Kapitel 481: Ein Gespräch unter pubertierenden Jungen (26.10.1976)

Am nächsten Morgen wurde James von seinem besten Kumpel geweckt der sich neben ihn auf sein Bett setzte und sagte: „Hey Mann aufstehen, es gibt bald Frühstück und ich muss dir unbedingt was erzählen!" James gähnte verschlafen und setzte sich müde auf. „Was gibts denn wichtiges?", fragte er und rieb sich den Schlaf aus seinen Augen.

Sirius erhob sich und grinste ihn an. „Gestern Abend hatte ich Oralsex mit Alice, oh Mann du glaubst gar nicht wie mega sich das angefühlt hat!", sagte Sirius und lachte leicht auf. James starrte seinen besten Freund ungläubig an: Oralsex, krass… Wie es wohl wäre wenn Lily und ich … Von dem Bett gegenüber von James meldete sich plötzlich Remus zu Wort und sagte: „Hört auf über so etwas zu sprechen, das ist ja widerlich!" Sirius wandte sich von James ab und sah zu Remus. „Ist es überhaupt nicht, es ist ultra angenehm und überhaupt du hast doch gar keine Ahnung!", sagte er und wirkte etwas beleidigt.

Remus seufzte nur, antwortete jedoch nicht darauf. Vom Bett links neben Remus' meldete sich stattdessen Peter zu Wort und sagte erstaunlich ruhig und selbstbewusst: „Ich muss Sirius Recht geben, Oralsex mit dem Mädchen deiner Träume ist absolut unglaublich angenehm!" James, Remus und Sirius sahen ihren (für gewöhnlich zurückhaltenden) Freund mit großen Augen an, worauf dieser erklärte: „Vor ungefähr sechs Wochen hatte ich zum ersten Mal Oralsex mit meiner Freundin!"

Alle im Raum (außer den Rumtreibern war das nur noch Frank Longbottom) waren daraufhin für einige Augenblicke stumm, dann sagte Sirius: „Wow, mit dieser Unterstützung hätte ich nicht gerechnet, danke Peter!" Der grauhaarige kleine Junge grinste kurz und meinte dann: „Wahrscheinlich wäre es Georgia peinlich wenn ich so offen darüber sprechen würde, aber ehrlich, ich habe bisher noch nichts schöneres erlebt als dies, ihr wisst schon was mit ihr zu machen!" Frank warf nun ein: „Ich würde das gerne auch mal erleben, aber ich habe keine Freundin, verdammt!" Er grinste auf und ergänzte mit einen Blick zu James: „Da hast du es besser, du bist doch seit ungefähr einem Monat mit Lily zusammen, oder?"

James nickte, warf aber ein: „Ich habe sie gestern gefragt ob sie mal mit mir schlafen würde, doch sie hat gesagt sie fühle sich noch nicht bereit, also kann ich wohl von so etwas erst einmal nur träumen." Frank lachte und sagte: „Na gut, aber du bist dem wahrscheinlich trotzdem näher als ich, immerhin hast du ein Mädchen das dich liebt!" Remus, der wie seine Freunde noch im Bett saß sagte nun: „Vielleicht ist es ja ganz nett, aber es ist definitiv kein Thema über das man so offen reden sollte. Lass uns also über etwas anderes reden, oder noch besser wir stehen auf, denn bald gibt es Frühstück und außerdem ist heute Schule."

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Während James zehn Minuten später duschte massierte er sich seinen eigenen Penis und versuchte sich bildlich vorzustellen wie es wohl aussehen und sich anfühlen würde, wenn Lily vor ihm auf dem Boden knien würde und seinen Penis im Mund hätte.

Oh… Yeah!

Einige Augenblicke später überkam ihn sein Orgasmus und er schloss erregt seine Augen.

Oh Lily, du herrliches wunderbares Mädchen, bitte lass uns das eines Tages mal ausprobieren!

