Kapitel 321 (16.07.1978 | 1AU) [島大陸]
Etwas mehr als zwei Wochen nach ihrem Erreichen der Stadt waren James, Lily und die anderen schon wieder unterwegs. Sie hatten in Erfahrung gebracht, dass es weit im Norden des Kontinents in einem riesigen Gebirge einen rätselhaften See geben sollte. Dort sollte es den Geschichten der Stadtbewohner nach eine unterirdische Anlage geben. Man hatte ihnen erzählt, dass es seit einigen Monaten Gerüchte gäbe, dass diese Anlage wieder in Betrieb genommen wurde. Keiner hatte wirklich genaues gehört, nur das etwas mit der Stadt Zru-Karse zu tun haben sollte, da waren sich alle einig gewesen.
Auch hatten sie vor ihrem Aufbrechen einen Besuch von Kota bekommen. Er war in der Gestalt eines normalen Boten zu ihnen ins Zimmer gekommen und hatte ihnen erzählt, dass es Probleme am Hof seines Vaters geben würde. Er hatte nicht gesagt warum, doch sollten sie die Stadt verlassen. „Ich werde Euch in ein paar Tagen treffen, doch dann solltet ihr dringend weit weg von dieser Stadt sein. Flieht in den Norden!", hatte er ihnen geraten und war sofort wieder verschwunden.
Cataleya hatte versucht ihm ein paar Fragen zu stellen, doch er hatte sie nicht zu Wort kommen lassen. „Später …", hatte er nur gesagt und war wieder aus ihrem Zimmer getreten. Seit dem hatte Cataleya schlechte Laune und ging abseits von den anderen ganz hinten.
Kapitel 322 [島大陸]
Die Gruppe von Jugendlichen erreichte gerade eine Anhöhe von wo aus man ziemlich weit sehen konnte. Sie blieben kurz stehen und genossen die Aussicht. Mason nutze diese Gelegenheit und ging zu seiner Freundin. „Cataleya …", begann er vorsichtig das Gespräch. Sie sah auf und musterte ihn. „Was ist?", fragte sie kurz angebunden. Mason legte einen Arm um sie und sagte etwas leiser (damit nur sie ihn hören konnte): „Ich weiß das du dringend Antworten von deinem Bruder hättest, doch sei bitte nicht schlecht gelaunt, ich brauche dein Lächeln Baby!" Das letzte Wort flüsterte er zärtlich.
Sie löste sich von ihm und sah ihn mit verengten Augen an. Dann fragte sie gefährlich leise: „Wie hast du mich gerade genannt?" Mason grinste, denn gerade sah sie wieder genauso charmant wütend aus wie nach ihrem ersten Kuss. „Baby, ich habe dich Baby genannt!", wiederholte er.
Seine Freundin drehte sich beleidigt weg und verschränkte ihre Arme vor der Brust. Er trat wieder zu ihr und umarmte sie erneut. „Ich liebe dich!", flüsterte er leise und küsste ihren Hals. Cataleya löste sich wieder von ihm und ging einige Schritte weg. „Lass mich in Ruhe!", sagte sie. Mason blickte ihr ärgerlich nach, warum war sie nur so empfindlich, in den letzten Wochen hatten sie sich doch meistens wunderbar verstanden.
Sollte er ihr nachlaufen?
Er entschloss sich genau das zu tun. „Bleib stehen!", rief er ihr zu und rannte auf sie zu. „Was willst du von mir?", fragte sie gereizt. Er überging das und umschlang sie fest mit seinen Armen. Dann küsste er sie leidenschaftlich und erklärte dann leise: „In meiner Welt ist ‚Baby' ein Kosename für eine feste Freundin!" Cataleya, welche sich zuerst noch von ihm hatte lösen wollen stoppte nun und fragte etwas weniger beleidigt: „Ein Kosename?" Er nickte und streichelte ihren Rücken. Sie schwieg kurz, dann meinte sie: „Wenn du es als Kosename meinst, darfst du mich meinetwegen so nennen, aber nicht vor anderen okay?"
Mason grinste und lehnte seine Stirn an ihre. Mit einem sanften Lächeln flüsterte er: „Okay Baby!" Dann küsste er sie liebevoll und sie schlang nun auch ihre Arme um ihn.
