Kapitel 281
Nach einigen Stunden erreichten James, Lily und die anderen einen Felsabhang der wahrscheinlich das Ende des Gebirges andeutete. Eine atemberaubendes Bild bot sich ihren Augen. In scheinbaren endlosen Tiefen sah man ganz klein grüne Flächen und ein kleines Stück links war alles blau. Das musste das Meer sein.
„Wie hoch sind wir?", fragte Mason und legte vorsichtshalber einen Arm um Airis Hüften. Sie sollte auf keinen Fall herunterfallen. Airi schien seinen Gedankengang zu erahnen, denn sie kicherte kurz und sagte dann: „Bestimmt knapp fünftausend Meter, aber es gibt nur beeindruckendere Stellen im Gebirge wo man noch weiter sehen kann." Lily trat neugierig etwas näher an den Abgrund und blickte hinunter. „Worin führt dieser Abhang?", fragte sie. Airi löste sich von ihren Freund und trat ebenfalls näher an den Rand. „Ich weiß nicht, ich bin noch nie auf der nördlichen Seite des Gebirges gewesen." Weil alle sie nun überrascht anblickten meinte Airi: „Ich bin immer nur die Göttin des Südens gewesen, im Prinzip gehört zwar die ganze Welt meiner Familie, aber aus irgendeinen Grund sollte ich nie das Gebirge im Norden verlassen. Mein Bruder hat immer zu mir gesagt, dass das später kommen würde …?" Am Ende ihres Satzes stoppte sie und drehte sich zu ihren Begleitern um: „Warum hat mich mein Bruder eigentlich dazu verdonnert mit Euch zu kommen und warum habe ich euch das eigentlich aufgetragen?"
James, Lily, Freya, Zara, Charlie, Lexi und Mason sahen Airi mit Fragezeichen über ihren Köpfen an und wussten nicht, was gerade abging.
Airi fühlte sich merkwürdig und bekam plötzlich heftige Kopfschmerzen. Sie sackte auf ihre Knie und versuchte irgendwie ihre Gedanken zu ordnen. Doch etwas in ihr ließ das nicht zu und hinderte ihren Verstand daran ordentlich zu funktionieren.
Sie hatte das Gefühl als würde ihr jemand das Gehirn von Inneren heraus zerstören und nichts als Kälte und Gehorsam zurücklassen, gleichzeitig aber brannte ihre Haut und es fühlte sich so an als würde flüssiges Eisen überall um sie herum gegen sie drücken. Sie wusste plötzlich nicht mehr wie sie hieß und warum sie überhaupt existierte.
Nur Schmerz, überall war Schmerz und Vergessen …
Kapitel 282
Airi lag in pechschwarzer Dunkelheit und konnte nirgendwo etwas erkennen. Sie fühlte sich seltsam und ihr Kopf schmerzte fürchterlich. Sie konnte sich allerdings nicht erinnern sich verletzt zu haben. Sie tastete die Dunkelheit um sie herum ab um eine Orientierung davon zu bekommen, wo sie sich gerade befand. Allerdings war da nichts außer Leere, nagende undurchdringliche Leere. Sie musste schweben oder fiel sie!? Da sie keinen Gegenwind spürte, schloss sie diese Möglichkeit aus.
Sie versuchte sich ins Gesicht zu fassen, doch da war nichts, sie fühlte keine Haut und allgemein schien sie keinen Körper zu haben. War sie tot? Plötzlich tauchte eine Frage in ihren ‚Inneren' auf.
„Wer bin ich eigentlich?"
Sie wusste auf diese Frage keine Antwort. Eben, da war sie sich sicher hatte sie noch eine Identität besessen, doch jetzt schien das Ewigkeiten her. Wie ein Traum nach dem Erwachen hinweg schwand, hatte sie jetzt das Gefühl eine alte Seele würde aus ihr heraus sacken und im Boden versinken. Sie schloss ihre Augen und hatte plötzlich das Gefühl wieder einen Körper zu haben der ihrem Willen gehorchte.
