Magie ist Macht
Es war nicht schwer die Quelle des Lärms zu finden. Nicht nur das grelle Licht des Dunklen Mals, auch Sirius' empfindliche Spürnase wiesen ihnen den Weg. In Hundegestalt hetzte er der kleinen Gruppe, bestehend aus Alastor, Bill und Tonks, voraus. Er hatte sich verwandelt und war aus der offenen Tür des Grimmauldplatzes Nr. 12 entwischt, bevor ihn jemand aufhalten konnte. Nun versuchten sie Schritt mit ihm zu halten, die Zauberstäbe im Anschlag, Bill nur in Pyjama und Morgenmantel, Alastor sein Holzbein verfluchend. Wenige Blocks weiter fanden sie, wonach sie gesucht hatten. Aus dem Schacht eines U-Bahnhofs drangen vereinzelte ängstliche Schreie begleitet von lautem Gelächter.
Sirius rannte bereits die Treppen hinunter, doch Tonks und die anderen hielten am Eingang inne. Bill stützte sich keuchend auf seinen Knien ab. Auch Alastor musste erst wieder zu Atem kommen. „Was ist der Plan?", flüsterte Tonks aufgeregt. Seit sie das Dunkle Mal erblickt hatte, raste ihr Puls auf Hochtouren und sie fühlte sich wie elektrisiert. Alastor räusperte sich und deutete dann auf Bill. „Eingang sichern. Wollen nicht noch mehr Leute dort unten. Und ruf jemanden vom Ministerium."
Mit einem Wink in Tonks' Richtung bedeutete er ihr, mit nach unten zu kommen. Sie nickte, tauschte einen hastigen Blick mit Bill und schwang sich dann behände über das Drehkreuz. Alastor sprengte es einfach aus dem Weg, um ihr zu folgen. So schnell sie konnten, machten sie sich an den Abstieg. Unter die Schreie der Menschen mischte sich nun das Bellen und Knurren von Sirius. Der große schwarze Hund hatte sich hinter der nächsten Biegung schützend vor einer am Boden kauernden Frau aufgebaut. Ihm gegenüber stand ein hagerer Mann mit schwarzem Umhang und einer stählern glänzenden Todessermaske im Gesicht. Weiter hinten drängten sich zwei Männer und eine Frau um ein weiteres Opfer, das am Boden lag und leise wimmerte.
Einige obdachlose Muggel hatten in dieser kalten Neujahrsnacht offenbar Schutz in dem U-Bahnschacht gesucht und waren dort von den Todessern überrascht worden. Entsetzt registrierte Tonks den Körper eines weiteren Muggels, der kopfüber von der Decke hing, von Magie in der Luft gehalten. Halb verdeckt von seinen baumelnden Kleidern und Gliedmaßen sah sie die Botschaft in blutroter krakeliger Schrift, der hinter ihm auf der gefliesten Wand zu lesen war: Magie ist Macht. Wutentbrannt hob sie den Zauberstab. „Expelliarmus!" Der hagere Todesser blockte ihren Zauber in letzter Sekunde und schoss ihr eine Salve von Flüchen entgegen. Die Gruppe am anderen Ende des Korridors stob erschrocken auseinander und verschwand dann in Richtung der Gleise, ihr Opfer hinter sich her schleifend.
Alastor folgte ihnen, Sirius sprang den hageren Todesser an und Tonks beugte sich zu der Muggelfrau hinunter, die immer noch schluchzend am Boden saß. „Sind Sie verletzt? Können Sie stehen?", fragte sie eindringlich. Die alte Frau nuschelte etwas unverständliches, rappelte sich dann aber doch auf und stand auf wackeligen Beinen. „Gut. Verschwinden Sie von hier, schnell. Gehen Sie nach oben, mein Freund kann Ihnen helfen!" Tonks drängte sie zum Ausgang und die Frau wankte so schnell sie konnte die Treppe hinauf.
