Kapitel 41
Am Lira am nächsten Morgen, kurz vor dem Frühstück in Dumbledores Büro saß um mit ihm über das zu sprechen, was sie getan hatte, fühlte sie sich extrem nervös. Sie war sich zwar im Grunde sicher, dass er sie prinzipiell nur von der Schule verweisen konnte, doch wollte sie das auf keinen Fall, sie wollte bei John bleiben. Auch persönlich würde sie es natürlich bevorzugen nicht verbannt zu werden, doch in erster Linie dachte sie seit Johns emotionaler Aussprache seiner Gefühle vom letzten Abend an ihn.
Sie hob nun den Kopf und erwiderte den nachdenklichen Blick ihres Schulleiters. „Werden sie mich von Hogwarts verweisen?", fragte sie ängstlich.
Professor Dumbledore blieb zunächst stumm, dann meinte er: „Habe ich eine Wahl? Sie haben fast einen Mitschüler getötet. Der einzige Grund warum ich zögere ist, dass er sie scheinbar sehr gerne hat." Sie wurde rot und verspürte den heftigen Drang ihr Gesicht zu verbergen, Sie tat es jedoch nicht, sie sah ihn weiter an. Bemüht ruhig sagte sie: „Ich mag ihn auch und was ich getan habe tut mir Leid." Professor Dumbledore musterte sie ausführlich und streng. Nach einigen Augenblicken nickte er: „Das Sie ihn auch mögen habe ich gestern im Krankenflügel bereits vermutet, aber was denken Sie, wäre eine angemessene Bestrafung für Sie?"
Lira knetete nun ihre Hände, das war eine schwierige Frage. Sie wollte etwas angemessenes nennen, aber gleichzeitig nichts lächerliches. Sie überlegte also etwas und murmelte dann: „Wie wäre es mit einem generellen Quidditchverbot?" Es viel ihr schwer das zu sagen, liebte sie den Sport doch so sehr, doch genau deshalb würde sie das auch besonders treffen. Sie riss sich also zusammen und sah ihrem Schulleiter wieder direkt in die Augen. Er grübelte und erklärte dann: „Das halte ich für umsonst, mir schwebt da was anderes vor. Hören Sie gut zu …"
Kapitel 42
Scarlett betrat die große Halle am Freitag etwas nervös. Sie wusste nicht so genau wie sie reagieren würde, wenn sie Sirius begegnen würde. Allein der Gedanke an die letzte Nacht ließ sie immer noch erröten. Sie hatte Sex mit ihm gehabt, in der Dusche! Sie hielt sich die Hände vors Gesicht und atmete tief durch. „Du schaffst das, los!", sagte sie in Gedanken, dann griff sie nach der Klinke und betrat die Große Halle.
Sie ging direkt zu ihrem Haustisch und setzte sich zu ihren Freundinnen. „Guten Morgen Scarlett!", wurde sie von Freya gegrüßt. Auch Thea versuchte ‚Guten Morgen' zu sagen, doch da ihr Mund voller Toastbrot war, kam davon nicht wirklich etwas durch. Scarlett wandte sich ab, weil Krümmel von Theas Toast zu ihr flogen und sagte: „Ich mag dich auch, aber bitte sprich nicht wenn du gerade isst, ich mag Toast zwar wirklich, doch esse ich ihn lieber selbst, wenn du verstehst was ich meine." Sie drehte sich nun wieder zurück und grinste ihre Freundin an, diese nickte schluckte ihren Toast runter und entschuldigte sich. „Aber sag mal, wo warst du heute Nacht? Ich bin um zwei Uhr noch mal aufgewacht, da lagst du dann im Bett, aber als wir schlafen gegangen sind bist du nicht gekommen." Freya mischte sich ein und sagte: „Wolltest du nicht nur etwas länger im Gemeinschaftsraum bleiben und etwas lesen, ich dachte nicht das es zweieinhalb Stunden dauern würde."
Scarlett wurde rot und versuchte schnell eine gute Ausrede zu finden, doch ihr wollte keine einfallen. Sie war halt noch nie gut darin gewesen sich Notlügen zu überlegen. Sie bat ihre Freundinnen also sich zu ihr zu beugen und flüsterte dann leise: „Ich habe mich mit Sirius getroffen und ähm… es wurde intim wenn ihr versteht was ich meine."