Auf einmal konnte sie auch wieder hören. Jemand sprach zu ihr, ganz aus der Nähe. „Airi, was ist mit dir?", fragte jemand. Sie erkannte die Stimme nicht, wer? Sie öffnete ihre Augen und sah einen Jungen über ihr knien. „Weg von mir!", sagte sie kühl und stieß ihn von sich. Dann sprang sie auf und sah sich um. Mehrere Jugendliche standen um sie herum und sahen sie mit geschockten Gesichtern an. „Wer seit ihr?", fragte sie argwöhnisch und noch immer etwas benebelt. Ihr Kopf tat wirklich höllisch weh, woher nur?
Ein Mädchen mit gelockten roten Haaren trat vor und fragte: „Airi, was ist los mit dir?" Sie legte den Kopf schief und murmelte: „Airi? Wer ist das?" Das rothaarige Mädchen runzelte die Stirn und sagte dann: „Du bist Airi, oder?" Etwas stach in ihrem Kopf bevor sie darauf antworten konnte: „Ahhh…", machte sie und zischte vor Schmerz auf. Der Junge den sie zu Boden gestoßen hatte kam wieder auf sie zu und drückte sie an sich. Sie wollte ihn gerade wieder weg schubsen, als er etwas tat, was sie nicht erwartet hatte.
Er küsste sie.
Kapitel 283
Airi fühlte wie ihre Kopfschmerzen schwächer wurden und schließlich zu einem schwachen kaum spürbaren drücken wurden. Sie legte ihre Arme leicht um ihn und wusste plötzlich wieder wer das da war.
„Mason?", fragte sie sehr leise während ihre Lippen noch immer seine berührten.
Der Junge schob sie ein Stück von sich und nickte. „Airi, du erinnerst dich?", fragte er und streichelte ihr über die Wange.
Sie sah sich aus den Augenwinkel um, doch die anderen Gesichter kamen ihr immer noch nicht bekannt vor. „Nein, nicht wirklich …", murmelte sie und drückte sich etwas näher an ihn. Kurz war es still, dann fuhr sie leiser fort: „Ich weiß nur eines mit Sicherheit …" Sie hob ihren Blick und sah Mason an: „Du und ich, wir müssen einander ziemlich nahe gekommen sein, denn ich fühle mich bei dir wohl und habe den Kuss eben genossen. Waren wir vielleicht sogar verheiratet?" Das letzte fragte sie mit leicht erröteten Wangen.
Masons Wangen wurden leicht rosa und er schüttelte den Kopf. „Wir waren in einer Beziehung und haben beschlossen die Ersatzeltern von den beiden …", er zeigte auf Ben und Kira (welche sich hinter James und Lily versteckt hatten) „… zu werden, weil ihre leiblichen Eltern ermordet wurden." Airi sah zu den beiden Kindern und musterte sie. Während sie in die Augen des Mädchens und des Jungen sah, geschah wieder etwas in ihr. Sie sah Erinnerungsblitze von einem brennenden Dorf und schreienden Menschen um sie herum. Intuitiv fasste sie sich an die Schläfen und schloss ihre Augen.
Jemand rief aus nächster Nähe: „Cataleya! Cataleya wo bist du?" Sie sah in die Richtung aus der diese merkwürdig vertraute Stimme gekommen war. Sie sah eine junge Frau zwischen zwei brennenden Hütten auf sie zu kommen. Die Augen der Frau trafen jedoch nicht auf ihre, sie rief noch einmal: „Cataleya, bitte wo bist du?" Gerade wollte sie auf sich aufmerksam machen, als sie von etwas harten spitzen getroffen wurde und alles um sie herum schwarz wurde.
