Kapitel 581: Euphemia und Fleamont
James ergriff ihre Hand und führte sie zu seinen Eltern. Während sie ihnen immer näher kamen versuchte sich Lily zu beruhigen. Es sind nur die Eltern deines Freundes, nicht irgendwelche berühmten Hexen oder Zauberer, sie freuen sich auch dich kennenzulernen.
Sie standen ihnen jetzt direkt gegenüber, nervös sah sie auf ihre Füße. „Reiß dich zusammen, was für einen Eindruck machst du denn wenn du dich so verhältst?", fragte sie sich ärgerlich. „Hi Mum, dad… das hier ist Lily Evans, meine Freundin! Lily, das sind meine Eltern Euphemia und Fleamont!" Jetzt zwang sie sich aufzuschauen und lächelte seine Eltern freundlich an. „Es freut mich euch endlich persönlich kennenzulernen!", murmelte sie schüchtern.
Die jung aussehende Frau strahlte sie an und trat dann dicht zu ihr. „Herzlich willkommen Lily, wir haben bereits viel von dir gehört!", sagte sie und schloss sie in ihre Arme. Lily drückte sie auch kurz, doch dann löste sie sich wieder von ihr und fragte ungläubig: „Sie haben viel von mir gehört, wie dass denn?" Fleamont grinste breit und trat nun ebenfalls zu ihr. „Unser Sohn hat sich doch schon in der dritten in dich verliebt, seitdem spricht er in den Sommerferien kaum von etwas anderem als von dir!", erklärte er und umarmte Lily dann auch.
Nachdem sich Lily auch von ihm gelöst hatte sah sie zu James und meinte: „Wie ich sehe warst du ziemlich angetan von mir, stimmts?" James nickte bloß mit dem Kopf, und grinste schief. Sie stellte sich nun wieder zu James und fragte seine Eltern dann: „Wenn ihr nichts dagegen habt, würde ich euch gerne demnächst mal besuchen, wäre das okay?" Euphemia nickte sofort und sagte freundlich lächelnd: „Auf jeden Fall, wir freuen uns alle darauf dich bei uns willkommen heißen zu können!" Fleamont nickte bestätigend, woraufhin Lily sich bedankte und sich anschließend zu James wand.
„Ich denke jetzt heißt es erst einmal ‚Auf Wiedersehen' sagen, doch wir werden uns schreiben und uns besuchen, das verspreche ich dir!", sagte sie und gab ihm einen sanften Kuss auf den Mund. James schlang seine Arme fest um sie und murmelte leise: „Ich werde dich unglaublich vermissen mein Engel!" Lily grinste und zog ihn dann etwas von seinen Eltern weg. Als sie abseits von allen anderen standen stellte sie sich auf ihre Zehen und flüsterte in sein Ohr: „Wenn du artig bist und nicht noch einmal so etwas wie vor der Abfahrt zu mir sagst, werde ich vielleicht bei einem meiner Besuche bei dir, mit dir schlafen!" Sie fühlte wie ihre Wangen rosa wurden und sah ihm aber trotzdem fest in die Augen. „Sag jetzt nichts falsches und sei einfach ein guter Junge, dann wirst du vielleicht diesem Sommer sehr sehr glücklich werden!"
Sie sah wie sich James zusammenriss und nichts sagte, es musste ihm sehr schwer fallen. Sie nickte zufrieden und griff dann nach seiner Hand. Mit einer liebevollen Stimme sagte sie: „Lass uns zurück gehen, deine und meine Eltern warten sicherlich schon." James nickte und legte seine Hand in ihre.
Zusammen gingen sie also zurück und verabschiedeten sich einige Augenblicke später mit einem letzten Kuss voneinander.
Kapitel 582: Vater und Tochter | Teil 1
Als Blair mit Max aus dem Zug stieg sah sie einige Meter vor ihr ihre Mutter neben einem braunhaarigen fremden Mann stehen. Sie verengte ihre Augen, weil sie eine Befürchtung hatte, wer dieser Typ sein könnte. Der besorgte Blick mit dem ihre Mutter sie anblickte bekräftigte ihre Vermutung nur noch. Max drückte ihre Hand etwas fester, auch er schien etwas zu ahnen.