Kapitel 43
James und Lily saßen heute nicht wie immer nebeneinander, denn sie waren recht spät aufgestanden und hatten sich die letzten beiden Plätze nehmen müssen. Aber immerhin konnten sie einander (zwei Plätze schräg gegenüber) gut sehen. James dachte an die letzte Nacht. Obwohl Lily gemeint hatte sie wäre sehr müde, hatten sie noch knapp eine halbe Stunde miteinander gekuschelt. Er sah zu ihr über und lächelte, sie erwiderte dieses Zeichen.
Zwanzig Minuten nach Beginn des Frühstücks sah James plötzlich ein Mädchen vom Slysterintisch zu Lily gehen. Er betrachtete sie argwöhnisch, dann erkannte er sie. Es war Lira Thomsen! Er würde am liebsten aufstehen und sie von Lily wegjagen, dieses Miststück hatte gestern fast einen Jungen aus Ravenclaw umgebracht. Er hatte sich gerade mit seinen Freunden am Eingang zur Großen Halle unterhalten, da war es passiert. Sie hatte diesen Jungen aus Ravenclaw irgendwie über das Gelände der ersten Etage geschleudert. Er wäre bestimmt gestorben, wenn Remus nicht seinen Fall etwas verlangsamt hätte. Trotzdem hatte er sich schwere Knochenbrüche zugezogen und lag immer noch im Krankenflügel.
Nach dem Frühstück fragte James seine Freundin, was Lira von ihr gewollt hatte. Lily kratzte sich am Kopf und erklärte: „Professor Dumbledore hat sie dazu verdonnert uns bei einigen unserer Pflichten als Schulsprecher zu unterstützen. Sie soll uns dabei helfen rassistisch motivierte Vergehen zu bestrafen. "
Kapitel 44
James sah sie verwundert an: „Bitte was soll sie machen?" Lily wiederholte was sie gerade gesagt hatte und ergänzte: „Ich denke das ist eine gute Idee, so können wie sie im Auge behalten für den Fall der Fälle und ansonsten hat sie genügend Gelegenheiten ihre Ansichten zu überdenken." James schien ihr nicht zuzustimmen, denn er nickte nur knapp und verließ sie dann.
Lily sah ihn verwundert nach, was war nur mit ihm los? Es war doch nichts schlechtes dabei wenn eine Person die sich mies benommen hatte eine Chance auf Wiedergutmachung erhielt. Doch James sah das offensichtlich anders und war jetzt schlecht gelaunt oder gar sauer auf sie. Naja, er würde sich schon beruhigen. Sie sah sich nach Alice und Katie um, vielleicht sollte sie heute mal etwas mit ihnen unternehmen. Seitdem sie mit James zusammen war, hatte sie ihre anderen Freunde etwas vernachlässigt.
Sie fand die beiden einige Minuten später in der Eingangshalle. „Hey, habt ihr Lust auf einen Sparziergang, wir haben eine Weile nichts mehr zusammen gemacht." Katie lächelte erfreut auf: „Klar, immer doch …" Alice war auch willig an die frische Luft zu gehen, doch fragte sie Lily noch: „Hast du Streit mit James?"
Lily zog die Schultern hoch: „Vielleicht, ich weiß nicht wirklich … Er ist auf jeden Fall beleidigt abgezogen als ich nach dem Frühstück kurz mit ihm gesprochen habe."
Kapitel 45
Nachdem sie mit Lily gesprochen hatte machte sich Lira auf den Weg hoch zum Krankenflügel. Sie war zwar die ganze Nacht bei John geblieben, doch die meiste Zeit hatte er geschlafen. Und heute morgen war sie ja bei Dumbledore gewesen. Sie vermisste irgendwie das Gefühl von seiner Hand in der ihren. Noch vorgestern hätte sie so etwas niemals laut zugegeben. Gut, sie hatte jetzt ja auch nur gedacht, aber bald würde sie es bestimmt auch laut sagen.
„Ich bin verliebt!"
Sie lächelte nervös und schaute ob jemand hinter ihr her ging. Ich habe doch nur gedacht, das kann keiner hören … Sie begann nun leicht zu laufen, derweil wiederholte sie ihr inneres Eingeständnis und hüpfte nun ab und zu sogar.
„Ich bin verliebt! Ich bin verliebt! Ich bin verliebt!"
