Kapitel 81
Nur wenige Sekunden fühlte sie ihre weichen Lippen an ihren, dann löste Zara sich von ihr und wich einige Schritte zurück. Freya sah sie ängstlich an: „Entschuldige, ich hätte das nicht tun sollen. Bitte beende unsere Verabredung nicht!" Obwohl ihr Atem noch immer deutlich beschleunigt war, tadelte sie sich selbst. Warum hast du das getan, jetzt geht sie vielleicht gleich wieder zurück und das war es dann mit deiner Chance bei ihr.
Zara betrachtet Freya einige Augenblicke stumm, dann trat sie wieder zu ihr zurück und sagte leise: „Du hast mich überrascht, aber nicht abgeschreckt." Freya atmete erleichtert aus, das hieß dann wohl, dass sie die Verabredung fortsetzen würde. Zara lächelte nun wieder und erkundigte sich dann ob dies ihr erster Kuss gewesen war. Freya deutete ein vorsichtiges Nicken an, woraufhin das Lächeln auf Zaras Gesicht breiter wurde. „Warum, war er so schlecht?", fragte sie nervös. Zara schüttelte den Kopf: „Nein, er hat sich gut angefühlt, keine Sorge. Ich wollte es nur allgemein wissen."
Freya nickte langsam. „Okay, wollen wir dann weitergehen?", fragte sie und hielt ihr ihre Hand hin. Zara nickte und ergriff ihre Hand. Freya spürte wie sich ihr Herzschlag beschleunigte, dieses unbeschreibliche Gefühl was ihren Arm empor wanderte und ihr eine Gänsehaut verschaffte.
Sie hat gesagt, dass ihr mein Kuss gefallen hat, das klingt so fantastisch. Vielleicht werden wir uns ja jetzt heute noch einmal küssen …
Kapitel 82
In Hogsmeade angekommen entschieden sie sich in ein kleines Café am Rande Hogsmeades zu gehen. Als sie vor der Tür standen sagte Freya: „Ich mag das hier viel mehr als die Drei Besen, hier ist es ruhig und entspannt, nicht so laut." Zara nickte: „Da hast du Recht, außerdem kenne ich Bedienung sehr gut, sie war bis letztes Jahr in Hogwarts und ist eine enge Freundin von mir."
Nacheinander betraten sie das Café und nahmen sich einen Tisch am Fenster. Zara öffnete sich gerade ihre Jacke und hängte sie über ihren Stuhl als sie fragte: „Weißt du was?" Freya setzte sich auf dem Platz ihr gegenüber und fragte: „Nee, was denn?" Zara nahm noch eine Menükarte von einem Tisch in der Nähe und setzte sich dann auch. Dann schien ihr aufzufallen, dass sie keine vollständige Frage gestellt hatte und sie lachte auf: „Wahrscheinlich weißt du eine Menge, wenn du das jetzt alles erzählt hättest, wäre das eine sehr anstrengende erste Verabredung geworden, meinst du nicht auch?" Freya nickte ein wenig unsicher.
Zara schwieg kurz, dann fragte sie: „Magst du mir etwas über dich erzählen? Was ist dir besonders wichtig im Leben, wie ist deine Familie und was für Musik hörst du am liebsten?"
Kapitel 83
„Was ist mir besonders wichtig im Leben, hmm…?" Freya runzelte die Stirn und lächelte dann leicht: „Ein gutes Verhältnis zu den Menschen zu haben denen ich Nahe stehe, ich kann Streits mit meiner Familie oder meinen Freunden überhaupt nicht gut ab." Zara nickte: „Ich auch nicht, wenn jemand den ich echt mag wütend auf mich ist fühle ich mich ultra schlecht."
