Kapitel 361(19.07.1978 | 1AU) [島大陸]
Lexi starrte voller tiefstem Entsetzen auf ihren Freund der gerade vor ihren Augen gestorben war. Sie hatte gesehen wie der Glanz in seinen Augen erloschen war. Er hatte seinen Satz nicht einmal mehr beenden können. Sie kroch zitternd näher zu ihm und griff nach seiner nach warmen Hand. „Ich liebe dich auch!", flüsterte sie schwach und fing dann an zu weinen. Ihr Kopf war wie leergefegt, sie hörte nichts um sich herum. Nur ihr eigenes Schluchzen klang übermäßig laut in ihren Ohren. Charlie hatte sich für sie geopfert. Er war tot! Tot, es gab kein Zurück mehr für ihn! Sie wollte auch sterben, hier bei ihm.
„Lexi, er wird bestimmt von Kota gerettet werden!", sagte eine leise Stimme hinter ihr. Sie sah über ihre Schulter und sah dort einige unklare Gestalten stehen. Hinter ihrem Tränenschleier konnte sie nicht viel erkennen. Jetzt kniete sich auch jemand zu ihr und legte einen Arm um sie. „Ich verstehe wie du dich jetzt fühlst!", sagte eine weiche Mädchenstimme. Sie wischte sich über die Augen und erkannte nun wer da direkt neben ihr kniete.
„Cataleya…?", flüsterte sie sehr leise und mit erstickter Stimme. Das Mädchen neben ihr nickte und murmelte leise: „Ich habe mit angesehen wie Liva, meine ältere Schwester von hinten niedergeschlagen wurde. Gut, ich war noch sehr klein, doch seitdem ich mich wieder erinnern kann geht mir diese Szene nicht mehr aus dem Kopf." Lexi hörte nur halb zu, alles schien ihr belanglos und unwichtig zu sein. Ihr Leben war nichts mehr wert, ohne Charlie konnte sie sich nicht vorstellen jemals wieder glücklich zu werden.
Cataleya sagte nun: „Und im Gegensatz zu dir gibt es für mich kaum noch Hoffnung sie jemals wieder zusehen. Denn kein Gott hat mir versprochen sie zu beschützen wenn sie sterben sollten, doch Kota hat genau das getan …" Lexi erhob ihren Kopf plötzlich und ein Funken der Hoffnung lag nun in ihren Augen. Jetzt erinnerte sie sich wieder daran, wie sie nach Jessicas Fall am Boden der Schlucht eine Nachricht von Kota gefunden hatten. Es gab also noch Hoffnung, vielleicht würde sie ihren Freund also doch wiedersehen.
Sie wischte sich ihre Tränen von ihren Wangen und beugte sich zu Charlies Gesicht herab. „Ich liebe dich!", murmelte sie und küsste ihn sanft.
Kapitel 362 (20.07.1978 | 2AU)
Fünf Tage nachdem er das letzte Mal bei seinem ‚Freund' gewesen war, wanderte Severus mit mittelstarken Schuldgefühlen einen kaum beleuchteten Waldweg entlang. Er war auf dem Weg um sich heimlich mit einem hübschen Mädchen zu treffen, das er zufällig am Tag nach seiner Rückkehr aus Hogwarts kennengelernt hatte. Zuerst hatte er kein romantisches Interesse an ihr und hätte sich auch nie vorstellen können eines zu entwickeln. Denn zu diesem Zeitpunkt war er noch überzeugt gewesen in Charlie seine wahre Liebe gefunden zu haben. Doch jetzt …
Er sah inzwischen das Haus zu welchem er wollte zwischen den Bäumen auftauchen. Nervös ihr wieder zu begegnen fuhr er sich mit einer Hand durch die Haare und kam sich für einen Sekundenbruchteil wie James Potter vor. „Ahh…", machte er voller plötzlichem Ekel. Er wollte nicht so sein wie dieser Idiot! Doch nach einigen Sekunden grinste er und meinte in Gedanken zu sich selbst: „Potter ist nicht das schlimmste was es auf der Welt gibt, denke nicht an ihn!" Er stand mittlerweile direkt vor dem Tor, welches den Wald von dem Grundstück abtrennte wo sie mit ihrer Familie lebte. Er sah hoch zu ihrem Fenster und apparierte dann direkt auf die andere Seite des Tores.
