Kapitel 161 (20.05.1978 | 1AU)
Am 20. Mai 1978 wachte Alice Prewet sehr früh auf. Sie streckte sich und reckte sich, dann schlug sie ihre Decke zurück und stand auf. Sie ging leise zum Fenster und sah hinaus. Es regnete, zum Glück war heute Samstag, da würde sie im Gegensatz zu den vorherigen Tagen mal nicht nass werden. Sie setzte sich in die Fensterbank und betrachtete die schlafenden Mädchen ihres Jahrgangs.
Da waren Holly, Zoe und Katie, letztere schlief in letzter Zeit häufig bei ihrem Freund aber heute wohl nicht. Die beiden Betten gleich neben der Tür waren leer. Lily schlief ja auch in der Schulsprecherwohnung beziehungsweise im Moment im Sankt-Mungo, sie war ja wegen eines hoch infektiöse Erkrankung eingeliefert worden. Ihr erschien dies immer noch sehr seltsam, denn seit eineinhalb Monaten hatte sie nichts von ihrer Freundin gehört, kein Sterbenswörtchen. Wie konnte das alles nur passiert sein, warum hatten sich nur Lily, James und einige andere angesteckt? Warum hatten Lilys Eltern ihr nicht geantwortet, als sie verzweifelt an sie geschrieben hatte um irgendetwas herauszufinden? Warum sagte ihr keiner um was für eine Krankheit es sich handelte?
Sie sah nun zum letzten Bett, gleich rechts von ihr. Aisha schien wie alle anderen auch noch zu schlafen. Sie sah noch einmal zu Holly und verließ dann den Schlafsaal. Im großen Mädchenbadezimmer traf sie dann auf Mary Macdonald, das letzte Mädchen ihres Schlafsaals.
„Guten Morgen!", grüßte Mary sie und lächelte fröhlich. Alice murmelte einen grimmigen knappen Gruß zurück und ging sofort in eine der Duschkabinen.
Kapitel 162
Nach ihrer Dusche ging Alice zurück in den Mädchenschlafsaal um sich anzuziehen. Mary saß angelehnt an das Kopfende in ihrem Bett und las etwas. Alice sagte nichts zu ihr sondern beeilte sich sich fertigzumachen und verließ dann den Raum erneut. Bestimmt lief da etwas zwischen ihr und Frank, in letzter Zeit benahm sich ihr Freund immer so merkwürdig. Ständig hatte er eine Ausrede, warum sie nicht bei ihm schlafen sollte und Mary war auch immer mal wieder Nachts nichts im Schlafsaal.
Sie ballte ihre Fäuste und wünschte sich sie hätte irgendeinen Beweis, dann würde sie die beiden aber heftig zusammenschreien. Warum war er nicht einfach ehrlich zu ihr? Sie könnte mit einer Trennung theoretisch ja leben, aber dieses Benehmen fand sie beschissen. Sie stapfte wütend die Treppe in den Gemeinschaftsraum hinunter, auf halber Höhe hörte sie bereits dass dort unten irgendwer in eine heftige Knutscherei verwickelt war.
Sie wurde langsamer und bestätigte in ihrem Kopf: „Mary ist oben, also …"
Sie betrat den Gemeinschaftsraum und sah zum Fenster, von wo sie die Geräusche gehört hatte. Was sie dort sah verschlug ihr mehr als den Atem.
Direkt vor dem Fenster standen ihre beste Freundin Katie und ihr Freund Frank und hatten die Arme fest umeinander geschlungen und küssten sich sehr offensiv.
