Kapitel 271 (11.06.1978 | 1AU)
Während Sirius und Scarlett gerade die ungewöhnliche Insel erforschten, Stand Mulciber unschlüssig an einem Regal in der Bibliothek gelehnt und beobachtete wie Jessica an einen nahen Tisch mit dem Rücken zu ihm für irgendein Schulfach lernte. Sollte er zu ihr gehen und sie fragen ob sie Zeit mit ihm verbringen wollte …
Es fühlte sich seltsam an so etwas überhaupt zu denken, aber andrerseits war dies nicht das erste Mal, dass er so im Bezug auf dieses Mädchen dachte. Immerhin hat sie gestern gesagt sie würde gerne wieder mit mir ausgehen …
Langsam nährte er sich ihr und blieb schließlich direkt hinter ihr stehen. Er wollte gerade seine Hand auf ihre Schulter legen, als plötzlich eine vertraute Stimme hinter ihm zu sprechen begann: „Fass sie bloß nicht an, oder willst du dich von ihrem minderwertigen Blut beschmutzen lassen?"
„Avery …", dachte er warnend und drehte sich wütend um.
„Ich hätte mehr von dir erwartet, aber nein, du gibst dich mit so einen Abschaum ab!", sagte Bellatrix, welche von der anderen Seite hinter zwei Bücherregalen hervortrat.
Mulciber zückte ebenfalls seinen Zauberstab und sagte: „Lasst sie in Ruhe und Euch wird nichts passieren!"
Ein hämisches Lachen ertönte und eine dritte Gestalt trat aus den Schatten.
„Du weißt was mit Blutsverrätern geschieht, oder?", fragte die kühle Stimme von Rodolphus Lestrange!
Kapitel 272
Mulciber trat näher zu Jessica und richtete seinen Zauberstab nacheinander auf Avery, Bellatrix und Rodolphus. „Wenn ihr es wagt ihr ein Haar zu krümmen werdet ihr sterben ich schwöre es bei meinem Leben!", sagte er mit einer Stimme die tatsächlich für wenige Sekunden dafür sorgte, dass seine drei Klassenkameraden zu zaudern schienen. Dann aber lachte Rodolphus heiter auf und meinte: „Wir sind zu dritt du bist alleine, wir wissen das du stark bist aber selbst du kannst unsere vereinten Kräfte nicht überwinden!"
Bellatrix trat vor und sagte mit abgrundtiefen Ekel in der Stimme: „Du wurdest sicherlich mit einem Trank von ihr vergiftet, warum sonst solltest du sie zu schützen versuchen!" Avery erklärte: „Wir töten sie und dann bist du wieder frei, dann wird alles wieder gut, du wirst schon sehen!"
Mulciber hatte genug gehört und bereits heimlich einen Plan entworfen wie er zumindest ihr zur Flucht verhelfen könnte. Um sich selbst sorgte er wenn sie außerhalb der Gefahrenzone war. Er richtete seinen Zauberstab also auf keinen seiner Gegner sondern direkt auf den Boden unter sich und sprengte ihn in die Luft. Gleichzeitig packte er Jessicas Arm und zog sie fest an sich. Während sie fielen versuchte er dafür zu sorgen, dass sie auf ihm landen würde. Zumindest bei ihrem Kopf und ihren Oberkörper gelang es ihm. Er sprang sofort auf und schuppte sie in Richtung Tür und rief: „Lauf und schau nicht zurück!"
Jessica war immer noch im Schock und nickte deshalb nur. Sie beeilte sich hier wegzukommen, dabei ging sie davon aus, dass Mulciber ihr folgte.
Dieser jedoch blieb zurück um dafür zu sorgen, dass keiner ihr nachlief. Avery der dies versuchte schleuderte er einen Schockzauber in den Rücken. Für eine Sekunde hatte er seine anderen beiden Gegner aus dem Auge gelassen und bereute dies sofort weil ihn etwas stechend wie ein Schwert in den Rücken traf.
Er sackte zusammen und verlor das Bewusstsein.