Nach einigen unangenehmen stummen Momenten löste ihre Mutter ihre Hand aus der des Mannes und trat auf sie zu. „Liebes es ist schön dich wiederzusehen, ähm… das dort ist, also …", begann sie und zeigte auf den Mann der nach wie vor hinter ihr stand und sie nervös ansah. Blair wusste noch bevor ihre Mutter es ausgesprochen hatte, dass dies tatsächlich ihr Vater sein musste. Zumindest theoretisch, denn sie sah ihn jetzt heute zum ersten Mal und sie war in keinster Weise froh darüber.
Sie fragte: „Warum bist du mit ihm zusammen hier, ihr seit doch nicht wieder zusammen, oder?"
Natürlich war das eine absurde Frage, denn seit vielen Jahren hatten sich die beiden nicht mehr gesehen und sie hatte immer behauptet, dass ihr absolut nichts mehr an ihm läge.
Kurz war es still, dann meldete sich zum ersten Mal der Mann zu Wort und sagte: „Doch wir sind wieder ein Paar, beziehungsweise wir betrachten uns wieder als vollständig verheiratet."
Sie warf ihm einen giftigen Blick zu fragte ihre Mutter dann: „Stimmt das wirklich?" Diese nickte und ging zurück zu dem Mann. „Blair, bitte gib ihm eine Chance, so wie ich es auch getan habe! Ich weiß du kennst ihn kaum, doch er ist wirklich nett und irgendwie habe ich ihn wahrscheinlich nie aufgehört zu lieben!" Sie grinste leicht und sah Blair bittend an.
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Es vergingen einige Augenblicke, dann sagte Blair knapp und mit einem bösen Blick auf den jungen Mann, der neben ihrer Mutter stand: „Ich habe wahrscheinlich keine andere Wahl, weil ich jetzt noch nicht ausziehen will, doch das heißt noch lange nicht, dass ich irgendetwas mit ihm …", an dieser Stelle blickte sie mit zu Schlitzen verengten Augen zu dem jungen Mann der gerade den Kopf senkte (Hatte er Angst vor ihr oder fühlte er sich schlecht, weil er ihr so viel Kummer bereitet hat?). Sie musterte ihn kurz, dann setzte sie ihren Satz fort: „… zu tun haben will." Ihre Mutter nickte sofort und fragte dann (um das Thema zu wechseln!?): „Und das ist dein neuer Freund?" Sie deutete derweil auf Max.
Sie sah über ihre Schulter zu ihm und sagte mit einem Nicken: „Ja, das ist Max, wir sind seit knapp einer Woche zusammen."
Kapitel 583: Vater und Tochter | Teil 2
Der fremde Mann sagte nun: „Ähm… ich weiß gar nicht wie ich dich ansprechen soll, also …" Mit einem wütenden: „Gar nicht!", unterbrach sie ihn und drehte ihm extra den Rücken zu. „Du sollst mich gar nicht ansprechen!", verdeutlichte sie ihre Gefühle noch einmal und wünschte sich er könnte sich einfach in Luft auflösen und nie wieder auftauchen.
„Bitte, ich will dich näher kennenlernen!", sagte er nun und kam ihr (zumindest dem Klang seiner Stimme nach) etwas näher. Sie sagte ohne sich umzudrehen: „Ich will dich aber nicht näher, oder im allgemeinen auf irgendeine Art und Weise kennenlernen!" Sie bemühte sich entschieden und kalt zu klingen. Max wollte gerade den Mund öffnen, doch sie ließ ihn nicht zu Wort kommen, sie ahnte nämlich bereits, dass er bestimmt etwas versöhnliches sagen wollte. „Nein Max, ich will nichts in der Art wie ‚Gib ihm doch eine Chance!' oder ‚Vielleicht ist er ja ´ganz nett!' hören, er ist es nicht und ich will es auch nicht ausprobieren!", sagte sie deshalb.
Max schloss seinen Mund wieder und wirkte etwas betreten.
„Ich habe dir damals nebenbei deinen Namen gegeben, ich habe deine Mutter sogar dazu überredet dich Blair nennen zu dürfen!", sagte der fremde Mann und erreichte so sie dazu zu bringen sich zu ihm umzudrehen.