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Mit weit aufgerissenen Mund sah sie die beiden an. Hatte Katie nicht eben noch geschlafen? War sie nicht mit Kurt zusammen? Sie rieb sich in den Augen, doch die beiden waren immer noch da und küssten sich. Was zum Fick ging hier ab? Sie öffnete den Mund, doch kein Wort verließ ihre Lippen, hatte sie irgendetwas wichtiges verpasst? Sie verstand die Welt nicht mehr, hatte sie einen ganzen Akt verschlafen oder was …
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Plötzlich lösten sich die beiden voneinander und drehten sich langsam zu Alice um. Katie schlug sich die Hände vors Gesicht und lief dunkelrot an und Frank wich verängstigt einige Schritte zurück. „Bitte Alice, es ist nicht so wie es aussieht, verrate niemanden was du eben gesehen hast, ich flehe dich an!", bettelte Katie und fiel auf ihre Knie. Frank wich noch etwas zurück und sagte dann laut: „Sie hat angefangen und wollte unbedingt mit mir knutschen!" Währenddessen zeigte er auf Katie und ergänzte: „Irgendwie muss sie mich manipuliert haben, ich würde dich niemals betrügen, ich lie…" Er konnte sein Wort nicht beenden, denn Alice stapfte an Katie vorbei und packte ihn am Kragen: „Ich hasse dich du Mistkerl, hau ab und wag es ja nie wieder mir unter die Augen zu kommen!" Sie stieß ihn zu Boden und drehte sich dann zu Katie um. „Ich dachte du wärst glücklich mit Kurt zusammen, doch dem war wohl nicht so. Ich werde dafür Sorge tragen, dass er hiervon erfährt, er hat definitiv eine bessere als dich verdient." Ohne auf das Gejammer von ihrer ‚Freundin' einzugehen marschierte sie an ihr vorbei auf den Ausgang zum Schloss zu.
„Bitte Alice, tu das nicht, ich liebe Kurt wirklich, das hier war nur …", doch Alice ignorierte sie und knallte das Portrait hinter sich zu.
Kapitel 163
Katie rappelte sich schnell hoch und rannte, ohne einen Blick auf Frank zu werfen ihrer Freundin hinterher. Im Korridor hinter dem Portrait der fetten Dame holte sie sie ein. „Alice, bitte ich …", fing sie an, doch wurde sie scharf unterbrochen. „Was sollte das, warum knutscht du mit meinem Freund herum?", verlangte Alice bitterböse von ihr zu erfahren. Ihr Blick sagte mehr als tausend Worte, die Enttäuschung, die Wut und die Verachtung.
Katie wrang ihre Hände und begann leise zu sprechen: „Ich bin wirklich ein mieses …" Alice zischte dazwischen: „Ich will keine Selbstbeleidigungen sondern klare Antworten auf eine simple Frage, verstanden?" Katie schloss ihren Mund und nickte leicht. „Aber …", fing sie erneut an. Alice winkte mit verengten Augen ab: „Nichts aber, und nun beantworte mir meine Frage. Warum?"
Katie schluchzte auf und flüsterte schließlich erstickt und zu Boden gewandt: „Ich habe heute morgen etwas merkwürdig schmeckendes getrunken." Sie hob nun den Blick leicht und fuhr fort: „Es war eine kleine Phiole die auf meinen Nachttisch gestanden hat, ich habe keine Ahnung woher sie gekommen sein konnte, doch vielleicht war ein starker Liebestrank darin, oder etwas, was meine Sinne benebelt hat …" Sie griff nach Alice Händen und endete: „Ich schwöre dir bei meinem Leben, dass ich meiner besten Freundin niemals freiwillig so etwas antun würde."
Alice sah ihr fest in die Augen und konnte aber nur reine Ehrlichkeit entdecken. Vielleicht hatte Frank ja ebenfalls etwas zu müde zum denken einfach eine unbekannte Phiole geleert und hatte sie gar nicht betrügen wollen. Das war zumindest eine Möglichkeit die sie überprüfen musste. Zu Katie gewandt sagte sie: „Ich glaube dir aber du solltest Kurt trotzdem davon erzählen, denn ob nun beabsichtigt oder nicht, du hast ihn technisch gesehen betrogen." Katie nickte: „Das werde ich, doch erst, wenn ich sicher bin, dass ich nicht komplett den Verstand verliere. Ich meine vielleicht habe ich mir die Phiole ja auch nur eingebildet und gehöre schon lägst in die Irrenanstalt."
Alice hob eine Augenbraue und sah Katie kritisch an. „Keine Sorge, das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Doch nun komm, lass uns dem ganzen auf die Schliche gehen."
Kapitel 164
Zusammen gingen Katie und Alice zurück in ihren Schlafsaal. Holly und Zoe schliefen noch immer, doch Aisha saß inzwischen aufrecht in ihrem Bett. Gerade als sie eintraten gähnte sie herzhaft. Alice sah sofort zu Katies Bett und entdeckte dort eine schmale dünne Phiole. Sie versuchte sich zu erinnern, ob sie diese schon bei ihrem Aufstehen gesehen hatte, doch sie war sich nicht sicher. „Immerhin die Phiole ist da, du hast sie dir also nicht nur eingebildet", sagte sie zu Katie. Diese nickte: „Das ist gut! Ist noch etwas drinnen? Vielleicht könnten wir so herausbekommen um was für einen Trank es sich gehandelt hat." Alice griff nach der Phiole und hielt sie gegen das Licht das durchs Fenster kam. Ein wenig enttäuscht und verärgert sagte sie: „Leider nein, nur noch ein paar Tropfen, das reicht nicht für eine Analyse."
