Hades PoV (271 A. R. *)
*Zeitrechnung: Anno Romulus - nach Romulus Geburt (271 A. R. = 500 v. Chr)
Ich saß gerade mal wieder an meinem Papierkram. WARUM ZEUS! Wieso muss Poseidon das Meer managen, ich die Unterwelt bewirtschaften und du darfst es dir im Himmel gemütlich machen?
Jedenfalls saß ich wie ich gerade sagte gerade an meinem Papierkram, als mich ein Gebet erreichte. Normalerweise war ich zu beschäftigt, sodass ich nicht auf Gebet antwortete. Wenn ich überhaupt Gebete erhielt. Das fand nämlich als Gott des Todes nicht so oft statt. Dieses Gebet war allerdings etwas anderes. Es war so verzweifelt. Solch eine Verzweiflung hatte ich noch nie gespürt. Und gleichzeitig kam das Gebet von irgendeiner Gottheit. Wenn eine Gottheit so ein Gebet betete, musste irgendetwas passiert sein. Ich teleportierte mich sofort etwa 200 entfernt des Ursprungs des Gebets. Als ich ankam merkte ich, dass ich nicht der Einzige war, der aufgetaucht war. Auch mein Bruder Poseidon war. Ich umarmte ihn kurz. Ja, wir beiden hatten eine gute Beziehung miteinander. Wir hatten uns immer unterstützt und geholfen. Wir waren das, was man als eine gute Beziehung unter Brüdern bezeichnen konnte. Dann rannten wir in die Richtung aus der das Gebet gekommen war.
Als wir bei der hilfsbedürftigen Person ankamen, erschraken wir beide. Dort lag eine ohnmächtige Göttin. Und nicht nur irgendeine. Nein dort lag unsere ältere Schwester. Der Ursprung von allem Guten auf dem Olymp. Ich hob sie schnell auf. Was sollten wir jetzt tun?
„Poseidon", fragte ich, „weißt du was passiert ist". Der Genannte schüttelte erst den Kopf, bevor er bleich wurde. „Ich habe eine Vermutung", brachte er zitternd heraus, „wir müssen sie sofort in die Krankenstation in Atlantis bringen. Kommst du mit?"
Kaum hatte Poseidon fertig gesprochen, teleportierte ich Hestia und mich zum Krankenflügel in Atlantis. Zum Glück hatten wir Beide uns schon direkt nach dem Sieg gegen Kronos unbegrenzten Zutritt in unsere Reiche gewährt.
Sofort als wir ankamen, wurde von Ärzten geholt und wir mussten warten. Das Schlimmste überhaupt für einen Gott, aber so war das.
Als wir endlich ins Krankenzimmer durften, erschrak ich. Hestia hatte einen Sohn geboren. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wie ich reagieren sollte. Ein Blick zu meinem Bruder machte mir allerdings klar, dass er wusste was passiert war. Und es war wohl nichts Schönes. Ich blieb also erstmal still.
Als ich die Warterei nicht mehr ertragen konnte drehte ich mich zu Poseidon um. „Du weißt was mit unserer Schwester ist", fragte ich, „oder?". Er nickte nur. „Was ist los". „Hestia", sagte er, „ist schwanger. Sie wurde von Zeus vergewaltigt". Ich wurde sofort bleich. Wenn das als Gott der Unterwelt überhaupt noch möglich war.
„Und was machen wir jetzt?", fragte ich. Mein Bruder dachte nach. „Hestia wird sich dazu entscheiden, das Kind aufzuziehen". Ich nickte. Hestia war zu gut, etwas anderes zu tun. „Wir könnten dem Kind beide unseren Segen geben", schlug ich vor, „und es vor Zeus verstecken".
„Du hast recht", antwortete mein Bruder, „das wäre das Beste. Mit den Segen könnten wir auch alle charakterlichen Ähnlichkeiten zu unserem jüngeren Bruder verhindern" Ich nickte. Das war eine gute Idee. Eins war klar. Als Erstgeborenes von Hestia und mit den Kräften der großen drei, würde das Kind sehr mächtig werden.
Es würde vielleicht sogar die Macht haben, endlich gegen Zeus und seine Diktatur vorzugehen.
Ich hoffte bloß, dass wir stark genug waren, um das Kind vor Zeus zu verstecken.
