Kapitel 3
(Am Nächsten Morgen, dem 23. Juli 2016, 07:00 Uhr)
Am nächsten Morgen erwachte Harry relativ früh, da er es gewohnt ist, früh aufzustehen, selbst im Sommer. Er braucht ein paar Minuten, um sich zu orientieren und sich zu erinnern, wo er ist. Dann findet er plötzlich seine Gedanken klar, als er sich an alles vom vorherigen Tag erinnerte. Er ist jetzt in Gardenia, seiner neuen Heimat, weit weg von den Dursleys, und frei zu tun, was er will. Ein Gedanke kommt ihm plötzlich. Könnte er Magie anwenden, ohne erwischt zu werden. Immerhin sollte ihn das magische Großbritannien hier nicht orten können, Aber ob sie das können oder nicht, das amerikanische Ministerium könnte es immer noch und es wäre besser, wenn sie nicht von ihm erfahren würden. Immerhin ist er doch im geheimen Urlaub und auf möglicher Flucht.
Nach einer weiteren kurzen Zeit entscheidet sich Harry aufzustehen und sich für den Tag fertig zu machen. Nach einer halben Stunde Dusche , Zähneputzen und umziehen, begann er aus seinem Zimmer in Richtung Cafeteria des Hotels zu gelangen.
Unten angekommen geht er ruhig in den entsprechenden Den Raum und bemerkt nur wenige andere Leute dort. So früh wollen nur wenige bereits den Tag beginnen. Sich umsehend sieht er einen großen Raum in U-Form mit vielen Tischen und Stühlen aus Holz. Auf jedem Tisch steht außerdem eine Kanne mit Wasser, einige Gläser und Salz- und Pfefferstreuer. Ebenfalls ist ein großes Buffet vorhanden mit allerlei Nahrungsmitteln. Dort stehen Brötchen und Brot und Croissants, Wurst und Käse und Schokoladencreme und Marmelade, Cornflakes und Müsli und Joghurt , Speck und Eier und Würstchen. Daneben steht außerdem ein Kaffeeautomat, drei Arten von Säften und Tee.
Harry nimmt sich einen Teller mit Croissants, Schokolade und Speck und eine Schüssel mit Müsli, dazu noch Orangensaft.
Nachdem er alles eingesammelt hat geht er zu einem Tisch und genießt das Essen. Währenddessen beginnt er jedoch auch über einiges nachzudenken. Und zwar sein neues Leben, Magie und noch etwas.
Wenn er wirklich vorhaben sollte, in Gardenia bleiben zu wollen, dann müsste er sehr viel planen. Er bräuchte nicht nur eine dauerhafte Unterkunft, sondern müsste auch zur Schule gehen oder einen Job finden, damit es nicht misstrauisch wirkt, dass ein Jugendlicher den ganzen Tag, sobald keine Ferien mehr sind, nichts zu tun zu haben scheint. Noch dazu ist da der Krieg in magischen Großbritannien. Könnte er wirklich einfach so gehen, seine Freunde, Hogwarts und seine „Pflicht" zurücklassen.?n Auf der einen Seite kommt er sich wie ein Feigling vor, auf der anderen Seite erinnert er sich an Sirius seine Worte. Er ist nur sechzehn, ums laut zu schreien. Er sollte solche Probleme nicht haben müssen. Hogwarts zu verlassen wäre zwar traurig, andernfalls aber auch erleichternd. Es war sein erstes richtiges Zuhause, wo er Magie lernte und Freunde traf. Früher hätte das alles nur wie ein Traum erschienen, bis er für ihn war wurde. Auf der anderen Seite wäre es sehr befriedigend, mal ein ruhiges Jahr zu Haben, ohne Cerberus, Basilisken, Dementoren und Todessern. Und was seine Freunde angeht, muss er sich noch was einfallen lassen, sollte er sie in Groß Britannien lassen, während er in Gardenia entspannt. Hmm.
