Kapitel 1: Unerwartete Entdeckung Untertage
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Ein Portal und Nier Automata Crossover.
(Mit Nebenelementen von Azur Lane, Girls Frontline und Zoids sowie einigen weiteren.)
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Anoth erwachte in einer sehr ungemütlichen Stellung. Er hing halb über den Rand eines Lochs im Beton und auf diversen Schutt und das Kopfüber nur um eine Sekunde später aus dem Gleichgewicht zu kommen und durch das Loch hinunter ins Stockwerk darunter zu fallen.
"Scheiße!" fluchte Anoth als er langsam wieder aufstand. "Ich habe auch schon mal besser gepennt." Und als sein Blick durch das Loch in der Decke über ihm fiel. "Und ich habe auch schon mal bessere Landungen hingelegt."
Anoth putzte den Staub von sich als er sich umschaute.
"Wo bin ich?" fragte er sich. Alles was er sah war ein Stahlbetongebäude. Ein Stahlbetongebäude ohne jede Versorgungsleitungen. Kein Strom, kein Wasser, nichts dergleichen. Darüber hinaus konnte er dichtes Wurzelwerk sehen welches hineinwuchs ins Gebäude. Das bedeutete, dass dieses Gebäude schon seit langem verlassen war. Keine Fenster, keine Bodenbedeckung, keine Tapeten. Nur nackter Stahlbeton.
Das erste was Anoth machte war erst einmal durch das Loch zurückzuspringen hoch zu dem Punkt wo er gelandet war. Als er das Loch sah und mit seinen Blick zurückverfolgte von wo er hergekommen war wurde Anoth klar, das er auf den Weg zu diesen Punkt durch mehrere andere Gebäude hindurch geflogen war.
"Da habe ich ja eine wunderbare Bruchlandung hingelegt." Murmelte Anoth. Da hörte er plötzlich Kampflärm von unten. "Was ist denn da los?"
Anoth näherte sich dem Loch in der Fassade wo wohl irgendwann mal ein Fenster gewesen sein mag (oder auch nicht) und schaute nach unten.
Da war eine einzige weibliche Person die gegen etwas kämpfte was aussah wie zu groß geratendes Kinderspielzeug. Kinderspielzeug das die ganze Zeit im Chor rief "Kill! Kill! Kill!"
Als Anoth genauer hinschaute sah er, dass auf den Boden hinter ihr eine weitere Figur lag die sich in einer größer werdenden Pfütze von etwas befand, das aussah wie Blut. Auch konnte Anoth sehen, das die Kräfte der noch stehenden Figur so gut wie aufgebraucht waren.
Anoth war damit klar, dass die beiden Hilfe brauchten.
Allerdings war Anoth nicht ganz sicher was da eigentlich vor sich ging und wer von den beiden der eigentliche Aggressor war.
Als die eine noch stehende Figur aber nach einen Hieb durch einen der zu groß geratenen Kinderspielzeuge zusammenbrach und nicht wieder aufstand traf Anoth seine Entscheidung und sprang hinunter.
Er landete genau dort wo die nun bewusstlose junge Frau vorher noch gestanden hatte und gegen die Maschinen gekämpft hatte. Damit stand er genau zwischen den "Kinderspielzeugen" und den beiden "Androiden". Zumindest wurden sie von den Kinderspielzeugen als solche bezeichnet.
Mit den Schwert Raijinga in der Hand welches er während er sprang gezogen hatte blickte er nun auf die Maschinen. "Verschwindet!" war alles was er sagte. Die unausgesprochene Drohung war mit dem gezogenen Schwert mehr als klar.
Den Maschinen allerdings war das anscheinend egal.
"Kill! Kill! Kill Androids!"
Als Anoth Raijinga auflud indem er seine Kräfte in das Schwert leitete was dafür sorgte, das Blitze begannen aus den Schwert zu schlagen hielten die Maschinen dann doch für ein paar Sekunden inne. Dann allerdings kamen sie weiter auf ihn zu.
"Letzte Warnung."
Sie hörten nicht zu.
Als Antwort holte Anoth mit dem Schwert aus und schwang das Schwert vor sich her. Das Resultat war eine massive Welle aus elektrischer Energie die alle Maschinen zerstörte die sie berührte. Anoth hatte so mit einem einzigen Schlag alle 58 anwesenden Maschinen zerstörte.