Sie musterte ihn ärgerlich und sah dann kurz zu ihrer Mutter um in ihren Augen zu lesen, ob er die Wahrheit sagte. Ihre Mutter nickte und sagte leise: „Ich wollte dich eigentlich Nancy nennen, doch er hat den Namen so unpassend gefunden und Blair so hübsch, dass ich mich letztendlich habe überreden lassen!"
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Blair wandte sich nach einigen Sekunden wieder dem Mann zu und sagte mit etwas freundlichere Stimme: „Obwohl ich wirklich viele gute Gründe sehe dich zu hassen und zu meiden, muss ich dir dankbar sein, dass du meine Mutter dazu überredet hast mich nicht Nancy zu nennen." Der Man trat etwas näher zu ihr und streckte ihr seine Hand entgegen. „Wirst du mir eine Chance geben von jetzt an dein Vater zu sein?", fragte er und stand jetzt nur noch knapp eineinhalb Meter von ihr entfernt.
Sie wollte eigentlich sofort mit ‚Nein' antworten, doch dann entschied sie sich im letzten Moment um und sagte stattdessen: „Ich kann dir nichts versprechen, doch vielleicht werde ich dich eines Tages so nennen!" Sie drückte sogar seine Hand kurz und trat dann aber schnell wieder zu ihrem Freund.
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Ihre Mutter wirkte sehr erleichtert und schlug dann vor jetzt doch gemeinsam nach Hause zu apparieren. „Magst du mit uns kommen und bei uns Mittag essen?", fragte ihre Mutter Max und lächelte ihn aufmunternd an. Max schüttelte mit einen kurzen Blick auf sie seinen Kopf und erklärte: „Meine Eltern warten bestimmt auch schon hier irgendwo, ich will nicht, dass sie umsonst hergekommen sind." Ihre Mutter nickte verstehend und sagte: „Das ist okay, aber komm doch demnächst mal zu uns, ich würde dich gerne mal etwas näher kennenlernen." Max versprach sie zu besuchen und verabschiedete sich dann noch kurz von ihr, dann rannte er los um nach seinen Eltern zu suchen.
Als nächstes griff ihre Mutter und ihr ‚Vater' jeweils eine Hand von ihr und apparierten mit ihr nach Hause.
Kapitel 584: Eine ‚erste' Begegnung
Cataleya stieß auf dem Bahnsteig (noch bevor sie ihre Eltern gefunden hatte) auf Maisies Familie. Ihre Eltern kannte sie ja schon gut, doch dieser andere Junge der sie gerade unauffällig musterte, konnte das …!? Maisie griff nach ihrer Hand und zog sie etwas näher. „Das liebe Freundin ist mein Cousin, Aiden, dass ist meine beste Freundin Cataleya!", stellte sie sie gegeneinander vor.
Cataleya besah sich den Jungen, mit dem sie der Meinung ihrer Freundin nach ausgehen sollte. Er wirkte vom Aussehen soweit völlig in Ordnung, doch sie erinnerte sich nicht ihm schon früher begegnet zu sein.
„Hi! Ich habe dich bereits einige kurze Male gesehen, doch würdest vielleicht diesem Sommer mal mit mir ausgehen, ich glaube nämlich, dass ich mich in dich verliebt habe." Cataleya sah ihn mit (wegen seiner direkten Worte) leicht geröteten Wangen an und sagte: „Du bist dir um schöne Worte nicht verlegen, doch kannst du dir vorstellen mit einer kitschig-romantischen Person wie mir zusammen glücklich zu werden?" Aiden grinste und nickte sofort. „Na klar, ich bin selbst ein solcher Mensch, also habe ich mit so etwas keine Probleme."
Cataleya schwieg daraufhin einige längere Augenblicke, dann sagte sie mit einem Lächeln: „Dann stimme ich einer Verabredung mit dir zu, sagen wir nächsten Samstag am zweiten Juli in der Winkelgasse?" Aiden fragte unsicher: „In der Winkelgasse, wie soll ich ohne die Hilfe eines Zauberers als Muggle da reinkommen?" Cataleya nickte, das stimmte natürlich. „Wir treffen uns in der Straße wo der geheime Zugang liegt, die kennst du aber, oder?" Aiden nickte.
