Kapitel 641: Der erste September | Teil 1 (01.09.1977 | Originales Universum)

Am Morgen des ersten Septembers wurden Jonas und Lilyan von seiner Mutter geweckt. „Aufstehen ihr beiden, es ist schon recht spät und ihr wollt doch nicht den Hogwartsexpress verpassen, oder?", fragte Lisa mit einem leichten Grinsen als sie die auf dem Boden verteilten Kleidungsstücke sah.

Lilyan öffnete schläfrig ihre Augen und brauchte einige Augenblicke ehe ihr einfiel, dass sie heute doch eigentlich ganz früh hatte aufstehen wollen um ihren Eltern mit ihrer neuen Schwester zu helfen. „Mist!", fluchte sie als sie zur Uhr auf Jonas' Nachttisch geblickt hatte, es war bereits kurz nach Neun. Um Zehn würde der Hogwartsexpress abfahren. Sie klappte die Decke zurück und stand aus Jonas' Bett auf. „Ich muss jetzt schnell zu mir nach Hause, wir sehen uns später im Zug!", sagte sie zu ihrem Freund und apparierte dann nackt weg.

Sie landete in ihrem eigenen Schlafzimmer und zog sich schnell etwas an. Dann rannte sie durch die Villa zum Zimmer wo ihre Eltern Cataleya untergebracht hatten. Als sie dort ankam sah sie ihre Eltern die links und rechts von einem zusammengesunkenen Mädchen in ihrem Alter saßen und auf sie einredeten. „Es ist nicht deine Schuld, niemand hätte das vorausahnen können!", sagte ihr Vater gerade und streichelte über Cataleyas Rücken. Ihre Mutter bemerkte sie nun und winkte sie sofort zu sich. „Schatz, magst du etwas bei deiner Schwester bleiben, während ich ihr einen Tee koche?", fragte ihre Mutter und erhob sich vom Bett.

Sie nickte sofort und setzte sich zu Cataleya. „Ich bin bei dir Schwester!", sagte sie und drückte Cataleyas Hand.

Ihre Eltern verließen nun beide das Zimmer und so waren die beiden neuen Geschwister zum ersten Mal alleine.

Kapitel 642: Zwei Schwestern

Lilyan streichelte über Cataleyas Handrücken und murmelte: „Ich bin bei dir Schwester!" Es fühlte sich noch merkwürdig an sie ihre Schwester zu nennen, doch daran würde sie sich schon schnell gewöhnen. „Ich habe nicht den blassesten Schimmer wie du dich gerade fühlen musst, doch ich werde dir beistehen, was auch immer auf uns zukommen wird!"

Cataleya schluchzte jetzt leise auf und schlang dann unvermittelt ihre Arme ganz fest um Lilyan. „Ich will einfach nur sterben!", flüsterte Cataleya abgehackt und schwach.

Lilyan streichelte über Cataleyas Rücken und sagte sanft: „Bitte stirb nicht, ich habe dich nämlich schon jetzt fest in mein Herz eingeschlossen." Cataleya sagte dazu nichts, stattdessen weinte sie nur weiter und drückte sich an Lilyan.

Kapitel 643: Der erste September | Teil 2

Am Morgen des ersten Septembers 1977 wachte John etwas früher als nötig auf, konnte jedoch nicht wieder einschlafen. Er setzte sich also in seinem Bett auf und dachte an den letzten Tag. Auch wenn er die Rumtreiber nicht so gehasst hatte wie sein Freund Charlie, war er trotzdem noch nicht sicher wie er die neusten Entwicklungen wirklich fand. Klar er freute sich, dass sein bester Freund Jonas wieder glücklich mit Lilyan zusammen war, doch würde sie ihn nicht irgendwann erneut betrügen!? Hatte sie sich wirklich verändert? Er seufzte und stand dann auf. Das würde wohl nur die Zukunft beweisen können.

Er stand nun auf und zog sich an. Derweil dachte er an das kommende Schuljahr. Ob ich wohl dieses Jahr vielleicht eine Freundin finde …!? Er lächelte bei diesem Gedanken, denn schon so oft hatte er seinen Freunden vor gejammert wie gerne er doch auch mal eine Beziehung hätte. Alice würde jetzt bestimmt so etwas sagen wie: „So etwas kommt irgendwann von ganz alleine, du musst geduldiger sein!" Er hörte förmlich ihre Stimme die bestimmt dieses oder zumindest etwas ähnliches sagen würde.

Angezogen setzte er sich schließlich an seinen Schreibtisch und überlegte, welche Mädchen im Prinzip rein theoretisch als potenzielle Freundin in Frage kommen könnten.