Als er vor der Tür stand zog er seinen Zauberstab und tippte leicht gegen das Schloss. Zum Glück ist sie eine Muggle, so kann ich mich viel einfacher zu ihr schleichen. Er wirkte einen stummen Zauber der alle Lebewesen in der Umgebung durch einen bläulichen Nebel hervorhob und machte sich dann auf leisen Sohlen auf den Weg zu ihrem Zimmer. Im ersten Stock blieb er vor der Tür stehen auf der in bunten Buchstaben ‚Liva' geschrieben stand.
Hier hinter wartete sie auf ihn. Er atmete tief durch und drückte dann die Klinke.
Kapitel 363
Liva saß mit gefalteten Händen auf ihrem Bett und wartete auf Severus. Er hatte versprochen sie heute sehr früh zu besuchen. Sie warf einen Blick auf ihren Wecker, es war gerade einmal sechs Uhr Morgens. Hoffentlich kommst du bald, ich vermisse dich bereits… Und das obwohl ich dir erst vor knapp drei Wochen zum ersten Mal begegnet bin. Plötzlich hörte sie wie sich ihre Tür öffnete. Sie sah in die Richtung aus der das Geräusch gekommen war und lächelte als sie den Jungen mit den glatten schwarzen Haaren sah. Sie stand auf und ging auf ihn zu.
„Severus, endlich bist du da!", sagte sie und schlang ihn in ihre Arme. Er erwiderte ihre Umarmung und fragte nach einigen Augenblicken: „Darf ich dich küssen Liva?" Sie nickte und schloss leicht angespannt ihre Augen. Kurz darauf fühlte sie seine Lippen auf ihren. Nervös erwiderte sie seinen Kuss und zog ihn dann zu ihrem Bett. „Wie geht es dir so?", fragte sie einige Augenblicke später auf seinen Schoß sitzend. Severus streichelte über ihre Wange und sagte leise: „Es geht so, ich habe in letzter Zeit häufig Kopfschmerzen, aber abgesehen davon ist alles in Ordnung." Sie musterte ihn mit etwas schräg gelegten Kopf und fragte dann: „Was ist mit deinem Freund, hast du vor mit ihm Schluss zu machen?"
Severus schwieg kurz, dann meinte er: „Das ganze ist ziemlich schwierig, aber ich werde das irgendwie hinkriegen!" Liva lächelte und meinte: „So schwierig sollte es nicht sein, entweder du liebst ihn oder du liebst mich!" Sie gab ihm einen weiteren Kuss und lehnte sich dann weiter nach Vorne sodass sie einige Sekunden später auf ihm lag.
In genau diesem Moment klopfte es an der Tür und eine Mädchenstimme fragte: „Liva, bist du schon wach?" Sie gab Severus noch einen kurzen Kuss, dann rutschte sie von ihm runter und ging zur Tür. „Ja ich bin wach, brauchst du mich denn?", fragte sie mit freundlicher Stimme und öffnete ihrer jüngeren Schwester die Tür.
Kapitel 364
Severus sah zu wie Liva die Tür öffnete leise mit ihrer jüngeren Schwester sprach. Derweil dachte er an die Küsse eben. Die hatten sich super gut angefühlt, er wollte mehr von ihr geküsst werden! Sollte er also wirklich mit Charlie Schluss machen. Er wusste das die logische Antwort an dieser Stelle nur ‚Ja' sein konnte, doch wusste er auch wie sehr Charlie ihn liebte, konnte er ihm das wirklich antun. Sollte er nicht viel eher versuchen Liva zu vergessen und sich bemühen in Charlie wieder seine wahre Liebe zu sehen!?
Eine andere Stimme in seinem Kopf wandte nun ein, dass dies unfair sowohl zu Liva, sich selbst und Charlie gegenüber wäre. „Sei ehrlich zu dir selbst und entscheide dich dann entweder für sie oder ihn!", sagte diese Stimme und ergänzte: „Was du gerade machst ist auf jeden Fall Betrug!" Er stöhnte frustriert auf und stand ebenfalls auf. Im Flur stieß er auf Liva, die gerade ihm entgegen kam. Sie hielt ihm ihre Hände entgegen und sagte: „Severus, warum gehst du schon? Ich musste nur eben eine Spinne über Cataleyas Bett entfernen, jetzt können wir weiter kuscheln."