Nachdem er sich wieder beruhigt hatte beendete er seine Dusche schnell und verließ das Bad.

Kapitel 482: Am Morgen [P18]

Phoebe wachte am nächsten Morgen an Bellatrix' Seite auf. Sie lächelte ihre noch-schlafende Freundin an und platzierte dann einen zarten Kuss auf ihre weiche Lippen. „Aufstehen Liebste!", sagte sie und streichelte den weichen Bauch ihrer Freundin. Bellatrix räkelte sich unter ihren Berührungen und öffnete schließlich ihre Augen. „Guten Morgen Phoebe!", sagte sie sanft und strahlte sie an.

Einige Augenblicke später standen sie zusammen auf und gingen ins Badezimmer. Dort begegneten sie Leah die ihre Freundin sofort grüßte: „Hi Phoebe, warum…?" Leah sah skeptisch zu Bellatrix, woraufhin Phoebe erklärte: „Bellatrix ist meine Freundin, wir sind seit gestern Abend ein Paar!" Leah sah sie beide mit großen Augen an und fragte erstaunt: „Ein Paar?" Bellatrix nickte und erklärte: „Ich habe mich schon vor Monaten in Phoebe verliebt und sie hat mir gestern gestanden, dass sie inzwischen meine Gefühle erwidere, also haben wir beschlossen es miteinander versuchen zu wollen." Leah nickte zögerlich und lächelte dann. „Das sind überraschende Neuigkeiten, aber ich freue mich für euch!", sagte sie und schüttelte beiden die Hände.

Danach verließ Leah das Badezimmer und Phoebe und Bellatrix schlüpften aus ihren Schlafanzügen und betraten gemeinsam eine Dusche.

Phoebe starrte nervös auf das nackte Mädchen das direkt vor ihr stand und gerade das Wasser auf eine angenehme Temperatur einstellte. Obwohl sie gestern Nacht schon Sex miteinander gehabt hatten war dies noch einmal etwas anderes, denn jetzt konnte sie alles genau sehen, was sie in der letzten Nacht im dunkeln zum ersten Mal angefasst und erforscht hatte. Bellatrix schien mit der Wärme des Wassers zufrieden zu sein, denn sie hackte den Duschkopf über sich ein und zog sie dann in ihre Arme. Sie fühlte nun die etwas größeren Brüste von Bellatrix an ihren eigenen und musste laut stöhnen.

Einige Sekunden später kniete sie vor Bellatrix auf dem Boden und hatte ihre Schamgegend direkt vor dem Gesicht. Sie betrachtete den dünnen Schlitz der zwischen den Schamhaaren hervor lugte und erinnerte sich daran wie sie Bellatrix gestern dort gestreichelt hatte. „Bitte Süße, leck mich dort!", flehte Bellatrix von über ihr und spreizte ihre Beine noch etwas mehr.

Sie schluckte nervös und murmelte: „Okay, mach dich bereit!" Dann rückte sie näher und begann vorsichtig an der Scheide ihrer frischen festen Freundin zu lecken.

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Zwanzig Minuten später verließen Phoebe und Bellatrix das Badezimmer und zogen sich an. Weil Bellatrix gestern Nacht keine frische Unterwäsche mitgebracht hatte, lieh Phoebe ihr einen von ihren Slips. Dann machten sie sich zusammen auf zum Frühstück.

Kapitel 483: Die neue Sucherin

Am späten Nachmittag traf sich zum ersten Mal die zum Teil neue Quidditchmannschaft zum ersten Training nach den späten Auswahlspielen. Eigentlich hätten sie schon im September stattfinden sollen, doch weil mehrere Sachen dazwischen gekommen waren hatten sie sich immer wieder verzögert.

Doch nun war es endlich soweit und James (als neuer Quidditchkapitän) musterte sein Team. Er stand vor ihnen auf dem Rasen und sah jedem einzelne der Reihe nach kurz aber fest in die Augen.

