." Fügte AK-12 an.

In den darauf folgenden Simulationen lernten sie nun ihre Umgebung sehr viel besser zu lesen und auch die besser versteckten Fallen zu erkennen.

Dennoch brauchten sie insgesamt 27 Anläufe bevor sie es schafften eine Simulation erfolgreich abzuschließen.

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Zu Anoth

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Anoth hatte sich lange mit seinen Kitsunen unterhalten. Und konnte so bestätigen was er bereits vermutet hatte. Als er Tester dann unters Messer nahm bestand absolut keinen Zweifel mehr daran.

Gedankenkontrolle.

Und seine eigenen Sirenen bestätigten, dass genau das einer der Gründe gewesen ist letztendlich zu fliehen. Das gefiel den anderen Sirenen gar nicht und so nahmen diese die Verfolgung auf und es kam schließlich zum Kampf. Irgendwie schafften sie es dann ihre Verfolger abzuhängen und landeten dann schließlich dort wo sie gefunden worden sind.

Tester lag nach der Operation für die nächsten Wochen bewusstlos in einen der Krankenhausbetten um sich zu erholen. Während Anoth sich in Ruhe mit den anderen Sirenen unterhielt. Wochen später war sie wieder voll da und hatte nebenbei auch ihren alten Namen abgelegt. Nun nannte sie sich Tamara.

Nebenbei führte Anoth diese Operation auch an den anderen Humanoiden Sirenen durch. Bei allen fand er das Gleiche vor. Sie alle wurden von irgendjemand kontrolliert und als Waffen gegen ihren Willen benutzt.

Die Sirenen hatten kaum eine andere Wahl als die Befehle, die sie von diesem jemanden bekamen, zu befolgen. Was auch an ihren Implantaten lag. Diese konnten nämlich einfach aus der Ferne überlastet bzw. zur Explosion gebracht werden sollten sie es schaffen die Gedankenkontrolle zu durchbrechen.

Anoth entfernte umgehend diese Funktion bzw. die explosiven Implantate von allen von ihnen. Im Gegenzug galt ihre Loyalität nun ihm.

Das ist jetzt alles mehrere Monate her.

Nun saß Tester/Tamara neben Anoth und studierte die Landkarte die Anoth erstellt hatte.

"Kennt ihr diese Welt?" fragte Anoth.

"Nein." Gab Tester/Tamara zu.

"Hmm… Sie hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Welt wo ich der Nebelflotte begegnet bin. Außerdem gibt es keinerlei Flugverkehr. In Fakt ich Orte nicht ein einziges Fluggerät. Nur einige Ballons oder Zeppeline. Aber keine Flugzeuge."

"Sieht so aus als wären die Japanischen Inseln halb ins Meer abgesunken und sie besitzen nun schwimmende Städte." Mischte sich Alchemist als Hologramm ein. "Außerdem empfang ich seit einiger Zeit etwas von den "Blue Mermaids"."

"Irgendeine Ahnung was das sein soll?"

Alchemist konnte nur mit ihren Schultern zucken.

"Ich werde eine AWACS raus schicken mal sehen ob wir noch mehr der Funksprüche abfangen und uns so einen besseren Eindruck darüber machen können."

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Eine Woche später

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Inzwischen wussten sie einiges mehr.

Die "Blue Mermaids" waren in der Region rund um Japan effektiv so etwas wie eine Seepolizei.

Außerdem gab es da wohl eine Schule in Yokosuka wo neue Blue Mermaids ausgebildet wurden auf Schiffe aus dem zweiten Weltkrieg,

Anoth konnte nicht wirklich verstehen warum es die Leute hier für eine gute Idee hielten pubertierende Teenager an die Kontrollen von vollfunktionsfähigen Kriegs- und Schlachtschiffen zu lassen wie die Musashi.

Und anscheinend hatten sie wohl im Augenblick einige Probleme.

Ein Zerstörer der Kagerou Klasse, Y-467, Harekaze, hatte anscheinend gemeutert und das Schiff von dessen Ausbilder, ein Independence-Klasse, Littoral Combat Ship, Y-083, Sarushima versenkt. Das merkwürdige an diesen Anschuldigungen war, das die Sarushima nach den Funkaufzeichnungen zuerst auf die Harekaze gefeuert hatte. Und zwar mit scharfer Munition von dessen Mk. 45 Mod 4 127mm / L62 Navy Geschütz. Und woraufhin die Harekaze nach den Sensordaten zu urteilen, einen Übungstorpedo auf die Sarushima abgefeuert hatte welcher die Sarushima nur leicht beschädigte.

Wieso war die dann angeblich gesunken?

Oder war das vielleicht nur eine Falschmeldung…. Wäre möglich.

Aber warum hatte die Sarushima zuerst gefeuert und dann auch noch mit scharfer Munition und das auf ein Schiff das mit Schulmädchen besetzt war?

Bloßes Verspäten ist dafür keine Rechtfertigung die Anoth durchgehen lassen würde.

Irgendwas passte da nicht.

Und so entschied sich Anoth der Sache nachzugehen.

Er verschaffte sich zugriff auf die Computer der Yokosuka Navy Basis und suchte die Daten der Sarushima und dessen letzten Einsatz heraus sowie die Daten der Flotte die sie anführen sollte.

Anscheinend war die Y-083 Sarushima zusammen mit der Y-467 Harekaze und der Y-118 Musashi, die Ebenfalls unter der Kontrolle von Schulmädchen stand, zu einer Übungsfahrt ausgelaufen die zwei Wochen hätte andauern sollen.

Dabei hatten sie außerdem ein Forschungsteam an Bord welche die Maritime Tierwelt untersuchen wollten.

Das merkwürdige war, das wenn Anoth die Namen der Forscher überprüfte diese Überhaupt nicht in dem Feld aktiv waren. Die Einträge in ihren Daten waren gefälscht worden. Das waren Forscher für Bio-Waffen?

Was ging hier vor?

Anoth rief die Karte auf um herauszufinden wo die besagten Schiffe hinfuhren bevor der Kontakt zu ihnen abbrach und fand so heraus das sich nicht nur die Musashi und Sarushima dort befunden haben sondern auch die W-207, Admiral Graf Spee ein Schwerer Kreuzer der Deutschland-Klasse.

Er konnte also davon ausgehen das das was mit der Musashi und der Sarushima geschehen ist wohl auch der Admiral Graf Spee widerfahren ist.

Was suchten die Forscher dort?

Nach den letzten Funksprüchen zu urteilen die er von den Schiffen abgefangen und aufgezeichnet hatte waren die nur in dem Gebiet wegen den Wissenschaftlern.

Warum?

Er musste selbst sich das Gebiet ansehen.

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Zwei Tage später

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Anoth hatte Vollgas gegeben um den Ort zu erreichen.

Seine Schiffsform mag mit 19 Kilometern genau so groß sein wie ein Super Sternenzerstörer aus Star Wars aber sein Antrieb war etwas aus den Seraphimianischen Technikfundus.

So hatte sich Anoth der Stelle mit über 200 Knoten genähert. (Umgerechnet etwa 370,4 km/h oder 230 mp/h).

Nun hatten sie endlich das Gebiet erreicht und Anoth hatte Anker geworfen.

Irgendetwas musste es hier geben.

Er war bei den Nishinoshima Vulkan Inseln angekommen. Etwa 900km von Tokyo entfernt.

Seine Sensoren meldeten einige Unterwasser Vulkan Aktivitäten aber ansonsten nichts Auffälliges. Zumindest nichts was sofort auffallen würde.

Anoth begann damit kleinere Schiffe ins Wasser zu lassen um den Meeresboden abzusuchen.

Irgendetwas musste es hier geben.

Dann, etwa drei Stunden später, kam eine Meldung rein.

Sie hatten tatsächlich was gefunden.

Ein U-Boot Wrack.

Es war nur eines von mehreren Wracks welches sie hier gefunden hatten. Dieses aber fiel auf, denn Anoths Biogefahren Warner meldete etwas Ungewöhnliches auf den U-Boot und auch meldeten seine Sensoren ein merkwürdiges EM-Feld welches ebenfalls von den U-Boot kam.

Außerdem wies das U-Boot Spuren von Sprengstoff auf.

Jemand hatte versucht seine Spuren zu verwischen.

Bei einen Militärschiff waren Sensorfunde von Sprengstoffen nichts wirklich Ungewöhnliches. Die hatten so gut wie immer etwas dabei was einen guten Bumm macht. Seien es Bomben, Torpedos, Raketen oder C4. Aber auf einen Zivilen U-Boot sah die Sache etwas anders aus. Und das hier war ein Ziviles U-Boot was sie da gefunden hatten.

Es war ein zu einem Labor U-Boot umgebautes U-Boot vom Typ IXC.

"Schiff identifiziert. Ein umgebautes U-Boot vom Typ IX. Etwa 1300 Tonnen schwer." Sagte Anoth der die Daten im CIC auswertete. "Es ist etwa 84,5 Meter lang und 6,5 Meter breit. Sie haben das Schiff um gute acht Meter verlängert."

Was auch immer hier gerade vor sich ging.

Die Antworten waren auf diesen Wrack.

Damit war klar was er als nächstes zu tun hatte.

Er wird das Wrack heben müssen.

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Fast acht Stunden später

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Das U-Boot Wrack befand sich nun in einen hermetisch abgeriegelten Hangar der nur durch eine einzige Luftschleuse betreten werden konnte. Selbst die Luft innerhalb des Hangars wurde von innen heraus aufbereitet. Was auch immer sich auf den Wrack befand Anoth wollte nicht das es raus kommt.

Außerdem waren die internen Verteidigungsanlagen innerhalb des Hangars aktiviert worden.

Wenn etwas von dem Ding fliehen will ist es tot bevor es fünf Schritte vom Wrack weg war.

Anoth bewegte sich langsam um das Wrack herum.

Es war ein Wunder das er es überhaupt in einen Stück hat heben können.

Da war ein massives Loch in der Backbordseite des U-Boots. Genau dort wo der Maschinenraum saß.

Es sah so aus als ob die Explosion aus den inneren des U-Boots gekommen war.

War es ein Unfall gewesen oder war das bewusst gemacht worden?

Es sprach mehr für einen Unfall.

Wenn die Batterien Kurzschlüsse hatten und Seewasser zu ihnen eingedrungen war neigen sie dazu Wasserstoff auszustoßen.

Und Wasserstoff ist hochentflammbar.

Und HOCHEXPLOSIV.

Das würde das Loch erklären.

Nicht aber die Spuren von C4 die sie am äußersten Rand des Loches fanden.

Mit einen Sprung war er im weit offenen Maschinenraum und Knöcheltief im Wasser. Vier der Sirenen Kitsunen und auch Tester/Tamara machten es ihm gleich.

"Standard Diesel-Elektrischer Antrieb." Stellte Tester Fest. "Sieht nicht so aus als ob sie daran herum gebaut hätten. In Fakt auf den ersten Blick würde ich sagen das die Maschinen noch komplett Intakt sind."

"Was sind das für Maschinen." Fragte eine der Kitsunen Sirenen.

"Zwei MAN-Neunzylinder-Viertakt-Dieselmotore 40/46 mit Aufladung und jeweils 4.400 PS sowie zwei MWM-Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotoren RS 34 S ohne Aufladung mit 1.000 PS als Marschmotoren. Getaucht wurden dagegen zwei SSW-Doppelmaschinen GU 345/34 mit 1.000 PS verwendet. Das macht dieses hier zu einem Typ 9 D2 wenn ich mich nicht irre. Sie brachten das Schiff auf 19,2 Knoten aufgetaucht und Unterwasser auf 6,9 Knoten." Erklärte Anoth.

"Das ist nicht sehr schnell." Meinte Tester.

"Das waren auch noch keine richtigen U-Boote. Das waren eher Schiffe mit Tauchfunktion. Die konnten wenn sie in Bewegung bleiben wollten gerade mal 16 Stunden Unterwaser bleiben und das mit lediglich vier knoten (7,4 km/h oder 4,6 mph). Die ersten richtigen U-Boote kamen erst mit den Typ XXI auf. Die waren Unterwasser schneller als aufgetaucht und ein richtiges U-Boot ist Unterwasser immer schneller als im aufgetauchten Zustand."

Anoth näherte sich den Schott zum nächsten Abteil oder besser das was vom Schott noch übrig war. Es war so sehr verformt das es nicht mehr Wasserdicht war und auch nicht mehr normal geöffnet werden konnte.

Anoth musste die Tür aufbrechen bzw. regelrecht aufbiegen.

Der nächste Raum war die Kommandozentrale von dem U-Boot. Und wie erwartet war sie überflutet gewesen.

Hier würden sie nichts Interessantes finden und so marschierte Anoth direkt weiter zum nächsten Schott. Dieses war ein wenig verrostet ließ sich aber noch normal öffnen.

Hinter den Schott verbarg sich die Kombüse von dem U-Boot und noch mehr Wasser.

Dieser Schott war wohl auch nicht zu 100% Dicht gewesen.

Der nächste Schott stand weit offen. Dahinter Fand er die Schlafräume.

Nach dem Aufbrechen des nächsten Schotts dann fand er endlich das Labor. Und dieser Raum war trocken geblieben.

"Dann wollen wir uns mal umschauen." Meinte Anoth nur.

