Kapitel 351 (18.07.1978 | 1AU)
Remus sah Bellatrix mit großen überraschten Augen an. Sie wollte eine Beziehung mit ihm!? Warum war alles nur so seltsam seit ihres plötzlichen Auftauchens? „Eine Liebesbeziehung?", fragte er sicherheitshalber? Vielleicht hatte er sich ja auch verhört? Sie nickte und sagte: „Ich weiß es ist verrückt, aber ich meine es ernst! Ich liebe dich und würde gerne deine Freundin sein!" Sie schwieg kurz und ergänzte: „Mein klarer Verstand und meine Vernunft würden so etwas nie sagen, hier spricht also einzig und allein mein Herz zu dir!"
Ihre Wangen hatten inzwischen einen rosa Hauch angenommen. Remus fand das sah verlockend schön aus. Er streckte seine Hand nach ihr aus und streichelte über ihre weiche Wangen. Jetzt kamen einige Erinnerungen in ihm hoch, wo er dieses Mädchen schon früher ab und zu mit neugierigen und zum Teil interessierten Augen beobachtet hatte. „Du bist schön …", flüsterte Remus leise. Bellatrix errötete noch mehr und fragte dann leise: „Und was ist deine Antwort auf meine Frage?"
Remus zögerte, doch dann antwortete er: „Ich, also … wenn du dir deiner Gefühle so sicher bist, können wir es gerne miteinander versuchen!"
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Bellatrix sah ihn mit großen Augen an. Hatte er das tatsächlich gesagt, war sie jetzt wirklich seine Freundin!? „Sind wir jetzt zusammen?", fragte sie. Remus nickte und flüsterte: „Ja, ich glaube wir sind jetzt ein Paar." Bellatrix hatte das Gefühl inzwischen knall rot zu sein, besonders als ihr der folgende Gedanke kam: Ich habe einen festen Freund! Ich bin in einer Beziehung …
Der Junge nehmen ihr (ihr Freund) legte nun einen Arm um sie und gestand ihr leise: „Ich bin auch in dich verliebt, vielleicht sogar auch schon seit Jahren …" Sie drehte sich zu ihm um und bat ihn sie zu küssen. Remus lächelte und drückte seinen Mund auf ihren. Kurz lagen ihre Lippen nur aufeinander, dann fingen beide an sich gleichzeitig zu bewegen.
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Eine Stunde später, kurz nach Mitternacht schlief Bellatrix und kuschelte sich leicht an ihn. Er hatte sich nach ihrem Zusammenkommen zu ihr gelegt, fragte sich aber jetzt wie es nur dazu hatte kommen können, dass er jetzt mit Bellatrix Black in einem Bett lag.
Sie ist jetzt meine feste Freundin! Wir sind zusammen, ein Paar …
Kapitel 352 (19.07.1978 | 1AU) [島大陸]
Am Nachmittag des dritten Tages in den Höhlen auf den Weg zum See der Phantasie stießen James, Lily und ihre Freunde auf eine weitere Abzweigung. Lily entschied: „Lass es uns wie beim letzten Mal machen!" James war einverstanden und teilte die Gruppen ein.
Gruppe 1: James, Lily und Mason
Gruppe 2: Cataleya, Charlie und Lexi
Gruppe 3: Freya, Zara, Taza, Ben und Kira
Cataleya sagte: „Ich, Charlie und Lexi nehmen den linken Gang, einverstanden?" James nickte und steuerte mit Lily und Mason den rechten Gang an. Freya setzte sich neben Zara auf den Boden und griff nach der Hand ihrer Freundin. „Was willst du als erstes machen, wenn du wieder Zuhause bist?" Zara lehnte sich an sie und murmelte leise: „Dich meiner Tante vorstellen und ihr zeigen was für eine tolle Freundin und Geliebte ich habe!" Freya errötete etwas, lächelte aber glücklich. Sie drehte Zaras Gesicht zu ihrem und gab dem schönen Mädchen, dass ihre Freundin war einen sanften liebevollen Kuss.
