Kapitel 661: Filch und eine weitere Absage

Nachdem Filch sich etwas von ihnen entfernt hatte, fragte James im Flüsterton: „Wollen wir wieder reingehen und …?" Lily murmelte ebenfalls im Flüsterton: „Nein Potter, was wenn er sich umdreht und zurückkommt?" James legte einen Arm um sie und meinte betörend: „Wie wäre es dann mit heute Nacht bei mir im Bett?" Lily löste sich von James und trat einige Schritte weg von ihm. „Niemals Potter, und jetzt lass mich in Ruhe!", sagte sie etwas lauter aber zum Glück immer noch leise genug, dass Filch sie nicht hörte.

Mit diesen Worten drehte sie sich von ihm weg und ging in die Richtung in welche auch der Hausmeister gegangen war.

James blickte ihr halb frustriert halb belustigt nach. Sie war schon etwas seltsam, aber er liebte sie trotzdem. Einige Momente blieb er noch stehen, dann drehte er sich um und ging in die andere Richtung, welche für normale Schüler wie eine Sackgasse wirkte, aber er war kein normaler Schüler. Er war James Potter und wusste, dass am Ende des Ganges hinter einem unscheinbaren Wandteppich ein Geheimgang war der in den dritten Stock führte.

Kapitel 662: Beinah …

Kurz nachdem Lily den Gang verlassen hatte, in welchem der Klassenraum lag, wo sie eben beinah mit James Sex gehabt hatte, begann sie laufen und hielt erst wieder an, als sie am See bei der alten Weide angekommen war und sich keuchend an den Baumstamm lehnte.

Wie habe ich mich nur von diesen Idioten nahezu komplett ausziehen lassen können!?

Sie ließ sich am Stamm ins kühle Gras sinken und schlang ihre Arme um ihre Beine. Wie sie so da saß musste sie wieder daran denken wie James sie eben gerade gestreichelt und geküsst hatte. Es hatte sich auf eine gewisse Weise wirklich gut angefühlt. Er konnte ziemlich sanft und zärtlich sein.

Es hatte sich auch gut angefühlt ihn anzufassen …

Lily schloss etwas ihre Augen und grübelte derweil darüber nach, ob sie James vielleicht doch einmal eine Chance auf eine Verabredung geben sollte.

Kapitel 663: Eine Frage und eine Antwort

Am Abend des selben Tages beschloss James Lily noch einmal um eine Verabredung zu bitten. Er saß gerade zusammen mit seinen Freunden Sirius, Remus und Peter am Kamin im Gemeinschaftsraum und beobachtete wie Lily am anderen Ende mit ihren Freundinnen plauderte. „Ich gehe noch einmal kurz zu Evans, wünscht mir Glück!", sagte er als sich die Mädchen gerade erhoben um wahrscheinlich schlafen zu gehen.

Sirius hob seine Daumen und grinste ihn an. „Viel Erfolg Krone!", sagte er und zwinkerte dann. „Sei nicht zu arrogant, dass kann sie überhaupt nicht leiden!", riet ihm noch Remus. „Wir drücken dir die Daumen!", sagte Peter und grinste ihn an. Er lächelte seine Freunde an und ging dann mit schnellen Schritten zum anderen Ende des Gemeinschaftsraums. Er erreichte die Treppe zu den Mädchenschlafsälen gerade als Lily sich von ihren Freundinnen verabschiedete.

Er hielt sich im Hintergrund bis Alice, Katie und Mary die Treppe hoch und außer Sichtweite waren, dann trat er an Lily heran und räusperte sich hinter ihr. „Evans, ich ähm wollte dich etwas fragen …", begann er und fuhr sich durch seine Haare.

Lily drehte sich um und musterte ihn forschend. „Was willst du Potter?", fragte sie. Er atmete ein paar mal tief durch, dann fragte er: „Nächstes Wochenende, würdest du da bitte mit mir ausgehen?"

