Kapitel 671: Eine Dusche
Einige Augenblicke ließ Lily diese Nähe zu, dann löste sie sich von James und trat einen Schritt zurück. „Ich wollte dich eigentlich nur fragen, ob ich heute vor dir duschen kann, der Rest war nicht geplant!", sagte sie mit geröteten Wangen.
Schon wieder habe ich mit ihm rumgemacht und es hat sich wieder enorm gut angefühlt …
James fuhr sich durch seine Haare und sagte: „Klar, dusch nur vor mir, oder wenn du Lust hast, können wir auch zusammen duschen!" Er zwinkerte jetzt und legte den Kopf schief.
Zusammen duschen!? Würde mir das gefallen?
Sie überlegte kurz und antwortete dann mit einem Nicken. „Okay, ich ähm… hätte nichts dagegen mit dir zu duschen!", sagte sie und wurde dabei noch röter im Gesicht.
Er errötete jetzt auch leicht und fragte: „Echt jetzt?" Sie warf ihren Kopf zurück und kicherte dann kurz. „Ja James, lass uns zusammen duschen!", sagte sie und ging dann zur Badezimmertür.
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Wenige Minuten später stand Lily mit James in der Dusche und fühlte sich ziemlich entblößt. Ha, ich bin ja auch nackt! Sie legte wieder ihre Hände an seinen Oberkörper und streichelte James erneut. Auch er fasste ihr wieder an ihren Po und streichelte sie dort sanft.
Als James ihr einige Augenblicke später zwischen die Beine fassen wollte schüttelte sie den Kopf und murmelte: „Lass uns damit noch etwas warten!" James grinste, nickte aber und gab ihr einen leichten Kuss auf die Stirn. „Okay Süße, lass uns erst nach unserem Zusammenkommen Sex miteinander haben!", flüsterte er. Sie kicherte und ließ ihre Hände dann runter zu seinem Po wandern.
„Einverstanden Potter, die Regionen unterhalb unserer Bauchnabel und zwischen unseren Beinen ist bis zu einem eventuellen Beziehungsbeginn tabu!", sagte sie mit einem Schmunzeln. James grinste und erklärte sich einverstanden. Einige Sekunden später sagte James mit Selbstbewusstsein: „Lass ruhig das ‚eventuell' weg, ich bin mir sicher, dass du schon bald meine Freundin sein wirst!" Sie fühlte ein Wenig Wut wegen seiner Selbstüberzeugung in sich aufkommen, unterdrückte diese jedoch und dachte sich nur:
Verdammt Potter, du bist derartig arrogant … Aber eventuell werden wir wirklich zusammenkommen.
Kapitel 672: Ein peinlicher Augenblick (15.03.1978 | Alternatives Universum)
Als James am nächsten Morgen das Badezimmer betrat sah er seine beste Freundin welche gerade in die Dusche steigen wollte. Sie war splitterfasernackt und drehte sich jetzt zu ihm um. Noch zu Beginn des Schuljahres hätte er in so einer Situation nur kurz gegrinst und vielleicht gesagt: „Upps Sorry, bin schon wieder weg!" Doch da war er ja auch noch nicht verliebt in sie gewesen. Jetzt aber musste er förmlich auf ihren Po blicken und sich vorstellen wie es wohl wäre diesen sanft anzufassen …
„Ich ähm …", stotterte er und schloss dann schnell sie Tür um sie nicht zu sehr anzugaffen. Sie war so attraktiv und tausendmal wunderschöner als jedes andere Mädchen des Schlosses. Er konnte plötzlich nicht länger nachvollziehen, warum er je mit anderen Mädchen hatte ausgehen beziehungsweise schlafen können.
„Es tut mir Leid, dass ich nicht geklopft habe!", sagte er einige Augenblicke später als aus dem Bad ein Rauschen zu hören war. Sie musste jetzt zu duschen begonnen haben. Er setzte sich auf eines der Sofas am Kamin und dachte an Lilys Worte vom Vortag.
„Wer weiß was die Zukunft für uns vier bereithält, vielleicht kommen ich und James im Laufe der nächsten Wochen zusammen und möglicherweise …"
Das klang in seinen Ohren verheißungsvoll und interessant, doch würde es wirklich so kommen? Würde er am Ende des Schuljahres eine feste Beziehung mit Lily führen? Er legte seine Füße auf den flachen Tisch der zwischen den Sofas stand und und lehnte sich zurück.
Wird sie auf dem Bahnhof in Kings Cross (wenn wir zusammen zu ihnen gehen) zu ihren Eltern sagen: „Hi Mum, Hi Dad! Ich freue mich endlich wieder zurück zu sein, das Schuljahr war anstrengend aber nett und ach, ehe ich es vergesse, James und ich sind jetzt ein Paar!"