Ganz links stand Jasmin Wraith, ein Mädchen aus der vierten das erstaunlich gut bei den Tests für den neuen Treiberposten abgeschnitten hatte. Dann standen dort die einzigen alten Gesichter Alice und Frank die beide wie er selbst Jäger waren. Er nickte ihnen kurz zu und sah dann zu der (in seinen Augen größten Überraschung bezüglich der Auswahlspielen) neuen Sucherin. Seine Freundin und wahre Liebe zwinkerte ihm zu und schloss dann kurz ihre Augen. Ja, tatsächlich hatte Lily alle anderen Bewerber für den Posten des Suchers mit riesigem Vorsprung übertrumpft und sich den Eintritt ins Team mehr als nur verdient. James sah sie noch einige längere Augenblicke begeistert und verliebt an, dann ermahnte er sich selbst sich vor den anderen nicht zu lächerlich zu machen und auch das restliche Team eines Blickes zu würdigen.

Neben Lily stand Mason Bonheur, ein Junge aus der fünften. Er war ziemlich breitschultrig und groß, hoffentlich würde er noch besser sein als in den Auswahlspielen. Er hatte zwar dort auch bereits gepunktet, doch im Verhältnis zu Danny der bis letztes Jahr als Hüter gespielt hatte, würde Mason noch viel lernen müssen um auch nur annähernd das selbe Niveau zu erreichen. Zuletzt war da noch Ben Karbonopsina, der jüngere Bruder von Zoe Karbonopsina. Mit ihr hatte er einmal in der fünften eine zweiwöchige Beziehung gehabt.

Er sagte voller Stolz: „Mit dieser großartigen Mannschaft können wir ja nur mit Leichtigkeit gewinnen, vor allem mit dieser absolut göttlichen Sucherin …" Er sah wieder zu Lily und grinste breit. Die anderen des Teams seufzten und dachten alle in etwa das gleiche.

Na dass kann ja ein heiteres Jahr werde!

Kapitel 484: Nach dem Training

Nach dem Training betrat Jasmine erschöpft und mit schmerzenden Armen den Umkleideraum und setzte sich neben ihren Klassenkammrad Ben auf die Bank. „Das war sau anstrengend, oder?", fragte dieser leise und sah seitlich zu ihr. Sie nickte und antwortete: „Ich habe das ja bereits geahnt, doch ich wusste nicht das es soo anstrengend wird." Ben murmelte noch: „Und das war ja erst das erste Training, ich frage mich ob ich nach einigen Wochen überhaupt noch laufen kann…"

James erhob sich nun und wandte sich an sein Team. „Ihr habt alle großartig gespielt, so müssen wir weitermachen, dann besiegen wie jede Mannschaft!", sagte er und sah ihnen einem nach dem anderen in die Augen. Jasmine nickte und sagte: „Ich will den Quidditchpokal für Gryffindor, also lass uns gleich morgen wieder trainieren!" James grinste und schüttelte aber den Kopf. Dann erklärte er: „Ich mag diese Begeisterung, aber erstens habt ihr neben Quidditch auch noch Schulaufgaben zu erledigen und zweitens wäre tägliches Training auch nicht gut für eure Gesundheit, ihr müsst auch Mal etwas anderes tun."

Sie nickte verstehend und begann sich dann damit sich umzuziehen.

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Zehn Minuten später ging sie mit Ben zum Lehrerzimmer um die Ballkiste dort abzugeben. Nach ungefähr der Hälfte der Strecke fragte Ben unvermittelt: „Sag mal würdest du vielleicht zum nächsten Hogsmeadewochenende mit mir ausgehen?" Sie blieb stehen und sah den Jungen neben sich verwundert an. „Hmm…", machte sie und überlegte.

Wollte sie das?

Nach einigen Augenblicken entschied sie sich mit dem Gedanken: Ja, warum eigentlich nicht!

