Kapitel 51
Am Samstagmorgen stand Sirius früh auf um in Ruhe ein wenig nachzudenken. Seit dem er sich Vorgestern mit Scarlett getroffen hatte und den in, in seinen Augen besten Sex aller Zeiten mit ihr gehabt hatte, konnte er nicht anderes als sich zu fragen, ob auch mehr zwischen ihnen laufen könnte. Er hatte sich selten gefragt ob ein Mädchen für eine feste Beziehung in Frage kommen könnte, generell hatte er bisher wenig Ambitionen gezeigt sich fest zu binden. Doch mit Scarlett …
Er musste wieder an die Nacht mit ihr in der Dusche denken. Das ganze hatte sich seltsam verwirrend angefühlt. Auf eine bestimmte Art anders als alles was er je zuvor in dieser Richtung erlebt hatte. Er verließ gerade den Gemeinschaftsraum als ihm eine Idee kam. Was wäre, wenn sie ihn heute fragen würde, ob er mit ihr nach Hogsmeade gehen wolle. Er grinste bei der Vorstellung. Natürlich könnte er auch sie fragen, doch er hatte sie schon einmal gefragt, es würde merkwürdig aussehen, wenn er sie ein zweites Mal fragen würde. Er war schließlich der beliebteste der Schule. Alle Mädchen wollten mit ihm ausgehen.
Er kam an einem Fenster vorbei und sah hinaus auf den See. Gerade ging die Sonne am Horizont auf und ließ den See stellenweise aufblitzen. Er betrachtete das Spiel eine Weile und ging dann weiter in Richtung Große Halle.
Kapitel 52
Beim Frühstück war Scarlett ziemlich unruhig und schaute immer mal wieder zum Gryffindortisch, zu Sirius. Sie wusste nicht was er gerade dachte und wie es zwischen ihnen weitergehen würde, das machte sie hibbelig. Sie würde gerne mit ihm ausgehen und ihn näher kennenlernen, vielleicht würden sie sogar gut zusammen passen. Immerhin hatte sie den Sex mit ihm sehr genossen und das obwohl sie zuvor niemals einen Jungen auch nur geküsst hatte. Auch hatte er doch gesagt, er wolle mit ihr ausgehen, während er in sie eingedrungen war, hatte er das geraunt. Doch gestern hatte er sie gemieden und hatte kein Wort mit ihr gewechselt.
Sie fühlte sich ein wenig benutzt und verarscht, doch auf der anderen Seite war er vielleicht genauso verwirrt wie sie. Sie wandte sich an Freya die neben ihr saß: „Ich gehe kurz zu Sirius, ich möchte ihn etwas fragen." Ihre Freundin nickte und so ging sie rüber zum Gryffindortisch und tippte Sirius, der am Ende des Tisches neben seinen Freunden saß, auf die Schulter. „Hey Sirius, ich will dich etwas fragen!"
Der Schwarzhaarige drehte sich zu ihr um und mustere sie fragend. „Was gibt es?", wollte er wissen. Sie sah in seine Augen und begann: „Ich will mit dir sprechen, magst du kurz mitkommen?" Sirius nickte sofort und folgte ihr in die Eingangshalle. Dort fragte Scarlett, warum er sie gestern gemieden hatte. Sie sah ihn erwartungsvoll an und hob eine Augenbraue.
