Kapitel 421 (12.10.1978 | 2AU)

Die Kreatur die zur Tür gegangen war, trug Lily nun zu ihrem Partner in die Küche und legte sie auf die Arbeitsfläche gegenüber des Tisches. Auch Lilys Kleidung schnitten sie auf und zogen sie so aus. Die Kleidungsfetzen warfen sie zu Boden und hoben dann jeweils einen der nackten Körper hoch. Die dritte Kreatur die sich Beginn in der Gestalt des Chefheilers Zutritt zur Wohnung verschafft hatte, öffnete jetzt wieder ihre Augen und folgte den anderen beiden aus der Küche und dann aus der Wohnung.

Kapitel 422

Einige Stunden später wachte James mit schrecklichen Kopfschmerzen auf und sah sich beängstigt um. Er befand sich nicht in seinem und Lilys Bett, die Wände waren auch viel zu geneigt, dass war nicht ihre Wohnung. „Lily?", rief er und bemerkte dann mit einem Blick an sich runter, dass da nicht länger Brüste waren. War er etwa … Um sicherzugehen fasste er sich zwischen seine Beine und fühlte dort tatsächlich wieder einen Penis. Er war wieder ein Mann, aber wie …

Er erhob sich vorsichtig und ging einige Schritte durch den Raum, dann sah er eine zweite Pritsche. Auf dieser schlief Lily. Er ging zu ihr und kniete sich vor sie auf den Boden. „Lily, Süße!", murmelte er und streichelte ihr vorsichtig über die Schulter.

Sie zuckte zusammen und öffnete ängstlich ihre Augen. „James?", fragte sie und griff nach seiner Hand. Als sie richtig wach war und ihn einige Sekunden gemustert hatte, löste sie sich von seiner Hand und tastete ihren Oberkörper ab. James sah, dass sie wieder weibliche Brüste hatte. Sie war also auch wieder umgewandelt.

„Ich …", fing verwundert an. James nickte und murmelte: „Bei mir ist auch alles wieder wie früher, doch wo sind wir?" Sie hob jetzt ihren Blick und sah sich im Raum um. „In einer Art Krankenhaus vielleicht!?", schlug sie vor. James nickte und sagte: „Vielleicht …" Lily zeigte zu einem Fenster und murmelte: „Lass uns raus schauen, ich bin neugierig wo wir wohl geheilt worden."

James und Lily erhoben sich also und gingen zum Fenster am anderen Ende des Raumes. Als sie davor standen und hinaussahen machten sie nur: „Oh…" Zu mehr waren sie nicht in der Lage.

Kapitel 423

James und Lily sahen die Erde. Sie war groß und wunderschön. Und sie waren nicht auf ihr drauf sondern befanden sich im Inneren von etwas das keine-Ahnung-wie-weit-weg von ihr im Weltall schwebte und ihnen diese herrliche Aussicht ermöglichte.

Lily fragte leise: „Du hast nicht zufällig irgendeine Ahnung wie wir hier her gelangt sind?" James schüttelte den Kopf und murmelte: „Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung!" Lily griff nach seiner Hand und sagte: „Immerhin sind unsere Körper wieder normal. Ich hatte mich zwar gerade daran gewöhnt ein Mann zu sein, doch als Frau fühle ich mich trotzdem schon jetzt wieder vertrauter und besser." James drückte ihre Hand und stimmte ihr zu. „Auch ich hatte mich gerade so halb damit angefreundet eine Frau zu sein, doch als Mann fühle ich mich trotzdem wohler!"

Er drehte sich zu seiner Freundin um und kniete sich dann vor ihr auf den Boden. „Liebste Lily, ich hatte das schon länger im Hinterkopf, doch jetzt will ich ernst machen." Er griff nach ihren Händen und streichelte diese zärtlich. „Willst du meine Frau werden?", fragte er ohne den Blick von ihren wunderschönen Augen zu nehmen.