Gerade trat die Bedienung auf sie zu. Freya sah zu ihr und versuchte sich zu erinnern ob sie ihr bekannt vorkam. Vor ihr stand eine hübsche junge Frau die sie freundlich anlächelte. Sie trug einen langen bunten Rock und eine schwarze Jacke. „Guten Tag meine Lieben! Wie geht es dir Zara?", fragte die Bedienung freundlich. Zara wandte ihren Blick von Freya ab und sah zu Seite. „Mir geht es gut und dir?" Die junge Frau grinste leicht: „Ist nicht unbedingt das was ich mir vorgestellt habe, aber ich verdiene genug um hier in Hogsmeade leben zu können, also kann ich mich wahrscheinlich nicht beklagen." Nun blickte die Bedienung zu Freya. „Dich kenne ich noch nicht, wie heißt du?", fragte sie. Freya murmelte verlegen: „Ich bin Freya, ich bin ein Jahrgang über Zara." Die Bedienung fragte sie: „Bist du eine neue Freundin von Zara?"
Freya schüttelte den Kopf und sagte mit leicht erröteten Wangen: „Nicht wirklich, ich bin auf einer Verabredung mit ihr."
Kapitel 84
Die Bedienung sah überrascht zu Zara: „Hui, das hätte ich nicht erwartet, na dann will ich nicht länger als nötig stören. Was darf ich euch beiden denn bringen?" Freya bat um einen Kaffee, Zara um ein Butterbier. Die junge Frau nickte und ging dann leise summend zurück zur Theke.
„Sie heißt im Übrigen Layla und ging bis letztes Jahr nach Hogwarts, sie war wie ich in Gryffindor nur zwei Jahre über mir." Freya nickte, okay, das erklärte warum sie so jung gewirkt hatte. Jetzt wo sie den Namen wusste, war ihr auch so, als ob ihr diese Stimme vertraut vorkam. Sie sah zur Theke und beobachte kurz wie Layla (wahrscheinlich ihre) Getränke vorbereitete. „Sie ist wirklich hübsch, aber sagtest du nicht auf dem Hinweg du hättest dich in mich verliebt?", kam plötzlich Zaras Stimme von hinter ihr.
Erschrocken und peinlich berührt drehte sich Freya sofort wieder um und entschuldigte sich bei ihrer Begleitung: „So war das nicht gemeint, ich bin nur an dir interessiert, ich schwöre! Ich habe mich nur versucht an Layla zu erinnern, sie war eine sehr temperamentvolle Person oder?" Zara kicherte wegen Freyas schneller Reaktion und nickte dann: „Das ist sie noch immer, aber ja, sie hat manchmal ganz schön viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen." Freya lächelte: „Dann habe ich mich richtig erinnert …" Sie konzentrierte sich nun wieder auf Zara und versuchte sich zu auf die zweite Frage zu besinnen. Ach richtig, sie hatte nach ihrer Familie gefragt. „Ich komme ja aus einer Mugglefamilie, ich denke das ist allgemein bekannt … Ich habe außerdem einen kleineren Bruder und eine ältere Schwester. Aber beide sind keine Zauberer. Wir wohnen in Cardiff am Meer und das ist noch etwas, was mir sehr wichtig im Leben ist. Das Meer, ich liebe es und will später unbedingt etwas mit dem Meer machen und auf einer Insel leben." Sie lachte glücklich und sagte: „Vielleicht auf einem Hausboot in einer ruhigen Bucht oder so, das wäre traumhaft."
Zara erwiderte ihr Lächeln: „Ich war bisher nur selten am Meer, aber wie du davon sprichst, muss es ja märchenhaft schön sein." Freya nickte: „Das ist es definitiv, es ist allumfassend und unbeschreiblich herrlich mit geschlossenen Augen am Strand oder Hafen zu stehen und sich die salzige frische Luft durch die Haare uns Gesicht streichen zu lassen."
Einige Momente lächelte Freya stumm aber selig, dann sah sie wieder zu Zara: „Ich höre am liebsten ruhige meditative Musik wo man sich entspannt zurücklehnen und nachdenken kann." Inzwischen waren ihre Getränke gekommen. Freya rührte etwas Zucker in ihren Kaffee und fragte dann: „Was ist mit dir, magst du mir auch etwas von dir erzählen?"
