Kapitel 121 (?)
James fragte No-Ma-Ni: „Bekommen wir irgendwelche Hilfsmittel oder so?" Die Göttin schwieg kurz, dann erklärte sie: „JA, ICH HABE EINE IDEE! ICH WERDE EINIGE EURER FREUNDE HIER HER HOLEN UND JEDEN VON EUCH EINE SPEZIELLE FÄHIGKEIT VERLEIHEN. DANN SOLLTET IHR IN DER LAGE SEIN EURE AUFGABE ZU ERFÜLLEN." Lily schüttelte sofort den Kopf: „Nein auf keinen Fall, mach das nicht! Wir können niemanden dazu zwingen uns hier zu helfen!" James bestätigte: „Lily hat Recht, das können und wollen wir nicht. Wir machen das alleine!" No-Ma-Ni lachte auf und meinte diabolisch fies: „IHR KÖNNT NIEMANDEN ZWINGEN, DASS IST RICHTIG …"
James wollte schon erleichtert ausatmen, da fuhr die Göttin mit einem bösen Kichern fort: „ABER ICH KANN ES, ALSO WEN WOLLT IHR HABEN! IHR HABT DIE WAHL!" Unisono antworteten James und Lily: „Wir wollen niemanden!" No-Ma-Ni machte eine mehr oder weniger stilvolle Kunstpause, dann sagte sie: „DANN WÄHLE ICH FÜR EUCH! MOMENT MAL, GIBT MIR EINE SEKUNDE …"
Die nächsten Minuten war es komplett still, keine Stimme sprach zu ihnen. James sah besorgt zu Lily: „Meinst du sie zwing tatsächlich einige unserer Klassenkameraden in diese Welt?" Lily zog die Schultern hoch: „So wie ich sie bisher einschätze halte ich das durchaus für wahrscheinlich." James steckte die Hände tief in seine Hosentaschen. „In was für eine Scheiße sind wir da bloß geraten?" Lily griff nach seiner Hand und murmelte: „Ich bin bei dir, was auch immer geschieht." Leicht drückte er ihre Hand und erwiderte: „Ich bin auch immer bei dir."
Hand in Hand warteten sie nun auf die Rückkehr der Göttin.
Kapitel 122
Um Zehn Uhr Morgens wachte Zara an Freyas Seite auf. Sie betrachtete ihre schlafende Freundin eine Weile und gab ihr schließlich einen weichen Kuss auf den Mund. Dann schlüpfte sie unter ihrer Decke hervor und suchte mit den Füßen nach ihren Hausschuhen. Sie war froh das sie beide heute eine Freistunde gleich am Morgen hatten, so hatten sie ausschlafen können. Das Frühstück war zwar bereits vorbei, aber die paar Extrastunden hatten sich definitiv gelohnt. Außer ihnen war im Moment niemand mehr im Schlafsaal, das hieß sie konnte sich mal etwas umsehen. Schließlich war es nicht ihr Schlafsaal.
Sie ging an den einzelnen Betten vorbei und warf unauffällige Blicke auf die persönlichen Sachen der anderen Mädchen. Nach einigen Minuten hörte sie Freyas Gähnen. Sie sah zurück zu dem Bett wo sie geschlafen hatte und sagte fröhlich: „Guten Morgen ähm… Süße!" Beim letzten Wort wurde sie sie etwas rot. Das war das erste Mal das sie Freya einen Kosename gab. Freya grinste und kam dann direkt zu ihr. „Ich liebe dich!", flüsterte Freya und streichelte Zaras Wangen. Zara legte ihre Arme um Freya und leise und noch ein Bisschen röter im Gesicht murmelte sie: „Ich dich auch!" Nach dem folgenden Kuss gingen beide ins Badezimmer.
Dort ging Zara zu einem der Waschbecken und betrachtete sich kritisch im Spiegel: „Findest du ich bin hübsch?" Freya nickte sofort und trat zu ihr. Nachdem sie ihr einen Kuss auf den Hals gegeben hatte sagte sie: „Du absolut wunderschön und attraktiv!" Zara lächelte glücklich und drehte sich dann um. „Lass in der Dusche Sex haben, bitte!", murmelte Zara. Freya wurde knallrot und antwortete nervös: „Okay, gerne …"
Nachdem sich die beiden Mädchen ihre Schlafanzüge ausgezogen hatten und gerade nackt in die Dusche steigen wollten, hörten beide plötzlich eine Stimme in ihren Köpfen: „ICH KANN LEIDER NICHT WARTEN BIS IHR EUCH FERTIG AMÜSIERT HABT, TUT MIR WIRKLICH AUFRICHTIG LEID!" Noch bevor auch nur eine etwas sagen konnten, veränderte sich alles um sie herum und plötzlich standen sie in einer Wüste.
