Kapitel 461: Der erste Tag als Paar Teil 1
Voller Vorfreude Lily wiederzusehen rannte James am nächsten Morgen die kleine Treppe in den Gemeinschaftsraum hinunter und sah in alle Richtungen, ob sie vielleicht schon auf ihn wartete, wurde aber enttäuscht. Er stellte sich also neben die Treppe zu den Mädchenschlafsälen und wartete.
Zehn Minuten später hörte er ihre und Katies Stimme, sie würde also gleich bei ihm sein. Er strich sich seinen Umhang etwas glatt und bemühte sich entspannt (vielleicht sogar cool) zu wirken. Es waren wahrscheinlich keine dreißig Sekunden, auch wenn es sich für ihn länger anfühlte, dann sah er Lily die Treppe herunterkommen.
„Lily…", sagte er nervös und erfreut und streckte ihr seine Hände entgegen. „James, guten Morgen!", sagte Lily fröhlich und ergriff seine Hände sobald sie bei ihm angelangt war. „Ich habe von dir geträumt Lily!", sagte James und legte seine Hand sanft an ihre Wange. Sie errötete leicht und gab ihm dann einen kurzen Kuss. „Das ist gut, ich freue mich!", murmelte sie leise.
James schlang seine Arme um sie und drückte sie eng an sich. „Ich liebe dich Lily!", sagte er stürmisch und streichelte über ihren Rücken.
Lily kicherte nervös, erwiderte aber sein Liebesgeständnis und sagte:
„Ich liebe dich auch James!"
Kapitel 462: Ein Schwur
Nach einigen (in James Augen viel zu kurzen) Augenblicken löste sich Lily wieder von ihm und wandte sich an ihre beste Freundin. Mit nervöser Stimme sagte sie: „Entschuldigung, das muss dich eben ziemlich geschockt haben, aber seit gestern Abend bin ich mit James zusammen." Katies Gesichtszüge lockerten sich nun etwas und sie musterte James auf eine forschende und berechnende Art und Weise.
„Du hast es also geschafft sie von dich zu überzeugen, hmm …", sagte sie schließlich und streckte James dann eine Hand hin. James ergriff diese und wollte sich gerade bedanken, als Katie noch etwas ergänzte: „Ich hoffe du wirst sie nicht enttäuschen, denn wenn doch muss ich dich leider umbringen!" James und Lily wirkten beide überrascht, so etwas aus dem Mund der sonst so friedlichen Katie zu hören war schon außergewöhnlich. Daran erkannte man sehr gut wie wichtig ihr das Wohlergehen von Lily war.
James nickte deshalb selbstbewusst und selbst überzeugt: „Ich schwöre feierlich, dass ich Lily für alle Zeiten lieben werde und sie auch niemals willentlich verletzen werde!"
Katie lächelte nun auch und sagte: „Das ist gut, dann freue ich mich umso mehr für euch beide!"
Kapitel 463: Ein unerwarteter Liebesbrief
Zum Ende des Frühstücks als die Eulen kamen bemerkte Katie gerade zu Lily: „Ich würde unglaublich gerne mal einen Liebesbrief bekommen, so richtig kitschig und romantisch …" Lily erkundigte sich warum sie gerade jetzt daran dachte. Anstatt zu antworten zeigte Katie auf ein Mädchen am Ravenclawtisch, welches dunkelrot anlief als ein Junge ihr einen Strauß Rosen mit einem Brief brachte. Mit einem Grinsen sagte sie: „So etwas bringt einen vielleicht in Verlegenheit, aber dafür hat man immerhin eine feste Beziehung."
Genau in diesen Augenblick wo sie das sagte landete eine grau gefiederte Eule vor ihr und Lily auf den Tisch und streckte ein Bein von sich. An diesem hing eine Papierrolle auf die in geschwungener Schreibschrift ‚Für Katie Davies ' geschrieben war. Lily kicherte als sie Katies erstaunten und entzückten Blick sah.
Schnell, ohne auf Lilys Reaktion groß zu achten band sie die Rolle vom Bein der Eule los und löste die Schleife die sie zusammenhielt. „Wer kann mir das bloß geschrieben haben?", fragte sich Katie nervös und entrollte das Papier.
