Kapitel 61

Gegen Mittag saßen Katie und Kurt in einem kleinen Café am Rande Hogsmeades und unterhielten sich.

„Du kommst also aus den Vereinigten Staaten?", fragte Katie und musterte ihren Begleiter aufmerksam. Er nickte und erklärte: „Meine Eltern sind für mich nach England gezogen, weil sie wollten, dass ich Hogwarts und nicht Ilvermorny besuche." Sie nickte: „Hmm… ich habe nichts besonders schlechtes von Ilvermorny gehört, weißt du warum deine Eltern unbedingt wollten, dass du hier zur Schule gehst?" Kurt schüttelte den Kopf: „Keine Ahnung, aber sie werden bestimmt gut Gründe gehabt haben, das haben sie immer."

Gerade kam die junge Kellnerin (sie sah sehr jung aus, trat jedoch äußerst erwachsen auf, zumindest nahm Katie das so wahr) zu ihnen und fragte, ob sie ihnen noch etwas bringen könne. Kurt sah zu Katie, diese nickte: „Einen zweiten Kakao für mich bitte!" Die Kellnerin sah nun zu Kurt: „Für mich auch bitte!" Die Kellnerin nickte und ging weiter zum nächsten Tisch.

Nachdem sie ihre neuen Getränke bekommen hatten fragte Kurt: „Darf ich dich etwas fragen?" Sie nickte. Er zögerte kurz, dann fing er an: „Wir sind jetzt zum zweiten Mal miteinander in Hogsmeade, heißt das …" Er stoppte abrupt und schüttelte den Kopf, gleichzeitig sah er zu Boden. Sie war verwundert und auch ein wenig nervös, sie verstand das selbst nicht so genau. Was hatte er eben sagen wollen? „Frag mich ruhig!", sagte sie freundlich.

Er griff sich seine Tasse und nahm einen großen Schluck.

Kapitel 62

Katie sah ihren Begleiter besorgt an, bestimmt hatte er sich verbrannt. Kurts Gesicht drückte Schmerzen aus, doch er setzte die Tasse ruhig ab und sagte: „Ich wollte nichts wichtiges fragen, alles gut …" Katie mochte es nicht wenn man ihr mit Dingen wie: „Ist schon nicht so wichtig" oder „Alles gut" kam, wenn sie etwas gefragt hatte oder jemand ihr etwas erzählen wollte und es sich aber in letzter Sekunde anders überlegte. Wenn Menschen mit denen sie Zeit verbrachte nichts zu sagen hatten, konnten sie einfach ruhig sein, doch wenn sie mit etwas anfingen, wollte sie auch alles hören.

Da er sie jedoch noch nicht so wirklich kannte, versuchte sie es noch einmal: „Ich hasse es wenn man mich interessiert macht und mir dann nichts erzählt, also bitte frag mich, was du mich hattest fragen wollen!"

Kurt erklärte: „Es ist echt nicht wichtig, ich bin einfach etwas altmodisch und habe gelegentlich etwas merkwürdige Vorstellungen vom Leben." Katie stellte ihre Tasse ab und funkelte ihn böse an. „Meine erste Freundin hat mir das auch schon bestätigt, sie hat das eher nervig gefunden. Deshalb versuche ich mich in der Hinsicht zu bessern …" Katie war jetzt noch wütender: „Achja und warum, damit sie wieder mit dir ausgeht? Bin ich etwa nur ein Übungsobjekt für dich du …" Sie stand auf und stemmte zornig ihre Arme in ihre Hüften. „Nein, nein, deshalb wollte ich nicht mit dir ausgehen, sondern weil du mein Interesse geweckt hast. Du bist hübsch und sympathisch, du hilfst jüngeren Schülern bei den Hausaufgaben, ich habe das mehrmals auf den Ländereien und in der Großen Halle gesehen. Ich bewundere deine Geduld, wenn mir so ein Erstklässler so viele einfache Dinge fragen würde …, ich wäre bestimmt nicht so geduldig." Er sah sie bittend an: „Und was ich dich fragen wollte ist zwar albern, doch wenn du es hören willst, ähm…" Er knetete seine Hände ineinander und fuhr schließlich deutlich leiser fort: „Ich hatte dich fragen wollen, ob wir jetzt wo wir zweimal miteinander ausgegangen sind, offiziell miteinander gehen würden?" Er verstummte kurz und sagte dann sofort, diesmal wieder in normaler Lautstärke: „Sag nichts dazu, ich weiß es ist albern, aber das war genau das weshalb meine erste Freundin irgendwann mit mir Schluss gemacht hat, ich war ihr einfach zu kindisch, hat sie gesagt."