- xxx -
Nach dem Frühstück hatten sich Lexi und Charlie zusammen in die Bibliothek gesetzt um miteinander zu lernen. Lexi durchstöberte ein Buch über nützliche Zauber für alle möglichen Altgasangelegenheiten. Charlie saß ihr gegenüber und tat so als würde er über Trollkriege lesen. Doch die meiste Zeit schielte er leicht über den Rand des Buches zu seiner besten Freundin.
Er versuchte wirklich sehr in ihr nur eine beste Freundin zu sehen, doch jedes mal wenn er (was in letzter Zeit immer seltener wurde) mit einem Mädchen ausging, erwischte er sich dabei wie er sich wünschte nicht mit diesen Mädchen, sondern seiner besten Freundin Lexi unterwegs zu sein. Wenn er ein anderes Mädchen küsste fühlte er sich schlecht und stellte sich vor es sei jenes kurzhaarige weiß-blonde Mädchen, welches gerade nur knapp zwei Meter vor ihr saß.
Vielleicht würde sie sogar mit ihm ausgehen und eventuell würde sie ihm sogar eine Chance auf mehr zwischen Ihnen geben, doch was wenn diese theoretische Beziehung zerbrechen würde, er konnte sich nicht vorstellen wie ihre Freundschaft das überstehen sollte. Deswegen zwang er seine Augen nun wieder auf die Zeilen in seinem Buch. Ich darf mich nicht in sie verlieben! Ich darf mich nicht in sie verlieben! Er hob den Blick wieder und sah erneut zu ihr. Sie schaute auch gerade auf. Sie lächelte ihn freundlich an und er grinste wie automatisch zurück.
Gerade als er sie fragen wollte, ob sie schon irgendwelche interessante Zauber gefunden hatte, erklang eine Stimme in seinen Kopf. Auch Lexi schien sie zu hören, denn sie senkte ihr Buch und faste sich an die Schläfe.
„ES TUT MIR LEID EUCH SO ABRUPT AUS EURER WELT ZU REIßEN, ABER IHR WERDET DRINGEND GEBRAUCHT!" Bevor sie die Chance hatten irgendwie zu reagieren begann sich alles um sie herum zu verändern. Mit einen Mal war alles heiß und sie saßen auf Sand. Um sie herum war eine riesige Wüste.
- xxx -
Jessica, eine grün haarige sehr aktive und hübsche Slytherin aus dem sechsten Jahrgang trainierte gerade in einen leeren Klassenzimmer in siebten Stock Karate. Sie boxte gegen unsichtbare Feinde und sprang ab und zu auf einen der Tische. Sie wusste, dass sollte sie jemand so sehen sie für komplett bescheuert halten würde, aber das war nun einmal ihr Hobby. Sie rannte auf den Lehrertisch zu und sprang. Knapp schaffte sie es über diesen zu springen und mit voller Wucht schlug sie gegen die Tafel.
Sie zischte vor Schmerzen auf, stellte aber glücklich fest, dass die Tafel eine ordentliche Delle bekommen hatte. Sie zog mit der Hand, mit der sie nicht zugeschlagen hatte ihren Zauberstab und reparierte die Tafel. Dann wollte sie gerade wieder in die Mitte des Raumes zurückkehren um weiter zu üben, als eine Stimme in ihrem Kopf erklang.
„WIRKLICH BEEINDRUCKENDER KAMPFSTIL, DU WIRST SEHR HILFREICH SEIN." Bevor sie etwas sagen konnte löste sich der Klassenraum um sie herum auf und sie stand am Rand eines kleinen Gebäudes in einer Wüste.
- xxx -
Mason saß in seinen Schlafsaal und starrte aus den Fenster. Er war froh, dass Luke es hinbekommen hatte das The mit ihm ausging. Sein Kumpel hatte sich aber doch ganz schön kompliziert angestellt. Selbst ein Blinder hätte wahrscheinlich mitbekommen, wie direkt er sie ständig angesehen hatte, nur sein Freund selbst hatte es nicht verstanden. Doch jetzt war ja alles gut, sie hatte ihm eine Chance gegeben, dass hatte er ihm erzählt.