Gegen ihre Lippen flüsterte sie: „Ich will dich auch unbedingt meinen Eltern vorstellen, und ich will dich heiraten und allen sagen können: Das da …", sie tippte gegen Zaras Bauch: „… ist meine wundervolle Frau!" Zara wurde ziemlich rot und küsste Freya schnell um diese Nervosität zu verbergen. An dieser Stelle mischte sich Ben ein und sagt: „Also in meinen Dorf hättet ihr schnell heiraten können, ich habe schon ein paar verheiratete Frauen in meinem Heimatdorf gesehen."
Freya und Zara drehten sich beide mit roten Wangen zum Jungen um und Freya fragte: „Wirklich?" Ben nickte und sagte: „Ich weiß nicht ob es auch in anderen Dörfern oder Städten so einfach geht, aber bei uns war es definitiv möglich." Zara wandte sich an Freya und sagte dann nervös: „Vielleicht können wir dann ja vor unserer Rückkehr in unsere Welt hier heiraten!" Freya nickte und stand auf. Sie zog Zara hoch an ihre Seite und umarmte sie fest. „Ich hoffe das wird funktionieren Süße!", sagte sie und küsste Zara dann zärtlich. Taza erhob sich nun ebenfalls und trat zu den beiden. „Ich habe in meinem Dorf die Aufgabe gehabt Paare zu vermählen, wenn ihr also sicher seid euch wahrhaftig zu lieben, könnte ich euch hier und jetzt verheiraten. Wollt ihr das?"
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Zara sah Taza mit großen Augen an. „Da könntest du?", fragte Freya mit übermäßig laut schlagendem Herzen. Taza nickte und grinste als sie sah wie nervös die beiden plötzlich waren. Freya wandte sich an ihre Freundin und fragte: „Was meinst du?" Zaras Herz schlug rasend schnell, wenn sie jetzt zustimmte, würde sie vielleicht gleich tatsächlich verheiratet sein. Vielleicht nicht nach dem Standard der in England akzeptiert werden würde, aber symbolisch und das bedeutende ihr viel mehr. Will ich mein ganzes Leben wirklich mit Freya verbringen? Sie lächelte weil diese Frage so leicht zu beantworten war.
Schließlich sagte sie also: „Ich würde dich gerne hier und jetzt heiraten!"
Freya wurde noch röter, doch wandte sie sich nun an Taza und bat sie: „Bitte verheirate uns!" Taza nickte und bat sie dann sich hinzuknien. Dem folgten Freya und Zara und hielten jeweils (Freya ihre linke, Zara ihre rechte) eine Hand nach vorne. Taza sah ihnen abwechselnd in die Augen, dann fragte er sie mit tiefen Ernst: „Wollt Ihr beide für immer zusammenbleiben, euch lieben und den anderen jeweils für den Rest eures Lebens an eurer Seite wissen?"
Freya sagte mit zitternder Stimme: „Ja, ich will!"
Zara nickte und flüsterte mit leiser aber deutlicher Stimme: „Ja, ich will!"
Taza verschränkte nun ihre Finger miteinander und sagte mit feierlicher Stimme: „Dann erkläre ich Euch hiermit für verheiratet, ihr dürft Euch jetzt küssen!"
Freya und Zara erhoben sich und sahen einander mit leuchtenden Augen an, dann küssten sie sich voller Leidenschaft. Dieser Kuss fühlte sich so intensiv und interessant an, fast wie ihr erster Kuss.
„Ich liebe dich mein Engel!", murmelte Freya.
Zara grinste sie nach einem Kuss an und sagte: „Ich dich auch Süße Frau!"