Es müsste definitiv eines sein, mit der ich zwanglos über alles sprechen kann. Auch sollte sie hübsch und attraktiv sein und im besten Fall noch keine sexuellen Erfahrungen haben. Genauso wie ich halt …

Er schloss kurz seine Augen und sah dann ein Mädchen vor seinem geistigen Augen, dass ganz bestimmt in keinster Weise zu ihm passte und trotzdem musste er sich genau jetzt vorstellen, wie es wohl wäre, wenn er mit genau der zusammen wäre.

„Sixtina …", murmelte er leise.

Kapitel 644: Der erste September | Teil 3

Nach dem Frühstück legte sich Sixtina noch einmal in ihr Bett und betrachtete ihre Zimmerdecke. Obwohl sie sich einerseits auf Hogwarts freute musste sie sich trotzdem jedes Jahr ein Wenig dazu überwinden ihr privates Zimmer und das Haus ihrer Eltern zu verlassen. Sie liebte es hier auch wenn es in London natürlich nicht ganz so schön war wie auf dem Land wo Lilyan lebte. Sie lächelte und drehte sich dann auf ihre Seite.

Ihr Zimmer war allgemein sehr bunt und wild eingerichtet, nicht so wie ihre Eltern es mochten, doch fand sie es auch nicht schlimm, dass sie etwas altmodisch waren. Immerhin sagten sie auch nichts zu ihrem unsittlichen Lebensstils, das rechnete sie ihnen hoch an. Wenn sie jedes Mal, wenn sie mit einem Jungen oder Mädchen schlief, meckern würden, wäre das schon extrem nervig. Nein sie war sehr glücklich darüber, dass ihre Eltern ihr diesbezüglich keine Einschränkungen auferlegten.

Wo ich gerade an Sex mit Jungen oder Mädchen denke, mit wem werde ich wohl die erste Nacht in Hogwarts verbringen!?

Sie konnte sich einige passende Jungen oder Mädchen vorstellen mit denen sie gerne schlafen würde. Vielleicht wäre es tatsächlich nett mal wieder an der Scheide eines Mädchens zu lecken anstatt von einem Penis gefickt zu werden … Seit einem Sex mit Rainy im Dezember letztes Jahres hatte sie nie mehr Sex mit einem Mädchen gehabt. Sie vermisste es.

Sie stand jetzt wieder auf weil sie hörte wie Regulus nach ihr rief. „Ja, ich komme schon!", antwortete sie ihm und ging dann zu ihrer Zimmertür. Gerade als sie sich noch einmal umdrehte um sich von ihrem Zimmer zu verabschieden musste sie ganz plötzlich und ohne den genauen Grund zu kennen an einen ganz bestimmten Jungen denken.

„John …", murmelte sie leise.

Kapitel 645: Ganz knapp

Kurz nachdem der Hogwartsexpress schon zum zweiten Mal gepfiffen hatte stolperten endlich auch die Potters auf den Bahnsteig und rannten zum Zug. Euphemia hielt Lilyan und Cataleya jeweils an einer Hand und redete auf sie ein während sie zur nächsten Tür eilten. „Ihr müsst unbedingt beide schreiben, und du Lilyan pass gut auf deine neue Schwester auf!", sagte sie gerade. Beide Mädchen nickten und verabschiedeten sich dann hastig von ihren Eltern, ehe sie ihre Koffer mit Fleamonts Hilfe in den Zug hievten.

Wenige Augenblicke später setzte sich der Zug in Bewegung und Lilyan und Cataleya winkten ihren Eltern noch zu bis sie sie nicht mehr erkennen konnten. Cataleya lehnte sich jetzt an die nächste Wand und murmelte: „Ich mag ähm… ‚unsere' Eltern wirklich und ich bin ihnen dankbar, dass sie mich aufgenommen haben, doch ich fühle mich trotzdem rundum scheiße!"

Lilyan trat zu ihrer Schwester und griff nach ihren Händen. „Du musst das Wort ‚unsere' nicht besonders betonen, du bist seit gestern eine vollständige Tochter meiner Eltern. Du gehörst genauso sehr zur Familie wie ich!", sagte sie und streichelte ihre Hände. „Und als deine Schwester schwöre ich dir, dass ich immer an deiner Seite sein werde und dir bei allem helfen werde, was du erreichen willst!", ergänzte sie mit einer feierlichen Stimme.

Cataleya sah sie unsicher und mit einer Träne auf ihrer Wange einige Sekunden an, dann lächelte sie ganz schwach und murmelte dann leise: „Danke Lilyan!"

