Kapitel 141

Thea setzte sich doch da kein weiterer Stuhl da war, blieb Luca hinter ihr stehen. „Sie wollen sicherlich mit uns über James und Lily sprechen, oder?", fragte Luca und ergänzte: „Sie sind genauso wie Mason verschwunden, richtig?" Der Schulleiter nickte: „Das stimmt, also was habt ihr gestern mit ihnen besprochen? Sirius hat mir erzählt, dass er euch den Tipp, sie beim See zu suchen gegeben hat." Thea nickte: „Wir, ähm…", sie stoppte. Sollte sie ihm erzählen, wobei sie die beiden erwischt hatten? Sie hatte versprochen zu schweigen und sie sah auch keinen Verknüpfungspunkt inwiefern das ihr Verschwinden erklären könnte. „… Wir haben sie bei der Weide getroffen und ihnen von einer Sache erzählt, die mir am Vortag passiert ist. Ich hätte vielleicht gleich zu dir kommen sollen, doch ich habe nicht geahnt, dass es zu ihrem Verschwinden hätte führen können."

Dumbledore runzelte leicht die Stirn und fragte: „Was ist Ihnen gestern passiert?" Nachdem Thea das getan hatte, wandte sich der Schulleiter an Luca: „Und Ihnen ist nie etwas verdächtiges an diesem Unterschlupf aufgefallen?" Luca schüttelte den Kopf: „Niemals, wenn ich etwas geahnt hätte, wäre ich mit Thea niemals dorthin gegangen."

Dumbledore seufzte und stützte kurz seinen Kopf auf seine Hände. So vergingen einige Augenblicke, dann sah er wieder auf und begann zu sprechen. „Macht Euch keine Sorgen, ich habe alles unter Kontrolle. Ich verspreche Euch, dass es euren Freunden gut geht!" Thea wollte etwas einwerfen, doch Dumbledore unterbrach sie: „Ich kann Euch im Moment noch keine weiteren Fragen beantworten, bitte …", er schwieg kurz und fuhr dann leiser fort: „Vertraut mir, ich werde euch und die anderen deren Freunde verschwunden sind so bald wie möglich mehr sagen." Er lehnte sich erschöpft zurück und bat sie dann zu gehen.

Thea und Luca standen unsicher auf, noch nie zuvor hatten sie ihren Schulleiter in einer solchen Verfassung gesehen. „Okay …", fing Luca an, brach dann jedoch ab. In der Tür sagte Thea noch: „Einen guten Tag noch Professor!" Dumbledore nickte ihnen nur zu. Stumm verließen sie sein Büro und machten sich auf den Weg zu ihrer nächsten Unterrichtsstunde.

Kapitel 142

Unterwegs bemerkte Luca: „Irgendwas war merkwürdig mit Dumbledore, oder?" Thea nickte: „Ich kann nicht wirklich sagen warum, doch auf mich hat fast so gewirkt als hätte er vor etwas Angst." Luca sah sie überrascht an: „Angst, wovor?" Thea zog die Schultern hoch: „Keine Ahnung, aber wir reden hier von Dumbledore, demjenigen vor dem sich angeblich sogar Voldemort fürchtet. Das macht mich besorgt, aber vielleicht habe ich mich auch geirrt, ich hoffe es …"

Nach einigen Minuten blieb Thea vor einem Klassenraum mit angelehnter Tür stehen. Von drinnen kamen einige Stimmen die miteinander sprachen. Sie drehte sich zu Luca um und sagte: „Ich habe hier jetzt Verwandlung, und du, wohin musst du?" Er sah sie kurz irritiert an, dann meinte er nachdenklich: „Ich weiß ni… Ah… natürlich, ich muss in den Kerker zu Zaubertränke… Ich habe irgendwie damit gerechnet, dass wir zusammen Unterricht haben." Thea grinste leicht und schüttelte den Kopf: „Wäre vielleicht ganz nett, aber wenn ich mit meinen Freund den Unterricht verbringen will, müsste ich mir einen anderen suchen …"

Luca drückte sie auf einmal fest an sich und murmelte: „Wehe… du gehörst zu mir!" Sie kicherte los und gab ihm einen kurzen Kuss. „Keine Sorge, ich habe nicht vor mich von dir zu trennen!" Er erwiderte ihren Kuss und flüsterte dann leise: „Das würde ich dir auch nicht erlauben!" Entrüstet stemmte schob sie ihn von sich weg und stemmte ihre Arme in ihre Hüfte. „Wie bitte?", fragte sie streng. Er wiederholte seine Worte und grinste dabei. Sie legte den Kopf schief und musterte ihn abschätzend, dann zog sie ihn am Kragen zu sich: „Ich lasse mir von dir nichts verbieten, klar?" Sie versuchte besonders streng zu klingen, doch ein wenig hörte man heraus, dass sie sich auch amüsierte. „Wenn du meinst mir etwas vorschreiben zu können, dann trenne ich mich vielleicht jetzt gleich von dir. Hmm…, wie wäre das?" Sie grinste ihn schelmisch an. Dann gab sie ihm einen Kuss auf die Wange und verschwand in ihren Klassenraum.

Kapitel 143

Thea sah sich um und setzte sich dann in die erste Reihe zu Scarlett. „Und hast du irgendetwas interessantes erfahren?", fragte ihre Freundin. Thea schüttelte den Kopf und nahm ihr Buch aus ihrer Tasche. „Wir haben ihm alles erzählt was uns passiert ist, doch nach einigen Rückfragen meinte er lediglich ‚Alles ist gut!' und hat uns gebeten zu gehen." Sie drehte sich zu Scarlett um: „Ich hoffe wirklich er hat einen Plan, ich vermisse Freya und würde gerne mit ihr sprechen. Ohne sie fühlt sich der Alltag etwas trister an." Scarlett nickte: „Da hast du Recht, ich wünschte mir, wir könnten irgendetwas tun um sie zurückzuholen!"