Kapitel 353 [島大陸]
Lexi ging etwas hinter ihrem Freund durch den dunklen Gang. Dank ihres und Charlies Zauberstab konnte man zwar gut drei Meter um sie herum alles sehen, doch danach wurde es ziemlich schnell sehr dunkel. Sie mochte es hier unten überhaupt nicht. Schon bei dem Keller bei ihr Zuhause hatte sie häufig Angst alleine runter zu gehen, doch im Vergleich zu dem hier war das ein Kinderspiel. Sie hatte besonders Angst davor irgendwelchen seltsamen Geister-Kreaturen zu begegnen.
Plötzlich hörte sie aus dem Nichts heraus ein seltsames Geräusch. Sie blieb stehen und sah sich um, doch da war nichts. Es hatte sich etwas wie das Flattern von Flügeln angehört. „Leute …", fing sie, doch weiter kam sie nicht, weil Cataleya plötzlich von hinten in sie rein lief. Erschrocken drehte sie sich um und entschuldigte sich sofort. Dann, gerade als sie sich wieder umdrehen wollte, sah sie ein leuchtendes Augenpaar, welches einige Meter hinter ihnen in der Dunkelheit schwebte und zu ihnen hinüber sah.
Sie schrie nun und deutete in die passende Richtung.
Sofort war Charlie neben ihr und legte einen Arm um sie. „Was ist los mein Engel?", fragte er und streichelte ihre Wangen. Lexi hob den Arm und zeigte zu dem gelb leuchtenden Augenpaar. Charlie blickte in die exakt selbe Richtung, sagte aber: „Ich sehe nichts!" Cataleya warf nun ein: „Ich habe Euch bereits von diesen Wesen erzählt, sie sind unheimlich aber harmlos …"
Sie gingen noch ein Stück weiter und stellten dann fest, dass sie einer Sackgasse gefolgt waren.
Lexi versuchte entspannt und locker zu bleiben und sagte deshalb: „Dann las uns mal zurück gehen!"
Kapitel 354 [島大陸]
Lily, James und Mason waren noch nicht so weit gegangen, als sie auf den toten Körper eines Zwerges stießen. Es handelte sich um kein Skelett, sondern tatsächlich um eine relativ frische Leiche. Zumindest wenn Lily den Geruch richtig deutete. Sie hatte diesbezüglich keinen genauen Kenntnisse und beabsichtigte auch nie welche zu bekommen. Auch Mason und James hielten sich ihre Nasen zu und versuchen der Leiche so gut wie möglich auszuweichen.
Nachdem sie dies geschafft hatten gingen sie nun langsamer und noch bedachter als zuvor weiter. Keiner hatte nämlich irgendeine Ahnung, was den Zwerg wohl getötet haben konnte. Doch bei einem waren sie sich einig, sie ahnten, dass sie dem, was auch immer es sein mochte, wahrscheinlich besser nicht begegnen sollten.
Einige Minuten später griff James nach ihrer Hand und flüsterte: „Liebste wie wäre es wenn wir unser Kind, sollte es ein Junge werden Harry nennen!" Lily sah ihn verwundert an und fragte: „Wie kommst du jetzt darauf?" Ihr Freund grinste leicht und sagte: „Harry ist ein schöner Name, das ist mein ganzer Gedankengang …" Lily fragte: „Und was wenn es ein Mädchen wird?" James überlegte kurz, dann schlug er vor: „Wenn wir eine Tochter bekommen, könnten wir sie Amber nennen, wie fändest du das?"
Lily grinste und gab ihm einen Kuss. Dann sagte sie: „Gute Idee, lass uns später noch einmal in Ruhe darüber reden!"
Kapitel 355 [島大陸]
Als alle wieder zusammen waren erzählte Lily: „Im rechten Gang geht es nicht weiter, da liegt nur auf halben Weg eine ziemliche stark stinkende Leiche eines Zwerges, aber ansonsten gibt es dort nichts!" Cataleya sagte: „Das ist ungünstig, denn im linken Gang geht es auch nicht weiter!"