Das klang zwar echt merkwürdig, doch jedes Mal wenn sie das dachte war es ihr als ob in ihr eine Kerze aufflammen würde. Ihr Glücksgefühl wurde auch gar nicht geschmäht als sie daran dachte in wen sie sich verliebt hatte. Das hieß dann wahrscheinlich, dass ihre alten Vorurteile langsam Bedeutung verloren. Erstaunlich wie schnell das ging. Sie hatte auch überhaupt nicht das Gefühl das ihr etwas verloren ging, was sie vermissen würde. Es war einfach als würde sie aus einem Traum aufwachen und würde feststellen wie schön die Realität doch sei. Sie kam gerade an einigen hohen Fenstern vorbei und blickte hinaus in die Sonne.
„Die Sonne strahlt mich lachend an, ich will zu dir, ich vermiss dich so sehr …"
Sie blieb erschrocken stehen, was hatte sie da gerade gedacht? Hatte sie ernsthaft versucht zu dichten? Für John? Sie konnte das nicht glauben, wie sehr mussten ihre Gefühle ihr den Kopf verdreht haben, dass sie so etwas tat? Am Ende schrieb sie ihm noch einen Liebesbrief …
Sie selbst zur Ordnung rufend blieb sie schließlich vor der Tür zum Krankenflügel stehen. Jetzt ganz ruhig, dahinter liegt am Ende des Raumes John, vor ihm möchtest du dich doch nicht lächerlich machen,oder? Sie atmete tief durch und trat nun ein.
Kapitel 46
Im Krankenflügel ging Lira direkt zu Johns Bett und setzte sich auf ihren Stuhl. „Hi, störe ich?", fragte sie, weil er gerade las. Er sah über sein Buch und schüttelte den Kopf als er sie erkannte. „Nein überhaupt nicht, ich habe dich schon vermisst." Ihre Mundwinkel hoben sich sofort und sie sagte schneller als sie denken konnte: „Ich dich auch!"
John schob seine Hand unter der Decke hervor und griff nach ihrer: „Ich freue mich schon auf morgen, du dich auch?" Obwohl sie noch vor knapp drei Stunden seine Hand gehalten hatte war sie überwältigt sie nun wieder zu fühlen. Sie streichelte etwas über seine Finger und murmelte etwas aus der Bahn geworfen: „Ähm…, was ist mit morgen?" Er lächelte und erklärte: „Unsere Verabredung in Hogsmeade, freust du dich darauf?"
Sie sah zu ihm auf und fragte: „Verabredung?" Sie ahnte schon das sie gerade eine dumme Frage stellte, doch fiel es ihr wirklich schwer sich auf etwas anderes als seine Hand zu konzentrieren. (Dies war das erste mal, dass sie sich durch die alleinige Präsenz einer Person so ihrer Sinne beraubt fühlte, sie konnte nicht anders…) John lächelte und wurde präziser: „Ich habe dich gefragt ob du mit mir ausgehen willst, erinnerst du dich?" Sie nickte, ja, dass hatte er getan. „Und du weißt auch welchen Tag wir heute haben, oder?", fragte John schelmisch. Sie nickte wieder: „Klar, wir haben Frei…", sie stockte und sah ihn mit geweiteten Augen an. Aber das hieße ja, dass sie morgen …
Als ihr klar wurde, was das heißen würde (Hand in Hand durch das Dorf laufen, gemeinsam, eng beieinander in den Drei Besen sitzen und Butterbier trinken und vielleicht Küsse an einen romantischen Ort), wurde sie rot und plötzlich fühlte sie sich sehr unsicher. Das wäre das erste Mal, dass sie mit jemanden ausgehen würde. Der Gedanke, dass sie ja schon mit ihm geschlafen hatte (sie also eigentlich wegen einer Verabredung nicht so nervös sein sollte), half ihr relativ wenig. Sowieso kam es ihr so vor, als wäre alles was vor ihrem (zum Glück fehlgeschlagenen) Angriff auf sein Leben passiert war, nicht ihr, sondern einer Person die genauso aussah wie sie geschehen. Sie fühlte sich wie neu geboren, dies hier war ihr zweites Leben. Ein Leben das sie ohne Vorteile und Hass leben wollte.
Sie hob ihren Kopf nun wieder und nickte leicht. Leise und ein wenig nervös antwortete sie:
„Ja, ich freue mich schon auf morgen."
