Loyalität und Gehorsam

Da ihre Wohnung nicht ans Flohnetzwerk angeschlossen war, hatten Bill und Tonks eine kleine Apparierecke direkt neben der Wohnungstür eingerichtet. Dort standen keine Möbel und der Bereich war durch eine rote Linie auf dem Boden markiert, damit niemand versehentlich hineintrat. Doch als Tonks sich – mit den Gedanken immer noch bei Podmore - an diesem Abend in dem Winkel hinter der Tür materialisierte, stieß sie heftig mit jemandem zusammen und prallte mit dem Rücken gegen die Wand.

„Was zum …?" Fluchend taumelte sie zur Seite.

„Mon dieu! Bill, 'ättest du misch nischt warnen können? Du bringst misch noch um!"

Fleur Delacour stand in ihrer ganzen Pracht in der Apparierecke und schien völlig außer sich. Ihr schönes Gesicht war wutverzerrt, zwischen ihren blauen Augen hatte sich eine steile Zornesfalte gebildet und sie hatte die Hände angriffslustig in die Hüften gestemmt. Auf eine seltsame Art und Weise erinnerte sie Tonks in dieser Pose an Mrs. Weasley, wenn sie mal wieder ihre zahlreichen Söhne oder - von Zeit zu Zeit - ihren Ehemann ausschimpfte.

Bill hingegen stand - scheinbar völlig überfordert aber nicht weniger wütend - am anderen Ende des Flurs und sagte mit zitternder Stimme: „Es tut mir Leid. Hör zu, es tut mir Leid. Mignone, wenn du dich beruhigen könntest und nur einen Moment zuhören …"

Fleur schnaubte verächtlich. „Nischts 'ier mit Mignone … nischt mehr. Und Isch beruhige misch nischt!" Wie sie so zornig schrie, trat ihr französischer Akzent noch deutlicher zutage.

Tonks war sich nicht sicher, ob sie versuchen sollte, den Streit zu schlichten. Sie war schließlich Bills beste Freundin und wollte nicht, dass jemand ihn derart zur Schnecke machte. Allerdings war es Fleur gegenüber auch nicht fair, wenn Tonks sich einmischte und Partei für ihren Freund ergriff. Vielleicht würde das alles noch viel schlimmer machen.

Als Tonks die ersten Tränen auf Fleurs Gesicht glitzern sah, entschied sie endgültig, die beiden lieber allein zu lassen.

Begleitet vom Geschrei des Pärchens, huschte sie so gut wie unbemerkt in ihr Zimmer und beschloss, wenn nötig, ihr Abendessen per Aufrufezauber aus der Küche kommen zu lassen, sollten die beiden noch lange weiter streiten.

Vor ihrer Tür hörte sie nun wieder Fleurs Stinne, die inzwischen fast hysterisch klang. „Rühr misch jetzt bloß nischt an, Bill! Isch ver'exe disch, wenn du auch nur versucht, misch ansufassen!"

„Fleur, bitte, lass mich doch erklären ..." Bill klang verzweifelt.

„Wes'alb isch dir seit ein paar Wochen egal su sein scheine? Wes'alb du immer müde bist und nie Seit für misch 'ast? Was ver'eimlischst du mir?" Nun schienen Fleur wieder die Tränen zu kommen, denn sie hörte sich ziemlich verschnupft an. „Wo'in gehst du in letzter Seit ständig? Warum darfst du mir nischt davon ersählen? Sag es mir, William!" Sie klang nicht flehend – vermutlich war die schönen Frau zu einer solchen Regung gar nicht im Stande -, sondern fordernd und befehlsgewohnt.

Doch Bill schien sich davon nicht beeindrucken zu lassen. Obwohl ihm der Streit offensichtlich nahe ging, blieb er ruhig und sachlich. „Tut mir Leid, das kann ich nicht. Noch nicht. Fleur, bitte, geh nicht! Es hängen zu viele Leute mit drin, die ich nicht gefährden will."