James kratzte sich unschlüssig am Kopf und sagte schließlich: „Vielleicht hätten wir dann bei der letzten Abbiegung doch den anderen Gang wählen sollen!?" Freya schüttelte energisch den Kopf und erklärte: „Nein, da waren diese merkwürdigen Geisterwesen, es war gut den Gang zu nehmen, für den wir uns auch entschieden haben. Außerdem hat Cataleya doch diesen Wegstein entdeckt, es muss hier also irgendwie weitergehen!" Taza hob nun etwas ihre Hand.
„Ja?", fragte Lily und nickte ihr zu.
Taza äußerte die Überlegung, dass es in einen der Gänge vielleicht einen geheimen Gang geben könnte. „Wahrscheinlich in der Nähe der Zwergenleiche, vielleicht war das ein Abenteurer der mehr wusste als wir!?", endete sie.
Die anderen blieben kurz stumm, dann nickten sie und Mason meinte anerkennend: „Gute Idee, darauf hätte ich auch kommen können!"
Kapitel 356
Am späten Vormittag klingelte Sirius bei seinem Freund Remus, er musste dringend mit ihm sprechen. Er hatte ihn auch seit einigen Wochen nicht mehr gesehen, doch ganz speziell ging es ihm heute darum ihn wegen der Wie-geht-es-James-Aktion um Hilfe zu bitten. Er musste nicht lange warten, dann öffnete ihm Matilda die Tür. „Hi Matilda!", sagte Sirius und fragte dann wo Remus gerade sei. Remus' Mutter lächelte ihn freundlich an und sagte dann: „Dein Freund ist im Gästezimmer, bei Bellatrix!"
Sirius fiel fast die Kinnlade zu Boden, als er diese Worte hörte. Matilda grinste ihn an und ergänzte: „Lass mich dich noch etwas mehr schocken und dir erzählen, dass sie seit gestern Abend ein Paar sind." Nun war es mit Sirius' Verstand vollends vorbei. Er murmelte etwas unverständliches und eilte durch den Flur zu der Tür gleich neben der Treppe nach oben. Dort hatte er zu den Gelegenheiten geschlafen, wenn er seinen Freund gelegentlich besucht hatte. Er stieß die Tür auf ohne zu klopfen und sah, wie sich Remus gerade zu dem schwarzhaarigen Mädchen welches er von vielen alten Familientreffen her kannte, beugte und sie küsste.
Er betrachtete die Szene komplett geschockt. Was geht hier nur ab? Warum küsst er sie!? „Remus, was ist hier los?", fragte er laut und sorgte so dafür, dass sich das Paar von einander löste. Sein Freund drehte sich zu ihm um und wurde dann ziemlich rot im Gesicht. Bellatrix errötete ebenfalls, was ihn verwunderte. Remus erhob sich von der Bettkante und trat einen Schritt auf ihn zu. „Lass mich dir einiges erklären, ich glaube du hast einige Fragen!", sagte Remus und lächelte nun etwas nervös. Sirius nickte sofort. Remus blickte kurz zurück zu Bellatrix und sagte dann, nachdem er sich wieder Sirius zugewandt hatte: „Also kurz zusammengefasst … Bellatrix ist nicht so böse wie wir es immer dachten, auch sie kämpft gegen Voldemort. Vorgestern nach dem Frühstück ist sie mit schlimmen Verletzungen zu mir gekommen und gestern kurz vor Mitternacht sind wir irgendwie zusammen gekommen. Bitte sei also nett zu ihr und gib ihr eine Chance!"