Airi öffnete wieder ihre Augen und schüttelte den Kopf. Was war das nur gerade? In dieser, wie auch immer man es nennen sollte, hatte sie jemand ‚Cata…'-irgendetwas genannt. Dieser Name, den sie gerade wieder fast vergessen hatte in Zusammenhang mit dieser Stimme … dieser Stimme … „Welcher Stimme, wovon denkst du da gerade?", fragte sie sich in Gedanken. „Werde ich verrückt, was ist nur seit Kurzen mit meinem Kopf los?"
„Airi?", fragte der Junge den sie inzwischen als Mason wiedererkannt hatte. Er klang etwas besorgt. Sie drehte sich zu ihm um und griff nach seiner Hand. Dann flüsterte sie: „Bitte hilf mir meine Erinnerungen zurückzubekommen!" Er nickte und umarmte sie vorsichtig. „Das werde ich, versprochen!", sagte er gab ihr dann einen weiteren Kuss.
Dieses Mal erwiderte sie ihn leicht.
Kapitel 284
Nachdem sich Airi von Mason gelöst hatte, wandte sie sich an die anderen. „So wie ich das verstehe, waren beziehungsweise sind wir schon eine Weile zusammen unterwegs und kennen uns mittlerweile auch ganz gut, richtig?" Das rothaarige Mädchen nickte zögerlich und sagte: „Das stimmt, wir kennen uns jetzt schon knapp zweieinhalb Monate." Airi nickte und sagte dann: „In diesen Fall tut es mir wirklich Leid euch darum zu bitten, aber könntet ihr mir eure Namen nochmal nennen, damit ich weiß wer ihr seid. Ich hoffe meine Erinnerungen bald wiederzuerlangen, doch bis dahin will ich euch trotzdem angemessen ansprechen können!"
Zu ihrer großen Erleichterung taten alle ihr diesen Gefallen und so erfuhr sie alle Namen. Sie versuchte sich bei jedem an irgendetwas zu erinnern, doch außer einem wagen Gefühl diese Namen bereits irgendwann schon einmal gehört zu haben, war da nichts. Ganz ähnlich wie mit diesen Namen den sie eben ihn dieser Art Vision gehört hatte. „Wie lautete er noch einmal?" Sie grübelte, doch konnte sie sich inzwischen nicht einmal mehr an den ersten Buchstaben erinnern.
Als sie zehn Minuten später aufbrachen um den Fuß des Gebirges noch an diesen Tag zu erreichen, fragte Mason sie: „Was ist das letzte woran du dich erinnerst?" Airi schwieg kurz und konzentrierte sich. „Hmm…", machte sie und versuchte alles was ihr gerade Sorgen machte beiseite zu schieben.
Nach einigen Augenblicken sagte sie: „Am 19. März hat mich mein Vater um ein Gespräch unter vier Augen gebeten! Ich war gerade ganz im Süden des Kontinents und habe an einem einsamen Strand gelegen, deshalb war ich ärgerlich das mein Vater mich gerufen hat. Ich habe mich aber natürlich trotzdem sofort zu ihm teleportiert und dann …" Sie stoppte, da war nichts in ihrem Kopf, keine Erinnerung an irgendetwas, was bei ihrem Vater passiert war.
Mason sah sie neugierig an. „Was ist bei ihm passiert?", wollte er freundlich wissen.
Airi murmelte schließlich: „Ich weiß es nicht, da sind keine Erinnerungen in meinen Kopf. Alles was zwischen dem 19. März nach meinen Verschwinden bis eben gerade passiert ist weiß ich nicht mehr! Es ist so als wäre mein Kopf sprichwörtlich leer was diese Zeitspanne betrifft." Mason sah sie besorgt an. „Leer?", fragte er. Sie nickte.
Was ist bloß passiert, dass ich mich an gar nichts mehr erinnern kann?