Katie musterte ihn abschätzend, doch als er nach einigen Augenblicken immer noch nach unten auf seine Füße sah, nahm sie an, dass es wirklich nur das gewesen war. „Das hattest du mich fragen wollen?", fragte sie trotzdem zur Sicherheit. Er nickte ohne aufzusehen: „Ich wünschte wirklich ich wäre nicht so dumm, jetzt habe ich mir wahrscheinlich jede Chance, dass du ein drittes Mal mit mir ausgehen könntest vermasselt, oder?" Nun sah er doch auf und sah ihr in die Augen.

„Nein, hast du nicht!", sagte sie nur und setzte sich wieder zu ihm. Nachdenklich betrachtete sie ihn. Mehrere Stimmen diskutierten in ihrem Inneren über das was er gerade von sich preisgegeben hatte.

Kapitel 63

Lira und John hatten sich im Café Rosengarten einen Tisch am Fenster benommen und saßen einander nun mit je einem Kaffee gegenüber. Lira rührte sich gerade einen Zuckerwürfel in ihren Kaffee. Sie fühlte sich äußerst nervös, dies Café hatte sie noch nie besucht, weil hier immer Paare hingingen. Leise fragte sie: „Warum nicht in die Drei Besen?" John antwortete mit einem sanften Lächeln: „Hier ist der Kaffee wesentlich besser."

Ein freundlich dreinblickender junger Mann kam zu ihnen und fragte: „Was darf ich Euch denn zu Essen bringen, vielleicht etwas von unseren Pärchenkuchen?" Lira wurde daraufhin dunkelrot im Gesicht und sah tief in ihre Tasse. „Ja gerne!", sagte derweil John.

Nachdem sie sich entfernende Schritte hörte sah sie vorsichtig auf. John hatte sich etwas nach Vorne gebeugt und hielt ihr seine Hand hin: „Lira, darf ich mich neben dich setzen?" Sie nickte ohne ein Wort zu sagen, wahrscheinlich wäre ohnehin nichts sinnvolles raus gekommen. Er stand auf und ging um den kleinen Tisch herum zu ihr. Wenige Sekunden später fühlte sie ihn dich neben sich. Er griff nach ihrer Hand und streichelte diese zärtlich mit den Fingern seiner anderen Hand.

Sie hatte das Gefühl als würde sie in einem Karussell sitzen, so schwindelig fühlte sie sich durch seine Streicheleinheiten. Wie hatte sie sich nur so schnell so verlieben können? „Das zwischen uns muss wahrlich wahre Liebe sein!", stellte sie flüsternd fest und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. Hast du das gerade echt gesagt? Was soll dann als nächstes passieren? Sie fühlte ein leichtes Zittern seiner Hände: „Was ist los?", fragte sie ein wenig besorgt.

Er verschränkte seine Finger mit ihren und begann leise zu sprechen: „Ich liebe dich Lira, du liebst mich, ähm… willst du also eine Liebesbeziehung mit mir eingehen?"

Kapitel 64

Nach einigen Augenblicken löste sich Scarlett von Sirius, behielt aber ihre Arme um ihn geschlungen. „Ich habe dich gar nicht um Vergebung gebeten", merkte Sirius an. Sie grinste ihn an und gab ihm einen zweiten Kuss. „Und trotzdem habe ich dir vergeben, da siehst du mal was für ein großzügiges Mädchen ich bin", sagte sie einige Sekunden später.

Sirius legte die Stirn in Falten und fragte: „Du bist also großzügig?" Sie nickte: „Solange du nur mich ansiehst und dich nicht mit anderen Mädchen triffst oder es gar wagst sie anzufassen …" Sie sah ihn einige Augenblicke bedrohlich fest in die Augen. Sirius fühlte sich auf einmal wie als er mit ihr in der Dusche gewesen war und in sie eingedrungen war. Dieser Blick fesselte ihn quasi. „Ich ähm …", brachte er stotternd über die Lippen.

