Vesta rannte durch die Wälder. In ihrem jetzigen Zustand durfte sie in keinem Fall auf dem Olymp gesehen werden. Wieso? Sie war schwanger. Nicht willentlich. Nein, auf keinen Fall. Nein ihr jüngster Bruder hatte sie vergewaltigt. Sie wusste nicht was genau in jener Nacht geschehen war. Sie war schließlich ohnmächtig. Nur ihr Bruder Neptun hatte gesehen, wie Zeus, ja Zeus, nicht Jupiter, sie in ohnmächtig mit sich geschleppt hatte. Da sie jetzt schwanger war, musste sie nur eins und eins zusammenzählen um herauszufinden, was passiert war. Ich hoffte Zeus hatte keine Ahnung. Und da kommen wir zu meinem Problem. Keiner durfte über das Kind herausfinden. Ich musste es in Sicherheit bringen. Das Kind konnte nichts für seinen Vater. Es durfte deshalb nicht jetzt schon sein Leben verlieren. Nur weil irgendein dummer Gott seine Finger nicht von seiner EIGENEN Schwester lassen konnte. Ich rannte also. Und ich rannte. Ohne irgendein Ziel vor Augen. Die Schmerzen die ich durch die anstehende Geburt spürte wurden immer stärker. Ich wusste, dass ich sie bald nicht mehr aushalten würde. Ich betete zu niemand bestimmten, aber ich bat um Hilfe. Hilfe! Das war mein letzter Gedanke bevor mir schwarz vor Augen wurde und ich zusammenbrach.