„Das ist gut, dann also bis Samstag!", sagte Cataleya und verabschiedete sich von ihrer Freundin Maisie. „Wir treffen uns auch irgendwann, bis dann und schreib mir bald!", sagte sie und ging dann mit Isabella weiter.
Kapitel 585: Am Abend [P18]
Etwa um zehn Uhr Abends saßen Katie und Vernon zusammen auf einer Bank in einem kleinen Park im Herzen Londons. Sie lehnte sich an seine Schulter und dachte daran was sie alles in den Sommerferien zusammen machen könnten.
„Ich habe dich sehr vermisst!", sagte Vernon leise und streichelte ihren Handrücken. Sie lächelte und sagte liebevoll: „Ich dich auch Liebling!" Er hob jetzt ihre Hand zu seinem Mund und hauchte einen sanften Kuss auf ihre Haut. „Süße, hättest du Lust heute Nacht bei mir zu übernachten?", fragte ihr Freund und legte seinen Kopf leicht schief. Sie wurde leicht rot, bei ihm schlafen!? Meinte er das nur wörtlich oder dachte er an mehr!? Sie hatte noch nie mit einem Jungen geschlafen, deshalb war sie jetzt etwas unsicher, doch sie nickte und antwortete: „Ja, ich würde gerne bei dir übernachten!"
Vernon grinste erfreut und sagte: „Danke Liebste, du bist die beste!"
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Eine halbe Stunde nachdem sie beschlossen bei Vernon zu schlafen lag sie in Unterwäsche bei ihm im Bett und ließ sich von ihm voller Hingabe küssen. Auch er hatte nur noch Boxershorts an und streichelte gerade sanft über ihren Po. Sie wusste nicht genau wie es dazu gekommen war, doch gerade genoss sie diese intime Nähe. „Du darfst mir ruhig den Slip ausziehen!", sagte sie einige Augenblicke später, weil er nervös am Saum ihrer Unterhose herumfummelte. Er fragte mit großen Augen: „Wirklich mein Engel?" Sie nickte und hob ihre Hüfte etwas an, damit er sah das sie es ernst meinte. Er grinste jetzt verlegen und zog ihr dann tatsächlich ihren Slip an ihren Beinen herunter.
Einige Augenblicke später waren sie beide dann komplett nackt und streichelten sich gegenseitig an ihren Geschlechtsorganen. Sie hatte sich noch nie so nervös gefühlt, doch gleichzeitig erregte es sie ziemlich. „Magst du bitte in mich eindringen?", fragte sie schließlich und rutschte rückwärts zu seinen Kissen. Er nickte stumm und kam schüchtern näher, bis er zwischen ihren Beinen kniete. Sie griff zitternd nach seinem Glied und drückte es sich zwischen ihre Schamlippen.
‚Oh yeah, das fühlt sich göttlich an!', dachte Katie als Vernon nun anfing sie liebevoll zu ficken.
Kapitel 586: Ein zufälliges Treffen (02.07.1977)
Am zweiten Juli machte Peter gerade einen Spaziergang, als zufällig Maisie über den Weg lief. Er blieb stehen und lächelte sie freundlich an. „Hi!", sagte er und fuhr sich dann kurz durch seine Haare. „Heute ist ein echt schöner Tag, oder?"m bemerkte sie und deutete hoch zum Himmel. Er folgte ihrem Blick und nickte. „Ja, echt ziemlich warm, aber gleichzeitig nicht zu heiß …", sagte er und grinste dann schief, weil er ahnte das er nicht gerade klug daher redete.
„Ich …", fing er an, stoppte jedoch, weil er das Gefühl hatte aus dem Augenwinkel etwas komisches gesehen zu haben. Er sah hoch in den Himmel (dahin wo er meinte etwas gesehen zu haben), doch da war überhaupt nichts. Weit und breit war keine einzige Wolke zusehen und nirgendwo war etwas, dass auch nur im entferntesten verdächtig wirkte.