Aisha stand nun auf und fragte immer noch schläfrig: „Was 'n los?" Alice sah sie an und erklärte: „Katie hat eben mit meinem Freund herumgeknutscht doch war sie nicht Herr ihrer Sinne, irgendetwas was in dieser Phiole war, hat sie dazu gebracht. Hast du irgendeine Ahnung woher sie gekommen sein könnte?" Aisha schüttelte den Kopf: „Sie sieht aus wie eine aus Zaubertränke, aber ich schätze das hilft Euch nicht weiter." Alice betrachtete sie genau, tatsächlich genau diese Phiolen gab Professor Slughorn ihnen immer damit sie ihm Proben ihrer Tränke zum bewerten abfüllen konnten.
Nachdenklich legte Alice ihre Stirn in Falten. Die Verbindung zu Slughorn war sehr wahrscheinlich nicht die der sie nachgehen sollten, er würde niemals so etwas machen. Erstens sah sie kein mögliches Motiv, zweitens war er ein Lehrer. „Vielleicht hat irgendwer einen Trank bei ihm geklaut und ihn während ich geduscht habe heimlich auf deinen Nachttisch gestellt", schlug sie schließlich vor. „Oder während wir alle geschlafen haben, beziehungsweise auch Gestern hätte das schon jemand machen können", ergänzte Katie.
Aisha sah zwischen beiden hin und her und bemerkte dann schon ein Wenig wacher: „Was ist mit deinem Freund, hat er auch so etwas getrunken?" Alice zog den Kopf hoch: „Ich weiß nicht, als ich sie erwischt habe, habe ich ihn angeschrien und ihn weggejagt …" Aisha griff sich einige Kleidungsstücke aus ihrem Koffer und murmelte: „Vielleicht solltest du zu ihm gehen und ihn von deiner Befürchtung erzählen, sicherlich fühlt er sich gerade sehr schlecht." Im Anschluss verließ Aisha den Schlafsaal um sich zu duschen.
Einige Sekunden war es still, dann sagte Alice zu Katie gewandt: „Ich gehe jetzt zu Frank und spreche mit ihm. Magst du hier auf mich warten?" Katie nickte und setzte sich auf ihr Bett. Alice betrachtet sie kurz, dann ging sie zur Tür und sagte noch kurz: „Ich bin dir nicht sauer und Kurt wird es bestimmt auch nicht sein, du warst müde und hast nichts böses geahnt, du wolltest nur etwas trinken …" Sie lächelte leicht und schloss das die Tür leise hinter sich.
Kapitel 165
Alice lief runter in den Gemeinschaftsraum und wollte gerade die Treppe zu den Jungenschlafsälen nehmen, da sah sie, dass Frank sich nicht groß bewegt hatte. Er war lediglich in die Ecke des Gemeinschaftsraumes gekrochen, wenige Meter von ihr entfernt.
Sie sah zu ihm und musterte ihn scharf. Er hatte den Kopf zwischen seine Beine geklemmt und schluchzte leise. Sie ging langsam auf ihn zu und kniete sich dann zu ihm: „Entschuldigung, dass ich dich eben so angefahren habe …", begann sie. Frank sah auf, sein Gesicht war Tränenüberströmt. Er schniefte traurig: „Wie konnte ich nur, ich weiß nicht, … ich habe keine Ahnung warum ich das gemacht habe. Mein Kopf war so leer, so benebelt … Als hätte ich zu viel Alkohol getrunken, aber selbst wenn, das wäre die dümmste Ausrede der Welt."
Alice legte ihre Hand an seine Wange und fragte: „Du hast sie also nicht freiwillig geküsst?" Frank nickte: „Ich …", doch Alice ließ ihn nicht zu Wort kommen sondern fragte: „Du liebst nur mich?" Er nickte: „Absolut, ich schwöre …" Diesmal verstummte er selbst und sah ihr nur fest in die Augen. Sie erwiderte seinen Blick und nickte schließlich.