Es dauerte nur Sekunden bis eine der Sirenen etwas fand.

"Ich glaube ich habe hier was." Meinte sie.

"Hmm?" Anoth kam zu ihr herüber und sah dann auch was sie gefunden hatte.

"Was sind das?" fragte sie.

"Eine interessante Promenadenmischung würde ich mal sagen." Sagte Anoth der den Käfig in die Hand nahm um das Tier darin genauer zu betrachten. "Sieht wie eine Kreuzung aus Hamster, Ratte und Meerschweinchen." Dann bemerkte er den Ausschlag von einiger seiner Sensoren. "Und sie scheinen die Quelle dieses merkwürdigen EM Signals zu sein." Er verpasste die drei Boxen mit Tieren einen Marker und teleportierte diese ins Schiffseigene Seuchenlabor um sie genauer zu Analysieren. Er hatte nämlich feststellen müssen, dass das Signal was diese Kreaturen aussendeten es unmöglich machte sie ohne einen Eindeutig erfassbaren Marker zu erfassen und damit zu teleportieren.

"Was soll das denn sein?" fragte Tester/Tamara deren Taschenlampenstrahl gerade auf ein Plakat gelandet war.

Als Anoth ebenfalls darauf blickte war ihm schnell klar was er da sah. "Das ist eine Schematische Darstellung eines Hive Bewusstseins."

"Ein Hive Bewusstsein? Was haben die hier gemacht?" fragte sich Tester/Tamara.

"Sieht aus als wollten sie Supersoldaten erschaffen." Meinte eine der Sirenen die gerade einige Akten studierte.

"Supersoldaten?" stöhnte Anoth und rieb sich die Stirn. "Schon wieder?"

"Schon wieder?"

"Ich weiß nicht wie viele solcher Illegalen Supersoldatenprogramme ich über die vielen Jahrtausende hinweg gefunden und zwangsweise stillgelegt habe. Es waren viele." Sagte Anoth mit einen seufzen. "Sieht so aus als wäre dieses hier nur die neueste Version davon."

"Nur das sie das hier als einen fehlschlag eingestuft haben."

"Lass mich raten… Wegen der extremen Aggressivität der infizierten gegenüber jeden der nicht infiziert ist."

"Richtig. Das hat wohl auch dieses U-Boot zerstört."

"Wie behandeln wir die infizierten?" fragte Tester.

"Das werden wir herausfinden." War Anoths Antwort als er das U-Boot verließ. "Nehmt alles mit was interessant sein könnte und kommt dann ins Seuchenlabor."

Interessant war auch, dass sie bis dahin an Bord keine Leichen gefunden hatten.

Das änderte sich als sie den ehemaligen Torpedoraum, nun Lagerraum, im Heck des U-Bootes öffneten.

Dort fanden sie insgesamt 14 Leichen die in die Leichenhalle an Bord der Anoth wanderten zur späteren Übergabe.

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Eine Stunde später

Seuchenlabor an Bord der Anoth

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Anoth war dabei den Erreger zu Analysieren. Außerdem hatte er bereits eines dieser merkwürdigen Nagetiere Seziert um herauszufinden wie sie in der Lage waren dieses EM Feld zu erzeugen.

Währenddessen las er sich quer durch die Aufzeichnungen der verschiedenen Experimente die sie da an Bord gemacht hatten und digitalisierte die Daten.

Er fand ziemlich schnell heraus das Salzwasser in der Lage war das EM Feld empfindlich zu stören. Wenn auch nur für kurze Zeit. So stand es in den Akten und auch Anoths eigenes Experiment bestätigte die Daten.

Am Ende brauchte Anoth fast zwei Tage um eine Behandlung zu finden. Eine Impfung dagegen hatte er schon wenige Stunden später fertig.

Eine Impfung alleine half aber den bereits Infizierten nicht weiter. Eine Impfung war immer Prophylaktisch und war effektiv ein Training fürs Körpereigne Immunsystem. So dass das Immunsystem sagen konnte wenn es mit den besagten Erreger zu tun bekam: "Oh hallo dich kenn ich doch schon und ich weiß auch wie ich dich wieder los werde!".

Antikörper würden auch funktionieren denn die hefteten sich an das Virus selbst an und verhinderten so, dass dieses andere Zellen befallen konnten.

Ob das alleine allerdings für die Behandlung einer bereits erkrankten Person ausreichte?

Anoth war sich da nicht ganz so sicher.

Deshalb musste für die Behandlung selbst was anderes her.

Nun, fast zwei Tage später hatte er das was er dafür brauchte.

Hochentwickelte Seraphimianische Medizintechnologie sei Dank.

Ohne sie hätte es um einiges länger gedauert.

Damit war der erste Schritt abgeschlossen.

Jetzt mussten sie nur noch die infizierten Schiffe finden.

Das konnte nicht allzu schwer werden.

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Einige Zeit später

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Aber noch bevor sie auf die Suche nach den befallenen Schiffen gehen konnten erreichte ihnen ein Notruf von einen Mobilen Ozean Kaufhaus.

"Eingehender Notruf. Es kommt von der Shinbashi." Meldete Kendra.

"Daten der Shinbashi." Verlangte Anoth.

"Die Shinbashi ist ein Ozean Kaufhaus. Das Schiff ist ein umgebautes Liberty Ship. 14.000 Tonnen. Nach der Letzten Meldung befinden sich Fünf, Fünf, Zwei Seelen an Bord." Meldete Kendra.

"Ihre Position und aktuelle Situation?"

"Sie sind in der Nähe von Falalop Island auf Grund gelaufen. Momentan haben sie schwere Backbordschlagseite und mindestens Zehn Verletzte. Es werden auch Leute im Wasser gemeldet. Die Harekaze hat bereits geantwortet und ist auf den Weg dorthin."

"Kurs auf Falalop Island, Höchstgeschwindigkeit."

"Die Harekaze wird dort vor uns eintreffen."

"Das passt mir sogar ziemlich gut in den Kram."

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Knapp eine Stunde später

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Tatsächlich war die Harekaze vor ihnen angekommen. Aber das war auch nur von Vorteil. Denn was Anoths Sensoren aufzeigten von der Shinbashi war das das Schiff kurz davor war in zwei Teile zu zerbrechen.

Außerdem zeigten seine Sensoren schwere Maschinenschäden an Bord der Shinbashi auf. Anscheinend hatte es dort wohl auch einen Brand gegeben den die Crew allerdings hatte löschen können.

Ohne Antrieb und das mitten in einen Sturm wurde das Schiff zu einem Spielball der Wellen die sie dann auf die Unterwasserklippen getrieben haben ohne dass die Crew etwas dagegen hätten tun können.

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An Bord der Harekaze

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Akeno, der Captain der Harekaze, war nahezu im voll Panik Modus.

Da war ein absolut gewaltiges Schiff über den Horizont gekommen.

Größer als alles was sie je gesehen hatte.

Sie starrte auf das Schiff und merkte erst als eines der anderen Mädchen An Bord auf ihre Schulter tippte, dass sie verlangt wurde am Funkgerät.

Nahezu wie eine Maschine stolperte sie herüber zu dem an der Wand hängenden Telefon das mit dem Funkgerät verbunden war.

Wenige Momente später entspannte sie sich als sie im Funkspruch hörte, dass das riesige Schiff nur ebenfalls auf den Notruf reagiert hatte und ihnen zur Hilfe geeilt war.

Kurz darauf entschloss sich Akeno das sie die Hilfe sehr gut brauchen konnten und sendete einen kurz gefassten Bericht über das was sie bereits wussten.

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Zurück zu Anoth

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Anoth kam in einigen Abstand zur Insel zum Stillstand und begann umgehend damit kleinere Schiffe auszusetzen die sehr viel näher an die verunfallte Shinbashi herankamen.

Parallel starteten mehrere schwere Transport Helikopter von Anoths Deck.

Er konnte jetzt schon sagen, dass das Schiff eine tickende Zeitbombe war.

Es lag nur auf einer kleinen Felsnase neben der es fast drei Kilometer senkrecht in die Tiefe ging und der Riss im Rumpf wurde immer größer. Dem noch nicht genug waren noch immer mehrere hundert Leute an Bord des Wracks.

Jetzt war es ein Kampf gegen die Zeit.

Die Harekaze hatte es indessen geschafft längsseits zum deutlich größeren Liberty Ship zu gehen und nahm nun Leute direkt auf. Das beschleunigte die Evakuierung.

Während Anoths Helikopter damit beschäftigt waren die Leute die von Bord gesprungen waren aus dem Wasser zu fischen.

Das Wasser war hier zwar recht angenehm warm damit war eine Unterkühlung so schnell nicht möglich. Wirklich helfen tat dir das aber auch nicht wenn du nicht schwimmen kannst oder zu erschöpft bist um weiter zu schwimmen.

Anoth hatte indessen das Wrack erreicht und war an Deck gesprungen.

"Wo ist der Captain?" fragte er. Woraufhin einer der Passagiere in dessen Richtung zeigte. Anoth Marschierte umgehend herüber zu ihm. "Sind sie der Captain dieses Schiffes."

Genau in dem Moment ging ein Ruck durch das Schiff der stark genug war das sich alle auf den Boden wiederfanden.

"Nicht gut." Meinte Anoth.

"Was bedeutet das?" fragte eines der Mädchen welches sich noch nicht hatte vorstellen können.

"Das bedeutet, dass der Riss im Schiff größer wird und dass diese Nussschale in wenigen Minuten auseinanderbrechen wird." War Anoths knappe Antwort. "Und ihr seid?"

"Munetani Mashiro. Ich bin der XO der Harekaze."

"Und ich bin Wilhelmina Braunschweig Ingenohl Friedeburg. Ich bin der XO der Admiral Graf Spee."

"Okay." Gut. Damit wendete er sich den Captain der Shinbashi zu. "Status der Evakuierung?"

"Die meisten Personen an Deck wurden Evakuiert aber wir haben noch Personen die Unterdeck in den Wohnquartieren festsitzen."

"Kendra!"

"Schon Unterwegs!" kam es von der Sirenen Kitsune zurück die alles mit angehört hatte.

"AR-Team und Team DEFY, ihr helft bei der Evakuierung der letzten Leute die sich noch an Deck befinden. Wenn nötig tretet ihnen in den Arsch!"

"Sollen wir auch Unterdeck suchen?" fragte M16A1.

"Nein. Die Sirenen können Unterwasser atmen. Ihr könnt das nicht. Und ich habe keine Ahnung wie lange dieses Wrack noch in einen Stück bleiben wird." Dann wendete er sich den XO der Harekaze und der Spee zu. "Fragt bei den Leuten nach ob sie noch jemanden vermissen. Wir müssen herausfinden ob wir alle von Bord bekommen haben."

"Geht klar." Damit rannten sie weg.

Wieso muss ausgerechnet jetzt mein verdammter Lebenszeichen Scanner eine Fehlfunktion haben? In Fakt ich kann die Lebenszeichen um mich herum nicht einmal spüren. Liegt das an diesen dämlichen Rattenviechern? Sowas passiert natürlich immer dann wenn du es nicht gebrauchen kannst. Anoth seufzte. Dann eben auf die Althergebrachte Art und Weise.

Es war nur wenige Minuten später als ein weiterer Ruck durch das Schiff ging dicht gefolgt von noch einen und dann noch einen.

"Es ist soweit. Es bricht auseinander. Alle runter! Sofort!"

Momente später waren sie an Bord der Harekaze dessen Crew bereits dabei war die Leinen zu kappen die sie noch mit dem sinkenden Schiff verband.

Dann erreichte Anoth die Meldung, dass der XO der Harekaze noch immer an Bord des Wracks war um nach einen vermissten Kind zu suchen.

Kaum hörte er das sprang Anoths ins Wasser und tauchte hinüber zum Wrack parallel dazu nahm er telepathisch Kontakt zu Kendra auf. 'Kendra, der XO der Harekaze muss noch irgendwo an Bord sein.'

'Scheiße!' fluchte Kendra. 'Was macht die da? Wir sollten das Schiff durchsuchen! Es ist zu gefährlich für einen Menschen!'

'Sie sucht anscheinend nach einen vermissten Kind.'

'Na wunderbar. Hoffen wir mal, dass wir sie schnell finden.'

'Ja. Denen läuft nämlich nun die Zeit davon.' Meinte Anoth der nun unterhalb des Wracks in Position ging. Aber ich kann euch noch ein wenig mehr Zeit geben.'

Damit nahm Anoth die Form eines massiven Wasserdrachen an und nutzte nun seine enorme Form um das inzwischen gekenterte Schiff noch eine Weile länger an der Oberfläche zu halten. Zumindest die eine Hälfte davon. Die andere war bereits auf den Weg zum Meeresboden.

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Im Wrack

Mit Kendra

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Kendra tauchte durch den nun auf den Kopf stehenden Ladenbereich des Schiffes durch.

Wo bist du Mädchen?

Das ganze Wrack ächzte und keuchte. Es war sehr klar, dass Das Schiff hochgradig instabil war. Wenig später spürte sie wie Anoth sich unter dem Wrack stemmte und es stabilisierte. Zumindest vorerst.

Dann sah sie aus den Augenwinkeln wie sich etwas in einen Supermarkt bewegte.