„Ja, meinetwegen!", sagte sie laut.

Kapitel 485: Die Schwierigkeit des ‚Liebesbriefeschreibens'

Jack saß nun schon seit Stunden vor einem leeren Blatt Papier und versuchte einen Liebesbrief an Leah zu schreiben.

Er hatte seit seinem Katastrophalen Versuchs sie zu trösten jegliche Gelegenheiten gemieden wo er mit ihr alleine in einem Zimmer gewesen wäre. Sie hatte ihn zwar einige Male versucht anzusprechen, doch er war jedes Mal schnellstmöglich geflohen und hatte sich dann den ganzen Tag irgendwo versteckt. Wegen dieses Benehmens hatte er jetzt schon zweimal zum Schulleiter gemusst, doch auch ihm hatte er nicht erzählt warum er an jenen Tagen geschwänzt hatte. Er wusste natürlich selbst das dieses Benehmen auf mehreren Ebenen echt scheiße war und vor allem auch sein Traummädchen selbst traurig beziehungsweise vielleicht auch wütend machte, doch er konnte nicht anders. Es war ihm so peinlich wie er damals versucht hatte sie aufzuheitern, dass er am liebsten die Schule gewechselt hätte. Das wäre auch dementsprechend besser, weil er dann auch sie nicht mehr sehen würde und vielleicht bald keine Gefühle mehr für sie empfinden würde.

Vielleicht sollte ich einfach nach einem Zauber oder ähnlichem suchen was jegliche Gefühle komplett aus einen Menschen heraussaugt. Ohne Emotionen könnte ich bestimmt effektiver dem dunklen Lord dienen!

Er sah auf die Feder in seiner Hand, inzwischen war die Tinte bereits getrocknet. Warum bin ich nur ein derartiger Schwächling der nichts hinbekommt? Er steckte die Feder zurück ins Tintenfass und stützte dann seinen Kopf auf seine Arme ab.

Am ersten Oktober war er gerade auf den Weg zum Frühstück, da stieß er in der Eingangshalle auf Leah. Sobald er sie sah blieb er stehen und drehte sich um. Ohne auf ihren Ruf zu achten rannte er wieder hinab in die Kerker und kauerte sich in die hinterste Ecke des abgelegensten Kerkerraums.

Leah, ich liebe dich so sehr!", flüsterte er in Gedanken und umklammerte seine Beine mit seinen Armen.

Als er an diese letzte Gelegenheit dachte zu der sie ihn angesprochen hatte, schämte er sich das er damals nicht in diesem Kerker geblieben war und dort sein jämmerliches Leben beendet hatte. Er war weder ein ehrenvoller reinblütiger Zauberer noch ein richtiger Blutsverräter der auf seine Art immerhin zu seinen Überzeugungen stand. Nein er war einfach nur jämmerlich, feige und zutiefst widerwärtig unfreundlich gegenüber dem Mädchen von dem er gleichzeitig behauptete, dass er in sie verliebt sei.

Er griff nun wieder nach der Feder und setzte sie nun zum ersten Mal seit Stunden aufs Papier.

Leah…

Seit Stunden versuche ich nun schon irgendwelche Worte zu Papier zu bringen die auch nur im Ansatz ausdrücken können wie elendig und schlecht ich mich fühle und wie sehr ich dich gleichzeitig liebe und wie unendlich es mir Leid tut wie ich dich in den letzten Wochen behandelt habe.

Ich ahne das du mir etwas wichtiges hattest sagen wollen, es wegen mir jedoch nie loswerden konntest. Für dieses Benehmen meinerseits kann es keine Entschuldigung geben. Das einzige was ich wahrlich verdiene ist der Tot.