Magie ist eine weitere schwierige Frage. Er kann es nicht riskieren, sie einfach einzusetzen und erwischt zu werden. Er lebte schon davor wie ein Muggel, er könnte es auch wieder tun. Doch gleichzeitig ist Magie ein Teil von ihm geworden. Es ist mehr als nur ein Werkzeug, es ist ein Teil von der Welt, egal ob magisch oder nicht. Schon seit einiger Zeit spürt er Magie um sich herum. Irgendwann als er dreizehn oder vierzehn wurde, begann seine Wahrnehmung anders zu werden. Er spürte eine bebende und beinahe schon „atmende" Kraft um sich herum. Er hat es zuvor noch niemanden erwähnt, da er nicht noch mehr hervorstechen wollte, doch er wünschte sich wirklich mit jemanden darüber sprechen zu können. Jedenfalls muss Harry einen Weg für sich finden, Magie zu wirken, ohne erwischt zu werden. Doch er hat keine Ahnung, wie er das anstellen soll.
Zuletzt kommt ihm dann noch ein gewisses rosa haariges Mädchen in den Sinn, worauf er wieder ein wenig errötet. Roxy hat sich ziemlich in seinen Verstand festgesetzt, obwohl er sie kaum kennt. Es ist jedoch ein wenig, okay total anders, als damals mit Cho. Wo er zuvor ein unbeholfenes Nervenbündel war und von einem hübschen Gesicht geblendet war, fühlt es sich diesmal anders an. Er kann es nicht wirklich beschreiben, aber irgendetwas scheint ihn zu ihr hinzuziehen. Und nun ja, hübsch ist sie jedoch trotzdem. Das kann er nicht leugnen.
Sich wieder zu konzentrieren versuchend setzt Harry sein Frühstück fort und genießt einfach eine ruhige Zeit. Sobald er fertig ist zieht er sich in sein Zimmer zurück und öffnete erst einmal für Hedwig den Käfig und das Fenster.
„Flieg ein bisschen mein Mädchen. Ich werde für eine Weile draußen sein", sagte Harry, während er sanft Hedwigs Federn streichelt.
„Bargh", krächzte Hedwig ihn liebevoll an und breitete dann ihre Flügel aus, um zu fliegen.
Kurz darauf nimmt Harry alle Sachen aus dem Zimmer, welche er gebrauchen könnte, wie zum Beispiel sein Portmonaie und einige der Broschüren, und beginnt sich auf den Weg zu machen. Mit einem letzten Blick auf die Uhr, welche aktuell 8:00 Uhr anzeigt, macht er sich aus der Tür heraus.
Draußen strahlt bereits am Himmel die Sonne und es sind angenehme 20 Grad. Harry beginnt einfach ein wenig durch die Gegend zu laufen und seine neue Gegend in sich aufzunehmen. Überall sind bunte Häuser zu sehen, Caffees und Restaurants, Supermärkte und Kiosks und Parks. Nach einigem Überlegen erinnert sich Harry an etwas weiteres wichtiges, was ihm bisher nicht in den Sinn kam. Er braucht ein Telefon.
Mit dieser neuen Idee macht er sich auf den Weg, um einen Elektronikshop zu suchen, was ein bisschen schwerer ist, als er dachte, denn er war noch nie in einem und sucht jetzt einen in einer noch wenig erforschten Gegend.
Nach einigen weiteren Minuten hin und her findet er endlich einen Stadtplan, welcher ihm den Weg gut detailliert anweist.
Dort angekommen geht er rein und muss sich erst einmal umsehen, erstaunt über so viel Technologie, welche er noch nie wirklich sah, oder zumindest nicht aus der Nähe.
„Eine weitere Sache auf meiner langen Liste über Dursleys, wofür ich ihnen danken muss", denkt sich Harry verärgert und sarkastisch.
Da Harry nicht wirklich viel über moderne Technologie weiß, sucht er sich einfach einen angestellten und fragt um ein wenig Hilfe. Jedoch muss er darauf achten, nicht falsches su sagen, was verdächtig klingen könnt.
„Entschuldigen Sie, ich suche ein neues Handy und wollte wissen, welches am aktuellsten ist.", fragte Harry den nächst gelegendsten Angestellten.
