Kapitel 221
Am späten Morgen des 21. Mai 1978 stand Mulciber im Raum der Wünsche in einem lichten verschneiten Wald und sah einfach nur stumm und bewegungslos zu Boden. Er war nach einem schrecklichen Albtraum hierher geflohen um seinen Geist zu beruhigen und sich abzukühlen. Er hob nun leicht den Kopf und sein Blick fiel auf einen kleinen Zweig der einige Meter vor ihm aus einem Gebüsch hervor lugte.
Der würde sich bestimmt gut zum Malen im Schnee eignen …
Er ging einige Schritte nach vorne, bückte sich nach dem Ast und fing dann gedankenverloren an etwas zu malen. Er dachte derweil an seinen Traum und allgemein an das was ihn zurzeit beschäftigte. Nach einigen Augenblicken betrachtete er sein Werk.
Vor ihm im Schnee war ein mittelgroßes Herz gemalt, in diesem befanden sich sein und Jessicas Name. Er starrte auf das was seine Finger gerade vollzogen hatten und fluchte dann laut. Erzürnt sprang er auf und verwischte alles mit seinen Füßen.
Dann stampfte er zum Ausgang des Raumes der Wünsche riss die Tür auf und knallte sie hinter sich wieder zu. Er drehte sich um und sah sich plötzlich jenem Mädchen gegenüber, dessen Namen er eben noch mit seinem zusammen in den Schnee geschrieben hatte.
Jessica sah ihn mit einer Mischung aus Überraschung und Ängstlichkeit an. Er wirkte einfach nur rund um geschockt, warum war sie hier? Lag sie nicht mit einer gefährlichen Krankheit im Krankenhaus?
„Jessica …!", murmelte er leise und mit einer Spur Verlegenheit.
Kapitel 222
Mulciber schloss kurz die Augen und fragte sich was er jetzt machen sollte. Ihr von seinen Gefühlen erzählen oder ein letztes Mal versuchen sie dauerhaft aus dem Weg zu räumen …
Er öffnete die Augen erneut und sah in ihre, sie hatte wunderschöne braune Augen die ihn inzwischen leicht unsicher und weniger verängstigt ansahen. Die zweite Option erschien ihm nun absolut undenkbar, er konnte ihr nicht wehtun. Außerdem hatte er sich doch gerade Gestern geschworen sie vor allem und jedem in Schutz zu nehmen. Wie hatte er da nur eben so etwas auch nur denken können.
„Jessica …", sprach er leise und hingebungsvoll ihren Namen aus.
Sie fragte unsicher: „Was willst du?"
Er sah sich kurz um, niemand war außer ihnen weit und breit zu sehen. Schnell griff er nach ihrer Hand und zog sie mit sich in den Raum aus dem er gerade getreten war. Jessica versuchte sich zu befreien, doch er war zu stark und hielt sie fest. Er schloss die Tür hinter ihnen und zog sie in Stück in den (inzwischen leicht weihnachtlich glitzernden) Winterwald.
Bei einer Tanne einige Meter vom Ausgang entfernt ließ er das Mädchen los und knetete seine Hände nervös. Er hasste dieses Gefühl, es passte auch einfach nicht zu ihm. Stets war er überheblich und locker und konnte jede Situation bestens meistern … Nun ja, zumindest bis jetzt, denn in den Moment wo sie ihn nun wütend beäugte und wissen wollte, was das den solle, begann sein Herz rasend zu schlagen und er fühlte wie seine Wangen heiß wurden.
„Warum hast du mich hierhin gezerrt?", fragte sie weiter. Er versuchte sein Gesicht wieder unter Kontrolle zu bekommen und atmete mehrmals tief durch. Dann hob er den Kopf und sah ihr fest in ihre Augen. „Ich wollte dir meine Liebe gestehen und dich …", an dieser Stelle hätte er sich am liebsten auf die Zunge gebissen, denn das nächste Wort würde ihm unglaublich schwerfallen auszusprechen. Es passte einfach nicht zu ihm und seiner Art. „… bitten …", er hatte es gesagt, damit war seine einstige Ehre und sein Stolz für immer verloren. „… mit mir auszugehen!", endete er und zwang sich seinen Kopf nicht (wie jede Faser seines Körpers es verlangte) zu senken.