Erleichtert wandte Tonks sich wieder dem Geschehen zu. Sirius hatte den Todesser inzwischen zu Fall gebracht und schien sich in seinen Arm verbissen zu haben. Tonks verpasste dem strampelnden Mann eine Ganzkörperklammer. „Halt ihn hier fest, ich muss Mad Eye helfen!", rief sie Sirius zu.
Der Körper des Muggels, der soeben noch in der Luft gehangen hatte, war zu Boden gefallen und war nur noch ein Bündel alter Kleider am Fuß der beschmierten Wand. Mit zusammengepressten Lippen schob Tonks sich an ihm vorbei. Sie brauchte nicht seinen Puls zu messen, um zu wissen, dass er tot war. Mühsam kämpfte sie Trauer, Hass, Wut und Übelkeit in sich nieder und rannte die nächste Treppe hinunter. Weiter unten empfing sie Schwärze. Die Todesser mussten auf ihrer Flucht die Lampen zerstört haben, um im Schutz der Dunkelheit zu verschwinden. „Lumos!", zischte Tonks, während sie den Gang zu den unterirdischen Gleisen entlang rannte. Sie hörte keine Schreie mehr, was sie eher alarmierte als beruhigte. Alastor war den Todessern drei zu eins unterlegen und sie waren ohne Zweifel skrupelloser.
Sie schlitterte um eine Ecke und stand plötzlich direkt vor dem schwarzen Abgrund der Bahngleise. Sie fing sich im letzten Moment und sah sich um. Keine zwanzig Meter weiter stand einer der Todesser mit dem Rücken zu ihr, den letzten Muggel fest im Schwitzkasten. Alastor richtete seinen Zauberstab auf das Paar, griff aber nicht an. „Lasst uns in Frieden und dem Aas geschieht nichts!", schrie der Todesser drohend. Seine zwei Kumpane bewegten sie langsam auf Alastor zu. Die Frau, die am Rand des Gleises entlanglief, krächzte heiser: „Los, lass uns abhauen, Amycus." – „Ich hab gesagt, halt die Klappe!", schnauzte er sie an. „Ich hab alles unter Kontrolle. Weißt du nicht, wer das ist?" Anklagend richtete er seinen Zauberstab auf Alastor. „Diese Fratze würde ich überall wiedererkennen. Er ist schuld, dass seinerzeit viele gute Leute nach Askaban geschafft wurden!" Alastor schoss einen Fluch auf Amycus, dem er geduckt entging. Er packte den erschlafften Muggel noch fester und kreischte: „Mach das besser nicht nochmal, du Missgeburt!"
Tonks musste eingreifen. Sie fürchtete zwar um die Sicherheit der Geisel, hoffte aber, ihr Überraschungsangriff würde den Todesser sofort ausschalten. „Stupor!" Ihr Zauber traf Amycus genau zwischen den Schulterblättern. Er sackte zusammen, rollte vom Bahnsteig und riss den Muggel zu Tonks' Bestürzung mit sich auf die Gleise. Die Frau schrie entsetzt auf und sprang ihm zu Hilfe.
Der letzte Todesser, ein kleiner stämmiger Mann, dessen Gesicht seltsamerweise nicht von einer Maske verdeckt wurde, wirbelte zu Tonks herum und begann sie mit Flüchen zu bombardieren. Sie wehrte diese ab, so gut sie konnte, war allerdings verblüfft von der Geschicklichkeit und Hinterhältigkeit der Attacken. Der Zauberer nutzte seine Umgebung so meisterhaft, dass sie sich fragte, wie er so vertraut mit der Bauweise der Muggel sein konnte. Er schoss gezielt einen Fluch auf die Mauer hinter Tonks, wo offenbar ein Wasserrohr verlief. Er zapfte es an und ließ den harten kalten Strahl direkt auf sie zufliegen, sodass der Aufprall ihr die Beine unterm Körper wegriss. Prustend rappelte Tonks sich auf und erwiderte seinen Angriff, den er jedoch mithilfe einer fliegenden Wartebank abwehrte. Der Zauber zerfiel in tausend Funken. Einige trafen den altmodischen Fahrkartenautomaten am Ende des Gleises, der augenblicklich in Flammen aufging. Tonks kniff verwirrt die Augen zusammen. Ihr Zauber war zwar stark gewesen, konnte aber eigentlich nicht solche Zerstörung hervorrufen. Der Automat musste in irgendeiner Weise präpariert worden sein …
Alastor hatte inzwischen die kreischende Hexe zurückgedrängt und zog den bewusstlosen Muggel unter dem Körper des geschockten Todessers hervor. Mithilfe eines Schwebezaubers gelangten beide zurück auf das Gleis, wo Alastor den Muggel behutsam ablegte. Sofort stürzte die Todesserin sich wieder auf den Mann auf den Gleisen und versuchte, ihn aufzuwecken.