"Tja. Niemand kann behaupten, dass sich sie nicht gewarnt hätte." Sagte Anoth als er sein Schwert wieder verschwinden ließ. Damit wand er sich den beiden ziemlich übel zugerichteten Androiden zu und führte als allererstes einen Scan von den beiden aus.
"Ihr seid keine einfachen Androiden." Stellte Anoth fest. "Mehr wie meine T-Dolls."
Da hörte er wie sich weitere Maschinen näherten mit ihren typischen "Kill! Kill! Kill!". Und sie kamen von überall um ihn herum.
"Nun gut. Zeit zu verschwinden." Damit packte sich Anoth die beiden übel zugerichteten Androiden Mädchen sowie deren Waffen nur um dann eine Sekunde später in einen Lichtblitz zu verschwinden genau zu dem Zeitpunkt wo die ersten der Maschinen um die Ecke kamen.
Er erschien wiederrum in einen Lichtblitz auf den Dach eines der nahen mehrstöckigen Gebäude welches er von seiner Absturzstelle aus hatte sehen können. Der Fakt, das alle von ihnen ein Flachdach hatten machte es einfacher.
Anoth aktivierte direkt darauf ein ECM Störfeld um das aufspüren von ihnen zu erschweren. Dann begutachtete er die Verletzungen der beiden Androiden.
Es dauerte mehrere Stunden ehe er die beiden stabilisiert hatte. Dabei bestätigte das was Anoths Scan schon vermuten ließ.
Das waren keine einfachen Androiden.
Die beiden hatten mechanische Arme und Beine. Auch ihr Skelet Bereich war hauptsächlich hochwiderstandsfähiges Metall umgeben mit künstlichen Muskeln. Allerdings besaßen sie auch interne Organe. Und wenn er den Scan glauben konnte waren die beiden sehr wohl in der Lage schwanger zu werden.
Unterm Strich ähnelte ihr ganzer Aufbau sehr den der T-Dolls.
Es spielte im Augenblick auch keine Rolle. Erst einmal musste er dafür sorgen, dass die beiden ihm nicht einfach unter den Fingern wegstarben.
Er war gerade mit der Versorgung der Wunden der beiden fertig als er kontaktiert wurde.
Es war Lisina.
"Wo bist du?" fragte diese sofort.
"Mitten in den Ruinen einer Stadt. Oder was aussehen soll wie eine." War Anoths Antwort. "Starte Lokalisierungsfunkfeuer."
Das ganze System arbeitete auf Tief Subraum Frequenzen. Eine Technologie die weder die Androiden noch die Maschinen hier besaßen und welche sie daher auch weder verfolgen noch orten konnten.
"Habe deine Position." Meldete Lisina sich Sekunden später. "Ich bin auf einen Haufen grinsender Bälle zu mir gekommen und du?"
"Ich habe multiple "Hausbesuche" gemacht und fand mich dann über einen Loch hängend wieder."
"Autsch." Meldete sich Lisina. "Ich bin in etwa einer Stunde bei dir." Damit beendete sie die Kommunikation.
Anoth unterdessen war beschäftigt damit ein Mobiles Schutzschild zu errichten. In der Ferne konnte er nämlich schon sehen wie sich da ein gewaltiges Unwetter zusammenbraute und dieses befand sich auf direkten Kurs auf den Ort zu wo er sich gerade befand.
Wenig später war der Generator, eine etwa 40cm große Scheibe mit einer Dicke von etwa 15cm Online und ein Schild mit fast 20 Metern Durchmesser in Position.
Direkt darauf begann er mit den auswerten der Daten die er heruntergeladen hatte von den beiden Androiden in seiner Obhut. Vor allen um herauszufinden was hier eigentlich los war.
Dabei stieß er auf ein Unterprogramm welches seine eigenen AIs als hochgradig gefährlich einstuften.
Als Anoth begann dieses Programm zu Analysieren schien es auf den ersten Blick nicht wirklich gefährlich zu sein. Bis er herausfand das es einen Zwangsdownload durchführte und dabei die komplette Firewall abschaltete.
Und hier lag das eigentlich gefährliche.
Anoth entschied sich nämlich die Datei herunterzuladen und zwar auf einen speziell gesicherten Testserver.
Es war ein Logikvirus.