Nun senkte Fleur ebenfalls die Stimme. Fast flüsternd entgegnete sie: „Isch mag es nischt, wenn man misch 'in'ält. Bill, wenn du misch nischt in deinem Leben 'aben willst ... dann sag es."

Jetzt wurde Bills Stimme zum ersten Mal lauter: „Nein! Fleur, ich liebe dich und ich will dich in meinem Leben haben. Ich brauche nur noch etwas Zeit -"

Bills weitere Worte, verstand Tonks nicht, da sie in Fleurs heißerem Schluchzen und dem Zuknallen der Wohnungstür untergingen.

Für einen Moment blieb alles still. Dann hörte Tonks, wie Bill sich verhalten die Nase putzte. Er fluchte leise und machte sich dann, den Geräuschen nach zu urteilen, wieder mal daran, die Wohnung aufzuräumen.

Eine halbe Stunde später hörte Tonks die Wohnungstür erneut ins Schloss fallen und kurz darauf Bills hastige Schritte auf der Treppe.


Scrimgeour hatte zwar ein Büro in der Aurorenzentrale, das gar nicht so weit von Kingsleys entfernt lag, aber da hielt er sich nur höchst selten auf. Meistens war er in seinen Räumlichkeiten in der Ministeriumszentrale im ersten Stock anzutreffen, wo auch der Zaubereiminister sowie dessen Assistenzkräfte untergebracht waren.

Tonks wusste nicht, ob Scrimgeour die Nähe zur Führungsetage schätzte oder ob es ihm in der Aurorenzentrale einfach nur zu laut war.

Tonks war mulmig zumute, als sie den Aufzug anders als sonst bereits im ersten Stock verließ, zusammen mit einigen namenhaften Hexen und Zauberern, die auf dieser Etage arbeiteten. Sie sah verschiedene hohe Abteilungsleiter wie Amelia Bones – bei deren Anblick Tonks mit flauem Gefühl an Harrys Anhörung in wenigen Tagen denken musste – und auch die erste Untersekretärin des Ministers. Sie bemühte sich, möglichst wenig von der schweren, viel zu süß riechenden Parfumwolke einzuatmen, die wie ein Dunstkreis die pink gewandeten Schultern der stämmigen Hexe umwaberte.

Tonks selbst hatte sich heute zum ersten Mal seit Monaten Gedanken über ihr äußeres Erscheinungsbild gemacht und zeigte sich zur Abwechslung nicht einfach mit der Frisur oder Hautfarbe, nach der ihr grade zumute war.

Scrimgeour war ein einsamer, altmodischer Beamter und allem Anschein nach mit seiner Arbeit verheiratet, weshalb er vermutlich nicht viel für pinke Kurzhaarfrisuren übrig hatte. Tonks hatte sich für eine brave, unauffällige Variante ihrer selbst entschieden: schulterlanges, honigbraunes Haar, Faltenrock mit Bluse und große dunkle Augen, von denen sie hoffte, sie würden ihrem Vorgesetzten Vertrauen einflößen und vielleicht ein bisschen Sympathie für sie entlocken. Pflichtbewusst hatte sie sogar ihr Aurorenabzeichen vorne an ihren Umhang gepinnt, was ihr auf dem Weg durchs Atrium bewundernde aber auch ungläubige Blicke von allen Seiten einbrachte.

Doch trotz allem fühlte sie sich in der Führungsetage fehl am Platz.

Weder ihr Äußeres noch sonst etwas an ihr könnte sie je so verändern, dass sie auch nur entfernt den Zauberern und Hexen gliche, die täglich in dieser Abteilung ein und aus gingen.

Sie trugen pelzbesetzte Umhänge mit goldenen Schnallen und ungeheuer wichtige Mienen zur Schau. Ihr Gang war sicher und ohne große Hast. Egal, was es war, das ihre Aufmerksamkeit verlangte, es würde warten müssen bis sie gewillt waren, etwas von ihrer kostbaren Zeit dafür zu opfern.