Kapitel 646: Ein Stern für Cataleya

Aiden hatte ziemlich lange am Bahnsteig auf Cataleya gewartet, denn er wollte ihr unbedingt seine Liebe gestehen. Er war schon seit mehreren Jahren in das hübsche Mädchen aus Hufflepuff verliebt, doch bisher hatte er sich nie getraut einen Schritt auf sie zuzugehen. Doch vor einigen Wochen als er mit seiner Familie in Italien Urlaub gemacht hatte, hatte er einen Jungen am Strand dabei beobachtet, wie dieser schnurstracks auf ein bestimmtes Mädchen (unter Umständen seine große Liebe) zugegangen war und ihr ganz direkt von seinen Gefühlen erzählt hatte. Das hatte ihn beeindruckt und er hatte sich vorgenommen dasselbe auch bei Cataleya zu versuchen.

Er hatte niemandem außer seinen Eltern von seinem Plan erzählt, nicht einmal seinen Freunden Kurt und Luca. Er hoffte das sie inzwischen auch im Zug war und sagte zu seinen Freunden: „Ich muss kurz etwas erledigen, ich komme dann später zurück!" Kurt fragte ihn: „Was hast du vor?" Aiden lächelte nervös und sagte dann: „Ich will mit jemanden etwas besprechen und habe sie eben auf dem Bahnsteig nicht getroffen, ähm… bis später!" Mit diesen Worten schlüpfte er aus dem Abteil und ging den Gang entlang.

Er schaute nach Möglichkeit in jedes Abteil wo die Vorhänge noch nicht zugezogen waren. Vielleicht war sie ja auch schon vor ihm angekommen und hatte die ganze Zeit, während er draußen auf sie gewartet hatte, bereits mit ihren Freundinnen im Zug gesessen.

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Lilyan und Cataleya gingen gerade zusammen durch den Zug auf und schauten wo ihre Freunde waren. „Wo wollen wir uns eigentlich dann hinsetzen, zu deinen Freunden oder zu meinen?", fragte Cataleya als sie gerade am Ende eines Waggons angekommen waren. Lilyan überlegte und schlug dann vor zu denen zu gehen, die sie zuerst finden würden. Cataleya war damit einverstanden und lächelte sogar erneut für einige Bruchteile einer Sekunde.

Als sie den nächsten Waggon betreten hatten sahen sie sich plötzlich Aiden Cousland (einem Jungen aus Ravenclaw) gegenüber.

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Aiden starrte auf die beiden Mädchen und bemühte sich schnell seinen überraschten Mund zu schließen.

Das ist meine Chance, jetzt darf ich mich nicht blamieren.

„Hi Cataleya!", fing er mit schnell schlagendem Herzen an und fuhr schnell fort: „Ich habe mich in dich verliebt und würde gerne mal mit dir ausgehen!", sagte er vielleicht etwas zu schnell, und hoffte sie hatte ihn auch verstanden.

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Cataleya starrte mit verwunderten Augen auf den Jungen der ihr gerade seine Liebe gestanden hatte. Ohne es wirklich bewusst entschieden zu haben lächelte sie leicht und fühlte sich etwas besser. „Schon seit Jahren habe ich nur Augen für dich, du bist wie ein hell leuchtender Stern in einer dunklen Nacht. Immer wenn du einen Raum betrittst indem auch ich bin, erwärmt sich mein Herz und ich will nichts sehnlicher als zu dir zu gehen und dich fest zu umarmen!", sagte er und errötete derweil.

Sie musste jetzt unvermittelt kurz und leise kichern, zu komisch war die Situation in der sie sich gerade befand. Ihre Schwester und Aiden sahen sie jeweils mit überraschten Gesichtern an.

Einige Sekundenbruchteile nachdem sie wieder aufgehört hatte sagte sie zu Aiden: „Okay, ich werde mit dir ausgehen, sagen wir zum ersten Hogsmeadewochenende?" Aiden nickte mit rosa Wangen und wollte sich schon umdrehen als sie ihn noch einmal kurz zurückhielt. Sie trat bis direkt vor ihm und umarmte ihn ganz kurz. Nach dieser Umarmung sagte sie „Bis bald!" und schenkte ihm ein etwas breiteres Lächeln.

Aiden erwiderte ihr Lächeln sehr schnell und rannte dann den Gang entlang und verschwand im nächsten Waggon.

Cataleya lächelte und hielt dann Lilyan ihre Hand hin. „Lass uns weiter nach deinen oder meinen Freunden schauen, mal sehen wen wir zuerst finden!", sagte sie viel grundsätzlich fröhlicher als zuvor. Lilyan nickte und ergriff die Hand ihrer Schwester.