Kapitel 47
Lily ging mit Katie und Alice am See entlang und sprach mit ihnen über all das, was so in den letzten Monaten passiert war. Gerade berichtete Katie davon wie sie sich letzte Woche mit Kurt Finch, einem Hufflepuff, in Hogsmeade getroffen hatte. „Er ist ganz nett aber irgendwie auch merkwürdig." Alice fragte: „Merkwürdig inwiefern?" Katie blieb stehen und sah hinaus auf den See: „Er wirkt sehr besitzergreifend und er mag es mit Pistolen zu schießen. Er sagt er würde niemals auf etwas lebendiges schießen, doch trotzdem finde ich das merkwürdig."
Lily nickte: „Ich kann Menschen die mit gefährlichen Dingen spielen nicht leiden, aber wie war die Verabredung im allgemeinen? Werdet ihr wieder mit einander ausgehen?" Katie ließ sich kurz Zeit ehe sie antwortete. „Ich weiß nicht, er hat mich zwar gestern gefragt ob wie uns erneut treffen können, doch ich habe noch nicht zugesagt." Alice meinte leichthin: „Wenn du ihn umgänglich fandest spricht für mich nichts dagegen ihn erneut zu treffen, es ist ja auch nur ein Treffen und keine Verlobung." Lily ergänzte: „Mach einfach was du für richtig hältst, triff dich mit ihm wenn du ihn nett findest und tue es nicht, wenn er dir zu merkwürdig ist."
Katie grinste schief: „Das sind ja mal hilfreiche Tipps, soweit war ich auch schon …" Sie setzte sich nun ins Gras und wandte sich dann an Lily: „Aber sag mal, du als Schulsprecherin, hast du irgendeine Ahnung ob Lira Thomsen von der Schule fliegen wird?" Alice setzte sich ebenfalls: „na klar, sie hat John Taylor aus Ravenclaw fast umgebracht, natürlich muss sie verwiesen werden." Lily ließ sich zu ihren Freundinnen nieder und sagte: „Ich habe noch keine entsprechende Mitteilung von Professor Dumbledore erhalten."
Kapitel 48
James stapfte wütend die Treppen hoch, warum musste Lily so hoffnungslos optimistisch sein. Klar sollte man jedem Menschen eine Chance geben, doch nicht solchen die andere fast umgebracht hatten. Er erkannte natürlich selbst den Widerspruch in seinem letzten Gedankengang, doch traute er Lira nicht, sie würde bestimmt wieder jemanden Schaden zufügen. Jemand der so tief in dieser irren Ideologie von Voldemort und Konsorten steckte, war verloren und würde sehr wahrscheinlich niemals anderes denken.
Er war mittlerweile bei den Wasserspeiern angekommen, die den Eingang zu Dumbledores Büro bewachten. Hoffentlich konnte er seinen Schulleiter davon überzeugen wie gefährlich Lira doch sei. Er fand sie musste verwiesen werden. Er nannte also das Passwort und ließ sich von der Wendeltreppe nach oben bringen.
Wenige Augenblicke später klopfte er an das Büro und wurde hereingebeten.
„Guten Nachmittag Professor!", begrüßte James seinen Schulleiter. „Guten Tag Mister Potter, bitte setzen Sie sich." James folgte dieser Aufforderung und legte Dumbledore nahe, was ihn besorgte. Dieser nickte und meinte: „Ich war im Zweifel und bin es noch immer, doch hören Sie mir zu, ich glaube Miss Thomsen hat wirklich nur etwas intuitiv verzweifelt überreagiert." James wollte etwas einwerfen, doch Dumbledore hob leicht eine Hand, also schloss James seinen Mund wieder. „Ich weiß dass ist eigentlich kein Argument eine potentiell gefährliche Schülerin nicht zu verweisen, aber vertrauen Sie mir, wenn ich wirklich den Eindruck haben würde den anderen Schülern durch sie in Gefahr zu bringen, hätte ich sie sofort nach London geschickt." James konnte dagegen schwer etwas sagen, außer er würde Professor Dumbledore kein Vertrauen entgegenbringen.
Er nickte also und sagte: „Also gut, ich werde versuchen meine Besorgnis beiseite zu schieben und ihr eine ehrliche Chance geben sich zu beweisen." Professor Dumbledore lächelte leicht unter seiner Halbmondbrille und dankte ihm.
„Einen schönen Tag noch Professor!", sagte James schon in der Tür. „Ihnen auch Mister Potter!", verabschiedete ihn der Schulleiter. James ging etwas weniger verärgert als zuvor in Richtung Schulsprecherwohnung, vielleicht würde er jetzt ein paar Hausaufgaben machen.
