Anmerkung: Die nächsten Wochen könnten die Updates etwas sporadischer werden, da ich diese Woche viel unterwegs und danach für zwei Wochen im Urlaub bin. Nächste ODER Übernächste Woche kommt auf jeden Fall ein Kapitel. Ob aber jede Woche eins kommt kann ich nicht garantieren. Wer gar nicht warten kann: Kapitel 20 ist schon auf /Fkrswyrg

Würde mich freuen, wenn jemand dort vorbeischaut.

Harry POV:

Irgendwie kam mir die ganze Situation bekannt vor. Ich saß auf meinem Platz im Zaubergamont, begleitet von Minerva als Beraterin, und musste mir von allen Seiten Beleidigungen und Anschuldigungen anhören.

"Ihr seid ein Monster."

"Wie könnt ihr Leute nur töten? Man muss ihnen ihre Fehler aufzeigen!"

"Man sollte euch wegsperren."

Das waren nur einige Aussagen, und das waren die netten. Warum sie so dachten war mir klar, aber ich hatte etwas wichtiges erreicht. Das gemeine Volk, ohne das abwertend zu meinen, sang meinen Namen als wäre ich eine Art Superheld gewesen. Meine beiden Engel ubd Ich hätten furchtlos unsere Leben aufs Spiel gesetzt um ihnen das Leben zu retten. Das war genau die Art von Unterstützung die ich in den kommenden Wochen brauchen würde.

"RUHE!" Hallte Die Stimme vom noch amtierenden Minister Scrimgeour durch die Halle und widerwillig beruhigten sich alle

"Vielleicht sollten wir uns mal Lord Potters Meinung anhören."

Ich bedankte mich mit einem Kopfnicken

"Wehrte Lords und Ladys, wie schon vor mehr als einem Jahr stehen wir hier und ihr beschuldigt mich der Tod in Person zu sein. Ihr beschwert euch das Lords und hohe Mitarbeiter des Ministeriums gestorben sind, aber hat einer von euch vielleicht auch nur einen Moment an die Menschen gedacht, die gestorben sind?

Ich weiß, dass viele von euch sich über solchen Angelegenheiten sehen, aber es sind fast 30 Unschuldige gestorben. Und es hätten ohne das Eingreifen von Fleur Delacour, Gabrielle Delacour und mir deutlich höher sein können. Ihre Leben sind also unwichtiger als das von Malfoy. Oder vielleicht sollten wir über die Tatsache reden, dass auf Geheiß der Mehrheit dieses Körpers Corban Yaxley freigelassen wurde, eben jener Corban Yaxley, der das Flohnetzwerk lahmgelegt hat und somit das schnelle Eingreifen der Auroren verhindern konnte. Und obwohl wir alle wissen, dass Voldemort dort draußen ist und obwohl man festgestellt hat, dass Yaxley ein Todesser ist wurde er gehen gelassen.

Ihr könntet auch genau so gut einfach auf das Grab der Unschuldigen spucken, die ihr Leben verloren haben. Das einzige was euch einfällt ist es mich hier zu beleidigen und zu bedrohen. Und das obwohl meine Taten rein rechtlich nicht anfechtbar sind. Ihr droht und beleidigt mich ohne irgendeine Grundlage. Ich möchte mich aber gleichzeitig auch bei den vielen Anwesenden bedanken, die mich unterstützt und ihren Dank ausgesprochen haben. Zusammen liegt es an uns einen Weg aus dieser Misere zu finden, in welche Voldmeort uns gebracht hat."

Und betete ich zu allen möglichen Göttern, dass der Plan von Minerva, Cyrus, Amelia und mir aufgehen werden würde

"Und um etwas zu ändern rufe ich ein Misstrauensvotum gegenüber unserem obersten Hexenmeister aus, ein Misstrauensvotum gegen Albus Percival Wulfric Brian Dumbleodor, der in dieser Krise nicht die Stabilität bringen kann, die wir brauchen."