Es vergingen einige (sich für ihn ewig anfühlende) Augenblicke, dann fragte Jessica nach: „Du willst mit mir ausgehen, wirklich?" Sie klang verwundert und auch ein Wenig kritisch. Er verstand sie, wenn er sich selbst so von außen sehen würde, würde er wahrscheinlich genauso wenn nicht krasser reagieren. Er nickte und sagte: „Ja, das will ich!" Jessica runzelte die Stirn und grübelte einige Augenblicke, dann antwortete sie: „Okay meinetwegen, dann lass uns nach dem Frühstück nach Hogsmeade gehen." Mulciber versuchte sich nicht anmerken zu lassen dass er sich freute, stattdessen nickte er knapp und marschierte dann mit schnellen Schritten weg von ihr.
Das kann niemals gut gehen, wie soll ich mich auf irgendetwas konzentrieren, wenn ich beim Blick in ihre Augen meine kompletten kognitiven Fähigkeiten verliere.
Kapitel 223
Knapp zwei Stunden nach dem Mulciber Jessica um eine Verabredung gebeten hatte, saßen sie zusammen in den drei Besen und tranken und aßen miteinander. Obwohl Jessica nicht viel redete genoss er es sehr. Sie hatte etwas an sich, was ihn auf eine merkwürdige Art und Weise faszinierte, gerade zu begierig starrte er sie an und versuchte die aufkommenden Gedanken an Küsse und Umarmungen zu unterdrücken.
„Warum siehst du mich so intensiv an?", fragte Jessica schließlich und hob ihren Blick. Er hatte das Gefühl von ihr durchleuchtet zu werden, wie als ob sein Herz und sein Kopf für sie ein offenes Buch wäre. Er sah verlegen aus dem Fenster und schrie innerlich. Warum hatte sie nur so eine Macht über ihn? Es blieb einige Momente still, dann ergänzte sie: „Und warum antwortest du mir nicht?"
Mulciber drehte sich zurück zu seiner Begleitung und überlegte, was er wohl sagen sollte. Was würde am ehesten dazu führen, dass sie ihn möglichst bald küssen würde? Er hatte keine Ahnung also sagte er nach einigen Momenten: „Ich würde dich gerne küssen, du siehst so hübsch aus …"
Kapitel 224
Jessica legte ihren Kopf ganz leicht schief und schloss für einige Sekundenbruchteile ihre Augen, dann sah sie ihn wieder an und sagte mit einem verschmitzten Lächeln: „Dann komm rüber zu mir und küss mich …" Sie wusste nicht so genau warum, war sie doch normalerweise eher nicht so der Freund sozialer Interaktionen, doch irgendwie war sie gerade sehr neugierig wie es sich wohl anfühlen würde geküsst zu werden.
Als Mulciber aufstand und um den Tisch zu ihr kam, baute sich in ihr eine seltsame Anspannung auf. Sie fühlte ein Kribbeln in ihrem Schoss welches sie nicht einordnen konnte. „Lass uns raus gehen, hier drinnen ähm… ist es so heiß." Jessica nickte, der Gedanke hier vor allen ihren Mitschülern geküsst zu werden war vielleicht doch etwas zu viel des guten.
Sie folgte ihm nach draußen und dann an den Rand des verbotenen Waldes. Dort drückte Mulciber sie leicht gegen einen hohen Baum und küsste sie dann vorsichtig.
Kapitel 225 [P18]
Mulciber spürte seinen eigenen Herzschlag kaum noch, dieses Gefühl ihrer weichen Lippen auf seinen war einfach unbeschreiblich. Als sie ihre Lippen dann auch noch leicht öffnete und seiner Zunge so Einlass gewährte war es um den restlichen Teil seines bisher noch existierenden Verstandes geschehen. Von seiner Lust übernommen schob er sie zum nächsten Baum und drückte sie gegen diesen.
„Ich liebe dich!", flüsterte er und schob seine Zunge leicht in ihren Mund. Gleichzeitig machte er sich an den Knöpfen ihrer Jeans zu schaffen und schob eben jene wenige Augenblicke später über ihren Po an ihren Beinen runter. Jessica gab ihm keine Ohrfeige und drückte sonst irgendwie aus, dass er zu weit ging, deshalb fing er nun an ihren Po zu kneten. Ihr Atem beschleunigte sich, das konnte er fühlen. Davon angespornt öffnete er ihr jetzt auch noch die Bluse und fing an ihre Brüste zu streicheln. Sie legte ihre Arme um ihn und strich über seinen Rücken. „Warum hast du eigentlich noch dein Shirt an, das ist unfair!", murmelte sie und fing an ihm dieses auszuziehen.