Bevor Thea darauf reagieren konnte, betrat Professor McGonagall den Klassenraum und verlangte um Aufmerksamkeit. Thea drehte sich also nach Vorne und zückte ihre Feder. Sie schrieb das auf, was ihre Lehrerin an die Tafel zauberte, doch in Gedanken war sie noch immer bei dem Gespräch mit Professor Dumbledore. Was war nur passiert, wo war Freya?

Nach einigen Augenblicken rutschten ihre Gedanken von Dumbledore und Freya hin zu Luca und ihre Unterhaltung direkt vor ihrem Klassenraum. „Das würde ich dir auch nicht erlauben!" Hmpf, aber sie wollte sich auch gar nicht von ihm trennen, dafür gefiel ihr alles was sie mit ihm in den letzten beiden Tagen erlebt hatte zu sehr. Aber diese Art von Gesprächen wie eben genoss sie auch, diese Mischung aus Zärtlichkeiten und vorgespielter Strenge …

Kapitel 144

Nach dem Frühstück waren James, Lily und die anderen Airi zu einem alten Tempel in der Nähe gefolgt um dort mit ihrem Bruder zu sprechen. Dieser hatte sich dazu überreden lassen ihnen die Fähigkeit zu verleihen die allgemeine Sprache zu verstehen, schreiben und lesen zu können.

Auf dem Rückweg zur Stadt erzählte Airi ihnen etwas über den Kontinent auf welchen sie sich befanden. „Also wir nennen ihn Shima Tairiku (島大陸 [wörtlich übersetzt: Insel (島) und Kontinent (大陸)] ) oder manchmal auch einfach Shima. Es gibt sicherlich noch mehr Kontinente, von denen weiß ich nichts. Ich war mein ganzes Leben immer nur hier auf Shima." James fragte interessiert: „Ich finde dieser Name klingt japanisch, kannst du dir vorstellen warum?" Airi grübelte kurz, dann meinte sie: „Ich weiß nicht… Was ist ‚japanisch'?" Alle um sie herum sahen sie irritiert an. Sie sah sich um und wurde dann leicht rot: „Hey schaut mich nicht so an, selbst eine Göttin kann nicht alles wissen!"

Lily lächelte schließlich und erklärte: „In unserer Welt gibt es ein Land das ‚Japan' heißt, es liegt sehr weit weg von dem wo wir herkommen, doch James hat sich auf die Sprache dieses Landes bezogen." Airi machte: „Ahha…" Dann sah sie zu Boden und einige Sekunden später sagte sie: „Es kann keine Verbindung zwischen dieser Sprache und meiner geben, wie sollte auch das möglich sein?"

Kapitel 145

Airi schwieg kurz, dann führte sie ihre Erzählung fort: „Die Wüste in der wir gerade sind heißt Hadera (Japanisch aber kein existierendes Wort: はでら), sie liegt zwischen den beiden großen Landmassen die den größten Teil von Shima ausmachen. Im Nordosten dieser Wüste liegt Lumosch am Rand des großen Gebirges Wakeru (Japanisch für 'trennen': 分ける). Dieses war bis vor vielen hundert Jahren ein unüberwindbares Hindernis für jeden der versuchte es zu überqueren. Deshalb haben sich im Norden und Süden auch völlig verschiedene Zivilisationen entwickelt, zumindest bis zum großen Erdbeben vor knapp 350 Jahren."

Als sie die Stadt erreichten blieb Airi stehen und sagte: „Damals gab es ein derartig heftiges Beben, dass das gesamte Gebirge mitsamt einen großen Teil der Erdmassen die darunter einige Kilometer abgesackt sind. An der Stelle zieht sich jetzt ein riesiger Riss durch den östlichen Teils von Wakeru." James fragte: „Wie haben die Völker das überlebt?" Airi verzog das Gesicht grimmig: „Sie haben nicht überlebt, zumindest nicht die welche in einem Radius von 1000 Kilometer um das Epizentrum gelebt haben." Plötzlich trat Mason auf Airi zu und tippte ihr auf die Schulter: „Hey, wie alt bist du eigentlich, du sprichst so als hättest du das alles miterlebt, aber …" Sie fuhr im ins Wort: „Ich bin eine Göttin, woher weißt du, dass ich nicht schon von Anfang an dagewesen bin?" Mason grinste und sagte locker: „Du hast einen älteren Bruder und Eltern, also kannst du schon einmal nicht von Anfang an dagewesen sein, dann schließe ich aus deinem, wie auch deines Bruders Auftreten eher, dass du noch ziemlich unerfahren und jung bist."

Airi sah ihn entsetzt und mit sehr engen Augen an: „WIE KANNST DU ES WAGEN SO ÜBER MICH ZU REDEN?", schrie sie zornig. Er grinste sie an und antwortete gelassen: „Ich habe nur ehrlich gesagt was ich denke, das ist alles." Sie packte ihn am Kragen und stieß ihn zu Boden: „ICH WERDE DIR JETZT MAL ZEIGEN, WAS …" Sie kniete sich hin und hob die Faust um ihn ins Gesicht zu schlagen. „Halt auseinander!", verlangte James und schritt auf sie zu. Airi ließ sich davon nicht beirren und schlug zu.

Sie traf jedoch nicht, weil Mason ihre Hand abfing. „Nicht schlagen, ich habe dich lediglich etwas gefragt, kein Grund aggressiv zu werden …" Dann tat er etwas, womit niemand gerechnet hätte, er selbst am allerwenigstens. Er richtete sich etwas auf, legte beide Arme um Airi und küsste sie.