Einige Augenblicke war es ruhig, dann nickte Lily und sagte zu seiner größten Überraschung: „Okay ich werde mich mit dir treffen!" Sie lächelte daraufhin kurz und ging dann an ihm vorbei zum Ausgang des Gemeinschaftsraum.

Kapitel 664: Ein anderer Beginn (14.03.1978 | Ultimatives Alternatives Universum)

Am frühen Nachmittag des 14. März 1978 saß Lily im Gemeinschaftsraum der Slytherin mit ihrem besten Freund und Schulsprecherkollegen James Potter zusammen am Kamin und erledigte ihre Hausaufgaben in Verwandlung. Sie las gerade etwas in einem kompliziert geschriebenen Buch nach, als James sie etwas fragte.

„Die Frage mag vielleicht merkwürdig für dich klingen, vor allem das ich dich so etwas frage, aber bist du momentan Singel?"

Sie blickte von ihrem Buch auf und warf James einen irritierten Blick zu. „Ja, gerade habe ich keinen Freund, warum fragst du?", wollte sie wissen. James senkte steckte seine Feder in sein Tintenfass und legte seine Hände übereinander. „Nun also …", fing er an und stoppte dann. Lily hatte James schon eine Weile nicht so unsicher gesehen, deshalb griff sie nach ihrem Lesezeichen und tat dieses in ihr Buch. Dann klappte sie es zu und setzte sich neben ihren besten Freund.

„Was ist los, warum hast du mich das gefragt?", fragte sie ihn neugierig. Sie selbst konnte sich keinen Grund denken, aber sie sah das es James um etwas wichtiges ging.

James schwieg zunächst, dann murmelte er schließlich: „Ich hatte mich gefragt ob wir mal zusammen nach Hogsmeade gehen könnten!?"

Lily wartete auf den Knackpunkt, denn sie gingen doch häufig zusammen mit Severus und Lira nach Hogsmeade. Doch James sah sie nur mit erwartungsvollen Augen an und schien auf eine Reaktion zu warten.

„Aber …", fing sie an um ihrer Ratlosigkeit Ausdruck zu verleihen, stoppte jedoch als ihr eine Idee kam, was er eventuell meinen könnte. Aber das wäre doch absurd, anderseits die Art wie er mich gerade anblicktkenne ich bei ihm eigentlich nur von Zeiten wo er eine Freundin hatte oder zumindest verliebt war.

Gerade als sie noch einmal speziell nachfragen wollte sagte James bereits: „Ich meine nicht einen normalen Ausflug unter Freunden, sondern eine richtige Verabredung! Ich bin an mehr als nur Freundschaft zwischen dir und mir interessiert, deshalb die Frage ob du gerade Singel bist!"

Lily war absolut sprachlos, mit so etwas hätte sie niemals gerechnet …

Kapitel 665: Eine Chance!?

James beobachtete nervös seine beste Freundin die ihn gerade mit großen Augen musterte. Hoffentlich würde sie ihm zumindest eine kleine Chance auf mehr bei ihr geben. Er war jetzt schon seit fast eineinhalb Monaten in sie verliebt und wollte nicht erfahren wie es sich anfühlen musste von ihr zurückgewiesen zu werden.

„Bitte Lily, gib mir eine Chance!", bat er deshalb noch einmal direkt und griff nach ihren Händen.

Einige Augenblicke war alles ziemlich ruhig zwischen ihnen, dann fragte Lily leise und forschend: „Du bist also im romantischen Sinne an mir interessiert?"

Er nickte und gestand ihr: „Ende Januar ein paar Wochen nachdem die Schule wieder angefangen hat, habe ich mich vermutlich in dich verliebt!" Er schwieg kurz und ergänzte dann: „Definitiv ab Valentinstag war ich in dich verliebt, denn ich habe dir ein Geschenk gekauft es dir aus Nervosität aber nie gegeben!"