„Deine Geschichte passt zu dem, was Katie mir erzählt hat. Komm mit, ich will etwas mit dir überprüfen." Frank stand auf und nickte: „Klar, ich folge dir." Alice wandte sich nun zu der Treppe zu den Jungenschlafsälen: „Wir müssen in deinen Schlafsaal, los geht's!"
Kapitel 166
Am frühen Morgen des 20. Mai 1978 verließ Airi leise und bedacht niemanden zu wecken die kleine Hütte in der sie alle zusammen schliefen. Sie streckte sich und sah den kleinen Hang hinab zum Dorf. Noch war alles still, wahrscheinlich war sie tatsächlich die erste die wach war. Sie wandte sich nach Norden und wanderte den Hang hinauf bis zur Klippe. Im dichten Nebel der die Landschaft verhüllte war die sonst so beeindruckende riesige Felswand kaum sichtbar. Es fröstelte ihr leicht, vielleicht hätte sie sich ihren Mantel anziehen sollen.
Sie kehrte jedoch nicht wieder zurück um diesen zu holen, stattdessen setzte sie sich ins feuchte Gras und lies ihre Beine über den Abhang baumeln. Sie hatten in den letzten zwei Monaten viel erfahren, so wussten sie jetzt, dass irgendetwas im Norden des Kontinents vorging. Sie hatten auch erneut mit Kota gesprochen und er hatte die Gerüchte bestätigt, es schien einen großen Teil im Nordwesten zu geben, auf den er und auch ihr Vater keine Macht mehr ausüben konnten. Sie konnte sich das nicht so ganz vorstellen, denn als sie noch eine Göttin gewesen war (also vor zwei Monaten) hatte sie definitiv noch überall hin gekonnt.
Sie lehnte sich zurück und lag nun im Gras. Links von ihr blühten einige kleine weiße Blumen. Sie schloss die Augen und atmete den vertrauten Duft dieser Blumen ein. Wie hießen sie nochmal? Sie versuchte sich zu erinnern, doch das einzige was ihr gerade einfiel war, dass Mason ihr vor einigen tagen einen Strauch dieser Blumen geschenkt hatte. Er stand seit dem neben ihrer Schlafmatte in einem kleinen Tongefäß und verbreitete seinen süßen Duft in der ganzen Hütte.
Kapitel 167
Airi verzog das Gesicht leicht als sie an Mason dachte. Zwischen ihr und ihm hatte sich einiges getan, zwar waren sie nicht zusammen und würden es hoffentlich auch nie sein, doch trotzdem küssten sie sich häufig und hatten auch schon ein paar Mal ganz privat etwas zusammen unternommen. Sie grinste leicht, es war schon seltsam, auf der einen Seite sehnte sie sich danach ihn in ihrer Nähe zu haben, auf der anderen Seite liebte sie es sich mit ihm zu streiten und ihn anzufahren.
„Airi …!", erklang plötzlich seine Stimme. Sie schloss für eine Sekunde ihre Augen. „Wenn man vom Teufel spricht …", dachte sie und fühlte aber auch ein aufgeregtes Beben in ihrer Magengegend. „Mason, guten Morgen!", sagte sie und richtete sich auf. Sie schenkte ihm sogar ein kurzes Lächeln. Er erwiderte ihr Lächeln und fragte dann: „Ist dir kalt?" Sie schüttelte den Kopf obwohl ihr gerade ein kühler Wind unter die dünne Kleidung wehte. Sie begann leicht zu zittern. Er trat näher zu ihr, zog sich seinen eigenen Mantel aus und legte ihn ihr um. Während er ihr den Mantel schloss murmelte er leise: „So ist es gut, jetzt sollte dir wärmer sein." Sie sah ihn verwundert und mit leicht erröteten Wangen an. Warum tat er das, erst die Blumen, jetzt das …
Er legte ihr eine Hand an ihre Wange und sah ihr tief in die Augen. Dann ohne Vorwarnung begann er leise und im Flüsterton zu sprechen.