Bei der Vorstellung schlich sich ein Lächeln auf sein Gesicht.
Das wäre wunderbar …
Kapitel 673: Auf dem Sofa
Es dauerte nicht so lange, dann verließ Lily das Badezimmer und setzte sich neben James aufs Sofa. James drehte sich zu ihr und entschuldigte sich dann noch einmal dafür, dass er eben ohne zu Klopfen ins Bad gekommen war. „Das ist doch kein Problem, wir haben uns doch schon häufig nackt oder in Unterwäsche gesehen!", sagte Lily und grinste ihn an. Er nickte murmelte aber: „Das waren andere Umstände, jetzt ähm… empfinde ich anders dir gegenüber, deshalb …"
Er wusste nicht so genau wie er jetzt fortfahren sollte. „… deshalb kann ich dich nicht mehr anschauen wenn du nackt bist ohne mir vorstellen zu müssen wie es wäre dich auch anzufassen!" Das klang irgendwie merkwürdig, entsprach aber ungefähr seinen Gedanken.
Lily betrachtete ihn kurz nachdenklich, dann rückte sie näher zu ihm und schlang einen Arm um seine Schultern. „Irgendwie finde ich diese ‚Seite' an dir süß!", sagte Lily nach einigen Augenblicken und sorgte so dafür, dass James errötete.
Er schluckte und versuchte nicht zu nervös wegen ihrer Hand an seinem Oberarm zu werden, doch das war ziemlich schwierig denn nun begann sie ihn auch noch leicht zu streicheln.
„Lily …", krächzte er heiser und griff dann nach ihrer Hand. Sanft und sehr vorsichtig begann er ihre Hand zu streicheln. Sie war so verdammt weich und es fühlte sich herrlich an ihr so nahe zu sein.
Einige Momente saßen sie so dicht nebeneinander am Kamin und streichelten sich leicht, dann entschied Lily jedoch, dass es Zeit wurde zum Frühstück zu gehen.
Kapitel 674: Ein Heuler | Teil 1 (15.03.1978 | Normales Universum)
Als James und Lily nach ihrer gemeinsamen Dusche in der Großen Halle ankamen sahen sie wie vom Slytherintisch ein dunkelhaariges hübsches Mädchen aufstand und mit Tränen in den Augen auf sie zulief und kurz darauf die Halle verließ.
Lily sah ihr überrascht nach und meinte dann zu James: „Ich werde ihr folgen und sie fragen was vorgefallen ist, geh du ruhig schon mal vor!" James zögerte kurz, doch dann nickte er und ging alleine weiter.
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Lily ihrerseits drehte um und verließ wieder die Große Halle. Sie entschied es zuerst draußen am See bei der alten Weide zu versuchen. Dort gingen Hogwartsschüler häufig hin, wenn es ihnen nicht gut ging. Sie verließ also das Schloss und lief runter zum einsam stehenden Baum direkt beim Wasser. An dessen Stamm lehnte das Mädchen und wischte sich gerade die Tränen von den Wangen.
„Hi, was ist passiert Lira?", fragte Lily und lächelte das Mädchen aus Slytherin an.
Lira musterte sie aufmerksam, dann murmelte sie wütend: „Meine Mutter hat mir einen Heuler geschickt wo sie mich als Verräterin und Abschaum beschimpft hat!" Lily schluckte und öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch wusste sie nicht was. Sie war sprachlos. Nach einigen stillen Augenblicken sagte Lira schließlich: „Ich kann sie zum Teil verstehen, immerhin habe ich ihr geschrieben, dass ich mich in einen Muggle verliebt habe!" Lily runzelte ihre Stirn und fragte wo das Problem dabei sei. Lira schloss die Augen und sagte dann: „Ich komme aus einer sehr konservativen alten Zaubererfamilie!" Lily nickte verstehend und meinte nach einigen weiteren Augenblicken: „Ich hoffe du wirst jetzt nichts unüberlegtes tun, was du später bereuen könntest!"
Kapitel 675: Ein Heuler | Teil 2
Lira schwieg einige Augenblicke, dann fragte sie: „Was wäre deiner Meinung nach eine Entscheidung die ich später bereuen könnte?" Sie sah Lily forschend in die Augen und versuchte in ihnen zu lesen was die Schulsprecherin wohl gleich sagen würde.
Kurz war es still, dann sagte Lily genau das, was sie bereits befürchtet hatte. „Du könntest dich dazu entschließen deinen Gefühlen nicht zu folgen und deshalb später unglücklich werden!", sagte Lily und sah ihr eindringlich in die Augen.