Kapitel 323
Am 16. Juli saßen Aisha und Max zusammen in einem park im Herzen Londons und sprachen über ihre gemeinsame Zukunft. „Ich muss noch ein Jahr nach Hogwarts, das ist sicher …", begann Max und fragte: „Was wirst du also in diesem Jahr tun?" Aisha gab offen zu: „Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht, was ich beruflich machen will, aber das wir uns wegen deines siebten Jahr demnächst viel seltener sehen werden gefällt mir nicht." Max sagte sofort: „Das finde ich auch scheiße, aber soll ich deinetwegen die Schule abbrechen!? Ich meine vielleicht würde ich das tun, aber wäre das sinnvoll?"
Aisha schüttelte sofort entschieden den Kopf und sagte: „Nein, das wäre eine schlechte Idee, auch wenn ich es sehr wertschätze, dass du so etwas für mich tun würdest." Max nickte und murmelte: „Wahrscheinlich hast du Recht, aber die Vorstellung dich so lange nicht zu sehen ist echt unangenehm." Aisha setzte sich auf seinen Schoß und gab ihm einen Kuss. „Ich liebe dich Max!", sagte sie zärtlich und rückte näher an ihn heran.
Nach einigen Küssen fragte Max ob sie denn vielleicht schon immer etwas machen wollte, wofür sich so ein Jahr eignen könnte. Aisha legte ihren Kopf schief und sagte dann plötzlich: „Ja, vielleicht habe ich eine Idee, was ich machen will." Max bat sie ihm davon zu erzählen. Sie nickte lächelnd und sagte: „Ich wollte schon länger mal etwas mehr Zeit im Ausland verbringen, eine neue Sprache lernen und die Welt etwas kennenlernen." Max lächelte und fragte: „Und welche Sprache interessiert dich am meisten?" Aisha zögerte kurz, doch dann sagte sie: „Ich würde gerne nach Deutschland, ich weiß das ist nicht so weit weg, aber die Kultur interessiert mich. Vor allem würde ich gerne mal etwas auf deutsch lesen und verstehen können." Sie lachte leicht auf und ergänzte: „Soweit ich das bisher sehe ist deutsch eine der schwersten Sprachen die es so gibt!"
Max war verwundert von diesen Plänen, doch er nickte und sagte: „Dann werden wir uns wahrscheinlich einfacher in den Weihnachtsferien sehen können, als wenn du irgendwo in Asien oder Südamerika wärst, das finde ich gut."
Kapitel 324
Es war kurz nach Mittag als es an der Tür klingelte. Lira stand nervös vom Stuhl auf dem sie gesessen hatte und verließ unter den den strengen und kühlen Blicken ihrer Eltern das Wohnzimmer. John hatte ihnen tatsächlich einen Brief geschrieben, und auch wenn sie keine Ahnung von dessen Inhalt hatte, es schien etwas gewesen zu sein, was ihre Eltern dazu veranlasst hatte ihn offiziell zu empfangen. Seit der Brief gestern beim Abendessen angekommen war, hatten sie kaum mit ihr gesprochen und nur reservierte Blicke untereinander ausgetauscht.
Sie ging durch die Halle zur Haustür und öffnete diese nervös. Vor ihr stand ihr Freund, gekleidet in einem dunklen Anzug und mit einem Hut auf dem Kopf. Sie musterte ihn zuerst etwas kritisch, dann fragte sie: „Warum dieser Aufzug?" Er grinste und erklärte leise: „Ich habe einen Plan!" Sie nickte zögerlich und sagte dann: „Meine Eltern erwarten dich bereits, komm mit ich führe dich zu ihnen!" John nickte und ließ sich von ihr ins Wohnzimmer führen. Lira setzte sich wieder auf ihren Stuhl um ihrem Freund jede Möglichkeit zu geben, alles zu tun, was er zu tun beabsichtigte.
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John richtete seinen Blick direkt auf Evelyn Thomsen, denn er war sich absolut sicher, dass sie diejenige war die hier die Fäden zog. Wenn er sie von sich überzeugen könnte, würde ihr Mann ihn wahrscheinlich auch akzeptieren. Er verbeugte sich also und zog seinen Hut. „Vielen Dank, dass ihr mich überhaupt empfangt, es ist eine große Ehre für mich!", sagte er. Sie machte ein abfälliges Geräusch und sagte: „Du hast uns ja geradezu dazu gezwungen dich zu empfangen! Wie hätte ich denn bitteschön ignorieren können, dass du um die Hand unser geliebten Tochter anhalten willst?" John hob nun wieder seinen Kopf und sagte lächelnd: „Stimmt, das ist etwas was sich schwerlich beiseiteschieben lässt." Dann trat er einen Schritt näher an das Sofa (auf dem Mr. Und Mrs. Thomsen saßen) heran und kniete sich nun auf den Boden.