„Ah, na wenn das so ist, dann kommen Sie mit mir hier rüber", sagte der Angestellte, „ Hier drüben haben wir unsere aktuellsten Modelle der größten Handymarken".
Beide bewegen sich zu einem der Tische, auf denen mehrere Handys mit unterschiedlichen aussehen liegen. Zwölf nebeneinanderliegende Handys in unterschiedlichen Größen, Farben und Marken.
„Was suchen Sie denn genau , Sir", fragte der Angestellte.
„Ah, shit", denkt sich Harry, „Nun, alles, was mein neues Handy können soll, ist telefonieren, Nachrichten schreiben, mir den Weg weisen und vielleicht das ein oder andere Spiele spielen lassen."
„Also ist im Grunde jedes dieser Handys in Ordnung", bemerkte der Angestellte, „Nun, dann würde ich ihnen dieses hier empfehlen". Hier hält der Angestellte eins hoch, welches 12 Zoll groß und schwarz ist.
„Das Handy hier ist bei Jugendlichen und Erwachsenen ziemlich beliebt. Es hat alles , was Sie sich wünschen, das aktuellste Betriebssystem und ist noch dazu mit einem ausgeglichenen Preis zu erhalten", sagte der Angestellte.
Harry nimmt das Handy und schaut es sich an, versucht so zu tun, als würde er viel darüber verstehen. Nach einigen Sekunden Bedenkzeit entscheidet er sich schließlich.
„In Ordnung, ich nehme das Handy", sagte Harry.
„Ausgezeichnet", sagte der Angestellte, „dann kommen Sie doch bitte mit mir zur Kasse".
Beide bewegen sich zur Kasse und der Angestellte scannt das Handy und sagt Harry: „Das währen dann 600$ , Sir".
Harry holt sein Portmonaie heraus und zieht Gringotts Karte und hofft wirklich, dass es funktioniert.
Der Angestellte greift einfach nach der Karte, scannt sie und gibt sie Harry anschließend zurück.
„Na dann, vielen dank für ihren Einkauf, Sir"; sagte der Angestellte und bedankt sich bei Harry für den Einkauf.
Harry nimmt sich dann das Handy und macht sich wieder auf den Weg.
Er schaut sich das Handy an und untersucht es ein wenig, schaut, was er alles damit tun kann. Er findet entsprechende Funktionen zum telefonieren, einen App-Store zum App herunterladen, einen Nachrichten-Messenger, eine Online-Karten Funktion, das Programm Einstellungen und sogar eine Musik-App.
Interessiert schaut sich Harry das Handy noch eine Weile an, während er ziellos durch Gardenia läuft. Bis er plötzlich etwas spürt.
Eine magische Welle, welche stark und doch auch unbekannt wirkt. Sofort stoppt Harry und erstarrt mit großen Augen, unfähig einen klaren Gedanken zu fassen. Nach nur wenigen Sekunden fasst er sich jedoch wieder und konzentriert sich auf das, was er soeben fühlte. Zuerst kann er nichts erkennen, doch dann wird es allmählig deutlicher. Nicht weit entfernt fühlt er sechs magische Energiesignaturen, welche er noch nie zuvor gespürt hat. Und damit meint er nicht, dass es von unbekannten Personen kommt, also nicht nur, sondern auch, das es ihm unbekannte Magie ist. Er will zwar jetzt nicht behaupten, dass er alle Arten von Magie kennt, doch das hier fühlt sich „fremd" an. Er kann es nicht wirklich beschreiben, aber irgendwie ist es, naja, anders.
Nicht sicher, was er tun soll, entscheidet Harry erst einmal einen anderen Weg zu nehmen und später sich damit zu beschäftigen. Er hoffte nur wirklich, dass wer auch immer das ist, oder womöglich auch was das ist, dass er oder sie oder es nicht feindlich gesinnt ist und ihn auch nicht spüren kann. Dass letzte, was er jetzt gebrauchen könnte, ist erneut ein Feind, welcher stärker und wer weiß was alles ist. Er will sich wirklich nicht im Urlaub mit fremder Magie beschäftigen müssen. Selbst wenn er ein wenig interessiert ist.