Wieder war es einige Momente still, dann lächelte Lily schließlich leicht und sagte mit einen Zwinkern: „Okay, dann lass uns nächstes Wochenende zu zweit nach Hogsmeade gehen und schauen was sich von da an ergibt!" James grinste erleichtert und bedankte sich dann bei seiner besten Freundin.

Kapitel 666: Das Eismädchen | Teil 1 (14.03.1978 | Hardcore Universum)

Als James am Morgen des 14. März aufwachte sah er als erstes sein Traummädchen das er immer ‚Das Eismädchen' nannte. Zumindest seinen Freunden gegenüber nannte er sie so. Sie ging anders als er nach Slytherin, er hatte also nicht viele Gelegenheiten, außerhalb des Unterrichtes sie zu beobachten, aber trotzdem hatte er sich schon im ersten Schuljahr in sie verliebt.

Er hatte sie auch schon mehrmals (fast fünfhundert Mal) um eine Verabredung gebeten, doch sie hatte ihn jedes einzelne Mal zurückgewiesen. Sie konnte ihn scheinbar wirklich nicht leiden. Er seufzte leicht auf und klappte seine Decke dann zur Seite. Es war Zeit aufzustehen und es heute weiter zu versuchen.

Nach nur wenigen Minuten war er fertig angezogen und bereit sein Zimmer zu verlassen. Er strich sich noch einmal durch seine Haare, dann drückte er die Klinke hinab und betrat das Wohnzimmer der Schulsprecherwohnung.

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Lily saß am Kamin in der Schulsprecherwohnung und las in einem interessanten Buch über die Geschichte der Zauberei. Noch war der Tag so friedlich und ruhig, sie genoss diese herrliche Stille wirklich sehr.

Zum Glück schläft dieser Potter-Junge noch, sonst hätte er mich bestimmt schon mit seinen nervigen Date-Fragen belästigt.

Genau in dem Moment wo sie das sagte hörte sie wie sich eine Tür öffnete und kurz darauf wieder schloss. Sie ahnte böses und drehte sich halb um nur um bestätigt zu sehen, was sie bereits befürchtet hatte, James war inzwischen aufgewacht.

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James sah Lily am Kamin sitzen und ging direkt auf sie zu. „Guten Morgen Lily!", sagte er und ließ sich ihr gegenüber auf dem zweiten Sofa fallen. „Was willst du Potter?", fragte Lily ungehalten und mit einem ärgerlichen Gesichtsausdruck. James grinste sie an und meinte gut gelaunt: „Ein Date mit dir Baby!" Lily verzog angewidert ihr Gesicht und sagte: „Bevor ich mit jemanden wie dir ausgehe würde ich eher vom Nordturm oder sonst irgendein hohes Gebäude springen!" James gluckste und verdrehte etwas seine Augen.

„Danke für die süßen Worte, ich mag dich auch Süße!", sagte James und erhob sich dann. „Biss bald!", rief er seiner verdutzten Kollegin noch von der Ausgangstür zu, dann hatte er die Wohnung bereits verlassen und machte sich auf den Weg zum Frühstück

Kapitel 667: Das Eismädchen | Teil 2

Lily starrte wütend auf die Tür durch welche ihr Kollege eben verschwunden war und konzentrierte sich dann wieder auf ihr Buch.

Dieser Trottel würde es niemals lernen, oder?

Egal wie oft er sie um eine Verabredung bitten würde, sie würde sowieso niemals zusagen. Erstens war er ein Gryffindor und sie war eine stolze Slytherin, zweitens benahm er sich immer schrecklich albern und kindisch und drittens war er in der ganzen Schule als hundertprozentiger Frauenheld bekannt. Sie hatte von mehreren Mädchen Geschichten gehört, dass eine Beziehung mit ihm in der regel nicht länger als zwei Wochen gut ging und an derartigen Dingen war sie definitiv nicht interessiert.