Kapitel 146

Airi fühlte sich komplett überrumpelt, was sollte das? Wie konnte er es wagen sie einfach ohne jegliche Erlaubnis oder stumme Einverständniserklärung zu küssen. Und dann auch noch auf direkt auf ihren Mund. Sie konnte sich nicht wirklich entscheiden, wie sie darauf reagieren sollte. Ihn von sich stoßen war schwierig, er war ja bereits am Boden. Aufstehen und ihn irgendwohin treten wo es wirklich wehtun würde? Ja, das war sicherlich eine Option und er hätte das mit Sicherheit auch verdient. Seinen Kuss erwidern? Hmm… irgendwie wäre das doch eher eine Belohnung als eine Strafe, oder? Ihr Unterbewusstsein grinste sie nur an und schwieg taktvoll.

Airi empfand das Schweigen gar nicht als angenehm, hingegen den Kuss konnte man schon als angenehm bezeichnen. Seine Lippen waren weich und fühlten sich gut auf ihren an. Leicht legte sie ihre Arme nun auch um ihn und erwiderte seinen Kuss minimal.

Nach einigen Augenblicken löste er sich von ihr und sah sie mit einer Mischung aus Überraschung und Überheblichkeit an. „Du küsst gut, das gefällt mir!" Airi stand wütend auf und sagte ohne ihn anzusehen: „Danke aber sei versichert, du wirst dieses Glück nicht noch einmal erleben." Alle um sie herum sahen mit weit geöffneten Augen von einem zu anderen.

Airi schwieg einige Sekunden, dann verkündete sie: „Also ich gehe jetzt in die Stadt, ihr könnt mir folgen oder es sein lassen, eure Wahl!" Ohne eine Reaktion abzuwarten marschierte sie davon.

Kapitel 147

Katie und Alice saßen beim Mittagessen nebeneinander. Sie machten sich beide große Sorgen um Lily, was konnte ihr nur passiert sein. Seit dem Frühstück gestern hatten sie sie nicht mehr gesehen. Sie war vor ihnen aufgestanden um mit James zum See zu gehen, sie hatten sich nichts dabei gedacht, doch vielleicht hätten sie das …?

„Meinst du sie hat irgendetwas geplant?", fragte Katie und nahm sich einige Kartoffeln. „Und was, eine Flucht aus Hogwarts etwa?", schlug Alice das absurdeste vor, was sie sich vorstellen konnte. „Keine Ahnung, vielleicht …", meinte Katie und zog die Schultern hoch. „Warum sollte James sonst auch verschwunden sein?", ergänzte sie noch. Alice grübelte, da war schon was dran: „Warum aber, hätte es denn deiner Meinung nach irgendeinen Grund für James und Lily gegeben abzuhauen?" Katie schüttelte den Kopf: „Nein!"

Das ganze Mittagessen über diskutierten die beiden weiter über eventuelle Gründe die vielleicht erklären könnten, was geschehen war. Dabei kamen sie allerdings nicht besonders weit.

Kapitel 148

Nach dem Mittagessen gingen Lira und John gemeinsam bis in die Eingangshalle. Sie hatte jetzt Zaubertränke im Kerker und er Verwandlung weiter oben im Schloss. John legte seine Hände auf ihre Hüften und beugte sich zu ihr. Nach einen zärtlichen Kuss murmelte er: „Würdest du mir heute auch mal deinen Gemeinschaftsraum zeigen?" Lira nickte: „Im Prinzip gerne, aber du wirst dort wahrscheinlich nicht allzu sehr willkommen sein, willst du das wirklich?" Er nickte: „Auf jeden Fall, mir reicht es wenn du mich dort haben willst, alles andere ist nebensächlich." Sie lächelte (von ihm so in über alles andere gestellt zu werden gefiel ihr): „Dann zeige ich dir gerne alles was es dort unten spannendes gibt."

Sie küssten sich noch einmal, dann stieg Lira die Treppen hinunter. Sie hatte den Kerker als Ort für den Slytheringemeinschaftsraum noch nie gemocht, doch seit sie mit John zusammen war, gefiel er ihr noch viel weniger. Beim richtigen Klassenraum blieb sie stehen und lehnte sich gegen die Wand. Bald würden bestimmt ihre Klassenkameraden kommen.

„Hey Lira, ich muss mit dir sprechen!", erklang plötzlich Mulcibers Stimme. Sie drehte sich zu dem dunkelhaarigen Sechstklässler aus ihrem Haus um und fragte: „Was gibts?" Er blieb einige Schritte von ihr entfernt stehen und sah sich dann besorgt um, dann trat er plötzlich dicht zu ihr und drückte sie gegen die Wand. Erschrocken versuchte sie sich loszumachen, doch er war zu stark. Leise aber mit fester Stimme sagte er: „Ich weiß was zwischen dir und diesem John läuft, wenn du mir nicht hilfst werde ich es deinen Eltern schreiben und so entweder deine Beziehung mit ihm oder deine mit deinen Eltern zerstören!"

Sie öffnete verärgert und überrascht den Mund, doch er ließ sie schon los. Sie fiel zu Boden. Mit stark verengten Augen sah er sie an und verkündete: „Ich habe mich in Jessica verliebt und will ihr näher kommen, wenn sie jemals wieder auftauchen sollte!"

Kapitel 149

Lira sah mit geweiteten Augen hoch zu dem Jungen, der in fast ganz Hogwarts bekannt für seine kaltherzige und fast schon grausame Persönlichkeit war. Die meisten jüngeren Schüler machten einen weiten Bogen um ihn und trotzdem hatte es schon viele Zwischenfälle gegeben wo er Schüler die aus Mugglefamilien stammten gedemütigt und bedroht hatte. Jetzt allerdings wirkte er fast schon peinlich berührt. Das passte ganz und gar nicht zu ihm.