Sirius blieb kurz still, dann meinte er locker: „Ich habe dich nicht gemieden, zumindest nicht bewusst …" Sie zögerte, dann nickte sie und meinte: „Okay, dann noch etwas, wie glaubst du geht es weiter zwischen uns?" Sirius schloss kurz die Augen, dann sah er sie wieder an und sagte: „Was ‚zwischen uns'?" Sie sah ihn entsetzt an: „Der Sex, du bist in mich eingedrungen und hast mir versprochen alles für mich zu tun. Du hast gesagt du könntest dir wahre Liebe mit mir vorstellen." Sirius trat zu ihr: „Das habe ich und du bist auch ein wundervolles Mädchen, doch habe ich so etwas noch nie gemacht, bisher war es immer nur eine Nacht und nichts mehr …" Er streichelte ihre Wange und sah ihr liebevoll in die Augen: „Willst du wirklich mit mir ausgehen, wenn die Chancen relativ hoch sind, dass du am Ende enttäuscht wirst?" Scarlett fing an zu schluchzen, wie hatte sie sich nur mit dem größten Macho der Schule treffen können. „Aber du hast doch gesagt …", flüsterte sie matt. „Ich rede viel wenn ich erregt bin und der Sex mit dir hat mich sehr überwältigt, er war definitiv einer der besten die ich je erlebt habe." Sie fing nun stumm an zu weinen. Tränen rannen ihre Wangen hinab. Sie fühlte sich so schlecht wie seit Jahren wie noch nie zuvor. „Ich bin heute früher aufgestanden als sonst, weil ich von dir geträumt habe. In meinem Traum waren wir ein Paar, so etwas ist noch nie zuvor passiert. Du bist das erste Mädchen, bei der ich mir theoretisch mehr vorstellen könnte, doch willst du das?" Er wischte sanft eine Träne von ihrer Wange und hob dann ihr Kinn. Leise und mit rauer Stimme fragte er: „Willst du auf diesem schmalen Grad zu meinem Herzen balancieren obwohl du fallen und dich selbst verlieren könntest?"
Sie hatte seine Berührung genossen obwohl er ihr Sekunden zuvor das Herz gebrochen hatte. Meinte dieser Schuft das, was er eben gesagt hatte jetzt ernst oder war das wieder nur Süßholzgeraspel? Sie sah ihm fest in die Augen und versuchte etwas in ihnen zu lesen. Auf sie wirkte er gerade ehrlich, doch konnte er wahrscheinlich sehr gut schauspielern. Könnte es vielleicht Schicksal gewesen sein, dass sie sich mit ihm getroffen hatte. Sah sie sich ihrer wahren Liebe gerade gegenüber? Was würde wohl ihr zukünftiges Ich sagen, wenn sie diese Szene sehen könnte? „Sag bloß ja, er meint es ehrlich und du wirst später so glücklich werden!" Oder vielleicht: „Sag auf jeden Fall ‚Nein!', er will dich nur verarschen und erneut mit dir schlafen, deine Gefühle sind ihm doch so was von egal."
Sie musste sich entscheiden, sie konnte die Zukunft nicht vorausahnen, war sie optimistisch oder pessimistisch?
Sie zögerte noch einen kurzen Augenblick, dann hatte sie sich entschieden. Vielleicht war sie gerade im Begriff den größten Fehler ihres Lebens zu machen, doch sie konnte nicht anders.
„Ich will mit dir ausgehen! Du hast mich zwar gerade unglaublich verletzt, doch ich folge hiermit der Stimme meines Herzens."
Kapitel 53
Katie saß bei Alice und schräg gegenüber von Lily und James am Gryffindortisch. Sie bestrich sich gerade einen Toast mit Marmelade als ihr jemand von hinten auf die Schulter tippte. Sie legte das Messer beiseite und drehte sich um. Vor ihr stand Kurt, er hatte seine Hände in den Hosentaschen und fragte sie sofort: „Wirst du nun nach dem Frühstück mit mir nach Hogsmeade gehen?"
Sie zögerte, sollte sie? Er sah sie fragend an, sie würde sich jetzt entscheiden müssen.
„Ähm… ja, okay!", sagte sie nach einigen Sekunden. Kurt lächelte erleichtert. „Dann treffen wir uns nach dem Frühstück in der Eingangshalle?", erkundete er sich. Sie nickte und drehte sich dann wieder zu ihrem Essen um. Sie würde also wieder mit ihm ausgehen, also gut. Hoffentlich war er diesmal nicht so komisch.
Nach dem Essen verabschiedete sie sich von Alice und Lily und machte sich auf den Weg. Kurz blickte sie zum Hufflepufftisch um zu sehen, ob er schon auf die wartet oder noch frühstückte. Sie sah ihn nicht am Tisch also war er wahrscheinlich bereits in der Eingangshalle. „Hey da bist du ja!", sagte er als sie bei ihm ankam. Sie nickte: „Wollen wir losgehen?", fragte er und hielt ihr seine Hand hin. Sie nahm sie an und ging mit ihm los.