„Was ist?", fragte sie jetzt und sah sich auch um. Peter meinte: „Es war nichts, wahrscheinlich nur meine Einbildung!" Dann fragte er sie (einer spontanen Idee folgend): „Hast du Lust auf einen kleinen Sparziergang?" Sie lächelte und hielt ihm ihre Hand hin.
„Ja gerne!", sagte sie. Hand in Hand gingen sie also zusammen los.
Kapitel 587: Ein Brief von Lily
Am zweiten Juli bekam James seinen ersten Brief von seiner Freundin. Er grinste wie ein Kind zu Weihnachten, als er ihn beim Frühstück bekam und neugierig öffnete. Das war eindeutig tausendmal besser als jedes Geschenk das er je bekommen hatte. Seine Finger zitterten leicht als er das Papier entrollte und zu ihre klare schöne und saubere Handschrift sah.
Er begann zu lesen.
Lieber James,
ich vermisse dich schon jetzt nach einigen wenigen Tagen unglaublich stark, dabei sind wir doch noch gar nicht soo lange ein Paar. Es muss also wirklich wahre Liebe sein, denkst du nicht auch?
Ich habe gute Neuigkeiten was meine Eltern anbelangt, wir dürfen sie morgen besuchen, ich hoffe du wirst mich zu ihnen begleiten wollen. Wenn ja, triff mich bitte morgen in der Eingangshalle vom Sankt-Mungo Krankenhaus um halb Neun Uhr morgens.
Ich hoffe es geht dir und deinen Eltern gut, bitte grüße sie von mir und sag ihnen, dass ich mich schon darauf freue die bald zu besuchen und persönlich kennenzulernen.
Ich liebe dich!
Deine Lily
Er las ihn mehrmals durch und jedes Mal wenn er am Ende angelangt wurde seine Brust ein Wenig wärmer. Er liebte dieses Mädchen so sehr, seine großartige Freundin … Dann als seine Mutter ihn ansprach und fragte was sie geschrieben hatte, fand er zurück in die Realität. Schnell berichtete er von den Neuigkeiten und gab ihre Grüße weiter.
Seine Mutter lächelte und trug ihn auf ihr Morgen zu sagen, dass sie und Fleamont sich ebenfalls sehr darauf freuten sie endlich einmal wirklich direkt kennenzulernen. James versprach es ihr auszurichten und bat da darum kurz in sein Zimmer gehen zu können um ihr zu antworten. Seine Eltern nickte nur lächelnd und so eilte er hoch in sein Zimmer und schrieb ihr einen Antwortsbrief.
Kapitel 588: Ein Antwort für Lily
James setzte sich an seinen Schreibtisch und nahm sich ein Blatt Papier. Dann tunkte er seine Feder ins Tintenfass und fing an seine Antwort an seine liebste Freundin zu schreiben.
Liebe Lily!
Ich habe mich so gefreut als ich deinen Brief gelesen habe. So etwas herrliches habe ich noch nie bekommen, und selbstverständlich werde ich dich morgen früh begleiten. Ich fühle mich wahnsinnig wichtig und bedeutend, dass du mich an deiner Seite haben willst. Danke dafür!
Ich vermisse dich auch mein Engel, wir sind zwar wirklich noch nicht so lange zusammen, doch für mich fühlt es sich definitiv nach wahrer Liebe an. Ich könnte mir inzwischen ein Leben ohne dich überhaupt nicht mehr vorstellen.
Hoffentlich geht es auch deinen Eltern gut und wo wir gerade bei Eltern sind, ich soll dir von meinen ausrichten, dass sie sich auch sehr darauf freuen dich bald persönlich kennenzulernen.
Ich freue mich schon so auf morgen, denn dann kann ich dich endlich wieder fest umarmen und küssen. Du bist das beste und wunderbarste Mädchen im gesamten Universum!
In tiefster Liebe
Dein James
Er lehnte sich zurück und sah auf seinen Schreibtisch. In der linken Ecke stand ein altes Bild von Lily das er irgendwann einmal von Alice geschenkt bekommen hatte, weil er sie Tagelang angebettelt hatte ihm doch bitte bitte ein Bild ihrer Freundin zu geben. Diese Erinnerungen zauberten nun ein Grinsen auf sein Gesicht und einige Sekunden später hatte er eine Idee und setzte seine Feder ein weiteres Mal auf das Papier.
