Kapitel Vier
Am nächsten Tag machte sich Harry gegen Mittag auf den Weg zur Fruity Smoothie Bar. Bisher genoss Harry einfach diese Ruhe und entspannte sich von dem Tag zuvor und seinem „Treffen" mit Roxy. Auf dem Weg zu ihrer Arbeit genoss er das Brummen der vorbeifahrenden Autos und diese Sonne welche auf ihn strahlt. Gelassen bewegte er sich fort, mit einer vertrauten Eule auf seiner Schulter. Hedwig entschied sich, dass sie dieses mal mit Harry kommen wollte, und obwohl sie einige seltsame Blicke von den Leuten bekamen, machte sich keiner von ihnen viel daraus, da sie sowieso Aufmerksamkeit gewohnt waren.
Obwohl sie dafür ihre Aufmerksamkeit kurz auf ein Kaffee richteten, wo eine blonde Kellnerin ein Getränk auf eine Kundin kippte, natürlich vollkommen unabsichtlich, doch diese Kundin schien trotzdem sehr aufgebracht, sowie auch der Besitzer des Kaffees. Doch das ist nicht genau der Grund, warum er darauf aufmerksam wurde, sondern weil er kurz davor etwas Seltsames von dort spürte, etwas magisches.
Doch was auch immer es war, er sah es nicht. Und um das ganze auch noch abzurunden, fühlte es sich auch wieder so fremd an. Er kann es immer noch nicht ganz genau erklären, aber es fühlt sich anders an als Magie, wie er es kennt.
Da er nicht besonders schlau daraus wird, entschloss er sich einfach, weiter zu gehen und sich wieder auf de Weg zu machen, zu seinem neuen Freund.
Nach einigen weiteren Minuten mehr laufen kam er endlich an seinem Ziel an und machte sich hinein und auf der Suche nach Roxy.
Obwohl es erst mitten am Tag ist, scheint es bereits sehr belebt zu sein und so suchte er sich einen Sitzplatz direkt am Tresen. Und da entdeckte er dann auch Roxy, welche gerade einen anderen Kunden entdeckt, ihn jedoch bemerkte und sich auf den Weg zu ihm machte.
Dieses mal scheint sie eine Art Arbeitsuniform zu tragen, und obwohl diese weniger freizügig ist als ihr reguläres Outfit, scheint es zugleich ihre Figur nur umso mehr hervorzuheben und zu betonen, obwohl er wirklich stark versuchte, nicht ständig an so etwas zu denken, damit er nicht jedes mal in ihrer Nähe rot wird, egal wie beeindruckt er auch von ihr sein mag.
„Hey Harry,es ist schön, dich hier wiederzusehen", begrüßte Roxy ihn mit einem enthusiastischen Lächeln.
Harry lächelte zurück und sagte: „Ich freue mich auch, dich wieder zu sehen, Roxy. Wie ich sehe, bist du sehr beschäftigt.", bemerkte er, während er sich erneut umschaute.
Roxy sagte daraufhin mit einem leichten Stirnrunzeln: „Ja, ich weiß auch nicht so ganz, ob mich das freuen sollte oder nicht. Natürlich ist es sehr von Vorteil, das wir so beliebt bei den Leuten sind, aber auf der anderen Seite ist es als einzigste Kellnerin bei so vielen Kunden wirklich nicht leicht."
Harry warf ihr einen sympathischen Blick zu, teilweise verstehend, wie sie sich fühlt.
Erst dann wird Roxy klar, dass Harry etwas auf seiner Schulter hat, oder eher jemanden.
„Nanu, wer ist denn das, Harry", fragte Roxy mit einem neugierigem Blick, während sie auf Hedwig zeigte.
„Oh, das ist Hedwig. Meine liebe Freundin, welche mich seit meinem elften Lebensjahr begleitet. Sie war ein Geschenk von einem meiner ersten Freunde", sagte Harry mit einem Lächeln und dreht sich zu Hedwig um, um sie sanft zu streicheln.
Hedwig genießt natürlich die ganze Aufmerksamkeit und protzt nur vor all dem Lob. Dann schaut sie jedoch zu Roxy und fühlt sich unerklärlicher Weise von ihr angezogen. Seltsam, ist, was sich Hedwig denkt.
Während sie weiter auf Roxy starrt, begann sich diese zu fragen, ob irgendetwas sei.
„Gibt es einen Grund, warum mich Hedwig so anstarrt, Harry?", fragte Roxy.