Das hatte ich befürchtet, dass du das sagen würdest. Aber soll ich wirklich auf ihn zugehen!? Das wäre super seltsam … Ich weiß nicht ob ich das hinbekommen würde!?
Lily lächelte jetzt und sagte freundlich: „Ich ahne bereits, dass es sich bei ihm um einen Muggle handelt und es für dich sehr schwierig sein muss so etwas zu tun, aber du solltest wirklich auf ihn zugehen und ihn vielleicht um eine Verabredung bitten!"
Hmpf… Du hast ja keine Vorstellung wie demütigend das für eine ehrenwerte reinblütige Slytherin wäre!
Lily sagte jetzt: „Wenn du jetzt auf das hörst was deine Mutter offensichtlich will, wirst du sehr wahrscheinlich die einzige sein die darunter leidet! Denn, ausgenommen den Fall, dass er auch in dich verliebt ist, wird er bestimmt irgendwann ein nettes Mädchen finden und glücklich sein, doch du wirst dich immer fragen müssen, was hätte gewesen sein können, wenn du doch auf ihn zugegangen wärst!"
Du verdammte … Warum musst du so auf mich einreden, was für eine Wahl habe ich denn jetzt noch?
Lily reichte ihr jetzt ihre Hand und sagte: „Komm jetzt erst einmal wieder rein und Iss etwas, du wirst schon das richtige tun!" Sie hatte eigentlich nicht wieder zurück zum Frühstück gehen wollen, doch sie hatte ziemlichen Hunger und deshalb ergriff sie die dargebotene Hand und ließ sich vom Baum, an welchem sie etwas runtergerutscht war, wieder hochziehen. Dann aber löste sie ihre Hand aus Lilys und meinte auf halbem Weg zurück zum Schloss: „Ich werde nicht zu vorschnell eine endgültige Entscheidung treffen, aber ich weiß nicht ob ich ihn tatsächlich direkt um eine Verabredung bitten kann." Lily zwinkerte und meinte: „Frag deine Gefühle, wenn du ihn genug magst, wirst du schon den Mut dazu finden!"
Lira seufzte und dachte sich: Vielleicht, aber wahrscheinlich nicht! Oder …
Kapitel 676: Eine unbeabsichtigte Begegnung
Als Lira gerade hinter Lily zurück in die Große Halle treten wollte, stieß sie mit einen Jungen zusammen der gerade hinausgehen wollte. Intuitiv wollte sie schnell eine Entschuldigung murmeln, als sie bemerkte mit wem sie da zusammengestoßen war.
John …
Sie erhob sich schnell und drehte sich auf dem Absatz um 180°. Ich muss hier so schnell wie möglich weg! Sie beschloss das Frühstück doch ausfallen zu lassen und setzte an zu den Treppen in die Kerker zu eilen. Doch seine Stimme veranlasste sie dazu noch einmal stehenzubleiben. „Warte einmal Lira!", rief er und ging dann von hinten auf sie zu.
Woher kennt er meinen Namen? Was will er von mir?
Er blieb einige Schritte hinter ihr stehen und fragte sie forschend: „Warum rennt du in letzter Zeit immer vor mir weg, hasst du mich aus irgendeinen Grund?" Sie schluckte, er hatte es also bemerkt.
„Behaupte einfach du hasst ihn weil er ein Muggle ist, dann wird er bestimmt nie wieder mit dir sprechen geschweige denn ausgehen wollen und Mutter wird nicht länger sauer auf dich sein!", riet ihr eine innere Stimme. Sie öffnete schon den Mund, da schossen ihr Lilys Worte wieder durch den Kopf, die ihr das genaue Gegenteil geraten hatten. Sie schloss ihren Mund also wieder und dachte nach.
Wenn ich mich mit ihm einlasse werde ich hundertprozentig von meiner Familie verbannt werden. Ich werde nie wieder Zeit mit meiner Familie verbringen können und wäre ganz alleine wenn es mit ihm nicht klappen würde.
Weil sie solange geschwiegen hatte fragte John noch einmal zögerlich nach und ergänzte: „Wenn du mir nicht antworten willst ist das natürlich okay, ich war nur neugierig!" Sie drehte sich jetzt zu ihm um und murmelte leise: „Magst du mich kurz wohin begleiten wo wir privat miteinander sprechen können?" John nickte verwundert und so gingen sie zusammen zu einem nahen leeren Klassenraum und setzten sich in die, von der Tür am weitesten entfernte Fensterbank. Hier fragte John: „Was willst du von mir?"