Es ließ die Infizierten Einheiten durchdrehen und gegen alle kämpfen die nicht infiziert waren. Und zum Teil auch wohl gegen alle anderen auch wenn das Virus sich weiter ins System frisst.
Es gab weitere Zeilen im Code des Virus welche anscheinend eine Selbstzerstörungssequenz von einer Anlage die nur als "Bunker" bekannt war auslöste.
Anoths Sensoren hatten schon längst eine Raumstation im Orbit gefunden mit auffallend hohem Datenverkehr. Es würde ihm nicht wundern wenn diese Station der sogenannte "Bunker" war.
Er konnte diesen Virus nicht wirklich umschreiben denn die Datei schien regelmäßig aktualisiert zu werden. Aber er konnte definitiv ein Gegenvirus schreiben.
Es wird ein wenig dauern dieses fertig zu stellen.
Zumindest einige Stunden.
Das lag vor allen an der Komplexität des Logikvirus der in der Datei sich befand.
Overengineered.
Definitiv.
Hier hätte es wahrscheinlich auch ein deutlich einfacherer Code getan.
Aber wer auch immer das hier geschrieben hatte wollte wohl absolut sichergehen, das er auch das tat wozu dieser erschaffen worden ist.
Anoth konnte das Gewitter nun deutlich hören.
Es war nun fast genau über ihnen und der Regen hatte begonnen auf dem Schutzschild zu fallen wo es herunterlief in großen Strömen aus Wasser.
Ein nasser Klatscher direkt neben Anoth sagte ihm das Lisina gerade eben angekommen war.
"Und?" fragte Anoth scherzhaft. "hat dir die Aussicht gefallen?"
Lisina schnaubte nur während sie das Wasser aus ihren Rot-gelben Haaren wrang.
"Oh ja. Eine wunderbare Aussicht." Knurrte sie. "Diese verdammten Blecheimer haben mich ausgebremst."
Anoth hob nur seine Hand in ihrer Richtung und man konnte sehen wie das Wasser von ihr flog und sich in einer schwebenden Kugel sammelte. Kaum war alles Wasser von Lisina runter, was sie mit einen "Danke" quittierte warf Anoth die Kugel nach außen.
"Also, was machen wir jetzt?" fragte Lisina als sie sich neben Anoth auf einen der auf dem Dach liegenden Betonbrocken gesetzt hatte.
"Tja." Seufzte Anoth. "Ich weiß noch nicht." Sein Blick fiel auf die beiden Androiden. "Die beiden sind außer Lebensgefahr. Wir werden wohl erst einmal abwarten bis die beiden wieder bei Bewusstsein sind und dann werden wir sehen."
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Am nächsten Tag
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Das Unwetter war vorbeigezogen und die Sonne lugte ab und an zwischen den Wolken hindurch als Lisina nach den beiden Androiden Mädchen schaute.
Anoth war schon längst aufgestanden und war auf der Jagd. Lisina wusste das er wohl schon bald wieder zurückkommen sollte.
Lisina stellte fest das die beiden Androidinnen noch immer nicht wieder erwacht waren. Aber eine Kontrolle ihrer Vitaldaten und Systeme zeigte, dass sie in keiner Gefahr waren.
Direkt darauf kümmerte sie sich um eine Stelle wo sie ein Feuer machen konnten um das was Anoth da anbringen würde zuzubereiten. Es gab genug Unterholz und lose Äste in der Nähe so das Lisina innerhalb von wenigen Minuten schon wieder zurück war. Das meiste des Holzes fand sie innerhalb der Ruinen wo es trocken lag. Das meiste davon war wohl von diversen Stürmen dorthinein geblasen worden. Oder wurde bei Überflutungen dort hinein gespült.
Das Feuer zu entfachen war für Lisina eine Kleinigkeit. Gehörte das doch zum kleinen Einmaleins um in der Wildnis zu überleben.
Ein kleiner Zauber direkt über dem Feuer entfernte den Rauch. Damit wurden sie nicht so schnell entdeckt.
Dreißig Minuten später war Anoth wieder zurück.
Mit einen 2,5 Meter (8,2ft) langen und fast 200kg (440lbs) schweren Arapaima.
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Mehrere Stunden später
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Der Arapaima war komplett vernichtet worden zwischen den Beiden.