„Warum denkst du, dass ich dir helfen kann?", fragte Lira. „Ich bin nicht mit ihr befreundet, da solltest du dich eher an Gracie wenden", ergänzte sie. Mulciber zog grimmig seinen Zaunerdstab und bevor sie ihren auch nur angefasst hatte, entwaffnete er sie bereits. Er fing den Stab geschickt auf und steckte ihn in die Innentasche seines Umhangs. Dann bückte er sich und zog sie am Kragen hoch. „Ich bin aber zu dir gegangen, also hilfst du mir entweder diese beschissenen Gefühle loszuwerden, oder ihr näher zu kommen! Klar?" Er klang sehr bedrohlich. Sie versuchte erneut sich zu befreien, doch erfolglos. Sie hing wie ein nasser Sack an seinen Armen und konnte nichts tun. „Ist ja schon gut, jetzt lass mich wieder runter!", verlangte sie ärgerlich. Er forderte sie zuerst auf zu keinem außer eventuell zu Jessica irgendetwas von dem zu erzählen, was er ihr gesagt hatte. „Niemanden hörst du, auch nicht deinen Freund, oder ich werde mir ihn mal vorknöpfen! Wag es auch nicht zum Schulsprecher zu gehen, selbst wenn ich aus Hogwarts geschmissen werde, irgendwann würde ich meine Rache bekommen und dann würdest du dir wünschen niemals geboren worden zu sein!"

Jessica rieb sich ihre Seiten und versprach dann widerwillig: „Ich werde niemanden etwas erzählen, ich schwöre!" Mulciber nickte und sagte dann: „Du kannst deinem Freund erzählen, dass du einen Deal mit mir hast, damit er nicht denkt du betrügst ihn mit mir, aber kein Wort über irgendwas anderes. Wenn du mit mir über irgendetwas sprechen willst, bitte mich um ein privates Treffen, ich will nicht, dass irgendjemand anderes von diesen Gefühlen erfährt."

Mit diesen Worten drehte er sich um und marschierte davon.

Kapitel 150: Vier, zwei und Drei

James und Lily:

Nach ihrer Rückkehr nach Kir-Kareth hatten sie sich aufgeteilt um möglichst viele Informationen zu sammeln. James und Lily waren dabei zu zweit unterwegs.

Gerade gingen sie über einen kleinen Platz nahe der Stadttore auf dem einige Kinder fangen spielten. James blieb stehen und beobachtete das Treiben einige Augenblicke, dann sagte er: „Wenn ich diese Kinder so sehe frage ich mich wie es wohl wäre selbst welche zu haben, du auch?" Lily wurde etwas rot: „Naja, dem steht ja theoretisch nichts im Weg. Lass uns nur warten, bis wir verheiratet sind und am besten auch beruflich auf solidem Boden stehen. Ein oder eventuell sogar mehr Kinder kosten ganz schön viel, denk doch nur an die Kleidung, das Essen und all die Sachen die später noch anfallen. Da wären Spielsachen, Lernutensilien und so viele einzelne kleine und größere Sachen an die ich jetzt gerade gar nicht denke …" Lily schwieg und drückte James Hand ein wenig fester: „Verstehe mich bitte nicht falsch, im Prinzip will ich Kinder und wenn ich jetzt schon schwanger bin, bin ich auch jetzt schon unglaublich glücklich, weil du der Vater meines Kindes wärst, doch später wäre es auch okay."

Sie drehte sich zu ihm und und lächelte ihn liebevoll an: „Wir sind zwar erst seit zwei Monaten zusammen, doch ich bin mir absolut hundertprozentig sicher in dir meine wahre Liebe gefunden zu haben." James grinste nun und drückte sie fest an sich: „Danke, ich liebe dich auch! Du bist die beste." Er küsste sie nun sanft.

Im Anschluss gingen sie weiter.

John und Lira:

Nach der letzten Unterrichtsstunde saßen John und Lira nebeneinander auf einer Hollywoodschaukel im Raum der Wünsche und genossen etwas Zeit alleine. Sie hatte ihm noch nichts von ihrer Begegnung mit Mulciber erzählt, dafür war ihr der Moment gerade zu schön. Ihr Kopf lag an Johns Schulter gelehnt und er hatte einen Arm um sie geschlungen.

„Soll ich dir etwas von meinen Eltern erzählen?", fragte John gerade und fuhr mit seiner Hand unter ihre Bluse. Sie nickte: „Bitte ich würde gerne etwas von Ihnen erfahren." Er berührte sie gerade sanft an ihren Bauchnabel, dies löste bei ihr einen Schauer aus. „Das kitzelt …", murmelte sie. Er schob seine Hand etwas höher und begann zu erzählen. „Eigentlich wollten meine Eltern gar keine Kinder haben, das sie mich bekommen haben war eher ein Unfall." Lira öffnete überrascht ihre Augen und stellte fest, dass John sie liebevoll ansah. Er grinste leicht und ergänzte: „Natürlich lieben sie mich trotzdem, aber das sie mich bekommen oder besser gesagt gezeugt haben war eher ein unbeabsichtigt." Lira wusste nicht so genau wie sie sich das vorstellen sollte und sah wohl auch entsprechend aus. John grinste: „Heute gibt es da Methoden, aber damals nicht … Was sie also gemacht haben war folgendes, sie hatten Sex miteinander, aber mein Vater hat sich immer bemüht nicht in meiner Mutter zu kommen." Lira sah ihn mit großen Augen an. Er murmelte etwas verlegen: „Naja, irgendwann muss meine Mutter dann doch schwanger geworden sein, sonst wäre ich heute nicht bei dir."

Er beugte sich zu ihr und rieb seine Nase an ihrer: „Ich liebe dich mein Engel!" Dann küsste er sie zärtlich.