Kapitel 273
Leo saß in seinen Schlafsaal und grübelte darüber, was er seiner Freundin morgen zum Geburtstag schenken sollte. In letzter Zeit stritten sie sich zwar häufig, doch natürlich verdiente sie trotzdem das beste Geschenk was er zu machen in der Lage war. Er ließ sich zurück auf sein Bett sinken und fragte sich, worüber sie sich wohl am meisten freuen würde.
Natürlich sie liebte das Fach Geschichte, aber sollte er ihr wirklich schon wieder ein Buch schenken. Das kam ihm unpassend vor, solche Geschenke bekam sie ehe schon von allen anderen, er wollte ihr etwas besonderes schenken. Etwas was ganz speziell nur er wusste, was sie liebte. Er kratzte sich am Kopf, dann fiel es ihm ein.
Ich werde ihr einen Liebesbrief schreiben! Ich weiß doch wie sehr sie sich in letzter Zeit darüber beschwert ich sei zu unromantisch und würde ständig nur Sex wollen. Ich werde ihr einmal mehr beweisen, dass ich sie wahrhaftig und unendlich liebe!
Er stand also auf und ging zur Tür. Aber erst einmal gehe ich jetzt zu ihr und verbringe den restlichen Tag auch schon einmal mit ihr. Den Brief schreibe ich dann heute Nacht. Er eilte also zum Gemeinschaftsraum der Gryffindor und betrat diesen dank der Hilfe von Alice auch. Früher hatte Zoe ihm immer das aktuelle Passwort verraten, doch seit Kurzem tat sie das nicht mehr.
Er suchte den Gemeinschaftsraum ab und fand seine Freundin schließlich bei den Fenstern. Er rannte zu ihr und setzte sich neben sie auf einen freien Stuhl. „Hey Süße!", sagte er und legte einen Arm um sie. Sie sah missmutig auf und fragte: „Wer hat dich reingelassen?" Er antwortete schnell: „Alice!" Zoe verzog das Gesicht und widmete sich dann wieder ihrer Arbeit. Leo fühlte sich verletzt und sagte: „Süße, bitte wir haben uns doch gestern halbwegs verstanden, was ist nur heute mit dir los?"
Zoe sah auf und meinte kurz angebunden: „Ich bin nicht sauer auf dich, aber gerade arbeite ich!" Leo nickte und sagte: „Okay, dann warte ich bis du fertig bist. Nur dann bitte verbring etwas Zeit mit mir!"
Kurz war es still, dann nickte Zoe und konzentrierte sich wieder voll auf die Arbeit.
Kapitel 274
Weil sie am nächsten Tag recht früh aufbrechen wollten lagen James, Lily und die anderen schon sehr zeitlich in ihren Lagern und schliefen. Zumindest die meisten, denn Zara und Freya waren noch wach. Erstere war noch überhaupt nicht müde und überlegte noch einmal an die frische Luft zu gehen. „Freya?", fragte sie im Flüsterton und fuhr mit ihrer Hand leicht am Arm ihrer Freundin rauf und runter.
Zunächst reagierte sie nicht, dann schließlich öffnete ihre Freundin ein Auge und murmelte müde: „Wasn los?" Zara zögerte, sollte sie sie jetzt wirklich darum bitten mit ihr rauszugehen, immerhin ist sie so müde. „Ich ähm…", sagte sie weil sie unentschlossen war. Freya interpretierte ihren Blick wohl anderes, denn sie bemerkte nun: „Du willst Sex oder?" Sie klang inzwischen etwas wacher und öffnete ihre Augen ganz. Zara zögerte und meinte dann: „Hmm…, ich wollte dich eigentlich bitten noch mal mit mir einen Spaziergang zu machen, aber Sex hört sich auch nicht schlecht an." Freya grinste und wünschte sich dann ihre Kleidung weg.
Zara betrachtete ihre nackte Freundin und zog sich dann selbst schnell aus. Nachdem Zara aus ihrer Unterhose geschlüpft war, kuschelte sie sich an Freya und flüsterte leise: „Ich liebe dich so sehr!" Freya dankte ihr und begann nun sich an ihr zu reiben.