Er nahm ihre Hände in seine und erklärte leise: „Es war falsch mich mit dir zu treffen, immerhin bin ich noch in einer anderen Beziehung! Sollte ich dich ein weiteres Mal treffen, werde ich mich auch richtig für dich entschieden haben und mich zuvor aus meiner bisherigen Beziehung gelöst haben." Er umarmte sie sanft und gab ihr einen zärtlichen Abschiedskuss, dann ging er an ihr vorbei auf die Treppe nach unten zu.
Kapitel 365 (20.07.1978 | 1AU) [島大陸]
Sie hatten fast die ganze folgende Nacht gewartet, dann war Kota endlich aufgetaucht und hatte sich um den toten Charlie gekümmert. Er hatte nicht viel mit ihnen gesprochen, sondern sie lediglich gebeten sich zu beeilen. Vor seinem Verschwinden hatte er noch gesagt: „Ihr seit schon ziemlich weit gekommen, doch passt jetzt noch mehr auf als jemals zuvor, denn ich werde nicht noch einmal den Hof verlassen können um jemanden das Leben zu retten, ich stehe zu sehr unter Beobachtung!"
Nachdem er wieder weg war, hatten sie sich alle noch einmal für einige Standen schlafen gelegt.
- xxx -
Am sehr frühen Morgen wurde Lily von ihrem Freund geweckt (er hatte sich bereit erklärt Wache zu schieben). Sanft streichelte er ihr über die Wange und sagte leise: „Aufstehen Süße!" Sie räkelte sich und streckte ihre Beine, dann erhob sie sich und half ihm dabei die anderen ebenfalls zu wecken.
Als alle wach waren zwängten sie sich alle (abgesehen von ihr (James bestand darauf mit ihr wegen ihres Bauches rüber zu apparieren)) nach einander durch die enge Öffnung und befanden sich nun in der unterirdischen Anlage. „Es ist eine seltsame Vorstellung, dass irgendwo über uns ein See sein soll, findet ihr auch?", fragte Freya ihre Freund. Lily nickte und murmelte: „Definitiv, das ist in der Tat seltsam …"
Kapitel 366 (20.07.1978 | 2AU)
Es war gerade einmal sieben Uhr Morgens als Lily von dem leisen Klopfen vom Fenster geweckt wurde. Das klang verdächtig nach einer Eule. Sie drehte sich zur Seite und stellte fest, dass James noch schlief. Leise um ihn nicht aufzuwecken schlüpfte sie aus dem Bett und ging zum Fenster. Dort saß wie sie bereits erwartet hatte eine Eule auf dem Sims uns klopfte gerade noch einmal. Schnell öffnete sie das Fenster und nahm der Eule den Brief ab. Zur Belohnung für ihre harte Arbeit gab sie der Eule einige Kekse.
Als sie wieder auf James Bett saß öffnete sie den Brief und begann ihn neugierig zu lesen. Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich von großem Erstaunen zu übermäßigen Glücksgefühlen. Sie war zu einem Testspiel eingeladen worden. „Yeah!", rief sie begeistert aus, als sie den Brief bestimmt zwanzig Mal gelesen hatte. Sie ließ sich nach hinten fallen und grinste die Decke an.
Von diesen Lauten Freudenschrei wachte James auf und gähnte zunächst, dann fragte er: „Lily-Schatz, warum bist du so aktiv am Morgen?" Lily richtete sich mit erröteten Gesicht auf und murmelte verlegen: „Ich wurde zu einem Testspiel eingeladen, darüber habe ich mich so gefreut, dass ich ganz vergessen habe, dass du noch geschlafen hast. Sorry…." Sie sah ihn einige Sekunden entschuldigend an, dann hatte sie auf einmal eine Idee. Sie kletterte auf ihn drauf und gab ihm einen Kuss. Dann begann sie ihm über die Wange zu streicheln, währenddessen sagte sie: „Du hast mich seit dem Tag wo wir aus Hogwarts zurückgekommen sind kein einziges Mal darum gebeten mit dir Sex zu haben, vielleicht bist du also gar nicht so Besessen …!?" Sie lächelte und machte dann eine Kunstpause.