Sie strahlte ihn glücklich an und nickte sofort. „Oh James, du bist der beste Junge der Welt. Ich liebe dich!", sagte sie und ergänzte dann mit roten Wangen: „Ja ich will deine Frau werden!"

James erhob sich erleichtert und umschlang sie eng. „Lily mein Herzblatt, ich liebe dich so unendlich sehr …" Er küsste sie nun und flüsterte dann in ihre Haare: „Danke das du mich liebst!" Lily kicherte glücklich und streichelte seinen Rücken. „Dich zu lieben ist das beste, was es auf Erden gibt!", sagte sie und verwickelte ihn in einige sanfte Küsse.

Kapitel 424

Am späten Abend klingelte Cataleya gerade an Sirius' Wohnungstür. Vor über einem Monat war sie diesem Jungen zum ersten Mal begegnet und jetzt traf sie sich ab und zu mit ihm. Er war ziemlich arrogant und neigte dazu sehr intim zu werden, doch bis jetzt war das für sie okay. Sie fragte sich was sie wohl heute machen würden. Vielleicht zeigt er mir wieder seine speziellen Kräfte, oder wir kuscheln miteinander …

Sie wäre mit beidem einverstanden und lächelte als er ihr aufmachte. „Cati Baby!", sagte er und drückte sie fest an sich. Sie rümpfte bei diesem Spitznamen ihre Nase und sagte: „Nenn mich nicht so oder ich gehe jetzt und komme nicht wieder!" Er grinste überheblich und gab ihr einen Kuss auf die Nasenspitze. „Du genießt die Zeit mit mir viel zu sehr, du würdest nicht nicht wiederkommen!", sagte er und zog sie zu sich in die Wohnung.

Nachdem er die Tür hinter ihr geschlossen hatte stützte er jeweils einen Arm links und rechts von ihrem Kopf an der Wand ab und lehnte seine Stirn an ihre. Sie hatte ihre Arme leicht um ihn gelegt und fragte dann: „Was wollen wir jetzt machen?" Er blieb noch kurz stumm, dann grinste er und schlug vor: „Wie wäre es mit einer Knutscherei Baby?"

Sie schob ihn von sich und sah ihn böse an. „Was habe ich dir eben bezüglich dieses Spitznamens gesagt?", wollte sie mit zusammen gekniffenen Augen wissen. Sirius grinste schief und griff nach ihren Händen. „Süße komm schon, ich würde dich wirklich gerne mal richtig küssen, hast du auch Lust darauf?", fragte er. Sie wollte zwar eigentlich noch eine Antwort auf ihre zuvor gestellte Frage, doch anderseits war sie wirklich neugierig wie sich echte Küsse anfühlen würden. „Okay, meinetwegen!", sagte sie also und folgte ihm in sein Schlafzimmer.

Kapitel 425 [P18]

Im Schlafzimmer angekommen setzte sich Sirius auf sein Bett und grinste sie auffordernd an. Sie zögerte nicht und setzte sich seinen Schoß. Das war nicht das erste mal, dass sie ihm auf diese Art und Weise nahe war. Er schlang nun seine Arme um sie und ließ sich nach hinten auf sein Bett nieder. Dadurch lag sie nun auf ihm. Er schob ihr T-Shirt etwas nach oben und streichelte über ihren nackten Rücken. „Ich liebe dich!", murmelte er und fasste ihr nun sogar an ihren Po.

Sie stöhnte leicht auf und begann dann sein Hemd aufzuknöpfen. „Ich liebe dich auch!", murmelte sie und verteilte viele kleine Küsse auf seinen freien Oberkörper. Sie zogen sich im Folgenden gegenseitig ihre Hosen und Oberteile komplett aus und kuschelten schließlich in Unterwäsche miteinander. Sie schmiegte sich eng an Sirius und streichelte seine Wange. Hui, wie konnte es nur dazu kommen, dass ich jetzt quasi nackt bei dir im Bett liege!? Er fasste nun an ihren Rücken und öffnete ihren BH. Sie stöhnte leicht auf als er kurz darauf ihre nackten Brüste zu streicheln begann.