Mulciber ließ sie gewähren und stöhnte erregt auf als sie auch seine Hose öffnete. Es war ihm sowieso schon viel zu eng darin gewesen, erleichtert endlich mehr Raum zu haben schob er ihren BH hoch und fühlte nun ihre nackten Brüste. Jessica sagte immer noch nichts aufhaltendes, deshalb ging er nun aufs Ganze und kniete sich vor sie hin und zog vorsichtig und langsam (fast schon genießerisch) ihre Unterhose runter. Im Anschluss betrachtete er nervös ihre Hüfte. Sie hatte (im Gegensatz zu den Haaren auf ihren Kopf) schwarzes Schamhaar. „Du bist schön!", sagte er geistesabwesend und fasste ihr dann mit stark zitternden Fingern an ihre Scheide. Er hörte wie Jessica nun laut keuchte, gleichzeitig öffnete sie ihre Beine noch etwas weiter und zog ihn noch näher an sich heran.
Er streichelte ihren Klitoris und tat dann etwas, was er noch nie zuvor getan hatte. Er begann vorsichtig an ihrer Scheide zu lecken.
Jessica stöhnte nun lauter und kam nach wenigen Augenblicken.
Mulciber löste sich von ihr und fragte sie (nachdem sie sich von ihrem Orgasmus erholt hatte): „Würdest du mir jetzt auch einen blasen?" Jessica sah ihn zuerst etwas entgeistert an, dann aber nickte sie und sie tauschten Plätze. Mulciber lehnte sich an den Baumstamm und wedelte leicht mit seinem Penis vor ihrem Gesicht herum. „Halt still oder ich kann ihn nicht in den Mund nehmen!", sagte sie woraufhin er ihn losließ und erregt zusah wie sie ihn zuerst etwas massierte und ihn dann tief in den Mund nahm.
Er stöhnte auf, dies herrliche Zunge, es fühlte sich einfach rundum toll an wie sie an seinem Penis saugte. Ihre Hände wanderten hoch zu seinem Po und fingen an diesen zu kneten. Er stieß voller Begeisterung in ihren Mund und hoffte sie würde gleich alles schlucken.
Wenige Augenblicke später erreichte Mulciber seinen Höhepunkt, doch Jessica fuhr mit den Bewegungen ihres Kopfes (auf und ab) fort. Sie saugte sogar noch mehr als zuvor an seinem Penis, vielleicht wollte sie möglichst viel von seinem Sperma schmecken!? Er wusste es nicht und im Moment war es ihm auch egal, er genoss es nur unheimlich in ihrem Mund zu kommen.
Kapitel 226
Knapp zehn Minuten später saßen Mulciber und Jessica am Waldrand und beobachten die (im Dorf) herumlaufenden Schüler. Keiner von ihnen sagte etwas, sie waren zu sehr mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt.
Jessica wusste nicht warum sie das ganze eben so genossen hatte, doch noch nie zuvor hatte sie irgendetwas sexuelles so gerne getan wie seinen Penis in ihrem Mund zu spüren. Allein dieser Gedanke kam ihr so absurd vor, dass sie sich nicht sicher war noch ‚normal' zu sein. Was würden nur ihre Eltern von ihr denken. Bei dem Gedanken ihr Vater wüsste von dem, was sie eben getan hatte, wurde sie dunkelrot im Gesicht. Er würde sie sicherlich mit riesengroßen sprachlosen Augen anschauen und kein einziges Wort herausbringen …
Mulciber hatte den Kopf leicht zu dem Mädchen neben ihm geneigt, sie errötete gerade, bereute sie es etwa, das mit ihm gemacht zu haben? Für ihn hatte es sich so gut angefühlt wie noch niemals irgendein Sex zuvor. Sie musste das auch schon öfters getan haben, so gut konnte keine beim ersten Mal Blasen sein.
„Hey wie oft hattest du schon auf diese Art und Weise Sex?", fragte er wandte sich zu Jessica.
Kapitel 227
Am Nachmittag des nächsten Tages saß Lexi alleine im Heu der Scheune und dachte über des gestrigen Tag nach, gut Jessica schien noch zu leben, doch trotzdem fühlte sie sich schlecht damit ihr nicht geholfen haben zu können. Wenn sie etwas schneller gewesen wäre, wäre sie noch bei ihnen. Sie lehnte sich nun leicht zurück und schloss ihre Augen.