Mehrere Momente herrschte Schweigen, ungläubiges Schweigen. Dann brachen alle Dämme. Alle Seiten riefen nun durcheinander. Von weiteren Beleidigungen und Drohungen hin bis zu Zustimmung und Bejahung war alles dabei. Aber bevor es weitergehen konnte musste Scrimgeour zur Ruhe bitten

"Wen schlagt ihr vor, Lord Potter?"

"Das Haus Potter hat sich der gerechten Sache verschrieben. Und diese Ansicht teile ich mit Lord Greengrass. Ich schlage Lord Cyrus Greengrass als neuen obersten Hexenmeister vor. Er ist ein erfahrener Politiker, ein fähiger Magier und mit der nötigen Härte versehen uns endlich aus diesem Schlamassel herauszubringen."

Für ein Moment herrschte Schweigen, doch dann brandete Jubel auf. Viele Seiten wollten Dumbleodor nicht mehr auf seinem Posten sehen und nun, da eine in der Popularität fast ebenbürtige Person einen Gegenkandidaten vorschlug schienen die meisten aufspringen zu wollen. Doch die Halle beruhigte sich, als Dumbleodor aufstand

"Ich möchte gerne etwas sagen. Ich werde dem Misstrauensvotum zuvorkommen und von meiner Position zurücktreten. Jahrzehnte habe ich diese Position ausgefüllt und nach bestem Wissen und gewissen gehandelt. Es war mir eine Ehre hier sitzen zu können.

Aber mein Alter holt mich leider ein. Die Knochen tun immer mehr weh. Deshalb war es schon lange ein Gedanke kürzerzutreten. Und nun scheint der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein. Ich werde auch von meiner Psoition in der internationalen Gemeinschaft als ganz hohes Tier zurücktreten. Gestern habe ich meine Abdankung eingereicht. Es ist an der Zeit der jüngeren Generation das Zepter in die Hand zu geben. Und daher möchte ich, mit meinem letzten Satz als oberster Hexenmeister, die Nominierung von Lord Greengrass unterstützen. Wir waren uns bestimmt nicht immer einig was unsere Methoden angeht, aber unsere Ziele waren stets gleich, das Wohl unserer Bürger zu schützen und zu fördern. Vielen Dank."

Damit stieg er von seinem Podest unter tosenden Beifall. Dumbleodor hatte sich politisch geschickt gerettet, aber für mich war das keine Ausrede von ihm. Er wollte tatsächlich zurücktreten. Als er sich zu den anderen kleinen Lords setzte sah er erleichtert aus, so als sei eine schwere Last von ihm angefallen. Ich glaubte, dass er wusste, dass seine Tage gezählt waren. Und ich glaubte, dass er nur darauf wartete. Nun konnte er dem nachgehen, was ihm wahrscheinlich am meisten bedeutete, nämlich seiner Aufagbe als Schulleiter von Hogwarts, eine Position, die er seit über einem halben Jahrhundert inne hatte. Und auch das er alt wurde war für mich deutlich. Mein Training hatte mir gelehrt auch die Aura eines Magiers lesen zu können. Und Dumbleodors Aura war schwächer als noch vor einem Jahr. Mittlerweile war er wahrscheinlich nicht mehr in der Lage mich zu besiegen, aber es sprach von seiner enormen Macht, dass er noch immer so stark war.

In diesem Moment trafen sich unsere Blicke und in seinen blauen Augen meinte ich Freude zu sehen. Ich nickte ihm lächelnd zu und wenn ich einen aufgehabt hätte, dann hätte ich meinen Hut abgenommen. Scrimgeour schien jedoch diesen bedeutenden Moment nicht zu bemerken, denn er räusperte sich ähnlich wie es die pinke Kröte getan hätte (HEM HEM)

"Dann ist die Frage, ob noch jemand sich zur Wahl stellen möchte. Oder sollen wir direkt mit der Wahl beginnen?"

Keiner erhob einen Einspruch. Es wäre aus sinnlos gewesen. Schon so hatte Cyrus die besten Karten, aber mit Dumbleodors Worten würden auch die meisten unentschlossen ihm seine Stimme geben.