'Da ist sie ja.' Sie schwamm herüber zur Glastür. Das war Spezialglas das nicht so leicht zu durchbrechen war. Damit aktivierte Kendra kurzerhand ihre Rigging und brannte mit einem kontrollierten Plasmastrahl ein Loch durch das Glas.

Kaum war das Loch groß genug schwamm sie hindurch nur um hinter sich ein Krachen zu hören als Teile der Decke einstürzten.

Den Weg komme ich nicht mehr zurück. Ich brauche eine Alternative Route. Dachte sie als sie den Schaden kurz beäugte. Dann hörte sie hinter ihr noch etwas.

Ein knistern.

Feuer.

Es war Feuer an Bord.

Jetzt wurde nicht nur die Zeit knapp jetzt wurde ihnen auch noch rapide die Luft zu Atmen knapp. Nicht nur durch das Feuer selbst das schon unnötig Sauerstoff verschlingt sondern auch durch die giftigen Gase die dieses produzierte.

"Denk Mädchen denk." Flüsterte sie zu sich selbst. Als sie sich umschaute fand sie eine Unterwasser liegende Tür.

Das könnte funktionieren…. Wenn… sie tauchte ab und auf der anderen Seite der Tür die sie entdeckt hatte wieder auf. Eine Luftblase. Das wird uns zumindest vom Feuer abtrennen. Damit tauchte sie wieder zurück. Das andere Mädchen hatte sie vorher noch nicht bemerkt.

"Bist du der XO der Harekaze? Mashiro Munetani?" fragte sie.

"Ja, die bin ich?" Sie war ein wenig unsicher wegen der Frage.

"Gut, dann habe ich dich gefunden. Wir können hier nicht bleiben. Kannst du tauchen?"

"Ja. Aber was ist mit…" Mashiro deutete auf das Kleine Kätzchen bei ihr.

Das war Tamonmaru. Und der Grund warum sie hier war. Zu Anfang hatte Mashiro gedacht es handele sich um ein vermisstes Kind. Es war stattdessen eine junge Katze.

"Die ist ja niedlich." Kendra schüttelte ihren Kopf um wieder zurück zum Thema zu finden. "Das wird kein Problem sein."

Kendra erschuf eine kleine Blase aus Wasser in der sie Tamonmaru steckte. Die hielt zwar nicht lange enthielt aber genug Luft für zumindest einige Minuten.

Am Ende konnte Mashiro kaum mehr sagen was in den nächsten Sekunden geschah. Sie konnte kaum mehr atmen und spürte dann nur noch wie eine starke Hand nach ihr Griff und sie hinter sich herzog. Sie spürte noch wie sie die Luft anhielt und dann wusste sie nur noch wie sie wieder auftauchten auf der anderen Seite.

'Ich brauche deine Hilfe Anoth.' Schickte sie telepathisch.

'Wenn ich dich richtig Orte müsste sich etwa 15 Meter den Flur herunter ein Aufzug befinden. Der Schacht sollte euch sehr nah an den Rumpf bringen. Danach werdet ihr dann durch einige Wartungsgänge weitergehen müssen um zum Rumpf hochzukommen.'

Kendra schaute sich um Ihre Fähigkeiten in den nahezu stockdunklen Gang zu sehen, der nur ganz leicht durch die Notbeleuchtung, die alles andere als Stabil leuchtete und deren Lampen nun auch Unterwasser lagen, beleuchtet wurde, es ihr erlaubte die Fahrstuhltüren zu entdecken.

'Ich sehe die Türen.' Meldete sie zurück. Kurz darauf begann sie die Türen aufzubrechen. Die Türen leisteten Tapfer wiederstand waren aber letztendlich der sehr viel stärkeren Sirene nicht gewachsen. 'Keine Leiter.' Meldete sich Kendra kurz darauf zurück als sie sich kurz umgeschaut hatte. 'Außerdem sieht es so aus als ob die Gondel sich über mir verkantet hat.'

'Zu gefährlich. Die Gondel kann jeden Moment abstürzen.'

'Haben die nicht bremsen für diesen Fall.'

'Ja haben sie. Die sind aber dafür ausgelegt die Gondel zu stoppen wenn sie richtig herum hängt. Das Schiff liegt aber auf den Kopf daher würde ich auf diese Bremsen gar nichts setzen. Sie sind einfach nicht für so einen Fall konzipiert…Moment.' Es dauerte einige Momente ehe sich Anoth erneut meldete. 'Da ist ein weiterer Aufzug einige Meter von euch entfernt. Sieht wie ein Lastenaufzug aus. Biege den Nächsten Gang nach rechts ab und dann in Richtung Küche. Der Lift sollte sich im hinteren Warenbereich befinden. Er bringt euch in die Nähe der Lagerräume von dort aus nehmt ihr dann Wartungsgang 7B. Der Führt euch genau zu der Öffnung die die anderen bereits dabei sind in den Rumpf zu schneiden.' Das Schiff gab einen plötzlichen Ruck und Kendra konnte hören wie die Aufzuggondel die oben im Schacht saß sich leicht bewegte. 'Ich weiß nicht wie lange ich das Schiff noch halten kann. Der Fels hier ist sehr porös und hat begonnen nachzugeben. Ihr habt nicht mehr viel Zeit.'

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Zu Anoth

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Anoth blickte besorgt auf seine Klauen. Der Fels in den er sie geschlagen hatte war alles andere als Stabil und begann unter seinen Klauen weg zu bröseln. Im Augenblick war er der einzige Grund warum das gut 8.500 Tonnen schwere Teilstück des Schiffes noch nicht gesunken war.

Er fragte sich allerdings nun ernsthaft wie lange das noch so bleiben wird.

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Zu Kendra

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Kendra folgte Anoths Anweisungen musste dabei allerdings einiges an umgestürzten und heruntergefallenen Gerümpel aus dem Weg räumen. Dann fand sie tatsächlich den Schacht. Auf den Weg dorthin mussten sie quer durch die Küche des Schiffes hindurch. Hier hatten sich die schweren Edelstahlregale und Maschinen aus ihren Verankerungen gelöst und waren hinuntergefallen.

Das war eigentlich zu erwarten. Diese Geräte waren zwar mit den Boden verschraubt allerdings war diese Verschraubung nur dafür gedacht sie bei schweren Seegang an Ort und Stelle zu halten. Nicht aber wenn das Schiff kenterte diese an der nun Decke zu halten. Dafür waren sie einfach nicht ausgelegt.

Nach einigen kleineren Problemen hatten sie dann endlich den gesuchten Schacht erreicht und als Kendra in den Schacht blickte war sie froh festzustellen, dass der Aufzug nun am untersten Ende des Schachtes lag. Er war offensichtlich abgestürzt als das Schiff sich entschied einen Kopfstand machen zu müssen.

Ein Blick zur Seite offenbarte das auch dieser Schacht über keine Leiter verfügte.

"Was nun?" fragte Mashiro.

"Wir klettern."

"Ohne Leiter?"

"Ohne Leiter." Bestätigte Kendra. "Rauf auf meinen Rücken und gut festhalten."

Kurzentschlossen steckte Mashiro das kleine Kätzchen in ihren Pullover so, dass der Kopf des Kätzchens ihr vorne aus den Kragen guckte und kletterte dann Kendra auf den Rücken.

Mashiro spürte sehr schnell darauf die unglaubliche körperliche Kraft der Sirene die sie trug. Denn mit einigen wenigen Sprüngen waren sie schon am oberen Ende des Schachtes.

'Die Tür zu den Lagerräumen ist komplett verzogen. Keine Chance die zu öffnen.' Schickte sie telepathisch zu Anoth als sie die Aufzugstür sah und die dahinter hinuntergefallenen… Was auch immer das War was da nun alles vor der Tür lag. Außerdem war sie sehr schwer verbogen.

'Links von dir sollte sich ein Lüftungsschacht befinden. Dieser sollte euch direkt in die Lagerräume bringen.' War Anoths Antwort die nur Sekunden später kam. Er hatte schon mit so etwas gerechnet. Bei solchen Vorfällen lief es nie so wie geplant also hatte er schon von Anfang an nach Umgehungsrouten Ausschau gehalten.

Es dauerte ein paar Sekunden ehe Kendra den Zugang zu dem Lüftungsschacht entdeckte.

'Ich sehe ihn.' Sie hangelte hinüber zu dem Lüftungsschacht der leicht unter ihr und links von ihr lag. Kaum war sie über den Lüftungsschacht griff sie nach einem naheliegenden Stahlträger und befand sich kurze Zeit später genau auf Augenhöhe mit dem Luftschacht. Mit einer Hand hielt sie sich am Stahlträger fest während sie mit der anderen nach den Gitter griff welches den Schacht abdeckte und dieses von der Öffnung des Schachtes riss nur um es dann einfach den gefluteten Schacht hinunterfallen zu lassen. Ein klatschen verriet das das Gitter ins Wasser gefallen war.

"Du zuerst." Sagte Kendra die nun so vor den Schacht hing das Mashiro hineinklettern konnte. Das schaffte Mashiro dann auch nach einigen kleineren Problemen. Dicht gefolgt von Kendra selbst.

Auf den Weg durch den Schacht blieb ein Teil von Mashiros Uniform an einigen unsauber verarbeiteten Nieten hängen und Mashiro hatte Probleme das wieder frei zu kommen.

Kendra wissend, dass ihnen die Zeit nun rapide davon lief, griff ein und mit einen Geräusch von reißendem Stoff war das Teil wieder frei.

"Warum-?" fragte Mashiro überrascht bevor Kendra sie direkt unterbrach.

"Das war nur ein bisschen Stoff und ist sehr leicht zu ersetzen. Dein Leben dagegen ist das nicht."

Mashiro konnte nicht wirklich was gegen dem sagen und nickte nur bevor sie weiter kroch.

Wenig später hatten sie das Ende des Luftschachtes erreicht.

"Da ist ein Gitter drüber." Stellte Mashiro fest.

"Tret es einfach weg!"

Gesagt getan. Der Schacht war groß genug das Mashiro sich so drehen konnte das ihre Füße auf das Lüftungsgitter zeigten. Einige wenige Tritte später gab dieses mit einen knacken nach.

Kurz darauf waren beide im Wartungsgang.

"Hier lang!" deute Kendra und führte nun Mashiro zum ausgemachten Punkt. Als sie um die nächste Kurve dann kamen konnten sie bereist das Licht sehen. Das Licht stammte vom Funkenflug der Schweißbrenner die sich durch den Stahl brannten.

Wenig später fiel eine Stahlplatte hinunter in den Gang.

"Da seid ihr ja." Rief eine der anderen Sirenen die draußen stand und sprang hinein ins Schiff. Wenig später waren alle drei auf dem Rumpf des Schiffes.

"Sonst noch jemand da unten drin?" fragte die andere Sirene Kendra.

"Nein." War ihre knappe Antwort. "Alle in die Boote!" befahl Kendra direkt darauf. Jeder konnte spüren wie das Wrack nun immer instabiler wurde als der Fels den Anoth benutzte um sich festzuhalten immer mehr nun nachgab. 'Wir sind vom Schiff.' Meldete Kendra schließlich an Anoth.

Sie bekam keine Verbal Antwort zurück. Das war auch nicht nötig denn nun konnte jeder von ihnen sehen wie das abgebrochene Teilstück mit rapider Geschwindigkeit begann zu sinken.

Wenig später erschien Anoth in seiner Menschlichen Form neben den Boot und kletterte hinein.

"Das war viel zu knapp." Sagte Anoth mit einen seufzen als er herüberblickte zum Wrack das gerade unter den Wellen verschwand.

Dann meldete seine Radar das schnelle näherkommen von einen Luftschiff gefolgt von mehreren Littoral Combat Ships. Es waren die Blue Mermaids.

"Besser spät als nie." Meinte Kendra.

"Ja. Wir werden auf der Harekaze auf sie warten."

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Eine Stunde später

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Anoth unterhielt sich mit der Anführerin der Blue Mermaids die vor einigen Minuten angekommen waren und begonnen hatten die geretteten (die schlimmste Verletzung war ein gebrochener Arm), auf ihre Schiffe umzuladen.

Ihr Name war Sumire Kishima.

Sumire Kishima war die Anführerin der Rapid Response Security Fleet (RRSF) und sie war sehr daran interessiert was Anoth ihnen erzählte.

Überrascht wurde Anoth allerdings davon das Sumire ihm erzählte, dass die Flagge der Seraphim ihnen sehr wohl bekannt war. Die Story davon allerdings ging schon fast 2.000 Jahre zurück und war eine Geschichte für ein andermal. Er war wohl nicht der erste der Seraphim der hierhingekommen war. Soll vorkommen.

Noch überraschter allerdings war Sumire als sie sich nur wenige Minuten später in einer Beobachtungslounge über den Hangar wiederfand wo das geborgene U-Bootwrack sich drin befand.

"Und dieses U-Boot ist für all das verantwortlich was hier im Moment gerade geschieht?" fragte Akeno Misaki. Sie war der Captain der Harekaze. Mit ihr waren auch Mashiro und Wilhelmina "Mina" sowie Sumire Kishima.