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James lief durch die Korridore Hogwarts und überlegte sich wie er Lily das nächste Mal um eine Verabredung bitten könnte.

Vielleicht mit einer Postkarte oder ich bitte die Hauselfen ihr ein besonderes Paket zukommen zu lassen …!?

Als er gerade in der Eingangshalle ankam stieß er auf seinen besten Freund Sirius. „Hey Krone wie gehts?", fragte dieser und grinste ihn an. James zuckte mit den Schultern und meinte: „Ich habe eben Lily um ein Date gebeten, sie hat abgelehnt!" Sirius klopfte ihm auf die Schulter und sagte: „Du bekommst sie schon noch ins Bett, keine Sorge!" James schubste Sirius leicht von sich und meinte leicht frustriert: „Darum geht es mir nicht und das weißt du ganz genau, also sag so etwas nicht!" Sirius kicherte und nickte nach einigen Augenblicken.

Genau in dem Augenblick wo sich Sirius für seinen Kommentar entschuldigte kamen Remus und Peter zu ihnen und wünschten ihnen einen guten Morgen. James erzählte nun noch mal wie Lily ihn eben erneut zurückgewiesen hatte. Währenddessen gingen sie zusammen in die Große Halle und setzten sich an ihren Haustisch.

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Ungefähr eine halbe Stunde nachdem James die Schulsprecherwohnung verlassen hatte, erhob sich Lily vom Sofa und beschloss nun auch zum Frühstück zu gehen. Sie konnte schließlich nicht den ganzen Tag nur am Kamin sitzen und lesen. Sie war schließlich Schulsprecherin und hatte ihre Verantwortungen zu erfüllen.

Vielleicht lässt Potter mich ja einfach mal in Ruhe …

Sie ging in die Große Halle und setzte sich zu ihren Freundinnen Lira, Jessica und Gracie.

„Guten Morgen!", sagte sie und lächelte ihre Freundinnen freundlich an.

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Nachdem James seinen Freunden alles erzählt hatte, sagte Remus mit einem aufmunternden Blick: „Ich glaube nicht das sie dich tatsächlich hasst, sie kennt dich ja nicht einmal richtig, du musst nur bedachtsamer und langsamer vorgehen, dann wird sie dir schon eine Chance geben!"

Kapitel 668: Das Eismädchen | Teil 3

James sah Remus erstaunt an und fragte: „Du glaubst sie hasst mich nicht?"

Sein Freund nickte und erklärte: „Gelegentlich wirft sie dir ganz bestimmte Blicke zu, in denen weniger Hass als stumme Sehnsucht liegt. Ich kann mich natürlich auch irren, aber wenn ich dann auch noch die Blicke die sie manchmal gewissen Mädchen zuwirft, mit denen du dich besonders häufig getroffen hast, zu deinen Gunsten interpretiere, könnte man den Eindruck gewinnen, dass sie zumindest ein Wenig eifersüchtig ist."

James, Sirius und Peter sahen Remus mit großen geweiteten Augen an. Remus sah sich besorgt um, dann flüsterte er: „Wenn du jemals auch nur den Hauch einer Chance bei ihr haben möchtest, dann geh niemals auf sie zu und erwähn irgendetwas von dem was ich gerade gesagt habe. Das sind alles nur Spekulationen und selbst wenn ich es absolut sicher wüste, selbst dann wäre eine solche Herangehensweise ziemlich unfreundlich und gemein!"

Einige Augenblicke war es still, dann meinte James leise und nervös: „Ich werde mich ab jetzt mit keinem Mädchen mehr treffen, mal sehen ob sie mir vielleicht dann irgendwann einmal eine Chance gibt und mit mir ausgeht!" Peter murmelte jetzt: „Du solltest vielleicht auch keine zu albernen Streiche mehr spielen, ich hatte bisher immer den Eindruck, dass sie die eigentlich immer lächerlich und dumm findet!" James nickte und dankte Peter für die Erinnerung.