Er selbst hätte auch nichts dagegen eine feste Freundin zu haben, doch irgendwie hielten es die meisten nicht lange an seiner Seite aus. Vielleicht lag es auch daran, dass er ein ziemlicher Macho war und es mit der Treue nicht immer ganz so genau genommen hatte. Er stieß sich aus der Fensterbank und wollte gerade den Schlafsaal verlassen, als er eine weibliche Stimme in seinen Kopf hörte: „DU BIST EIN ZIEMLICHES ARSCH, WIE DU MIT MÄDCHEN MANCHMAL UMGEHST, SO ETWAS SOLLTEST DU NICHT BEI MIR PROBIEREN! ICH WÜRDE DICH SOFORT UMBRINGEN, WENN DU MICH VERLETZEN SOLLTEST! TROTZDEM DICH VERPFLICHTE ICH AUCH!"
Er hatte gerade den Mund geöffnet um einen coolen Spruch zum besten zu geben, da löste sich alles um ihn herum auf.
- xxx -
James und Lily hatten keine fünfzehn Minuten gewartet, da tauchten nacheinander Freya und Zara, Charlie und Lexi, Jessica und Mason vor ihnen auf. Dabei waren erstere beide nackt und sahen sich noch geschockter als die anderen um. No-Ma-Ni sprach nun zu James und Lily: „HIER HABT IHR EURE UNTERSTÜTZER!"
Kapitel 123
James und Lily sahen sich überrascht um, dass hatten sie nicht erwartet. „Was soll das?", fragte Freya knallrot im Gesicht während sie sich die Hände vor ihre Scham hielt. Zara tat es ihr gleich und sah dann Hilfesuchend zu Lily. Diese schloss ihre Augen und forderte No-Ma-Ni dazu auf ihnen etwas zum Anziehen zu geben. „Sofort, klar?", setzte sie nach und versuchte bedrohlich zu klingen.
Lily öffnete die Augen erneut und sagte zu Mason, denn er hatte sich als einziger nicht automatisch aus Höflichkeit weggedreht: „Los dreh dich um du Spanner!" Mason schüttelte grinsend den Kopf: „Ich kann nicht, nicht bei zwei so hübschen Mädchen …" Lily zog ihren Zauberstab und richtete ihn auf Mason. Ungesagt wirkte sie einen Zauber der sein Opfer kurzzeitig die Sehfähigkeit nahm. Er verursachte keine Schmerzen, sondern machte einfach nur alles schwarz vor den Augen des Opfers. Mason fluchte leise und drehte sich dann um. Anschließend wirkte er auf sich selbst den Gegenzauber.
„No-Ma-Ni, jetzt gib Ihnen endlich etwas zum Anziehen, irgendetwas … Bitte!", dachte Lily nun. Es vergingen weitere stumme Sekunden, dann erbarmte sich die Göttin und ließ zwei Bikini vom vor den Mädchen auf den Boden erscheinen. Freya und Zara bückten sich schnell und zogen sie sich an. Lily war zwar nicht wirklich zufrieden, doch wollte sie No-Ma-Ni auch nicht verärgern, indem sie sich beschwerte. Sie wandte sich also an den Rest und sagte: „Ihr dürft euch wieder umdrehen!"
Kapitel 124
Alle drehten sich um und betrachteten dann jeweils für einige Sekunden die beiden Mädchen. Freya trug nun einen weißen und Zara einen schwarzen Bikini.
Aus dem Nichts heraus meldete sich nun wieder die Göttin zu Wort: „NUN DA ALLE ZUFRIEDEN SIND, WILL ICH JEDEM VON EUCH EINE SPEZIELLE FÄHIGKEIT VERLEIHEN, BEZIEHUNGSWEISE EINEN WUNSCH ERFÜLLEN. UND NEIN, EUCH NACH HAUSE SCHICKEN WERDE ICH ALS WUNSCH NICHT AKZEPTIEREN." Alle stöhnten frustriert auf. Die Göttin kicherte leicht: „OKAY, WIR GEHEN DER REIHE NACH DURCH. DU ZUERST FREYA!"