Sirius und Scarlett:

Nach seiner letzten Unterrichtsstunde (Zauberkunst) war Sirius runter zum Gemeinschaftsraum der Hufflepuff gegangen um sich mit Scarlett seiner So-etwas-in-der-Art-wie-Freundin zu treffen. Er wusste nicht ganz genau wie man das Verhältnis zwischen ihnen bezeichnen sollte. Sie hatten einige Dinge getan die sehr eindeutig auf ein intimeres Verhältnis hindeuteten, auch hatten sie ihre Zauberstäbe getauscht, wovon er noch nie bei irgendjemanden gehört hatte. Aber gleichzeitig hatten sie nie vereinbart ‚zusammen sein' zu wollen. Er bog gerade in den letzten Korridor ab, da kam ihn Mulciber entgegen.

Sofort zog er seinen Zauberstab und wünschte sich plötzlich seinen eigenen wiederzuhaben. Sollte es zu einem Kampf kommen, wäre er absolut geliefert. Wie jemanden wie Mulciber brauchte er dringend seine alte Stärke und Schnelligkeit. Doch der Slytherin sah ihn nur finster und mit zu Schlitzen verengten Augen an, ging jedoch an ihm vorbei ohne seinen eigenen Stab zu ziehen. Sirius steckte seinen (beziehungsweise Scarletts Zauberstab) zurück in seinen Umhang und sah dem davon gehenden Sechstklässler ungläubig nach. Normalerweise hätte er wenigstens einen verächtlichen Spruch erwartet.

Er verschwendete jedoch nicht zu viel Zeit darüber sich über Mulcibers merkwürdiges Verhalten zu wundern und ging stattdessen weiter. Leise sprach er das Passwort welches Scarlett ihm anvertraut hatte und betrat ihren Gemeinschaftsraum.

Beim Kamin fand er Scarlett, die ihn mit einer Umarmung willkommen hieß. „Hey schön das du dich beeilt hast, ich habe oben schon alles vorbereitet. Wir können gleich duschen!" Sirius grinste und murmelte: „Lass uns hochgehen, ich kann es kaum abwarten deinen perfekten Körper wieder komplett entblößt zu sehen." Scarlett errötete und war heilfroh, dass zu dieser frühen Stunde noch nicht allzu viele im Gemeinschaftsraum waren.

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Fünf Minuten später lehnte sich Scarlett nackt an die Wand in einer der Duschbereiche und Sirius trat dicht an sie heran. Er fuhr mit seinen Händen von ihrem Po über ihre Hüfte nach oben. Sanft hielt er kurz bei ihrem Bauch an und küsste sie. Sie hielt sich an seinen Schultern fest und faste mit ihrer anderen Hand erregt nach seinem Penis. Er fuhr nun mit seinen Händen nun weiter an ihrem Körper nach oben, bis je eine Hand auf einer Brust lag. Dann flüsterte er heißer: „Ich liebe dich so sehr …" und schloss sie fest in seine Arme.

Kurt und Katie:

Katie hatte sich von Kurt dazu überreden lassen nach der letzten Unterrichtsstunde ihn in seinen Schlafsaal zu begleiten. Sie saß auf seinem Bett und er zeigte ihr ein Fotoalbum was ihn in als kleines Kind in den USA zeigte. Er hatte einen Arm um sie gelegt und streichelte leicht ihren Arm. Als sie gerade bei einem Bild ankamen, auf dem er (Kurt als kleiner Junge) auf dem Balken eines Dachboden saß und fröhlich herunter grinste, beugte sich Katie plötzlich nach hinten und murmelte leise: „Küss mich, bitte!"

Kurt sah sie überrascht und nervös an, dann richtete er sich auf und sah auf das hübsche braunhaarige Mädchen was neben ihm in seinen Bett lag und ihn bat sie zu küssen. Er lächelte sie an und stützte sich dann auf beiden Seiten ihres Kopfes ab. Vorsichtig näherte er sich ihrem Mund und hauchte einen Kuss auf ihre Lippen. Katie erwiderte seinen Kuss leicht und umarmte ihn zusätzlich. Er ließ sich nun auf sie nieder und vertiefte den Kuss etwas.

Die nächsten zwanzig Minuten kuschelten Katie und Kurt miteinander und küssten sich dabei ab und zu. Schließlich war es Katie welche anfing sein Hemd aufzuknöpfen. Sie wusste selbst nicht so genau, was sie antrieb, aber seine weiche Haut fühlte sich so angenehm und warm an. Sie wollte unbedingt mehr von ihr spüren. Als alle Knöpfe offen waren streichelte sie mit laut pochendem Herzen seinen nackten Oberkörper und hielt schließlich über seinem Herzen inne. Sie spürte das auch er ziemlich schnell atmen musste, sein Herz raste. Sie sah kurz hoch in sein Gesicht, dann platzierte sie einen leichten Kuss direkt auf die Stelle wo sie eben sein Herz gefühlt hatte.

Kurt keuchte auf… Mit einem ähnlichen Gefühl als wäre er betrunken sah er von oben auf Katie, welche gerade weitere kleine Küsse auf seinem Oberkörper verteilte. „Süße, ich …", er fand keine Worte, konnte lediglich über ihre Arme streicheln. Mit zittrigen Fingen begann er einige Augenblicke später ihre Bluse aufzuknöpfen. Sie lag mittlerweile wieder in seinen Kissen und ließ ihn gewähren. Vom untersten Knopf sprang er gleich weiter zu ihrem Rock. Katie hob die Hüften etwas an, damit er ihren Rock leichter runter bekommen konnte.

Es dauerte jetzt nicht mehr lange und beide waren nackt. Katie schmiegte sich unter der Decke liegend eng an Kurt und genoss es sehr das er ihren Po mit seinen Händen knetete. Sie spürte sein erigiertes Glied welches gegen ihren Bauch drückte und auch das fühlte sich gut an. Der denkende Teil ihres Gehirns hatte sich scheinbar schon vor einer Weile verabschiedet, sonst hätte sie definitiv das was sie jetzt vorhatte nicht getan, jedenfalls nicht ohne gründlich darüber nachzudenken. Sie küsste sich an seinem Oberkörper nach unten bis sie seinen Bauchnabel erreichte. Dort küsste sie ihn sanft und rutschte dann das letzte Stück nach unten. Nun sah sie seinen Penis direkt vor sich steif nach oben stehen. Sie hob ihren Kopf und die Decke etwas an und nahm seinen Penis dann vorsichtig in den Mund.