Was wohl gerade in Hogwarts passierte? Was war mit John und seiner Freundin? Sie war ja zu Beginn etwas skeptisch bis abgeneigt von Lira gewesen, doch in den zwei Wochen die sie Zeit gehabt hatte sie und ihren Freund in einer Beziehung zu sehen, hatten sich ihre Zweifel gelegt. Sie dachte jetzt auch über ihre eigene relativ frische Beziehung nach. Charlie war seit Mitte der ersten Klasse ein enger Freund von ihr, jetzt war sie in einer Beziehung mit ihm …
„Lexi, Süße!", erklang plötzlich seine Stimme. Lexi öffnete ihre Augen und lächelte ihren Freund an. „Charlie, schon mit dem Helfen fertig?" Er nickte und ließ sich neben sie ins Heu fallen. „War nicht so anstrengend und zeitaufwendig wie erwartet, wir sind gut fertig geworden!" Lexi hielt ihm ihre Hand hin und er verschränkte seine Finger mit ihren.
Nach einigen Momenten fragte sie leise und mit wieder geschlossenen Augen: „Weißt du wie ich mich nach deinem Liebesgeständnis Ende März letztlich in dich verliebt habe?" Charlie drehte sich zu ihr und flüsterte: „Du hast mir gesagt, dass es meine Art zu Lachen war, welche dich dazu gebracht hat dich unwiderruflich in mich zu verlieben." Lexi, welche selten wirklich peinlich berührt war, errötete nun und sah kurz weg. Dann aber kicherte sie und nickte: „Das stimmt, ich habe dir zwar schon am Tag wo du mir von deinen Gefühlen erzählt hast eine Chance zugesichert, doch war ich da ehrlich gesagt noch nicht ganz überzeugt. Doch in den folgenden Wochen habe ich angefangen mir wirklich mehr zwischen uns vorzustellen. Das du häufig meine Nähe gesucht hast und allgemein ein fröhlicher Mensch bist der viel lacht hat dann schlussendlich dazu geführt, dass ich dir auch meine Liebe gestanden habe."
Charlie beugte sich zu ihr und gab ihr einen sanften Kuss, welchen sie zufrieden erwiderte.
„Ich liebe dich mein Engel!", murmelte er gegen ihre Lippen und bat dann um Einlass in ihren Mund. „Ich dich auch!", flüsterte Lexi und ließ ihre Lippen leicht offen. Er nutzte diese Gelegenheit und drang mit seiner Zunge in ihren Mund ein. Es fühlte sich merkwürdig und feucht an als sich ihre Zungen berührten. Nach einigen Sekunden beendeten sie ihren ersten Zungenkuss und sahen sich mit roten Gesichtern an.
„Das war, ähm…", fing Charlie an und versuchte ein passendes Wort zu finden. Lexi grinste und schlug „feucht" vor. Charlie fiel in ihr Lachen ein und zog sie dann zu einen weiteren Kuss zu sich. Sie rückte etwas näher zu ihm und schob ein Bein zwischen seine.
So blieben sie noch etwas liegen und küssten sich, dann standen sie auf und brachen zu einem kleinen Spaziergang auf.
Kapitel 228
In der Schlafhütte saß Airi gerade im Schneidersitz auf ihrer Matte und dachte über ihre Entscheidung nach eine Beziehung mit Mason eingegangen zu sein. War das wirklich gut gewesen, er würde doch auf jeden Fall wieder zurück in seine Welt wollen und sie hier zurücklassen, oder?
Genau in diesem Augenblick kam Mason in die Hütte und sah sie. „Airi, was machst du denn hier so alleine?", fragte er. Airi sah auf und meinte nur kurz angebunden: „Ich denke nur nach!" Mason verzog erstaunt das Gesicht und setzte sich dann zu ihr. Sie wünschte sich zwar er würde sie in Ruhe lassen, doch sie sagte nichts. Er griff nach ihren Händen und streichelte diese leicht. Airi ließ dies zu, reagierte aber nicht groß darauf.
Sie dachte: Warum musste ich mich nur in ihn verlieben, das kann doch nicht gutgehen … Er rückte nun noch näher und fragte sie leise: „Wenn das hier alles vorbei ist und ich zurück in meine Welt kann, würdest du mich dann theoretisch begleiten und mit mir kommen?"