Zara kratzte sich am Kopf: „Nun ich zeichne gerne Landschaften und allgemein schöne Dinge die ich interessant und inspirierend finde. So zum Beispiel meine Katzen und gerne auch Sonnenuntergänge. Wie dir ist es mir auch wichtig, mich mit meinen Freunden, meiner Familie und meinem Partner …", an dieser Stelle stoppte sie kurz und sah Freya in die Augen. Diese erkannte einen leichte Unsicherheit die plötzlich in ihrer Stimme mitschwang: „… beziehungsweise vielleicht Partnerin gut zu verstehen." Sie schloss nun kurz ihre Augen. Freyas Herzschlag hatte sich wieder beschleunigt, dieser Blick eben hatte sie tief getroffen. Die bloße Vorstellung aus ihnen beiden könnte ein Paar werden ließ sie unbeschreiblich nervös und zittrig werden.
Nach einigen Sekunden öffnete Zara ihre Augen wieder und griff nach ihrem Getränk. Freya begann auch mit ihrem Kaffee. Die nächsten zwanzig Minuten verbrachten sie stumm und tranken nur, dann als sie schließlich beide fertig waren fragte Zara: „Ich würde gerne noch etwas Spazierengehen, hast du auch Lust darauf?" Freya nickte: „Gerne, meine Beine fühlen sich richtig steif an, das wird ihnen gut tun." Sie bezahlten also und machten sich dann auf den Weg. Nach einem kurzen Gang durchs Dorf blieben sie schließlich an der heulenden Hütte stehen.
Zara lehnte sich an den Zaun und betrachtete Freya. Diese fühlte sich durch den Blick ziemlich nervös, sie wusste nicht wohin mit ihren Händen. „Ähm… ich", fing sie nach einigen weiteren Augenblicken des ‚angestarrt werdens' aus purer Verzweiflung an. Ihre Beine zitterten so stark, dass sie befürchtete jeden Moment zusammenzubrechen. Zara hob fragend eine Augenbraue. Freya öffnete ihren Mund um etwas zu sagen, schloss ihn jedoch wieder …
Schließlich streckte Zara ihre Arme zu ihr aus und sagte: „Komm mal näher, ich würde dich gerne mal Küssen." Freya traute ihren Ohren nicht: „Küssen?", fragte sie stotternd. Zara nickte lächelnd: „Als ich eben im Café von mir erzählt habe, ist mir dein Blick aufgefallen … Ich würde dich gerne mal richtig küssen, ich bin gespannt wie sich das anfühlen wird. Außerdem sind wir auf einer Verabredung, da sind Küsse nichts absurdes, oder?" An dieser Stelle zwinkerte sie.
Freya nickte leicht und trat auf wabbligen Beinen zu Zara. Diese legte vorsichtig ihre Arme um sie und sah ihr dann direkt in die Augen, dann murmelte sie leise: „Küss mich!" Freya nährte sich zitternd ihrem Gesicht und drückte schließlich ultravorsichtig ihren Mund auf Zaras. Diese weichen Lippen, diese Arme um mich … Sie küsste das hübsche herrliche Mädchen vor sich mit all der Verliebtheit die sie empfand. Nach einigen Sekunden fühlte sie wie Zara ihren Kuss erwiderte.
Kapitel 85
Zehn Minuten nach ihrem ersten richtigen Kuss machten sich Freya und Zara zusammen wieder auf den Rückweg nach Hogsmeade. Sie hatten beide nichts mehr zu erledigen und wollten gerne noch etwas in Ruhe miteinander reden und das war schwierig in einem Dorf voller Schüler. Sie gingen wieder Hand in Hand, doch obwohl ihre Wangen noch immer glühten, auf eine gewisse Art fühlte sich Freya etwas entspannter als auf dem Hinweg.
„Und wie geht es jetzt weiter?", fragte Freya als sie am Tor Hogwarts ankamen. Zara blieb stehen und drehte sich zu ihr um. „Hmm…", machte sie und nahm eine von Freyas Hände und legte sie sich an ihre Wange. Nach einer kurzen Pause begann Zara zu sprechen: „Du bist ein nettes umgängliches Mädchen, du hast vieles gemein mit mir und du kannst gut küssen, ich würde sagen das sind gute Voraussetzungen für eine Partnerin, du auch?"