Dementsprechend verlief die Wahl dann auch. Minister Scrimgeour musste nicht einmal die Stimmen zählen

"Mit einer überwältigenden Mehrheit wurde Lord Greengrass als neuer und 110 oberster Hexenmeister des Zaubergamonts gewählt. Bitte erhebt euch, Mitglieder und verneigt euch."

Jedes Mitglied stand auf und verneigte sich vorschriftsmäßig vor dem nominellen Oberhaupt der magischen Geneinde, unterhalb der Königin und, aber das wusste ja noch niemand, vor mir.

"Ich danke euch für euer Vertrauen in meine Position. Viel zu lange haben wir alle, jeder einzelne von uns, hier gesessen und diesen Wahnsinnigen Anhängern von Voldemort hier einen Spielplatz gegeben, um ihren Meister zu unterstützen. Doch das muss nun Enden. Der letzte Krieg endete, weil ein Wunder geschah, für das die Familie Potter bitter bezahlen musste. Egal was Prophezeiungen sagen, egal wie stark Lord Potter ist, auch wir müssen unseren Teil zu diesem Krieg beitragen. Viel zu lange haben wir durch unsere Gesetze andere Wesen von unserer Gesellschaft ausgeschlossen. Auch ich war daran beteiligt. Doch Minerva hat mir gezeigt, wie naiv ich war. Magie ist Macht, so lautet unser Motto, und das gilt für alle Wesen der Magie."

Von vielen brandete Jubel auf, nur die absoluten Hardliner sahen über diese Entwicklung sehr besorgt aus. Für mich lief dagegen alles nach Plan. Nur ein aller letztes Puzzleteil fehlte noch für ein effektives Minusterium. Deswegen drückte ich auf meinen Knopf vor meinem Sitz, der dem Hexenmeister signalisierte, dass jemand sprechen wollte

"Auf Nachfrage erteile ich Lord Potter das Wort."

Ich stand auf und verbeugte mich

"Ich habe noch ein letztes Anliegen. In wenigen Wochen ist die Wahl für die Neubesetzung des Posten des Ministers. Meine Verbündeten und ich sind uns einig, dass Pius Thickness nicht der Mann ist den wir brauchen um Voldemort zu besiegen. Genau so wenig trauen wir das Lord Diggory zu. Bitte nehmt es nicht persönlich, Lord Diggory. Eure Fähig und Fertigkeiten im Bereich der internationalen Kooperation sind herausragend, aber ich glaube, dass wir in der jetzigen Situation jemanden anderes brauchen."

Ich sah mich im Saal um und so ziemlich alle sahen mich gespannt an, selbst Diggory schien mit mir übereinzustimmen

"Von daher schlage ich eine der erfahrensten Magierinnen des Ministeriums vor. Lady Amelia Bones, Vertreterin für den Sitz der Familie Bones und seit fast 15 Jahren die Spitze der Auroren. Selbst zu verbündeten wie mir sagt sie ihre Meinung, wie wir alle schon feststellen mussten, und das ist auch gut so. Ich kenne sie als eine unkorrumpierbare Frau, die mit eisernen Willen ihre Ziele verfolgt. Deshalb schlägt Potter Amelia Bones vor."

Cyrus lächelte kurz, bevor er ernst wurde

"Mindestens zwei weitere Häuser müssen dem zustimmen. Wer stimmt dem zu?"

"Longbottom unterstützt die Nominierung."

"Diggory unterstützt die Nominierung."

"Boot unterstützt die Nominierung."

Und jedem war klar, dass da noch mehr Familien hinterstanden. Cyrus hätte als Lord Greengrass genau so gut sein Votum abgeben können wie ich als Lord Black, aber wir wollten unsere Stimmen um so unbefangen wie möglich zu erscheinen.