So findet sich Harry also in eine andere Richtung gehend wieder, immer noch nicht ganz so sicher, was genau er tun soll. Das ist, bis er plötzlich jemanden auf der anderen Straßenseite sieht. Jemand, der ihm sehr bekannt vorkommt.
Dort, nur wenige Meter entfernt, läuft Roxy spazieren mit einem Hund. Sie trägt wieder dasselbe Outfit wie am Abend zuvor und sieht noch immer genauso hübsch aus.
„Nein, schlechter Harry! Reis dich zusammen", scheltet sich Harry selbst.
Da er nichts anderes zu tun hat und Roxy gerne wiedersehen und sie besser kennenlernen würde, entscheidet er sich, zu ihr rüber zu gehen und hoffentlich ein wenig Zeit mit ihr verbringen zu können.
„Hey Roxy", rief Harry und sprintete zu ihr.
Roxy, wer das hörte, drehte sich herum und sah Harry auf sich zukommen, ein strahlendes Lächeln im Gesicht, da sie sich freut, ihn so schnell wieder zu sehen.
„Harry! Hallo! Ich bin froh, dich wieder zu sehen. Was machst du gerade?", fragte sie ihn, während sie ihm freundlich zuwinkt.
„Oh weißt du, nur ein wenig durch Gardenia schlendern, ein wenig meine neue Gegend kennenlernen, und so", sagte Harry ein wenig unbeholfen, was auch sein Lächeln verrät.
„Ach ja, du sagtest ja, das du neu in der Stadt seist! Wie gefällt es dir hier. Eine wirklich schöne Stadt, nicht wahr?", sagte Roxy sehr heiter.
„Das kannst du laut sagen. Es ist so schön und ruhig hier. Ganz anders als dort, von wo ich herkomme", sagte Harry.
„Von wo kommst du denn genau her?", fragte Roxy neugierig.
„Ah shit, was genau sage ich dazu?", fragte sich Harry mental. „Nun siehst du, es ist ein kleiner Vorort in London, relativ weit außerhalb der Innenstadt. Nichts besonderes, nur einige langweilige kleine Häuser mit ein wenig grün drumherum".
„Nun, das klingt wirklich eher langweilig. Doch ich verspreche dir, dass du hier sehr viel Spaß haben wirst. Gardenia ist zwar sicherlich auch sehr friedlich, doch zugleich auch sehr aufregend", sagte Roxy sehr leidenschaftlich.
„Da bin ich sicher", sagte Harry
„Weißt du, wenn du gerade nichts vorhast, könnte ich dir ja ein wenig alles zeigen. Ich wollte sowieso nur ein wenig mit Artuu spazieren gehen und du könntest uns ja Gesellschaft leisten", sagte Roxy, während sie ein wenig Rot wird, da ihr diese Frage ein wenig peinlich ist.
„Woof, woof", meldete sich Artuu zum ersten mal zu Wort.
„Weißt du, das ist eine wirklich gute Idee, aber ich, äh, bin nicht so gut mit Hunden. Meine Erfahrungen mit ihnen war bisher eher …", beendete Harry, nicht sicher, wie genau er seine Erfahrung mit Tante Marge's Bulldogge und dem Cerberus ausdrücken soll.
„Du musst dir da gar keine Sorgen machen, Harry. Artuu ist ein ganz lieber und würde nie jemanden etwas tun, außer um mich zu verteidigen, stimmt das nicht Artuu", erzählte Roxy mit einem sanften Lächeln und wendete sich gegen Ende ihres Satzes an Artuu.
„Woof", bellte Artuu zustimmend.
„Nun, ich denke, dann würde ich mich freuen, wenn du mich ein wenig herumführen würdest", sagte Harry ein wenig nervös, gleich aus mehreren Gründen.
„Na dann, lass uns loslegen", sagte Roxy erfreut, nahm Harry's Hand und zerrte ihn mit sich. Beide ein wenig rot werdend, doch auch beide ein wenig lächelnd. Selbst Artuu hat einen „interessierten Blick" in den Augen.