Kapitel 54
Nach dem Frühstück ging Lira nervös zum Ravenclawtisch, gleich würde sie mit John ausgehen. Sie fühlte sich nicht im geringsten bereit dazu, was wenn es unter Umständen sogar zu einem Kuss kommen würde. Sie faste sich an die Lippen und versuchte sich vorzustellen dort einen anderen Mund zu spüren. Ein flaues Kribbeln zog sich durch ihre Magengegend. Wie küsst man richtig? Wird er die ganze Zeit meine Hand halten? Hilfe …
Sie versuchte sich nichts von ihrer Unsicherheit äußerlich anmerken zu lassen und blieb schließlich hinter John stehen. Links neben ihm saß sein bester Freund Charlie, rechts ein ihr im Moment unbekanntes Mädchen. (Sicherlich kannte sie eigentlich ihren Namen) „Ähm… John", fing sie leise an zu sprechen. Er reagierte nicht, hatte er etwa beschlossen doch nicht mit ihr ausgehen zu wollen? War das Mädchen neben ihm etwa ein Ersatz für sie? Sie schluckte, die Vorstellung ihn mit einem anderen Mädchen zu sehen verursachte bei ihr ein starkes Unwohlsein. Ihr wurde etwas übel als sie sich vorstellte wie sie ihn angelehnt in einem Korridor sehen könnte, wie er jenes (oder irgendein anderes) Mädchen küssen würde. „John …", sprach sie nun schon etwas lauter als vielleicht nötig und versuchte derweil, all diese aufkommenden Bilder wieder loszuwerden.
Diesmal drehte er sich um und lächelte sie sofort an. „Lira, schön dich zu sehen, wollen wir losgehen?" Auch Charlie und (jetzt wo sie ihr Gesicht sah erkannte sie sie) Lexi hatten sich umgedreht und musterten sie aus engen Augen. Sie konzentrierte sich nur auf Johns Gesicht und nickte. „Bitte, ich bin bereit!", sagte sie. John stand also auf und verabschiedete sich von seinen Freunden. „Charlie, Lexi, ich werde jetzt mit Lira losgehen, wir sehen uns heute Abend." Charlie nickte und wünschte ihm viel Spaß. Lexi sah Lira mit mörderischen Augen an und nickte nur knapp. John griff nach ihrer Hand und ging mit ihr los.
Kapitel 55
Nach dem Frühstück gingen James und Lily nach draußen an den See. Sie hatten sich nach dem Aufstehen dazu entschlossen heute nicht nach Hogsmeade zu gehen. Stattdessen wollten sie ihren freien Tag im freien in der Natur verbringen. Sie setzten sich ans Ufer ins Gras und sahen hinaus auf den See.
Nach einer kurzen Weile fragte James: „Wie fühlst du dich Süße?" Lily griff nach seiner Hand und sagte: „Mir geht es gut, es war zwar nicht wirklich so wie ich mir mein erstes Mal vorgestellt habe, aber es war mit dir." Sie drehte sich zu ihm und grinste ihn an: „Es war mit meiner wahren Liebe und das ist das wichtigste." Sie gab ihm einen Kuss auf den Mund und murmelte dann: „Ich hoffe allerdings, dass ich jetzt nicht schwanger bin, das könnte kompliziert werden." James lächelte und schob seine Hand unter ihr T-Shirt: „Ich glaube es ist alles in Ordnung, ich fühle kein Baby." Lily fing leicht an zu lachen: „Natürlich nicht du Dummerchen, das brauch auch einige Monate bis man das Fühlen würde, doch naja, wenn ich schwanger bin, können wir jetzt auch nichts mehr daran ändern, dann wäre das halt so."