Das mag für dich hart klingen, doch du weißt ja auch nicht wie ich über dich gedacht habe. Nicht nur habe ich dich immer als Schlammblut bezeichnet und meine eigenen Gefühle dir gegenüber verdammt, nein ich habe eben gerade auch damit geliebäugelt meine eigenen Emotionen für immer abzutöten und als kaltherziger Diener des dunklen Lords meine Bestimmung in meinem Leben zu finden.

Ich will diese Zukunft aber nicht, deshalb werde ich (nachdem ich dir diesen Brief) gegeben habe auch versuchen meine eigene jämmerliche Existenz zu beenden.

Bitte denke jedoch nicht, dass irgendetwas von diesen Entwicklungen an dir läge. Du bist unschuldig! Ich bin alleine schuld daran, das ich bald nicht mehr leben werde. Wenn ich nicht sooo feige gewesen wäre, wäre ich am Tag wo du geweint hast und ich versucht habe dich zu trösten niemals weggelaufen. Oder ich hätte wenigstens zu einer der folgenden Gelegenheiten (von denen du mir ja einige geboten hast) mit dir gesprochen und mich meinen Gefühlen gestellt. Aber ich bin immer weggelaufen und habe mich verkrochen, doch damit ist jetzt Schluss …

Ich werde mich nicht länger verstecken sondern selbstbewusst und im vollen Bewusstsein dessen was ich dir angetan habe den Todesfluch gegen mich selbst wirken und somit meinem Leben ein Ende bereiten.

Ich hoffe du wirst mit jemanden der deine Liebe verdient glücklich und verschwendest keine weiteren Gedanken an mich.

In Liebe und zum Abschied

Jack

Nachdem er das letzte Wort geschrieben hatte rollte er den Brief ohne ihn noch einmal durchzulesen zusammen und begab sich auf den Weg um ihn zu ihr zu bringen.

Ich muss alles exakt so durchziehen wie ich es geschrieben habe. Erst bringe ich ihr den Brief, dann suche ich mir einen abgelegenen Ort und dann bringe ich mich um. Dann und nur dann habe ich noch einmal in meinem Leben ehrenvoll gehandelt.

Kapitel 486: Die Übergabe des Abschiedsbriefes

Jack suchte einige Stunden nach Leah und fand sie schließlich in der Bibliothek. Er trat zu ihr und räusperte sich. Sie senkte ihr Buch in welchem sie gelesen hatte und sah ihn erstaunt an. „Jack, ich …", fing sie an, doch er unterbrach sie und hielt ihr seinen Brief hin. „Bitte ließ ihn und vergib mir mein schreckliches Benehmen der letzten Wochen. Es tut mir Leid!", sagte er und verbeugte sich dann knapp.

Ohne noch irgendetwas zu sagen drehte er sich um und lief mit schnellen Schritten aus der Bibliothek.

Okay, Punkt 1 wäre erledigt! Jetzt zum wichtigsten …

Er beschloss in die Kerker zu gehen, dort gab es viele abgelegene Orte wo man ihn hoffentlich niemals finden würde. Er rannte die Treppen hinunter und sprach unterwegs mit niemanden. Er wollte das seine letzten Worte an Leah gegangen waren.

Fünfzehn Minuten später war er im abgelegensten Kerkerraum den er kannte. Hier hatte er Anfang des Monats herumgekauert, jetzt würde er hier sein Leben beenden.

Wie passend …

Kapitel 487: Einige letzte Gedanken

Jack setzte sich im Schneidersitz auf den Boten und zog seinen Zauberstab aus seinem Umhang.

Es sind nur zwei Worte und alles wird vorbei sein. Es wird nicht einmal wehtun, also sei stark und beweise allen das du bereit bist Konsequenzen aus deinen Taten und Worten zu ziehen.

Er hielt sich den Zauberstab an seine Schläfe und schloss seine Augen.

Vor ihm sah er plötzlich seine Eltern die ihn strahlend anlächelten und begeistert klatschten als er seine ersten selbstständigen Schritte gemacht hatte.