"Naja, nicht das Boot an sich sondern das was sie dort an Bord gemacht haben." Antwortete Anoth. "Wir haben diverse Unterlagen sicherstellen können. Die befinden sich da auf den Tisch. Sowie drei der Kreaturen die sie dort geschaffen hatten. Ich habe sie in spezielle Isolationsboxen gesperrt, da sie ein EM Signal absenden das alle Elektronik die sie umgibt stört." erklärte Anoth als er die drei Boxen hervorhob die doch etwas merkwürdig aussehen. Sowie einige andere Signale die auch einige meiner Sensoren und Fähigkeiten komplett verwirren und unbrauchbar machen. Dachte er noch bei sich sagte es aber nicht laut.

"Das sind doch…" Akeno glaubte kaum was sie da sah. "Das sind die gleichen Wesen die auch wir gefunden haben."

"Gefunden?"

"Wir fanden eines von ihnen in einer Art Tiefkühlbox die wir an Bord genommen hatten."

"Wurde jemand von deiner Crew infiziert oder zeigte plötzlich eine ungewöhnlich hohe Aggressivität?" fragte Anoth als nächstes.

"Ja. Shima Tateishi. Sie ist Chief Artillerie Officer an Bord und eigentlich immer sehr ruhig und leise. Aber plötzlich wollte sie alles angreifen und hat sogar das Feuer auf zwei Versorgungsschiffe eröffnet mit einer der Waffen der Harekaze. Mina-chan konnte-"

"Mina-chan?"

"Wilhelmina."

"Verstehe. Fahr fort."

"Also Mina-chan konnte sie einholen und sie irgendwie über Bord und ins Wasser werfen. Zum Glück wurde sie von den hohen Wellen wieder zurück an Bord befördert."

"Was ist danach Passiert?"

"Shima war wieder ihr altes selbst. Auch die leuchtenden roten Augen waren verschwunden."

"Leuchtende rote Augen?"

"Ja. Als sie so aggressiv geworden war hatte sie leuchtende rote Augen. Danach nicht mehr."

"Interessant. Was ist danach mit dem Nagetier geschehen?"

"Wir haben dieses zur Analyse an unsere Schiffsärztin gegeben. Minami Kaburagi. Sie hat einen Antikörper gegen das Virus entwickelt."

"Diesen Antikörper würde ich mir gerne mal ansehen."

"Warum?" fragte nun Sumire Kishima.

"Weil ich ein eigenes Präparat zur Behandlung von bereits infizierten sowie einen Impfstoff und auch einen Antikörper entwickelt habe. Die Daten bekommt ihr natürlich ebenso mit."

"So schnell?"

"Die Medizinische Technologie an Bord dieses Schiffes ist wortwörtlich mehrere Millionen Jahre der euren voraus. Ja, da geht das so schnell." Antwortete Anoth. "Wie gesagt ihr bekommt alle Daten über die Medikamente und den Antikörper die wir gefunden haben. Außerdem übergebe ich euch auch das Wrack des U-Bootes wenn ihr einen Frachter besorgt der es transportieren kann. Ach und bevor ich es vergesse, in meiner Leichenhalle befinden sich auch die Leichen der Besatzung des U-Bootes die wir haben bergen können. Aber Vorsicht zwei davon sind mit den Virus konterminiert und entsprechend gekennzeichnet."

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Zwei Tage später

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Tatsächlich schafften es die Blue Mermaids innerhalb einiger weniger Stunden einen Frachter zu organisieren der groß genug war um das U-Boot Wrack zu transportieren. Der brauchte aber dennoch ein wenig um anzukommen.

Die Verladung lief danach überraschend schnell.

Innerhalb weniger Stunden ruhte das U-Boot Wrack nun im Brauch des Frachters.

Direkt darauf nahm dieses dann, während es von Schiffen der Blue Mermaids begleitet wurde, Kurs auf Yokosuka.

Anoth war sich sicher das wenn die Untersuchungen abgeschlossen waren, wohl mehrere Dutzend Menschen für eine sehr lange Zeit die Luft von außen nur noch gefiltert einatmen werden würden in ihren Zellen.

Aber das waren sie letztendlich selber schuld.

Mitleid hatte Anoth keines.

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Mehrere Tage später

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Es war die Harekaze die das "Glück" hatte auf eines der Infizierten schiffe als erstes zu stoßen. Es war ein Kongou-Klasse Schlachtschiff. Genauer gesagt die Y-102 Hiei.

Bei ihr konnte Akeno zeigen das sie den Posten als Captain mehr als verdient hatte denn sie schaffte es die Hiei bei der Chuuk Lagune so zu manövrieren das die Hiei schließlich auf einer Sandbank auflief und geentert werden konnte.

Sie hatte überraschend nur geringe Schäden am Rumpf erlitten. Dennoch würde sie zumindest für eine Weile ins Trockendock müssen.

Das war aber am Ende ein eher kleiner Preis.

Anoth indessen hatte die Admiral Graf Spee aufgespürt und bereitete sich nun darauf vor das Schiff zu entern.

Auch wenn dieses nun versuchte nun mit Höchstgeschwindigkeit abzuhauen.

So aggressiv wie das Virus die Besatzung machte, sie mussten wohl immer noch einen gewissen Grad an Selbsterhaltungstrieb besitzen wenn sie einen sehr viel gefährlicheren Prädator begegneten.

Es war aber ein aussichtsloser versuch.

Die Spee hatte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 28,5 Knoten. Anoth kam Problemlos auf über 100 Knoten. Die Spee konnte ihm gar nicht entwischen. Und es gab auch nirgendwo wo sie hin rennen konnte denn sie waren auf dem offenen Meer.

Kaum hatte Anoth den nötigen Abstand erreicht aktivierte er einen seiner Traktorstrahlemitter.

Diese Geräte waren Standardausrüstung und wurden in diversen Bereichen des Schiffsbetriebs eingesetzt. In diesen Fall allerdings um ein anderes Schiff einzufangen.

Währenddessen feuerte die Spee unablässig mit ihren Achtergeschützen auf Anoth.

Es war ein sinnloser versuch. Seine Schilde hielten den Beschuss ohne jede Probleme Stand.

"Wenn ihr durch meine Schilde kommen wollt braucht ihr ein paar stärkere Kanonen als die die ihr da habt." Sagte Anoth zu sich selbst während er im CIC stand und aktivierte die Sprechanlage. "Team DEFY und Team Anti-Rain, bereit machen zum entern des Schiffes. Ausrüstung mit Ausschließlich Betäubungswaffen."

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Zu den Entertrupp

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Die T-Dolls waren etwas unsicher mit den Betäubungswaffen. Sie kämpften lieber mit den ihnen zugeteilten. Aber in diesen Fall war das keine Option.

Sie wollten die Crew des Schiffes nicht töten sondern helfen und von dem Heilen was sie Dinge tun lässt die sie sonst nicht tun würden. Und das ging nun einmal nicht wenn sie ein Stück Blei in deren Hirn parkten.

Nachteil der Waffen: Diejenigen die davon getroffen werden haben nach den wieder aufwachen die Mutter aller Kopfschmerzen für die nächsten ein bis zwei Stunden.

Das war immer noch besser als tot zu sein.

Inzwischen waren die beiden Schiffe nur wenige Meter noch voneinander entfernt und Anoth aktivierte eine Hartlichtbrücke worüber die neun Mitglieder der beiden Teams hinüber auf das andere Schiff rannten wo sie augenblicklich von der befallenen Crew angegriffen wurden.

Keine der neun hatte irgendeine Probleme die befallene Crew ins Lala Land zu schicken während Anoth einige seiner Katzen aus der Schattenebene ließ damit diese Jagd machen konnten auf die Schädlinge an Bord (Aka, die merkwürdigen Kreaturen).

Das EM-Feld von dem Schiff sagte mehr als genug denn Anoth hatte festgestellt das das EM-Feld der befallenen Menschen leichte Unterschiede zu dem der Kreaturen aufwies. Und nach seinen Sensoren zu Urteilen mussten mindestens vier dieser Viecher an Bord der Spee sein.

Um dieses EM-Feld für die Dolls ungefährlich zu machen trugen diese mobile Schildgeneratoren die das Feld komplett blockierten.

Das Neutralisieren der Crew entpuppte sich als extrem einfach für die neun Elite T-Dolls. Denn die Crew benahm sich mehr wie aggressive Tiere als was anderes und griff ohne jede Taktik an.

Nicht einmal 10 Minuten nachdem die Dolls das Schiff betreten hatten meldeten sie das die Komplette Crew bewusstlos war und in Gewahrsam.

Nur knapp 30 Minuten später meldeten sich auch Anoths Katzen zurück. Die hatten das letzte der Nagetiere an Bord gefunden und getötet.

Das konnte Anoth bestätigen denn das EM-Feld der Nagetiere war verschwunden und das EM-Feld der befallenen Menschen war nun deutlich schwächer.

Ein kurze Behandlung mit Meerwasser später um das EM-Feld zu beseitigen und Anoth teleportierte alle Mitglieder der Crew hinüber auf die Krankenstation der Anoth wo sie umgehend behandelt wurden.

Das war nun zwei Tage her. Seit dem führte er unaufhörlich Scans durch um sicherzustellen, dass er nichts übersehen hatte.

Bei einen dieser Scans fiel ihm dann auch irgendwas Merkwürdiges auf, wo die Kerne der Nagara Klassen gelagert worden waren bevor er diese kurz vor der Abreise an Gunzou übergeben hatte.

Warum entdeckte er die erst jetzt?

Wenig später stand Anoth in den besagten Raum und blickte sich um.

Als er das Blech was den direkten Blick versperrte demontiert hatte glaubte er nicht was er da sah.

Vier Union Cores.

Er konnte sie sogar Identifizieren.

Takao.

Haruna.

Kirishima.

Und Hyuuga.

Aber wie war das möglich?

Er hatte sie in der anderen Dimension gelassen. Wie….

Anoth seufzte.

Er hatte bereits eine Ahnung was die vier gemacht hatten.

Kurzentschlossen aktivierte Anoth erst einmal Takaos Kern.

Es dauerte einige Minuten ehe sich Takaos Mentalmodell sich vor ihm aufbaute. Kaum war das abgeschlossen schaute sie sich um bevor sie fror als sie Anoths Gesicht erblickte.

"Ähm… Ich kann das erklären?"

Anoth sagte gar nichts sondern hob nur eine Augenbraue gegenüber dem Mentalmodell der Nebelflotte.

Sekunden später aktivierten sich auch die anderen drei Mentalmodelle. Kaum hatten sich Kirishima und Haruna vollständig geformt und hatten Anoths nicht amüsierten Gesichtsausduck gesehen deuteten diese auf Hyuuga.

"Das war ihre Idee!" riefen sie im Chor und versteckten sich direkt darauf hinter Takao.

Nun fiel Anoths Blick auf Hyuuga und nach seinen Gesichtsausdruck zu Urteilen erwartete er nun von ihr eine Antwort zu hören.

Es stellte sich heraus das Hyuuga auf die Idee gekommen war als sie ihre Schiffsform wiederhergestellt hatte. Sie fand eine Option ihren eigenen Kern zu kopieren und damit eine Kopie von sich selbst herzustellen und entschied sich dann kurzerhand dieses zu nutzen.

Anoth glaubte ihr nicht.

Zumindest nicht alles was sie da gesagt hatte.

"Deine A.I. hat da vielleicht ein wenig…" fing Hyuuga an bevor Anoth einfach nur seufzte.

Anoth schlug sich die Hand ins Gesicht.

Natürlich würde sie so etwas tun.

Er konnte seine persönliche A.I. bereits leise kichern hören.

"Sephina~?" Anoth klang ein wenig erbost was die A.I. die die Form eines weißen Drachen angenommen hatte digital Schlucken ließ. "Hast du wirklich was damit zu tun~?"

Sephina musste digital schlucken bevor sie mit einen mickrigen ja antwortete.

"Du weißt… Eigentlich bin ich noch nicht einmal Böse. Aber ich werde dich für die nächsten drei Tage die Zahl Pi berechnen lassen für das hier. Und ich erwarte mindestens 145 Billionen Stellen. Verstanden?"

Sephina seufzte als Antwort und begann mit den Berechnungen. Sie wusste, dass sie das verdient hatte.

Danach packte er Hyuuga an ihren nun sehr realen Katzenohren und zog sie zu sich heran. "Du einfallsreiches kleines Kätzchen." Damit umarmte Anoth sie. Was Hyuuga nur Momente später erwiderte. Der leichte Schmerz an ihren Ohren schon vergessen.

Wenig später schlossen sich die anderen drei der Umarmung an.

"Ich freue mich euch vier wiederzusehen." Damit löste er die Umarmung. Alles Weitere wurde unterbrochen als er eine Meldung erhielt.

Die Harekaze war eingetroffen.

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15 Minuten später

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Es war schön zu sehen wie sich der Captain der Spee, die im Übrigen über einen Kopf kleiner war als ihr XO, und ihr XO sich umarmten.

Anoth hatte die komplette Crew aus seiner Obhut mittlerweile entlassen. Das Medikament und auch die Antikörper hatten sehr schnell gewirkt und der Virus war in ihren Körpern nicht mehr nachweisbar.

Auch gab es keine Nebenwirkungen die er beobachten konnte.

Anoth war sehr froh über diese Ergebnisse.

Der Name des Kapitäns der Spee war Thea Kreutzer und sie bedankte sich herzlich bei Anoth und auch bei den T-Dolls die darüber mehr als nur ein wenig überrascht waren.