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Zehn Minuten später, nachdem sie sich vom Sex erholt hatten, sagte Zara mit einer ziemlich zufriedenen Stimme: „Ich fühle mich inzwischen durch und durch lesbisch, danke das du mich damals gefragt hast ob ich ,mit dir ausgehen will!"
Kapitel 275
Es war bereits sehr dunkel als sich die Tür zum Krankenflügel öffnete und Professor Dumbledore und Professor Slughorn hinaus in den Korridor traten. Jessica, welche an die Wand gelehnt am Boden gesessen hatte, stand nun auf und trat auf die beiden zu. „Was ist mit ihm, lebt er noch und darf ich zu ihn?", fragte sie. Ihr Schulleiter nickte und sagte: „Er lebt und natürlich dürfen sie zu ihm, wenn er aufwacht wird er sicherlich erfreut sein das Ihnen nichts passiert ist!" Jessica bedankte sich und betrat nervös ihn zu sehen den Krankenflügel.
Nachdem was ihr Hauslehrer ihr zwischendurch erzählt hatte stand es zeitweise echt sehr schlecht um ihn. Diese drei Arschlöcher hatten wohl ganze Arbeit geleistet bevor sie die Schule fluchtartig verlassen hatten. Wahrscheinlich waren sie inzwischen schon bei ihrem Herrn und Meister. Sie nährte sich langsam dem letzten Bett. Etwas fürchtete sie sich vor dem, was sie dort sehen würde. Er lebte, dass war schon mal gut, doch wie schlecht ging es ihm!?
Schließlich blieb sie genau neben seinem Bett stehen und senkte den Blick. Sie sah nur seinen Kopf der einige blutenden Wunden aufwies, jedoch nichts lebensbedrohliches. Sie setzte sich auf den Stuhl der gleich neben dem Bett stand und betrachtete ängstlich die Decke. Die wirklich fiesen Wunden müssen darunter liegen.
Kurz vor Mitternacht kam die Krankenschwester Madame Pomfrey zu seinem Bett und wandte sich an Jessica: „Ich muss jetzt seine Wunden versorgen, willst das wirklich sehen, es ist nicht sehr angenehm!" Jessica nickte und murmelte: „Vielleicht werde ich demnächst seine feste Freundin werden, ich will also sehen wie es ihm gerade geht!" Madame Pomfrey nickte verstehend und bat sie also sich etwas weiter aber immer noch in Sichtweite wegzustellen. Dann verabreichte sie ihm zuerst einen Trank der wie sie erklärte die Schmerzen lindern würde. Im Anschluss hob sie die Decke vorsichtig von seinem Körper und offenbarte nun die zahlreichen Wunden. Auf seinem Oberkörper stand mit dünnen Schnitten geschrieben: Ich bin ein Blutsverräter und verdiene es nicht zu leben!
Jessica ballte ihre Hände zu Fäusten und knurrte wütend: „Diese miesen Arschlöcher, ich …" Sie wurde jedoch von der Krankenschwester unterbrochen: „Würden Sie mir bitte schnell etwas aus meinem Büro holen, gleich links neben der Tür, eine kleine weiße Flasche!" Jessica nickte und eilte zu dem Büro am anderen Ende des Saals. „Beeil dich es geht um sein Leben!", sagte sie laut. Jessica rannte nun so schnell sie konnte und kam Sekunden später keuchend und mit einer kleinen weißen Flasche zu ihr zurück. Madame Pomfrey nahm die Flasche sofort entgegen und träufelte davon etwas auf einige fies aussehenden Wunden an seiner Kehle.
Nachdem alle Wunden versorgt worden waren fragte Madame Pomfrey ob sie auch über Nacht bei ihm bleiben wolle, denn sie würde jetzt schlafen gehen. Jessica nickte und dankte der Krankenschwester für die Erlaubnis zu bleiben.