Sirius grinste breit und erhob dann beide Daumen und sagte: „Viel Erfolg, ich hoffe sie sieht bald ein, dass du der beste …", an dieser Stelle stoppte er kurz und meinte dann: „… gut der zweit beste bist und sie eigentlich schon lange in dich verliebt war!"

James dankte erneut seinen Freunden und sah dann zum anderen Ende der Großen Halle zu seinem Eismädchen.

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Lily bemerkte den Blick des Potter-Jungen und verengte leicht ihre Augen. Warum sah er sie gerade an? Sie fühlte sich unwohl so intensiv von diesem Trottel angesehen zu werden. Sie fühlte ziemlich schnell wie ihr Herzschlag sich beschleunigte.

Starr mich nicht so an du dämlicher Vollidiot!

Zum Glück drehte er seinen Kopf recht schnell wieder weg und so konzentrierte sie sich auch wieder auf ihr Essen.

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James nahm sich in Gedanken folgendes vor:

Ich werde mich bemühen dich davon zu überzeugen, dass es für mich nur eine wahre Liebe, dich, gibt …

Kapitel 669: Kurz vorm Schlafengehen (14.03.1978 | Beide Universen)

Normales Universum:

James drehte sich um und sah seinem Traummädchen mit großen Augen nach. Hatte sie gerade tatsächlich zugesagt sich mit ihm treffen zu wollen!? War sein größter Wunsch gerade wirklich in Erfüllung gegangen? Er rannte seiner Kollegin sofort nach und versperrte ihr den Weg zum Ausgang. „Meinst du das ernst?", fragte er atemlos und sah sie fast schon flehentlich an.

Lily legte ihren Kopf schief und sagte: „Natürlich meine ich das ernst, ich werde nächsten Samstag mit dir ausgehen!"

James griff nach ihren Händen und hob diese zu seinem Gesicht. „Danke! Danke! Ich weiß gar nicht was ich jetzt sagen soll, das kommt so unerwartet …", schluchzte er mit geschlossenen Augen. Er wusste, dass er wahrscheinlich gerade ziemlich merkwürdig aussehen musste, aber das war ihm im Augenblick völlig egal.

Lily wird mit mir ausgehen, sie hat es selbst direkt gesagt …

„Sei nicht so seltsam Potter, alle schauen uns an!", murmelte Lily hörbar verlegen und löste ihre Hände aus seinen. James nickte mit immer noch feuchten Wangen und verließ dann mit ihr zusammen den Gemeinschaftsraum. Sie gingen zusammen aber schweigend zur Schulsprecherwohnung und machten sich dann nacheinander im Bad bettfertig. Bevor Lily ihr Zimmer betreten konnte, wandte sich James noch einmal an sie und sagte: „Es tut mir Leid wie ich eben uns beide ziemlich lächerlich habe aussehen lassen, aber ich war einfach so unfassbar glücklich, dass du tatsächlich nach so vielen Versuchen zugesagt hast mit mir auszugehen!"

Lily lächelte daraufhin leicht und sagte: „Das ist schon okay, es war mir nur ein Wenig peinlich… Aber Potter, nutze diese Chance gut, eine weitere wirst du nicht bekommen!" Das zweite sagte sie mit einem Zwinkern. Anschließend wünschte sie ihm noch eine gute Nacht und betrat ihr Zimmer.

Auf James' Gesicht breitete sich ein Lächeln aus, er drehte sich summend herum und betrat auch sein Zimmer.

Keine Sorge, ich werde dich nicht enttäuschen!

Alternatives Universum:

Am späten Abend saßen James, Lily, Severus und Lira im Wohnzimmer der Schulsprecherwohnung und plauderten miteinander. Nach einer längeren Diskussion über die aktuelle politische Lage wechselte Severus das Thema und fragte: „Was wollen wir eigentlich nächsten Samstag in Hogsmeade zusammen machen?"