Freya sah verdrehte die Augen etwas und sagte dann: „Ich will mein Aussehen willentlich verändern können, aber nicht nur Hautfarbe, Haarfarbe und so, sondern auch meine Kleidung." No-Ma-Ni sagte: „DAS SOLLST DU FORTAN KÖNNEN!" Freya fragte: „Und wie?" „STELLE DIR DEIN AUSSEHEN VOR WIE DU ES GERNE HÄTTEST, DANN ÖFFNE DEINE AUGEN UND DU SOLLTEST ENTSPRECHEND ANDERS AUSSEHEN." Freya schloss ihre Augen und hatte kurz darauf ihre normale Schuluniform an. „Das klappt ja wirklich, wie krass!", jubelte sie und bedankte sich. „ALS NÄCHSTES DU ZARA!" Zara sah zu Freya und dann in den Himmel. „Ich fliege gerne, dabei wäre ich gerne geschickter und ich hätte gerne einen guten Besen." No-Ma-Ni ließ einen Besen vor Zara erscheinen und sagte: „DEIN WUNSCH SEI DIR ERFÜHLT!" Zara setzte sich auf den Besen und schoss hoch in den Himmel. Dann machte sie einen Sturzflug und riss den Besen erst Millisekunden vor einen Zusammenstoß mit der Erde in die Waagerechte.Sie sprang strahlend vom Besen und meinte zu den anderen: „Das habe ich mich noch nie getraut, doch jetzt habe ich mich sicher und gut genug gefühlt. Danke du Göttin!"
„NUN DU, SAG MIR WAS DU DIR WÜNSCHST LEXI!" Das fast weißhaarige Mädchen kniete sich in den Sand und ließ sich eine Hand voll durch ihre Finger gleiten. Dann sah sie zu James und Lily: „Wir müssen hier was erreichen um wieder zurück zu können, oder?" Lily nickte: „Wir müssen die Welt hier von irgendetwas heilen, keine Ahnung was das bedeutet." Lexi nickte und sagte dann mit geschlossenen Augen: „Ich will dazu in der Lage sein Wasser und Nahrung überall in der Welt ausfindig zu machen und die Verletzungen die meine Freunde eventuell erleiden werden zu heilen." No-Ma-Ni sagte: „SEHR GUT, SO ETWAS WIRD DEINER GRUPPE SEHR NÜTZLICH SEIN." Lexi öffnete ihre Augen erneut und trat zurück. „Ich glaube du bist jetzt dran!", sagte sie zu Charlie. Dieser wirkte ein wenig Ratlos: „Was soll ich nehmen?", fragte er in die Runde. James schlug vor: „Vielleicht etwas was uns in möglichen Kämpfen nützt?" Lily nickte und sagte: „Ich bin mir sicher das unsere Magie uns nicht immer helfen kann, also vielleicht gar keine dumme Idee auch jemanden dabei zu haben, der uns auch ohne Zauber beschützen kann." Charlie überlegte kurz, dann bat er No-Ma-Ni darum ihm ein Schwert und die Fähigkeit damit umzugehen verleihen solle. Die Göttin fragte: „WIE SOLL DEINE KLINGE HEIßEN?" Charlie überlegte kurz dann grinste er und sagte: „Lexi schau mich bitte kurz an." Seine gute Freundin hob den Blick und musterte ihn: „Was ist los?", fragte sie. Charlie lächelte sie an und sagte dann: „Mein Schwert soll Orchidee heißen!" Es war kurz still, dann formte sich aus dem Nichts ein dünnes weißes Schwert. Es hatte genau die Farbe von Lexis Haaren. Fast weiß nur mit einen winzigen Hauch Blau drinnen.
Als nächstes war Jessica dran. Sie sagte: „Mach mich noch stärker und schneller, ich will den Sprung über zwei Tische schaffen und die Tafel durchschlagen." „DU WARST ZUVOR SCHON GUT, DOCH JETZT BIST DU NOCH BESSER!", sagte No-Ma-Ni. Als nächstes wandte sich die Göttin an Mason: „WAS WILLST DU VON MIR?" Sie klang verächtlich und angewidert. Mason grinste und meinte: „Ich will das du mich in dieser Welt begleitest!" No-Ma-Ni lachte laut auf: „DAS GEHT NICHT, UNMÖGLICH, ICH BIN EINE GÖTTIN!"
In diesen Moment tauchte plötzlich aus dem Nichts ein gut aussehender junger Mann mit einer glänzenden Rüstung auf. Er wandte sich an Mason und sagte zu ihm: „DEIN WUNSCH SEI DIR ERFÜLLT!" Er hob die Hand und murmelte etwas unverständliches, dann wurde alles um sie herum gleißend hell.
- xxx -
Einige Augenblicke blieb es super hell, sodass keiner irgendetwas sehen konnte, dann verschwand das Licht langsam und ein jugendliches Mädchen ungefähr in ihrem Alter stand in Mitten von ihnen. Sie sah den jungen Mann wütend an. „Was hast du gemacht?", fauchte sie. Er grinste und erklärte an alle gewandt: „GEBT JA GUT ACHT AUF MEINE KLEINE SCHWESTER AIRI, SIE BESITZT KEINE ÜBERNATÜRLICHEN FÄHIGKEITEN MEHR!"