Kapitel 49
Nicht weit entfernt von Lily und ihren Freundinnen saßen Scarlett, Thea und Freya ebenfalls nahe am See. Thea lag im Gras und sah hoch zu den Wolken als sie fragte: „Du hast also mit Sirius geschlafen, oder?" Scarlett nickte zuerst, schüttelte dann aber doch den Kopf: „Nicht geschlafen, also nicht in dem Sinne von nebeneinanderliegen, ähm… aber, ich meine …" Sie verstummte und stand auf. Nervös fing sie an auf und ab zu laufen. Freya musterte sie erheitert: „Ihr hattet also nur Sex, da bin ich aber beruhigt, ich hatte schon dramatischeres befürchtet." Sie klang gespielt übertrieben erleichtert und grinste ihre Freundin breit an.
Scarlett blieb entsetzt stehen und versuchte mehrmals etwas zu sagen, doch schloss sie den Mund jedes Mal wieder ohne etwas von sich zu geben. Über diesen Anblick musste nun auch Thea leicht kichern, meinte nach einigen Sekunden jedoch zu Freya: „Mach dich nicht über sie lustig, du weißt sie hat Schwierigkeiten Ironie zu erkennen und nimmt so etwas schnell zu ernst." Freya nickte und stand auf. Mit einem Schritt war sie bei Scarlett und umarmte sie. „Entschuldige, ich habe mich etwas über dich lustig gemacht." Scarlett erwiderte die Umarmung leicht und murmelte nach einigen Augenblicken: „Wir haben in einer der Duschbereiche bei uns in den Mädchenduschen miteinander ähm… naja ihr wisst schon."
Freya und Thea nickten unisono und obwohl sie neugierig waren wie es zu dem ganzen gekommen war, behielten sie ihre Fragen vorerst für sich.
Kapitel 50: Ein ruhiger Abend
Am Abend saßen James und Lily zu zweit auf dem Sofa ihrer kleinen Wohnung und sahen in die Flammen des Kamins. Es herrschte eine leichte angespannte Atmosphäre zwischen ihnen, denn James hatte Lily gerade erzählt, dass er nach dem Frühstück bei Dumbledore gewesen war um ihn dazu zu überreden Lira von der Schule zu verweisen. Lily war nicht so glücklich darüber und stand nun auf. „Ich gehe duschen, bis dann!", sagte sie kurz angebunden.
James griff sich nachdem sie im Bad verschwunden war ein Buch vom flachen Tisch vor ihm und begann lustlos in diesem zu lesen. Warum war Lily jetzt beleidigt, das bedrückte ihn. War es wirklich wegen dieser Slytherin? Das Buch was er sich genommen hatte stellte sich als Fachbuch über Geschichte der Zauberei heraus, er legte es also wieder weg. Er hatte ja ehe nicht wirklich lesen wollen. Er sah zur Badezimmertür, wie gerne würde er jetzt bei ihr sein. Nicht primär der Dusche und der Tatsache wegen, dass Lily nackt sein würde, sondern weil er sich mit ihr vertragen wollte.
Er stand auf und ging zur Badezimmertür. Leicht klopfte er nun gegen die Holztür. „Lily-Schatz!", rief er und versuchte einen beklommenen Ton in seine Stimme zu kriegen. Das Rauschen des Wassers stoppte. „Was ist?", fragte sie in einem unheiteren Ton. James atmete tief durch, dann fing er an: „Es tut mir leid was ich getan habe, ich habe mir allerdings wirkliche Sorgen gemacht, außerdem kann ich jegliche Formen von Rassismus wirklich überhaupt nicht leiden, deshalb bin ich zu Dumbledore gegangen." Lily schwieg darauf und James machte sich Sorgen, dass hieraus ein längerer Streit werden könnte.