Sie drückte Masons Hand etwas fester und flüsterte leise: „Ich kann mich zwar nicht daran erinnern mich in dich verliebt zu haben, aber trotzdem will ich nicht das du jetzt denkst wir seien nicht länger in einer Beziehung." Mason murmelte zurück: „Das will ich auch nicht, ich liebe dich! Was aber wenn du deine Erinnerungen dauerhaft verloren hast?" Airi war kurz still, dann blieb sie stehen und sah ihn nachdenklich an. „Glaub mir ich werde dir hundertprozentig dabei helfen, herauszufinden, was eben gerade geschehen ist und auch bei der Rückbeschaffung deiner Erinnerungen werde ich nicht von deiner Seite weichen!", versprach Mason und streichelte ihre Hände.
Airi schloss ihre Augen und lächelte. „Das ist gut, dann sind wir uns ja einig. Wir bleiben in einer Beziehung, du liebst mich und ich …" Sie beendete diesen Satz nicht, weil es sich komisch anfühlte so etwas ohne Erinnerungen zu sagen, dann aber zwang sie sich dazu ihm vollends zu vertrauen und flüsterte noch etwas leiser und mit errötenden Wangen: „… und ich liebe dich!"
Kapitel 285
Am frühen Nachmittag betrat Jessica wieder den Krankenflügel um Mulci… Jack zu besuchen. Sie musste sich noch daran gewöhnen ihn nicht länger beim Nachnamen zu nennen. Er war jetzt Jack und er war ihr Freund. Sie grinste nervös als sie sich auf den Stuhl neben seinem Bett setzte. Sie war noch nie mit jemanden ‚zusammen' gewesen. „Hi!", sagte sie jetzt und machte so auf sich aufmerksam. Mulci…, sie meinte Jack drehte sich zu ihr um und lächelte sie leicht an. „Jessica, endlich da bist du ja!" Sie wurde etwas rot, er hatte auf sie gewartet?
„Ich habe noch einen Teil meiner Hausaufgaben mit Gracie gemacht, hast du mich vermisst?", wollte sie mit einem verlegenen Lächeln wissen. Er nickte und schob seine Hand leicht unter der Decke hervor. „Klar, immerhin hatte ich noch nie eine feste Freundin!", murmelte er. Sie wurde noch ein Wenig röter und griff nach seiner Hand.
„Du hattest noch nie eine Freundin?", stellte sie sicher. Er nickte. „Ich hatte Sex und so, aber nie eine Beziehung. Das ich früher mit anderen Mädchen geschlafen habe, tut mir jetzt Leid! Bitte sei mir nicht sauer!" Jessica meinte mit ruhiger Stimme: „Solange du mir treu bist, ist mir alles was vor mir passiert ist egal!" Jack dankte ihr und drückte ihre Hand etwas.
So verging knapp eine halbe Stunde, dann fragte Jack ob sie sich etwas zu ihm legen wolle. Sie nickte und zog sich die Schuhe aus. Dann schlüpfte sie zu ihm unter die Decke und platzierte vorsichtig ihren Kopf auf seine Schulter. Zum Glück war diese als eine der wenigen Stellen nicht verletzt. Einige Sekunden nachdem sie sich zu ihm gelegt hatte fragte er sie flüsternd: „Darf ich dir zwischen die Beine fassen?" Jessica fühlte wie ihre Wangen heißer wurden, doch trotz der Tatsache, dass sie sich hier im öffentlichen Krankensaal befanden antwortete sie ebenfalls im Flüsterton: „Ja darfst du!"
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Zehn Minuten später zog sich Jessica ihre Hose samt ihres Slips wieder hoch und stand aus seinem Bett auf. Im selben Moment nachdem sie die Decke wieder zurecht gezupft hatte, hörte sie Schritte und kurz darauf kam die Krankenschwester Madame Pomfrey aus ihrem Büro.
„So Mister Mulciber, es wird Zeit für eine Kontrolle deiner Verletzungen! Sind Sie bereit?" Jack sah kurz zu Jessica und fragte sie: „Bleibst du oder kommst du später nochmal?" Sie stand vom Stuhl auf und meinte: „Ich komme heute Abend noch einmal, bis dann!" Er nickte und winkte ihr dann zu. „Bis später, ich liebe dich!", sagte Jessica und verließ dann den Krankenflügel.