Er lächelte. Ja so sollte eine Familie eigentlich sein. Schade nur, dass dieselben Eltern ihn später dazu erzogen hatten alle Menschen zu hassen die nicht aus reinblütigen Zaubererfamilien stammten.

Als nächstes sah er seine Freunde die mit ihm zusammen am Tisch der Slytherin saßen und gerade mit ihm eingeschult worden waren.

Ja seine Freunde hatten ihm immer Halt gegeben, doch würden sie ihn jetzt sehen und gleichzeitig wissen was er ihr geschrieben hatte, würden sie ihm wahrscheinlich einzig anbieten für ihn den Todesfluch auszusprechen.

Zuletzt sah er Leah Hammer. Sie kniete vor einem weißen leeren Grabstein und weinte.

Warum sollte sie mich betrauern, sie liebt mich nicht und zweitens bin ich es nicht wert.

Kapitel 488: Laufen

Leah lief mit Tränen in den Augen durch die Korridore Hogwarts und versuchte den größten Vollidioten aller Zeiten zu finden. Wie konnte ein einziger Mensch nur so dumm sein und warum zum Fick hatte sie sich ausgerechnet in ihn verlieben müssen?

Bei den Treppen die nach unten führten nahm sie immer drei Stufen auf einmal und ignorierte jeden der sie ansprach und wich denen aus, die versuchten sie aufzuhalten. Sie hatte keine Zeit sich bei denen zu entschuldigen die wegen ihr hinfielen oder die sie versuchten anzusprechen, es ging hier schließlich um sein Leben.

Sie kannte ihn zwar nicht besonders gut, doch sie wusste, dass er nicht derjenige war der lehre Drohungen aussprach. Wenn er etwas ankündigte dann machte er es auch.

Auch ignorierte sie ihr eigenes Unterbewusstsein das kontinuierlich versuchte die Frage nach dem Grund für ihre Verliebtheit in ihn zu stellen.

Nicht jetzt!", sagte sie in Gedanken und steuerte nun die Kerkertreppe an.

Kapitel 489: Das Ende!?

Er öffnete nun seinen Mund um die Zauberformel zu sprechen.

„Ava…", fing er an und stoppte jedoch.

Was wenn sie auch in mich verliebt ist und deshalb versucht hat mit mir zu sprechen? Würde ich sie dann nicht todunglücklich machen wenn ich mich töten würde?

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Sie rannte durch einen langen dunklen Korridor. Sie musste schneller sein, sonst wäre es vielleicht schon zu spät.

Bitte tue nichts dummes!", flehte sie in Gedanken.

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Er umschloss seinen Zauberstab noch fester und wünschte sich er wäre mutiger.

Du hast ihr geschrieben du würdest nicht länger feige sein, also nimm deinen Mut zusammen und beende es!

Er öffnete seinen Mund erneut und versuchte es ein zweites Mal.

„Avada Ke…", sagte er und stoppte doch wieder.

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Sie war mittlerweile in einem Teil der Kerker wo sie nie zuvor gewesen war, doch ihr Instinkt hatte sie hierher geführt. Er musste ganz in der Nähe sein.

Schneller bitte ich will dich nicht verlieren!

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Ihm liefen inzwischen Sturzbäche von Tränen die Wangen hinab. Er war wirklich so unendlich jämmerlich und elendig, warum war er nur so schwach?

Warum konnte er es nicht einfach beenden?

„Leah …", rief er und ließ seinen Zauberstab fallen.

Kapitel 490: Leah's große Stunde

Sie hörte seinen Ruf und erreichte gleichzeitig das Ende des langen Korridors. Sie drehte sich sofort zur Seite und sah in den dunklen Kerkerraum. Da sie kaum was erkannte beschwor sie sofort eine Lichtkugel hervor und betrat den Kerker.

Am Boden sah sie ihn knien und etwas weiter links von ihm lag sein Zauberstab. Sie bückte sich zu ihm und schloss ihn fest in ihre Arme.