Innerhalb der nächsten paar Stunden haben beide eine tolle Zeit und viel Spaß. Sie gehen erst ein wenig draußen spazieren, wobei Roxy ihn mehrere wichtige Gebäude zeigt, wie ein Museum, eine Bibliothek, ein Aquarium, eine riesige Mall, ein Theater und auch eine Bowling-Bahn. Natürlich bleibt es nicht dabei, diese wundervollen Attraktionen nur von außen zu betrachten, vor allem wenn Harry erwähnt, dass er mehreres davon noch nie besucht hat.
So besuchten beide das Aquarium, wo sie alle möglichen Fische und andere Meerestiere sehen konnten, wie zum Beispiel Pinguine, Krabben und Tintenfische. Roxy weißt dabei auf jedes einzelne Detail hin, was sie über alle von ihnen weiß, da sie Harry so viel beibringen möchte. Immerhin ist sie sehr begeistert von Tieren und liebt es, in ihrer Nähe zu sein und sie möchte, dass auch Harry das Gleiche empfindet.
Nach dem Aquarium gehen beide zur Mall und schauen sich um. Dort zeigt Roxy ihm allerlei Geschäfte, wie Lebensmittelläden, Bekleidungsgeschäfte, Schmuckläden, ein Kino, eine Spielhalle, Imbissstände und noch mehr. Zuerst zieht Roxy ihn zu einem Bekleidungsgeschäft, wo sie ein wenig Kleidung ausprobiert und für Harry posiert. Sei es mit einem hübschen Violetten Hut, einer stylischen Sonnenbrille und einer hübschen grünen Lederjacke. Natürlich lässt Harry sie nicht den ganzen Spaß alleine haben und nimmt sich ebenfalls einen Cowboyhut, eine lustige Partybrille mit pink glitzernden Verzierungen und eine schwarze Lederjacke, passend zu seinen Haaren. Natürlich fangen beide dadurch an zu lachen und brauchen ein wenig, um sich wieder zusammenzufassen. Danach legen sie alle Sachen wieder zurück und gehen aus dem Geschäft wieder heraus. Sich fragend, was sie als nächstes tun sollen, schauen sie auf ihre Handys und sehen, dass es schon Mittag ist. Daraufhin beschließen sie, zu einem der Imbissstände zu gehen.
Am Imbissstand, welcher alles mögliche an Fast-Food verkauft, angekommen, bestellen beide für sich was zu Essen, sowie etwas für Artuu, und nehmen anschließend an einen der Tische platz.
„Ahh, es ist gut, endlich was zu Essen zu bekommen. Ich hatte den ganzen Tag noch nichts", seufzte Roxy zufrieden, als sie mit einem zufriedenen Lächeln sich hinsetzt.
„Während ich zwar etwas zum Frühstück aß, bin auch ich ziemlich hungrig geworden", sagte Harry, ebenfalls mit einem Lächeln.
Beide verfallen in eine ruhige Stille, teils, um zu essen, aber auch teils, weil sie nicht sicher sind, was sie jetzt sagen sollen.
„Wenn man so darüber nachdenkt, dann war das alles heute doch irgendwie wie ein Date", denken sich sowohl Roxy, als auch Harry zur selben Zeit.
„Nun, wie gefällt dir Gardenia bis jetzt, Harry", fragte Roxy ihn.
„Es ist wirklich unglaublich. Diese Harmonie in dieser Stadt, gepaart mit der Ruhe, dem Frieden und der Freundlichkeit. Ich fühle mich zum ersten mal seit langem entspannt", erzählt Harry in einem verträumten Ton.
„Konntest du dich in deiner alten Heimat etwa nicht entspannen? Ich dachte, so langweilig, wie es dort gewesen sein soll, hättest du immer Ruhe?", fragte Roxy verwirrt.
„Verdammt schon wieder. Ich muss wirklich drauf achten, was ich von mir gebe", scheltet sich Harry in Gedanken, erneut.