„Sirius …", murmelte sie erregt und lächelte als er auch seine Hand unter ihre Unterhose schob. „Cati-Baby, deine Scheide fühlt sich unglaublich gut an!", sagte Sirius und schob einen Finger vorsichtig in ihre Vagina. Cataleya wusste gar nicht worauf sie sich mehr konzentrieren sollte, seine linke Hand an ihren Brüsten, seine rechte unter ihrer Unterhose oder sein Mund der sie küsste. Sie murmelte: „Zieh mich ganz aus, bitte!" Sirius nickte und zog ihr sanft ihren Slip von den Hüften. Als nächstes kniete er sich auf und schob seine Boxershorts runter. Sie sah jetzt seinen steifen Penis der sich ihr entgegen streckte. „Bitte nimm ihn in den Mund!", bat Sirius sie.

Cataleya nickte und sagte: „Komm zu mir, dann mache ich das!" Sirius rückte noch näher zu ihr und drückte seinen Penis in ihren Mund.

Kapitel 426 (12.10.1978 | 1AU)

Spät am Abend lagen James und Lily zusammen im Bett und unterhielten sich über den vergangenen Tag. „Endlich ist Sirius' Wohnung fertig!", sagte James und streichelte den Handrücken seiner Freundin. Diese nickte und murmelte: „Es wurde auch Zeit, so hart wie wir die letzten Wochen daran gearbeitet haben." Oh ja, da hatte sie Recht, sie hatten ihrem Freund und dessen Freundin fast täglich geholfen. Auch Remus, Bellatrix, Peter und Phoebe hatten hatten mit angepackt. Nur deshalb war es vermutlich auch möglich gewesen so schnell diesen riesigen Schweinestall zu beseitigen den die Vormieter hinterlassen hatten.

Lily legte ihrem Freund jetzt eine Hand auf seinen Oberkörper und streichelte ihn sanft. „Liebling, hast du dir eigentlich mal Gedanken darüber gemacht ob du mich heiraten würdest?", fragte sie. Er sah sie erstaunt an und nickte sofort. „Ja klar, deshalb habe ich doch auch …", er stoppte abrupt und wurde leicht rot. „Ich also ähm…", begann er stoppte jedoch erneut. Lily legte ihren Kopf verwundert schief und fragte: „Was ist los?" James lächelte verlegen und griff dann in sein Nachtschränkchen. Dann sagte er: „Liebste Lily, ich habe schon länger darüber nachgedacht und deshalb zwei Wochen nach unser Rückkehr aus Shima Tairiku dies hier gekauft." Er öffnete jetzt die Schachtel und offenbarte seiner Freundin einen schönen goldenen Ring mit einem kleinen grünlichen Stein in der Mitte.

„Willst du meine Frau werden?", fragte er.

Einige Augenblicke war es still im Schlafzimmer, dann aber jauchzte Lily und rief überschwänglich: „Ja ich will dich heiraten!" James fiel ein Stein vom Herzen und er drückte seine Freundin eng an sich. „Danke Süße, ich liebe dich so sehr!", murmelte er und streichelte ihren Rücken. „Der Ring, bitte lass mich ihn erst aufstecken!", bat Lily. James grinste und löste sich etwas von ihr. Lily nahm den Ring aus der Schachtel und steckte ihn sich auf ihren rechten Ringfinger. „So, jetzt lass uns Kuschen mein liebster Verlobter!", sagte Lily und öffnete ihre Arme für ihn. James rückte wieder dicht zu Lily und umschlang sie fest. „Süßestes Mädchen, meine herrliche wunderbare Verlobte!", raunte er gegen ihre Lippen ehe er sie zu küssen begann.

Erst sehr viel später schliefen James und Lily aneinandergekuschelt ein.