„Nicht sicher. Aber ich denke, sie beurteilt dich nur. Sie ist immerhin sehr beschützerisch gegenüber mir und hat wohl gemerkt, dass wir ein wenig vertraut miteinander reden", sagte Harry.
Nach ein paar weiteren Augenblicken nickte Hedwig mit dem Kopf und flog von Harrys Schulter zu Roxy's, welche davon ein wenig überrascht, aber auch erfreut zu sein scheint. Sie fängt dann ganz langsam an, Hedwig zu streicheln.
„Von nahem sieht sie sogar noch schöner aus", sagte Roxy und bewunderte Hedwigs Federkleid.
„Huh, hätte nicht gedacht, dass sich Hedwig so schnell an dich gewöhnen würde, selbst wenn du nur freundlich zu ihr bist", sagte Harry verblüfft.
„Nun, ich hatte schon immer ein Händchen für Tiere", sagte Roxy mit einem Lächeln, „Weißt du, sag es bitte nicht meinem Dad, aber hin und wieder sammle ich immer ein paar Streuner auf und kümmere mich um sie. Jedes mal, wenn ich irgendein Tier, sehe, habe ich das Bedürfnis, mich um sie zu kümmern und freunde mich dann auch relativ schnell mit ihnen an."
„Keine Sorge, ich kann ein paar Geheimnisse bewahren", sagte Harry und sprach dann in Gedanken: „Nicht so, als hätte ich nicht selbst ein paar kleine Geheimnisse."
„Also, was möchtest du bestellen", fragte Roxy ihn schließlich, als Hedwig sich wieder auf Harrys Schulter setzte.
„Ich hätte gerne einen Mango Kiwi Kirsch Smoothie und dazu ein Stück Früchtekuchen", sagte Harry nach einigen Sekunden auf die Karte blickend.
„Deine Bestellung kommt sofort", sagte Roxy und machte sich auf den Weg, seine Bestellung zu bearbeiten.
Es dauerte einige Minuten, bis Roxy mit Harrys Bestellung zurückkam und seine Aufmerksamkeit von Hedwig wieder weglenkte.
„Hier bitte sehr, Harry, ich habe mir extra viel Mühe gegeben", sagte Roxy mit leichtem Erröten.
„Vielen Dank", sagte Harry, auch leicht gerötet.
„Ich würde gerne weiter mit dir reden, aber leider habe ich auch noch andere Kunden zu bedienen", sagte Roxy, leichte Enttäuschung war in ihrem Ton zu hören.
„Mach dir keine Sorgen, ich bin noch ein bisschen hier", sagte Harry beruhigend.
Danach, als Roxy zurück zur Arbeit ging, machte sich Harry daran, sein Kuchen zu Essen und den Smoothie zu trinken. Beides schmeckte wundervoll. Hogwarts Essen war schon immer lecker, aber dieses, von Roxy zubereitetes Gericht, hatte irgendetwas besonderes an sich. Natürlich begann Harry nach solchen Gedanken wieder zu erröten.
Während er ist, schaut sich Harry erneut am Ort um und bemerkt, dass Roxy noch eine Weile alle Hände voll zu tun haben könnte, wenn sie das wirklich alles alleine machen müsste.
Plötzlich kam ihm ein Gedanke, von dem er wirklich nicht erwartete, ihn zu bekommen. Während er zwar genügend Geld für eine ganze Weile hatte, und sich auch um andere Sachen noch kümmern möchte, wie einen Weg zu finden, weiter Magie zu lernen und sie anzuwenden, ohne dass man ihn entdecken kann, würde es wahrscheinlich nicht schaden, wenn er sich einen Job besorgen würde. Oder genauer gesagt, einen ganz bestimmten Job, mit einer ganz bestimmten Mitarbeiterin.
„Ich meine, ich brauche immerhin einen guten Zeitvertreib, und ich fühle mich auch wirklich schlecht für Roxy wegen all der enormen Arbeit, welche sie alleine machen muss", sagte Harry in Gedanken und fasste damit einen Entschluss.
Eine Halbe Stunde später war Harry fertig und dass war auch die Zeit, wo Roxy wieder zu ihm kam.
„Wie ich sehe, bist du fertig geworden. Ich hoffe doch, es hat geschmeckt", sagte Roxy mit einem Lächeln, wenn auch etwas Erschöpfung ihr ins Gesicht stand.
„Das hat es wirklich, und während ich meinen Smoothie genoss, ist mir da eine Idee gekommen, welche ich dir erzählen wollte und deine Meinung hören wollte", sagte Harry und blickte ihr in die Augen.