James lehnte sich nun zurück ins Gras und fragte Lily: „Süße, wirst du wieder mit mir Sex haben, so wie gestern?" Lily drehte sich um und sah ihn forschend an: „Hmm… vielleicht, wenn ich einen Zauber oder einen Trank finde, der verhindert das ich schwanger werden kann." James grinste und zog seine Freundin zu sich. Als sie neben ihm lag versprach er ihr bei der Suche zu helfen.
Nach einigen Minuten in denen sie nur stumm nebeneinander gelegen hatten, fragte James: „Weißt was toll daran wäre, wenn du wirklich schwanger sein solltest?" Lily schüttelte den Kopf: „Hmm… nee, was denn?" James drehte sich zu ihr und grinste: „Dann wäre unserer Kind ein Winterkind und ich mag den Winter. Ich mag Schnee und ich liebe Weihnachten."
Kapitel 56
Auf dem Weg nach Hogsmeade fragte Katie: „Was machst du in Hogwarts in deiner Freizeit, ja wahrscheinlich keinen Schießsport oder?" Kurt schüttelte den Kopf: „Nein, natürlich nicht, ich beschäftige mich hier hauptsächlich mit kleinen Geduldigkeitsspielen wie diesen Würfeln die man durch geschicktes Drehen farblich sortieren muss." Katie blieb stehen und fragte fasziniert: „Du kannst einen solchen Würfel lösen?" Er bliebe ebenfalls stehen und nickte: „Es ist im Prinzip ganz einfach, man muss nur bedacht vorgehen." Sie lächelte und erklärte sie habe einmal Stundenlang versucht auch nur eine Seite farblich passend zu bekommen und nicht einmal das geschafft. Er bot ihr daraufhin an ihr bei Gelegenheit gerne zu zeigen, wie er es mache. Sie nickte angetan von dieser Idee: „Danke, darauf freue ich mich."
Er griff wieder nach ihrer Hand und dann gingen sie weiter. Katie fand ihren Begleiter auf einmal wesentlich interessanter als zuvor. Sie sah ihn von der Seite an und dachte:
Und gut sieht er auch aus. Natürlich heißt das nicht unbedingt etwas, aber wer weiß …
Kapitel 57
Lira und John gingen Hand in Hand zum magischen Dorf. Auf halben Weg fragte John: „Weißt wie lange ich schon in dich verliebt war?" Lira blieb stehen und fragte: „Du bist in mich verliebt?" Genau in dem Moment wo sie ihren Mund wieder geschlossen hatte, erinnerte sie sich, dass er ihr das jetzt schon mehrmals gesagt hatte. Was für eine dumme Frage also. John lächelte und nickte: „Seit knapp einem Jahr, obwohl theoretisch gesehen, ich meine ich war in der zweiten schon mal in dich ‚verliebt', wenn man mit zwölf Jahren schon von Liebe in dem Sinne sprechen kann."
Lira wurde rot und stellte sicher: „Du warst in der zweiten Klasse schon mal an mir interessiert?" John kratzte sich am Kopf: „So ein Bisschen halt, ich habe dich bewundert und heimlich beobachtet." Lira kicherte nun etwas, sie fühlte sich noch unsicherer als nach dem Frühstück wo sie zu seinem Tisch gegangen war. „Das ist süß, damals habe ich das natürlich nicht bemerkt, ich hätte niemals einem Muggle näher betrachtet …"
John nickte und sah kurz nach unten. Lira trat näher an ihn heran und erklärte hastig: „Das tut mir heute leid, wenn ich nicht so vorurteilsbehaftet gewesen wäre, hätten wir uns vielleicht schon eher mal getroffen." John sah lächelnd auf: „Das bezweifle ich, ich hätte es mich zu der zeit nie getraut ein Mädchen so etwas zu fragen."
Lira stand ihm ziemlich nahe, sie haderte, sollte sie ihn küssen? Es wäre nur ein Stückchen näher als sie ihm bereits war. Würde ihm das gefallen? Und ihr selbst? Sie streckte eine Hand aus und legte sie ihm an die Wange. „Ich liebe dich John!", sie stotterte nur ein kleines wenig, dann trat sie dicht an ihn heran, schlang ihre Arme um ihn und hauchte einen sanften und leichten Kuss auf seinen vor Überraschung etwas geöffneten Mund.