Mit zu Boden gerichteter Stimme sagte er: „Mrs. Thomsen, ich weiß sie haben Vorurteile gegen mich, doch bitte erlauben Sie mir Lira zu heiraten! Ich bin auch bereit einen Unbrechbarer Schwur darauf zu leisten Lira niemals zu verletzen und immer ein ehrlicher und guter Mensch zu sein!" Gerade wollte die Frau vor ihm etwas sagen, da ergänzte er noch: „Das Lira glücklich ist und einen guten anständigen Mann hat, sollte doch in euren Interesse liegen."
Mrs. Thomsen schloss ihren Mund wieder und sah John tief und forschend in die Augen. Schließlich sagte sie: „Klar liegt uns ihr Wohl am Herzen, doch können Muggle nicht ehrliche und anständige Menschen sein!" John lächelte leicht und sagte: „Lass mich den Unbrechbarer Schwur ablegen, dann würde ich ja wahrscheinlich sofort sterben, wenn ich nicht ehrlich und anständig wäre, oder?" An dieser Stelle mischte sich Lira ein und sagte: „Das lass ich nicht zu, ein Unbrechbarer Schwur ist sehr gefährlich, er könnte dich töten!" Sie sah zum Ende hin ihn an. John nickte und sagte: „Das ist genau mein Punkt, aber keine Sorge Schatz er wird mich nicht töten, weil ich meine Gefühle zu dir ernst meine und dich wahrhaftig liebe!" Lira wirkte nicht überzeugt, doch trat sie wieder zurück.
John wandte sich also wieder an ihre Mutter und fragte: „Bist du bereit dich von meiner Ernsthaftigkeit überzeugen zu lassen?"
Kapitel 325
Eine kurze Weile war es still, dann nickte Mrs. Thomsen schließlich und sagte: „Meinetwegen, wenn du bereit bist für deine ‚Tugendhaftigkeit' zu sterben." John nickte ernsthaft und streckte ihr seine Hand hin. Mrs. Thomsen wandte sich an ihren Mann und fragte: „Würdest du den Zauber wirken?" Dieser nickte, woraufhin Liras Mutter seine Hand ergriff und fest zudrückte. Mr. Thomsen richtete seinen Zauberstab auf ihre Hände und auf einmal leuchtete etwas um ihre Hände auf.
Mrs. Thomsen sagte nun: „Du willst meine Tochter Lira Thomsen also heiraten und ihr auf ewig treu sein? Du willst niemals wieder irgendetwas romantisch oder sexuelles mit einem anderen Menschen als meiner Tochter haben?" John nickte und sagte feierlich: „Ich schwöre das ich niemals etwas derartiges tun werde!" Mrs. Thomsen nickte und aus dem Zauberstab ihres Mannes löste sich ein rot leuchtender Faden aus Licht. Dieser schlängelte sich nun um ihre Hände herum.
Mrs. Thomsen fuhr nun fort: „Und du schwörst immer ein ehrlicher anständiger Mensch zu sein? Du schwörst keine Verbrechen zu begehen und unsere Tochter niemals in irgendeine Gefahr zu bringen die sich nicht vermeiden lässt?" John nickte wieder und sagte: „Ich schwöre das ich ein guter Mensch bin und auch immer bleiben werde! Und ich schwöre Lira niemals in irgendeine irgendwie vermeidbare Gefahr bringen werde!" Es löste sich nun ein weiterer, diesmal blauer leuchtender Faden aus dem Zauberstab von Mr. Thomsen und schwebte ebenfalls um ihre Hände herum.
Mrs. Thomsen schwieg für einige Sekunden, dann sagte sie: „Okay, nun zum letzten was ich von dir verlange. Schwöre mir, dass du Lira wahrhaftig liebst und auch immer lieben wirst!" John nickte und sagte mit ruhiger Stimme: „Ich schwöre bei meinem Leben und allem was mir etwas bedeutet, dass ich Lira Thomsen, deine Tochter, jetzt liebe und sich dieses auch niemals ändern wird!" Ein dritter, diesmal grüner leuchtender Faden löste sich aus Mr. Thomsens Zauberstab und gesellte sich zu den ersten beiden.
Einige Sekunden sah er Liras Mutter noch fest in die Augen, dann tippte Mr. Thomsen auf ihre Hände und die leuchtenden Fäden verschwanden in ihren Händen und das Leuchten in der Luft erlosch. Mrs. Thomsen löste sich von seiner Hand und musterte ihn aufmerksam. Nichts passierte. Ein wenig besorgt war John schon, wenn er jetzt seine Gefühle für Lira verlieren würde, müsste er sofort sterben. Doch nichts geschah.