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Einige Stunden später in der Mitte der Nacht wachte Jessica durch ein leises Geräusch aus nächster Nähe auf. Sie erhob sich sofort von ihrer unangenehmen Schlafposition, angelehnt an den Bettpfosten und sah zu ihrem Erstaunen, dass Mulcibers Augen offenen waren. „Mulciber?", fragte sie leise und besorgt. Der Junge drehte sich zu ihr und öffnete seinen Mund. Mit merkwürdig hoher kratziger Stimme sagte er: „Jessica, du lebst… das ist gut!" Sie sah ihn erstaunt an, von ihm war das merkwürdige Geräusch gekommen, das sie geweckt hatte. „Meine Stimmbänder ich denke sie wurden beschädigt …", krächzte er und faste sich an den (wahrscheinlich schmerzenden) Hals. „Schone deine Stimme, dann wird sie bestimmt wieder gut!", murmelte Jessica und griff nach seiner Hand.
Er nickte schwach und streichelte aber trotzdem ihren Handrücken. „Ich liebe dich!", flüsterte er ein Wenig mehr mit seiner normalen Stimme und schloss dann seine Augen.
Sie betrachtete ihn und empfand Sorge und Angst um ihn, auch war da noch sehr viel Wut auf diejenigen die ihm das angetan hatten. Aber gleichzeitig und irgendwie immer vorhanden war da noch etwas anderes, etwas was den anderen Gefühlen Leben und Wichtigkeit einhauchte. Nervös weil sie so etwas noch nie in ihrem Leben empfunden hatte zögerte sie noch kurz, dann aber sagte sie leise aber für ihn hoffentlich gut verständlich: „Ich denke ich habe mich auch in dich verliebt!"
Mulciber riss seine Augen erschrocken auf und stotterte: „Jessica, wirklich… ich!?" Er sah ziemlich verunsichert aus. Sie fühlte sich ein Wenig so wie er aussah, aber irgendwie erhöhte seine Angespanntheit auch ihr Selbstbewusstsein. Es war alles ziemlich seltsam, aber jetzt beugte sie sich vor und gab ihm einen Kuss.
„Ja, ich habe mich definitiv auch in dich verliebt!", sagte sie und legte sich neben ihn. Mulciber fragte flüsternd und mit hoher Stimme: „Sind wir dann jetzt zusammen?" Sie nickte und suchte seine Hand. „Ja, wir sind jetzt zusammen!", bestätigte sie.
Kurz war es still, dann sagte Mulciber leise: „Dann will ich, dass du mich von jetzt an bei meinen Vornamen Jack nennst!" Jessica sah ihn überrascht an, seinen Vornamen hatte sie noch nie gehört, sie ihn auch noch nie von irgendjemanden ausgesprochen gehört. Er war immer nur Mulciber für alle gewesen.
„Jack…", flüsterte sie leise und konnte an seiner Hand fühlen wie er leicht zitterte. „Du hast einen schönen Vornamen, warum hältst du ihn so geheim?" Jack murmelte leise: „Ich wollte keinem persönlich näher kommen, deshalb habe ich immer nur meinen Nachnamen für alles benutzt! Außerdem stand er für das was ich verehrt habe, die dunklen Künste und meine Familie." Sie schloss ihre Augen und murmelte: „Aber dann solltest du ihn jetzt nicht nur mir gegenüber, sondern der ganzen Welt gegenüber benutzen, denn durch die Aktion vorhin hast du dich bestimmt dauerhaft von deiner Familie losgerissen, solltest du dich dann nicht auch bezüglich deines Namens weiterentwickeln?"
Sie legte ihm eine Hand an die Wange und flüsterte: „Sei von nun an Jack, einfach nur Jack! Mulciber ist gestorben und Jack ist jetzt mein Freund, okay?" Jack legte den Kopf leicht schief und sagte: „Ich kann meine Vergangenheit zwar nicht begraben, doch ich will für dich meinen Vornamen häufiger benutzen! Wenn du ihn dauerhaft loswerde willst, musst du mich irgendwann heiraten, dann verspreche ich dir, dass ich deinen Namen annehmen werde."
Sie grinste und meinte: „Ich glaube für Heiratspläne ist es noch etwas früh, aber ich werde es mir merken." Jack flüsterte: „Magst du mich noch einmal küssen und dann hier mit mir schlafen?" Sie nickte und gab ihm einen sanften Kuss auf den Mund. Dann sah sie ihm in die Augen und sagte: „Ich liebe dich Jack!" Er lächelte und flüsterte: „Ich liebe dich auch Jessica!"