Sie nahm ihre beiden Zauberstäbe aus ihrer Tasche und steckte sie in seinen Umhang, dann zog sie Sirius eng an sich und küsste ihn erneut. Sie hatte das Gefühl ihren Verstand zu verlieren so intensiv fühlte sich diese Nähe an. „Sirius bitte bleib mir treu, ich brauche dich!", murmelte sie gegen seine Brust.

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Diese Worte lösten in Sirius etwas aus, sie trafen ihn an einer Stelle seines Herzens von der er nicht gewusst hatte, dass sie existierte. Auf einmal wollte er sich selbst und der Welt und vor allem dem Mädchen in seinen Armen beweisen, dass er sich ändern konnte. Er wusste nicht woher er die Idee und die Kraft nahm, doch jetzt streichelte er ihr über die Wange: „Scarlett, bist du bereit etwas zu tun, was vielleicht noch nie von irgendjemanden gemacht worden ist?" Sie sah ihn nervös und ängstlich an: „Ja!", hauchte sie.

Er zog seinen Zauberstab wieder aus seiner Tasche und reichte ihn ihr. „Behalte ihn! behalte ihn!", seine Stimme zitterte und er hatte einen glasigen Blick. Sie verstand noch nicht: „Wie meinst du das?" Sirius holte tief Luft, dann erklärte er: „Wir tauschen unsere Zauberstäbe! Ich benutze von jetzt an deinen und du meinen. Wir versprechen uns gegenseitig einander treu zu bleiben und wenn wir wahrlich füreinander bestimmt sind, werden wir auch mit dem Zauberstab des jeweilig anderen lernen genauso gut zu zaubern wie früher mit unseren ersten."

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Scarlett war erschüttertet, so etwas hatte sie noch nie gehört. Sie hatte Sirius auch noch nie so ernst, nervös und verängstigt gesehen. Die Vorstellung seinen Zauberstab zu benutzen fühlte sich an wie ein Teil seiner Seele bei sich zu haben. Bist du bereit ihm deinen Zauberstab dauerhaft zu überlassen? Auch du würdest ihm ein Teil deiner Seele überlassen …

Sie sah ihm einige Augenblicke in die Augen, dann nickte sie. Sie griff also in seine Tasche und nahm ihren Zauberstab. Dann kniete sie sich hin (auch er ließ sich zu ihr auf den Boden) und sagte: „Sirius, ich übergebe dir hiermit meinen Zauberstab und mein Versprechen dir auf ewig treu zu bleiben." Sie legte ihren Stab vor ihn auf den Boden. Nun sagte Sirius mit bebender Stimme: „Scarlett, ich übergebe dir hiermit meinen Zauberstab und mein Versprechen dir auf ewig treu zu bleiben." Auch er platzierte seinen Zauberstab vor ihr auf den Boden.

Einige Sekunden vergingen, dann standen beide stumm auf und steckten sich den Zauberstab des jeweils anderen in ihre Umhänge. Hand in Hand verließen sie die Gasse in welche sie die ganze Zeit gewesen waren und machten sich auf den Rückweg nach Hogsmeade.

Kapitel 65

„Was würde es denn für dich heißen, wenn wir miteinander gehen würden?", fragte Katie nach einigen Augenblicken. Er hob seinen Arm und öffnete den Mund um etwas zu sagen, unterließ es dann jedoch. Sie hob eine Augenbraue, tat er es etwa wieder? Er hielt ihren Blick kurz stand, dann senkte er den Kopf und antwortete ihr: „Nun ähm, wir würden uns halt zusichern erst einmal mit keinem anderen auszugehen. Man könnte sagen es ist eine Art Probezeit für eine eventuelle Beziehung."

Ihre Augen wurden ein Wenig größer, er erklärte schnell: „Siehst du ich bin kindisch, das ist der Grund weshalb ich das eigentlich nicht genauer erklären wollte …" Sie nahm zunächst einen vorsichtigen Schluck von ihrem Kakao. Er war zwar noch immer heiß, doch sie verbrannte sich nicht. Dann überlegte sie einige Sekundenbruchteile und lächelte dann Kurt an: „Du willst eventuell eine Beziehung mit mir?"