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Für mehrere Minuten sagte keiner ein Wort, dann begann Mrs. Thomsen schließlich zu sprechen: „Du liebst Lira also tatsächlich wahrhaftig, hmm!?" John nickte und fragte etwas ängstlich: „Darf ich mich jetzt also mit Lira verloben?" Wieder war es eine Weile still, dann nickte Mrs. Thomsen und faltete ihre Hände in ihrem Schoß. John wartete noch kurz ob sie auch etwas sagen würde, doch sie blieb stumm. Er erhob sich also und drehte sich zu Lira um.
Seine Freundin sah ihn mit großen Augen an. Langsam nährte er sich ihr und zog dann etwas aus seinem Umhang. Nervös kniete er sich vor ihr hin und hielt ihr die kleine schwarze Box hin. „Bitte Lira, mein süßer Engel willst du mich heiraten?" Er öffnete zum Schluss die Box und offenbarte so den Ring den er gestern extra gekauft hatte.
Kapitel 326
Lira sah hinab auf ihren Freund und vor allem auf den Ring den dieser ihr darbot. Kurz blickte sie auch über ihn hinweg zu ihren Eltern. Doch diese reagierten nicht auf ihren Blick. Eben hatte ihre Mutter genickt, würde sie also vielleicht nicht verstoßen werden, wenn sie Johns Ring jetzt annahm. Und wenn doch würdest du ihn nicht heiraten? Sie schüttelte den Kopf und antwortete der Stimme in ihrem Kopf: „Natürlich würde ich ihn trotzdem heiraten!"
John fragte entsetzt: „Du willst mich nicht heiraten?"
Lira sah ihn erschrocken an, hatte sie gerade wirklich den Kopf geschüttelt!? Schnell sagte sie also: „Doch natürlich will ich dich heiraten, ich liebe dich auch!" John fragte nun etwas verwirrt: „Warum hast du dann eben den Kopf geschüttelt?" Lira erklärte, dass sie in Gedanken einer inneren Stimme geantwortet habe. „Diese innere Stimme hat mich zynisch gefragt ob ich, sollten meine Eltern mich trotz deines Schwurs verbannen, mich dann nicht mir dir verloben wollen würde! Deswegen habe ich mit dem Kopf geschüttelt." John brauchte einige Sekunden, dann lächelte er und nahm den Ring aus der Box. „Das scheint mir wie ein komplizierter Gedankengang, aber ich glaube jetzt verstehe ich ihn …"
Ihr Freund steckte ihr nun den Ring auf ihren rechten Ringfinger. „Darf ich meine Verlobte jetzt küssen?", fragte John leise. Sie nickte mit strahlenden Augen und so fühlte sie wenige Sekunden Johns Lippen auf ihren eigenen.
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Nachdem sie sich aus ihren Verlobungskuss mit John gelöst hatte sah sie wie ihre Mutter aufstand und auf sie zukam. Sie machte sich innerlich auf alles gefasst. In diesem Moment war es ihr letztlich egal ob sie verbannt wurde. Sie gehörte nun ganz fest zu John, sie würde ihn heiraten und seine Frau werden. Diese Aussicht alleine machte sie unglaublich glücklich.
Ihre Mutter stand nun direkt hinter John und räusperte sich dann. John drehte sich um und stellte sich neben sie. Einen Arm hatte er um ihre Hüfte geschlungen. Sie blickte in die Augen ihrer Mutter und lächelte immer noch zutiefst zufrieden.
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„Hmpf… Ich werde eure Verlobung wohl akzeptieren müssen!", sagte Evelyn. Sie schwieg kurz und fuhr dann fort: „Denn ich sehe jetzt gerade nur das reinste Glück in euren Augen, ihr liebt euch also wirklich mehr als alles andere auf der Welt …" Sowohl Lira als auch John nickten an dieser Stelle. Evelyn nickte also und sagte mit einem Seufzen: „So nehmt denn meinen Segen und den meines Hauses und seit glücklich zusammen!"
Lira fragte mit zitternder Stimme: „Bin ich nun verbannt?"
Evelyn schüttelte den Kopf und sagte: „Nein, wenn irgendwer aus der Familie meine Entscheidung missbilligt, so würde ich mich im Notfall mit dir verbannen lassen. Mir ist das Glück meiner Tochter mehr wert als irgendwelche alten Familienbande!" Sie wandte sich nun an John und reichte ihm ihre Hand. „Herzlich Willkommen in der Familie und Gratulation, das du es geschafft hast mich von meinen alten Überzeugungen abzubringen!" John schüttelte ein Wenig ängstlich ihre Hand und murmelte: „Danke das du mich in der Familie akzeptierst, ich fühle mich geehrt."