Freya spürte ihr Herz kaum noch, konnte es wirklich so ausgehen? „Zara …", flüsterte sie heiser. Das Mädchen vor ihr grinste und legte den Kopf schief, sagte aber nichts. Freya zwang sich selbst nun zum Reden, sie wollte auf keinen Fall einen falschen Eindruck vermitteln. Mit schwacher Stimme murmelte sie: „Ich kann das nicht mit Sicherheit sagen, aber ich glaube schon …" Zara lachte auf und zog sie näher an sich. „Du bist süß wenn du nervös bist, weißt du dass?", wollte sie wissen. Freya errötete und senkte leicht den Kopf.
Kurz war alles still um sie herum, dann sagte Zara plötzlich: „Aber um auf deine Frage zurückzukommen, ich glaube es wäre am besten wenn wir es einfach mal miteinander versuchen."
Freya sah überrascht auf und fragte sofort: „Das heißt wir wären zusammen im Sinne eines Paares?" Zara runzelte die Stirn und nickte, als wäre das eine Selbstverständlichkeit. Freya zitterte nun so stark, dass sie das Gefühl hatte zusammenbrechen zu müssen. Besonders als sie unvermittelt Zaras Lippen wieder auf ihren spürte.
Kapitel 86
In der Eingangshalle sagte Freya: „Ich würde jetzt gerne kurz mit Scarlett und Thea sprechen, sie sind meine beste Freundinnen, willst du mitkommen? Ich würde dich ihnen gerne vorstellen, also als meine feste Freundin." Das letzte sprach sie etwas errötend aus. Zara zögerte einige kurze Sekunden, dann nickte sie: „Ich begleite dich gerne."
Zu zweit gingen sie also zum Hufflepuffgemeinschaftsraum. Im länglichen Raum angekommen sah sich Freya nervös nach Scarlett und Thea um, konnte sie jedoch nicht entdecken. Wo konnten sie nur sein, sie hatten doch gesagt heute nicht nach Hogsmeade gehen zu wollen. „Vielleicht sind sie oben im Schlafsaal, magst du dich schon mal an den Kamin setzen?" Zara nickte und setzte sich an den Rand eines Sofas. Freya eilte hoch und fand ihre Freundinnen schließlich wie bereits halb erwartet in ihren Schlafsaal. „Kommt bitte kurz runter!", bat sie sie. Ein Wenig erstaunt folgten sie ihr.
Beim Kamin angelangt setzte sich Freya neben Zara und griff nach ihrer Hand. Zuerst leise, dann nach einigen Sekunden selbstsicherer fing Freya an zu erzählen. „Ich habe mich heute endlich getraut das Mädchen anzusprechen, in welches ich schon eine Weile verliebt gewesen war." Scarlett und Thea sahen sie mit großen Augen an. Aber noch ehe sie etwas sagen konnten, fuhr Freya auch schon fort: „Ich habe Zara vor dem Frühstück gefragt ob sie mit mir ausgehen will und sie hat zugestimmt." Sie sah zur Seite und fragte: „Magst du weitererzählen?"
Zara war etwas überrascht, nickte aber: „Wir waren im Café Fichtental und haben nach unserer Rückkehr nach Hogwarts beschlossen es miteinander in einer Beziehung zu versuchen."
Kapitel 87
Scarlett fragte erstaunt: „Ihr seit zusammen?" Freya und Zara nickten. Thea warf ein: „Das heißt du bist lesbisch?" Sie sah dabei Freya an. Diese sah zu ihrer Freundin: „Ich nehme an ja, ich habe selbst nie in diesen Kategorien gedacht, aber da ich mit einem Mädchen eine Beziehung eingegangen bin, kann man wahrscheinlich behaupten das ich lesbisch bin."