Während Lira ihre Beine übereinander schlug und offensichtlich nachdachte, reagierten James und Lily mit einen kurzen Blickaustausch. Severus sah das offensichtlich und fragte neugierig: „Was gibt's, habt ihr beide etwa alleine vor?"

James öffnete den Mund, schloss ihn nach einigen Sekunden aber wieder, und auch Lily war zunächst stumm, dann aber war sie es welche letztendlich antwortete. „Ja, in gewisser Hinsicht haben wir nächsten Samstag etwas alleine vor …", begann sie. Lira grinste plötzlich und fragte: „Geht es hier um eine Verabredung im besonderen Sinne?"

Severus sah Lira mit kritischen Augen an und meinte: „Niemals, das wäre doch absurd!"

Lily legte ihren Kopf schräg und erklärte: „James hat mir nach dem Mittagessen beim Lernen seine Liebe gestanden und mich gefragt ob ich mit ihm ausgehen wolle. Ich habe eingewilligt und deshalb wollen wir nächsten Samstag zu zweit nach Hogsmeade gehen!"

Severus drehte sich wieder zurück und sah sie mit großen überraschten Augen an. Lira schmunzelte und James errötete leicht. Lily grinste jetzt und meinte fröhlich und locker: „Wer weiß was die Zukunft für uns vier bereit hält, vielleicht kommen ich und James im Laufe der nächsten Wochen zusammen und möglicherweise kommt ihr …", an dieser Stelle deutete sie auf Severus und Lira, „… ja auch zusammen!"

Jetzt mussten alle lachen und schnell redeten sie schon wieder über die Bedrohung der Todesser und wie man sich am besten in der aktuellen Lage verhalten sollte. Erst viel später verließen Severus und Lira mit James' Tarnumhang die Schulsprecherwohnung und schlichen sich zurück zum Slytheringemeinschaftsraum.

Ein Wenig später wünschten sich James und Lily gegenseitig eine gute Nacht und gingen dann jeweils in ihre Zimmer und legten sich schlafen.

Kapitel 670: Etwas intim (15.03.1978 | Normales Universum)

Am Morgen des nächsten Tages wachte James mit besonders guter Laune auf. Die Aussicht in nur wenigen Tagen mit Lily auszugehen stimmte ihn unbeschwert und glücklich. Er sprang aus dem Bett und zog sich pfeifend an. Gerade als er sich sein Oberteil vom Schreibtischstuhl greifen wollte klopfte es an seiner Tür. Ohne zu überlegen lief er zu Tür und öffnete sie.

Vor ihm stand Lily …

„Hi Lily, hast du gut geschlafen?", fragte er und grinste sie nervös an. Lily schloss ihren Mund den sie gerade noch geöffnet hatte und starrte ihn einige Sekunden stumm an, dann schlich sich ein leichter Rotschimmer auf ihre Wangen. James fiel erst jetzt auf, dass er obenrum noch nichts an hatte. Er grinste jetzt noch breiter und griff nach Lilys Hände. „Hui, das war eigentlich gar nicht geplant!", sagte er und platzierte ihre Hände auf seine Brust. Lily murmelte leise „Warum hast du kein T-Shirt an?" und begann seinen Oberkörper zu streicheln.

James versuchte gar nicht erst sich etwas einfallen zu lassen, was erklären würde, warum er halbnackt sein Zimmer verließ, zu gut fühlte es sich an wie sie ihn gerade anfasste. „Lily …", murmelte er erregt und zog sie näher zu sich. Er wusste nicht genau was er jetzt vorhatte, aber ihren Körper dicht an seinen zu spüren tat auf jeden Fall gut. Einige Sekunden später massierte er ihren Po und versuchte alle anderen Gedanken die nicht mit Lily zusammenhingen auszublenden.

Lily, ich liebe dich so sehr …