Allerdings sehr im positiven Sinn.

Denn wirklich gedankt wurde ihnen sonst nie. Ihre "Commander" sorgten dafür. Denn was die als "Belohnung" ansahen sahen andere eher als etwas wofür die ins Gefängnis gehören sollten.

Aber am überraschten waren die ehemaligen Sangvis Ferri Dolls als sie ihnen ebenfalls dankten. Sie waren nämlich diejenigen die sie auf der Krankenstation versorgt hatten.

Sie fanden diesen Wechsel sehr erfrischend. Es war schön zu wissen, dass ihr Einsatz wertgeschätzt wurde.

Eine der Brutes war sogar den Tränen nahe. Denn das einige was sie erwartet hatte jemals zu bekommen war eine Kugel in den Kopf. Nicht so etwas.

Am Ende bedankte sich die Besatzung der Spee mit einen Festmahl an Bord deren Schiffes das im Augenblick an einen der ausfahrbaren Andockpunkte von Anoths rechten Seitenrumpf festgemacht hatte.

Die Harekaze hingegen erhielt einige notwendige Reparaturen. Da hatte sich ein Riss im Bug gebildet durch einen Zufallstreffer der Hiei der dringend abgedichtet werden musste sowie noch einige andere Kleinigkeiten.

Außerdem wurden beide Schiffe mit Versorgungsgütern versorgt.

Vor allen bei der Spee war das nötig. Weniger bei der Harekaze die kurz nach der Begegnung mit der Hiei noch Versorgungsgüter erhalten hatte.

Am Ende blieben die Spee und die Harekaze fast einen ganzen Tag ehe beide Schiffe wieder ablegten und ihre Fahrten fortsetzten.

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Mehrere Tage später

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Die Musashi war noch immer verschwunden.

Anoth hatte ihren letzten bekannten Kurs hinaus auf den Pazifik gefolgt und dabei auch Aufklärungsflugzeuge aufsteigen lassen.

Ergebnislos.

Das lief nun schon seit mehreren Tagen so.

Zumindest hatte Anoth in der Zeit ein wenig mehr mit seiner Schiffsform zu experimentieren können.

"Nichts." Murmelte Anoth der im CIC saß und auf den Hauptmonitor an der Wand starrte. "Als wenn sie einfach verschwunden ist."

"Denkst du, dass sie einen ganz anderen Kurs eingeschlagen hat?" fragte Ahri.

"Muss schon bald. Ansonsten hätten wir sie schon längst finden müssen."

Erst mehrere Stunden später erhielten sie Gewissheit.

Die Musashi hatte direkten Kurs auf Tokyo genommen. Die Blue Mermaids hatten sich ihr schon entgegengestellt. Dabei wurden drei der Schiffe komplett bewegungs- und kampfunfähig gemacht und ein viertes war nur noch in der Lage mit einer Geschwindigkeit von sechs Knoten zu fahren.

Hinzu kam das Anoth zu weit weg war um zu helfen.

Dennoch nahm auch er mit voller Kraft Kurs auf Tokyo.

Währen es Terroristen gewesen die das Schiff eingenommen hätten, hätte Anoth seine Bomber geschickt und die Musashi komplett zerlegt. Das waren aber Schulmädchen die da drauf waren die nur zu einer Gefahr wurden weil sie von einem Virus infiziert worden waren. Damit war eine Versenkung der Musashi um jeden Pries zu vermeiden und kam höchstens als aller letzte Maßnahme in Betracht.

Am Ende würde Anoth erst zu dem Zeitpunkt eintreffen nachdem die Harekaze die Musashi gerammt hatte und begann mit dem entern des sehr viel größeren Schlachtschiffes wobei Anoth das ganze über seine Aufklärer verfolgte.

Mit der Einnahme der Musashi bremste er ab. Es gab keinen Grund mehr mit Voller Kraft zu fahren. Außerdem war er immer noch über 300 Kilometer von Tokyo entfernt.

"Sie haben es also tatsächlich geschafft." Murmelte Anoth.

"Dann werden wir nicht gebraucht." Meinte Ahri.

"Tja, so kann es auch laufen." Meinte Anoth nur.

Damit drehte Anoth ab. Ein weiteres Eingreifen war nicht mehr nötig. Die Blue Mermaids und mit ihnen auch die Regierung hatten alles was sie brauchten um dieses Virus endgültig zu eliminieren und auch genug Beweise um die Verantwortlichen für lange Zeit hinter Gitter zu schicken.

Noch konnten sie aber nicht gehen.

Die Quantenstörung die das instabile Portal verursacht hatte würde noch für mindestens drei weitere Monate bleiben.

Nervig aber so war es nun einmal.

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Drei Monate später

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Die nächsten drei Monate vergingen ruhig.

Die neuen Mitglieder der Nebel-Flotte hatten ihre Schiffe wiederhergestellt und standen auf ihren Schiffen während Anoth nun alle sechs durch einen weiteren Trainingseinsatz schickte.

Für Yamato und Musashi war das mittlerweile Routine. Für Kirishima, Haruna, Hyuuga und Takao war das noch immer etwas Neues. Aber sie spürten das das Training auch bei ihnen sehr wohl was brachte. Das Training zur See machten sie aber noch immer am liebsten. Das Training an Land war aber auch Teil des Programms und noch so einiges mehr.

Auch das Training der T-Dolls ging weiter. Mittlerweile waren die T-Dolls von Sangvis Ferri nicht mehr das Standard Kanonenfutter was sie vorher waren. Sie konnten mittlerweile mit dem Elite T-Dolls schritthalten.

Sehr zur Freude ihrer ehemaligen Anführer.

Die hatten nämlich auch einiges dazugelernt. Teilweise auf entweder sehr schmerzhafte Art oder auch sehr peinlicher Art.

Wenn man sie heute mit den blassen Nachahmungen verglich die von Sangvis eingesetzt wurden konnte ihnen keine davon, egal ob es sich ums Kanonenfutter oder eine der Anführerinnen handelte das Wasser reichen.

Auch hatte Anoth herausgefunden das alle seiner T-Dolls mehr als genug Rechenleistung in ihren Prozessoren hatten um aus den vorhandenen an Bord befindlichen Nanomaterial Schiffe zu formen.

Team DEFY und AR-TEAM konnten dabei aller höchsten Kreuzer Formen mit einen Gewicht von nicht mehr als 15.000 Tonnen.

Die meisten der Sangvis T-Dolls waren auf Zerstörer (max. 3.500 Tonnen) begrenzt. Mit der Ausnahme vom Jäger-Typ. Durch die erhöhte Prozessorleistung die nötig war für lang Distanz Schüssen konnten sie die Form von Leichten Kreuzern annehmen (max. 7.500 Tonnen). Die Vespid und Ripper Varianten hingegen waren auf Fregatten beschränkt (max. 3.000 Tonnen).

Etwas anders sah es bei den Anführern aus. Sie konnten durchaus die Form von Schlachtkreuzern annehmen (max.25.000 Tonnen).

Mit so einen Ergebnis hatte Anoth nicht gerechnet.

Nun waren sie sehr damit beschäftigt ihre neuen Fähigkeiten auszuprobieren. Vor allen aber die Rigging die ihnen diese Form bot sowie die dazugehörige Feuerkraft.

Anoth ließ auch die T-Dolls und Sangvis-Ferri Dolls in 9 vs. 9 Kämpfen antreten.

Capture the Flag, Deathmatch, Free For All, Assault, Bombing Run, El Presidente, Warfare, Greed, Instagib oder auch Last Man Standing.

Capture The Flag: Nehme die gegnerische Flagge aus der Feindlichen Basis und bringe diese zu deiner eigenen Flagge um zu Punkten. Nur im Team. Mit oder ohne Fahrzeuge.

Deathmatch: Der mit den meisten Kills gewinnt. Auch im Team spielbar.

Free For All: Jeder gegen jeden.

Assault: Zwei Teams. Eines Verteidigt das andere greift an. Das Verteidigende Team muss das angreifende Team davon abhalten seine Ziele zu erfüllen während das Angreifende Team für diese Ziele nur einen begrenzten Zeitraum hat.

Bombing Run: Schnapp die den Ball/Bombe welches sich in der Mitte der Karte befindet und bring sie in die Gegnerische Basis und durch den sich dort befindlichen Ring um zu Punkten. Team mit oder ohne Fahrzeuge.

El Presidente: Schnapp dir den Aktenkoffer und halte ihn so lange wie möglich. Für alle drei Sekunden gibt es einen Punkt. Geht als Team oder auch Free For All.

Warfare: Zwei Basen mit jeweils einem Kern und diverse Energieknoten die eingenommen werden müssen damit der Ken verwundbar wird. Nur Team mit oder ohne Fahrzeuge.

Greed: Für jeden Kill gibt es einen Schädel. Sammle so viele wie möglich und bring sie in die Feindliche Basis. Wenn du getötet wirst lässt du deine gesammelten Schädel Fallen. Nur Team mit oder ohne Fahrzeuge.

Instagib: Wenn du getroffen wirst bist du tot. Im Team oder auch Free For All.

Last Man Standing: Free For All. Jeder hat ein Leben. Der letzte der am Ende noch steht gewinnt.

Besonders beliebt war Last Man Standing, El Presidente und Warfare. Dabei waren beide Teams überraschend ebenbürtig.

Während einiger dieser Trainingseinheiten fand Anoth auch heraus das sich in seiner Datenbank wohl auch Baupläne für einen sogenannten Dummy-Link befanden sowie die Pläne für zumindest eine andere T-Doll.

M82A1.

Das war unerwartet.

Als er tiefer grub und nach Daten suchte von weiteren T-Dolls stolperte er auch über die von:

IDW.

CR-21.

Sowie M500.

Woher kamen die… Seine AI muss sie heruntergeladen haben als er in den Servern von Griffin und Kryuger und 16Labs herumgeschnüffelt hat.

"Sephina~?"

"Ja?"

"Kannst du mir das hier erklären?"

"Ich war neugierig?"

"War das eine Frage oder eine Antwort?"

"Eine Antwort?"

"…"

"…"

"…"

"…"

"Warum hast du die Pläne für die hier heruntergeladen?"

"Äh…."

"Sehr hilfreich."

"Ich wollte sehen wie IOP die regulären Dolls konstruieren und was der Unterschied ist zwischen den Elite Dolls von 16Labs."

"IOP?"

"IOP oder auch Important Operations Prototype Manufacturing Company ist der Hersteller der regulären T-Dolls."

"Verstehe." Sagte Anoth als er sich die Daten von M82A1 genauer ansah und die Baupläne durchging.

"Äh… Ich habe mir erlaubt sieben vom M82A1 Model zu konstruieren." Anoth musste erst einmal blinzeln als er das hörte.

"Und warum?"

"Um die Fähigkeiten des Dummy Links auszutesten." Kam die Antwort der AI als sie ihm Bilder besagter sieben T-Dolls zeigte die noch immer komplett nackt in ihren Konstruktionstanks in einer Flüssigkeit schwebten. "Und ich hab eine ganze Reihe von Verbesserungen vorzuschlagen nicht nur an besagen Dummy Link sondern auch an den T-Dolls selbst."

"Lass hören."

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Mehrere Stunden später

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Anoth hatte den T-Dolls eine ganze Reihe an Upgrades verpasst. Aber in diesen Fall nicht nur den nun aktiven M82A1 T-Dolls. Er hatte auch angefangen die anderen T-Dolls diese Upgrades zu geben.

Die ersten die es erhielten war das AR-Team. Dicht gefolgt von Team DEFY und danach dann nach und nach die Sangvis T-Dolls deren Architektur etwas anders war (anderer Hersteller) als die der anderen Dolls. Was bedeutete, dass er leichte Veränderungen an den Upgrades vornehmen musste damit sie auch bei ihnen funktionierten.

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Einige Tage später

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Die sieben M82A1 T-Dolls, nun klassifiziert als M82A1SM, Seraphimianische Modifikation, waren dabei ihre Lang Distanz Zielgenauigkeit zu trainieren. Dafür hatten einige der Vespids diverse Ziele auf dem Wasser Platziert, wobei sie ihre neue Schiffsform genutzt haben, in doch recht beachtlicher Entfernung.

In 1.000 Meter

In 1.250 Meter

In 1.500 Meter

In. 1750 Meter

Usw. bis zu einer Distanz von 5.000 Meter.

Im Augenblick benutzten sie für dieses Zielschießen nicht ihre M82A1 Gewehre sondern Magnetbeschleuniger Waffen. Die M82A1 Gewehre schafften diese Distanz gar nicht. Sie hatten nämlich nur eine effektive Reichweite von ca. 1.800 Metern.

IDW, CR-21 und M500 lagen hinter Anoth in der Sonne und schliefen nachdem sie durch eine sehr anstrengende Simulation durch waren und Anoths Fallen machten das nicht gerade einfacher.

Anoth nannte M500 auch gerne mal "Mamakatze". Denn wenn IDW und M500 aneinander gelehnt da schliefen sah das ein wenig aus wie Mutter und Tochter.

CR-21 hingegen hatte sich ein Fernglas geschnappt und beobachtete das Schusstraining während sie auf einen der höher gelegenen Geschütztürme auf den Bauch und auf einer dort ausgebreiteten Decke lag. Als T-Doll konnte sie zwar heran zoomen mit ihren Augen aber auch diese Fähigkeit hatte ihre Grenzen.