„Du bist so ein riesengroßes Arschloch, wie konntest du nur so etwas schreiben?", fragte sie mit Tränenüberströmten Gesicht. Sie war so erleichtert das er noch lebte, doch gleichzeitig war sie auch so unendlich wütend und enttäuscht. Sie hatte nach dem Vorfall im September und zu Beginn des Monats so sehr versucht ihn anzusprechen und er hatte sie jedes Mal mit Absicht gemieden. Das war ihr am ersten Oktober aufgefallen. An jenem Tag hatte sie in der Eingangshalle auf ihn gewartet nachdem sie extra früh aufgestanden war um ihn ja auf jeden Fall zu erwischen. Dann als er endlich auf der obersten Treppenstufe aufgetaucht war hatte sie sofort nach ihm gerufen, doch er hatte sich kommentarlos direkt umgedreht und war zurückgelaufen.

Das hatte sie sehr traurig gemacht und sie hatte fortan nicht länger versucht mit ihm zu sprechen, doch das er so etwas (wie er eben geschrieben hatte) hätte machen können hatte sie nicht erwartet.

Es war eine ganze Weile lang ziemlich stumm um sie herum, dann löste sich Jack von ihr und schob sie ein Stück von sich weg. „Ich bin es nicht wert das du mich umarmst!", flüsterte er sehr leise und ergänzte: „Ich bin es im Grunde nicht einmal mehr Wert getötet zu werden. Das beste was mir widerfahren könnte wäre wahrscheinlich der Kuss eines Dementors."

Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen und sie gab ihm eine schallende Ohrfeige. „Wie kannst du es wagen noch mehr von diesen sinnlos negativen Scheiß von dir zu geben, siehst du denn nicht, dass das einzige was du dadurch bewirkst ist, dass du Menschen die dich lieben oder mögen traurig machst?"

Jack sah sie mit großen entsetzten Augen an. Noch nie in seinem Leben hatte ihn jemand eine Ohrfeige verpasst. „Leah …", murmelte er und hielt sich eine Hand an die schmerzende Wange. Sie rückte wieder näher zu ihm und umarmte ihn erneut.

Sie fragte schluchzend: „Damals als du mich zu trösten versuchst hast hast du so nette Dinge gesagt und mich für einen kurzen Moment richtig glücklich gemacht, warum hast du heute und vielleicht auch die letzten Wochen zuwider dieses Worten gehandelt und gedacht?"

Jack fühlte sich noch immer nicht würdig diese warmen Arme um seinen Körper zu fühlen, doch er sagte auch nichts mehr dagegen oder versuchte sich aus ihnen zu lösen. Stattdessen versuchte er ihre Fragen irgendwie zu beantworten. Leise und stockend begann er zu sprechen: „Ich also… es hat sich so merkwürdig angefühlt so etwas zu sagen, ich bin normalerweise nicht so emotional, doch in diesem Augenblick wollte ich dich einfach nur irgendwie aufheitern und habe unüberlegt gehandelt." Leah löste sich ein Stück von ihm um ihn in die Augen zu sehen.

„Du hast in diesem Moment gut gehandelt, du hast mich aufgeheitert! Doch warum bist du dann weggelaufen und hast mich in den folgenden Tagen so gemieden?", fragte sie.

Er fühlte wie die Kälte in seinem Herzen durch diesen intensiven Blick, mit welchem sie ihn ansah, langsam aber unumkehrbar einer merkwürdigen Hitze wich. Er sah plötzlich wieder Hoffnung in seinem Leben. Es gab einen Sinn weiterzumachen und nicht aufzugeben.