„Na ja, ich meine, ich hatte sicherlich meine Ruhe, aber fast alle anderen dort waren nicht so wirklich freundlich und schienen ständig in Streit zu sein", versuchte Harry sanft zu lügen, oder besser gesagt zu antworten, ohne zu sagen, wie es tatsächlich mit den Dursley's, aber auch in Hogwarts ist.
„Hmm?", summte Roxy mit gerunzelter Stirn, nicht ganz so überzeugt, aber sie wollte auch nicht fragen, da es schien, als sei es sehr persönlich und zugleich auch unangenehm für ihn.
„Jedenfalls, ich bin froh, dass du es hier genießt. Und es gibt noch so viel zu tun", sagte Roxy wieder fröhlich.
„Dann hoffe ich, dass du mir all das und noch so viel mehr zeigen wirst", sagte Harry mit einem, ohne es zu wissen, charmanten Lächeln.
„F-Flirtet er etwa mit mir?", fragt sich Roxy und wird wieder ein wenig rot, nicht sicher, was sie auf solch eine Aussage antworten soll.
„S-Sicher zeige ich dir noch mehr. Ich meine, wenn du mit mir zufrieden bist. Ähm, ich meine, wenn ich gut genug für dich bin! Ich meine, ich zeige dir gern noch mehr von der Stadt!", stotterte Roxy extrem nervös und auch sehr unbeholfen.
Harry lacht daraufhin ebenfalls ungeschickt, ein wenig peinlich berührt, doch sogleich auch froh.
„N-Nun dann, freue ich mich auf jeden Fall auf unsere nächste gemeinsame Zeit, aber jetzt sollten wir uns wahrscheinlich los machen, immerhin habe ich heute noch einiges zu tun", sagte Harry, während er sein Essen beendet.
„Du hast wohl recht, immerhin muss ich mich auch noch für später bereit machen, wenn ich wieder arbeiten muss", stimmte Roxy zu und beendete ebenfalls ihr Mittagessen.
„Wenn du willst, könnte ich dich ja nach hause bringen", schlug Harry etwas schüchtern vor.
„Ähm, gern", stimmte Roxy mit einem schüchternen Lächeln zu.
„Na dann, lass mich noch schnell bezahlen und dann können wir uns gemeinsam los machen, um nach Hause zurückzukehren", sagte Harry, als er aufstand.
Nachdem Harry ihr gemeinsames Essen bezahlt hat, machen er und Roxy sich endlich auf den Weg nach Hause, gemeinsam mit Artuu. Auf der Rückreise waren beide ziemlich ruhig, zum einem, um ihre gemeinsame Zeit zu genießen, zum anderen, weil beide immer noch daran denken, dass all das im Grunde wie ein Date war. Dadurch fühlen sich beide sowohl nervös, als auch seltsam glücklich.
Es dauerte nicht mehr lange, bis beide ein kleines, aber hübsches Haus erreichten, Roxy's Haus.
„Nun dann, hier sind wir", sagte Roxy nervös und machte sich bereit, sich für den Tag von Harry zu verabschieden.
„Hier wohnst du also, huh", sagte Harry, „sieht ziemlich gemütlich aus."
„Ja, das ist es", sagte Roxy, „jedenfalls hatte ich heute eine Menge Spaß mit dir und Artuu"
„Ja, ich auch", sagte Harry, „ich hoffe, wir können so etwas wieder einmal tun."
„Ja, ich auch", sagte Roxy und errötete mit einem sanften Lächeln.
„Na dann, ich denke, ich sollte mich losmachen", sagte Harry und begann dann in Richtung seines Hotels zu laufen.
„Ah, warte kurz Harry", sagte Roxy.
„Was ist?", fragte Harry, als er sich umdrehte, nur um einen sehr schockierten Ausdruck zu bekommen und zu erröten, als Roxy ihn sanft und kurz auf seine Wange küsste.
„Nochmals bis später, Harry", sagte Roxy, als sie schnell in ihr Haus eilte.
Harry stand noch eine Weile da und starrte im Grunde ins Nichts. Als er sich endlich fasste, machte er sich mit einem albernen Lächeln auf den Weg zurück.