Anoth kümmerte sich im Moment um die beiden Androiden während Lisina zu einen nahegelegenen Gebäude gesprungen war und sich etwas umschaute.
In der Ferne konnte sie einen alten Freizeitpark sehen. Das war auch der Ort der am Meisten ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Denn von dort stieg nahezu ununterbrochen Feuerwerk auf.
Was war da los?
Als sie Anoth davon berichtete konnte sie förmlich das riesige Fragezeichen über seinen Kopf schweben sehen.
"Das ist mehr als merkwürdig." Meinte Anoth schließlich.
"Sollen wir den Ort uns etwas genauer ansehen?"
"Er hat auf jeden Fall meine Neugierde geweckt." Meinte Anoth. "Die beiden sind im Moment im künstlichen Tiefschlaf und das Lager hier ist soweit abgesichert und ich habe meine Sirenen ausgeschickt um Informationen zu sammeln."
"Im Park waren die noch nicht, oder?"
"Sie haben dem Park keine hohe Priorität zugeordnet, also nein. Deshalb schauen wir uns diesen komischen Freizeitpark nun mal selber etwas genauer an."
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Einige Zeit später
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Auf den Weg zu dem Park waren sie über eine fast 10 Meter hohe Mauer gesprungen und standen nun auf der anderen Seite mit einem direkten Blick auf den Eingang zum Park.
Auf den Weg dorthin waren sie gezwungen einige kleinere Maschinen zu zerstören.
Nun sahen sie baugleiche Maschinen die Bunt gekleidet Konfetti durch die Gegend warfen und tanzen.
Was war denn hier los?
Beide gingen langsam durch den Park und an den anscheinend feiernden Maschinen vorbei.
Nicht eine zeigte irgendwelche Aggressivität.
"Das ist ziemlich merkwürdig." Meinte Lisina.
"Ja. Die, die wir beiden bislang begegnet sind, waren alle hoch aggressiv. Die hier hingegen…"
Inzwischen hatten sie das Zentrum des Parks erreicht.
Es sah so aus als ob dort ein stilisiertes Theater stand.
Das Tor allerdings dorthin war verschlossen.
Das war aber noch nicht alles.
Anoth empfing auch eine auffällige Anzahl von Signalen die aus den Theater kamen.
Ihre Kodierung war ähnlich zu den von Notsignalen.
"Empfängst du das auch?" fragte Anoth seine Tochter.
"Ja, das tue ich." Bestätigte sie als sie angestrengt auf das Theater schaute.
Die beiden wechselten kurz Blicke dann trat Anoth das Tor auf.
Dann rannten sie auch schon über die Brücke in Richtung der Signale die sie empfingen.
Mit einen krachen brach Anoth durch die Vordertür du die Treppe hoch. Sie konnten bereits Kampflärm hören.
Wenige Momente später standen beide im Eingang zum Theatersaal. Dort kämpften zwei Androiden, ein Junge und eine Frau, gegen eine Maschine die… Ziemlich… sagen wir mal merkwürdig aussah.
Sie wollte wohl eine Opernsängerin darstellen.
Außerdem schrie sie die ganze Zeit das sie Schön sein will.
Der Grund dafür war Anoth komplett egal.
Die beiden Androiden hatten allerdings ein riesiges Problem. Beide waren schwer beschädigt und so gut wie tot.
"AUF DEN BODEN!" rief Anoth und aktivierte dabei seine Rigging von eines seiner angedockten Schlachtschiffe die er als Festungsschiff zur Verfügung stehen hatte. Sofort ließen sich beide Androiden auf den Boden fallen. Direkt darauf feuerten acht 20cm Geschütze acht schwere Plasmastrahlen ab die von der Maschine nur noch den untersten Teil von übrig ließen. Der Rest wurde einfach vaporisiert.
Sekunden später verabschiedete sich auch der untere Teil in einer Explosion die Trümmer in alle Richtungen schleuderte. Einige von ihnen prallten an Anoths Rigging ab.
Dann war es plötzlich Still.
Erst nun wagten es die beiden Androiden, die die gigantische Hitze der Schüsse mehr als deutlich gespürt hatten, wieder auf die Beine zu kommen.
Der Moment wie beide wieder auf den Beinen waren richteten sie ihre Schwerter gegen Anoth. Der hingegen starrte sie einfach nur an. Zuckte dann mit den Schultern, drehte sich um und ging den Weg zurück die Treppe wieder hinunter.