Einige Augenblicke später öffnete sich plötzlich die Tür vor ihm. Er trat überrascht einen Schritt nach hinten, vor ihm stand Lily nur mit einem Handtuch um den Körper geschlungen. „Lily …", sagte er leise und sah nach ihrem Gesicht. Sie sah nicht wütend aus, vielmehr etwas erschöpft. Sie trat direkt zu ihm und umarmte ihn dann fest. „Ich bin dir nicht sauer, nur etwas enttäuscht, dass du nicht bereit bist ihr eine Chance zu geben. Weißt du, als ich mich vorgestern am See mit Lira unterhalten habe und sie mir erzählt hat wie merkwürdig es ihr vorkomme mit mir über ihre Probleme zu reden, dachte ich zuerst ‚ja klar, wir kennen uns ja kaum', doch als sie erklärte, dass dies an meinem Blutstatus läge fand ich sie auch merkwürdig, aber sie hatte auf mich nicht den Eindruck einer fanatischen Mugglehasserin gemacht, sie wirkte vielmehr wie ein verunsichertes Mädchen, dessen grundlegendes Verständnis von der Welt gerade zusammenbrach." James sah ihr fest in die Augen und fragte: „Du denkst also sie hat schon vor dem Vorfall angefangen an der Richtigkeit dieser Ideologie zu glauben?" Lily nickte: „Zumindest unbewusst, da bin ich mir sicher!" James schloss kurz die Augen, dann versprach er ihr: „Wenn du fest daran glaubst, dass anders als Voldemort und seine Schergen ist, will ich ihr eine Chance geben." Lily lächelte und erklärte: „Ich glaube das die allermeisten Menschen im Grunde gut sind, bei manchen ist es nur schwerer zu erkennen." James küsste sie daraufhin sanft: „Ich liebe dich!" Lily lächelte glücklich über die angenehmere Atmosphäre und bot ihm an mit ihr zu duschen.
Auf James Gesicht breitete sich ein Lächeln aus und er meinte neckisch: „Ein so verlockendes Angebot kann ich unmöglich ablehnen." Derweil löste er das Handtuch von Lilys Körper und ließ es zu Boden fallen. Lily stand nun also komplett entblößt vor ihm. „Huhh", machte Lily überrascht und errötete. James umarmte sie sanft und fragte mit leiser Stimme: „Würdest du heute richtigen Sex, ähm den von Vorne mit mir haben wollen?" Während er das sagte streichelte er ihren Rücken und sah ihr liebevoll in die Augen.
Lily schwieg einige Augenblicke, dann fragte sie schließlich: „James Potter, willst du mich heiraten und dein ganzes Leben an meiner Seite verbringen?" James sah sie überrascht und nervös an. Sie klang todernst. Er schloss kurz die Augen, dann antwortete er, ihr fest in die Augen blickend: „Ja ich will dich heiraten! Ich liebe dich und nur dich, mein ganzes Leben will ich mit dir teilen." Lily nickte ernst und sagte dann: „Ich liebe dich auch, ich will das selbe."
Dann nach einigen Sekunden sagte sie: „Okay, dann bin ich einverstanden jetzt meine Unschuld aufzugeben, komm mit mir!" Sie lächelte ihn mit rosa Wangen an und zog ihn dann zur Badezimmertür.
Einige Minuten später lehnte Lily in der Dusche an der Wand und ließ sich von James sanft an ihrer Scheide streicheln. „Ich glaube ich bin bereit …", murmelte sie während sie sein steifes Glied mit ihrer einen Hand massierte. James nickte leicht und flüsterte: „Dann lass es uns versuchen!" Lily ließ also seinen Penis los und spreizte ihre Beine noch ein Wenig weiter. James sah ihr kurz in die Augen, dann drang er nach ihrem Nicken super vorsichtig und nervös in ihre Vagina ein.
Lily schlang ihre Arme fest um James, während dieser sich langsam in ihr zu bewegen begann. Sie keuchte mit jedem Stoß den er in ihr machte heftig auf. Das war sooo intensiv! Worauf sollte sie sich bloß mehr konzentrieren, ihre Hüfte oder seine Hände!? Denn gerade hatte er damit angefangen ihre Brüste zärtlich zu kneten.
Es dauerte nicht lange, dann erlebten James und Lily ihren Orgasmus. Sie fühlte wie sein pochendes Glied Sperma in ihre Scheide pumpte. Gleichzeitig zuckte ihr Becken so heftig wie noch niemals zuvor.
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Zwanzig Minuten später lagen sie erschöpft vom Sex in James Bett und konnten es noch immer nicht wirklich glauben, was gerade passiert war. Lily bereute es nicht, das mit James gemacht zu haben, ganz im Gegenteil, ihr hatte es gefallen. Es war noch einmal wesentlich intensiver als der Oralsex gewesen. Sie drehte sich nun zu James um und flüsterte leise: „Ich liebe dich James!" Er rückte zu ihr und murmelte ebenfalls leise: „Ich liebe dich auch Lily!" Dann zogen sie sich die Decke hoch und schliefen nebeneinander ein.