„Worum geht es?", fragte Roxy neugierig.
„Wie wäre es, wenn ich mich für einen Job als Kellner bewerben würde? Du weißt schon, um dir zu helfen und auch ein wenig Geld nebenbei zu verdienen", fragte Harry sie.
„Du willst hier arbeiten?", äußerte Roxy geschockt, wenn auch mit einem hoffnungsvollen Ton.
„Nun, ja", bestätigte Harry.
„Oh, das wäre ja so toll. Ich bräuchte wirklich Hilfe und es wäre besonders toll, wenn ausgerechnet du mir helfen würdest Harry", sagte Roxy und überraschte Harry dann, indem sie ihn umarmte.
Harry war natürlich mehr als überrascht und versteifte sich auch zuerst, erwiderte aber schließlich die Umarmung und lächelte leicht.
Nachdem sich Roxy wieder von ihm gelöst hatte, begann sie wieder zu sprechen: „Ich kann dich natürlich nicht selbst einstellen, aber ich werde meinen Vater fragen, ob er es tun würde. Ich bin sicher er würde all diese zusätzliche Hilfe auch schätzen."
„Nun, danke dir, und ich freue mich sehr auf sie Aufsicht, mehr Zeit mit dir verbringen zu können", sagte Harry, bis ihm klar wurde, wie sich dass anhörte und errötete einen vollen Sturm, genau wie Roxy.
Nach einigen Momenten des peinlichen Schweigens sprach Roxy wieder: „Aber ich denke, ich kann ihn erst nach der Arbeit fragen, da er auch gerade keinen freien Moment zu bekommen scheint", sagte sie in einem entschuldigenden Ton.
„Kein Problem, ich habe es doch nicht eilig", sagte Harry beruhigend.
„Na wenn das so ist, werde ich es später sicher nicht vergessen", sagte Roxy wieder fröhlich und fügte dann hinzu: „Doch jetzt muss ich erst einmal wieder arbeiten. Ich werde dich dann morgen informieren, wie das Gespräch gelaufen ist. Ich bin mir jedoch sicher, dass er dich einstellen wird, sei nur auf ein paar Fragen vorbereitet. Und, vielleicht auch einige peinliche Fragen."
„Ähm?", sagte Harry, nicht ganz sicher, was sie damit meinte.
„Na ja, bis später Harry", sagte Roxy
„Bis später Roxy", sagte Harry und beide winkten sich zum Abschied.
Danach macht sich Harry wieder auf den Weg durch die Stadt, Hedwig auf seiner Schulter schaut sich neugierig um, um ihre gesamte neue Umgebung richtig auffassen zu können.
„Na dann, was sollen wir für den Rest des Tages tun, Hedwig?", fragte Harry seine Eule.
Nach einigem weiteren Schlender durch die Stadt, wobei Harry sich und Hedwig Eis kaufte und ein wenig durch den Park schlenderte und die Leute beobachtete, begann Harry „ES" zu spüren.
Das „ES" war etwas mächtiges, dunkles und vollkommen Fremdes, Etwas, dass er noch nie zuvor gespürt hatte. Es ist nicht einmal ansatzweise mit der seltsamen Magie von zuvor zu vergleichen.
Auf einmal komplett ratlos, was er tun sollte, beschloss Harry die wahrscheinlichst dümmste Wahl zu treffen, welche er dabei hatte. Er entschloss sich dieser dunklen Quelle zu nähern.
Er begann mit Hedwig schnell und doch unauffällig aus dem Park zu eilen und manövrierte durch die Stadt, nicht sicher, wo genau er hin muss, nur seinem Sinn für Magie fühlen folgend. Durch mehrere Seitengassen an vielen Häusern vorbei beginnt Harry unbemerkt Magie von sich fließen zu lassen, welche ihn, ohne seines Wissens, illusioniert und seine Anwesenheit verschleiert.
Nach einiger Zeit kommt er in der Nähe einer Lagerhalle an und spürt die dunkle Quelle direkt an der Seite der Lagerhalle. Als er sich verlangsamte und seinen Herzschlag zu beruhigen versuchte, lugte er um die Ecke herum und sah „Sie".
„Sie" sind vier Männer in dunklen Lederoutfits, welche selbst für magische Gemeinschaften alt aussehen. Viel mehr erinnern sie ihn an einige alte Fantasy Geschichten, welche er mal gelesen hat. Doch nicht ihre Outfits sind das, was Harry irgendwie Angst macht, sondern diese regelrechte Dunkelheit, welche von ihnen auszuströmen scheint. Es erinnerte Harry gewissermaßen an den dunklen Lord, doch gleichzeitig war es… mehr fokussiert, und mächtiger.