Zu zweit gingen sie also weiter.

Kapitel 647: Der erste September | Teil 4

Sixtina saß mit Hank und Mason in einen Abteil und fragte sich wo Lilyan wohl blieb. Hatte sie etwa den Zug verpasst oder war sie bei ihrem Freund!? Zumindest auf dem Bahnsteig hatte sie sie nicht finden können. Sie seufzte und sah dann aus dem Fenster, heute war es ziemlich düster und gerade regnete es auch noch. Als sie gerade ihre Augen schließen wollte, fragte Mason sie: „Woran denkst du Six, du hast diesen speziellen Blick?" Sie drehte sich zu ihrem Freund um und sagte: „Nichts besonderes, nur an John und dann frage ich mich auch noch wo Lilyan bleibt!"

In genau den Moment öffnete sich die Abteiltür und Lilyan und Cataleya traten ein. „Hi Leute!", sagte Lilyan. „Hi Lil!", sagte Sixtina schnell, weil ihr jetzt klar wurde, was sie da gerade gesagt hatte. „Wo warst du …", versuchte sie möglichst schnell das Thema zu wechseln, doch Mason fragte schon: „Warum hast du an John gedacht?" Hank grinste und erkundigte sich dann, ob sie vielleicht verliebt sei.

Sie drehte sich sofort zu Hank und fauchte wütend: „Ich bin nicht in ihn verliebt hörst du!" Dann wandte sie sich (denn sie hatte Angst das sie eventuell erröten könnte) zum Fenster um und starrte mit verschränkten Armen hinaus.

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Cataleya schmunzelte als sie sah wie sich Sixtina benahm. Ausgerechnet die coole überlegende hübsche attraktive Ravenclaw von der sie immer vermutet hatte, dass sie überhaupt nicht in der Lage wäre jemanden romantisch zu lieben, verhielt sich gerade wie eine zum ersten Mal verliebte Dreizehnjährige. Sie ging zu ihr und setzte sich neben sie. „Es ist alles okay, es ist völlig normal sich zu verlieben!"

Sixtina drehte sich sofort um und sah sie kurz wütend an, dann meinte sie kühl: „Halt du dich aus meinen Angelegenheiten heraus, klar?"

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Lilyan mischte sich jetzt ärgerlich ein und sagte zu ihrer besten Freundin: „Six lass das, sei nicht so unfreundlich zu meiner Schwester!" Sixtina sah ihr einige Sekunden böse in die Augen, dann erhob sie sich und verließ kommentarlos das Abteil. Ihre Freunde und Cataleya sahen ihr mit überraschten Augen nach.

Kapitel 648: Der erste September | Teil 5

John saß mit seinen Freunden Jonas, Charlie und Alice sowie seinem Klassenkammrad Frank zusammen in einen Abteil. Er hatte bisher kaum mit seinen Freunden gesprochen, zu sehr dachte er immer noch über Sixtina nach.

Was ist nur mit mir los, warum kann ich mir plötzlich nicht mehr vorstellen irgendeinem anderen Mädchen näher zu kommen!? Das sie sich auch in mich verlieben könnte ist ungefähr so wahrscheinlich wie das es morgen ganz plötzlich keinerlei Probleme mehr im Zaubereiministerium gibt und alle Splittergruppen sich einfach vertragen und fortan friedlich zusammenleben.

Er seufzte und drückte seine Stirn gegen die kühle Fensterscheibe.

Warum musste ich mich ausgerechnet in sie verlieben!? Selbst bei Alice wäre es realistischer und die hat immerhin Frank …

„Was ist los mit dir John?", fragte Jonas ihn und sah ihn besorgt an. Er löste seine Stirn vom Fenster und drehte sich zu seinen Freunden um. „Ähm… alles ist in Ordnung, ich bin bestimmt nur etwas müde!", sagte er und hoffte sie würden seine Notlüge nicht sofort durchschauen. Jonas aber runzelte nur die Stirn und hakte nach: „Du siehst nicht so aus als wärst du nur müde, also was ist passiert?" John fuhr sich nervös durch seine Haare und sagte dann: „Naja es geht um ein Mädchen, aber bitte versucht nicht jetzt sofort alles aus mir herauszukitzeln, ich brauche noch etwas Zeit!" Alice grinste breit und sagte: „Du und ein Mädchen, das klingt interessant!" Charlie fragte neugierig: „Hast du etwa schon eine Freundin?"