Hi Katie!
Ich schreibe dir um dir von meinen Gefühlen zu erzählen. Seit Jahren leben wir nun schon im selben Dorf und seit Jahren sehe ich dich nur im Sommer. Ich vermute du gehst auf ein Internat!? Seit mehr als fünf Jahren schwärme ich jetzt schon für dich, doch nur durch mehrere Leute habe ich es heute endlich geschafft dich zu erreichen.
Es reicht schon wenn ich dich nur vom Weiten sehe um mein Herz schneller schlagen zu lassen. Du bist bei weitem das schönste Mädchen der Welt und ich wünschte wirklich wir könnten uns schreiben, ich würde dich gerne richtig näher kennenlernen.
Ich weiß allgemein nicht viel über dich, nur soviel wie man halt mitbekommt wenn man nah beieinander wohnt. Du scheinst sehr viel Zeit draußen im Garten zu verbringen und du musst gerne schwimmen, ich habe nämlich noch nie jemanden gesehen der im Februar oder November noch ins Wasser des kleines Sees bei uns in der Nähe gewesen war.
In Liebe und der Hoffnung eine Antwort zu bekommen
Vernon Dursley
Katie starrte auf den Liebesbrief in ihren Händen und versuchte sich ein Gesicht vorzustellen. Wer war dieser Junge und über welche Personen hatte er den Kontakt zu ihr aufgebaut?
Lily schien ihr fragendes Gesicht richtig zu deuten, denn sie erklärte: „Er ist der beste Freund vom Bruder der besten Freundin meiner Schwester!" Katie legte ihren Kopf etwas schief und sah Lily mit großen Augen an, dann nach einigen Sekundenbruchteilen verstand sie und meinte: „In der Tat, dass sind einige Leute… und du hast davon gewusst?", fragte sie Lily. Diese nickte, ergänzte aber: „Ich habe ihm im Sommer auf Nachfragen meiner Schwester deine Adresse gegeben, doch ich wusste nicht wie ernst er es mit seinen Gefühlen gemeint hat. Aber das klang doch recht süß, oder?"
Katie nickte und las sich den Brief noch ein zweites Mal durch.
Kapitel 464: Rosen
Caitlyn hatte den Strauß Rosen angenommen und sah nun nervös zu dem Jungen der jetzt ganz offensichtlich auf eine Reaktion von ihr wartete. Sie wusste allerdings nicht wie sie am besten reagieren sollte. Sollte sie aufstehen und ihn umarmen oder waren einige nette Worte genug? Erwartete er, dass sie jetzt mit ihm ausgehen würde? War das eine stumme Liebeserklärung gewesen?
So viele Fragen und kaum Antworten. Schließlich entschied sie sich für Variante eins, nur um sicherzugehen dass er sich auch ernst genommen fühlte. Sie wusste nicht was jetzt langfristig passieren würde und könnte, doch jetzt im Augenblick fühlte sie sich wohl. Sie löste sich nach einigen Sekunden von ihm und sagte zu ihm: „Vielen Dank für die Rosen und den Brief, ich werde ihn später lesen und dir dann morgen zum Frühstück eine Antwort mitbringen."
Nach dieser Ankündigung verabschiedete sie sich noch von ihren Freundinnen Cara und Marissa, dann brach sie auf um etwas an die frische Luft zu kommen und um den Brief ganz in Ruhe zu lesen.
Kapitel 465: Der erste Tag als Paar Teil 2
Nach dem Frühstück fragte James seine Freundin: „Lily-Schatz hättest du Lust mit mir raus auf die Ländereien zu gehen? Wir könnten spazieren gehen!" Lily legte wegen des neuen Spitznamens ihren Kopf kurz schief, doch sie sagte nichts dagegen. Stattdessen nickte sie nur und ließ sich von ihm hochziehen. „Bis später!", rief sie Alice und Katie noch zu, dann rannte sie mit James auf den Ausgang der Großen Halle zu.