Dann schliefen die beiden ziemlich schnell dicht nebeneinander und mit einem Lächeln auf den Lippen ein.
Kapitel 276 (12.06.1978 | 1AU)
Als Leo am Morgen aufwachte war seine Freundin bereits wach, sie saß neben ihm und las im selben Buch, mit welchen sie schon gestern gelernt hatte. Er sah ihr einige Augenblicke zu ohne auf sich aufmerksam zu machen, dann öffnete er seine Augen und sagte: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Liebste!"
Zoe sah zu ihm und lächelte ihn dann an. „Danke Liebling!", sagte sie und widmete sich dann wieder ihrem Buch. Er bemühte sich nicht beleidigt zu reagieren, immerhin war heute ihr besonderer Tag, da sollte er sich etwas zurückhalten. „Ich habe etwas für dich!", sagte er und schob den Vorhang etwas beiseite um an seinen Nachttisch zu gelangen. „Ein Geschenk?", fragte sie und klang euphorisch. „Na klar Süße!", sagte er und übergab ihr einen Briefumschlag. „Ich habe diesen Brief nur in Gedanken an dich geschrieben, bitte genieße ihn!", flüsterte er und sah sie liebevoll an.
Zoe öffnete den Briefumschlag und begann wenige Sekunden später damit seinen Liebesbrief zu lesen.
Er beobachtete sie derweil gleichermaßen mit Sorge und stiller Erwartung, denn vorgestern hatten sie sich zwar ganz gut verstanden, doch gestern Abend hatte sie so ungehalten reagiert als er zu ihr in den Gemeinschaftsraum gekommen war. Eben war sie aber wieder freundlich gewesen, wie also würde sie diesen Brief aufnehmen …
Gerade als er sich das gedanklich fragte, senkte sie ihre Arme und sah ihn mit einem neuen Gesichtsausdruck an. Sie wirkte wieder wie vor Jahren, als er sich in sie verliebt hatte. „Leo …", sagte sie sanft und legte dann ihr Buch beiseite. „Ich liebe dich auch!", murmelte sie und beugte sich zu ihm um ihn zu küssen. Er grinste gegen ihre Lippen und schlang beide Arme um sie. Leise raunte er: „Süße es hört sich so gut an, das auf diese Art von dir zu hören." Sie küsste ihn erneut und flüsterte: „In letzter Zeit habe ich manchmal gedacht, dass wie damals in der zweiten dumm und leichtsinnig gehandelt haben, aber gerade eben hast du mir wieder einmal bewiesen wie viel Glück ich habe einen so romantischen Freund zu haben."
Leo lag inzwischen halb über ihr und streichelte zärtlich über ihre Wangen. „Mein holder Engel, würdest du vielleicht …", fing er an und strich leicht am Saum ihrer Schlafabzugshose entlang.
Sie kicherte auf und schenkte ihm ein verliebtes Lächeln. Dann sagte sie: „Ja gerne!"
Kapitel 277
Etwas früher als nötig wachte Lexi am nächsten Morgen auf und verließ leise die Schlafhöhle. Sie ging durch den Hain zum Fluss und setzte sich dort ins Gras. Sie hatte etwas seltsames und beunruhigendes geträumt, deshalb fühlte sie sich gerade nicht wohl. Sie hoch in den Himmel und wünschte sich wieder Zuhause in ihrer eigenen Welt zu sein, diese tat ihr irgendwie nicht gut. Was wohl John gerade tat?
Sie lehnte sich zurück und schloss ihre Augen.