Kapitel 427

Lange nachdem seine Mitschüler bereits im Bett lagen saß Max noch an einem Tisch im Gemeinschaftsraum der Gryffindor und schrieb einen Brief an seine Freundin. Sie war seit zwei einigen Tagen in Deutschland um die Kultur und Sprache dieses Landes zu lernen. Er verstand zwar nicht was ausgerechnet an diesem Land so interessant sein sollte, aber er fand es besser das Aisha da war, als irgendwo in Südamerika oder Asien. Immerhin lag Deutschland ziemlich nahe und er konnte mehr mit ihr schreiben.

Er lächelte als er daran dachte wie sie ihn verabschiedet hatte.

Gerade pfiff der Hogwartsexpress um allen noch nicht eingestiegenen Schülern eine letzte Warnung zu geben. Max aber stand noch immer bei seiner Freundin und streichelte ihre Hände. „Aisha, bitte schreib mir bald, ich vermisse dich bereits jetzt schrecklich!", sagte er und sah sie bittend an. Sie lächelte und nickte. „Ich liebe dich mehr als alles andere in der Welt Max!", sagte sie und drückte ihn fest an sich. Dann küsste sie ihn noch liebevoll und schob ihn zum Zug. „Ich schreibe dir noch heute Abend Liebling!", rief sie ihm noch zu, als der Zug schon losgefahren war.

Er setzte seine Feder erneut aufs Papier und schrieb noch:

Ich liebe dich Aisha!

Dann rollte er den Brief zusammen und band ihn das Bein seiner Eule. Er trug diese zum Turmfenster und ließ sie hinaus in die Nacht fliegen.

Flieg rasch zu ihr und bring mir bitte schnell eine Antwort!

Kapitel 428 (12.10.1978 | 2AU)

Phoebe saß in ihrem Zimmer auf Johns Schoß und streichelte seine weiche warme Wange. „Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich ebenfalls in dich verliebt habe!", murmelte sie und rieb ihre Nase an Johns. Ihr Noch-nicht-Freund sah sie mit nervösen aber glücklichen Augen an und sagte: „Das ist gut mein Engel!" Derweil schob er seine Hände etwas unter ihre Bluse und streichelte über ihren unteren Rücken. Ihr Atem beschleunigte sich etwas und sie fühlte überall an ihrem Körper eine starke Gänsehaut.

„Liebst du mich noch immer?", fragte sie jetzt und sah ihn sanft aber ernst an. Er nickte sofort und ergänzte: „Wenn du mich auch liebst, würdest du dann auch eine Beziehung mit mir eingehen?"

Ihre Wangen verfärbten sich blass Rosa, doch sie nickte. „Ja, das würde ich… Willst du das auch?", erkundete sie sich. Er nickte und sah ihr tief in die Augen. „Ich liebe dich Phoebe!", sagte er und nährte sich ihrem Mund. „Ich liebe dich auch John!", flüstert Phoebe und überwand den letzten Abstand zwischen ihren Lippen.

Nach dem folgenden Kuss fragte John mit ebenfalls erröteten Wangen: „Jetzt sind wir ein Paar, richtig?" Sie nickte und zog ihn für einen weiteren Kuss wieder enger an sich. „Ja das sind wie John! Du und ich, wir sind ab jetzt in einer Liebesbeziehung! Ich bin deine Freundin und du bist mein Freund!", erklärte sie gut gelaunt. John grinste und sagte dann: „Das hört sich super an, du und ich oder ich und du!" Er lehnte sich nach hinten und zog sie mit sich.

Jetzt lag sie auf ihn. Er lächelte sie glücklich an und begann sie dann liebevoll zu küssen.

Kapitel 429 (12.10.1978 | 1AU)

Kurz vor Mitternacht am 12. Oktober 1978 traf sich Taza heimlich mit Severus Snape in einem kleinen Park im Zentrum Londons. Er hielt ihre Hände und streichelte diese leicht. Sie war ein Wenig unsicher, weil sie sich hier so weit weg von ihren neuen Eltern mit einem Jungen traf. Severus murmelte leise: „Taza, du siehst wirklich hübsch aus!" Sie hob ihren Blick und lächelte den etwas blassen und dunkelhaarigen Jungen an. „Danke!", murmelte sie verlegen.