Es gab in der Tat nicht viele Dinge, die es vermochten, Tonks zu verunsichern oder einzuschüchtern. Doch aus irgendeinem Grund brauchte sie nur die Führungsebene zu betreten, um sich sofort wie ein unterbelichteter Troll umgeben von einer Schar listiger Veelas zu fühlen.

Pünktlich um halb zwölf erreichte sie schließlich Scrimgeours Büro, das etwas abgelegen an einem kaum genutzten Flur lag, und klopfte an der Tür.

Ein kurzes, unwilliges Brummen ertönte, das Tonks als ein „Ja, bitte." oder auch „Herein." interpretierte. Vorsichtig drehte sie den Türknauf und wagte einen todesmutigen Blick in die Höhle des Löwen.

Besagter Mann saß nicht, wie Tonks erwartet hatte, hinter seinem Schreibtisch, sondern stand mit dem Rücken zu ihr vor einer eindrucksvollen Schrankwand voller dicker Folianten, die die gesamte rückwärtige Seite des Büros einnahm.

Zuerst sah es nicht so aus, als ob er ihr Eintreten überhaupt bemerkt hatte, so vertieft schien Scrimgeour in einen der Bände. Doch dann machte er eine ungeduldige Handbewegung in Tonks' Richtung, die immer noch steif wie eine Salzsäule im Türrahmen stand.

Folgsam kauerte sie sich auf einen der unbequemen Holzstühle vor dem abgestoßenen Schreibtisch. Die Einrichtung war auch sonst sehr schlicht, ja fast spartanisch, gehalten: Bis auf die Bücher gab es hier drin nichts wirklich wertvolles. Die Möbel waren alle aus dem gleichen, dunklen Holz und wirkten alt und staubig aber dennoch von guter Qualität. Nichts verriet auch nur eine Kleinigkeit über Scrimgeours Privatleben – falls er so etwas überhaupt hatte -. Weder Fotos noch andere persönliche Gegenstände ließen irgendwelche Schlüsse auf das Leben des Abteilungsleiters zu.

Tonks stellte sich eine jüngere Version von Scrimgeour gerne als karrierebesessenen Workaholic vor, der auf seinem Weg in die Führungsebene konsequent Familie und Freunde vernachlässigt hatte und deshalb nun – endlich am Ziel seiner Bemühungen angekommen – ziemlich alleine dastand. Besorgt dachte Tonks an Percy Weasley und fragte sich, ob ihm in seinem fanatischen Streben nach Anerkennung, vielleicht ein ähnliches Schicksal blühte.

Ihre Grübeleien wurden unterbrochen, da ihr Vorgesetzter nun hinter seinen Schreibtisch trat und einen sehr umfangreichen Band vor Tonks' Nase auf die Platte fallen ließ. Der laute Aufprall erschreckte sie, doch sie zwang sich, ihre neutrale Miene beizubehalten.

Endlich öffnete Scrimgeour den Mund und fragte leise aber eindringlich: „Wissen Sie, was das hier ist, Miss Tonks?"

Tonks, die sich bis eben noch tapfer bemüht hatte, Scrimgeour in die Augen zu sehen, senkte erleichtert den Blick und betrachtete das Buch vor ihr.

„Das ist eine Abschrift des Internationalen Geheimhaltungsabkommens." Jeder kannte seinen Inhalt. Das Abkommen bezog sich nicht nur auf die Geheimhaltung der Magie vor Muggeln, sondern war vielmehr das Manifest, auf dem sich alle Regeln und Maßnahmen der Zaubererwelt gründeten. Es diente als Grundlage für die magische Strafverfolgung und die vernunftgemäße Beschränkung von Zauberei Minderjähriger.

Scrimgeour nickte grimmig. „Und sagen Sie, Tonks, haben Sie es gelesen?"

Während ihrer Ausbildung hatte Tonks viele Seiten des Abkommens auswendig lernen müssen. Manche ihrer übereifrigen Kollegen waren sogar nach Prag gereist, um das dreihundert Jahre alte Originaldokument, das im dort ansässigen Zaubereiministerium ausgestellt wurde, zu bewundern. Doch kaum einer konnte von sich behaupten, alle 27 Abschnitte, die auf über fünfhundert dicht beschriebenen Seiten abgehandelt wurden, wirklich komplett gelesen zu haben.