Kapitel 58
Sirius wusste nicht genau wie er sich fühlen sollte, als er mit Scarlett zusammen nach Hogsmeade lief. Klar sie war ein nettes Mädchen und der Sex mit ihr war toll gewesen, doch das sie trotz allem was er ihr gesagt hatte, mit ihm ausgehen wollte, hatte er nicht erwartet. Sie war ganz schön hartnäckig oder ganz schön verliebt.
Er sah zu seiner Seite und betrachtete sie. Sie hatte ihre Haare heute zu einem Zopf gebunden und in dem dunklen Rock sah sie echt hübsch aus. Aber als feste Freundin, möglicherweise … Er reichte ihr seine Hand als Zeichen, dass er seine Worte vorhin ernst gemeint hatte. Sie nahm sie zögerlich entgegen. Warm fühlte er ihre Handinnenflächen an seinen und spürte ein leichtes Kribbeln in eben jener Hand.
Er blieb überrascht stehen, löste seine Hand aus der ihren und sah diese verwundert an: „Was war das?", fragte er und sah sich um. Nichts ungewöhnliches war zu sehen, auch war es windstill, komisch er hatte das Gefühl gehabt einen Hauch an seiner Hand gespürt zu haben. „Was ist los?", fragte Scarlett in einem, immer noch leicht niedergeschlagenen Ton. Er suchte noch einmal die Umgebung ab, doch da war wirklich nichts …
„Nichts, ich habe mir wohl nur etwas eingebildet …"
Scarlett nickte: „Okay …" Sirius griff wieder nach ihrer Hand und dann gingen sie weiter in Richtung des Dorfs.
Kapitel 59
Als Sirius und Scarlett Hogsmeade erreichten standen sie erste einmal stumm da und sahen auf die Häuser und Menschen (vor allem Schüler) die durch die Gassen liefen und miteinander quatschten. In einer schmalen Seitenstraße sah man an einer Hauswand gelehnt zwei Gestalten die sich (so nahm es Scarlett auf jeden Fall an) küssten. Von irgendwo her kam ein lauter Ausruf, dann hörte man weglaufende Schritte.
Sie fragte sich, was sie jetzt tun sollte? Sie war mit ihm in Hogsmeade und das war es was sie sich beim Frühstück gewünscht hatte. Sie schluckte als sie an ihr Gespräch mit ihm in der Eingangshalle dachte. Sie war zwischenzeitlich so traurig und enttäuscht gewesen, sie hatte sich so ausgenutzt gefühlt. Sie drehte sich zu ihm um und fragte: „Wohin wollen wir zuerst gehen?" Sirius zuckte die Schultern und murmelte: „Mir egal, ich brauche nichts …" Scarlett betrachtete ihn nachdenklich und meinte schließlich: „Lass uns zuerst in den Schreibwarenladen gehen, ich bräuchte neues Pergament." Sirius nickte: „Von mir aus …"
Nachdem sie eine halbe Stunde später in einigen Läden gewesen waren wo Scarlett Besorgungen hatte erledigen wollen, schlug nun Sirius etwas vor: „Wie wäre es wenn wir uns ein stilles Eckchen suchen und uns küssen, ich würde gerne wieder deine Lippen auf meinen spüren." Scarlett hob eine Augenbraue: „Soso, hmm… aber was wenn ich es nicht will?" Sie sah ihn aufmerksam und scharf an. Sirius öffnete sofort den Mund, doch sagte er dann nichts … Er schloss ihn wieder und legte seine Stirn in Falten.
Dann nach einigen Augenblicken sagte er: „Dann würde ich ich vorschlagen in die Drei Besen zu gehen und später noch einmal nachfragen, ob du dann vielleicht Lust auf ein paar Küsse hast."
Scarlett hätte sich diese (oder eine ähnliche) Antwort zwar eigentlich schneller gewünscht, doch trotzdem war sie zufrieden. Sie überlegte also, ob sie etwas wie Küsse mit Sirius nach dem was am Morgen passiert war, haben wollte. Sirius sah sie erwartungsvoll an.