Das letzte sagte Remus mit flehentlichen Augen und zur Bekräftigung seines vorletzten Satzes sagte er jetzt noch: „Ich war vielleicht schon früher etwas in sie verliebt und habe es nur nicht so wahrgenommen, doch jetzt bin ich es auf jeden Fall!" Er trat zur Seite und sagte leise: „Ihr kennt Euch wahrscheinlich schon, trotzdem lass mich Euch einander vorstellen." Remus deutete auf Bellatrix und sagte: „Sirius das ist meine neue Freundin Bellatrix Black!" Als nächstes zeigte er auf ihn und sprach zu dem Mädchen, welches im Bett lag und die Szene aufmerksam verfolgte: „Bellatrix, das ist mein Freund Sirius Black!"
Kurz war es still, dann trat Sirius näher auf seine Cousine zu und sagte bedrohlich leise: „Ich weiß nicht wie das passieren konnte, doch wenn du es wagen solltest meinen Freund Schaden zuzufügen werde ich dich umbringen, ist das klar?" Bellatrix richtete sich unter einem leisen schmerzvollen Zischen auf und sah ihm fest in die Augen. Mit klarer und nur gelegentlich stotternder Stimme sagte sie: „Ich schwöre dir, dass ich ihm nichts schlechtes antun werde! Ich ähm… habe mich tatsächlich in ihn verliebt und will einfach nur glücklich werden!"
Sirius schwieg daraufhin kurz und meinte dann kurz angebunden: „Okay, aber ich vertraue dir nicht!" Dann erhob er sich und ging zurück zur Tür. Remus folgte ihm und fragte ihn, nachdem sie das Gästezimmer verlassen hatten: „Weshalb bist du aber gekommen, ist etwas passiert?" Sirius erinnerte sich nun an den eigentlichen Grund seines Besuches und nickte. „Lass mich dir alles erzählen …", fing er also an.
Kapitel 357 (19.07.1978 | 2AU)
Luca saß am Nachmittag nach der Trennung von seinem Freund in einer Bar in der Nähe und trank etwas. Er fühlte sich seltsam und merkwürdig. Gestern hatte er zum ersten Mal seit Monaten nicht mehr mit Stanley geschlafen. Es hatte sich komisch angefühlt nicht mehr seinen warmen Körper dicht an seinem zu wissen. Auch die Küsse und Streicheleinheiten vorm Schlafen hatte es letzte Nacht natürlich nicht gegeben. Er griff nach dem Bierglas vor sich und leerte es in einem Zug. War es wirklich klug gewesen sich von ihm zu trennen!? Er wusste es nicht.
Gerade als er sich ein neues Bier bestellen wollte setzte sich ein Mädchen zu ihm, dass er noch aus Hogwarts kannte. „Scarlett?", fragte er etwas unsicher. Sie nickte und lächelte ihn an. „Wie geht es dir Luca?", fragte sie und winkte dem Kellner der wegen Lucas Blick kommen wollte weg. Luca murmelte etwas von wegen: „Trennung von Stanley" und erhob seine Hand um jetzt noch ein Bier zu bestellen. Scarlett aber griff nach seinen Händen und sagte: „Du solltest nicht noch mehr trinken, komm lass uns etwas spazieren gehen!" Luca zögerte, nickte schlussendlich doch und folgte ihr nach draußen.
Vor der Tür bot Scarlett ihm ihre Hand an und fragte ihn: „Wie konnte es zur Trennung von Stanley kommen, ich hatte immer den Eindruck ihr würdet super zusammenpassen?" Luca nickte und begann dann zögerlich zu erzählen, dass er sich plötzlich merkwürdig gefühlt hatte mit einem Jungen zu schlafen. Er sah in ihre Augen und sagte: „Vielleicht war ich nie wirklich in ihn verliebt, wer weiß!? Jetzt haben wir auf jeden Fall vereinbart uns erst einmal zu trennen und, sollten wir es in drei Monaten beide wieder wollen, dann erneut zusammenzukommen."