Auch Tonks nicht.

Scrimgeour, der offenbar mit dieser Antwort gerechnet hatte, lächelte dünn und fuhr fort: „Dennoch dürfte Ihnen die Grundaussage des Abkommens ausreichend bekannt sein." Darauf erwartete er ganz offensichtlich keine Antwort von ihr, weshalb Tonks schwieg und aufmerksam zuhörte. „Sagen Sie, welche Aufgaben werden in dieser Schrift den Gesetzeshütern, den Auroren, zugeschrieben?"

Tonks runzelte die Stirn. Sollte das eine Art Abfrage werden? Sie hatte all das vor etwa einem Jahr für ihre Theorieprüfung gelernt, erinnerte sich aber nur noch an Bruchstücke.

Selbstbewusst begann sie, mit dem, was offensichtlich war: „Auroren sind Jäger schwarzer Magier. Im Unterschied zur magischen Polizeibrigade planen und koordinieren wir unsere Missionen selber, jedoch nicht ohne eindeutige Order der Abteilungsleitung und damit des Ministers." Tonks hielt kurz inne, weil ihr ein ganz bestimmter Satz aus einem Lehrbuch wieder einfiel, den Kingsley während ihrer Ausbildung wieder und wieder zitiert hatte. „Auroren sind nicht nur ihrem Gewissen, sondern auch – und vor allem - dem Ministerium für Zauberei verpflichtet. Im Zweifel ist stets die Order des Zaubereiministers oder einer seiner Assistenzkräfte zu befolgen." Gegen Ende wurde Tonks immer leiser, weil ihr auf einmal die volle Tragweite der Bedeutung dieser Worte klar wurde. Während ihrer Ausbildung hatte ihr dieser Teil der Aurorenarbeit am wenigsten ausgemacht. Doch damals hatte sie nicht geahnt, wie schnell ihr Vertrauen in das Ministerium und die Zauberer, die dort arbeiteten, erschüttert werden könnte. Ihr wurde klar, dass die Institution, auf die sie zum Abschluss ihrer Ausbildung einen Eid geschworen hatte, es schon lange bevor sie anfing für den Orden des Phönix zu arbeiten nicht mehr vermocht hatte, ihr blinden Gehorsam abzuverlangen.

Bagman, der Wettschulden mit Leprechanmünzen beglich und aufgrund seines Quidditchruhmes einer Haft in Askaban entgangen war - Cornelius Fudge, der aus Angst vor Veränderung hartnäckig die Augen vor offensichtlichen Wahrheiten verschloss - Lucius Malfoy, der sich Gefälligkeiten des Ministers genauso wie den Posten im Schulrat von Hogwarts mit seinem Vermögen erkauft hatte - Barty Crouch, der in seinem Machtstreben den eigenen Sohn nicht als Todesser erkennen konnte - Journalisten wie Rita Kimkorn, die für Geld schamlos die Lügen verbreiteten, die das Ministerium gedruckt sehen wollte … dieser ganze verlogene Haufen war Tonks, ohne dass sie es sofort gemerkt hätte, so zuwider geworden.

„Das ist korrekt, Miss Tonks. Loyalität und Gehorsam sind damals wie heute für den Beruf des Aurors unverzichtbar, vergessen Sie das nicht." Scrimgeour sah sie scharfsinnig an. „Ich halte Sie für eine überaus begabte und moralisch gefestigte Mitarbeiterin. Aber ich rate Ihnen, nicht zu vergessen, wem Sie verpflichtet sind. Ihnen steht hier eine große Zukunft im Dienste der Zauberergemeinschaft bevor. Und solange Sie sich im Rahmen unserer Gesetze bewegen,", er legte seine Hand bedeutungsvoll auf den ledernen Umschlag des Abkommens, „soll Ihnen hier nichts im Wege stehen."