Severus löste eine Hand aus ihrer und legte sie ihr an die Wange. „Ich mag dich!", sagte er fast im Flüsterton und streichelte sie dort vorsichtig. Sie fühlte ein Kribbeln in ihrer Magengegend als sie diese Worte hörte und musste sofort lächeln. „Ich mag dich auch!", sagte sie und schloss ihre Augen.

Ohne so wirklich zu wissen wie es dazu kommen konnte fühlte sie plötzlich seine Lippen auf ihren und schmeckte die Schokolade die er vor kurzem gegessen haben musste. Auch spürte sie seine Arme die er nun um sie gelegt hatte. Sie war ihm jetzt ganz nahe und genoss diesen herrlichen ersten Kuss.

Was sich hieraus wohl möglicherweise entwickeln könnte!?

Kapitel 430 (13.10.1978 | 3AU)

Um ungefähr ein Uhr Nachts am 13. Oktober 1978 saß James noch immer in dieser einen kleinen Kneipe am Rand von London. Er ging hier in letzter Zeit öfters hin weil er nun doch langsam verzweifelt und niedergeschlagen wurde. Wie sollte er jemals eine Chance bei Lily bekommen, wenn sie doch in einer erfolgreichen glücklichen Beziehung mit ihrer besten Freundin war. Außerdem, selbst wenn sie wieder Single wäre, hätte er höchstwahrscheinlich trotzdem einfach keine Chance, weil sie nun einmal lesbisch war. Er murrte frustriert auf und bestellte sich noch ein Bier. Wahrscheinlich war trinken das beste was er tun konnte! So tat sein verdammtes Herz wenigstens nicht so sehr weh.

Er griff sich sein neues Bier und trank es in einem Zug fast leer. Er wollte gerade wieder daran denken wie traurig sein Leben doch war, als sich plötzlich jemand zu ihm setzte. „Hey James, ich glaube du solltest besser nichts mehr trinken!", sagte ein Mädchen und löste seine Hand von seinem Glas. „Herr Petterson, ich will für meinen Freund bezahlen!", sagte die Stimme die sein Unterbewusstsein irgendwoher kannte. Doch gerade jetzt wollte ihm nicht mehr einfallen woher. Der Barkeeper kam zu seinem Tisch und sagte: „Das wären dann 69 Pfund bitte!" Er wollte nach seiner Tasche greifen um das zu bezahlen, doch das Mädchen neben ihm meinte: „Versuch es nicht, sonst übergibst du dich noch!" Er nickte nur und ließ sich zurück gegen die Rückenlehne sinken, ihm war viel zu übel um groß zu diskutieren.

Wer ist sie bloß?", fragte er sich in Gedanken. Doch es wollte ihm einfach nicht einfallen woher er diese Stimme kannte.

Zwanzig Minuten später kniete er in einem fremden Badezimmer auf dem Boden und übergab sich in die Toilette. Das selbe Mädchen kniete neben ihm und streichelte über seinen Rücken. Konnte es vielleicht Zara sein? Das würde halbwegs Sinn ergeben. Nach einigen weiteren Minuten kam nichts mehr raus und er fühlte sich schon viel besser. Heute hatte er es mit dem Trinken deutlich übertrieben, dass musste aufhören. Er musste einfach einsehen, dass er bei Lily niemals eine Chance haben würde. Er musste sich definitiv emotional von ihr entfernen wenn er nicht eines Tages an diesen Gefühlen sterben wollte.

„Hier, wisch dir den Mund ab und trink das!", sagte das Mädchen. Ihre Stimme kam ihm wirklich super vertraut vor, aber es konnte doch nicht …

Er drehte seinen Kopf und erblickte Lily Evans die neben ihm kniete und ihm ein kleines Handtuch und eine Phiole mit einer kristallklaren Flüssigkeit hinhielt.