In diesem Moment schoss der kleine stämmige Todesser einen Fluch auf eine der Deckenplatten über Tonks ab. Fliesen explodierten in tausende scharfkantige Stücke und Putz rieselte von der Decke. Schützend hielt Tonks sich ihren Arm vors Gesicht und schleuderte wütend einen mächtigen Fluch, der den Todesser gegen eine Reklamefläche katapultierte. Für einen kurzen Augenblick herrschte Stille, die nur von allgemeinem Keuchen und Stöhnen unterbrochen wurde.
Doch dann war auch ein anderes Geräusch zu vernehmen: Erst leise und weit entfernt, dann immer deutlicher. Das Quietschen und Rattern einer nahenden U-Bahn.
Die Todesserin auf den Gleisen erblasste und schüttelte ihren Partner noch heftiger. „Ich bring uns hier raus!", rief sie über den Lärm des Zugs. Und dann geschah alles auf einmal.
Die Hexe riss den bewusstlosen Todesser in eine halb stehende Position und hob den Zauberstab. Der Zauberer, den Tonks soeben durch die Luft geschleudert hatte, fuhr hoch und schrie mit geweiteten Augen: „Wartet auf mich!" Doch es war zu spät. Ohne ihn eines Blickes zu würdigen, wirbelte die Hexe auf der Stelle und zog ihren Gefährten mit sich als sie disapparierte. Der zurückgebliebene Todesser, stürzte auf die Gleise, kam aber zu spät und griff ins Leere. Die U-Bahn war bereits so nah, dass Tonks' Ohren dröhnten und sie die Scheinwerfer im Dunkel des Tunnels erahnen konnte. Der Todesser sah sich gehetzt um. Seine Augen huschten zwischen dem heranbrausenden Zug und den ausgestreckten Zauberstäben von Alastor und Tonks hin und her. Er war offensichtlich völlig ratlos und verzweifelt. Die Lichter der Bahn hatten ihn schon beinahe erfasst und Tonks rief etwas Zusammenhangloses, in der Hoffnung, er würde sich retten. Endlich schien der in die Enge getriebene Todesser einen Entschluss zu fassen, er drehte sich rasch auf der Stelle und verschwand Sekunden bevor der Zug ihn überrollen konnte.
Offenbar war dies keine gewöhnliche Fahrt, denn die Bahn rauschte ungerührt weiter, ohne an ihrer Station Halt zu machen. Erleichtert ließ Tonks sich neben Alastor und dem Muggel auf die Knie fallen. Sie verzog mitleidig das Gesicht, als sie die groben Misshandlungen sah, die der Mann durch die Todesser erlitten hatte. Seine Augen waren zugeschwollen, Lippen und Nase blutig und sein Bein stand in einem verdrehten Winkel vom Körper ab. Alastor war schon dabei, seine Verletzungen zu behandeln. Er sprach ihm beruhigend zu und ließ seinen Zauberstab über die Schnitte und Blutergüsse wandern. Auf einmal hörte Tonks ein unterdrücktes Stöhnen, das nicht von dem Muggel stammte. Sie lugte vorsichtig um die Ecke einer breiten Säule und zuckte zusammen bei dem schrecklichen Anblick, der sich ihr bot. Der Todesser, der kurz zuvor von den Gleisen disappariert war, lag am Fuß der Säule und war über und über mit klaffenden Wunden bedeckt, aus denen Unmengen von tiefrotem Blut rannen und eine große Lache bildeten. Beim Versuch, sich schnell in Sicherheit zu bringen, war er von oben bis untern zersplintert, so schlimm, wie Tonks es noch nie gesehen hatte.