Als sie beim See angekommen waren fragte James: „Wie gefällt es dir wenn ich dich Lily-Schatz nenne?" Sie lächelte und sagte: „Es ist okay, immerhin sind wir ein Paar!" James grinste und umarmte sie dann innig. „Danke Süße!", murmelte er und rieb seine Nase an ihrer. Das fühlte sich so herrlich angenehm an …
„Ich liebe dich Lily-Schatz!", sagte er und küsste sie dann.
Kapitel 466: Interessenaustausch
Nachdem sie sich wieder voneinander gelöst hatten schlug Lily vor doch einen Spaziergang am See zu machen. James lächelte und nickte. „Einverstanden, lass uns losgehen!", sagte er und griff nach ihrer Hand.
Sie waren bereits ein Stück gelaufen da erkundigte sich James: „Hast du eigentlich noch immer Höhenangst, wie damals in der Ersten?" Sie schüttelte lachend den Kopf und antwortete: „Neee, schon lange nicht mehr… ich fliege sogar ab und zu gerne auf Alices Besen." James grinste und meinte: „Dann können wir ja auch zu zweit fliegen, oder?" Er war stehengeblieben und sah ihr nun bittend in die Augen. Sie zögerte auch nicht und nickte sofort. „Klar gerne, ich freue mich schon darauf!", sagte sie.
Als sie wieder losgingen fragte Lily: „Was ist deine Lieblingszeitbeschäftigung wenn du nicht Quidditch spielst?"
Er sah zu seiner Freundin und überlegte. Hmm, früher hätte ich jetzt sicherlich gesagt ‚Mädchen aufreißen!', doch das wäre jetzt wahrscheinlich nicht ratsam. Außerdem traf es ja auch nicht mehr zu. Er hatte ja inzwischen sein Wunschmädchen zur Freundin. „Ich liebe dich Lily!", sagte er und drückte ihre Hand sanft. Ich darf von jetzt an auch nicht mehr so etwas denken wie ich eben zum Glück auch nicht gesagt habe. Lily ist jetzt meine Freundin, ich muss ihr unter allen Umständen treu bleiben. Das ist das wichtigste in einer Beziehung. Schließlich sagte er: „Ich lese gerne, nicht unbedingt Lehrbücher aber spannende Geschichten von Abenteuern in anderen Welten!"
Lily blieb stehen und legte ihre Arme um seine Hüfte. „Das hört sich so an als könnten wir viele lange Stunden vor dem Kamin miteinander verbringen und lesen oder wie fliegen draußen herum und spielen Quidditch!", sagte sie und grinste ihn an. James erwiderte ihr Lächeln und zog sie dann zu einem Kuss noch näher an sich heran.
„Was für wunderbare Zukunftsaussichten …", murmelte er bevor er sie zärtlich küsste.
Kapitel 467: Der Raum der Wünsche
Bellatrix saß auf einem gemütlichem Sofa nahe an einem warmen Kamin und strich sich nervös die Falten in ihrem Rock glatt. Sie wartete auf Phoebe, denn mit ihr war sie in wenigen Minuten verabredet. Sie war jetzt schon einige Monate in sie verliebt und hatte sich vor einigen Tagen dazu entschiedenen sie um ein Treffen zu bitten. Es hatte sie einige Überwindung gekostet eine Halbblütige Ravenclaw um so etwas zu bitten, doch sie hatte es getan.
Hoffentlich wird diese Verabredung wenigstens ein Erfolg! Bitte Schicksal, lass sie mir die Gelegenheit geben sie zu küssen!
Als sie an den Blutstatuts von Phoebe dachte seufzte sie auf. Warum hatte sie sich unbedingt in eine Halbblut verlieben müssen? Würde sie durch diese Gefühle genauso bei ihren Eltern in Missgunst fallen wie ihre Schwester als sie nicht nach Slytherin sondern nach Ravenclaw gekommen war? Sie hoffte dies würde nicht geschehen, immerhin war sie kein Schlammblut, das war doch immerhin etwas, oder?