Die T-Dolls schlugen sich sehr gut mit den MAB Waffen. Anoth hatte sie auch andere Waffen gegeben als nur ihre Standard M82A1. Denn wenn sie im Einsatz gefunden werden sollten war es besser Waffen bereit zu haben die mehr Projektile in einer etwas kürzeren Zeitspanne voneinander abschießen können als es das Scharfschützengewehr es kann.

Das hatten sie in mehreren Simulationen die Anoth ganz bewusst so manipuliert hatte das sie auf jeden Fall gefunden werden würden zu schätzen gelernt. Zu Anfang meinten sie, dass es unnötig sei. Nach der ersten Simulation in dem alle sieben starben änderte sich ihre Meinung sehr schnell.

Ach ja und dann waren da noch die Bulins die er via Zufall in Stasekapseln an Bord fand. Etwa 70 von ihnen waren auf Anoths Schiff beschäftigt. Er hatte aber Platz für 10.000 von ihnen wie er herausfand. Im Augenblick waren alle 70 von ihnen mehr als beschäftigt mit der Wartung, Aufrüstung und Co der neuen Schiffe und der sechs ex Nebel-Flotte Schiffe.

Sie hatten die Form einer kleinen Armee von Schleppschiffen angenommen die verschiedenste Aufgaben nach gingen. Während mehrere seiner Schatten auf einem von Anoths gewaltigen Flugdecks, wo eine 747 gemütlich drauf landen konnte, die Beine vertraten oder versuchten selbst Schiffsformen anzunehmen.

Die meisten von ihnen hatten selbst Schiffsforman angenommen oder experimentierten mit ihrer neuen Form herum. Die Schlepper indessen (Alle von ihnen Bulins) transportierten diversen Kram zwischen den Schiffen hin und her. Hauptsächlich das was Anoth für die anderen hergestellt hatte und nun zu ihnen gebracht werden musste.

Munition, Geschütze, Fracht etc.

Eine von ihnen, eine Kyuubi Bijuu namens Lereya, die die Form eines massiven Flugdeckschlachtschiffes angenommen hatte mit einer Länge von gut 6.4 Kilometern, hatte herausgefunden, wie sie ihre Kansen Form annehmen konnte und spielte im Moment mit einer der Bulins. Diese gehörte zu einen von Anoths kleinsten Schlepper Booten.

Das Bötchen war gerade einmal 6m lang und wog um die 12 Tonnen.

Ihre Schwester Laraya war in dem Punkt kein bisschen besser. Auch sie hatte die Form eines Flugdeckschlachtschiffes angenommen. Und beide hatten eine Schwäche für niedliche Dinge.

Oder für die Bulins.

Bulins waren allerdings im Kampfeinsatz so gut sie unbrauchbar. Allerdings konnten sie leicht für diverse andere Aufgaben verwendet werden. Logistik, Reparaturen, Wartung, Schiffsbau etc.

Für die Bulins gab es eigentlich immer irgendetwas zu tun.

Vor allen jetzt wo Anoth im Aktuellen Ausgefalteten Stationären Modus sich befand. In der Form konnte Anoth auch als Raumhafen dienen.

In den Modus hatte er auch vollzugriff auf alle Werftanlagen, Trockendocks usw. Im Regulären Transportmodus dagegen standen von der kompletten Anzahl nur etwa 20% zur Verfügung. In Fakt in Voll entfalteter Form sah er ein wenig aus wie ein Stadtschiff der Atlantis Klasse.

Der Nachteil davon war, in voll entfalteter Form war er effektiv bewegungsunfähig. Er hatte zwar auch in ausgefalteter Form Motoren diese allerdings erlaubten ihn nur wenig Bewegungsoptionen und waren hauptsächlich dafür gedacht die Position zu halten. Außerdem dauerte es mehrere Stunden ehe er wieder im Mobilen Modus war.

"Alles in allen ein ruhiger Tag." Sagte Anoth während er hoch zu den Wolken blickte.

Dann kam ein Funkspruch rein.

"Ich hätte die Klappe halten sollen."

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Einige Minuten später

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Was Anoth da empfing war ein Notruf von den Blue Mermaids.

Anscheinend hatten es Terroristen geschafft mit einen Floß welches sie dann gesprengt hatten die Komplette Hafenausfahrt von Yokosuka zu blockieren. Parallel dazu bekamen sie Meldungen herein das Piraten eine Wasseraufbereitungsanlage eingenommen hatten die aus Meerwasser Trinkwasser machte.

Dem noch nicht genug hatten es diese Piraten wohl auch geschafft eine alte mobile Seefestung einzunehmen die eigentlich für die Verschrottung vorgesehen war.

Dem noch immer nicht genug hatten die verbliebenden Einheiten die agieren konnten keine Ausbildung für Anti-Terror Einsätze.

Das Einzige was sie noch hatten war die Benten der Blue Mermaids sowie eine kleine Flotte der White Dolphins (das Männliche Pendant zu den Blue Mermaids). Das war es. Der Rest saß im Hafen fest. Und keine Kräfte die noch zur Verfügung standen waren für so etwas ausgebildet worden. Die die es waren saßen mit dem Rest im Hafen fest.

Nicht einmal zwei Stunden später war Anoth wieder in seiner Mobilen Form und nahm direkten Kurs auf die Aufbereitungsanlage. Die Geiseln dort hatten Priorität.

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Besprechungsraum.

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Als der Alarm losging und die Sirenen an Bord anfingen zu heulen war für jeden klar, dass hier war was ernstes.

So fanden sie sich nur Minuten nach dem Auslösen in einen der Besprechungsräume wieder.

"Ihr werdet euch sicherlich fragen warum wir uns jetzt so plötzlich auf den Weg machen." Ein Meer an nickenden Köpfen war seine Antwort. "Vor nun knapp 30 Minuten haben Terroristen ein Floß am Hafeneingang von Yokosuka versenkt und damit fast alle Schiffe der Blue Mermaids festgesetzt die dort waren wegen des Interschulturniers.

"Parallel dazu wurde vermeldet das dieselben Terroristen eine Mobile Wasseraufbereitungsanlage eingenommen und Geiseln genommen haben. Dem noch nicht genug befindet sich eine Mobile Seefestung auf den Weg nach Tokyo. Diese sollte eigentlich abgewrackt werden wurde aber von den Piraten eingenommen und wieder voll Funktions- und Kampffähig gemacht. Wir müssen davon ausgehen das sich auch in der Festung Geiseln befinden sowie eine unbekannte Anzahl an Feindkräften.

"Leider wurde durch die Versenkung in Yokosuka auch alle Spezialeinheiten festgesetzt die für einen Solchen Fall vorgesehen waren. Daher haben sie sich nun an uns gewendet. Wir sind die Einzigen die die Seefestung stoppen können bevor diese Tokyo erreicht und dort alles in Schutt und Asche legt.

"Unser erstes Ziel ist aber die Wiedereinnahme der Wasseraufbereitungsanlage und die Befreiung aller Geiseln dort. Wir haben dafür von der Japanischen Regierung komplett freie Hand erhalten wie wir mit den Terroristen verfahren.

"Danach ist das Fort dran. Wie gesagt werden wir auch beim Fort davon ausgehen müssen das sich Geiseln an Bord befinden. Das heißt, dass wir an Bord gelangen müssen. Der einzige Weg hinein sind mehrere schwere Tore die wir höchstwahrscheinlich irgendwie aufschießen müssen. Und von da ab an werden wir improvisieren. Wir haben nämlich keine Ahnung was die Piraten im inneren verändert haben."

Anoth machte eine Pause.

"Alles Verstanden soweit?" fragte er dann.

Seine Antwort bekam er über ein Meer an nickenden Köpfen.

"Gut, wir gehen wie folgt vor…"

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Mehrere Stunden später.

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AK-12, AK-15, RPK-16 und AN-94 befanden sich an Bord eines von drei Unterwasserfahrzeugen.

M4A1, M4 Sopmod II, ST-AR 15 und RO635 in einen zweiten.

Anoth, M16A1, Hunter, Architekt, Kendra und Tester/Tamara im dritten.

Teams eins und zwei gingen an den dunklen Seiten der Aufbereitungsstation an Bord und nahmen über eine der äußeren Luken den Weg nach innen. Ihre Aufgabe war es die Geiseln zu finden und heraus zu holen. Dafür standen zwei kleine Korvetten zur Verfügung sobald die äußeren Verteidiger außer Gefecht gesetzt worden waren.

Team drei nahm dem Unterwasser befindlichen Andockbereich für U-Boote um an Bord zu kommen.

Team vier bestand aus den sieben M82A1SM T-Dolls die sich auf die beiden getarnten Korvetten aufteilten die auf beiden Seiten der Anlage in Stellung gingen um die besagten äußeren Verteidiger zu eliminieren. IDW, CR-21 und M500 und ihre eigenen Dummys dienten ihnen dabei als Spotter.

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Zu Team Eins

AK-12, AK-15, RPK-16 und AN-94.

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Es war ein leichtes sich unbemerkt diesen Amateuren zu nähern wie AK-15 feststellte. Kaum waren sie in Position warteten sie nur wenige Sekunden bis Team Zwei (M4A1, M4 Sopmod II, ST-AR 15 und RO635) auf der anderen Seite ebenfalls in Position war. Jetzt hieß was erst einmal ein wenig warten.

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Zu Team Drei

Anoth, M16A1, Hunter, Architekt, Kendra und Tester/Tamara.

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Anoths Gruppe erreichte unbemerkt den kleinen U-Boot Hafen der Anlage. Und brachten sich unbemerkt unter mehreren dort stehenden Terroristen in Stellung.

Es waren vier die da standen, rauchten und miteinander redeten und nicht auf ihre Umgebung achteten.

Anoth ging unter einen von ihnen in Stellung, M16A1, Hunter und Kendra nahmen die anderen drei.

Einen Moment hingen sie da im Wasser dann schoss Anoth aus dem Wasser griff sich seinen ausgesuchten Terroristen und riss ihn hinein ins Wasser. Parallel war das auch das Signal für die anderen drei das selbige zu tun. Momente später waren vier Leichen auf den Weg zum Meeresboden.

Als Anoth wieder auftauchte waren Hunter und Architekt schon aus dem Wasser raus und sicherten den Raum.

Momente später schlossen sich die anderen ihnen an.

"Okay unser erstes Ziel ist ein Sicherheitsbüro nicht weit von hier. Von dort aus sollten wir Zugriff auf die Kameras bekommen." Sagte Anoth der einen kurzen Blick auf die Pläne geworfen hatte. "Du voraus M16."

M16 nickte nur und näherte sich dann einer der wenigen Türen die in den Bereich führten. Ein kurzer Scan zeigte, dass auf der anderen Seite niemand war und so öffnete M16 mit ein wenig Kraftanstrengung die schwere Tür.

Kaum war die Tür weit genug offen sicherten Architekt und Hunter den Gang und gaben den anderen via Handzeichen zu verstehen das sie nachrücken konnten.

Im nächsten Flur war das ganze etwas schwieriger.

Da waren zwar keine Terroristen aber eine Kamera an der Decke.

Anoth machte ihnen klar das er das selbst übernahm.

Er musste ein paar Sekunden warten bis die Kamera herüber schwenkte in den anderen Bereich dann huschte Anoth direkt unter die Kamera in dessen toten Winkel hinein nur um festzustellen das da noch eine weitere Kamera war einige Meter der anderen entfernt dem Flur hinunter.

Anoth huschte hinüber zu einem nahe gelegenen Lüftungsschacht und huschte hinein.

Er musste erst die Kamera dort hinten erledigen bevor er die ausschalten konnte die ihnen gerade den Weg versperrte.

Der Lüftungsschacht brachte ihn direkt in einen Sekundären Sicherheitsraum den die Terroristen eingerichtet haben müssen. Er war nämlich in den Plänen nicht verzeichnet gewesen.

Anoth lugte durch die Schlitze des Schachtgitters und konnte so drei Terroristen sehen. Einer saß am Schreibtisch tief zurückgelehnt in seinen Drehstuhl. Ein zweiter stand vor dem Tisch und laberte über irgendein Sport den Anoth nicht einmal ansatzweise interessierte. Ein dritter stand außerhalb des Raumes und lehnte an der Wand. Er war sehr einfach durch die Teilweise vollverglaste Wand zu sehen.

Anoth meinte das er noch einen vierten spüren konnte und so ließ er seinen seiner Tentakel erscheinen und führte dieses durch das Lüftungsgitter gerade weit genug, um in den Raum zu gucken wie mit einen Endoskop.

Ja da war er. Er saß schlafend in seinen Stuhl.

Anoth ließ den Tentakel wieder verschwinden und zog eine Schallgedämpfte Pistole.

Dann ging alles rasend schnell.

Im Bruchteil einer Sekunde war Anoth aus dem Lüftungsschacht geschossen und hatte seinen linken Arm um den Hals des Terroristen im Stuhl geschlungen und begonnen ihn zu würgen. Zeitgleich schoss seine rechte Hand mit der Pistole nach vorn. Der erste der getroffen wurde war der Terrorist der vor den Schreibtisch stand. Er bekam eine Kugel in den Kopf. Direkt danach schoss Anoth durch die Glasschiebe und traf auch den zweiten Terroristen im Kopf. Als letztes sorgte er dafür das der schlafende Terrorist nie wieder wach werden würde direkt darauf brach er den ersten Terroristen das Genick.