Kapitel 327 [島大陸]
Ungefähr als die Sonne im Zenit stand wurden James, Lily und die anderen von einem Wanderer aufgehalten. „Hier bin ich, entschuldigung das ich euch so lange habe warten lassen!", sagte Kota und verbeugte sich knapp. Cataleya schob die anderen beiseite und blieb wütend direkt vor ihm stehen. „Ich hatte Fragen an dich, warum bist du vor ein paar Tagen einfach abgehauen?", wollte sie energisch wissen. Kota legte eine Hand auf ihre Schulter und sagte: „Ich war in Eile, wenige Stunden vor meinem Besuch bei euch ist unser Vater ermordet worden. Ich musste schnell wieder zurück und das Chaos unter Kontrolle bringen." Cataleya sah ihn mit großen Augen an und fragte: „Er ist tot?"
Kota nickte. Dann wandte er sich an alle und sagte: „Folgt mir, hier sind wir nicht sicher!" Ohne zu zögern taten Cataleyas Freunde das. Kota führte sie in eine kleine Höhle einige Kilometer weiter weg unten direkt an der Küste. Dort veränderte er auch seine Gestalt und sah nun wieder so aus wie sie ihn zum ersten Mal getroffen hatten. Nun das er jetzt keine Rüstung trug. Er setzte sich auf einen Stein in der Mitte der Höhle und sagte nun: „Macht es euch ruhig bequem, das könnte eine Weile dauern!" Die Jugendlichen folgten seinen Worten und setzten sich auf den Boden.
Kota wandte sich zuerst direkt an Cataleya und sagte: „Ich kenne inzwischen die Wahrheit wie du zu den Göttern gekommen bist." Cataleyas Augen wurden etwas größer und sie fragte: „Du wusstest es also nicht schon immer?" Kota schüttelte den Kopf. „Mein Vater hat es mir in seinen letzten Stunden gestanden, er hat mir allgemein vieles erzählt, doch auch wie er zu dir gekommen ist." Mason fragte nun: „Warum wurde ihr Heimatdorf dann zerstört?" Kota richtete seine Augen auf Mason und fragte: „Und du bist der Freund von meiner Adoptivschwester?" Masons Wangen verfärbten sich leicht, aber er nickte. Kota lächelte und sagte: „Ihr Dorf wurde auf Befehl meines mir ebenfalls bis vor kurzem unbekannten Bruders Waru zerstört. Er wollte ein junges geeignete Mädchen finden um es meinem Vater als Ziehtochter und Ersatz für etwas zu geben, was er ihm gestohlen hatte."
Cataleya atmete entsetzt auf und fragte: „Um was für eine Art ‚etwas' handelt es sich hier?" Kota sah seine Adoptivschwester an und erklärte: „Es gibt zwei wichtige Gegenstände die die magischen und nicht-magischen Kräfte in dieser Welt im Gleichgewicht halten, einen davon hat Waru gestohlen." Cataleya nickte und fragte dann: „Warum habe ich nie von diesen Waru etwas gehört?" Kota antworte ruhig: „Aus dem selben Grund warum ich nie etwas von ihm erfahren habe, mein Vater hat ihn gehasst." Kurz schwieg Kota, dann fuhr er mit geschlossenen Augen fort: „Damals als meine Mutter noch gelebt hatte, und ich nur ein sehr kleiner Junge war hat er wohl meinen Vater zu einem Duell herausgefordert und durch einen üblen Trick gewonnen. Mein Vater hat diesen Sieg natürlich nicht anerkannt und ihn verbannt. Doch bevor er den Hof meines Vaters verlassen hatte, hat er noch etwas gestohlen. Den einen magischen Gegenstand, den der magischen Kräfte. Mit ihm ist er in den Norden geflohen."
Cataleya nickte und fragte nun etwas leiser: „Hast du irgendeine Ahnung ob außer mir noch irgendwer den Angriff auf mein Dorf überlebt haben könnte?"
Kapitel 327 [島大陸]
Kota schüttelte den Kopf und sagte: „Tut mir Leid, aber ich befürchte du warst die einzige! Zumindest hat mir mein Vater nichts anderes erzählt." Cataleya nickte mit düsteren Augen.