Kapitel 168
„Die letzten beiden Monate waren in vielerlei Hinsicht die merkwürdigsten in meinen ganzen bisherigen Leben, doch auf eine Art waren sie definitiv die besten und interessantesten, willst du wissen auf welche?", er grinste zum Ende leicht. Airi, welcher durch seine Hand an ihrer Wange etwas schwindelig war, nickte leicht. Das würde sie sehr gerne wissen. Mason streichelte sie leicht mit seinem Daumen und sagte: „Ich habe mich zum ersten Mal in meinem Leben verliebt, dass ist das eine was hervorsticht." Sie zitterte stark, dieser Blick und seine Worte ließen ihren Magen gewaltige Sprünge schlagen. Konnte das wirklich sein … verliebt?
Er lehnte nun seine Stirn an ihre und flüsterte: „Ich liebe dich!", dann fragte er nun ebenfalls mit einem Hauch Rosa auf den Wangen: „Liebst du mich auch?"
Kapitel 169
Sie sah ihn erstaunt an, hatte er ihr gerade wirklich seine Liebe gestanden? Liebe …? Sie hatte nie viel auf dieses Gefühl gegeben, zumindest nie auf diese Art von Liebe von der er gerade sprach. Sie liebte ihre Familie und sie liebte irgendwie diese Welt, aber einen fremden Jungen …
Klar sie hatten sich geküsst und auf irgendeine Art und Weise hatte er seit ihrer ersten Begegnung einen seltsamen Einfluss auf ihre Gefühle gehabt. Zuerst hatte er sie wütend und sauer gemacht, dann neugierig und aufgeregt und jetzt … Sie fühlte in sich hinein, sie war …
… nervös und erwartungsvoll.
Sie dachte zurück an ihren zweiten Kuss mit ihm. Er hatte sie gegen eine Hauswand gedrückt und sie hatte sich seltsam ruhig und entspannt gefühlt. Auf eine gewisse Art und Weise besser als jemals zuvor, er hatte ihr damals auch erzählt, dass sie einen seltsamen Einfluss auf ihn habe. Vielleicht verband sie etwas unsichtbares, möglicherweise war dieses ‚etwas' dafür verantwortlich, dass sie nun mit einer bestimmten Absicht den Mund öffnete, die sie früher nie für möglich gehalten hätte.
Kapitel 170
Airi sagte bemüht entspannt: „Ich glaube ich habe mich auch in dich verliebt!"
Mason atmete erleichtert aus. Noch nie zuvor hatte er sich so nervös gefühlt wie in den letzten Augenblicken wo er auf eine Antwort gewartet hatte. Nun tat er das, was ihm intuitiv am besten erschien und küsste sie zärtlich. Ihre Lippen fühlten sich weicher an als sonst, sanft drückte er seine Zunge gegen sie und hoffte sie würde ihm Einlas gewähren. Derweil wanderten seine Hände zu ihrem Rücken.
Nach einigen Sekundenbruchteilen öffnete sie ihren Mund einen winzigen Spalt breit. Er nutzte diese Chance und erkundete die Innenseiten ihrer Lippen. Sie lösten sich etwas voneinander als sie unvermittelt ihre Zungen berührten. „Das ist seltsam!", murmelte Airi und sah ihn mit roten Wangen an. Er deutete ein kleines Grinsen an und nickte: „Das stimmt, doch irgendwie fühlt es sich auch lustig an." Seine Hände lagen inzwischen knapp oberhalb ihres Pos, er zitterte leicht als er daran dachte, wo er sie da beinah anfasste. Sie sah ihn kurz an, dann zog sie ihn zu einem weiteren Kuss zu sich. Diesmal war sie es, welche mit ihrer Zunge gegen seine geschlossenen Lippen stupste. Er öffnete seinen Mund und genoss das feuchte Gefühl des folgenden Zungenkuss.
Er schob seine Hände nun noch ein Stück tiefer. Sie löste sich von ihm und sah ihn kritisch an. „Hast du nicht das Gefühl deine Hände sind zu tief?" Er grinste leicht (nicht arrogant und anzüglich sondern hoffnungsvoll und verliebt): „Nein, ich glaube sie liegen dort genau richtig." Er zwinkerte und begann sie dort sanft zu streicheln. Airis Atmung beschleunigte sich und sie hielt sich an seinen Schultern fest während er ihr tief in die Augen sah, ihren Po knetete und sie ab und zu küsste.