„Alastor! Hilf mir, er stirbt!" Hilflos, versuchte Tonks einen Zauber, um die Blutung zu stoppen, doch die Pfütze auf dem Boden war bereits so groß, dass sie sich fragte, wieviel überhaupt noch im Inneren des Todessers übrig sein konnte. Er ächzte vor Schmerz und stammelte kaum verständliche Wortfetzen: „Wollte das nicht … meine Mutter … jemand muss ihr sagen … wollte das alles nicht." Tonks murmelte in einem Fort alle Heilzauber, die ihr einfielen. Durch den Tränenschleier in ihren Augen, war es schwer, den Zauberer weiter anzusehen. Die Szene verschwamm immer mehr zu einem Gemisch aus Grau, Weiß und Rot.
Schließlich spürte sie Alastors Hand auf ihrer Schulter. „Fang es auf.", raunte er und gab ihr eine kleine Phiole aus Glas. „Was?" Tonks wischte sich Tränen und Staub aus dem Gesicht und sah zu ihm auf. Alastors vernarbte Züge zeigten Bedauern und ernste Entschlossenheit. „Könnte noch nützlich sein. Für den hier ist es sowieso zu spät." Er bückte sich und zeigte ihr, wie sie das Fläschchen unter die leeren Augen des Todessers halten musste, sodass eine silbrig schimmernde Flüssigkeit hineintropfte. „Memoriam Revelio.", flüsterte Alastor und der seltsame Strom verdickte sich und rann etwas schneller. Tonks musste bald die Phiole austauschen und ein paar Tropfen des milchigen Zeugs liefen ihr über die Finger. Sie fühlten sich warm an und prickelten auf der Haut. Drei Fläschchen füllte sie mit der Flüssigkeit, die, wie ihr nun klar wurde, die Erinnerungen des toten Mannes enthielt. Sie wusste durch ihre Ausbildung ein wenig über flüssige Gedanken, hatte dieses magische Phänomen allerdings noch nie mit eigenen Augen gesehen.
Obwohl der leblose Zauberer vor ihr sie so erbarmungslos angegriffen hatte und Mitschuld am Leid der Muggel trug, fühlte sie sich schäbig, seine Erinnerungen, ohne sein Einverständnis, aufzufangen. Doch auch wenn sie sich wie eine Grabräuberin vorkam, verstand sie Alastors Absicht. Diese Erinnerungen konnten ihnen möglicherweise tiefere Einblicke in das Netzwerk der Todesser geben. Vorausgesetzt, dieser Todesser war mit wichtigen Hinweisen betraut worden. Nicht nur trug er keine Maske, er hatte auch kein Dunkles Mal, wie sie mit einem Blick auf seinen linken Unterarm feststellte. Wer war er? Und was hatte er mit den maskierten Anhängern Voldemorts zu schaffen?
Tonks fuhr zusammen, als sie von jenseits der Treppen ein lautes Aufjaulen hörte. Es hallte durch die dunklen Gänge der Station und ließ ihr die Haare zu Berge stehen. „Sirius!" Sie sprang auf, den Zauberstab fest in der freien Faust.
Alastor bedeutete ihr zu schweigen und humpelte zu ihr herüber. „Hier draußen nur Schnuffel.", flüsterte er eindringlich. „Geh rauf, ich halte hier die Stellung."
Tonks nickte, schon wieder den Tränen nahe. Sie warf einen letzten Blick auf die zerstörte Station. Der Schutt und Staub und das Wasser, das aus dem zerborstenen Rohr rauschte, der leblose Todesser und der verletzte Muggel, der sich dank Alastor wieder zu erholen schien. Sie hörte erneut Sirius' schmerzerfülltes Fiepen und rannte los.