Sich besser versteckend versuchte Harry den vier Männern zu lauschen und fragte sich immer wieder, warum sein Leben nicht einmal normal sein kann.
„Bist du sicher Ogron. Dies scheint nicht gerade ein Ort zu sein, an dem man die letzte Erden Fee erwarten würde", sagte einer von ihnen zu dem Rothaarigen Mann.
„Und gerade deswegen wäre dieses auch ein perfektes Versteck für sie. Ich kann sie spüren, wenn auch nur schwach. Wir werden uns subtil in der Stadt umschauen und versuchen, sie zu finden. Dann werden wir uns ihre Kräfte aneignen und mächtiger werden als je zuvor. Niemand wird uns mehr aufhalten können", sagte der zuvor genannte Ogron
Daraufhin machte sich die Gruppe auf, um in die entgegengesetzte Richtung von Harry zu laufen, bis sie begannen, sich in eine Art Schatten aufzulösen. Doch bevor das geschehen konnte, fiel etwas aus der Tasche von einem der Männer, doch ohne, dass sie es bemerkten, waren sie verschwunden.
Harry, nicht sicher, was das gerade alles war, beschloss zu der Stelle zu gehen, an der die vier Männer gerade verschwanden. Dort spürte er wieder diese andere Magie, diese Dunkle andere Magie. Er kann es auch erneut nicht entziffern oder auch nur ansatzweise verstehen. Aber dann sieht er den auf den Boden gefallen Gegenstand.
Es war klein und schwarz, Magie durchströmte es, aber nicht nur eine voller Dunkelheit, sondern viel mehr einfach nur… Magie. Als er es aufhob und es sich genauer ansah, bemerkte er, dass es ein Buch war, wenn nicht ein verkleinertes Buch.
Unsicher, was er damit tun soll, beschloss Harry das Risiko, von der amerikanischen magischen Gemeinschaft entdeckt zu werden, einzugehen, und wirkte ein kräftiges Finite Incantatem.
Daraufhin begann Magie erst langsam, dann schnell von Harry abzulassen und in das Buch einzudringen, welches sich langsam vergrößerte, bis es in etwa die Größe von einem von Harrys Schulbücher hatte, wenn auch dicker.
Langsam öffnete Harry das Buch und sah... eine Schrift welche er nicht lesen kann.
Sowohl frustriert, als auch enttäuscht und ratlos, beschloss Harry das Buch wieder zu schließen und es, trotz all der Schreie in seinen Gedanken, welche ihm sagen, er solle es nicht tun, mit sich zu nehmen und machte sich auf den Weg zurück zum Hotel. Dabei blickte er zu Hedwig, welche während der ganzen Sache ruhig geblieben ist, und sieht, wie sie ihn ansieht und, trotz dessen, dass keine Worte ausgetauscht wurden, wusste Harry, das Hedwig ihm sagte, dass er dumm sei, sie ihm aber trotzdem zur Seite stehen werde.
(Inzwischen zurück bei Roxy, welche nach mehreren stressigen Arbeitsstunden ein wenig entspannen kann, da der Kundenansturm nachließ)
„Ich weiß, dass wir sehr beliebt bei den Leuten sind, doch diese Menge an Kunden machen einen wirklich fertig", murmelte Roxy vor sich hin, ihre Arme auf dem Tresen verschränkt und ihren Kopf darauf gelegt.
„Sieh es doch so, zumindest müssen wir uns keine Sorgen um Geld machen", sagte ihr Vater Klaus, welcher auch eine kleine Pause machte.
„Mag zwar sein, dass heißt aber nicht, dass ich für mehr entspannte Arbeitstage nicht trotzdem dankbar wäre", grummelte Roxy, nur um sich kurz daraufhin aufzurichten und Klaus ins Gesicht zu sehen.
„Dabei erinnere ich mich, dass ich dich etwas fragen wollte", begann Roxy langsam und nervös, „Und da ich weiß, was womöglich deine ersten Gedanken dazu sein könnten, bitte ich dich, mich erst einmal ausreden zu lassen, bevor du irgendetwas sagst."
„Oh, das könnte interessant sein", sagte Klaus interessiert.