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„Lily …", hauchte er wie benebelt. Da kniete das wunderhübscheste Mädchen neben ihm und hatte ihm aus der Kneipe bis zu sich nach Hause gebracht und ihm über den Rücken gestreichelt während er sich ergeben hatte. „Lily, ich …", begann er. Doch sie erhob sich nun und sagte: „Vielleicht solltest du auch duschen, vielleicht würdest du dich dann besser fühlen." Sie hielt ihm ihre Hände hin und erklärte ihn dann wo alles war. Dann ging sie zur Tür und sagte noch mit einem kurzen Blick über ihre Schulter: „Komm zu mir in mein Zimmer wenn du fertig bist! Mein Zimmer ist im ersten Obergeschoss, erste Tür links!" Mit diesen Worten verließ sie das Badezimmer und ging hoch zu ihrem Zimmer.

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Zehn Minuten später stieg James mit zittrigen Beinen die Treppe zu Lilys Zimmer hinauf. Warum hatte sie das heute gemacht? Gab es vielleicht doch noch eine Chance für ihn? Er tadelte sich gleich nach diesem Gedanken und sagte zu sich selbst: „Lass sie doch endlich in Ruhe, sie ist nicht an dir interessiert und wird es auch niemals sein!" Möglichst leise um niemanden zu wecken klopfte er an die Tür von der er hoffte, dass es ihre war.

„Herein!", sagte ihre Stimme.

Nervös betrat er ihr Zimmer und sah das sie auf einem großen bequem aussehenden Doppelbett saß. Außer ihnen beiden war niemand im Zimmer. Alice war wohl gerade nicht bei ihr. Wie schön es wäre dort mit Lily zu schlafen, ihr in ihre … Er stoppte seinen Gedankengang schnell und ohrfeigte sich gedanklich. „Lass das!", befahl er sich selbst. Lily sah ihn nachdenklich an und fragte dann: „Warum hast du dich wegen mir derartig betrunken, dass du kaum noch gehen konntest und eine ganze Phiole ‚Nüchternmacher' gebraucht hast um wieder fit zu werden?" Er sah sie überrascht an, woher wusste sie davon weshalb er in die Kneipe gegangen war. Sie schien seinen Blick zu verstehen und sagte: „Ich habe den Barkeeper gefragt und er hat mir erzählt du hättest mehrmals sehnsüchtig und jämmerlich meinen Namen gesagt!"

James wurde tiefrot im Gesicht und öffnete seinen Mund um eine Ausrede zu erfinden, doch … Warum eigentlich, sie verdient es die Wahrheit zu erfahren. Erzähl ihr alles was du empfindest und was du dir gewünscht hast, so kannst du vielleicht endlich mit diesen hoffnungslosen Gefühlen abschließen.

Er setzte sich also im Schneidersitz auf den Boden und fing leise an zu erzählen: „Ich bin seit Jahren heimlich in dich verliebt. In meinen Augen gibt es kein schöneres und herrlicheres Mädchen als dich. Allein dein Lächeln schafft es jedes Mal mich federleicht und unbeschreiblich glücklich werden zu lassen. Selbst wenn ich völlig erschöpft vom Quidditchtraining zurück gekommen bin und dich nur am Rand des Gemeinschaftsraums mit deinen Freundinnen habe lachen sehen, ist mir warm ums Herz geworden und ich habe mich weniger erledigt gefühlt." Er stockte und rieb sich einige Tränen von seinen Wangen. Dann hob er den Blick und sah sie direkt an.