Zara senkte den Kopf etwas und sah auf die Tischplatte vor ihr. Das man sie jetzt auch mit Fug und Recht homosexuell nennen konnte, hatte sie gar nicht bedacht. Sie bereute jetzt nicht plötzlich ihre Entscheidung, es war nur irgendwie auch etwas seltsam. Während sie ihren Kopf wieder erhob sagte sie zu sich selbst: Du hast jetzt eine feste Freundin! Für sie bist du jetzt auch lesbisch.
Freya hob Zaras Hand und platzierte einen Kuss auf ihre Finger. „Ich bin jetzt auf jeden Fall unbeschreiblich glücklich, und du?" Sie sah zu Zara. Diese grinste leicht und murmelte: „Ich bin immer noch ziemlich verwirrt aber ich genieße deine Nähe und Küsse, also ja ich bin auch glücklich." Scarlett und Thea sahen einander kurz an, dann meinte erstere: „Nun, wir sind auch noch etwas überrascht, doch wünsche ich euch auf jeden Fall alles gute zur frischen Beziehung." Thea grinste: „Viel Glück auch von mir!"
Kapitel 88
Gerade als Freya und Zara den Gemeinschaftsraum wieder verlassen hatten fiel Scarlett urplötzlich ein, dass sie sich doch eigentlich heute mit Sirius hatte treffen wollen. Sie schlug sich mit der Hand vor die Stirn und fluchte laut: „Scheiße, verdammte Scheiße ich Vollidiotin wie konnte ich das nur vergessen?" Sie sprang vom Sessel auf, in welchen sie gesessen hatte und wollte gerade loslaufen um sich bei Sirius zu entschuldigen, da hielt Thea sie noch einmal auf: „Hey können wir noch kurz weiter über mein Problem sprechen, bitte!"
Scarlett sah zwischen der Tür aus dem Gemeinschaftsraum und ihrer Freundin hin und her. Mist, ich kann Thea doch jetzt nicht hängen lassen, ich habe ihr doch meine Hilfe versprochen. „Na klar, lass uns wieder hochgehen!", sagte sie deshalb und folgte ihr zurück zu ihrem Schlafsaal.
Oben setzte sie sich neben Thea auf ihr Bett und fragte: „Seit wann hast du das Gefühl von ihm verfolgt zu werden?" Thea sah kurz zu Boden, dann sagte sie: „Nun ja, ungefähr seit einer Woche würde ich sagen." Scarlett nickte: „Hmm… Das ist noch nicht so lange, achte demnächst mal genau darauf, ob es vielleicht doch nur Zufall sein könnte, ansonsten wende dich an einen Lehrer." Thea nickte: „Das werde ich tun, danke für deine Hilfe."
Scarlett nickte: „Kein Problem, dafür sind Freunde da …" Dann rannte sie los um Sirius um mit Sirius zu sprechen.
Kapitel 89
Im Jungenschlafsaal der Sechstklässler von Gryffindor saß gerade ein blonder gut aussehender Junge in der Fensterbank und sah hinaus. Er hatte es seit einer Woche aufgrund einer Wette auf ein bestimmtes Mädchen aus Hufflepuff abgesehen. Sie war ohnehin hübsch und attraktiv, also stellte er ihr gerne nach, es hätte ihn deutlich schlimmer treffen können.
Laute Wette sollte er sie nur dazu bringen mit ihm auszugehen. Von mehr war nicht die Rede, doch wenn es zu mehr kommen sollte, würde er sich auch nicht beschweren. Sein bester Kumpel (mit ihm hatte er auch gewettet), war schwul, und letzte Woche in Hogsmeade hatten sie betrunken miteinander Karten gespielt, der Verlierer, so hatten sie vereinbart sollte das erste Mädchen das als nächstes in die Drei Besen kommen würde um eine Verabredung bitten. Er hatte verloren, doch bevor er Thea (denn um sie handelte es sich) hatte fragen können, war sie wieder hinausgegangen.