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Zehn Minuten später betraten er und Airi eine alte Scheune am südlichen Ende des Dorfes. Sie hatte das vorgeschlagen weil er zu schlottern angefangen hatte. „Hier ist es doch deutlich wärmer als oben an der Klippe, oder?" Er nickte: „Klar, doch ich fühle mich gerade ziemlich nervös, du weißt schon du und ich in einer Scheune …" Sie kicherte und bemerkte, dass sie eigentlich wirklich nur wegen der angenehmeren Temperaturen diesen Vorschlag gemacht hatte. „Aber das woran du gedacht hast, klingt auch irgendwie verlockend …", endete sie.
Er sah sie ungläubig an: „Bestimmt meinen wir verschiedenes, ich kann mir nicht vorstellen, dass du an das selbe denken kannst wie ich." Sie nahm seine Hand und fragte ihn: „Darf ich etwas ausprobieren, was darüber entscheiden wird, ob ich hier und jetzt mit dir schlafe oder nicht?" Masons Augen wurden größer aber er nickte. Sie lächelte dankbar und fragte ihn dann mit süßlicher Stimme: „Was ist schwerer, ein Kilogramm Stahl oder ein Kilogramm Heu?"
Mason überlegte keine Sekunde und antwortete: „Natürlich ein Kilogramm Stahl, ist doch log…", er stoppte mitten in seiner Antwort und korrigierte sich sofort: „Fast hättest du mich getäuscht, aber nein … Natürlich sind beide gleich schwer." Er grinste jetzt triumphierend.
Sie legte den Kopf schief und sagte mit entschuldigender Stimme: „Du hast zwar Recht, doch du hättest dich nicht korrigieren sollen, denn jetzt werde ich nicht mit dir schlafen." Mason sah sie verblüfft an: „Ich, … wirklich nicht? Ich dachte ich sollte das antworten …" Sie sah ihn einige Sekunden mit neutraler Miene an, dann brach sie in Gelächter aus: „Keine Sorge, du hast alles richtig gemacht! Komm mit, wir gehen etwas tiefer in die Scheune."
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Einige Augenblicke später waren sie am hinteren Rand der Scheune. Um sie herum war es jetzt recht dunkel, denn durch die Heuballen die über ihnen und zum Eingang hin lagerten drang das einzige Licht durch die Rückwand zwischen einzelnen Brettern zu ihnen. Airi zog sich ihr Oberteil aus und warf es zur Seite. „Sei nicht schüchtern, du darfst mich anfassen!", sagte sie. Mason konnte gerade genug erkennen um zu wissen wo sie war. Vorsichtig streckte er seine Arme nach ihr aus und legte schließlich seine Hände auf ihre nackten Brüste. „Ohh…", machte er und umspielte sanft ihre Brustwarzen mit seinen Zeigefingern.
Airi stöhnte leicht auf und trat näher zu Mason. Sie war innerlich sehr unsicher, noch nie zuvor hatte sie so etwas mit irgendjemanden gemacht.
Er umarmte sie nun fest und streichelte über ihren Rücken. Langsam wanderten seine Hände tiefer. „Du hast einen schönen Po", flüsterte er schließlich als seine Hände wieder auf diesen lagen. Airi kicherte kurz auf und murmelte dann: „Danke!" Anschließend knöpfte sie ihm sein Hemd auf und fuhr mit ihrer Hand über seinen entblößten Oberkörper. Er stöhnte leicht auf, das alleine fühlte sich schon großartig an, wie würde es erst dann sein, wenn er in ihr …
Plötzlich fegte eine heftige kalte Böe durch die Bretter und ließ sie frösteln. Er ließ von ihrem Körper ab und zog seinen Zauberstab aus seiner Hosentasche. Mit diesem wirkte er einige Beschwörungen um die nächste Umgebung aufzuwärmen. Sie dankte ihm leise und platzierte dann einen Kuss auf die Stelle seines Oberkörpers worunter sein Herz schlug. „Darf ich dir deinen Rock öffnen?", fragte er nach einigen Sekunden. Airi flüsterte leise: „Ja, aber sei bitte sanft, ich habe noch nie …" Er grinste und öffnete den schnell den Knopf, dann schob er den Rock liebevoll an ihren Beinen runter. Sie müsste jetzt in Unterwäsche vor ihr stehen. Er entledigte sich seiner eigenen Hose und umarmte sie wieder fest.