„Ähm… Lexi!", begann Charlie das Gespräch mit ihr und lehnte sich an ihre Zimmertür. „Ja?", fragte sie und schaute von ihrem Bett auf. Er kam betrat nun ihr Zimmer und ging bis zum Schreibtisch, dann fing er leise an zu sprechen: „Weißt du es gibt da diesen Typen von der Arbeit, wir haben uns ein paar Mal getroffen …" Sie legte den Kopf schief, worauf wollte er hinaus? Er schien ihren Gesichtsausdruck richtig zu deuten, denn er fuhr nun fort: „Nun ähm… ich finde ihn ziemlich sympathisch und würde gerne eine Beziehung mit ihm eingehen, also …" Sie schluckte, er wollte sie verlassen um mit seinem Kollegen zusammenzukommen!?
Er stieß sich vom Schreibtisch ab und nährte sich ihrem Bett. „Es tut mir Leid, aber ich habe mich irgendwie in ihn verliebt und kann mir jetzt nichts schöneres mehr vorstellen als bei ihm zu wohnen und mein ganzes Leben mit ihm zu teilen. Ich weiß es ist unfair dir gegenüber, aber ich kann wirklich nicht anders …" Sie wischte sich mit den Armen die Tränen von ihren Wangen und nickte.
Sie öffnete ihre Augen erneut und sah Charlie neben ihr knien. „Guten Morgen Schatz, warum liegst du hier draußen am Fluss, magst du es nicht bei mir zu schlafen?", fragte er und griff nach ihren Händen. Sie war nur kurz verwirrt wegen des Albtraums, den sie eben weiter geträumt hatte. In der letzten Nacht hatte sie nur geträumt, dass Charlie und sie nach Hogwarts zusammen gewohnt hatten, aber irgendwie die Beziehung nicht so gut verlaufen war. Jetzt wusste sie auch warum, weil ihr Gehirn alte Empfindungen mit ihren momentanen Gefühlen gemischt hatte.
„Was ist los, warum schaust du so traurig?", fragte ihr richtiger Charlie sie jetzt. Sie hob den Kopf und erzählte ihr alles, woran sie sich noch erinnerte. Er sah sie entsetzt an und sagte: „Ich würde so etwas nie machen, denn ich liebe dich und bin nicht im Geringsten an Männern interessiert!" Sie lächelte glücklich und gab ihm dann einen Kuss. „Das ist gut, und in Wirklichkeit habe ich viel entspannter auf seine Offenbarung reagiert, ich habe ihn zu diesen Zeitpunkt auch nicht mehr geliebt!" Charlie schaute darüber erleichtert und sagte: „Das ist gut Süße, das ist gut …" Charlie zog sie nun hoch zu sich und drückte sie fest an sich.
„Ich liebe dich Lexi!", sagte er und lehnte seine Stirn an ihre.
„Ich liebe dich auch Charlie!", sagte sie und küsste ihn sanft auf seinen Mund.
Kapitel 278
Es war früh am Morgen des 12. Juni als Kurt aufwachte und noch ziemlich müde links neben sich blickte. Dort neben ihm lag Katie, seine Freundin. Sie schlief noch, aber trotz ihrer geschlossenen Augen konnte er plötzlich nicht anders als leise zu murmeln: „Ich liebe dich so sehr Katie!"
Sie war so hübsch und in jedweder Form perfekt, wie konnte er nur so viel Glück haben, dass sie sich ausgerechnet in ihn verliebt hatte. Er rückte näher zu ihr und streichelte sanft über ihre Wange. „Guten Morgen Süße!", sagte er und beugte sich zu ihr um sie zu küssen.
Nachdem er sich wieder von ihr gelöst hatte sagte sie verschlafen: „Magst du mich von nun an immer so wecken, das fühlt sich nämlich herrlich an?" Er grinste und nickte. „Ich werde mich bemühen mein Engel!", versprach er und küsste sie erneut.
Kapitel 279
Gleich nachdem alle aufgestanden waren bereiteten sich Lily und die anderen auf die Weiterreise vor. Sie beschlossen irgendwann unterwegs etwas zu essen. „Ersteinmal Aufbrechen, das ist das wichtigste!", sagte Airi und trieb Mason an schneller zu gehen. „Je länger wir einfach nur tatenlos herumsitzen, desto länger dauert es, bis wir endlich wieder in zivilisierten Gegenden ankommen!", ergänzte sie noch. Lily nickte und meinte: „Da hast du Recht, was haben wir denn bisher erreicht, außer wagen Informationen von wegen im Norden würde irgendetwas seltsames vor sich gehen, war da nicht viel."