Zuerst fürchtete sie, sich zwischen den langen Gängen und endlosen Treppen verlaufen. Sie fühlte sich so orientierungslos wie in ihrem ersten Jahr in Hogwarts, als sie weder den Aufbau des Schlosses noch seine zahlreichen Geheimwege und Abkürzungen kannte. Und nie während ihrer Schulzeit hatte sie sich auf ihren Irrwegen so verängstigt gefühlt wie jetzt.
Endlich sah sie am Ende eines Tunnels das vertraute Flackern einer Neonröhre. Ein langer hagerer Schatten fiel auf die gegenüberliegende Wand und Tonks hörte die dunkle grausame Stimme des Todessers: „Crucio!" Sirius jaulte laut auf, sodass das Geräusch von den Wänden widerhallte und hin und hergeworfen wurde.
„Nein! Stupor! Impedimenta!", schrie Tonks mit sich überschlagender Stimme. Ihr erster Fluch verfehlte den Todesser um Haaresbreite, den zweiten wehrte er geschickt ab, nun da er sich ihrer Anwesenheit bewusst war. Er ließ von Sirius ab, der sich in einer Ecke krümmte. Sein Fell war an vielen Stellen versengt und aus einigen Wunden tropfte Blut auf die Fliesen.
Das fiese Lachen des Todessers trieb Tonks zur Weißglut. „Revelio!", brüllte sie und die silberne Maske wurde ihm vom Gesicht gerissen. Dahinter kam ein scharfkantiges Gesicht zum Vorschein, das ihr schrecklicherweise bekannt vorkam.
Das Grinsen war ihm mittlerweile vergangen und er schleuderte ärgerlich einen Fluch nach dem anderen nach ihr. Tonks duckte sich blitzschnell, zog ihre Schutzschilde hoch und versuchte, immer in Bewegung zu bleiben.
Der Todesser sprach seine Beschwörungen nur selten aus, doch an den farbigen Blitzen und der Intensität, mit der die Zauber an ihren Ohren vorbeizischten, erkannte sie mehrere unverzeihliche Flüche. „Du Scheusal!", keifte sie. Endlich drang einer ihrer machtvollen Zauber durch die Abwehr des Todessers und legte enge Fesseln um seine Hände und Füße, was ihn sofort ins Wanken brachte.
Tonks holte aus, um ihn zu entwaffnen, als sie Rufe und das rhythmische Auftreten von schweren Stiefeln vom Eingang herhörte. Im nächsten Moment schlitterte Bill um die Ecke und rannte auf sie zu. „Die Polizeibrigade ist hier!", keuchte er aufgeregt. „Schnuffel muss hier weg. Sofort!"
Tonks wirbelte wieder zu dem Todesser herum, der bei Bills Geschrei erblasst war. Ehe sie ihn schocken konnte, drehte er sich auf der Stelle und disapparierte.
„Verdammt!", fluchte sie laut, konnte ihrer Wut aber nicht mehr gebührend Luft machen.
Bill packte sie an den Schultern. „Sie sind fast da, du musst Sirius in Sicherheit bringen. SOFORT! Wenn sie ihn hier sehen …"
Tonks nickte und rannte zu dem schwarzen Hund, der immer noch bewegungslos am Boden lag. Zu ihrer Erleichterung atmete er kräftig, doch seine Verletzungen waren schwer.
„Geh, ich kümmere mich um alles!", beschwor Bill sie.
„Alastor ist noch da unten. Und die Muggel …", Tonks spürte einen unaufhaltsamen Schluchzer in sich aufsteigen, als ihr Blick erneut auf den abscheulichen Schriftzug an der Wand fiel. Magie ist Macht.
Bill zog sie in eine kurze, aber feste Umarmung. „Wir sehen uns im Hauptquartier. Bring ihn in Sicherheit. Alles wird gut." Damit legte er ihre Arme um den Hals des Hundes und schob sie mit sanfter Gewalt in die Drehung, die sie zum Verschwinden brachte. Tonks kniff ihre Augen fest zu, als die Dunkelheit sie verschlang.