P.S.
Mir ist gerade noch etwas eingefallen, was ich gerne demnächst mal mit dir machen würde. Vor Jahren hat mir Alice ein Bild von dir geschenkt (Ich habe sie zuvor viele Tage lang angebettelt, weil ich unbedingt ein Bild von meinem Traummädchen haben wollte) und eben als ich dieses angesehen habe, ist mir eine Idee gekommen. Wie wäre es wenn wir irgendwann in diesem Sommer einige gemeinsame Bilder von uns als Paar machen würden? Wir könnten diese dann bei uns Zuhause in unsere Zimmer hängen oder vielleicht immer bei uns tragen.
Wie fändest du das Süße?
Doch nun sollte dich den Brief abschicken, damit du ihn noch heute bekommst und weißt das wir uns morgen sehen werden.
Bis morgen meine herzallerliebste Freundin
Dein James (Ich weiß ich habe das bereits vor dem ‚P.S.' geschrieben, aber es sieht einfach so gut aus. Ich liebe dich Lily!)
Schnell rollte er den Brief zusammen und band ihn ans Bein von Lilys Eule. Diese hatte geduldig auf seinem Bettpfosten darauf gewartet, dass er seine Antwort beendet hatte. Er brachte sie zum Fenster und murmelte ihr leise zu: „Danke, dass gleich wieder zurück fliegst, ich schulde dir etwas!" Dann öffnete er das Fenster und ließ sie losfliegen.
Er sah ihr nach und dachte derweil an Lily. Ich freue mich schon so auf Morgen, endlich sehe ich dich wieder Liebste!
Kapitel 589: Am See im Wald | Teil 1
Aiden war am zweiten Juli extra früh aufgestanden und hatte sich schnell fertig gemacht, denn er hatte keine Zeit mit Cataleya vereinbart. Das war ihm kurz nach seiner Begegnung mit ihr eingefallen. Seine Mutter hatte ihm deshalb geraten möglichst früh loszugehen, um sie auf keinen Fall zu verpassen.
Aus diesem Grund verließ er das Haus bereits um halb Acht und ging zügig zum Bahnhof um nach London zu fahren. Zum Glück wohnte er nicht so weit außerhalb so würde er in knapp zwanzig Minuten in London sein. Dann noch die U-Bahn und ein Stückchen zu Fuß und er wäre in der Straße wo die Winkelgasse ihren Eingang hatte. Er war etwas nervös, denn er hatte sich in den letzten Tages etwas anderes als eine Verabredung in einem Café und einen Rundgang durch die Winkelgasse überlegt. Hoffentlich würde sie sich darauf einlassen.
Während der Fahrt mit dem Zug und der U-Bahn ging er seinen Plan noch einmal Stück für Stück durch und überlegte ob er auch nichts vergessen hatte.
Ich habe das Essen, die Decke, zwei Handtücher und den geeigneten Ort … Ich glaube ich bin gut vorbereitet!
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Eine halbe Stunde später kam er in der richtigen Straße an und sah sie bereits auf ihn warten. Er begann zu laufen und blieb schließlich schnell atmend vor ihr stehen. „Cataleya, bitte verzeih das ich zu spät gekommen bin!", sagte er sofort und wünschte sich er wäre noch etwas früher aufgestanden. Sie lächelte ihn an und meinte: „Wir haben doch überhaupt keine Zeit vereinbart, du bist also nicht zu spät!"
Erleichtert lächelte er und sagte: „Das ist gut, ich hatte etwas befürchtet ich könnte das aufgrund meiner Nervosität vergessen haben." Sie grinste und schüttelte den Kopf. „Alles gut, du hast nichts vergessen!", sagte sie. „Aber wollen wir jetzt zur Winkelgasse?", ergänzte sie. Er griff nun vorsichtig nach ihren Händen und fragte sie: „Theoretisch gerne, doch ich hätte da auch einen anderen Vorschlag, etwas anderes, was ich mir in den letzten Tagen überlegt habe, wäre das auch okay?" Cataleya legte ihren Kopf etwas schief und erkundigte sich nach dem was er sich überlegt habe. Er trat nervös von einem Fuß auf den anderen und erzählte ihr dann von dem See der in der Nähe seines Zuhauses im Wald lag. „Man kann dort prima schwimmen und es ist ziemlich ruhig und friedlich dort!", sagte er und senkte dann seinen Blick. „Ich habe bei mir Zuhause alles für ein theoretisches Picknick mit dir dort vorbereitet, wenn du also Lust hast …", murmelte er leise und fühlte dabei wie sein Gesicht röter wurde.