Seitdem hatte er sie häufiger beobachtet und war ihr ab und zu auch etwas gefolgt. Er wusste nicht so recht warum und auch nicht, ob die Wette überhaupt noch galt. Immerhin hatte sie sich eigentlich nur auf das nächste Mädchen bezogen, das in die Drei Besen kommen würde, und das war ja jetzt vorbei …
Er stand gerade aus der Fensterbank auf, da betrat Mason den Schlafsaal. Sein bester Kumpel ließ sich auf sein Bett fallen und fragte grinsend: „Und hast du dich bisher noch nicht getraut Thea zu fragen?" Luca sah wütend zu Mason: „Es ist keine Sache von ‚trauen', doch im Prinzip gilt die Wette doch gar nicht länger, das ganze bezog sich nur auf die Drei Besen, nicht darüber hinaus, oder?" Mason lachte auf und erklärte: „Klar gilt die Wette noch und wenn du nicht bald zu Thea gehst und sie um eine Verabredung bittest, gehe ich zu ihr und sag ihr einfach so, dass du an ihr interessiert bist."
Luca schüttelte ärgerlich den Kopf: „Das wagst du nicht, das darfst du nicht!" Mason stand grinsend auf und ging auf Luca zu: „Ich kann und ich werde, also beeil dich! Ich gebe dir noch bis morgen Zeit, wenn du nach dem Frühstück nicht bei ihr gewesen bist, werde ich zu ihr gehen." Mit diesen Worten verließ er den Schlafsaal in Richtung Gemeinschaftsraum.
Luca drehte sich zurück zum Fenster und sah verängstigt hinaus, er musste mit ihr sprechen, wenn sein Kumpel zu ihr gehen sollte, würde alles nur noch viel schlimmer werden.
Kapitel 90: Ein unerwarteter Sex
Den restlichen Tag über verbrachten Freya und Zara viel Zeit zusammen. Nachdem sie auch mit Sophie (Zaras bester Freundin aus ihrem Schlafsaal) gesprochen hatten, setzten sie sich in eine ruhige Ecke im Gemeinschaftsraum der Gryffindor und machten es sich bequem. Dort hatte Freya ihrer Freundin ganz viel von ihren beiden Geschwistern erzählt. Wie sie als sie noch jünger war mit ihnen am Strand lange Wege zurückgelegt hatte, Sandburgen gebaut und gebadet hatte. „Meine große Schwester hat immer auf mich und meinen Bruder aufgepasst, wir waren ganz schön wild."
Sie lehnte sich an Zaras Schulter und murmelte: „Heute ist ganz schön viel passiert, oder? Kaum zu glauben, dass ich mit Sorge und Angst aufgewacht bin und nun (sie sah zur Uhr), knapp zwölf Stunden später sitze ich mit meiner neuen Freundin am Kamin und erzähle von meiner frühen Kindheit." Zara nickte: „Ich hätte niemals mit so einer krassen Entwicklung gerechnet, schon das mich ein Mädchen um eine Verabredung bitten könnte hätte ich nie erwartet …" Sie drehte sich zu Freya um: „Aber trotzdem ist es so gekommen, vielleicht war es ja Schicksal, was meinst du?" Freya legte den Kopf schief: „Möglicherweise, aber was es auch war, ich bin wem auch immer dankbar." Sie beugte sich etwas vor und küsste Zara.
Bis zum Abendessen hin erzählte nun Zara etwas von ihrer Kindheit. „Ich bin bei meiner Tante aufgewachsen, weil meine Eltern schon als ich vier Jahre alt war gestorben sind." Freya warf ein: „Das tut mir Leid!" Zara lächelte: „Ist schon okay, ich erinnere mich kaum an sie, aber mit der Tochter von meiner Tante bin ich wie mit einer eigenen Schwester aufgewachsen, auch sie ist wie deine Geschwister Magie unbegabt , aber das ist völlig okay für sie. Sie war nie neidisch auf mich, denn sie hat in der Medizin ihre Leidenschaft entdeckt. Sie studiert in Oxford, hat ein Stipendium bekommen." Während Zara dies erzählte, ging sie mehr und mehr dazu über sich aufs Sofa zu legen und schließlich bettete sie ihren Kopf auf Freyas Schoss.