„Wenn du Lust hast, können wir diesen Streak heute brechen wenn du verstehst was ich meine?" Sie zwinkerte und zog sich ihr Schlafabzugshemd aus. James war kurz verblüfft, dann grinste er und zog sie zu sich. „Ich liebe dich so sehr mein Engel!", sagte er und schob seine Hände unter ihre Schlafabzugshose. Unter zärtlichen Küssen zogen sie sich nun aus und genossen einen herrlichen Morgensex miteinander.
Eine halbe Stunde später standen sie vollkommen zufrieden und glücklich auf, zogen sich an und folgten dann dem Ruf von James' Mutter die zum Frühstück rief.
Kapitel 367 (20.07.1978 | 1AU)
Am frühen Morgen des 20. Julis saß Sirius mit seinen beiden besten Freunden Remus und Peter zusammen in seinem Zimmer und besprach die letzten Details ihres gemeinsam entwickelten Plans. Fast die ganze letzte Nacht hatten sie daran gesessen und getüftelt um jetzt bereit für ihre Unternehmung zu sein. „Also im Prinzip ist es ja nicht so schwierig …", fing Sirius an und grinste leicht. Remus stützte seinen Kopf auf seine Beine ab und unterbrach Sirius ärgerlich: „Es ist hochriskant und wenn wir erwischt werden werden wir alle verurteilt!" Peter warf ein: „Unser einziger entscheidender Vorteil ist James' Tarnumhang, wenn wir uns also klug anstellen können wir es tatsächlich in den gesicherten Bereich schleichen."
Remus sah nun wieder auf und sagte: „Das ‚Hineinkommen' ist ja auch der, im Vergleich mit dem ‚wieder Herauskommen', einfacherer Teil des Plans." Sirius schwieg kurz, dann meinte er: „Wir müssen uns halt strikt an unseren Plan halten und hoffen, dass nichts unvorhergesehenes passiert! Aber ich will endlich herausfinden, was mit James los ist!" Remus sah zu ihm und fragte: „Was ist wenn er wirklich einfach nur schwer krank ist, würden wir dann nicht durch ein gefährliches Eindringen in sein Krankenzimmer auch seine Gesundheit riskieren?"
Sirius wusste, dass dies durchaus passieren konnte, doch wollte er trotzdem unbedingt versuchen zu seinem Kumpel zu gelangen. Seit Monaten war er nun schon weg und keiner hatte ihm je irgendwelche genaueren Informationen über diese ‚Krankheit' gegeben. Immer hatte es nur ‚hoch geheim' und ‚brandgefährlich' geheißen. „Was ist aber wenn Dumbledore uns angelogen hat und sie, wer auch immer ‚sie' sind, unserem besten Freund und den anderen Verschwundenen irgendetwas antun?", fragte Sirius wütend. Peter und Remus sahen ihn mit großen Augen an. Kurz war es still, dann sagte Sirius frustriert: „Ich weiß, das klingt absurd, aber warum dann diese Geheimnistuerei?"
Peter war derjenige der nun zuerst etwas sagte: „Es ist seltsam, klar, aber sollten wir nicht Dumbledore vertrauen?" Remus nickte und öffnete gerade den Mund um etwas zu sagen, als ihm plötzlich etwas einzufallen schien. „Was ist los?", fragte Sirius der diese Art seines Freundes kannte. Remus simulierte einen Schlag gegen seinen eigenen Kopf und sagte dann mit einem Grinsen: „Wir sind wirklich dumm, wisst ihr warum?" Sirius und Peter schüttelten den Kopf, also erklärte ihr Freund: „Einer der acht verschwundenen Schüler ist zurückgekehrt, warum fragen wir Jessica nicht mal, ob sie sich an irgendetwas erinnern kann?"
Kapitel 368 (20.07.1978 | 2AU)
Am Morgen des 20. Julis wurde Bellatrix von ihrer jüngeren Schwester geweckt. „Bella aufwachen, das Frühstück ist fertig!", sagte Georgia und griff nach der Hand der älteren. Bellatrix schlug ihre Augen auf und lächelte ihre Schwester an. „Sag Mutter, dass ich gleich komme, ich will nur eben noch duschen!", sagte sie. Georgia kicherte und nickte. „Dein Freund und Verlobter ist auch da, also beeil dich wirklich!", sagte sie und schlenderte zurück zur Tür.