Lisina blickte noch eine Weile länger auf die beiden Androiden mit erhobener Augenbraue. Dann folgte sie ihren Vater.
"Sieht so aus als ob die uns hier als Feinde ansehen." Meinte Lisina.
"Es würde mich nicht wundern wenn sie uns ebenfalls als Maschinen ansehen." Meinte Anoth. "Aber das ist für mich im Augenblick auch Nebensächlich. Ich habe ein merkwürdiges Signal tief im Untergrund entdeckt. Genau unter diesen Theater. Und da hinten befindet sich ein Aufzug."
"Eine recht eigenartige Energiequelle. Sowie Energiesignaturen die auf Stasekapseln hindeuten."
"Du meinst da unten könnte es Überlebende geben?" fragte Lisina Überrascht.
"Auf den Mond sind sie auf jeden Fall nicht. Da ist nur ein simpler Datenserver."
"Woher weißt du das?"
"Ein einfacher Langstrecken Umgebungsscan der eventuelle Monde mit einschließt hat das Offenbart."
"Und woher willst du wissen, dass sie auf den Mond sein sollen?"
"Weil ich von dort eine Übertragung die angeblich vom Rat der Menschheit gekommen sein soll abgefangen habe. Daraufhin habe ich den Mond besonders genau untersucht um absolut sicherzugehen. Der Scan hat aber nur die Ergebnisse des ersten Scans bestätigt. Auf Luna oder Sol 3;1 befindet sich nicht ein Mensch."
"Was denkst du? Du hast doch schon längst eine Vermutung."
"Ich denke, dass sie Luna lediglich als Startrampe und Temporäre Basis benutzt haben und dass ihre eigentliche Basis sehr viel tiefer im Sonnensystem liegt. Das würde allein schon aus Sicherheitstechnischen Gründen Sinn ergeben."
"Und wo würden sie dann diene Meinung sein?"
"Dafür gäbe es multiple Kandidaten. Der Mars, der Mond Europa bspw. Aber sie könnten auch schon längst dieses System verlassen haben und einen ganz anderen Planeten besiedelt haben. Auch das wäre nicht auszuschließen. Schließlich sind ein paar Tausend Jahre seit dem vergangen."
"Warum sind sie dann noch nicht wieder zurückgekehrt?"
"Religiöse Gründe. Vielleicht haben sie den Planeten auch als Tabu eingestuft. Oder sie glauben, dass das WCS immer noch hier wütet."
"WCS?"
"White Chlorination Syndrome. So haben sie es damals bezeichnet. Diejenigen die damit infiziert werden haben die Wahl zwischen zwei Optionen. Entweder sie nehmen das Angebot eines Sadistischen Gottes an und werden zur sogenannten Legion sobald ihre Körper zu Salz zerfallen oder ihre Körper werden nach und nach zur Statue und zerfallen dann auch zu Salz."
"Was war das für ein Gott denn Bitte?" fragte Lisina entsetzt.
"Einen Gott den ich vor…. Sagen wir einfach, vor sehr langer Zeit vernichtet habe." War Anoths Antwort darauf.
"Woher weißt du das?" fragte Lisina schließlich.
"Meine Sirenen haben alte Aufzeichnungen gefunden. Ob du es glaubst oder nicht sie waren wortwörtlich im Stein gemeißelt worden. Das einzige Material von dem sie wussten, dass es die Chance hatte die Jahrtausende zu überstehen."
"Und woher weißt du das mit den Gott?"
"Logische Schlussfolgerung. Die Legion wird in den Text beschrieben und der Fakt das die Infizierten zu Salz zerfallen. Von da ab an war es nicht schwierig eins und eins zusammenzuzählen."
"Wird sonst noch was erwähnt in den Texten?"
"Ja. Es wird das Projekt Gestalt und den damit einhergehenden Projekt Replikant erwähnt und beschrieben." Anoth schüttelte nur den Kopf. "Beide Projekte waren von Anfang an zum Scheitern verdammt. Die Menschen haben sich da mit Kräften auseinandergesetzt die sie nicht einmal ansatzweise verstanden. Das das Projekt über 1.400 Jahre lang lief bevor es schließlich vollständig versagte ist schon mehr als verwunderlich. Eigentlich mehr ein Wunder."