Nachdem Abendessen kurz vor Zehn standen sie beide vor dem Gryffindor Gemeinschaftsraum und wollten sich eigentlich gerade eine gute Nacht wünschen, als Freya eine Idee hatte. Sie griff nach Zaras Hände und fragte sie dann leise: „Dürfte ich heute Nacht bei dir schlafen, unsere erste Nacht in einer Beziehung …?" Zara sah sie zunächst etwas verwundert an, doch dann nickte sie und sagte leise: „Ich hatte auch schon an diese Möglichkeit gedacht, war aber zu unsicher dich danach zu fragen." Freya grinste etwas schief und sah dann aber schnell und nervös zu Boden.
Zusammen betraten sie den Gemeinschaftsraum und stiegen hoch zu den Schlafsälen. Im richtigen angekommen wies Zara auf das Bett direkt am Fenster. „Ich habe noch nie mit jemanden geschlafen und du?", fragte sie. Freya nickte zuerst, doch als sie den Blick, den Zara ihr daraufhin zuwarf richtig deutet schüttelte sie wild den Kopf: „Natürlich nicht auf die Art, ich dachte du würdest einfach-nebeneinander-schlafen meinen!" Errötet sah sie zum geöffneten Fenster. Zara setzte sich auf ihr Bett und betrachtete das Mädchen welches jetzt ihre feste Freundin war. Sie grinste und sagte dann: „Komm zu mir, auf meinen Schoss." Freya drehte sich langsam um und kam zögerlich näher. Dann setzte sie sich auf ihren Schoss und rückte nervös näher an sie heran.
Im Folgenden küssten sie sich innig und schließlich war es Zara, welche anfing ihr die Bluse zu öffnen. Sie stöhnte erregt auf als das Mädchen in welches sie sich schon vor einigen Wochen verliebt hatte, ihre Hände sanft und langsam unter ihren BH schob und anfing ihre Brüste zu streicheln.
„Yeah, das fühlt sich gut an!", brachte sie heftig atmend hervor. Zara vertiefte ihren momentanen Kuss und flüsterte dann: „Ich weiß auch nicht warum ich das plötzlich so sehr will, aber würdest du mich bitte auch auf diese Weise anfassen?" Sie hob ihre Arme und lächelte Freya bittend an. Diese versuchte ihren Atem etwas zu beruhigen und nickte leicht. Neugierig fuhr sie mit ihren Fingern etwas unter Zaras T-Shirt und schob dieses langsam an höher und höher. Schließlich sah sie auch ihren BH und musste schlucken. „Du bist so schön …!", flüsterte sie und öffnete einige Augenblicke später den hellblauen BH.
Von da an dauerte es nicht mehr lange und beide Mädchen lagen komplett nackt bei Zara im Bett. Freya lag tief in Zaras Kissen und spreizte ihre Beine soweit, dass Zara sie bequem an ihrer Scheide streicheln konnte. Und Zara tat dies auch und zwar mit geschickten Fingern. Das fühlte sich so viel besser an als wenn sie masturbierte. Auf diese Art und Weise dauerte es nicht lange und sie erlebte ihren Orgasmus. Als ihre Erregung abgeflaut war sah sie Zara mit großen Augen an und flüsterte: „Das war großartig, danke!" Zara grinste und lächelte verlegen. „Ich habe mir Mühe gegeben!", sagte sie und zwinkerte. Freya setzte sich nun auf und sagte: „Jetzt bist du dran, leg dich bitte hin!" Zara wurde rot, folgte aber Freyas Bitte.
Sie sah etwas nervös auf die leicht gespreizten Beine ihrer Freundin. Sanft fasste sie an ihre Scheide und begann einen Finger in ihr zu bewegen. Zara keuchte schnell auf und bewegte ihre Hüfte im Takt mit Freyas Finger. Schnell erlebte Zara so auch ihren ersten Orgasmus mit jemand anderes.
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Eine halbe Stunde später lagen die beiden Mädchen friedlich nebeneinander und schliefen. Sie hielten Händchen und lächelten beide. Dieser Sex war für beide jeweils ihr erstes Mal gewesen. Aber beide waren glücklich darüber dieses erste Mal mit ihrer waren Liebe gehabt zu haben.