Er trat einige Schritte weg und sagte feierlich: „VIEL ERFOLG AUF EUER MISSION! IHR SEID NUN SO ETWAS WIE DIE ‚NEUN GEFÄHRTEN' DIESER WELT!"
Kapitel 125: Airi
Nachdem der junge Mann noch einmal zu dem eben erschienenen Mädchen geblickt hatte und ihr ein Lächeln geschenkt hatte, verschwand er und ließ acht sprachlose und eine sehr wütend drein blickendes Mädchen zurück.
Die nächsten Augenblicke starrten alle das Mädchen an, welches gerade aus dem Nichts erschienen war. Sie trug einen knielangen schwarzen Rock und eine weiße Bluse. Lily räusperte sich schließlich und trat ein Wenig unsicher auf sie zu. „Ähm… Airi, ist das dein privater Name während No-Ma-Ni dein Göttername war?" Das Mädchen drehte sich ruckartig zu Lily um. „Wag es ja…", fing sie an und hob eine Faust, dann ließ sie ihre Hand plötzlich sinken und nickte. Sie wirkte mit einen Mal auch viel weniger aggressiv und sagte: „Ja, nur meine Familie nennt mich Airi. Und bisher hat auch nur meine Familie mich in dieser Form gesehen. Ich verstehe nicht warum er mich meiner Mächte beraubt hat und mich hierher auf den Boden gezwungen hat. Warum bin ich jetzt ein ganz normaler Mensch, wie habe ich das verdient?" Sie hatte Lily am Kragen gepackt und sah sie bittend an. „Erkläre es mir, wieso?"
Lily legte ihre Arme um sie und verblüffte die Göttin dadurch gewaltig. Leise flüsterte sie: „Ich weiß es nicht, aber jetzt bist du hier mit uns und wenn du willst will ich versuchen dir zu helfen diese Fragen zu beantworten. Wirst du uns begleiten? Hilfst du uns dabei deine Welt zu heilen und in unsere zurückzukehren?" Airi sah über Lilys Schultern zu Mason und antwortete: „Für dich gerne, aber für den dort, der daran Schuld ist, dass ich meine Macht verloren habe würde ich Euch am liebsten in die nächstbeste tödliche Gefahr locken."
Mason meinte empört: „Ich habe mir nicht gewünscht, dass du machtlos wirst, das hat dein Bruder von sich aus entschieden." Airi löste sich von Lily und ging zu Mason: „Du bist schuld daran was aus mir geworden ist, klar?" Mason schüttelte ebenfalls verärgert den Kopf. „Nein, bin ich nicht!", sagte er nun etwas lauter. Airi sah ihn noch einen Augenblick finster an, dann drehte sie sich von ihm weg und sagte zu allen: „Ich würde vorschlagen, dass wir als erstes nach Norden wandern, nicht weit entfernt liegt eine kleine Oase. Wenn ich mich nicht recht täusche hat dort vor vielen Jahren mal ein Banditenhauptmann sein Schatz vergraben." James sah sie irritiert an: „Das weißt du?" Sie nickte: „Er hat zu mir gebetet um meinen Segen zu bekommen, deshalb weiß ich das." James grinste: „Danke das du uns begleitest, das sollte häufig sehr sinnvoll sein."
Airi nickte: „Bedankt Euch bei Gelegenheit bei meinen hinterhältigen Bruder." James nickte: „Das werde ich vielleicht tun."
Zu neunt zogen sie nun los um diese Welt zu heilen.
Kapitel 126 (27. März 1978)
In der Eingangshalle hielten Thea und Luca an. Sie lehnte sich gegen das Portal und fragte dann, was er jetzt vorhatte. Luca überlegte und schlug schließlich vor: „Wie wäre es wenn wir den Tag zusammen verbringen? Wir könnten in der Bibliothek lernen oder auf den Nordturm die Wolken beobachten." Thea sah ihn mit schräg gelegten Kopf an: „Wir sind doch gestern miteinander ausgegangen …" Er nickte: „Das stimmt, aber das hindert uns ja heute nicht daran wieder etwas zusammen zu machen, oder?"