Kurz keuchte oben heftig auf, so etwas hatte er noch nie empfunden. Neugierig wie es wohl aussehen würde klappte er die Decke leicht an und beobachtete Katie bei dem was sie gerade tat. Nach einigen Augenblicken langte Kurt nach Katies Wange und bat sie super erregt: „Darf ich in deiner …" Sie löste ihren Mund von seinem Penis und sah ihn mit knallroten Wangen an. Er biss plötzlich die Zähne fest aufeinander um seinen Orgasmus zurückzuhalten, doch auf einmal konnte er nicht mehr. „Katie, es …", mehr brachte er nicht fertig, da überrollte ihn sein Orgasmus.

Katie sah ihn weiterhin mit heißen Wangen an. Was hatte sie da nur getan? Doch viel Zeit zum Überlegen hatte sie nicht, denn plötzlich spritzte ihr etwas warmes flüssiges ins Gesicht. Sie drehte sich erschrocken weg und fühlte wie noch etwas mehr von dem Zeug in ihren Haaren und auf ihrer Schulter landete.

Nachdem Kurt wieder klar denken konnte, entschuldigte er sich umgehend bei Katie. Diese wischte sich ihre Hände gerade an ihrer Bluse die sich vom Boden gegriffen hatte ab. „Bitte, bitte verzeih mir, ich habe mich absolut bemüht nicht zu kommen nachdem du dich von meinem Penis gelöst hast." Katie, der inzwischen klar geworden ist, dass dieses Zeug Kurts Sperma sein musste, flüsterte kaum hörbar: „Ich habe keine Ahnung wie es dazu hatte kommen können, wie sind nicht einmal wirklich fest zusammen, ich …" Sie hob seine Decke etwas an, damit er sie nicht komplett nackt sehen konnte. „Ich habe deinen Pe…", sie stoppte und wurde, wenn dies überhaupt möglich war, noch röter. Kurt nickte und rückte näher zu ihr: „Ich war ebenfalls nicht klar bei Verstand, ich hätte dich auf keinen Fall hierher bringen dürfen, das ist alles meine Schuld …" Er schluckte und sah traurig nach unten.

Katie umarmte ihn nun: „Es ist nicht deine Schuld, immerhin habe ich angefangen dich auszuziehen." Sie sprach nun etwas lauter. Er sagte nichts dazu, sondern blickte nur nach unten auf seinen mittlerweile erschlafften Penis. Nur weil er sich nicht zusammenreißen konnte, hatte sie jetzt etwas getan was ihr unangenehm war. Katie zwang ihn sie anzusehen indem sie sein Kinn anhob. „Du bist nicht schuld hörst du mich, wir haben beide etwas mehr getan als wir vielleicht hätten tun sollen und jetzt müssen wir damit umgehen." Sie löste sich etwas von ihm und ließ die Decke los die sie bis eben zwischen sie gehalten hatte. Dann umarmte sie ihn erneut und fragte: „Wollen wir ab jetzt richtig fest zusammen sein?" Er streichelte superleicht über ihren Rücken und nickte: „Bitte, ich will dein fester Freund sein."

Daraufhin küsste Katie ihn und murmelte: „Dann sind wir jetzt ein Paar. Lass uns einfach weiter kuscheln bis es Abendessen gibt."

Freya und Zara:

Freya und Zara waren zusammen in Kir-Kareth unterwegs um Informationen über alles mögliche zu sammeln, doch gerade saßen sie nebeneinander auf einer Bank am Fluss der (so nahmen sie es zumindest an) aus diesem Gebirge im Norden bin in diesen See floss. Bei ihrer morgendlichen Expedition hatten sie zumindest diesen Fluss in der Ferne (bezüglich der Himmelsrichtungen waren sie sich nicht sicher) davon fließen gesehen.

Zara verschränkte ihre Finger mit Freyas und fragte sie: „Wirst du mich im Sommer zu dir nach Hause einladen?" Freya nickte sofort: „Natürlich ich will dich auf jeden Fall meinen Eltern vorstellen und dir das Meer zeigen. Stell dir vor, lange Spaziergänge im weichen Sand, Picknicks und innige Küsse vor einem prachtvollen Sonnenuntergang." Zara wurde etwas rot, lächelte aber entspannt. „Das klingt romantisch, ich bin neugierig wie es sich anfühlen wird wirklich mit dir dort zu sein und zum Beispiel auch nachts mit dir in den klaren Sternenhimmel zu schauen."

Freya sah zur Seite und kletterte dann auf Zaras Schoss. Ich will aber auch zu dir nach Hause, du musst mich auch einladen. Derweil streichelte sie die Wangen ihrer Freundin. Zara schlang ihre Arme um Freya und zog sie zu einem Kuss zu sich. „Klar werde ich dich einladen Süße!", sagte sie bevor sie ihren Mund sanft auf Freyas drückte und eine herrliche Knutscherei anfing.

Luca und Thea:

Nach seiner letzten Unterrichtsstunde rannte Luca zum Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs, er wollte unbedingt mit Thea sprechen. Ihre letzte Unterhaltung hatte zwar nicht wirklich schlecht geendet, doch er wollte ihr versichern, dass er keineswegs vorhatte ihr irgendetwas zu verbieten. Er erreichte den richtigen Korridor, doch hatte er keine Ahnung wo genau der Eingang lag. Auch wusste er natürlich nicht das Passwort …

Was tust du dann hier?", fragte ihn sein Unterbewusstsein. Er kratzte sich am Kopf, das war eine gute Frage. Er sah zurück, doch niemand kam gerade den Gang entlang: Vielleicht kommt ja jemand den ich fragen kann … Er lehnte sich an die Wand in der Mitte des Korridors. An der Wand gegenüber hing das Porträt einer gut gefüllten Obstschale.