„Nun, vor zwei Tagen kam ein neuer Kunde, ein Junge in meinem Alter, zu uns, und er schien neu in der Gegend zu sein, also hab ich mich ein wenig mit ihm unterhalten, und am nächsten Tag traf ich ihn wieder und wir verbrachten zusammen mit Artuu ein wenig Zeit und wir hatten gemeinsam viel Spaß. Früher am Tag kam er wieder vorbei und wollte eigentlich nur etwas bestellen, doch als er all diese Arbeitsbelastung sah, welche wir hatten, schlug er vor, dass er ja bei uns arbeiten könnte. Du weißt schon, um uns zu helfen und sich selbst ein wenig Taschengeld nebenbei zu verdienen", beendete Roxy etwas unbeholfen, da ihr ganz genau klar ist, was ihr Vater wahrscheinlich gerade denkt.
„Und dieser... Junge, wie ist sein Name", fragte Klaus argwöhnisch.
„Ähm, Harry", sagte Roxy.
„Und dieser... Harry will auch wirklich helfen, nicht nur dich die ganze Zeit betrachten und mit dir Flirten", sagte Klaus mit einem misstrauischen Ton.
„Dad, so ist es gar nicht, er ist wirklich nett und freundlich und er meint es ehrlich mit seiner angebotenen Hilfe", sagte Roxy ein wenig verärgert.
„Also ich weiß ja nicht, ein Junge, den du erst vor kurzen kennengelernt hast, und der dir immer noch ziemlich unbekannt ist. Ich will ihm natürlich nichts verwerfliches Vorwerfen, aber bist du sicher, das er für den Job geeignet wäre", fragte Klaus seine Tochter.
„Sehr sicher sogar", sagte Roxy voller Zuversicht.
„Nun, ich schätze, ich könnte zumindest ein Vorstellungsgespräch mit ihm führen und ihn selbst ein wenig kennen lernen, aber nur, weil du so nett gefragt hast", sagte Klaus und gab der Bitte seiner Tochter nach.
„Oh danke Daddy", sagte Roxy und umarmte ihn.
„Na ja, das ist für später, jetzt müssen wir erst noch ein wenig weiter arbeiten", sagte Klaus
(Später am Tag, zurück mit Harry in seinem Hotelzimmer, kurz nach dem Abendessen)
„Das war ein interessanter Tag, nicht wahr Hedwig", sagte Harry zu seiner Eule, welche es sich auf ihren Platz bereits gemütlich machte, um ein wenig Schlaf zu bekommen. Sie mag zwar eine Eule sein, hat ihren Schlafzyklus jedoch ihrem Begleiter angepasst.
„Hoot hoot, hoot hoo hoo, hoot", sagte, oder eher krächzte, Hedwig.
„Das Treffen mit Roxy war natürlich schön, und womöglich habe ich eine neue Beschäftigung, wenn ich diesen Job wirklich bekommen sollte, doch unsere Entdeckung später am Tag bezüglich der vier Männer, welche scheinbar irgendeine Art von Zauberern sind, war mehr als seltsam, und ich bin mir sicher, das uns unser nächstes Abenteuer bevorsteht", sagte Harry mit einem frustrierten und müden Ton.
Danach dachte er an das kurze Gespräch der Männer und das gefundene Buch zurück, welches auf seinem Nachtschrank liegt.
„Ich habe keine Ahnung, was all diese seltsame und neue Magie ist, ich weiß auch nichts über irgendwelche Erden-Feen, und ich kann auch das Buch, was höchstwahrscheinlich ein Zauberbuch ist, nicht in allem bin ich genauso unwissend, wie sonst auch", sagte Harry ein wenig wütend und frustriert.
Da er gerade keine weitere Idee bezüglich all der neuen Themen hat, beschloss er einfach ins Bett zu gehen und sich auszuruhen. Vielleicht kommt ihm ja im Schlaf eine Idee bezüglich, na ja, irgendetwas, um ehrlich zu sein.
„Zuerst sollte ich mich wohl auf den Job, den Roxy mir vielleicht verschafft, konzentrieren. Immerhin schien sie wirklich etwas zusätzliche Hilfe zu brauchen. Und ich könnte auch speziell etwas mehr Zeit mir ihr verbringen, vielleicht lernen wir uns dadurch etwas besser kennen", sagte Harry zu sich selbst und legte sich anschließend in sein Bett.
Unbekannt von ihm und Hedwig, begann das Zauberbuch sanft zu leuchten, und es veränderte sich auf eine Art und Weise, welche Harry nicht wirklich erwartet hatte, doch sobald er diese Veränderung bemerkt, wird er mit Sicherheit dankbar dafür sein, denn es wird ihm sowohl unter die Arme greifen, als auch viele neue und besonders gute Möglichkeiten bieten.