Sie schüttelte langsam den Kopf: „Da hast du Recht, aber …" Er setzte ein charmantes Lächeln auf und griff nach ihrer Hand: „Komm schon, ich verspreche auch, dass dieses Mal nichts ungewöhnliches passiert!" Sie grübelte einige Sekunden, dann nickte sie leicht: „Okay, meinetwegen!" Luca jubelte innerlich und stieg dann mit Thea die Treppen hinauf. Unterwegs fragte er: „Was willst du nun machen, Nordturm oder Bibliothek?" Sie meinte: „Hättest du noch eine dritte Option für mich?" Er hob eine Augenbraue: „Eine dritte Option, hmm…" Er überlegte einige Augenblicke, dann (inzwischen waren sie im zweiten Stock), sagte er: „Wir könnten uns auch eine Besenkammer suchen und uns küssen!" Er klang bei diesem Vorschlag auf der einen Seite ziemlich unsicher, auf der anderen leicht erregt.
Thea musterte ihn und überlegte dann stumm. Sie gingen währenddessen weiter. So vergingen einige Minuten, dann sagte sie mit einem schelmischen Grinsen: „Ich wähle die dritte Option, aber wenn wir erwischt werden mache ich so etwas nicht wieder." Luca sah sie ungläubig und mit roten Wangen an. „Wirklich, ich ähm…", stotterte er. Sie grinste immer noch und zeigte auf eine schmale Tür an der sie gerade vorbeigingen: „Ich glaube das ist eine, wollen wir?" Luca blieb nervös stehen und nickte dann. Thea öffnete die Tür und tatsächlich war der Raum dahinter keine 2 Quadratmeter groß. Hauptsächlich befanden sich dort Besen, Lappen und ein Eimer. Thea betrat den Raum und fühlte gleich die Regalbretter in ihren Nacken. „Komm und küss mich!", sagte sie leise.
Luca trat dich zu ihr, woraufhin sie unter seinen Armen durch die Tür schloss. Sie sah nun quasi nichts mehr, dafür fühlte sie um so mehr. Sie spürte wie er einen Arm um sie legte und sich dann zu ihr beugte. Sie schloss ihre Augen und dachte: Gleich erlebe ich meinen ersten Kuss, wie sich das wohl anfühlt …
Dann nach wenigen Sekunden küsste er sie vorsichtig direkt auf ihre leicht geöffneten Lippen. Sie konnte nicht anderes als seinen Kuss nervös zu erwidern.
Kapitel 127
Ihre Lippen berührten sich nur wenige Sekunden, dann lösten sie sich schwer atmend wieder von einander. Durch die Enge des Raums waren sie natürlich immer noch sehr nah beieinander.
„Das war …", fing sie an und wusste dann jedoch nicht weiter. Was sollte sie sagen …? Feucht, ungewohnt, angenehm …? Sie strich über seinen Rücken und murmelte schließlich: „Lass es uns nochmal wiederholen!" Ohne eine Antwort abzuwarten zog sie ihn zu sich und küsste ihn. Sie fühlte wieder seine Lippen auf ihren, dieses … sie konnte es gar nicht wirklich beschreiben drückende feuchte Gefühl zusammen mit dieser Umarmung. Nun streichelte er sie auch noch, sie spürte plötzlich eine Ziehen zwischen ihren Beinen. Es verlangte ihr nach mehr …
Von diesem Gefühl überrascht löste sie sich wieder von ihm und schob ihnen dieses Mal auch etwas von sich. „Autsch"… brachte er hervor und trat wieder dicht zu ihr: „Du hast mich gegen die Klinke gedrückt, das hat weh getan …" Sie fühlte ihn nun wieder an ihrem gesamten Körper. Das verursachte ihr eine Gänsehaut. „Wenn es dir unangenehm ist, lass uns lieber aufhören!", schlug Luca nun vor. Sie schloss ihre Augen und bat ihn sie noch ein letztes Mal zu küssen. „Danach muss ich unbedingt in Ruhe nachdenken, also kann ich heute nicht noch mehr Zeit mit dir verbringen", ergänzte sie.
Luca schwieg daraufhin kurz und fragte schließlich: „Wirst du nächste Woche wieder mit mir ausgehen?" Thea antwortete: „Vielleicht, das hängt von einigen Aspekten ab, aber ich ziehe es auf jeden Fall in Erwägung." Es vergingen einige Augenblicke in denen sie nur eng aneinandergedrückt in der Besenkammer standen, dann beugte sich Luca wieder zu ihr vor.