Kota fuhr nun fort: „Nach diesem Vorfall hat Waru wohl den Norden für sich beansprucht und das war der Grund warum mein Vater dir und mir immer verboten hat das Gebirge Wakeru nach Norden hin zu verlassen." Cataleya nickte nur und sah weiterhin zu Boden. Kota sah kurz zu ihr, dann erklärte er: „Da mein Vater nun tot ist beansprucht Waru seinen Thron. Doch er darf nicht der nächste König der Götter werden, er ist kaltherzig und verwegen."
Freya meldete sich nun unsicher zu Wort und fragte: „Warum braucht es überhaupt Götter?"
Einen Moment war es sehr still, dann meinte Kota: „Naja, irgendwer muss doch die Ordnung wahren, oder!?" Zara sagte dazu: „Ich würde mich nicht gerne von merkwürdigen übermächtigen Wesen beherrschen lassen!" Mason nickte, fragte aber: „Was hat das alles jetzt mit unser Mission zu tun?" Kota schüttelte über Freya und Zara den Kopf und wandte sich an Mason. „Dazu wollte ich gerade kommen, also wenn ihr dieser Welt helfen wollt, hört mir jetzt genau zu!"
Er wartete ein bestätigendes Nicken der Jugendlichen ab, dann erklärte er ihnen, dass das gestohlene magische Artefakt ein Ring sei, der in einer unterirdischen Anlage unter dem See der Phantasie versteckt sei. „Woher weißt du das?", fragte Lexi nachdenklich. Kota wirkte kurz etwas genervt, dann aber antwortete er ihr freundlich: „Ich habe ihn belauscht als er zu einem seiner Diener gesprochen hat." Nun wieder zu alle gewandt fuhr er fort: „Dieser See liegt weit im Norden und ist umgeben von einem unüberwindbarem Gebirge. Es gibt aber eine Höhlenverbindung von unterhalb der Stadt Zru-Karse bis in dieser Anlage."
Charlie sagte halblaut: „Die Stadtbewohner haben diese Stadt und auch diese Anlage erwähnt. Einige haben behauptet diese Anlage würde wieder in Betrieb genommen werden." Kota nickte und erklärte: „Das könnte auch gut sein aber vielleicht sind das auch nur Gerüchte …"
Lily stellte nun die Frage, die auch James gerade vorhatte zu stellen: „Warum kümmerst du nicht selbst darum?" Kota sah wieder etwas frustriert aus, doch er ließ sich nicht anmerken, dass er verstimmt sein könnte. Genauso höflich wie immer antwortete er Lily: „Ich kann das nicht erledigen, weil meine Anwesenheit am Hofe verlangt wird. Waru verbietet quasi allen sich frei zu bewegen, nur weil ich sein Bruder bin, durfte ich überhaupt den Hof verlassen." Er stand nun auf und ging zum Höhlenausgang. Dort drehte er sich noch einmal um und sagte: „Er gibt vor nach dem Mörder seines und meines Vaters zu suchen, doch ich bin mir hundertprozentig sicher, dass er es selbst war. Bitte sucht nach diesen Ring und meldet euch dann wieder bei mir. Hier nehmt dieses Amulett um mir mitzuteilen das ihr es geschafft habt." Er übergab an dieser Stelle Lily ein goldenes Amulett mit einem purpur leuchtenden Stein. Dann erklärte er: „Einer muss es tragen und dann laut meinen Namen sagen, dann werde ich wissen das ihr erfolgreich gewesen seid. Geht etwas tiefer in diese Höhle, dort habe ich ein Portal erschaffen, mit dem ihr direkt zum Eingang des Höhlensystems reisen könnt. Geht weder in die Hafenstadt noch nach Zru-Karse, dort sucht man jetzt bereits nach einer Gruppe von Jugendlichen. Meidet jegliche Konfrontation mit anderen Menschen, auf eure Köpfe ist ein stattliches Kopfgeld ausgelegt, dass die allermeisten sehr gerne hätten."
Mit diesen Worten verabschiedete sich Kota und verließ die Höhle. James, Lily, Freya, Zara, Charlie, Lexi, Mason und Cataleya sahen ziemlich verwirrt aus und jeder von ihnen fragte sich etwas ähnliches: „Wie sollen wir das bloß hinbekommen?"
Kapitel 329 [P18]
Nach dem üblichen Mittagessen mit Jessicas Eltern setzte sich Jack mit seiner Freundin in ihr Zimmer auf ein bequemes Sofa und streichelte ihre Schulter. „Süße, was wollen wir heute machen?", fragte er und rückte etwas näher an sie heran. Sie kicherte und setzte sich auf seinen Schoß. „Ich weiß nicht, es ist ein schöner Sommertag also sollten wir nach draußen gehen, was meinst du?" Jack zog sie zu einen Kuss an sich und rieb seine Nase an ihrer. „Das hört sich gut an, lass uns losgehen!", murmelte er. Doch seine Arme ließ er um sie geschlungen.