Sie sah ihn erstaunt an: Mit ihm kommen, ehrlich …? Dieser Gedanke war ihr gar nicht gekommen, aber theoretisch war das auch eine Option zusammenbleiben zu können. Sie musterte ihn einen Augenblick dann sagte sie: „Vielleicht würde ich das tun …"
Dann gab sie ihm noch einen leichten Kuss und sprang viel fröhlicher als noch Sekunden zuvor auf und verließ die Hütte.
Kapitel 229
In den Moment wo Airi die Hütte verließ erklangen plötzlich Hilferufe vom Dorf. Sie sah den Hügel runter und erschrak als sie mehrere der Stroh bedeckten Hütten in Flammen sah. Zwei Kinder kamen auf sie zugerannt und schrien um Hilfe.
Sie eilte den beiden entgegen und kniete sich vor ihnen hin um sie zu umarmen. „Was ist geschehen?", fragte sie und strich ihnen über den Rücken. „Da sind fiese böse Kreaturen, sie haben unsere Eltern mit langen Stöcken geschlagen, sie brauchen dringend Hilfe …", begann sofort der kleine Junge und deutete auf eine der brennenden Hütten. Das Mädchen (wahrscheinlich seine jüngere Schwester) schluchzte leise: „Bestimmt sind sie bereits tot, sie haben sich nicht mehr gerührt als wir weggelaufen sind." Airi wollte sie gerade beruhigen, als sie über die Schultern der beiden zwei Männer mit dunklen Roben auf sie zurennen sah. Sie stoppte mit im angefangen Satz und sagte nur: „Lauft weiter, zu der Hütte weiter oben und geht zu Mason, er wird euch beschützen." Die beiden nickten und lösten sich aus ihren Armen.
Airi schritt den bewaffneten Männern entgegen und beruhigte sich selbst.
Selbst wenn du keine magischen Fähigkeiten mehr besitzt, bist du immer noch eine Göttin, zeig Ihnen was mit denjenigen passiert, die sich gegen Unschuldige wenden …
Kapitel 230
Die Männer und Airi stießen auf halber Höhe des Hügels aufeinander. Ohne groß zu Zögern wollte einer von ihnen Airi mit seinem Stock niederschlagen, doch sie wich geschickt aus und sprach plötzlich mit einer donnernden lauten Stimme: „WIE KÖNNT IHR ES EIGENTLICH WAGEN SO MIT EURER GÖTTIN UMZUGEHEN?" Der der den Stock schwingen wollte ließ diesen wie vom Donner gerührt fallen und sah Airi mit entsetzten Augen an. Der andere trat einige Schritte zurück und kniete sich dann nieder. Der erste kniete sich schnell auch hin und verbarg sein Gesicht vor dem des Mädchens über ihr.
Airi trat näher an sie heran und fragte immer noch mit lauter und starker Stimme: „WARUM HABT IHR DIESES DORF ANGEGRIFFEN?" Der weiter hinten kniende Mann antwortete ängstlich: „Einige Meilen südlich von hier ist Dorf abseits der großen Straße, dessen ältester hat uns damit beauftragt hier alles und jeden in Flammen zu versetzen, ob Mensch, Vieh oder Haus …" Airi fragte: „WIE VIELE SEIT IHR INSGESAMT?" Der der sie hatte angreifen wollen antwortete nun. „Fünf aber ich schwöre, wir hatten keine Ahnung, dass eine Göttin wie Ihr hier seit, wir hätten das Dorf niemals angegriffen, wenn …", weiter kam er nicht, denn Airi beugte sich vor und gab ihm einen schallende Ohrfeige. „SCHWEIG JÄMMERLICHER MENSCH! DU WIRST MIT DEINEN ‚FREUNDEN' DAFÜR SORGEN, DASS DAS DORF SCHON ÜBERMORGEN WIEDER HEIL UND NORMAL AUSSIEHT! DANN WERDET IHR EUCH WIEDER VERZIEHEN UND MIR NIE WIEDER UNTER DIE AUGEN TRETEN ODER ICH BESTRAFE EUCH SCHRECKLICH. LOS!"
Die Beiden nickten sofort und rannten zurück ins Dorf. Airi folgte ihnen um erstens zu überprüfen, ob sie wirklich keinen mehr verletzen würde und zweitens um nach den Eltern der beiden Kinder zu sehen. Im Dorf lagen an einigen Stellen Leichen, viele Häuser brannten inzwischen, doch wo waren die Überlebenden?