„Leah, du bist wie die Sonne! Endlich sehe ich wieder den Hauch einer Hoffnung im Leben. Danke!", sagte er und senkte dann leicht seinen Kopf. Mit einer ängstlichen Stimme fuhr er nun fort: „Ich weiß ich hätte nicht weglaufen dürfen, doch in diesen Augenblick habe ich nicht nachgedacht, ich habe einfach einem inneren Instinkt gehorcht. Ich schäme mich jetzt dafür. Und ich weiß ich hätte dich nicht meiden sollen, vielleicht hättest du mich schon viel früher aus diesem dunklen Loch voller deprimierender Gedanken und Gefühle retten können, doch ich habe nur daran gedacht vor meinen eigenen Gefühlen wegzulaufen. Bitte verzeih mir!"

Das letzte hatte er gesagt und sie derweil wieder angesehen. „Bitte verzeih mir auch diesen rücksichtslosen Brief und die Tatsache dass ich dich gemein und fies beschimpft habe. Ich habe auch zu diesen Gelegenheiten gegen meine eigentlichen Gefühle und Wünsche gehandelt!", fuhr er mit bittender Stimme fort.

Er änderte jetzt seine Sitzpostion vom Schneidersitz zum richtigen Knien. Dann begann er sie um Verzeihung zu bitten. „Bitte Leah vergib mir, dass ich mich umbringen wollte, ich weiß es hätte niemandem etwas genutzt und vor allem dich komplett sinnlos traurig gemacht, ich bereue das mehr als alles andere. Du verdienst es glücklich zu werden und ich will auch glücklich werden. An deiner Seite …"

Sie schwieg zunächst und stand dann auf.

Wollte sie ihm vergeben und ihm ihre Hand hinhalten? Sie war so verletzt gewesen und sie hatte sich so schlecht gefühlt. Ganz besonders wegen des Briefes und seiner Rücksichtlosigkeit. Konnte sie so jemanden lieben?

Im Grunde war es sinnlos gewesen aufzustehen, denn ihre Wunsch-Antwort auf all diese Fragen war auch eindeutig. Sie wollte die wahre Liebe und was anderes als die wahre Liebe hätte sie genau hierher gebracht, sie war einfach ihrem Instinkt gefolgt und hatte derweil gefleht noch rechtzeitig zu kommen. Sie liebte ihn also wäre alles andere als ihm zu vergeben ein Betrug an ihren eigenen Gefühlen.

Sie kniete sich also wieder zu ihm und schlang dann zum dritten Mal an diesem Tag ihre Arme fest um ihn. „Ja, ich will dir all das vergeben!", murmelte sie gegen seinen Hals und fragte direkt danach: „Weißt du auch warum?" Er schüttelte den Kopf, dass konnte sie spüren. Sie löste sich soweit von ihm, dass sie erneut seine Augen sehen konnte.

Sie wartete kurz, dann sagte sie sanft: „Weil ich der festen Überzeugung bin, dass du meine wahre Liebe bist und du mich hoffentlich auch wahrlich liebst!"

Jack schluckte und flüsterte dann heiser: „Natürlich bist du auch meine wahre Liebe! Nur dank diesen Gefühlen die du für mich empfindet habe ich den Fluch nicht beenden können. Ich weiß jetzt was diese ‚Schwäche' gewesen war die mich am Leben erhalten hat. Es muss deine Liebe für mich gewesen sein. Sie hat mich beschützt und nur auf sie will ich in Zukunft hundertprozentig trauen." Er lehnte jetzt seine Stirn an ihre und sagte feierlich: „Leah, du liebst mich und nur von dir will ich auf diese romantische Art und Weise geliebt werden! Ich will keine andere als dich, und wenn sich die gesamte Welt gegen dich stellen würde, ich werde immer an deiner Seite bleiben."

Leah lächelte und sagte dann: „Dann will ich nur eines, und zwar das du niemals wieder so schlecht von dir selbst denkst, kannst du mir das hoch und heilig versprechen?" Jack nickte ohne zu zögern.

Daraufhin überwand Leah den letzten Anstand zwischen ihren Gesichtern und küsste ihn.