Fast eine halbe Stunde später schwang plötzlich das Porträt zur Seite und ein junges Mädchen stand vor ihm. „Was machst du denn hier?", fragte sie. Luca rappelte sich auf und erklärte, das er zu seiner Freundin wolle. „Sie ist eine Siebtklässlerin, bitte lass mich rein!" Das Mädchen musterte ihn argwöhnisch, dann nickte sie schließlich und trat zur Seite. „Ich merk mir dein Gesicht, wenn du nur auf Ärger aus warst, werde ich nicht zögern gegen dich auszusagen." Luca nickte und trat in den Gemeinschaftsraum. Hier hatte er sich noch nie aufgehalten. Er sah sich gespannt um und entdeckte dann Thea (sie saß beim Kamin). Schnell ging er in ihre Richtung und stand schließlich direkt hinter ihr. Er zwinkerte dem Mädchen gegenüber von Thea zu (diese hatte ihn bereits bemerkt und legte den Kopf schief). „Was ist?", fragte Thea und wollte sich umdrehen, doch das Mädchen was Luca für ihre Freundin hielt sagte schnell: „Alles okay, ich bin nur …", weiter kam sie nicht, denn Thea hatte sich umgedreht und musterte Luca nun verwirrt und überrascht. „Du, wie kommst du hierher?" Luca grinste und beugte sich zu ihr: „Ich wollte dich eigentlich überraschend von hinten küssen, doch vielleicht wäre das keine gute Idee gewesen, wenn man an das letzte Mal denkt, wo ich das gemacht habe." Er zwinkerte erneut und gab ihr dann einen Kuss.

Dann setzte er sich neben sie und erklärte: „Ich habe ungefähr eine halbe Stunde im Gang gewartet bevor zufällig eine zweit oder Drittklässlerin rauskam und mich dann reingelassen hat. Ich wollte unbedingt zu dir." Thea nickte und sah dann zwischen dem Mädchen ihnen gegenüber und ihm hin und her: „Habe ich dir eigentlich schon Scarlett eine meiner besten Freundinnen vorgestellt?" Luca schüttelte den Kopf: „Nein noch nicht. Schön dich kennenzulernen!" Das zweite sagte er zu Scarlett und lächelte ein wenig unsicher. Diese erwiderte sein Lächeln und sagte „Ich freue mich auch."

Luca legte einen Arm um Thea und flüsterte ihr dann leise ins Ohr: „Ich würde dir nie verbieten dich von mir zu trennen, doch bitte bitte tue es nicht, ich habe die letzten beiden Tage sehr genossen und ohne dich würde mein Leben grau und kalt werden." Er gab ihr einen Kuss auf ihre Wange und lehnte sich dann entspannt zurück.

Einige Sekunden vergingen, dann spürte er plötzlich ihrem Atem an seinem Ohr. Ein Schauer durchfuhr ihn, besonders wegen dem was sie ihm leise zuflüsterte: „Ich habe die letzten Tage auch besonders genossen, ich liebe dich Luca!"

Charlie und Lexi:

Charlie und Lexi hatten sich zusammen ebenfalls auf die Weg gemacht um Informationen über alles mögliche zu sammeln.

Gerade gingen sie an einigen Läden vorbei die interessante und zum Teil obskur aussehende Sachen feilboten. Charlie wusste nicht so genau was er sagen oder tun sollte. Er erinnerte sich wieder an den Moment bevor Airi sie aus ihrer Welt gerissen hatte. Er sah zu seiner Seite. Mit einem aufmerksamen Blick für ihre Umgebung ging dort seine beste Freundin. „Lexi …", begann er plötzlich ein Gespräch. „Ja?", fragte sie und sah ihn kurz an.

Er steckte seine Hände tief in seine Hosentaschen und fragte: „Hattest du eigentlich schon einmal einen festen Freund?" Lexi blieb stehen und musterte ihn eindringlich: „Warum fragst du das?" Er wich ihrem intensiven Blick aus und murmelte etwas ausweichendes: „Nur so, ich ähm…" Lexi legte den Kopf schief: „Nur so, wirklich…?" Charlie nickte schnell. Lexi ließ sich noch einige Sekunden Zeit, dann nickte sie: „Ja, hatte ich …" Charlie sah sie überrascht an und fragte: „Wirklich …? Wann? Wen?" Lexi hob eine Augenbraue und sah ihn irritiert an: „Warum reagiert so intensiv?" Charlie atmete mehrmals tief durch um sich zu beruhigen. Sie hat Recht, warum reagierst du so übertrieben? Eine Stimme seines Unterbewusstseins die er am liebsten nicht gehört hätte antwortete ihm: „Weil du eifersüchtig bist!"

Lexi musterte ihn weiterhin forschend und auch ein wenig neugierig.

Er fand jedoch keine Worte die ihm sinnvoll und gut erschienen. Alles hätte ihn nur näher in Richtung Liebesgeständnis gebracht und dazu fühlte er sich aus mehreren Gründen noch nicht bereit. „Noch nicht?", fragte dieselbe Stimme die eben auch so ehrlich geantwortet hatte. „Das heißt du sprichst später zu ihr über deine Gefühle?"

Charlie presste seine Lippen eng zusammen und murmelte in Gedanken: Vielleicht, doch wahrscheinlich nicht …

Lexi sagte nun: „Entschuldigung, ich weiß es ist unhöflich eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, also … Ja, ich hatte wie gesagt schon einmal einen festen Freund. Er war ein Muggle aus meinem Heimatort. Wir waren vom Juni 1975 bis August 1977 ein Paar."