Bellatrix sah ihr nach und sprang dann Sekunden nachdem sie ihr Zimmer verlassen hatte aus dem Bett. „Sag ihm ich bin sofort bei ihm!", rief sie ihrer Schwester noch nach, dann beeilte sie sich sehr sich schnell anzuziehen. Ich werde später duschen, jetzt will ich erst einmal zu ihm! Keine drei Minuten später dribbelte sie die Treppe herunter und eilte ins Wohnzimmer. Dort saß ihr Freund bei ihren Eltern und sprach mit ihnen. „Jack, ich habe dich so vermisst!", rief sie entzückt und rannte auf ihn zu. Er drehte sich zu ihr um und grinste ihr entgegen. „Bellachen, komm zu mir!", sagte er und erhob sich.
Sie ließ sich überglücklich von ihm umarmen und genoss es wie er ihr über den Rücken streichelte. „Ich liebe dich so sehr!", flüsterte sie und küsste ihn dann. Nach dem Kuss murmelte er mit einen etwas amüsantem Ton: „Wir haben uns doch nur zwei Wochen lang nicht gesehen, hast du mich wirklich soo vermisst?" Sie nickte und drückte ihre Lippen wieder auf seine. „Ich habe dich schrecklich vermisst Liebling!", sagte sie mit geröteten Wangen.
Im Anschluss setzte sie sich neben ihn und frühstückte zusammen mit ihrer Familie.
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Nach dem Essen kuschelten Bellatrix und Jack in ihrem Zimmer miteinander. Sie saß dabei auf seinen Schoß und er hatte seine Hände etwas unter ihr T-Shirt geschoben. Sie fühlte seine weichen Hände auf ihrem nackten Bauch. Leicht musste sie deshalb aufstöhnen, weil es sich einfach so atemberaubend gut anfühlte. „Jack mein Herzblatt, nur noch eine Woche, dann werden wir heiraten, wie lässt dich das fühlen?", fragte sie und küsste ihren Freund. Jack grinste gegen ihre Lippen und murmelte: „Ich bin super nervös aber auch unglaublich glücklich, immerhin wirst du an meiner Seite sein, vom 27. Juli an sogar offiziell und für immer!"
Er wollte nun ihr T-Shirt etwas höher schieben, doch sie hielt ihn auf. „Noch nicht, erst nach der Hochzeit, du kennst meine Regeln!", sagte sie. Jack stoppte schwer atmend und zog seine Hände unter ihrem T-Shirt hervor. Leise flüsterte sie: „Am Bauch darfst du mich ruhig auch jetzt schon anfassen, nur halt nicht höher oder tiefer!" Er nickte, behielt seine Hände aber trotzdem bei sich.
Einige Sekunden später sagte er feierlich: „Süße, die letzte Woche will ich mich noch stärker zurückhalten, um dann nach der Hochzeit es noch mehr genießen zu können, wenn wir dann endlich alles miteinander machen dürfen." Sie lächelte und lehnte ihre Stirn an seine. „Du bist süß, danke!", flüsterte sie.
Sie sahen einander kurz in die Augen, dann küssten sie sich liebevoll.
Kapitel 369 (20.07.1978 | 1AU) [島大陸]
Nachdem sie einige Lichtzauber gewirkt hatten, sahen sie sich neugierig um. Sie befanden sich am Ende eines langen gemauerten Ganges. Lily sagte nach einem abschätzenden Blick in die scheinbar endlose Tiefe des Korridors: „Man könnte meinen wir seien zurück in Hogwarts, obwohl es im Schloss selten so kalt war." James trat zu seiner Freundin und fragte sie ob ihr kalt sei. „Ich kann dir meinen Umhang geben!", bot er ihr an. Sie lächelte ihn dankbar an, lehnte aber ab. „Es geht schon, danke aber Liebling!", sagte sie und gab ihm einen Kuss.
„Wollen wir dann weiter?", fragte Mason und deutete den Gang entlang. Lily nickte und sagte: „Ja sollten wir, denn dieser Ring wird bestimmt nicht leicht zu finden sein!" Sie brachen also auf und bemühten sich jetzt noch wachsamer als in den Tunneln zuvor bereits zu sein. Sie wussten viel zu wenig über diesen Ort, wer weiß was für Verteidigungsanlagen es hier gab um Eindringlinge fernzuhalten. Lily ging mit James ganz vorne, hinter ihr folgten Mason und Cataleya, dann Lexi und die beiden Kinder und zuletzt Freya und Zara.