Airi wusste nicht was sie tun sollte. Wie wollte er am liebsten angefasst werden, erwartete er etwas bestimmtes von ihr. Sie streichelte wie schon eben seinen Oberkörper, doch fühlte sie jetzt auch etwas neues. Sie fühlte seine Erregung gegen ihren Bauch, etwas nervös aber auch neugierig fuhr sie mit ihren Händen über seinen Bauch hin zu seinem Glied. Durch die Unterhose durch begann sie ihn zu massieren. Das lies ihn heftig aufstöhnen. „Airi, das fühlt sich so gut an …", keuchte er. Davon etwas ermutigt schob sie seine Unterhose runter und nahm seinen nackten Penis in ihre Hand und führte ihre Bewegungen (auf und ab) fort.
Mason schob von ihrer Behandlung super erregt seine Hände unter ihre Unterhose und knetete ihren weichen nackten Po. Sie stöhnte nun auch auf und suchte seinen Mund. „Ich kann nicht länger stehen, wollen wir uns hinlegen?", fragte sie als er ihr vorne zwischen ihre Beine fasste und einen Finger sanft zwischen ihren Schamlippen zog. Er nickte und murmelte (weil sie ihn ja nicht sehen konnte): „Okay, gerne …"
Sie legten sich also ins Heu und Airi spreizte ihre Beine etwas. Sie zitterte am ganzen Körper, in wenigen Augenblicken würde er etwas machen, wovon sie keine Ahnung hatte, wie es sich anfühlen würde. Er lehnte sich etwas über sie und stützte sich links und rechts von ihrem Kopf ab, dann küsste er sie. Sie fühlte die Spitze von seinem Penis an ihrem Bauchnabel. Nun richtete er sich wieder auf und führte sein Glied bis direkt vor ihre Schamlippen. Er sah ihr in die Augen (zumindest ging sie davon aus, sie konnte ihn nicht soo deutlich erkennen) und fragte: „Willst du das wirklich?" Sie nickte („Hey er kann dich nicht sehen!", bemerkte ihr Unterbewusstsein.) und murmelte nach einigen Sekunden (Ihr Gehirn arbeitete gerade nicht so schnell): „Ja, bitte!"
Mason lächelte glücklich und flüsterte: „Ich liebe dich Airi!", dann drückte er seinen Penis vorsichtig und langsam in ihre Vagina.
Sie keuchte auf, so etwas hatte sie nicht erwartet. Es war so befremdlich und gleichzeitig atemberaubend ihn in sich zu spüren. Sie spürte wie ihr Unterleib sich ihm anpasste. Je tiefer er in sie glitt, desto erregter wurde sie. Schließlich stoppte er, sie fühlte das seine Eichel am tiefsten Punkt ihrer Scheide angekommen war. Sie zog ihn für eine Umarmung zu sich ins Heu und genoss es sehr, dass er nun anfing sich in ihr zu bewegen. Dabei stieß er immer wieder gegen ihren empfindlichen Punkt was sie dazu veranlasste lauter und lauter zu stöhnen. Zwischendurch küssten sie sich innig.
Nach einigen Minuten (sie ahnte das ihr Orgasmus jeden Moment über sie hereinbrechen würde), stöhnte Mason super erregt: „Ich komme jeden Augenblick, und du?" Sie bestätigte: „Ich auch …", mehr brachte sie im Moment nicht über die Lippen.
Er schob seine Hände unter ihren Hüfte und vergrub sie fest in ihre Pobacken, sie japste auf und fühlte dann endlich das erlösende Gefühl. „Yeah…", rief sie glücklich während sie kam. Wenige Sekundenbruchteile später spürte das auch er seinen Höhepunkt gerade erlebte. „Airi, du herrliche Göttin, ich liebe dich!", flüsterte er während er sich in sie entlud.
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Zehn Minuten später hatten sich Mason und Airi wieder erholt und angezogen. Im vorderen Bereich der Scheune saßen sie nun zusammen, sie auf seinem Schoss und genossen die Ruhe des frühen Morgen. „Sind wir jetzt fest zusammen?", fragte Mason und streichelte ihren linken Arm. Airi gab ihm einen Kuss auf die Wange und nickte: „Yip, du hast jetzt eine Freundin, aber du darfst mich trotzdem gerne auch weiterhin ‚Meine herrliche Göttin' nennen, das gefällt mir." Er grinste und verwickelte sie in einen sanften Kuss, dann flüsterte er ihr ins Ohr: „Okay oh du meine wunderbare herrliche Göttin!"