Scarlett grinste und meinte: „Das klingt skurril aber interessant, aber warum hast du dich plötzlich unwohl mit ihm gefühlt?" Luca zuckte mit den Schultern und antwortete: „Warum es damit plötzlich angefangen habe, weiß ich nicht, aber ich habe mir an dem Morgen mehrmals vorgestellt wie es wohl wäre einem Mädchen auf ähnliche Arten und Weisen nahe zu sein, wie zuvor immer nur Jungen." Inzwischen waren sie in einem kleinen Park angekommen. Scarlett fragte ihn: „Du klingst neugierig, willst du mich vielleicht Mal küssen?"
Luca sah zur Seite in Scarletts Augen. Dieses Mädchen bot ihm gerade an sie zu küssen, wollte er das wirklich!? Er zögerte kurz, doch dann nickte er und sagte: „Gerne, ich bin super neugierig wie sich das wohl anfühlen wird." Scarlett grinste und zog ihm zu einer nahen Bank. Dort setzte sie sich auf seinen Schoß und sagte: „Küss mich!"
Er sah nervös in ihre Augen und nährte sich ihren Lippen. Als er noch noch Millimeter entfernt war stoppte er kurz und sagte zu sich selbst: „Das könnte meine Zukunft gravierend verändern, will ich das wirklich!?" Einige Sekunden rührte er sich nicht, dann drückte er seinen Mund auf Scarlett und küsste sie scheu.
Kapitel 358
Am Nachmittag des 19. Julis lag Lexi zusammen mit ihrer Freundin Leah im Garten ihrer Eltern und sah hinauf in den wolkenlosen blauen Himmel. „Ich liebe dich so sehr!", murmelte sie und drehte ihren Kopf etwas. Leah sah auch zur Seite und so traf sich ihr Blick. „Ich liebe dich auch!", sagte ihre Freundin und rutschte etwas näher an sie heran. Kurz darauf küssten sie sich und rieben ihre Nasen etwas aneinander.
„Was willst du beruflich machen?", fragte Lexi zwischen zwei Küssen. Leah küsste sie erneut und sagte dann: „Ich will einen Blumenladen eröffnen, dass ist schon seit jeher mein Traum gewesen." Lexi grinste und meinte: „Das ist herrlich, denn ich mag Blumen, du kannst mir dann immer die schönsten zeigen und mir gelegentlich vielleicht sogar welche mitbringen!" Leah nickte und schlang einen Arm um sie. „Würdest du denn mit mir zusammen wohnen wollen, irgendwann mal?", erkundete sich Leah. Lexi musste nicht lange nachdenken, klar wollte sie das. Dementsprechend nickte sie und schwang dann ein Bein über sie und saß nun auf ihrer Freundin.
„Ich liebe dich mein Engel!", sagte sie und knöpfte erregt die Bluse des Mädchens unter ihr auf. Dann wenige Augenblicke später lag Lexi auf Leah und streichelte ihre weichen Brüste nackten Brüste. Die Mädchen küssten sich derweil.
Kapitel 359
Am frühen Abend des 19. Julis bat Frank seine Freundin noch einmal um einen Sparziergang. Er sagte ihr, dass er ihr noch etwas schenken wolle, bevor sie am nächsten Tag zurück nach London apparieren würde. Neugierig was es wohl sein würde lächelte Katie ihn an und sagte: „Okay, aber danach sollten wir bald schlafen gehen!"
Als sie beim kleinen See angekommen waren kniete sich Frank vor Katie nieder und griff in seinen Umhang. „Liebste süßeste Katie, seitdem ich mit dir zusammen bin, bin ich durchgehend so unglaublich glücklich, dass ich dich jetzt bitte mich zu heiraten!" Er öffnete die kleine Box die er aus seiner Innentasche gezogen hatte und hielt sie ihr hin. „Bitte werde meine Frau Katie!", bat er sie nun und sah ihr nervös in die Augen.