Kapitel 286
Um Vier Uhr Nachmittags saßen Zoe und Leo zusammen am See von Hogwarts und genossen den warmen Sommertag gemeinsam. Leo saß an den Stamm der Weide gelehnt und musterte seine Freundin die ihre Füße etwas in den See hängen ließ. Er dachte gerade an den Beginn ihrer Beziehung im zweiten Schuljahr. Sie waren mittlerweile seit fünf Jahren ein Paar …
„Hey Süße!", begann er und rutschte rüber zu ihr. Er schlüpfte aus einen Schuhen und Strümpfe und ließ seine Füße zu ihren ins Wasser gleiten. „Was?", fragte sie und lehnte sich an seine Schulter. Er schlang einen Arm um sie und streichelte ihren Arm. „Was wir in der Zweiten gemacht haben, du bereust es nicht oder?" Sie löste sich von ihm und sah ihn nachdenklich an. „Jetzt gerade bereue ich es nicht, aber manchmal wenn ich sauer auf dich bin schon, und du?" Er machte eine Bewegung zwischen Kopfschütteln und Kopfnicken und sagte: „Mir geht es ähnlich!" Sie lehnte sich nun wieder an seine Schulter und sagte leise: „Auf einer gewissen Hinsicht bin ich dankbar, dass wir es gemacht haben, so können wir uns immerhin immer sicher sein, dass wir uns wahrlich und ehrlich lieben."
Leo lachte auf und nicht dann. „Da hast du Recht mein Engel, wenn einer von uns seine Gefühle verlieren würde, würden wir beide sofort sterben!" Zoe grinste nun auch und suchte seine Hand.
Kapitel 287
Beim Abendessen saß Phoebe wieder neben Peter, dieses Mal sogar nicht nur auf der Kante, sondern in der Mitte des Tisches. Seit den Küssen mit ihm nach dem Frühstück wollte sie ihn eigentlich die ganze Zeit etwas fragen, doch sie hatte sich bis jetzt nicht getraut. Sie hatte die Küsse und die Verabredung gestern genossen und würde im Prinzip nichts dagegen haben eine Beziehung mit ihm anzufangen, doch ihn deswegen anzusprechen traute sie sich nicht.
Remus der ihnen gegenüber saß, fragte sie gerade: „Bist du jetzt eigentlich Peters Freundin?" Sie errötete und sah kurz zu Peter, dieser hatte ebenfalls ein rotes Gesicht und legte den Kopf leicht schief. Er schien unsicher zu sein. Wie sollte sie jetzt auf Remus' Frage reagieren? Wollte er eine Beziehung mit ihr? Sollte sie einfach ‚Ja' zu seinem Freund sagen und so beschließen mit ihm zusammen zu sein? Oder sollte sie den Kopf schütteln und erklären, dass sie darüber noch nicht gesprochen hatten?
Sie drehte sich wieder zu Remus um und öffnete den Mund ohne einen Plan zu haben, was sie jetzt sagen wollte.
Kapitel 288
Sie sagte nervös: „Also ich ähm… denke vielleicht schon, ich würde mich freuen, ähm… Peter willst du denn eine Beziehung mit mir?" Sie sah nun wieder zu Peter und hoffte er würde jetzt nicht ‚Nein' sagen, das würde sie nicht verkraften. Einen winzigen Moment war alles still, dann öffnete Peter den Mund und fragte stotternd: „Du willst eine Beziehung mit mir?" Sie nickte stumm und stieß jetzt Stoßgebete zu allen Göttern die sie kannte und weil sie gerade dabei war auch zu allen die sie nicht kannte.