Charlie sah sie mit geweiteten Augen an: „Zwei Jahre, warum habt ihr Euch getrennt?" Lexi schüttelte grinsend den Kopf: „Bevor ich dir das erzähle sagst du mir, warum du so heftig reagiert hast, okay?" Charlie schwirrte der Kopf, so lange war seine beste Freundin in einer Beziehung gewesen und er hatte es nicht mitbekommen!? Er schloss die Augen um ihr nichts ins Gesicht sehen zu müssen. Hoffentlich würde alles gut gehen …

„Ich war eifersüchtig weil ich seit fast einem halben Jahr … ich, ähm…", er verhaspelte sich und meinte dann leise und nervös: „Ich bin in dich verliebt, deshalb habe ich so gefühlvoll reagiert."

Mason und Airi:

Mason rannte verärgert über die aktuelle Situation hinter Airi her. Warum hatte er sich noch einmal darum gebeten mit ihr in eine Gruppe zu kommen. Er hätte mit Jessica flirten können, oder mit einem der anderen ganz normal quatschen und arbeiten können, aber mit ihr … Er sah wütend zu dem attraktiven hübschen Mädchen das einige Meter vor ihm ging. „Hey warte mal!", rief er ihr zu, doch sie ignorierte ihn einfach.

Du kleines Miststück!", dachte er zornig und sprintete nach vorne. Dort griff er nach ihrer Hand, zog sie mit sich zur nächsten Hauswand und presste sie dann gegen diese. Er sah ihr kurz in die Augen, dann drückte er begierig wieder seinen Mund auf ihren und küsste sie. Er erwartete jeden Augenblick einen schmerzhaften Tritt zwischen seine Beine, doch stattdessen schlang sie ihre Arme um ihn und erwiderte seinen Kuss erneut.

Einige Sekunden vergingen, dann löste er sich leicht von ihr und sah sie verwundert an. Von seinem Zorn war nichts mehr übrig. „Das hat mir gut getan …", murmelte er völlig ohne einen arroganten Ton. Sie nickte und flüsterte: „Ich weiß nicht warum, doch ich empfinde genauso." Sie klang zu seiner Überraschung nicht bissig oder angriffslustig sondern ruhig und entspannt. Er hob eine Hand und streichelte ihr leicht über die Wange. „Du hast einen seltsamen Effekt auf mich …" Airi kicherte und wurde leicht rot: „Du auch auf mich, das kannst du aber laut sagen." Er lehnte seine Stirn an ihre und fragte: „Was hältst du von einen dritten Kuss?" Sie lächelte und nickte: „Gerne, aber diesmal bitte etwas länger!"

Ohne darauf zu antworten oder gewinnend zu grinsen beugte sich Mason einfach zu Airi und küsste sie erneut. Diesmal hielt ihr Kuss länger und löste in Mason ein seltsamen neues Gefühl der Glücklichsein aus.

Mulciber und Jessica:

Nach seinem Besuch in der Hogwartsküche war er sofort nach draußen an den See gegangen. Er setzte sich auf einen Stein unter der Weide und wirkte einige Schutzzauber, sodass sich ihm keiner nähren konnte ohne das er es bemerken würde. Er fing an sein privates Abendessen zu sich zu nehmen, welches er von den Hauselfen verlangt hatte. Er hatte also zu jemanden über seine Gefühle gesprochen …

Er wusste nicht, ob er sich jetzt gut oder noch beschissener als sowieso schon fühlen sollte. Was wenn sie jemanden davon erzählen würde? Wenn du es wagst, ich schwöre ich bringe dich und alle die du liebst um! Er schlug auf den Stein unter sich und zischte dann schmerzvoll auf. Warum hatte er sie nicht einfach irgendwie aus dem Weg geräumt, dann wären seine Gefühle schon irgendwann vergangen? Was soll aus dir werden, wenn Lira es unter Umständen tatsächlich hinbekommt dir zu helfen Jessica näher zu kommen? Werde ich mit ihr ausgehen müssen? Was wenn sie möglicherweise mugglestämmig ist, wie soll ich meine Ehre dann wahren? Diese verdammte Drecksscheiße …

Er packte sein Essen und schleuderte es in den See, gleichzeitig rief er so laut er konnte: „Ich hasse dich du verdammtes Stück Scheiße von einem Schicksal!"

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Jessica saß als einzige in der Taverne, sie hatte die Aufgabe übernommen hier die Stellung zu wahren und alles mögliche was interessantes besprochen wurde den anderen später zu erzählen. Sie war mit der Aufgabe völlig zufrieden, sie war eh am liebsten alleine. Außer Gracie (ein Mädchen aus ihrem Schlafsaal) hatte sie noch nie feste Bindungen mit irgendjemanden gehabt. Soziale Interaktionen waren häufig über alle Maßen anstrengend und es gab immer so viel Potential für soviel Streit, dass konnte sie nicht leiden.

Früher hatte sie wegen ihres mangelnden Interesses an anderen Menschen geglaubt generell kein sexuelles Bedürfnis zu haben, doch das fand sie mittlerweile auch albern. Sie hatte sich schon das eine oder andere mal selbstbefriedigt und das hatte ihr auch ein wolliges Gefühl verschaffen, also hatte vermutlich schon ein tiefsitzendes Interesse an einer möglichen Beziehung mit irgendjemanden.

Sie lächelte ein wenig und schüttelte dann den Kopf. Jetzt mach dir mal nicht zu viele Gedanken, wenn eines Tages vielleicht die oder der richtige kommt, wirst du bestimmt intuitiv das richtige tun! Das war eindeutig Gracie die da gedanklich zu ihr sprach. Wahrscheinlich hatte sie da Recht, wenn es um Menschenkenntnis ging, hatte sie meistens Recht.