Katie starrte ihren Freund fasziniert von dem Glanz in seinen Augen an. Er wollte sie tatsächlich heiraten? Er wollte sein Leben mit ihr teilen und mit ihr zusammen alt werden? Davon zu Tränen gerührt nickte sie schnell und sagte etwas atemlos: „Ja, ich will deine Frau werden!" Sie griff sich den Ring und steckte ihn sich an ihren linken Ringfinger. Dann kniete sie sich zu Frank und schlang ihn fest in ihre Arme. Nachdem sie ihn einige Male zärtlich geküsst hatte, flüsterte sie überglücklich: „Ich liebe dich so sehr Frank!" Ihr Verlobter lächelte sie ebenso nervös an und antwortete super erleichtert: „Ich liebe dich auch Katie!"
Nach einigen weiteren Küssen kehrte das frisch verlobte Paar zurück und kuschelte sich zwanzig Minuten später eng aneinander in sein Bett. Bald schliefen sie ein und versanken in glückliche Träume von ihrer gemeinsamen Zukunft.
Kapitel 360 (19.07.1978 | 1AU) [島大陸]
Den ganzen Tag über hatten James, Lily und ihre Freunde nach einen möglichen Geheimgang gesucht, doch sie waren nicht fündig geworden. Irgendwann am Abend lehnte sich Zara erschöpft gegen die Tunnelwand und sagte zu ihrer Freundin: „Mein Rücken tut weh und ich bin erschöpft, lass uns eine kleine Pause einlegen." Freya gähnte und sagte: „Gerne, ich bin auch ziemlich müde aber schlafen sollten wir wahrscheinlich nicht alleine!" Lily, die auch mit ihnen unterwegs war stimmte ihnen bezüglich des ‚nicht-aleine-Schlafens' zu, sagte aber: „Lass uns noch ein Bisschen weitersuchen, wenn wir dann nichts finden kehren wir zu den anderen zurück, okay?"
Zara nickte etwas missmutig und stieß sich wieder von der Höhlenwand ab. Sie gingen also weiter und erreichten etwas später das Ende des Ganges. Nichts, sie hatten wieder nichts gefunden! „Großartig, das hat sich ja wieder gelohnt!", sagte sie frustriert und trat gegen einen herumliegenden Stein.
„Ahhh… verdammte Scheiße!", fluchte sie, denn der Stein war härter als gedacht und nun pochte ihr großer Zeh vor Schmerzen. Sie presste die Augen kurz zusammen und ballte ihre Fäuste. „Was ist das denn?", fragte Freya. „Das ist er, endlich!", rief Lily begeistert.
Zara öffnete ihre Augen wieder und rieb sich die Tränen aus den Augen. Direkt vor ihr hatte sich eine Öffnung in der Wand aufgetan. Sie sah runter zu dem ‚Stein' und fragte sich ob dieser vielleicht Teil eines versteckten Mechanismus gewesen war. Lily kam zu ihr und drückte sie fest. „Danke, du hast uns alle gerettet!", sagte sie und grinste sie einige Sekunden später an.
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Nach dieser Entdeckung machten sich Freya und Zara zu zweit auf den Rückweg um die anderen zu holen während Lily den Geheimgang bewachte. Sie fühlte sich zwar ein wenig unwohl so ganz alleine hier zu warten, doch würde es hoffentlich auch nicht zu lange dauern bis James und die anderen hier ankommen würden. Sie setzte sich gegenüber des Geheimgangs auf den Boden und dachte darüber nach ob sie ‚Amber' oder ‚Harriet' als potentielle Namen für ihr Kind (sofern es ein Mädchen werden würde) schöner finden würde.