Sie wartete kurz, doch als er keine Anstalten machte sie loszulassen fragte sie neckisch: „Wir sollen wir rausgehen, wenn du mich nicht loslässt?" Jack grummelte etwas unverständliches und küsste sie erneut. Sanft zog er nun ihr T-Shirt etwas aus ihrer Hose und streichelte ihren weichen Rücken. Jessica legte den Kopf schief und fragte: „Willst du wirklich rausgehen oder lese ich da etwas ganz anderes in deinen Augen?" Jack grinste verlegen und murmelte: „Wenn du Lust hast, wie wäre es wenn wir vorm Rausgehen noch einmal miteinander Sex haben?"
Jessica grinste nun ebenfalls und bemerkte: „Du bist leicht zu durchschauen!" Als er daraufhin leicht errötete fügte sie hinzu: „Aber gerne, las uns aber die Tür abschließen!" Jack grinste und zog die Vorhänge vor ihr Fenster während sie die Tür abschloss. Im Anschluss zogen sie sich aus und seine Freundin schob ihn zum Bett. Dort setzte sie sich hin und hielt ihn dazu an vor ihr stehen zu bleiben. „Ich will Oralsex!", erklärte sie und führte sich sein Glied in ihren Mund.
Kapitel 330 (16.07.1978 | 2AU)
Katie und Frank:
Ungefähr gegen Mittag schlenderten Katie und Frank zusammen durch die kleine Stadt in welcher er lebte und bewunderten die schönen ansehnlichen Gärten. Sie war bereits seit einer Woche bei ihm und musste sagen sie liebte die ruhige Landluft. Es war ein ganz anderes Gefühl als bei ihr in der Großstadt. Gerade kamen sie an einem kleinen See an und ihr Freund fragte sie ob sie Lust hätte hier etwas mit ihm auszuruhen. Sie nickte glücklich und schmiegte sich leicht an ihn als sie nebeneinander auf der Bank direkt am Wasser saßen.
„Süße, was hältst du von der Idee zusammenzuziehen?", fragte Frank nach einigen Minuten. Sie öffnete ihre Augen und sagte mit einem Lächeln: „Das hört sich nett an, ich würde mich freuen wenn ich mit dir zusammen wohnen würde." Frank küsste sie liebevoll und schlug dann vor sich doch mal einige Angebote anzuschauen. „Es müssten natürlich billige sein, aber vielleicht gibt es irgendwo etwas was wir uns leisten können!"
Katie kicherte und merkte an: „Du meinst von dem Geld das wir noch nicht verdienen?" Frank grinste schief und murmelte: „Vielleicht könnten uns unsere Eltern zu Beginn etwas helfen, und dann zahlen wir es ihnen zurück!?" Sie zuckte die Schultern und sagte: „Vielleicht …"
Max und Tim:
Gerade schwammen Max und Tim nebeneinander im südlichen Meer von England. Sie hatten zusammen beschlossen zwei Wochen Urlaub zu machen. Sie lebten derzeit in einem kleinen Häuschen nicht weit entfernt vom Meer. Dies war für Max mit die spannendste Zeit seines ganzen bisherigen Lebens. 24 Stunden am Tag Zeit mit dem Jungen verbringen in den er verliebt war. Sie teilten sich hier ein gemeinsames Bett, duschten miteinander und unternahmen jeden Tag etwas anderes lustiges oder interessantes.
Nach einigen weiteren Minuten schwammen sie zurück zum Ufer und legten sich in die heiße Sonne. Tim suchte nach einigen Augenblicken nach Max' Hand. „Ich liebe dich so sehr …", murmelte Tim und drehte sein Kopf zu seinen Freund. Max drehte sich ebenfalls zu ihm und nickte. „Ich liebe dich auch!", sagte er und rückte etwas näher an ihn. Als nächstes küssten sie sich sanft.
Etwas später beschlossen sie wieder zurück zu ihrem Häuschen zu gehen. Sie gingen Hand in Hand und sorgten so dafür, dass manche andere Touristen sich mit kritischen Blick zu ihnen umdrehten. Davon ließen sie sich aber nicht beirren.