"Wer hat denn diese Aufzeichnungen überhaupt hinterlassen?"
"Es standen nur zwei Namen auf der Tafel. Devola und Popola. Ich nehme mal an das die Aufzeichnungen von den beiden stammten. Auch wird ein gewisser Emil genannt. Aber diese Aufzeichnungen sind jüngeren Datums. Da ist nämlich von einer Invasion die Rede."
"Wie kam das WCS überhaupt in diese Welt?" fragte Lisina. Beiden war es nicht entgangen das die beiden Androiden die sie gerettet hatten aber ihnen sehr Misstrauisch gegenüber waren, ihnen folgten und gebannt zuhörten.
Anoth blieb stehen und lehnte gegen die Wand. "Nach der Timeline von den Aufzeichnungen zu urteilen gab es 2003 einen Zwischen fall in Tokyo. Eine gewaltige Statue die von da ab an nur noch als Riese bezeichnet wurde tauchte im Stadtteil Shinjuku auf. Sie war aber nicht alleine. Ein roter Drache tauchte beinahe Zeitgleich mit diesen Riesen auf. Die beiden lieferten sich einen Kampf bei dem der Drach den Sieg davontrug nur um dann von Kampfjets abgeschossen zu werden.
"Der nun tote riese begann zu zerfallen zu einer Substanz ganz ähnlich zu Natriumchlorid. Kochsalz. Nur das ihr jedes Gewicht und Masse fehlte. Später wird diese Masse als Maso bezeichnet. Schon kurz darauf begannen die ersten Ausbrüche von WCS in Shinjuku. Und von da ab an nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Das ging soweit, dass Massenvernichtungswaffen eingesetzt wurden im Versuch die Ausbreitung des WCS zu stoppen. Erfolglos. Im Gegenteil sogar. Durch den Nuklearwaffeneinsatz wurde das Maso nur noch schneller verbreitet. Dann begann irgendwann die Arbeit am Projekt Gestalt.
"Allerdings bezweifle ich stark, dass das Projekt Gestalt das einzige Projekt war. Da gab es mit Sicherheit noch Dutzende weitere. Schließlich blickten die Menschen ihrer eigenen Auslöschung entgegen. Und wenn die einzige Alternative die Totale Vernichtung deiner Spezies ist, ist alles andere diesen vorzuziehen. Geld wird ab den Punkt Irrelevant und Bedeutungslos. Wer weiß was für Projekte sie entwickelt haben um ihrer eigenen Auslöschung zu entgehen."
"Du glaubst, da das da unter uns eines von diesen Projekten sein könnte?"
"Auszuschließen ist es auf jeden Fall nicht."
Nun standen sie vor den Aufzug. Der war noch immer intakt. Allerdings wenn Anoth ehrlich war mit sich selbst sah dieser Aufzug recht neu aus.
Wenig später waren sie einige Etagen tiefer.
"Ist es das, was du entdeckt hast?" fragte Lisina als sie vor sich nur einen Stapel uralter flimmernder Fernseher und um sie herum nur jede Menge Schutt sahen nachdem sie einen kurzen Gang hinuntergelaufen waren.
"Nein." War Anoths Antwort. "Das was ich entdeckt habe liegt noch sehr viel tiefer."
Sie hörten hinter sich den Aufzug erneut stoppen. Wenig später hörten sie die Schritte der beiden Androiden.
Anoth und Lisina entschieden sich die beiden weiterhin zu ignorieren und so zu tun als ob sie nicht wissen würden, dass sie dort sind.
"Wie kommen wir dorthin?" fragte Lisina. "Obwohl es mich überrascht das diese alten Fernseher überhaupt noch funktionieren." Fügte Lisina hinzu die nun den merkwürdigen Fernseherstapel in der Mitte des Raumes genauer begutachtete.
"Ich habe einen weiteren Schacht entdeckt. Der liegt aber irgendwo hinter dieser Wand. Etwa 20 Meter entfernt." War Anoths Antwort. "Dazwischen liegt jede Menge Schutt. Ich werde wohl graben müssen."
Damit ging Anoth in die Mitte des Raumes, wobei er telekinetisch den Haufen Fernseher und anderen technischen Schrott beiseite schleuderte und aktivierte seine Hauptrigging die er dann in Richtung der Wand richtete wo er graben wollte.