Zwanzig Minuten später hörte Lily Schritte die näher kamen. Sie erhob sich um ihre Freunde in Empfang zu nehmen. Plötzlich hörte sie ein lautes Fauchen aus der selben Richtung aus der auch die Schritte gekommen waren. „Was!?", fragte sie sich selbst und zog sicherheitshalber ihren Zauberstab. Die Schritte beschleunigten sich jetzt und wenige Augenblicke später tauchte James auf. Er kam um die nächste Ecke gerannt und rief Lily sofort zu: „Schnell , wir werden verfolgt!" Lily zeigte ihrem Freund sofort den Geheimgang und fragte ihn dann: „Was ist hinter euch her?" James zuckte die Schultern und antwortete: „Weiß nicht, irgendetwas großes und schnelles schätze ich." Als nächstes kamen Mason, Cataleya und Taza. Sie alle rannten an Lily und James vorbei und zwängten sich einen nach den anderen durch die schmale Öffnung in der Wand. Wieder fauchte Was-auch-immer und diesmal klang es deutlich näher. Lily rief: „Beeilt Euch!", in den Gang aus dem die Schritte und das Fauchen kamen und hoffte keiner würde hier sterben, denn Kota schien jetzt gerade nicht wirklich die Kontrolle über diese Welt zu haben.
Wenige Momente später kamen Freya, Zara, Ben und Kira angehetzt. Erstere beide halfen den Kindern zuerst durch die Öffnung, bevor sie selbst ebenfalls hindurch kletterten. James sagte jetzt zu Lily: „Jetzt bist du dran, geh!" Lily schüttelte den Kopf und meinte: „Ich bleibe bis alle anderen in Sicherheit sind!" James fauchte wütend und packte sie beim Arm, dann rannte er mit ihr bis zur Öffnung und apparierte mit ihr auf die andere Seite. Lily löste sich zornig von ihm und wollte ihn gerade anfahren, als erneut ein lautes Fauchen von der anderen Seite der Öffnung erklang.
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Charlie rannte mit seiner Freundin an der Hand so schnell er konnte, doch die Kreatur die hinter ihnen her war, war verdammt schnell und schien unglaublich wütend und hungrig zu sein. Wenn sie nur einmal stolpern würden, wäre es vorbei … Er hatte nie viel über den Tod nachgedacht, doch jetzt wo er eine Freundin hatte, wollte er ihn noch mehr als zuvor, so lang wie möglich hinausschieben.
Endlich kamen sie am Ende des Ganges an und sahen die enge Öffnung in der linken Höhlenwand. Charlie wollte gerade zu Lexi sagen sie solle sich zuerst hindurch zwängen, als ihre Hand aus seiner gerissen wurde. Er blieb sofort stehen und drehte sich um. Sie lag am Boden (sie musste gestolpert sein) und rief ihm nun zu: „Geh' du, ich halte es auf!" Charlie rannte jedoch zu ihr zurück und wollte sich eben bücken, als die Kreatur um die Ecke gestürmt kam.
Es war eine hässliche Mischung aus einem riesengroßen Maulwurf und einem Löwen. Die Kreatur brüllte nun laut und baute sich vor Lexi und Charlie auf.
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Charlie hatte nur wenige Sekunden Zeit um seine großartige liebe Freundin zu beschützen. Sie sollte nicht sterben! Er sprang also entschlossen auf und zog sein Schwert. „Ich liebe dich mein Engel!", sagte er in Gedanken, dann sprintete er mit erhobener Klinge auf die Bestie zu. „Für dich Lexi!", rief Charlie als er seine Klinge tief in den Körper der brüllenden Kreatur stieß. Diese schrie voller Schmerzen auf und schlug mit beiden Pranken gegen den Angreifer.
Charlie ließ sein Schwert los und sackte zu Boden. Alles tat so höllisch weh, er konnte kaum noch atmen … „Lexi …", röchelte er schwach und sah einige Meter vor ihm ein Mädchen mit fast weißen Haaren knien und ihn entsetzt anstarren. „Lexi …", flüsterte er mit schon stark verschwommener Sicht. Er spürte quasi wie das Leben aus ihm herausfloss. „Ich lie…", weiter konnte er nicht mehr sprechen. Inzwischen war alles um ihn herum schwarz.
„Lexi …!", dachte er noch, dann war da nichts mehr. Alles war vorbei.