Sie schloss erwartungsvoll die Augen dann fühlte sie seinen Mund auf ihren. Sie lächelte und öffnete ohne es geplant zu haben leicht ihre Lippen. Nur Sekundenbruchteile später spürte sie seine Zunge wie sie über ihre Lippen strich und schließlich etwas in ihren Mund eindrang und gegen ihre Zunge stupste. Inzwischen raste ihr Herz gefühlt doppelt so schnell wie gewöhnlich. Keuchend löste sie sich Sekunden später von ihm und murmelte durch die Enge mittlerweile leicht erregt: „Jetzt brauche ich etwas Zeit für mich, frag mich nächsten Freitag wegen einer möglichen zweiten Verabredung, okay?"
Er nickte und verließ mit ihr den kleinen Raum. Sie sah ihm noch kurz in die Augen, dann rannte sie los um sich irgendwo zurückzuziehen und in Ruhe nachzudenken.
Kapitel 128
Nach einer kurzen Weile erreichten sie die von Airi erwähnte Oase. Es handelte sich um einen kleinen See mit einer sehr kleinen Insel in seiner Mitte. „Wir müssen da rüber!", verkündete Airi und deutete zur Insel. James schätzte: „Das sind bestimmt knapp zwanzig Meter, sollen wir schwimmen?" Lily nickte: „Bei der Hitze müssen wir zumindest nicht lange warten und bis unsere Sachen wieder trocken sind." James grinste und fragte: „Wie schwer ist der Schatz?" Airi überlegte kurz und meinte dann: „Es ist eine mittelgroße Kiste mit Gold und Schmuck also ist sie bestimmt ordentlich schwer." James dankte der ehemaligen Göttin und fragte dann Mason und Charlie ob sie mit ihm rüber schwimmen würden.
„Klar, ich bin gespannt was wir finden werden!", sagte Mason und auch Charlie erklärte sich einverstanden. Dieser reichte sein Schwert an Lexi: „Magst du darauf aufpassen?" Sie nickte und so zogen sich die Jungen ihre Hosen aus und wateten ins Wasser. Dann als ihnen das Wasser bis zu den Hüften stand schwammen sie los.
Nach wenigen Minuten waren sie auf der Insel und fragten rufend nach der genauen Stelle wo sie suchen sollten. „Irgendwo in der Mitte, ihr müsst ein wenig suchen, aber besonders tief war es nicht!", rief Airi zu ihnen und setzte sich dann in den warmen Sand. Lily nutzte diese Gelegenheit um ein wenig mit Jessica zu sprechen. Sie kannte sie nur wage vom Sehen her.
Kapitel 129
„Hey Jessica …", fing Lily freundlich an zu dem kurzhaarigen hübschen Mädchen zu sprechen. Diese drehte sich um und musterte Lily abschätzend. „Was ist?", fragte sie nicht unfreundlich aber auch nicht besonders heiter. Lily meinte: „Von allen Leuten hier, abgesehen von Airi natürlich, kenne ich dich am wenigstens, ich würde das gerne ändern." Jessica verzog das Gesicht: „Ich bin nicht besonders gut im Umgang mit Menschen, ich habe keine Freunde und ich glaube das ist auch besser so, also …"
Lily schüttelte den Kopf: „Nein, ich lasse dich nicht in Ruhe, wir sind hier irgendwie gefangen, also müssen wir uns aufeinander verlassen können. Und ich kann nur Leuten vertrauen, die ich einigermaßen kenne." Jessica machte einen unzufriedenen Laut gab aber schließlich nach und sagte: „Wenn es sein muss, dann lass uns eine Runde um den See gehen, dabei können wir reden." Lily war einverstanden, also brachen sie zu einen kleinen Spaziergang auf.
Währenddessen hoben die Jungen auf der Insel mehrere kleinere Löcher magisch aus um an verschiedenen Stellen nach den Schatz zu suchen. Letztendlich aber mussten sie aufgeben. Mit leeren Händen schwammen sie zurück und meldeten den anderen die Lage. „Der Schatz muss anderen in die Hände geraten sein, verdammte Scheiße!", fluchte Airi verärgert.
„Was machen wir dann jetzt?", fragte Lily die inzwischen auch wieder zurück gekehrt war. Airi schwieg kurz, dann meinte sie: „Wir müssen uns irgendwie nach Lumosch durchschlagen, aber wie, weiß ich auch nicht …" James fragte nach, was ‚Lumosch' sei. Die ehemalige Göttin erklärte: „Lumosch ist die mit Abstand größte Stadt im südlichen Teil dieser Welt. Aber sie liegt grob bemessen 100 Kilometer von hier in Richtung Norden. Ohne Gold können wir schwerlich in einer der näheren Orte Vorräte für die Reise kaufen." Lily nickte verstehend: „Zeig uns zunächst den Weg in die nächste Siedlung, wir kriegen das schon irgendwie hin." Airi sah nicht ganz so sicher aus, aber sie nickte.