Sie trat auf ihn zu und hielt ihm ihre offene Hand hin: „Du weißt schon was ich will, gib ihn mir!" Sirius sah sie kurz mit verwirrten Augen an, dann schien er zu verstehen. Er schüttelte erst den Kopf: „Dann werde ich mich auch nicht von dir küssen lassen!", stellte sie klar. Sirius machte einen gequälten Gesichtsausdruck. Sie sah förmlich wie es in seinem Kopf arbeitete. Sie ließ ihre Hand noch immer vor ihm in der Luft schweben: „Komm schon, vertrau mir!" Sie begann nun innerlich bis Zehn zu zählen.
Gerade als sie bei acht angelangt war, seufzte er schließlich und gab ihr seinen Zauberstab.
Sie lächelte und steckte sich beide Stäbe in ihren Umhang, dann trat sie auf ihn zu und umarmte ihn. „Ich bin zwar noch immer etwas verletzt wegen dem was du zu mir gesagt hast, aber ich will dir verzeihen." Sie legte ihre Stirn an seine und sah ihm kurz in die überraschten Augen, dann küsste sie ihn.
Kapitel 60
„Ein Winterkind hmm…?", fragte Lily. James nickte begeistert: „Es wäre ein wenig unpraktisch wenn es zu Weihnachten selbst zur Welt kommen würde, aber Anfang Dezember fände ich wunderbar." Lily grinste leicht: „An sich vielleicht schon, aber bitte nicht in diesem Jahr, ich fühle mich noch nicht bereit ein Kind zu bekommen." James sah sie einige Augenblicke lang abschätzend an, dann fragte er vorsichtig: „Aber du würdest unser Kind, sollte es schon dieses Jahr kommen, doch niemals abtreiben, oder?" Er konnte eine gewisse Sorge nicht aus seiner Stimme halten.
Lily schüttelte entschieden den Kopf. „Auf keinen Fall!", sagte sie ohne zu zögern.
James lächelte erleichtert: „Das ist gut, ich war auch nur ein winziges Bisschen besorgt." Er richtete sich ein wenig auf und beugte sich dann über sie. „Ich liebe dich so sehr …", murmelte er sanft und und streichelte ihr über die Wange. Lily lächelte breit und sagte leise: „Ich liebe dich auch!"
Er schob nun wie schon vor knapp Zehn Minuten seine Hand unter ihr T-Shirt und streichelte über ihren Bauch. Lily räkelte sich unter ihm und murmelte: „Das kitzelt, außerdem was ist, wenn uns jemand erwischt?" James stöhnte leise und beugte sich näher zu ihrem Mund: „Ich weiß nicht, ich ähm…" Er stoppte und sah ihr zärtlich in die Augen: „Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt!" Nachdem er ihr noch einige Sekunden in die Augen geblickt hatte, drückte er ihr seinen Mund auf ihren und küsste sie.
Sie erwiderte seinen Kuss und schlang auch ihre Arme um ihn. „Komm näher!", flüsterte sie mit einer deutlich erregten Stimme. James schwang ein Bein über sie, sodass er nun halb auf ihr lag. Gleichzeitig ließ er seine Hand weiter nach oben wandern. Lily stöhnte leicht auf. Als er ihren BH etwas verschob um über ihre weichen Brüste zu streicheln. Das fühlte sich so herrlich an, er wollte ihr gerade das T-Shirt hochschieben um ihre Brüste auch sehen zu können, als Lily murmelte: „Nicht jetzt und nicht hier!" James atmete schwer, nickte aber: „Klar, du hast ja Recht!" Er rollte sich von ihr und merkte dann erst, wie erregt ihn das ganze gemacht hatte.
Lily richtete sich ebenfalls auf und richtete sich ihre Bluse. „Wir werden das später wieder machen, versprochen!", erklärte sie. James stand nun auf und zog seine Freundin zu sich. „Süße, wirst du irgendwann vielleicht mal mit mir hier am See Sex haben wollen, bei Mondschein …" Lily wurde etwas rot und flüsterte: „Vielleicht …"