Was will ich von dir? Hmm… Mal sehen ob ich die passenden Worte finde.
Es vergingen einige Augenblicke, dann öffnete sie schließlich den Mund und fragte mit leiser aber ruhiger Stimme: „Wenn ich dich hier und jetzt um eine Verabredung bitten würde, würdest du dann mit mir ausgehen?"
John sah sie mit großen Augen an und nickte dann. „Mich hat noch nie ein Mädchen oder sonst irgendjemand um eine Verabredung gebeten, ich … Ähm, würde gerne mal erfahren wie es ist mit einem Mädchen ins Dorf zu gehen …" Er schwieg kurz und ergänzte dann: „Wirst du mich denn um eine Verabredung bitten?"
Lira errötete und sah dann zu Boden. Oh Mann wie peinlich …
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Einige Sekunden später erhob Lira wieder ihren Kopf und sah John direkt in die Augen. Sie genoss diesen Blick kurz, dann tat sie es wirklich. „Hast du Lust in drei Tagen mit mir nach Hogsmeade auf ein Date zu gehen?", fragte sie mit rosa Wangen aber ruhiger Stimme. John grinste übers ganze Gesicht und nickte dann. „Gerne Lira, ich freue mich jetzt schon auf Samstag!", sagte er und reichte ihr seine Hand. Zögerlich ergriff sie diese und ließ sich aus der Fensterbank ziehen. „Ich habe gesehen wie schnell du vorhin das Frühstück verlassen hast, geh jetzt auf jeden Fall noch einmal zurück und iss etwas!", sagte John und sah sie eindringlich an. Sie nickte ergeben und murmelte: „Okay, ich werde noch einmal zurückgehen!"
So begleitete er sie noch bis zum Eingang zur Großen Halle und sie betrat diese nach einem kurzen Abschied und ging dann wieder auf den Slytherintisch zu.
Jetzt werde ich also endlich frühstücken, nachdem ich mich eben gerade mit John zu einem Date verabredet habe …
Kapitel 677: Hogsmeadeausflug | Teil 1 (18.03.1978 | Normales Universum)
Am Samstagmorgen wachte James sehr früh auf und konnte einfach nicht wieder einschlafen. Er war definitiv viel zu nervös wegen dem was heute passieren würde. Endlich nach so vielen Jahren würde Lily Evans heute zum ersten Mal mit ihm ausgehen. Er drehte sich auf seine andere Seite und versuchte sich vorzustellen wie es wohl wäre vor der ganzen Schule Hand in Hand mit ihr durch das frühlingshafte Dorf zu schlendern.
Das würde auf gewisse Art intensiver werden als mit ihr zu duschen … Obwohl es auch schon ziemlich intensiv war ihren nackten Po zu streicheln.
Er grinste und stand dann auf. Er würde ehe nicht wieder schlafen können. Müde ging er zu seinem Schrank und überlegte sich was er heute anziehen wollte.
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Zwei Zimmer weiter war Lily auch bereits wach. Wie James hatte sie auch nicht mehr schlafen können und saß nun aufrecht in ihrem Bett. Heute werde ich mit James Potter ausgehen! Sie sah zu ihrer Zimmertür und fragte sich wie die Verabredung wohl verlaufen würde. Würden sie sich zum Ende hin vielleicht sogar küssen?
Warum macht mich dieser Gedanke so nervös, letzten Dienstag haben wir doch weitaus intensivere Dinge gemacht als uns nur zu küssen …
Sie schloss kurz ihre Augen, dann murmelte zu sich selbst: „Das war etwas anderes, ich habe nur mit ihm rumgemacht, doch heute gehe ich auf ein ‚Date' mit ihm …" Sie wusste, dass dies merkwürdig klang, aber ein richtiges ‚Date' schien ihr viel bedeutsamer als nur so ein Wenig ‚Herumgemache'.
Nach einigen weiteren Augenblicken beschloss sie schon jetzt aufzustehen und sich fertigzumachen.
Kapitel 678: Hogsmeadeausflug | Teil 2
Als Lira am Samstagmorgen aufwachte sah sie sofort besorgt auf ihren Wecker, doch zum Glück war es noch ziemlich früh, sie hatte also noch ein paar Stunden Zeit, ehe sie mit John ausgehen würde. Sie zog sich die Decke über den Kopf und fragte sich in Gedanken wie sie John nur um eine Verabredung hatte bitten können?
Das war alles soo peinlich … Wie ich ihn zuerst gefragt habe, ob er, wenn ich ihn um ein Date bitten würde, diese Einladung annehmen würde… Anstatt einfach die zweite Frage direkt zu stellen.