Einige Augenblicke lang passierte nichts, dann aber sagte sie zu seinem Erstaunen: „Okay, ich begleite dich zu diesem See!"
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Eine Dreiviertelstunde später standen sie am Rand des kleinen Waldsees und er ließ den Korb mit dem Essen und die Tasche mit den Handtüchern zu Boden nieder und fragte sie: „Was hältst du von ihm?"
Kapitel 590: Am See im Wald | Teil 2
Cataleya betrachtete den kleinen aber wunderschönen See der von etlichen Weiden mit langen Ästen umgeben war. Er war zwar bei weitem kleiner als der Schwarze See von Hogwarts, aber dafür sah er viel ruhiger und friedlicher aus.
„Er ist schön und es ist soo ruhig und friedlich hier, ich kann es kaum glauben, dass es hier vor Menschen nicht so wimmelt!", sagte sie und grinste leicht. Sie drehte sich zu ihm und fragte ihn ob dies ein geheimer Ort sei. Aiden kicherte und schüttelte seinen Kopf. „Glaube ich nicht denn ich habe hier auch schon einige Leute gesehen!", sagte er und ergänzte dann: „Doch vielleicht waren das nur Menschen die hier in der Nähe wohnen. Es könnte also gut sein, dass ich gerade ein lokales Geheimnis verraten habe."
Sie lächelte und fragte sich dann wie es wohl sein würde im See zu schwimmen.
„Wie wirst du eigentlich ins Wasser gehen, du hast doch überhaupt keine Badesachen dabei?", fragte sie plötzlich eine belustigte Stimme (die nach Maisie klang) in ihrem Kopf. Sie stockte und sah von Aiden zum See und wieder zurück.
„Was ist los?", fragte Aiden und sah sie unsicher an.
Sie murmelte: „Ich habe keine Badesachen mitgenommen!" Er sah sie zuerst überrascht, dann enttäuscht an. „D wirst also nicht mit mir schwimmen gehen, richtig?", vergewisserte er sich. Sie zögerte und sagte zunächst gar nichts, dann aber sagte sie nervös und etwas unsicher.
„Wir können ja einfach nackt baden, aber dann müsstest du das auch tun, klar?", murmelte sie und sah ihn mit leicht geröteten Wangen an. Er nickte unfähig zu sprechen und versuchte seinen rasenden Atem bei der Vorstellung sie jetzt vielleicht gleich nackt zu sehen, zu beruhigen.
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Zehn Minuten später warteten sie nebeneinander nackt in den See. Sie bemerkte aus den Augenwinkel wie er sie ab und zu kurz von der Seite ansah. Er wirkte ziemlich nervös, vielleicht hat er einfach noch nie ein Mädchen nackt gesehen. Sie waren bald vollständig im See und begannen miteinander zu schwimmen.
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Am frühen Abend standen Cataleya und Aiden nach einem langen Tag am und im See vor seinem Haus und verabschiedeten sich voneinander. Nach einer kurzen Umarmung gab sie ihm sogar noch einen Kuss und flüsterte in sein Ohr: „Danke für diese schöne Verabredung! Du bist wahrlich ein netter sympathischer Junge, mit dir würde ich verehelicht gerne häufiger ausgehen!"
Nachdem sie sich wieder voneinander gelöst hatten fragte er mit einem strahlenden Gesichtsausdruck: „Wirklich, du willst wieder mit mir ausgehen?"
Sie nickte mit einem Grinsen und sagte: „Ja Aiden, ich glaube zwischen uns könnte sich eine ernste Liebesbeziehung entwickeln!" Aiden drückte sie fest an sich und dankte ihr mit einem ersten eigenen Kuss.