Seine Rigging war so enorm, dass sie fast den ganzen Raum ausfüllte.
2B und 9S die das ganze beobachteten wurden Kreidebleich. Das was da gerade an den Mann erschienen war um ein vielfaches größer als das was er benutzt hatte um die durch geknallte Opernsängerin zu zerlegen. Außerdem konnten sie hunderte von Waffen an der Rigging sehen. Und irgendetwas sagte ihnen das, auch wenn viele der Waffen kaum größer waren wie Spielzeug, sie nicht herausfinden wollten was diese anrichten würde können.
Stützbeine fuhren aus von unterhalb der Rigging und Anoth kniete sich so hin das diese nun auf den Boden ruhten.
"Du hast dich nicht vor dir den Weg durch das Gestein und den Schutt freizuschießen, oder?" fragte Lisina mit einen besorgten Blick an die von Rissen durchzogene Decke die nur von einigen verrosteten und verborgenen I-Trägern an Ort und Stelle gehalten Wurde.
"So blöde bin ich auch nicht. Ich will meine Punktverteidigungsphaser als Grabungslaser benutzen. Nur um das hinzubekommen muss ich dafür erst einmal eine entsprechende Halterung bauen und sie komplett Reprogrammieren."
"Und wie lange wird das dauern?"
"Etwa 15 Minuten." Antwortete Anoth. "Danach errichte ich ein Kraftfeld rund um den Ort wo ich bohre."
"Wieso-" Anoth fiel ihr ins Wort bevor sie ausreden konnte, denn er hatte die Frage schon kommen sehen.
"Das Gestein und Schutt das ich bei der Grabung entferne verschwindet nicht einfach. Es wird gasförmig. Und ich glaube nicht das du gasförmigen Beton einatmen möchtest, oder?"
"Das muss nicht sein." Gab Lisina zu und ging dabei auf Abstand zur Wand und suchte sich dafür eine Position irgendwo hinter Anoth.
Es dauerte fast 10 Minuten ehe Anoth die Reprogrammierung abgeschlossen hatte und das Prototypgestell für die Bohrung zwischen den beiden Hauptflugdecks in seiner Rigging hing.
"Alles bereit. Ich beginne jetzt." Sagte Anoth.
Die vier im regelmäßigen Abstand montierten Emitter der Punktverteidigungsphaser begannen zu glühen und sendeten kurz darauf einen Strahl gegen die Wand in der gebohrt werden sollte. Anoth adjustierte noch ein wenig an der Position der Punkte denn wenn er so angefangen hätte zu bohren hätten sie durch den Tunnel robben müssen.
Er stellte den Durchmesser des Tunnels auf etwa 2,5 Meter ein dann begann auch schon der Ring an dem die Emitter montiert waren zu drehen. Je schneller der Ring begann zu drehen desto offensichtlicher wurde die zukünftige Größe des Tunnels.
Dann wechselte der Strahl auf einen gelben Strahl der deutlich stärker war und die Bohrung begann.
Auf der Stelle wurden mehrere Kubikmeter Beton verdampft. Das verdampfte Material wurde von den umgebenden Kraftfeldern gestoppt und Anoth hatte bereits begonnen den giftigen Nebel abzusaugen und durch Molekulare Rekonstruktoren zu jagen die es zu simplen schweren Wasserstoff (Deuterium oder auch ²H oder auch D) umwandelten. Ein kleiner Teil davon wurde dann direkt weiter verarbeitet zu schwerem Wasser (Deuteriumoxid oder auch ²H2O oder auch D2O). Das schwere Wasser wurde dabei Hauptsächlich im Labor gebraucht für diverseste Prozesse.
Das Deuterium selbst diente als Treibstoff für die Fusionsreaktoren der kleineren Schiffe und Flugzeuge usw.
Es dauerte fast zwei Minuten ehe der Minenlaser seien Arbeit getan hatte und der Ring begann hinunterzufahren und sich immer langsamer zu drehen. Kaum war der Ring zum Stillstand gekommen stieg heißer Wasserdampf auf von den vier Emittern als Anoth begann diese zusätzlich zu kühlen. Diese waren eigentlich für kurze Feuerstöße ausgelegt. Nicht für zwei Minuten Dauerfeuer. Dadurch waren sie nun ein wenig sehr heiß geworden. Was man auch sehen konnte. Denn die eigentlichen Kühlelemente auf der Rückseite der Emitter glühten in einen hellen rot. Der Wasserdampf der dabei entstand wurde ebenfalls aufgesaugt. Ansonsten wäre die Kammer innerhalb von Sekunden zu einer extrem heißen Sauna geworden.