Sie brachen also durch den Pass im Nordosten auf um endlich etwas wirkliches erkennbares zu erreichen. Einige Minuten nachdem sie das Tal verlassen hatten, bebte etwas unter dem Boden des Tals und die Ruine verschwand in der Tiefe des Erdreichs.
James blieb überrascht stehen und drehte sich um. „Was war das?", fragte er und sah den Weg zurück, den sie gerade gekommen waren. „Es hat sich wie ein Erdbeben angefühlt!", sagte Freya und sah zu Airi. „Ist das normal für diese Gegend?", erkundigte sie sich. Airi machte eine Bewegung zwischen Nicken und Kopfschütteln. „Nun vor ein paar hundert Jahren war es üblich, doch seit dem Großen Beben hat es keine Erschütterungen der Erde mehr gegeben. Experten in den großen Städten gehen davon aus, dass die Erdplatten sich damals irgendwie miteinander verbunden haben und es deshalb keine Beben mehr gibt, doch wissen tut das niemand ganz genau." Lexi fragte: „Die Menschen wissen es nicht, aber was ist mit den Göttern?"
Airi zuckte die Schultern und sagte: „Vielleicht wissen mein Bruder oder meine Eltern mehr, aber zumindest mir hat keiner jemals etwas dazu erzählt."
Sie blieben noch kurz stehen um auf weitere eventuelle Beben zu warten, doch alles blieb ruhig. Deshalb setzten sie ihren Weg fort.
Kapitel 280
Als Peter am 12. Juni die Große Halle betrat wurde er von vielen seiner Mitschüler merkwürdig angeschaut. Vor allem die Jungen verengten die Augen wenn er an ihnen vorbei ging. Er hatte keine Ahnung warum, konnten sie nicht wo anders hinstarren. Er setzte sich mit gesenktem Kopf ans Ende des Gryffindortisches und fragte Sirius (der neben ihm saß): „Was geht hier ab, warum starren alle mich an?" Sein Freund flüsterte zurück: „Du hast gestern mit Phoebe geknutscht, das hat wohl jemand gesehen und nun sind fast alle Jungen neidisch auf dich, weil du dem beliebtesten Mädchen der Schule so nahe warst." Peter errötete kurz und begann dann stumm zu essen.
Er hatte noch nicht seinen ersten Toast beendet, da wurde er plötzlich von der Seite angesprochen: „Darf ich mich neben dich setzen?" Er sah zur Seite und erblickte Phoebe. „Ähm… klar!", sagte er und versuchte ihr etwas Platz neben sich zu machen. Es gelang ihm nur eingeschränkt. Ein Junge vom Hufflepufftisch (dem nächsten Tisch zum Gryffindortisch) stand nun auf und kam zu ihnen. „Bei ihm ist doch kein Platz mehr, komm doch stattdessen zu uns!", schlug dieser vor. Phoebe schüttelte den Kopf und sagte: „Nein danke, ich will neben Peter sitzen." Mit diesen Worten setzte sie sich auf die Kante der Bank und saß nun ziemlich nahe an Peter.
Der Junge der Phoebe zu seinen Tisch gebeten hatte, warf Peter einen wütenden Blick zu und drehte sich zum Gehen.
Nach dem Frühstück fragte Phoebe ob Peter kurz mit ihr kommen würde. Er nickte und folgte ihr bis in ein leeres Klassenzimmer ganz in der Nähe der Großen Halle. Dort setzte sie sich auf den Lehrertisch und musterte ihn aus nervösen Augen. Peter lehnte sich an die Tafel und fragte: „Was gibt es?" Phoebe zögerte kurz, dann sprang sie von Tisch und trat dicht zu ihm. „Ich würde dich gerne küssen, würde dir das auch gefallen?", fragte sie und sah ihn seine Augen.
Peter lächelte sie nervös an und nickte.
Phoebe lächelte ebenfalls und platzierte dann ihre Lippen auf Peters Mund.