Pius Thickness schien dies zu realisieren, denn er hatte seinen Gehstock so fest im Griff, dass ich mich fragte, warum er nicht zerbrach. Auch seine Augen versprachen Rache. Ich hatte mit meiner Unterstützung und momentanen Popularität beste Chancen Amelia die Position zu bescheren. Aber auch der Rest der dunklen Fraktion wie Selwyn oder Nott sahen wenig begeistert aus. Bisher hatte man es ihnen einfach gemacht. Doch mit Amelia wäre ein hartes Stück Stahl an der Spitze, die anders als Fudge, hoffentlich, nicht demjenigen zuhören würde, der die meisten goldenen Münzen auf den Tisch legen würde.

"Auf Nachfrage erteile ich Lord Thickness das Wort." Rief Greengrass aus.

"Er wird versuchen uns zu verunsichern und Zweifel zu sähen. Du musst sofort dagegen vorgehen, oder es könnte brenzlig werden." Murmemte mir Minerva zu. Ich nickte ihr diskret zu.

"Lords und Ladys, können wir wirklich jemanden wie Lord Potter diese Art von Macht geben. Er wäre der Grund für die Besetzung der mächtigsten Posten in unserem Ministerium. Und im Hintergrund könnte Lord Potter regieren, ein junger Mann dee glaubt, dass Gesetze und Regeln für ihn nicht gelten. Außerdem möchte ich mir die Dreistigkeit nicht gefallen lassen, dass Lady Bones den dunklen Lord besser bekämpfen würde als ich. Ich würde alles dafür tun. Lady Bones ist eine verdiente Mitarbeiterin des Ministeriums, deren Fähigkeiten am besten in ihrem Bereich liegen, nicht als Minusterin."

Noch bevor ich auf meinen Knopf drücken konnte wurde getuschelt und Thickness sah zufrieden aus. Doch dann wurde ich dran genommen

"Ich würde mich gerne zu dem äußern. Erstens: ich stehe nicht über dem Gesetz, denn keiner konnte mich verurteilen. Ich bin also kein Gesetzloser. Zweitens: ihr haltet es für eine Dreistigkeit, dass ich etwas impliziere, aber ihr tut das gleiche. Sowohl Lady Bones als auch Lord Greengrass sind starke Individuen, die sich anders als ein Fudge, den ihr im übrigen bezahlt habt, nicht bestechen lassen. Madam Bones ist die höchste Frau im Ministerium und obwohl sie mit mir im Bündnis ist hat sie mir mehemals öffentlich die Stirn geboten. Das ist also quatsch. Dann sagtet ihr, dass ihr alles tun werdet, um den dunklen Lord zu besiegen? Meines Wissens nach nennen nur Anhänger Voldemort den dunklen Lord. Aber das ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass ihr in den gleichen Kreisen wie bekannte und mittlerweile verurteilten Todessern verkehrt. Euch also zu glauben, dass ihr gegen Voldemort seid ist unglaubwürdig."

Thickness Gesicht lief rot an, bis er sich wieder setzte und wütend vor sich hinmurmelte. Dann beendete Cyrus das ganze Affentheater

"Dann würde ich sagen beenden wir die Veranstaltung. Lady Bones darf antreten, da es keinen validen Grund gibt, der dem gegenüber stehen würde."

Dann schlug er mit seinem Hammer auf sein Pult uns beendete damit alles. Auf dem Weg nach draußen begegnete ich noch einmal Thickness. Der Mann sah mich hasserfüllt an

"Du wirst noch das gleiche Schicksal wie deine verfluchten Eltern erleiden. Keiner von euch hat eine Chance. Merk dir meine Worte gut, Potter. Wir werden uns wiedersehen."

Ich lächelte und flüsterte zurück

"Das werde wir, und ihr werdet blutend auf der Straße sterben, genau wie der Dreck der ihr seid. Dein Meister wird dann brav dann brav neben dir liegen, während ich triumphieren werde."

Damit ging ich schnellen Schrittes mit Minerva aus dem Saal und bei der erst besten Gelegenheit apparierten wir aus dem Ministerium.