„Okay, mir nach! Ich führe euch nach Kir-Kareth."
Kapitel 130: Früher als erwartet …
Nach dem Abendessen am 27. März wollte Thea gerade die große Halle verlassen, als sie noch einmal von Luca aufgehalten wurde. „Können wir noch einmal kurz raus zur Weide gehen?", fragte er sie. Eigentlich hatte sie ja gesagt, dass sie etwas Zeit brauchte, warum also fragte er sie schon jetzt?
„Ja gerne!", sagte sie. Was? Hatte sie ihn nicht eigentlich daran erinnern wollen, bis zum nächsten Freitag zu warten. Warum hatte sie eben gerade zugestimmt mit ihm nach draußen zu gehen?
Verwirrt folgte sie ihn und versuchte sich nicht gleich noch mehr Küsse zu wünschen. Warum war sie nicht mit Scarlett gegangen, sie hätte jetzt schon im Gemeinschaftsraum sitzen können. Sie musste unbedingt mit ihrer Freundin sprechen. Am liebsten sogar mit Freya, doch die hatte sie seit dem Frühstück nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich war sie bei Zara im Gemeinschaftsraum …
Inzwischen waren sie bei der Weide angekommen. Luca griff nach ihren Händen und fing leise an zu sprechen: „Die Küsse vorhin, ich fand sie unglaublich schön und angenehm, ich habe so etwas noch nie in meinen Leben erlebt." Thea wurde leicht rot, klar er wollte über das sprechen. „Habe ich nicht gesagt wir später über die Küsse sprechen?" Er schüttelte den Kopf: „Du meintest nur, dass ich dich erst nächsten Freitag um eine zweite mögliche Verabredung fragen soll, nicht wann wir über die Küsse sprechen könnten." Er umarmte sie nun und streichelte ihren Rücken: „Thea, ich bin in dich verliebt!"
Sie sah ihn abschätzend in die Augen: „Meinst du es ernst mit diesen Gefühlen für mich?" Er nickte: „Absolut! Ich will nichts von irgendeinen anderen Mädchen, nur von dir. Ich verspreche dir dir niemals wieder ein anderes Mädchen anzuschauen!" Thea lächelte und murmelte dann: „Das klingt sehr unwahrscheinlich, willst du dich erblinden lassen oder was?" Er nickte und flüsterte: „Vielleicht …" Sie hob kritisch eine Augenbraue: „Lass das besser bleiben, ich mag dich lieber mit deinen schönen braunen Augen." Sie stockte und errötete dann wegen dem was sie gesagt hatte. Er lehnte seine Stirn gegen ihre und küsste sie dann unvermittelt.
Sie erwiderte diesen Kuss glücklich. Das fühlte sich so gut und richtig an. Ohne eine Sekunde über die möglichen Konsequenzen nachzudenken flüsterte sie sehr leise gegen seine Lippen: „Ich glaube ich habe mich auch in dich verliebt …"
- xxx -
Es vergingen einige Sekunden, dann begriff sie was sie da gerade gesagt hatte. Sie löste sich von ihm und drehte sich um. Zitternd sah sie zu Boden. Luca legte eine Hand auf ihre Schulter und fragte leise und nervös: „Thea, du liebst mich?" Sie atmete ein paar mal tief, dann drehte sie sich zurück zu ihm. „Ich weiß nicht, es ist so merkwürdig so etwas zu sagen oder zu fühlen, wenn man sich erst einmal getroffen hat, doch ich habe die Wahrheit gesagt, Ich glaube das tatsächlich, doch bitte frage mich jetzt nicht, ob ich deine Freundin werden möchte …" Luca legte den Kopf schief: „Warum nicht?" Thea öffnete den Mund und schloss ihn dann wieder … Was passierte gerade nur? War sie wirklich im Begriff so etwas zu tun? Klar sie war neugierig aber das war mehr als sie jemals zuvor getan hatte …
Nach einigen Augenblicken fragte sie leise und nervös: „Willst du mit mir eine Beziehung eingehen?" Luca sah sie fassungslos an, dann grinste er und nickte: „Liebend gerne Süße!" Thea schallte ihr Gehirn vorerst ab und schlang ihn fest in ihre Arme. Dann küsste sie ihn zum ersten Mal von sich aus und flüsterte sehr leise gegen seine Lippen: „Ich liebe dich!"