Es dauerte noch einige Augenblicke, dann klopfte es an der Tür. Hastig stand sie auf, warf ihre Haare zurück und versuchte sich (während sie zur Tür ging) zu beruhigen. „Alles wird gut! Alles wird gut!", sagte sie in Gedanken zu sich selbst. Sie stand inzwischen direkt vor der Tür und atmete noch ein letztes Mal tief durch, dann drückte sie die Klinke nach unten und zog Phoebe die Tür auf. Das blonde Mädchen lächelte kurz und fragte dann: „Hi Bellatrix, bist du bereit für unsere Verabredung?" Das dunkelhaarige Mädchen nickte nervös und trat etwas zurück. „Ja, komm bitte rein ich habe alles vorbereitet!", sagte sie und versuchte ehrlich zu lächeln.
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Phoebe betrat also neugierig den Raum der Wünsche. Sie hatte bereits früher Gerüchte über diesen Raum gehört, doch noch nie war sie wirklich in ihm gewesen. So sehen also wahrscheinlich Bellatrix' Fantasien aus, hmm… Außer einem Kamin und zwei behaglich aussehenden Sofas gab es noch einige Bücherregale und viele Kerzen die überall herumstanden. Sie war immer noch nicht sicher warum sie sich überhaupt auf dieses Treffen (das eindeutig von Bellatrix romantisch gemeint war) eingelassen hatte, denn eigentlich war sie nicht lesbisch. Aber trotzdem ließ sie sich nun neben dem Mädchen aus Slytherin auf einem der Sofas nieder und ließ sogar zu, dass sie ihre Hand ergriff und diese nun leicht zu streicheln begann.
„Phoebe, du bist wirklich ein wunderschönes Mädchen, ich ähm…", begann Bellatrix leise zu sprechen. Phoebe unterbrach sie plötzlich panisch und sagte: „Sprich nicht weiter, bitte! Das wird mir alles etwas zu viel für eine erste Verabredung, ich …" Bellatrix zog sie (Phoebe hatte sich halb erhoben) zurück aufs Sofa und bat sie: „Bitte gehe nicht, lass uns einfach etwas plaudern!"
Phoebe zögerte, willigte jedoch letztendlich ein und rückte aber etwas von Bellatrix weg.
Kapitel 468: Bellatrix und Phoebe
Bellatrix wusste nicht genau wie sich Phoebe gerade fühlte, ahnte jedoch das sie unsicher sein musste. Immerhin war sie zu Beginn des Schuljahres (also ungefähr vor drei Wochen) noch James' Freundin gewesen. Sie hoffte sie war Mädchen gegenüber nicht völlig uninteressiert, denn ansonsten hätte sie wohl kaum irgendwelche Chancen bei ihr.
„Magst du mir etwas von dir erzählen?", fragte Bellatrix und drehte sich etwas mehr zur Seite um in Phoebes schöne Augen sehen zu können. Phoebe nickte zögerlich und begann dann zu sprechen: „Ich spiele seit vielen Jahren Gitarre und singe auch gerne!" Bellatrix versuchte sich vorzustellen wie es wäre Phoebe singen zu hören und musste zugeben, dass sie das gerne Mal hören würde. „Das würde ich gerne Mal hören!", sagte sie deshalb und ergänzte: „Ich selbst kann überhaupt nicht singen, aber eine Gitarre habe ich zufällig, nur ausprobiert habe ich sie quasi noch nie." Phoebe erkundigte sich nach dem Grund dafür und sah sie neugierig an.
„Es hat sich nie wirklich ergeben, außerdem sind meine Eltern was Lärm betrifft sehr empfindlich!", sagte sie und lachte leicht auf. Phoebe lächelte und erklärte entschieden: „Gitarrenmusik ist kein Lärm, deine Eltern haben wohl keinen Geschmack!"
Beide Mädchen brachen einige Sekundenbruchteile später in Gekicher aus.
Nachdem sie sich wieder beruhigt hatten rückte Phoebe doch wieder etwas näher zu Bellatrix und legte sogar einen Arm um sie. „Wenn es sich ergibt kann ich dir vielleicht irgendwann die Grundlagen des Gitarrenspielens beibringen, was hältst du davon?", fragte sie. Bellatrix fühlte wie ihr Herz um einiges schneller schlug als Phoebe ihren Arm um ihre Schultern legte, deshalb brauchte sie etwas länger um zu antworten.