Kurt wurde rot.

Sie reichte ihm ihre Hand: „Wenn du willst können wir miteinander gehen. Willst du?"

Er nickte und griff nach ihrer Hand.

Kapitel 66

Lira schloss ihre Augen und drehte ihr Gesicht zu seinem Hals. Sie spürte seine weiche Haut an ihren Lippen, ohne darüber nachzudenken küsste sie ihn. Eine Liebesbeziehung mit John? Seine feste Freundin werden? Ihn öffentlich küssen, bei den Mahlzeiten neben ihm sitzen und nach dem Unterricht gemeinsam Zeit miteinander verbringen …

Sie sah auf ihre verschränkten Hände und fragte: „Du meinst wie James und Lily, so richtig als Paar?" Sie ahnte das sie wahrscheinlich wieder etwas dummes gefragt hatte, das schien zu ihrer neuen Gewohnheit zu werden. Natürlich als Paar, bei welcher Art von Liebesbeziehung war man denn bitte kein Paar? Er nickte und sah ihr direkt in die Augen. Sie spürte wie seine Hände leicht zitterten. Sie bekam nach wenigen Sekunden das Gefühl in seinen Augen zu versinken, sie wirkten so tief und verlockend. Sie wollte ihn wieder küssen, wie auf dem Hinweg zum Dorf …

Sie fasste mit ihrer anderen Hand (die nicht in seiner lag) nach seiner Wange und streichelte ihn dort. „John …", flüsterte sie sanft und nährte sich seinem Gesicht. Es dauerte nicht lange, dann berührte sie leicht seine Lippen, es war ihr so als würde sie von ihm angezogen, wie ein Stück Eisen von einem Magneten. Sie murmelte ein leises Liebesgeständnis gegen seinen Mund, dann küsste sie ihn. Diese Gefühl ihrer vereinten Lippen beflügelte sie innerlich. Sie war noch nie so glücklich gewesen wie an Johns Seite.

Nach dem Kuss antwortete sie selbstsicher und mit fester Stimme: „Ich liebe dich John! Also lass uns gerne eine Beziehung miteinander eingehen."

Kapitel 67

John sah wie hypnotisiert in Liras Augen. Sie hatte ‚Ja' gesagt, das hieß, war sie damit jetzt seine … Er hob ihre beiden Hände etwas an und fragte sie leicht erregt: „Sind wir hiermit jetzt offiziell zusammen?"

Bevor sie darauf reagieren konnte wurden beide unterbrochen. Der freundliche junge Mann, dem das Lokal gehörte trat zu ihnen und stellte ein Tablett mit zwei Herzmuffins in die Mitte ihres Tisches. Die Törtchen waren in der Mitte durch Teig verbunden. „Hier der Pärchenkuchen. Guten Appetit!", sagte er mit einem Lächeln und entfernte sich wieder.

Durch die kurze Unterbrechung etwas aus dem Konzept gebracht fragte John: „Wo waren wir gerade?" Lira hatte inzwischen zumindest einen Teil ihres normalen Selbstbewusstseins zurück errungen und grinste nun: „Du hast mich gerade gefragt, ob wir nun richtig offiziell zusammen sind und meine Antwort auf diese Frage ist ‚Ja'. Ich bin jetzt deine Freundin und du mein Freund, wir sind ein Paar!"

John sah sie nervös an, er hatte sich also nicht verhört. Das war eine merkwürdige Situation, noch nie zuvor hatte er sich so besonders gefühlt. Ich habe eine Freundin. Ich bin mit Lira zusammen. Wir sind ein Paar." All diese Sätze klangen herrlich und es gab sicherlich noch viele mehr. „Lira, ich, ähm …", er wusste nicht was er sagen sollte, wie konnte er all seine momentanen Gefühle in Worte fassen. „Ich liebe dich!", flüsterte er und zog sie eng an sich. Lira küsste ihn und schlug dann vor: „Wie fändest du es, wenn ich dich nachher in deinen Schlafsaal begleite, wir könnten dann etwas Kuscheln."

John errötete bei der Art und Weise wie sie das sagte, nickte jedoch.