Vier Terroristen waren tot in unter zwei Sekunden.

Danach warf er den nun toten Terroristen wie einen Müllsack in eine Ecke des Raumes und nahm dann selbst Platz in den Stuhl.

Er hatte durch den Computer hier Zugriff auf alle Kameras in diesen Stockwerk und auch die, die das Treppenhaus nach oben abdeckten. Nach kurzer Manipulation ließ er die Aufnahmen der Kameras in einer Endlosschleife abspielen und schaltete danach die Kameras aus. Im Hauptkontrollraum sah man davon nichts.

Direkt darauf gab er seinem Team das Signal weiter vorzurücken. Die Kameras waren deaktiviert.

Noch bevor sie das Treppenhaus erreichten hatte er wieder mit ihnen aufgeschlossen.

Langsam arbeiteten sie sich nach oben.

Die die vorne waren sicherten nach vorne dann rückten die hinteren vor und sicherten als nächstes. Dann rückten die anderen wieder vor usw.

So arbeiteten sie sich nach oben und erledigten dabei zwei Terroristen bevor diese verstanden was da geschah.

Dann waren sie oben.

Der Hauptsicherheitsraum war nun ganz nah.

In Fakt er war nun genau vor ihnen.

Es gab nur ein Problem.

Kameras.

Wie kamen sie unbemerkt hinein?

Sie entschieden sich noch eine Etage höher zu gehen.

Ein Blick durch die Tür offenbarte keine weiteren Kameras und auch sonst nichts. Sie verließen das Treppenhaus und betraten einen Raum der direkt über den Sicherheitsraum lag.

Anoth kramte einige Spezialsprengladungen heraus und brachte diese am Boden an. Dann stellten er und M16 sich ins Zentrum des ausgelegten Kreises.

Momente später zündete Anoth die Ladungen.

Ein kleiner Zauber verhinderte, dass jemand diese Explosionen hörte.

Die Spezialladungen konzentrierten ihre Sprengkraft nach unten und rissen ein Loch in die Decke. So fielen M16 und Anoth zusammen mit einem Teil der Decke hinein in den Sicherheitsraum. Beide eröffneten sofort das Feuer auf die dort befindlichen Terroristen und nur Sekunden später war es vorbei.

"Sicher!" kam es von M16.

Anoth bestätigte dies mit seinen eigenen "Sicher!" nur Momente später.

Sekunden später sprang der Rest des Teams durch das Loch hinunter in den Raum.

"Dann schauen wir mal." Meinte Hunter und machte sich umgehend an den Computern zu schaffen. "Alle Kameras sind nun auf Dauerschleife und Sicherheitssystem ist nun unter unserer Kontrolle." Meldete sie nur wenige Sekunden später.

"Finde den Aufenthaltsort der Geiseln." Befahl Anoth.

"Moment." Sagte Hunter als sie wie wild auf die Tatstatur tippte. "Ich habe sie. Räume D56 und G87."

"Alles klar." Damit kontaktierte Anoth die anderen Teams. "Teams eins und zwei ihr habt zugriff Erlaubnis. Team vier: Bereit halten."

Er bekam eine Antwort von allen drei Teams nur Sekunden später.

"Dann machen wir uns mal auf zur Brücke." Sagte Anoth.

"Ich und Architekt bleiben hier sollte sich noch etwas ergeben kontaktieren wir dich." Sagte Hunter.

"Gut. Abmarsch!"

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Team Vier

M82A1SM und Spotters: IDW, CR-21 und M500

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Auf den Befehl: "Bereit halten!" machten sie sich bereit jederzeit zu schießen während die Spotter nun noch genauer auf Potentielle Ziele achteten.

Sie warteten nur noch auf die Freigabe um alle Terroristen oben ans Deck auf direkten Weg in Richtung Hölle zu schicken.

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Team Eins

AK-12, AK-15, RPK-16 und AN-94.

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Endlich erreichte sie das Signal von Team drei. Das war das Signal auf das beide Teams gewartet hatten um loslegen zu können.

Momente später nutzten beide Teams Greifhaken um auf einer der etwas höher gelegenen Plattformen zu kommen um von dort aus die schwimmende Anlage zu betreten.

"Sprengfalle." Meldete Ak-15 als sie die Tür vorsichtig einen Spalt öffnete.

Ak-12 kümmerte sich umgehend darum. Sie hatte ein etwas ruhigeres Händchen was solche Fallen anging.

Und so war die Falle in Sekunden entschärft.

Ak-15 war ganz froh über das Training das sie für diese Dinger erfahren hatten. So konnten sie diese Fallen sofort entdecken und entschärfen.

Die Terroristen hatten wohl mit einen Angriff von hier aus gerechnet.

Ak-15s Team hatte Glück. Der Raum den sie suchten war leicht zu erreichen. Sie mussten nur einen Stock höher und dann den Flur folgen. Der Raum war am Ende des Ganges.

Auf den Weg dorthin trafen sie nur auf zwei Terroristen die die Geiseln bewachten.

Beide waren tot bevor sie wussten was geschah.

"Team Eins an Anoth, haben die Geiseln gefunden." Meldete AK-15 nach dem AN-94 die Tür zu den Geiseln geöffnet und AK-12 und RPK es geschafft hatten diese zu beruhigen. "Begeben uns zum Extraktionspunkt."

"Bestätige. Team Zwei braucht noch ein wenig. Standby." Meldete Anoth zurück. Sekunden später meldete sich Anoth erneut. "Team Zwei war ebenfalls erfolgreich. Team vier: Feuererlaubnis erteilt."

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Team Zwei

M4A1, M4 Sopmod II, ST-AR 15 und RO635

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M4A1 und ihr Team hatten da einige kleinere Probleme mehr. Was schlichtweg daran lag das die Geiseln für sie zwei Stockwerke weiter unten waren und es einige mehr Terroristen gab die sich ihnen in den Weg stellten.

Daher brauchten sie gute zwei Minuten länger als Team eins.

Außerdem hatten sie es auch mit ein paar mehr Fallen zu tun.

Aber am Ende schafften auch sie es die Geiseln zu befreien.

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Zu Anoths Gruppe.

Anoth, M16, Kendra, Tester/Tamara

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"Team Zwei war ebenfalls erfolgreich. Team vier: Feuererlaubnis erteilt."

Anscheinend hatte wohl noch jemand mitbekommen was Anoth da gefunkt hatte.

"Benten steht bereit um Geiseln abzuholen." Meldete der Captain der Benten, Mafuyu Munetani.

Anoth seufzte. Irgendwie hatte er schon geahnt, dass diese feurige Dame sich nicht so einfach heraushalten würde können. Aber am Ende kam ihm das auch gelegen. So konnten die beiden Korvetten auf ihren Positionen bleiben.

Wie du willst Mafuyu, wenn du helfen willst, dann nur zu. Dachte Anoth. "Benten, euer Abholpunkt ist Punkt Charlie."

"Verstanden. Sind auf den Weg." Bestätigte Mafuyu.

Inzwischen hatte Anoths Trupp die Brücke fast erreicht.

Der Weg dorthin war fast frei von weiteren Terroristen. Nur vier Idioten in einen Fahrstuhl und einen oben im Treppenhaus standen ihnen im Weg.

Die vier im Lift… Nun… die blieben im Lift. Hunter hatte einfach die Stromversorgung zum Aufzug abgeschaltet.

Der Typ oben auf der Treppe:

Der war so besoffen das Anoth es nicht über sich brachte ihn zu töten. Ein Schlag auf den Kopf schickte ihn stattdessen ins Lala Land.

Wenig später bekam er die Meldung, dass die Geiseln sicher auf der Benten waren und beide Teams sich nun auf den Weg zur Brücke befanden.

Nur knappe drei Minuten später waren alle in Position an den drei Türen die Zur Brücke führten.

Die Sprengladungen waren angebracht und mit Anoths eigener synchronisiert.

"Drei."

"Zwei."

"Eins."

Mit drei mächtigen Explosionen wurden die schweren Stahltüren aus ihren Rahmen gerissen und alle drei Teams stürmten die Brücke.

Nur Sekunden später war es vorbei.

Von den Zehn Terroristen auf den Brücken lebten am Ende nur noch drei.

Einer von ihnen war wohl der Anführer.

Alle drei lagen nun gefesselt und entwaffnet auf den Boden.

"Nachricht an Alle. Die Anlage wurde erfolgreich eingenommen." Vermeldete Anoth nur Momente später.

Die Antwort kam zurück von dem White Dolphins.

"Bestätige. Die White Dolphins übernehmen ab hier. Gute Arbeit. Vielen Dank für eure Hilfe. Wieder einmal."

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Knapp eine Stunde später.

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Die Schiffe der White Dolphins waren eingetroffen und die Crew von zwei der Schiffe kam an Bord. In der Zwischenzeit hatten sich die Terroristen die noch übrig waren ergeben und die Waffen niedergelegt. Die White Dolphins brauchten diese nur noch einzusammeln.

Mit der Aufbereitungsanlage nun an den Dolphins übergeben machten sich Anoth und seine Leute nun auf den Weg die gekaperte Seefestung abzufangen.

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Mehrere Stunden später

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Anoth hatte die Festung nun auf den Sensoren.

Anscheinend hatte Yokosuka die einzigen Schiffe geschickt die noch aus dem Hafen kamen. Die drei Yamato Klassen (Yamato, Musashi und Shinano) sowie die Harekaze. Sowie eine kleine Flotte von dem White Dolphins.

Es gab da nur ein kleines Problem.

Wieso hatte die Festung Schutzschilde?

Es dauerte nicht lange bis er Funksprüche mit der Bitte um Hilfe empfing.

Dann ging ein Alarm los und Anoth kontaktierte sofort die Blue Dolphin Flotte.

"Zieht euch von der Festung zurück! Sofort! Die Waffensysteme der Festung sind scharf!"

Die Dolphin Flotte hatte kaum Zeit zu reagieren als die Festung feuerte. Keine regulären Geschütze wie sie erwartet hatten sondern Energiewaffen.

Es war ein Wunder das die Dolphin Schiffe mit nur relativ geringen Schäden es schafften zu entkommen.

Nun beschleunigte Anoth drastisch um die Distanz zwischen der sich nur langsam bewegenden Festung und ihm zu schließen. Parallel dazu aktivierte er alle Waffensysteme. Das hier wird ein Duell der Festungen werden.

Die Besatzungen der White Dolphin Schiffe konnten es kaum glauben was sie da sahen. Das Schiff war absolut gewaltig was sich nun zwischen ihnen und der immer noch feuernden feindlichen Festung schob. Mit hunderten von Geschützen die nun auf die gegnerische Festung gerichtet waren.

Sie hatten schon Geschichten von den Blue Mermaids gehört aber die Meisten hatten Probleme diese zu glauben.

Das gewaltige Donnern der Geschütze vom Anoth als sie schließlich das Feuer auf die Festung eröffneten überzeugten sie vom Gegenteil.

"Wieso hat diese Festung Schutzschilde?" fragte sich Anoth. "Die Einwohner hier haben diese Technologie doch gar nicht. Das sollte eigentlich unmöglich sein."

Es dauerte nicht lange bevor unter dem gewaltigen Dauerfeuer von Anoths Geschützen die Schilde der feindlichen Festung begannen zu versagen.

Nur Minuten später dann schließlich brachen sie. Und Anoth schwenkte umgehend das Feuer hinüber zu den Geschützbatterien der Festung und begann dieses Systematisch zu zerstören.

Riesige schwarze Rauchwolken stiegen nun von den brennenden Geschützbatterien der feindlichen Festung auf als das Feindfeuer schließlich komplett ausblieb.

Anoth hatte während der ganzen Zeit die feindliche Festung gescannt. Konnte aber keinen Schildgenerator ausfindig machen.

Das ergab doch keinen Sinn.

….

Dann kam ihm eine Idee.

Anoth startete einen Quantensignaturscan.

Richtig genug.

Dimensionale Mirage.

Eine wohlbekannte Methode um Sensoren zu täuschen und ein Ziel ganz anders erscheinen zu lassen als es tatsächlich war.

Man nimmt dabei einfach das Abbild von dem Ding was du vorgeben willst zu sein aus einer nahegelegenen Parallelwelt und stülpt es einfach über dein eigenes.

Es ist aber sehr leicht zu entdecken.

Ein einziger Quantensignaturscan offenbart den Trick.

Daher wird sie kaum verwendet.

Anoth rekonfigurierte eine der großen Kanonentürme in eine Art Sattelitenschüssel Form und feuerte dann einen Speziellen Energieimpuls ab.

Das Resultat war offensichtlich für jeden der das beobachtete.

Das Mirage Bild begann zu zerfallen und offenbarte nun das was wirklich sich darunter befand.

Eine Sirenen Festung.

Sie waren ihm also doch gefolgt.

Als er die Festung aber genauer anschaute und die Daten erneut auswertete musste er sagen, dass irgendwas nicht stimmte.

Die Festung trieb nur noch.

Die Antriebsleistung war effektiv auf null gefallen.

Der Energieausstoß der Festung schwankte erheblich.