Mit trauriger Stimme sagte er: „Ich weiß natürlich, dass all das für dich nicht so interessant ist, bist du doch glücklich mit Alice zusammen, aber es ist nun einmal ein Teil dessen was ich dir sagen muss um deine Frage ehrlich zu beantworten." Er sah nun wieder zu Boden und fuhr fort: „Mir war immer bewusst das du nur an Mädchen interessiert bist, und doch habe ich nie die Hoffnung aufgegeben, dass ich vielleicht doch eines Tages eine Chance bei dir bekommen würde, doch ich verspreche dir jetzt, dass ich damit aufhören werde. Ich habe eingesehen das es falsch ist jemanden so sehr nicht in Ruhe zu lassen. Ich will nicht das du schlecht von mir denkst, also werde ich mich jetzt aus deinem Leben raus halten. Bitte richte Alice meine Grüße aus und sag ihr das sie eine wunderbare Freundin hat." Er erhob sich jetzt und verbeugte sich vor Lily. „Danke das du mir heute geholfen hast Lily!", sagte er und wollte sich bereits umdrehen da hörte er sie etwas sagen, was ihn innehalten ließ.

„Ich bin nicht länger mit Alice zusammen! Und ich war auch nie lesbisch, sondern immer bisexuell!"

Er drehte sich wieder zurück und fragte: „Wirklich?" Er konnte nicht verhindern plötzlich wieder hoffnungsvoll zu klingen. Lily nickte stumm und musterte ihn jetzt aufmerksam. Er fragte sich ob dies unter Umständen seine einmalige Chance war seinem Traummädchen doch noch näher zu kommen. „Lily …", sagte er sehnsüchtig und trat einen Schritt auf sie zu. Sie lächelte und erhob sich von ihrem Bett. „Du bist süß, ich glaube ich will dir eine Chance geben!", sagte sie und trat dicht zu ihm.

„Küss mich!", erbat Lily als sie direkt vor ihm stand und schoss ihre Augen.

Er sah sie überrascht an, doch sie schien ihre Worte ernst zu meinen denn sie blieb still und mit geschlossenen Augen stehen. Ängstlich trat er zu ihr und legte hauchzart seine Arme um sie. „Mit ‚eine Chance geben' meinst du eine Beziehung mit mir eingehen?", fragte er mit rasenden Herzen. Sie nickte ohne ihre Augen zu öffnen, wodurch sie ihn um ein tausendfaches nervöser machte.

James legte nun vorsichtig seine Arme um sie und lehnte seine Stirn an ihre. „Lily, ich ähm…", stotterte er. „Ich, …", versuchte er es erneut. Sie stellte sich ganz plötzlich auf ihre Zehnspitzen und gab ihm einen kurzen Kuss. Er keuchte, das hatte sich so so viel besser angefühlt als alles was er jemals zuvor empfunden hatte. „Lily …", flüsterte er begeistert. Sie lächelte ihn mit leicht rosa Wangen an und sagte: „Das nächste Mal kannst du mich ruhig schneller küssen wenn ich dich darum bitte!" Sie zwinkerte und ergänzte: „Sonst machst du deine Freundin traurig und das willst du doch nicht!"

James fragte überrascht: „Freundin?"

Sie kicherte und nickte. „Ja James, wir sind jetzt zusammen! Du liebst mich! Ich finde dich süß und romantisch! Auch wenn wir uns bisher nur aus der Schule kennen, ich verliebe mich schnell und stark. Nur musst du mir versprechen, dass du es ohne zu Murren akzeptieren wirst, wenn sich meine Gefühle irgendwann verändern sollten!" Sie sah ihn abwartend an.

James nickte sofort und versprach ihr das.

Lily lächelte nun und umarmte ihn fest. „Küss mich!", murmelte sie sanft. Diesmal hatte James den Mut und drückte seine Lippen liebevoll auf ihre. „Ich liebe dich Lily!", sagte er voller Hingabe und küsste sie dann. Nach dem sie sich wieder voneinander gelöst hatten sagte sie: „Ich liebe dich auch James!"

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Fünf Minuten später lagen James und Lily zusammen in ihren Bett und schliefen. Sie hielten einander an den Händen und lächelten beide. Beide waren glücklich und träumten voneinander und von der wahren Liebe.

Hoffentlich geht mit uns alles gut!