Doch auf den Weg zurück spürte Harry wieder „Es". Diese seltsame Magie, welche er einfach nicht erklären kann. Er ist wirklich versucht herauszufinden, was es ist, doch er entscheidet sich, sich erst einmal zurückzuhalten und ein weniger mehr darüber nachzudenken, bevor er handelt.
Zurück im Hotel entschied Harry sich dann, für den Rest des Tages zu entspannen und später ein friedliches Abendessen in der Hotel-Cafeteria zu genießen und anschließend sich ein wenig mit Hedwig zu beschäftigen. Immerhin ist der Sommer noch jung, sodass er noch viel Zeit hat, Gardenia zu genießen.
Doch er hat trotzdem nachzudenken. Unbekannte Magie, ausgehend von sechs neuen Individuen. Vielleicht ist er nur ein wenig paranoid, doch irgendetwas sagt ihm, dass er sie schon bald treffen wird. Wen scherzte er, natürliche würde er auf diese neue Magie stoßen und sich mit ihr auseinandersetzen, so ist es immer bei ihm in solchen Situationen. Nur dieses mal wird er sich darauf vorbereiten und zu seinen Bedingungen das „Problem" lösen.
Davon mal abgesehen hatte er den Tag jedoch sehr genossen, auch wenn es sehr unerwartet war, Roxy zu begegnen und im Grunde ein „Date" mit ihr zu haben.
Harry errötet erneut, als er vor allem an den Kuss zurückdenkt, den er auf seine Wange bekam. Er muss wirklich seine Gefühle beruhigen und sich um sie herum fassen. Auch wenn er seine Zeit mit ihr wirklich sehr genießt. Nur hoffentlich ist er dabei nicht zu offensichtlich.
(Ortsänderung zu Roxy's Haus, Roxy's POV)
Roxy ist aktuell damit beschäftigt, in ihrem Zimmer auf dem Bett zu liegen und ihre Decke anzustarren. Artuu, welcher neben ihr liegt, jedoch auf dem Boden, schaut sie fragend an.
„Weißt du Artuu, ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von Harry halten soll", begann Roxy, „er scheint ein wirklich süßer und netter Kerl zu sein, und ich habe auch sehr viel Spaß heute mit ihm gehabt, aber irgendwie scheint er etwas zu verbergen, womöglich etwas Großes. Ich weiß, dass es mich nichts angeht, aber es scheint ihn zu belasten und ich möchte ihm helfen", Roxy errötet," ich meine, er ist ein guter Kerl und hoffentlich jetzt auch Freund, aber, ...äh.
Artuu starrt sie an und scheint regelrecht, wenn das bei einem Hund überhaupt möglich ist, sie belustigt anzustarren.
Roxy, wer das bemerkt, sagt nur: „Lach ruhig, was du willst Artuu. Wir haben uns gerade erst kennengelernt. Ich genieße einfach unsere gemeinsame Zeit und möchte ihm als Freund helfen. Daran ist nichts falsch und auch nicht tiefgründigeres dahinter. Ich bin ganz ehrlich."
„Obwohl da noch etwas anderes war. Kurz bevor wir ihn trafen fühlte ich mich kurz, na ja, seltsam. Hm, merkwürdig. Was denkst du Artuu?, fragte Roxy ihn.
„Woof", sagte, oder mehr bellte, Artuu als Antwort und legte sich hin, um ein kleines Nickerchen zu machen.
„Ja, du hast wahrscheinlich recht damit, dass es nichts ist, wahrscheinlich bilde ich mir das wirklich nur ein", sagte sich Roxy als sie sich auf ihrem Bett umdrehte und nun auf der Seite lag, Blick zur Wand gerichtet und ein wenig nachdenklich.
„Na ja jedenfalls, ich sollte mich wohl noch ein wenig ausruhen, bevor ich später wieder in der Fruity Smoothie Bar arbeiten werde. Ich wünschte nur, dass Harry wieder vorbeischauen würde", sagte Roxy in einem leisen, sanften Ton, zum wer weiß wievielstenmal am Tag errötend.