Peter nickte einige Sekundenbruchteile später und machte sie dadurch unglaublich glücklich. Erleichtert drehte sie sich zu Remus um und sagte: „Ja, ich bin jetzt seine feste Freundin!" Remus grinste und gratulierte ihnen dann. „Das hört sich doch gut an, dann viel Erfolg und Glück für eure frische Beziehung!"
Phoebe dankte ihm und reichte dann Peter ihre Hand. „Magst du noch einmal mit mir an den See gehen?", fragte sie. Peter nickte und verließ mit ihr das Schloss.
Kapitel 289
Sie hatten es nicht ganz bis zum Fuß des Berges geschafft, doch der allergrößte Teil lag inzwischen hinter ihnen. James hielt gerade mit Lily zusammen Wache. Die anderen hatten sich neben dem Weg nahe der Felswand zum Schlafen hingelegt. Lily bemerkte leise: „Es ist seltsam, aber ich fühle mich seit einigen Stunden sehr unwohl. Ich kann gar nicht so genau beschreiben weshalb, aber irgendwie habe ich Angst und bin gleichzeitig wütend. Es ist sehr merkwürdig …"
James hatte etwas ähnliches wahrgenommen. Es war fast so wie von ein paar Wochen mit diesen kinderähnlichen Kreaturen. Er sah zu Tazzziria, doch sie schlief tief und fest und hatte sie seit sie bei ihnen war auch nie irgendetwas verdächtiges getan. Lily war seinem Blick gefolgt und sagte nun, was er sich schon selbst gedacht hatte. „Ich glaube nicht, dass sie etwas damit zu tun hat, sie hat sich die ganze Zeit so friedlich verhalten." Er nickte und stand dann auf. Nachdem er sich etwas gestreckt hatte setzte er sich zu Lily und platzierte eine Hand auf ihrem Bauch. „Wie geht es unserem Kind?", fragte James im Flüsterton.
Lily lächelte jetzt und schmiegte sich an James. „Ich glaube es geht ihr gut!" James fragte irritiert: „Ihr?" Lily nickte und erklärte mit einem breiten Grinsen: „Yip, ich bin mir ganz sicher, dass wir eine Tochter bekommen, ich habe da so ein Gefühl …" James hob ihre Hand und platzierte einen Kuss auf ihren Handrücken. „Ich liebe dich Lily! Du bist das beste Mädchen der Welt!", hauchte er und suchte dann ihre Lippen.
„Ich liebe dich auch James!", sagte sie und küsste ihn dann sanft auf den Mund.
Kapitel 290
Als sie am See angekommen waren fragte Peter: „Sind wir wirklich zusammen?" Er konnte nicht anders als diese vielleicht dumme Frage zu stellen, denn sein Gehirn weigerte sich im Moment ordentlich zu arbeiten. Er zitterte leicht und fragte sich ob er vielleicht träumte. Erst ihr Liebesgeständnis, dann ihre Verabredung und jetzt eine Beziehung …
Doch Phoebe nickte jetzt und reichte ihm ihre Hände. „Ja, sind wir …", murmelte sie und errötete. Er ergriff ganz behutsam ihre Hände und trat einen kleinen Schritt näher an sie heran. „Ich weiß gar nicht was ich jetzt sagen oder tun soll, ich bin noch nie so nervös gewesen!", erklärte Peter und streichelte leicht über ihre Hände.
Sie kicherte daraufhin und überwand den letzten Abstand zwischen ihnen. „Du machst das wunderbar!", flüsterte sie und umarmte ihn dann. Wenige Augenblicke später fühlte Peter ihre Lippen auf seinen und keuchte überrascht auf. Er konnte ihre Brüste an seinem Oberkörper spüren, das verschaffte ihm eine unglaublich starke Gänsehaut.
„Ich liebe dich!", brachte er heiser hervor, nachdem sie sich wieder von ihm gelöst hatte. Sie hatte die Arme immer noch um ihn geschlungen und lächelte ihn nun breit an. Dann küsste sie ihn erneut und flüsterte anschließend in sein Ohr: „Ich liebe dich auch Peter!"