Sie kamen zwar viel besser voran als zuvor und ihre Füße taten nicht so sehr weh, doch es kaum Veränderungen. Sie schienen immer nur ganz leicht nach oben zu gehen, doch sonst gab es nichts, keine Quergänge, keine Türen und nichts was an den Wänden hing. Nur blanker nackter Stein soweit das Auge blicken konnte. Zwar waren das immer nur einige Meter (weiter reichte das Licht ihrer Zauberstäbe nicht), aber sie gingen bestimmt schon einige Stunden und nichts veränderte sich.
Kapitel 370
Nachdem sie sich dazu entschlossen hatten ihren Plan heute zunächst nicht auszuführen kehrte Remus zwar müde aber irgendwie auch froh nach Hause zurück. Klar er war genauso besorgt um James wie Sirius, aber vielleicht sollten sie zumindest alles andere zuerst probieren, bevor sie etwas illegales versuchten. Er schob die Gartenpforte auf und wollte gerade zum Haus gehen, als er aus dem Garten heraus eine Stimme rufen hörte. „Remus, ich bin hier! Komm bitte zu mir!", rief Bellatrix.
Was machte sie draußen, waren ihre Wunden schon so gut? Er ging also in den Garten und sah sie auf einer Decke angelehnt an einen Baum sitzen. „Hi Bellatrix!", sagte er und setzte sich zu ihr. Sie musterte ihn kurz und fragte dann: „Warum bist du schon zurück, wolltet ihr nicht irgendetwas unternehmen?" Er nickte, erklärte aber: „Wir haben uns noch einmal umentschieden, zunächst zumindest machen wir nichts!" Sie nickte und sah dann auf ihre ineinander gelegten Hände. Dann plötzlich fing sie an zu sprechen und sah dabei ab und zu hoch in sein Gesicht.
„Remus ich fühle mich merkwürdig und seltsam dich meinen Freund zu nennen. Ich meine es fühlt sich irgendwie auch prickelnd und aufregend an, aber es ist so schnell gegangen, ich …", sie stoppte und hielt ihm ihre Hände hin. „Bitte halt meine Hände!", bat sie ihn. Er nahm sie in seine und musterte sie dann mit schief gelegten Kopf. Mit erröteten Wangen fuhr sie fort: „Ich meine andere brauchen Monate bis aus einer Freundschaft eine Beziehung wird, ich …" Remus fragte also: „So wie ich dich verstehe willst du es auch eher langsamer, ist das richtig?" Sie schüttelte sofort den Kopf und sagte: „Nein, so habe ich das nicht gemeint! Ich will mit dir zusammenbleiben, aber glaubst du es kann funktionieren? Glaubst du an die wahre Liebe und an das Schicksal?"
Remus schloss kurz seine Augen, dann meinte er: „Ich weiß nicht, an wahre Liebe vielleicht aber an ein vorherbestimmtes Schicksal, ich denke das ist unrealistisch." Bellatrix nickte und streichelte etwas über seine Hände. Dann fragte sie: „Und was ist mit dir und mir, denkst du das zwischen uns kann funktionieren?"
Hier überlegte Remus etwas länger bevor er antwortete. Das hatte er sich den ganzen letzten Tag auch schon gefragt. Habe ich mich wirklich in sie verliebt? In so kurzer Zeit …!? Schließlich sah er sie wieder an und nickte. Leise murmelte er: „Ich glaube es kann funktionieren wenn wir uns beide Mühe geben und es wirklich wollen." Sie wurde jetzt noch röter und fragte fast schon flüsternd: „Und willst du es wirklich?" Remus schluckte, in seinem Inneren kribbelte es plötzlich, dieser Blick von ihr war so intensiv. „Ich, ähm…", stotterte er und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Ihr Blick ging so tief in seine Seele, wie niemand jemals zuvor in seine innersten Gefühle vorgedrungen war, wie konnte das nur sein? „Ja, ich will dich wirklich! Ich habe mich auch in dich verliebt Bellatrix!", flüsterte er leise.
Sie lächelte nun schüchtern und kniete sich dann zu ihm. Dann umarmte sie ihn sanft und murmelte gegen seine Lippen: „Ich liebe dich auch Remus!"
Dann küssten sie sich.