Kapitel 68

Kurz vor dem Abendessen kamen Lira und John als letzte von Hogsmeade wieder zurück. Gerade als sie die Eingangshalle betraten, erhob sich Professor Dumbledore um das Essen einzuleiten. Sie beeilten sich also schnell in die Große Halle zu gelangen. „Setzt du dich zu mir?", fragte John sie leise. Sie nickte und sagte schmunzelnd: „Klar, als deine Freundin gehöre ich an deine Seite."

Zusammen gingen sie also zum Ravenclawtisch und setzten sich auf zwei freie Plätze fast am Ende des Tisches. Wenige Meter rechts von ihnen war das Zentrum des Lehrertisches. Erst als Lira saß, bemerkte sie wer direkt rechts neben ihr war. Mit engen Augen musterte Lexi sie. Von gegenüber von ihr fragte Charlie seinen besten Freund: „Wie war dein Tag?" John grinste breit und legte einen Arm sanft um sie: „Wunderbar, er hätte nicht besser sein können." Charlie sah sie kurz abschätzend an, dann wandte er sich wieder an John: „Berichte, was habt ihr gemacht?" John nickte begeistert auf, er freute sich scheinbar schon eine Weile darauf seinen Freunden alles zu erzählen.

„Wir waren im Rosengarten und ähm …", er sah kurz zu ihr: Darf ich ihnen erzählen wie wir zusammen gekommen sind? (Sie ahnte was er sie fragen wollte und nickte.) Er lächelte sie dankend an. Während sie nun anfing sich etwas zu Essen (Kartoffeln und braune Sauce) nahm, begann John zu erzählen, wie sie sich diesen herrlichen Kuchen bestellt hatten und anschließend zwischen Küssen zum Paar geworden waren. (Zu ihrer Erleichterung ließ er den Moment wo sie ihm gefragt hatte, ob sie ihn in seinen Schlafsaal begleiten solle aus.) Dann erzählte er von ihrem Sparziergang und dem sehr gestreckten Rückweg. Auch hier ließ er das eine oder andere weg. Schließlich endete er und bat sie nun: „Ich weiß ihr seit noch immer sauer auf sie, doch bitte vergebt ihr jetzt, ich will nicht, dass meine Freundin sich schlecht fühlt, wenn sie mit mir die Mahlzeiten hier verbringt." Er sah zuerst Charlie, dann (und sie deutlich länger) inständig bittend an.

Lira, die so etwas nicht erwartet hatte, sah nun nervös auf. Sie sah über den Tisch und dann zu ihrer Rechten. „Ähm, ich …", stotterte sie als sie die ernsten Blicke seiner beiden Freunde sah. „Ich kann zwar nicht wirklich verstehen, wieso er dich liebt, doch ich muss wohl akzeptieren, dass du zu ihm gehörst." Das war Charlie gewesen. Er streckte ihr seine Hand entgegen und sagte noch: „Im Moment herrscht Frieden zwischen uns, doch sei gewarnt, verletzte meinen besten Freund nicht!" Mit zitternden Kopf drehte sie sich nun zu Lexi um, die sich gerade geräuspert hatte.

„Liebst du ihn?", fragte das kurzhaarige weiß-blonde Mädchen vor ihr und sah sie sehr scharf an. Lira wurde rot und nickte vorsichtig. Lexi nickte bedacht und reichte ihr dann die Hand: „Dann will ich dir eine Chance geben und meine Abneigung dir gegenüber vorerst begraben." Sehr nervös schüttelte Lira Lexis Hand und dankte ihr erleichtert. Dann drehte sie sich wieder um und griff unter dem Tisch nach Johns Hand.

Wenige Augenblicke später begann sie mit ihrem Abendessen.