John schüttelte den Kopf und erhob sich dann. „Nein ich habe keine Freundin!", sagte er und ging dann zur Tür. „Ich brauche etwas frische Luft, bis später!", sagte er und schlüpfte dann auf den Gang.

Sixtina …

Kapitel 649: Durch den Zug …

Sixtina ging ziellos durch den Zug und versuchte möglichst an nichts zu denken, denn egal wie sehr sie sich bemühte an alles andere außer diesen doofen Jungen zu denken, ihre Gedanken kehrten immer zu verlässlich nach einigen Sekunden zu ihm zurück.

Irgendetwas musste hier gewaltig falsch laufen, doch was das sein könnte konnte sie sich nicht vorstellen. Sie wollte sich darauf freuen in Hogwarts wieder von allen möglichen Jungen gefickt zu werden und nicht ständig an diesen einen Jungen aus ihrem Haus zu denken. Sie wollte sich nicht verliebt haben.

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John hatte inzwischen das Ende des Zuges erreicht und ließ sich sein Haar vom Wind in alle Himmelsrichtungen wehen. Von hier aus hatte man eine perfekte Aussicht auf die gesamte vorbei sausende Landschaft, er liebte es hier zu stehen und den Wind in seinem Gesicht und seinen Haaren zu spüren.

Wie es wohl wäre Hand in Hand mit Sixtina hier zu stehen und gemeinsam mit ihr in den Sonnenuntergang zu schauen?

Er lächelte und rief dann enthusiastisch und so laut er konnte: „Ich liebe dich Sixtina Black!"

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Sixtina hatte Johns Stimme gehört und grinste weil er sie, so wie es aussah auch liebte.

Da war ich ja völlig unbegründet besorgt gewesen!", murmelte sie in Gedanken und öffnete dann die letzte Tür die nach draußen auf den kleinen Außenbereich am Ende des Zugs führte.

Kapitel 650: Ein romantischer Kuss

John spürte plötzlich wie sich zwei zierliche Arme um seine Hüfte schlangen und sich ein warmer Körper von hinter ihm an ihn drückten. Er drehte sich mit schnell schlagenden Herzen um und umarmte dann auch Sixtina.

„Ich muss dir etwas gestehen!", fing er nervös an und streichelte über ihren weichen Rücken. Sie lächelte breit und legte ihren Kopf etwas schief. „Okay, ich bin gespannt!", sagte sie und sah ihm tief in die Augen. Durch diesen intensiven Augenkontakt wurde ihm ganz anders zumute. Er schluckte und zwang sich dann von seinen Gefühlen, Hoffnungen und Wünschen zu erzählen.

„Ich habe mich irgendwie gestern bei unserem gemeinsamen Eisessen mit unseren Freunden in dich verliebt. Es fühlt sich irgendwie seltsam und gleichzeitig natürlich an, so als wären wir schon immer füreinander bestimmt gewesen, und hätten einfach bisher nie den richtigen Moment gefunden uns wirklich kennenzulernen."

Sixtina nickte und sagte leise: „Wir waren in verschiedenen Gruppen und mussten uns feindlich betrachten, doch jetzt wo Lilyan und Jonas wieder zusammen sind scheint es mir fast so als würden wir zum ersten Mal die Möglichkeit bekommen uns wirklich wahrhaftig kennenzulernen!"

John grinste leicht und legte Sixtina jetzt eine Hand an die Wange. „Darf ich dich nun endlich küssen?", fragte er mit bebender Stimme.

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Sixtina fühlte sich plötzlich so leicht und frei von allen negativen Gedanken die sie sonst manchmal plagten. Sie nickte und schloss mit wild schlagendem Herzen ihre Augen.

Was auch immer nach diesem Kuss passiert, ich will nie wieder von Johns Seite weg.

Wenige Sekundenbruchteile später fühlte sie Johns Lippen auf ihren und schlag den Jungen vor sich noch fester in ihre Arme. „Ich liebe dich John!", flüsterte sie gegen seine Lippen und wünschte sich dieser Kuss würde bis in alle Ewigkeiten andauern. Jetzt gerade in diesen Augenblick war sie wunschlos glücklich.

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Nach einigen Augenblicken lösten sich John und Sixtina wieder von einander und sahen sich mit tief roten Wangen an. „Liebste, willst du meine Freundin werden?", fragte John und streichelte mit einem Finger zärtlich über ihre linke Wange.

Sie nickte unfähig irgendwelche Worte zu formen und stellte sich dann auf ihre Zehnspitzen um ihren Freund von sich aus zum ersten Mal zu küssen.

Ich bin jetzt in einer Beziehung mit John Taylor, yeah!