Zoe und Mason:
Zoe saß am Nachmittag des 16. Juli alleine auf einer Schaukel auf einen Spielplatz in der Nähe des Hauses ihrer Eltern. Obwohl die Sonne strahlend vom Himmel schien war sie betrübt und traurig. Sie hatte sich nämlich mit ihrem Freund gestritten und schon seit knapp einer Woche nichts mehr von ihm gehört. Er war so wütend auf sie gewesen, als sie ihm erzählt hatte, dass es bei einer Party mit ein paar Freunden von außerhalb Hogwarts zu einigen Küssen wegen einer Runde Flaschendrehen gekommen war, dass sie sich nicht einmal mehr hundertprozentig sicher war, ob sie überhaupt noch zusammen waren.
Sie hoffte sehr, dass er nicht mit ihr Schluss machen würde. Es waren doch nur Küsse wegen einer sich drehenden Flasche gewesen, nichts ernstgemeintes. Sie wippte etwas vor und zurück und fragte sich ob sie wohl zu ihm apparieren sollte. Würde er ihr verzeihen, wenn sie um Vergebung bitten würde!? Könnte sie um Vergebung bitten!?
Sie wusste auf beide diese Fragen keine eindeutige Antwort. Aber diese Situation wie sie gerade herrschte machte sie auch fertig. Sie brauchte das gute Gefühl, dass er an sie dachte und sie vermisste. Sie wollte Briefe von ihm bekommen wo er beteuerte sie über alles andere in der Welt zu lieben. Eine Träne kullerte nun ihre Wangen hinab und viel auf den Rindenmulch der unter der Schaukel verstreut lag.
Nach einigen Minuten die sie noch lustlos hin und her schwang erhob sie sich schließlich mit dem Entschluss zu ihm zu apparieren. Sie wollte sich mit ihm vertragen. Irgendwie sollte das funktionieren. Sie sah sich also um ob irgendein Muggle in der Nähe war, dann drehte sie sich um sich selbst und landete in einer kleinen Seitengasse in der Nähe von seiner Wohnung. Sie war erst ein paar mal dort gewesen, doch den Weg kannte sie trotzdem.
Zehn Minuten später klingelte sie bei ihm an der Tür und straffte gleichzeitig ihre Schultern. Das war ihr erster richtiger Streit, also fühlte sie sich ziemlich unsicher, ihr Herz pochte laut in ihrer Brust und ein Teil in ihr würde am liebsten weglaufen, doch sie rührte sich nicht und wartete nur. Schließlich öffnete er die Tür und erschrak etwas als er sie sah. Dann verengten sich seine Augen und er fragte reserviert: „Was willst du?"
Sie schluckte, dass klang ganz und gar nicht freundlich. War er immer noch so sauer auf sie? Konnte sie dieser Kühle überhaupt irgendetwas entgegnen? Sie murmelte leise: „Mich mit dir vertragen …" Er verschränkte seine Arme vor seiner Brust und machte: „Hmm…" Sie fühlte wie ihre Wangen heißer wurden, wie er so dar stand wirkte es nicht so als wolle er sich mit ihr vertragen. Sie sollte also vielleicht besser gehen, doch andererseits wenn sie jetzt sagen würde, dass es ihr Leid tue, was sie getan hatte, vielleicht würde er dann freundlicher schauen. Sie überwand also ihren Stolz und sagte mit leicht gesenktem Kopf: „Es tut mir Leid, was ich bei dieser Party gemacht habe, ich habe nicht geahnt wie sehr es dich verletzen wird. … Bitte vergib mir!" Das letzte kostete sie besonders viel Kraft. Sie war noch nie gut darin gewesen sich zu entschuldigen.
Kurz war es still, dann öffnete er seine Arme für sie und sofort trat sie dicht zu ihm und ließ sich von ihm fest umarmen. Das fühlte sich so gut an. Er streichelte über ihren Rücken und drückte schließlich begierig seinen Mund auf ihren. Glücklich erwiderte sie seine Küsse und murmelte dann: „Darf ich dann jetzt zu dir rein?" Er nickte und zog sie in seine kleine Wohnung. „Ich habe dich so so vermisst!", sagte er und strich sich mit ihren Fingern eine Träne von seinen Wangen. „Bitte mach so etwas nicht wieder, du hast mich damit wirklich verletzt!", bat er sie inständig. Sie nickte und versprach ihm zukünftig an dieser Art von Trinkspiel nicht mehr teilzunehmen.
Daraufhin gingen sie in sein Schlafzimmer und er fragte sie mit sanfter Stimme: „Zur Feier unserer ersten richtigen Versöhnung nach einem Streit, wie wäre es mit einem entsprechenden Versöhnungssex?" Zoe kicherte mit Tränen in den Augen und nickte.
„Das hört sich feierungswürdig an, also gerne!", sagte sie und setzte sich auf seinen Schoß.