Kapitel 69

Katie erzählter Lily und Alice beim Abendessen von ihrer zweiten Verabredung mit Kurt. Sie erwähnte auch das sie jetzt mit ihm ging. „Er hat sich ziemlich schwergetan mir zu erzählen, was er genau meint, aber ich mag ihn glaube ich." Alice sah sie mit schräg gelegtem Kopf an: „Denkst du, solltest du es nicht wissen?" Katie machte eine Kopfbewegung irgendwo zwischen einem Nicken und einem Kopfschütteln: „Wahrscheinlich schon, aber irgendwie ist das alles merkwürdig, ich sitze hier er dort drüben und (sie zeigte zu Kurt, der mit Rücken zu ihr da saß und lustlos in seinem Essen herumstocherte) und dieses ‚miteinander gehen', ich weiß nicht …"

Lily lächelte leicht und sagte dann: „Wenn du ihn so vermisst, könntest du zu ihm gehen und fragen ob du dich neben ihn setzen darfst." Katie sah überrascht auf, ein blasser Hauch Rosa zeichnete sich auf ihren Wangen ab: „Ich, ich …" Alice grinste und schlug sich auf Lilys Seite: „Du solltest wirklich zu ihm gehen, ich weiß wie schlimm es sein kann jemanden zu vermissen …" Katie sah ihre Freundinnen jetzt böse an: „Bitte hört auf und nehmt mich endlich ernst!"

Lily entschuldigte sich daraufhin und auch Alice gab auf. Einige Minuten später murmelte Katie zwischen zwei Gabeln Kartoffeln: „Vielleicht vermisse ich ihn tatsächlich …"

Kapitel 70: Ein wenig Kuscheln

Nach dem Abendessen begleitete Lira ihren Freund, Charlie und Lexi zum Ravenclawgemeinschaftsraum. Leise fragte sie John: „Gehen wir gleich zu deinem Schlafsaal?" John murmelte: „Wenn du möchtest …?" Sie drückte leicht seine Hand und nickte: „Ich will möglichst lange bei dir sein, also lass uns gleich hoch gehen."

Im Gemeinschaftsraum angekommen sagte John zu seinen Freunden: „Ich gehe schon mal mit Lira hoch zu unseren Schlafsaal, könnt ihr bitte dafür sorgen, dass uns keiner stört?" Er sah sie bittend an. Lira senkte bei seinen Worten den Kopf, das konnte man sehr leicht auf die falsche Art verstehen. Charlie grinste leicht und nickte dann: „Okay, wir tun was wir können." John dankte ihm: „Es ist ja zum Glück noch nicht so spät, aber vielen danke auf jeden Fall!" Dann nahm er ihre Hand und zusammen stiegen sie Treppen zu den Jungenschlafsälen hinauf.

Fünf Minuten später setzte er sich neben sie auf sein Bett und legte einen Arm um sie: „Ich bin unglaublich nervös …", flüsterte er leise und küsste sie dann. „Ich auch, alles an mir zittert, ich …", antwortete sie ebenso leise nach dem sich ihre Lippen wieder von einander gelöst hatten. Er fuhr mit einer Hand nun vorsichtig zwischen ihre Beine und streichelte sie dort zärtlich. Sie stöhnte leise auf und öffnete ihre Beine etwas weiter, damit er mehr erreichen konnte. „Wollen wir uns hinlegen?", fragte er mit leicht erregter Stimme. Sie nickte und so rutschten sie bis zum Kopfende des Bettes.

Er öffnete nun ihre Hose und schob sie bis zu ihren Knien runter, dann streichelte er die Gegend zwischen ihrem Bauchnabel und ihrer Unterhose. Er machte sanfte Kreisbewegungen auf ihrer Haut und brachte sie dazu schwerer zu atmen. Schließlich als er die Spitzen seiner Finger vorsichtig unter ihre Unterhose schob, fühlte sie sich mit einem Mal Unsicher und murmelte leise: „Stopp, bitte!"

Er zog seine Hand sofort zurück und sah sie verängstigt an: „Habe ich dir wehgetan?", fragte er besorgt. Sie schüttelte den Kopf: „Nein, es ist nur so …", sie stoppte und fing leise an zu schluchzen. „Ich vertraue dir, ich schwöre, es ist nur …", nun rannen auch Tränen ihre Wangen hinab: „Bitte glaub mir, ich liebe dich wirklich!"

Er sah sie entsetzt an, warum war sie plötzlich so traurig: „Ich vertraue dir auch. Und ich liebe dich Süße!" Er sah zu wie sie sich die Hose wieder hochzog und rückte dann ganz nah an sie heran. Dann schloss er seine Arme um sie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn: „Bleib heute Nacht bei mir, morgen fühlst du dich bestimmt besser."