Der gegrabene Tunnel war noch rotglühend vor Hitze. Die aber wurde von Anoth nun innerhalb relativ kurzer Zeit via Eisstrahlen herunter gekühlt.
Es dauerte gut eine Viertelstunde ehe Anoth zuerst das Kraftfeld und dann auch seine Rigging wieder deaktivierte.
Sehr zur Erleichterung der beiden Androiden die das ganze versteckt hinter einer Metallkiste verfolgten.
"Dann schauen wir mal wo der Schacht hinführt." Meinte Anoth der durch den nun abgekühlten aber immer noch warmen Tunnel ging und an dessen Ende stehen Blieb.
Da war ein tiefer komplett dunkler Schacht. Anoth aktivierte nur die Suchlichter seiner Rigging und ließ sie den Schacht hinunter scheinen.
Er war tief.
Sehr tief.
Mindestens 2.500 Meter.
Denn seine Scheinwerfer reichten nicht ganz bis nach unten.
"Das geht ganz schön weit runter." Meinte Lisina. "Was war das wohl damals?"
"Ich nehme an, dass das hier mal an ein Bergwerk gewesen ist für was auch immer." Das war der Augenblick wie Anoth ein wenig weißes Pulver auffiel das noch immer an der Wand des Schachtes saß. Er rieb ein wenig ab und probierte es. "Salz." Stellte Anoth fest. "Das war ein Salzbergwerk."
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Einen Sprung und eine unendliche Fallstrecke später.
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Anoth und Lisina landeten beinahe geräuschlos am Fuße des Schachtes nachdem sie eine gefühlte Ewigkeit gefallen waren.
"Wie tief sind wir?" fragte Lisina die den Schacht nach oben Blickte und dort sehen konnte wie die beiden Androiden ihnen langsam folgten. Wobei sie ihre Pods benutzten um ihren fall zu bremsen.
"Fast 4.500 Meter." Antwortete Anoth der gerade damit beschäftigt war eine verrostete Tür vor ohne aufzubrechen. Mit einem Metallischen krachen gab das nach was die Tür geschlossen hielt und Anoth schob beide Türhälften zur Seite.
Was sie begrüßte war nicht das was sie erwartet hatten.
"Willkommen, meine Herren, bei Aperture Science." Verkündete eine Bandansage mit einer männlichen Stimme im selben Moment wie sie den Schacht verließen. "Astronauten, Kriegshelden, Olympiasieger – Wir wollen nur die Besten und darum seid ihr hier. Also: Wer stellt sich der Forschung zur Verfügung?"
"Was zum…?" fragte Lisina laut.
Dann klang eine weibliche Stimme. "Aber ja."
Die männliche Stimme übernahm direkt wieder. "Ihr habt euch auf der Fahrt hierher schon kennen gelernt. Erlaubt, dass ich mich kurz vorstelle. Ich bin Cave Johnson. Mir gehört die Firma. Die nette Stimme von Vorhin gehört Caroline, meiner Assistentin. Sie hat euer Honorar bereits an eine gemeinnützige Organisation eurer Wahl überwiesen. Stimmt doch, Caroline?"
"Ja Sir, Mister Johnson." Verkündete die Weibliche Stimme, Caroline.
Cave Johnson übernahm sofort wieder. "Sie ist das Rückgrat dieser Firma. Und hübsch obendrein. Aber leider… schon vergeben. Sie gehört der Wissenschaft.
"Wo sind wir denn hier gelandet?" fragten sich Anoth und Lisina als ihr Blick auf das von der Decke hängende Aperture Science Innovations Logo fiel während hinter ihnen die beiden anderen Androiden landeten.
"Was ist das für ein Ort?" kam es vom Jungen während die Frau sich nur umblickte.
Das war auch der Zeitpunkt wie eine weitere Person den Raum vom anderen Ende aus betrat die ein merkwürdiges Gerät in der Hand hatte.