„Das hört sich wunderbar an!", murmelte sie schließlich nervös und schloss dann ihre Augen um das Gefühl, was sich durch diese Nähe zu dem Mädchen in welches sie sich verliebt hatte in ihrer Magengegend ausbreitete, voll auszukosten.
Kapitel 469: Ein Kuss
Knapp zwei Stunden später sagte Phoebe, dass sie jetzt leider gehen müsse. „Ich habe noch Hausaufgaben, die sind leider morgen fällig, also …", begann Phoebe und erhob sich vom Sofa. Bellatrix nickte und stand ebenfalls auf. „Das ist okay, ich habe diese Verabredung wirklich sehr genossen, danke das du sie angenommen hast!", sagte sie und lächelte Phoebe an.
Phoebe lachte auf und meinte: „Ich habe mich zu Beginn seltsam gefühlt mit einem Mädchen eine Verabredung zu haben, doch inzwischen bin ich dir auch dankbar, dass du mich gefragt hast." Bellatrix errötete leicht und fragte dann die Frage, die ihr schon seit der Hälfte ihres Treffens im Kopf herum waberte und ihr Sorgen machte.
„Könntest du dir denn vorstellen mich erneut zu treffen, im Sinne weiterer Verabredungen?"
Phoebe wurde ebenfalls leicht rot, nickte aber und sagte: „Ja, ich würde mich freuen wenn wir uns erneut treffen könnten."
An der Tür hielt Bellatrix Phoebe noch einmal zurück und fragte: „Darf ich dich zum Abschied bitte einmal küssen?" Phoebes Wangen verfärbten sich erneut blass rosa, doch sie nickte nach einigen Sekunden.
Bellatrix legte also vorsichtig ihre Arme um Phoebe und sah ihr verliebt in die Augen. Dann nährte sie sich ihren Lippen und versuchte dabei keinen Herzinfarkt zu bekommen. Ohh… Phoebe ich liebe dich so sehr! Schließlich fühlte sie die weichen warmen Lippen ihres Wunschmädchens auf ihren eigenen und versuchte all ihre Gefühle, Hoffnungen und Wünsche in diesen einen Kuss zu stecken.
Nachdem sie sich Sekundenbruchteile später wieder voneinander lösten hatte Phoebe noch erörtere Wangen und murmelte mit leiser Stimme: „Danke für die Verabredung und bis später!" Mit diesen Worten trat sie aus dem Raum und lief schnell los. In ihrem Kopf hatte gerade nur ein Gedanke Platz:
Einen so angenehmen Kuss habe ich noch nie erlebt! Oh mein Gott, bin ich vielleicht auch in sie verliebt!?
Kapitel 470: Eine Freistunde
In seiner Freistunde direkt nach dem Frühstück schlenderte Jack ziellos und ohne etwas bestimmtes im Kopf zu haben durch die Gänge des Schlosses. In Gedanken war er wie so oft in letzter Zeit bei dem Mädchen in welches er sich verliebt hatte.
Leah Hammer …
Sie war ein wunderschönes Mädchen aus Ravenclaw das ihn gelegentlich anlächelte. Er hatte keine Ahnung warum sie das tat, doch es löste jedes Mal in ihm ein Gefühl aus, als würde er aus einer Sauna in ein eiskaltes Wasserbecken springen. Er wusste nicht so genau wie das hatte passieren können, doch seit einigen Wochen träumte er fast jede Nacht von diesem Mädchen.
Leah …
Er kam gerade an einem Klassenzimmer mit angelehnter Tür vorbei. Von drinnen hörte er ein leises Schluchzen. Es klang eindeutig nach einem Mädchen. Vorsichtig schob er die Tür einige Zentimeter weiter auf und sah wer da weinte. Am Fenster fast direkt gegenüber der Tür saß Leah in der Fensterbank und sah schräg hinaus in den Wolkenverhangenen Himmel. Er konnte Tränen sehen die auf ihren hübschen Wangen glitzerten.
„Warum weinst du?", fragte er sich in Gedanken.