Sie freute sich zwar einerseits darauf Zeit mit ihm zu verbringen, andererseits aber war sie ultranervös wie das ganze ablaufen würde. Denn das hier heute würde ihre allererste Verabredung im Sinne eines ‚Dates' werden.
Wird er erwarten dass wir Händchen halten oder uns sogar küssen!?
Dieser Gedanke kam ihr ganz plötzlich und sie wusste nicht was sie von der Möglichkeit halten sollte, die es sicherlich irgendwie gab.
Gehört das zu einem Date dazu!?
Sie versuchte sich zu erinnern, was ihre Mitschülerinnen in den letzten Jahren bezüglich Verabredungen mit Jungen gesagt und erzählt hatten. Definitiv waren da einige Geschichten über romantische Küsse und Spaziergänge während denen man Händchen gehalten hat, dabei gewesen, doch würde etwas ähnliches auch bei ihr und John geschehen?
Soll ich mir wünschen, dass er sich so etwas vorgestellt hat? Es wäre schon interessant herauszufinden wie sich Küsse mit einem Jungen in den man verliebt ist wohl anfühlen.
Kapitel 679: Hogsmeadeausflug | Teil 3 (18.03.1978 | Alternatives Universum)
Als James am Samstagmorgen im Wohnzimmer der Schulsprecherwohnung auf seine beste Freundin stieß erinnerte er sich schlagartig, was heute für ein Tag war und was dies bedeutete. Er sagte „Lily …" und hob leicht eine Hand und streckte sie seiner besten Freundin entgegen. Diese trat zu ihm und ergriff seine Hand. „Ja?", fragte sie mit einem Lächeln.
Heute werde ich nicht als ‚Einfach-nur-sehr-guter-Freund' mit ihr nach Hogsmeade gehen, nein, heute gehen wir auf ein DATE.
James streichelte ganz leicht über ihren Handrücken und murmelte derweil: „Lily, wir gehen heute zusammen aus, oder?" Lily nickte und fragte: „Bist du deswegen nervös?" James nickte sofort und meinte dann zögerlich: „Hältst du es für möglich bereits nach einer Verabredung zusammen zu kommen, rein theoretisch?" Lily runzelte die Stirn und zuckte dann mit den Schultern. „Es ist bestimmt nicht unmöglich, aber ich weiß nicht ob es so ratsam ist so etwas zu schnell zu entscheiden, wir sprechen hier schließlich von einer Liebesbeziehung." Kurz schwieg Lily und dachte nach, dann ergänzte sie: „Andererseits wenn sich die gegebenen Personen schon lange kennen und einander sehr vertrauen, könnte ich mir auch vorstellen, dass eine Verabredung genügt um aus einer Freundschaft eine Beziehung werden zu lassen."
Beide sahen einander gerade zufällig direkt in die Augen und dachten beide dasselbe.
Wir sind sehr gut befreundet und vertrauen einander blind.
Einige Augenblicke später grinsten beide um ihre Nervosität nicht zu offenkundig werden zu lassen. „Wollen wir jetzt zusammen zum Frühstück gehen?", fragte James um geschickt die Spannung zu lösen. Lily nickte und so verließen sie Hand in Hand die Schulsprecherwohnung.
Kapitel 680: James und Lilys Zusammenkommen | Teil 1
Während Lily zusammen mit James zum Frühstück ging, dachte sie darüber nach was eine gute Freundschaft von einer Beziehung unterschied.
Wenn ich jetzt James' feste Freundin wäre, wie würde sich das von der jetzigen Situation unterscheiden!?
Würde ich dann in der Schulsprecherwohnung auf seinem Schoss am Kamin sitzen und mit ihm herumknutschen. Würde ich vielleicht sogar mit ihm schlafen und duschen? Würde er mich öffentlich küssen und würden wir Hand in Hand überall hingehen?
Sie sah auf ihre, gerade, ineinander verschlungene Hände und fragte sich: „Benehmen wir uns gerade etwa schon wie ein Paar?" Die logische Antwort war natürlich ‚Ja!', doch wollte sie das?
„Wenn du es nicht willst, zieh deine Hand jetzt aus seiner und kratz dich mit ihr, dann denkt er sich nichts dabei!", sagte eine Stimme in ihrem Unterbewusstsein. Sie überlegte ob sie das tun sollte, doch schnell entschied sie sich dagegen. Sie mochte das Gefühl wenn ihre Hand in seiner lag.
Bestimmt würden sich auch Küsse mit ihm gut anfühlen …
Sie blieb stehen und schlang ihre Arme, einer spontanen Idee folgend, um ihn und drückte ihre Lippen auf seine.