Tonks wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie hatte keine Ahnung, was Scrimgeour ihr mit diesem Vortrag zu verstehen geben wollte. Hatte er ihr etwas Konkretes vorzuwerfen? Weshalb zeigte er sie dann nicht einfach an? Oder wollte er sie erpressen? Sie hielt ihn eigentlich nicht für besonders intrigant. Wie unsympathisch und furchterregend Scrimgeour auch sein mochte, Tonks war davon überzeugt, dass er zu den wenigen leitenden Angestellten des Ministeriums gehörte, denen Tugend und Moral mehr wert war als Gold und Privilegien.

Vielleicht wollte er ihr wirklich nur einen gut gemeinten Ratschlag erteilen. Was sprach dagegen, dass er sie tatsächlich für begabt hielt und sie loben wollte?

„Und da wäre noch etwas." Tonks' Hoffnung schwand. „Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ihr Teamleiter Shacklebolt sie möglicherweise zu frei agieren lässt. Ihre bisher einzige Mission war mangelhaft geplant und nicht ausreichend angeleitet. Zudem hat Mr. Shacklebolt einige … Dinge geäußert, die mich daran zweifeln lassen, ob sie gut bei ihm aufgehoben sind." Scrimgeour wirkte aufrichtig besorgt.

Tonks schluckte. Er dachte, Kingsley hätte schlechten Einfluss auf sie! Es war in Scrimgeours Augen offenbar naheliegender, dass ein Lehrer seine Schülerin negativ beeinflusste, als umgekehrt. Nun steckte Kingsley in ernsthaften Schwierigkeiten nur wegen ihr!

Tonks beeilte sich zu sagen: „Nein … ich meine: Doch, das bin ich ganz sicher. Wirklich, Sie müssen sich keine Sorgen machen. Kings- Äh – Mr. Shacklebolt ist ein großartiger Teamleiter. Ich … fühle mich bei ihm sehr wohl. Und das mit der Mission tut mir schrecklich Leid. Die Zwischenfälle waren allein meine Schuld. Mr. Shacklebolt hat mich gut darauf vorbereitet."

Scrimgeour nickte verständnisvoll, wenn auch noch nicht vollständig überzeugt.

Doch dann setzte er wieder sein dünnes Lächeln auf und erhob sich. „Gut, belassen wir erst einmal alles wie es ist. Denken Sie immer daran: Wenn Sie es hier zu etwas bringen wollen, sollten Sie an ihrem Pflichtbewusstsein arbeiten und nicht zulassen, dass irgendetwas Sie von Ihren Aufgaben ablenkt. Viel Glück."

Tonks stand verwundert auf. War das eine Drohung oder nur ein strenger Hinweis?

Sie hob den Kopf und sah in Scrimgeours starre eisblaue Augen. „Sir, weshalb liegt Ihnen so viel daran, dass ich im Ministerium Karriere mache?" Sie versuchte, nicht allzu misstrauisch zu klingen, konnte aus Scrimgeours undurchdringlicher Miene allerdings nicht erschließen, ob sie ihn überzeugte.

Scrimgeour schien seine Worte genau abzuwiegen, bevor er ihr antwortete. „Das Ministerium macht eine schwierige Zeit durch. Wir sehen uns mit Anschuldigungen und Zweifeln überhäuft, seit dem Zerwürfnis des Ministers mit Albus Dumbledore. Gerade jetzt brauchen wir junge, engagierte und vor allem treue Mitarbeiter wie Sie, die das Misterium durch diese Krise bringen und der Bevölkerung helfen, ihr Vertrauen in unsere Sache zurück zu gewinnen."

Scrimgeour packte Tonks' Schulter und fixierte sie eindringlich. „Ich hoffe, dass wir auf Ihre Hilfe zählen können."

Tonks schluckte und nickte langsam. Bemüht, jeden Zweifel aus ihrer Stimme zu verbannen, erwiderte sie: „Natürlich … Sir, Sie können sich auf mich verlassen."