Die Meisten Waffen der Festung waren entweder zerstört oder durch die fehlende Energie nicht mehr nutzbar.

Ganze Teile der Festung brannten und die Feuer weiteten sich schnell aus.

Nach einer ganzen Weile ohne jede Veränderung zu bemerken entschied sich Anoth an Bord der Festung zu gehen.

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Wenige Minuten später.

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Als Anoth zusammen mit Kendra und drei weiteren Kitsunen Sirenen das Wrack der Festung betrat (Lisa, Kathrin und Felicia) sahen sie als erstes eine ganze Reihe toter Sirenen.

Das war erwartet worden.

Schließlich hatten sie die Festung über eine der zerstörten Geschützbatterien betreten.

"Anscheinend haben meine Waffen die Festung doch schwerer beschädigt als ich erwartet hatte." Sagte Anoth als in eines der Löcher blickte welches eindeutig von einen seiner Waffen gemacht wurde. Es hatte einen Durchmesser von etwas über 40 Zentimetern und führte tief ins Innere der Festung.

Je tiefer sie in die Festung vordrangen desto mehr wurde klar, dass einige seiner Treffer wohl Sekundärdetonationen ausgelöst haben mussten.

Einige Bereiche waren komplett zerstört und eingestürzt.

In anderen loderte das Feuer.

Er war sich nun ziemlich sicher, dass einer seiner Schüsse den Hauptreaktor beschädigt haben musste.

Dann betraten sie die Zentrale Halle der Festung. Auf den Weg dorthin fanden sie nur zwei andere Sirenen die noch lebten.

Zwei Peace Breaker.

Beide waren schwer verletzt und nicht mehr kampffähig. Anoth hatte sie an Bord seines Schiffes teleportiert zur medizinischen Versorgung.

Als sie die Halle betraten sahen sie eine weitere Sirene die auf den Boden lag. In ihren Rücken steckte ein ziemlich großes Stück Metall. Als sie sich der schwer verletzten Sirene näherten erkannte Kendra um wen es sich da handelte.

"Editor!" rief sie und rannte direkt herüber zu ihr.

"A..Achtung." brachte es Editor gerade so heraus als Kendra sie erreicht hatte. Durch Kendras Training allerdings spürte sie die Gefahr bereits kommen, drehte sich um und aktivierte ihre Schilde zu voller Kraft. Der Angriff der nun auf die Schilde traf war nicht ohne. Aber nirgendwo auch nur in der Nähe der Kraft die nötig wäre um Kendras Schutzschilde zu durchbrechen. In Fakt Kendras Schilde teilten den Energiestrahl in der Mitte in zwei so, dass die eine Hälfte rechts an ihr vorbei und die andere links vorbei ging.

Als der Angriff schließlich nachließ und Kendra in der Lage war zu sehen wer sie angegriffen hatte war sie ein wenig überrascht.

"Strength?"

Arbiter: Strength VIII war eine von zwei Arbiter die ihrer Gruppe bei der Flucht geholfen hatten. Aber warum…

Nein. Sie konnte es nicht gewesen sein. Ihre Rigging war gar nicht aktiv. Aber wer-

Ihre Gedanken wurden unterbrochen als sie sah wie eine Klinge sich durch Strengths Rücken bohrte und genau zwischen ihren Brüsten wieder hervortrat. Direkt darauf wurde die Klinge wieder hinausgezogen und Strength brach zusammen während sich unter ihr nun schnell eine Lache aus gelben Sirenen Blut bildete.

Hinter ihr erschien eine andere Arbiter.

Arbiter: The Hermit IX.

Aber irgendetwas stimmte mit ihr ebenfalls nicht. Das konnte nicht nur Kendra sondern auch Anoth und die anderen sehen. Ihre Augen waren leer und sie bewegte sich nicht wie ein Lebewesen sondern eher wie eine Maschine.

Und außerdem: Warum sollte Hermit ihre beste Freundin töten?

Die beiden haben Kendras Gruppe schließlich bei der Flucht geholfen.

Das war der Moment wo Kendra etwas an Hermit auffiel.

Sie trug ein Halsband.

Ein Halsband das sie schon gesehen hatte.

Es reduzierte jemanden zu nichts anderes als eine Marionette die gesteuert werden konnte wie auch immer derjenige am anderen Ende es wollte. Als Kendras Blick auf die am Boden liegende schwerverletzte Strength fiel, fiel ihr auf, dass sie gefesselt war und sich kaum bewegen konnte.

Dann drehte Hermit die Klinge gegen sich selbst. Einen Moment später rammte sie ihre eigne Klinge sich selbst in die Brust und brach direkt darauf zusammen.

"Hermit!" rief Kendra erschrocken.

Anoth griff beide schwer verletzte Arbiter telekinetisch und Momente später waren die beiden neben ihn und genau wie Editor auch unter den Einfluss eines Stase Zaubers.

"Kendra." Sagte Anoth langsam, während er zwei seiner Schwerter zog und begann in die Mitte des Raumes zu gehen. Die anderen Waffen hatte er längst verschwinden lassen. "Schnappe dir die drei und verschwinde."

"Aber-"

"JETZT!" rief Anoth der direkt darauf gezwungen war einen kräftigen Angriff zu blocken.

Kendra stellte keine weiteren Fragen und griff sich Editor. Die anderen Sirenen schnappten sich jeweils Strength und Hermit und flohen zurück zum Schiff. Das war ein Kampf bei dem sie Anoth nicht helfen würden können. Ihre Aufgabe waren nun die drei schwerverletzten Sirenen. Ihre leben waren nämlich in der Schwebe.

Hinter sich konnte sie hören wie ein Kampf entbrannte. Und sie konnte die Schockwellen spüren die durch die Festungsruine donnerten. Kendra wollte nirgendwo auch nur in die Nähe kommen von den Kampf. Sie mag eine starke Sirene sein in ihrem eigenen Recht und nun zu einen seiner Schattenbiester zählen, aber das was da ablief überstieg dann doch ihre Fähigkeiten.

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Zu Anoth

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Nach den ersten paar ausgeteilten Hieben konnte Anoth seinen Angreifer mit einer mächtigen Schockwelle zurückdrängen und so ein wenig Abstand gewinnen.

"Wer bist du?" fragte Anoth ihm während sich die beiden begannen zu umkreisen.

"Ich bin Prinz Hendrik Flaks. Von den Tritonen!" rief dieser zurück und trat dabei in einen Lichtkegel der durch ein Loch in der Decke erschaffen wurde. Erst nun konnte Anoth ihn richtig erkennen. Davor war er in den Schatten gehüllt.

Er war ein übermuskulöser Idiot der bewaffnet war mit einem Dreizack.

(Nehmt euch Zorzal El Caesar von Gate, verpasst ihm eine blaue mit Schuppen bedeckte Haut und mehr Muskeln.)

Das war Anoths erster Eindruck.

"Und das soll mich beeindrucken?"

"Natürlich!" rief der "Prinz". "Schließlich sind die Sirenen ja für kaum was anderes gut als-"

Weiter kam er nicht denn Anoths Faust parkte bereits in seiner Visage und katapultierte ihn mit voller Wucht hinein in die nächstbeste Betonwand und durch sie hindurch.

"Du redest zu viel." War Anoths trockener Kommentar während er in aller Ruhe darauf wartete bis sich das eingebildete Arschloch aus seinen Loch befreit hatte.

Kurz darauf stürmte sein Gegner Wutentbrannt aus den Schuttberg und auf Anoth zu und der Kampf begann nun richtig.

Für mehrere Minuten tauschten die beiden Schläge aus.

Keiner von ihnen landete auch nur einen Treffer.

Wenig später dann brachte Anoth seinen Gegner mit einem Trick zu Fall und schickte diesen dann mit einem mächtigen Tritt wieder hinein in die Wände des Raumes als wäre sein Gegner ein Fußball.

Anoth war von diesen angeblichen Prinzen gänzlich unbeeindruckt.

"Was soll das werden?" fragte Anoth schließlich. "Schickst mir nur deine Puppe hier herunter? Bist du zu feige um selbst zu kämpfen?"

Genau in dem Moment brach der "Prinz" erneut aus dem Geröll nur dieses Mal hatte Anoth keine Lust sich mit diesem Trottel herumzuärgern. Er hob einfach eine Hand in dessen Richtung und zerstörte ihn mit einem mächtigen Energiestrahl.

"Willst du jetzt herunter kommen oder muss ich dich erst herunter holen?" fragte Anoth nach einer Weile der Ruhe.

Als Antwort bekam er ein höhnisches Lachen zu hören. "So du hast also meinen kleinen Trick durchschaut." Kurz darauf landete eine Figur am anderen Ende des Raumes. "Ich bin der echte Prinz."

Damit begann der echte Kampf.

Wie Anoth feststellen musste war der echte Prinz um einiges schneller und stärker als seine billige Kopie. Wahrscheinlich nutzte er diese nur um seine Gegner auszuloten.

Am Ende aber hatte der Prinz auch keine wirkliche Chance. Denn wie der Prinz erst viel zu spät erkannte, kämpfte er nicht gegen ein 08/15 Gegner. Er kämpfte gegen einen Weltenlord mit Erfahrungen aus tausenden von Kriegen und einen der schon sehr viel stärkere Gegner bezwungen hatte.

Erneut feuerte der Prinz Wasserklingen auf Anoth der sie telekinetisch fing und zu ihm zurückschickte und das dabei auch noch mit einem Blitz garnierte.

Der Prinz war gezwungen seinen eigenen auf ihn zurückgeworfenen Angriff auszuweichen, sprang dabei aber mitten hinein in die Flugbahn des Blitzes und wurde voll getroffen. Die Wucht schleuderte ihn in die Luft wo ihn mehrere von Anoths Höllenfeuer Feuerbällen schließlich desintegrierten.

"Von wegen Prinz." Schnaubte Anoth. "Wiederwertiges Stück Scheiße trifft es da eher." Denn das was der sogenannte Prinz während des Kampfes alles abgelassen hatte war…. um es milde zu sagen, einfach nur widerlich.

Um es kurz zu machen: Die Tritonen benutzten die Sirenen als Sklaven. Benutzten sie als Sexsklavinnen und Waffen. In Fakt gingen viele der Angriffe auf die verschiedenen Dimensionen durch die Sirenen zurück auf die Tritonen.

Anoth blickte sich um.

Der einst Überdachte arenaartige Bereich hatte nun kein Dach mehr und überall um ihn herum war so gut wie alles zerstört. Anoth hatte den Prinzen wirklich ausgetestet um zu sehen welche Kräfte die Tritonen tatsächlich besitzen.

Die Tritonen benutzten keine Mechanischen Waffen wie die Sirenen sondern eher Magische Fähigkeiten. Die waren zwar überraschend stark. Aber dann doch recht begrenzt. Denn die Tritonen waren auf das Wasser Element eingeschränkt.

War schon interessant.

Ergab aber auch irgendwie Sinn.

Schließlich waren die Tritonen Kreaturen des Wassers und daher mit diesen Element besonders stark verbunden.

Was den Prinzen selbst anging. Nun er war zwar ein Prinz aber nur einer von über einhundert. Und er galt als einer der schwächsten mit einen besonders großen Mundwerk.

Ein Angeber der bellen aber nicht wirklich beißen kann.

Wie dem auch sei.

Die Invasion der Tritonen hier ist gescheitert.

Damit verließ Anoth die nun langsam versinkende Festung. Anscheinend hatte der Tod des Prinzen die Selbstzerstörung der Festung aktiviert.

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30 Minuten später

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Anoth war wieder an Bord seines Schiffes und hatte mit angesehen wie die Festung in den Fluten verschwand.

Die Tritonen hatten es also wirklich versucht hier Fuß zu fassen.

Tja. Pech für die das die genau den hierhin geschickt hatten der ihnen problemlos in Arsch hat treten können. Und wenn das was er von diesen Prinzen erfahren hatte stimmte werden auch keine weiteren folgen. Denn sollte die Anfangsinvasion scheitern würden sie auch keinen weiteren Anlauf mehr machen.

Das war zumindest etwas Positives.

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Vier Tage später.

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Nachdem sich die Blue Mermaids und auch die White Dolphins bei ihm für seine Hilfe bedankt hatten war es nun Zeit die Dimension wieder zu verlassen.

Deshalb waren sie nun hier draußen auf hoher See wo Anoth begonnen hatte ein Portal zu formen.

Wenig später fuhren sie hindurch und ließen die Dimension hinter sich.

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Wieder zurück in der vorherigen Dimension

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Wie erwartet kamen sie nicht am selbigen Ort wieder aus den Portal wie sie hineingefahren waren.

Sie waren nun irgendwo im Pazifik.

Genauer gesagt: Etwa 2.000 Kilometer von Hawaii entfernt.

"Wir sind wieder zurück." Erklang es fröhlich von Kendra.

"Wie lange waren wir weg?" fragte Ak-15.

"Wenn meine Kalkulationen Stimmen… etwa 14 Tage hiesige Zeit." War Anoths Antwort. "Dann nehmen wir mal Kurs …. Auf ….."

"Was ist los?" fragte M4A1.

"Ich empfange gerade einen Notruf." War Anoths Antwort. Der Notruf war nahezu unverständlich. Das einzige was er wirklich verstehen konnte war Dragon Empery und der Name von einen der Schiffe: Ping Hai.

Das war es.